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zuging, das russische Geschwader werde vom 26. Sep­tember bis 5. October der Gast Frankreichs sein.

Paris, 4. September. In Brest wurden wegen der Cholera die Manöver ab bestellt.

Metz, 5. September. Der Bezirkspräsident gibt be­kannt: Der Kaiser weile mit besonderer Freude in Urville, sein eifrigstes Bestreben sei, Frieden zu erhalten und die friedliche Arbeit zu fördern. Besonders auch den loth­ringischen Unterthanen sei ein dauernder Frieden zu sichern. Für den begeisterten Empfang spreche der Kaiser seinen warmen Dank aus.

totales rind ^provinzielles.

Siesten, 5. September 1893.

♦♦ Verzeichuist der Geschworenen für die am 25. Sep­tember beginnende Sitzungsperiode des Schwurgerichts der Provinz Oberhesien: 1. Johann Schäfer II., Mainzlar. 2. Karl Damm, Friedberg. 3. Johannes Fink V., Leusel. 4. Hermann Karl Schmidt, Romrod. 5. Karl Trapp, Fried­berg. 6. Johannes Groh II., Nieder-Rosbach. 7. Johannes Heinrich Scharch, Windhausen. 8. Heinrich Kling, Lorbach. 9. Christian Fast, Gießen. 10. Arnold von Jungenfeld, Gießen. 11. Wilhelm Zieg, Diebach a. Haag. 12. Ludwig Bücking II. in Alsfeld. 13. Georg Friedrich Kopp, Ossen­heim. 14. Johann Heinrich Müller II. in Ober-Hörgern. 15. Wilhelm Bloch, Schlitz. 16. Friedrich Katz II., Meder- Ohmen. 17. Heinrich Wilhelm Alles, Nieder-Florstadt. 18. Konrad Eckstein, Schellnhausen. 19. Johannes Becker VI., Maar. 20. Peter Schmidt II., Nieder-Mörlen. 21. Georg HaaS II., Assenheim. 22. Gustav Vogt, Butzbach. 23. Hermann Schmidt III., Elpenrod. 24. Ernst Zimmer, Lauter. 25. Johannes Weiß III., Vadenrod. 26. Philipp Karl Brück, Albach. 27. Martin Hammel, Staden. 28. Heinrich KaSpar, Altenburg. 29. Ludwig Horst, Ilsdorf. 30. Ludwig Kopp, Ossenheim.

** herbst. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, steht unS ein schöner Herbst bevor, der hoffentlich mit seiner zauberischen Romantik für die anhaltende Dürre des Sommers, welcher die Schönheiten der Natur leider erheblich beeinträchtigte, noch volle Entschädigung bieten wird.

** Bei der Herbstprufuog der einjährig Freiwilligen zu Darmstadt bestanden, wie gewöhnlich, die Schüler aus dem Institut des Herrn Dr. Kübel dahier - einem derselben wurde in Rücksicht auf besonders gute Leistungen in der schriftlichen Prüfung die mündliche gänzlich erlassen.

Dom Main, 1. September. Die Mostbereitung hat allenthalben ihren Anfang genommen. Das Kelterobst ist allerwärts sehr saftreich und der gewonnene Most von auffallender Süße. Wir werden also einen vorzüglichen und dabei billigenHohenastheimer" zu erwarten haben.

Ober-Ingelheim, 1. September. Gestern gelang eS zwei Jnhaftirten aus dem hiesigen Haftlocale zu entkommen. Einer, ein gewiffer Göttert, sollte an eine auswärtige Be­hörde ausgeliefert werden. Als der Wärter ihn aus der Zelle abholte, trat Göttert zuerst aus derselben und warf die Thüre hinter sich ins Schloß, den Beamten einschließend. Er öffnete alsdann auch die Zelle eines Mitgefangenen, beide schlossen mit den gefundenen Schlüsseln das Hosthor auf und entwichen.

Eingesandt.

Gießen, 4. September 1893.

In Nr. 208 desGießener Tageblatt" erörtert einKonsument" die in Erwägung gezogene ReichSweinsteuer. Der unterzeichnete Verein giebt hiermit dem Herrn Einsender zur Kenntniß, daß vom hiesigen Gastwirtheverein in Verbindung mit dem süddeutschen Ver­band sowie der allgemeinen deutschen Gastwirthe - Convention, die ca. 3000 Vereine mit über 50 000 Mitglieder umfaßt, bereits die nöthtgcn vorbereitenden Schritte gethan sind, um, salls die Retchswetn- schanksteuer wirklich ausersehen wird, eine möglichst wirksame Agi­tation gegen dieselbe zu entfalten.

Daß, wie der Herr Einsender ganz recht bemerkt, durch eine Weinschanksteuer nur die weniger Bemittelten der Consumenten am meisten betroffen werden, ist wohl Jedem klar, zumal nach dem Deutschen Wochenblatt" diese Steuer jährlich 40 Millionen etn- dringen soll.

Gleich dem HerrnConsumenten" wünscht auch der Gastwirthe- veretn, daß sich alle Wirthe Gießens und Umgegend dem Verein anschlteßen, denn nur durch festes, gemeinschaftliches Vorgehen aller Jnteresienten kann einer Reichsweinsteuer am wirksamsten entgegen­getreten werden.

Der Verein der Gastwirthe von Gießen und Umgegend.

- ; -------

Verkehr, CanO» unö Volkswirthschaft.

Gießer», 5. September. Ma rktbericht Hut dem dcuttgen Wochemnarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,051,15, Hühnereier per Stück 6 2 Stück 12-13 A, Käse pr. 6t. 48 A, Käsematte

pr. St. 3 4, Erbsen vr- Liter 18 H, Linsen pr. Liter 28 4, Tauben pr- Paar X 0,590,60, Hühner pr- Stück X 0,801 00, Hahnen pr. Sr X 0,60 - 0,70, Enken pr. St. X 1,30 bis 1,50, Ochseostetsch pr. Pfd 6066 Kuh, und Rindfleisch pr. Pfd. 5056 H, Schweine­fleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 46-50 4, Hammel­fleisch pr. Md. 40 - 68 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,009,00 X, Weißkraut pr Stück512 4, Zwiebeln pr- Eentner 6,007,00 X, Milch p. Liter 16 20 4, Enteneier pr. St. 6 4, Gänseeier 1112 4.

Witterungsaussichten

Wetterhäuschen, Südanlage.

b. Septbr., Morg. d Uhr

4. Septbr., Mitt. 12 Ubr

Barometer:

Thermometer:

Hygrvmeterstand:

min.747 mm,max.75l) mm - 4-100 R. 4- 13» R. Neigung f. trock. Wett.

min. 749 mm, max. 75u mm , 4-b'/,°R. 4- 8» B. Neigung f. trock. Wett.

Mittlerer Barometerstand bet 0° R. = 744,7 mm.

Temperatur der Lahn und Luft

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Fellingshausen, 4. Septbr. 1893.

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