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1893

Dienstag den 6. Juni

Nr. 130

Bierteljähriger

Exemplar mit dem Hauptexemplar der Wählerliste völlig

Amtliche»' Theil

Deutsches Reich.

ich

Der chteße«er erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags.

Die Gießener Itamitienv kälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt.

Bringerlohn.

Durch die Post beio^en 2 Mark 50 Pfg.

Kcdaction. Expediri"n und Druckerei:

Schutstratze Kr.7.

Fernsprecher 51.

ä la suite ist, dem »aller norsührte. Nachmittags sand IM ^Berliner Residenz,chlasse das übliche Parad-dm-r statt. Am Samstag Vormittag solgte im Lustgarten zu Patsdam d.e Parade der dortigen Garnison nach. Wie verlautet, so

durchwühlte^^ nichtige Quersumme nicht," erwiderte er lächelnd und suchte weiter.

Na, wollen Sie uns denn Ihr Gehermnlß nicht an vertrauen?" fuhr Herr F. fort.

£) ia," meinte der junge Mensch zögernd.Die Quersumme muß eine ungerade Zahl sein, die sich durch 7 t^i^Sin° Handwerker gab mit lauter Stimme sein Gewinn- mittel zum besten.

Wenn ich'S Loos habe, geh ich an n Kreuzweg und sag 'n Sprach her, aber d-n kriegt keiner zu wissen, der stammt noch von meiner Großmutter, und die hat d raus g-wonmn . jm, scheuer Ehrsurcht aus, di- man dem Sprecher zuwars. Mein Gott, wer doch auch im B-si, eines solchen Spruche« non der Großmutter war-

Nehmen Sie doch da» Z-ugS da weg! schalt Herr 8-, als ."ne Frau -ine Anzahl Fisch,chuppen mit ihrem G-ld- auf den S^1 9 exroiberte sie überzeugungsvoll,die muß ich

mit hinlegen, sie find oom Shivesterkarpsen!"

(Fortsetzung folgt.)

Nr. 20 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 29. v. M., nt$ä(91r. 2103.) Gesetz, betreffend die Ersatzvertheilung. Vom 26. Mai 1893. , t

sNr. 2104.) Bekanntmachung. betreffend Ergänzung und Berichtigung der dem internationalen Übereinkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr bergefügten Liste. Vom 25. Mai 1893. M w

Nr. 21 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 30. v. JJi.z

(Nr. 2105.) Bekanntmachung, betreffend die Anwendung der vertragsmäßig bestehenden Zollbefreiungen un > Zoll- ecmäßigungen aut die spanischen Boden- und Industrie Er z.ugncke^, ^om SQetanntma^unQf betreffend die Verein­barung erleichternder Vorschriften für den wechselseitigen Der- krbr zwischen den Eisenbahnen Deutschlands und Luxemburgs, cückstchtlich der bedingungsweise

Geaenstände, in Gemäßheit des § 1 letzter Absatz der Aus sichrungs Bestimmungen zum internationalen ^eberc^mmen üver den Eifenbahnfrachtverkehr. Vom 29. Mai 189. .

Gießen, den 3. Juni 1893.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.

$°rlarifmaber Zahl der Mahler ihres Wahlbezirks -inen Protokollführer und 3 bis 6 Beisitzer , welche aber fern un­mittelbares Staatramt bl kleiden dürfen, »u °tnennen, und dieselben spätestens am 12. Sum 1S93 em3ulabcn, am Wahltage zur Bildung des Wahlvorstandes so zeitig trn Wahllokale ^u erscheinen, das; die Wahlhandlung um 10 Uhr Vormittags beginnen kann;

b. bei der Wahlhandlung selbst genau nach den Vor- fünften in 1121 des Reglements üom^ 28.SRaj1870 zu verfahren und über die Wahlhandlung ein Protokoll nach dem mitgetheilten Formular aufzunehmen,

c. dieses Wahlprotokoll mit sämmtlichen ^geh ori^n Schriftstücken,nämlich der Gegenliste, d°rWnhlerl>st^ welch- beide von dem gesammtcn Wahlvorstand zu itnterscbrciben sind, und denjenigen ü'bcr tvc^chc -s'-i»cr B-schlustfnssungdcckWahl- Vorstandes bedurft hatte, unverzüglich, jedenfalls a5er so zeitig an den unterzeichneten Wahlcommissar des Wahlkreises einzusenden, daß dasselbe spätestens im Lauf des 18. Juni 1893 in deffen Hände gelangt.__

Anzeigen für dtnGießener Anzeiger" entgegen.

Gießen, 3. Juni 1893

Betr. die ReichstagSwahlen.

Das Großherzogliche Kreisamt Gietzen ... die Groscherzoal. Bürgermeistereien und Wahl- Vorsteher des Kreises.

e ». rss» **« cAflUe von Streichungen und Nachtragen infolge erhobener

III. Die Großh. Bürgermeistereien werden angewiesen, die Wahlvorsteher auf die vorstehenden Vorschriften II besonders aufmerksam zu machen, den Wahlvorstehem auch eine Wahlurne, sowie mindestens drei Tage vorder Wahl -in Exemplar des Wahlgesetze- (Bund-Sg-si Bl. 1889 Nr. 17 , und des Wahlreglements (Bundesges. Bl. 1870 Rr. 17) zum Gebrauch und zur Auslegung unWahllacak -u,ust-ll-n. 5 Unfehlbar bis zum 13. l. Mts. erwarten wir d-n Bericht dcr Grosch. Bürgcrm-ist-r-.cn über d-n Bollruq vorstehender Anordnungen. Berichte, w "ch- Ä bks ,um Mittag des 13. I M» -mg-l-uf-n sind, müssen wir sofort durch Wartboten abholen lasten.

v. Gagern.

nirbt an D e beiden iLouegen lyenrn c* -------

Ä Xm ungefähr hundert Mark übrig. Das andere war er seinen Freunden schuldig, die er vierzehn Tage lang frei- gehalten^ und von denen er sich das nbthige Geld zusammen- aepumpt hatte. . . Pardon einen Augenblick!

Der Bankier trat zu einer älteren Frau heran, die ihn mit den Augen zu sich gewinkt hatte.

5,err ftflüsterte sie, aber doch so laut, daß ia; es v-rst°htt> konntt,dt-sm°l giwinn ich, Ei- sollen .« ,-h-n."

Wird mich sehr sreuen," erwiderte der Bankier, trotzdem es ihm ohne Zweifel ganz gleichgiltig war.

Sie beugte sich zu ihm herüber.Sie wiffen doch, daß aus Rache spiele . .

Ich entsinne mich'

Ich habe heute einen Brief bekommen.

^Aus dem Himmel," antwortete sie, Herrn F. ruhig

°°n meinet Tochter. Sie will ihr El-vier hoben. Ich weiß nur noch nicht, wie ich es hinaufbrmge.

Schwierig!" meinte Herr F. f

Jedenfalls ist der Brief ein gutes Zeichen, glauben Sie nicht auch?"

Kann sein

Und dann räche ich mich!

Sie nickte dem Bankier freundlich zu und verschwand. Die arme Frau," meinte er, als er zu mir zurucktrat. ftbre Tochter war Lehrerin und starb sehr jung.Darüber ist sie nun etwas verwirrt geworden. Sie bildet sich ein, der Rector und die Lehrer hätten ihre Tochter

Und wenn sie das Geld hat, will sie die verklagen ... Am besten, sie gewinnt nie, dann behält sie wenigstens ihre kamen und ging-n und ich hott- genug G-l-g.m beit ru beobachten. Fast alle waren sie sogenannte kleine Leutes oft ihren letzten Groschen an dieses Glücksspiel setzend.

FerriUeton.

Im Lotteriecomploir.

Von Felix v. Stenglin.

(Nachdruck verboten.)

Entschuldigen Sie einen Augenblick," sagte der Lotterie- Einn-hm-r und wand,- sich zu smn-m Buchhalter.D-r nut bcn 10,000 noch immer nicht gekommen?

Wieder nichts?" fragte ich.

Wieder nichts."

Ra dann bitte um ein neues.

A 'spi-tt- mehr auS G-wohnh-it als auS U-b-rz-ugnng. Rein " meinte der Angeredete lächelnd.

"Denken Sie nur," sagte ter Geschäftsinhaber zu mir, ein Gewinn von zehntausend Mark aus der letzten Ziehung wird nicht abgehoben. Der einzige, den ich noch da habe. ~ rns. Leute doch eiliger damit . . . Aber treten Sonst si' d R » mal das Volk an, ganz

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44i hinter den tahitisch trat und dem Treiben zusah. X4) g.Ite. Bm mir jetten. Sind sonst sehr hinterh-r. D-S Teste Mal kam sogar einer vierzthn Tag- lang täglich, «erl war gottboll, da^-rst- Mol schon vollkommen be- iC**' Wohl schon ^Aussicht d-r kommenden Herrlichkeiten ?" T nut. Di- Ruh- hatten S>- s-h-N sollen und da ich chm feine sünft°us-nd Mar

Annahmr von Anzrigrn zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Norm. 10 Uhr.

übereinstimmt" beizufügen.

b. An dem nämlichen Tage (8. Juni) ist ferner von den Großh. Bürgermeistereien auf beiden Exemplaren der Wählerliste die auf pag. 4 des Formulars am Schluffe ab- gedruckte Bescheinigung nach vorhengem Eintrag der Worte, vom 18. bis zum 25. Mai 1893" und nach Ausfüllung des Datums zu unterzeichnen.

Auf dem für den Wahlvorsteher bestimmten Exemplar ist nach Vorschrift der Anmerkung (Absatz 2) auf pag. 4 des Formulars die Aenderung der Worte:Die vorstehende Wählerliste" in:Das Hauptexemplar der vorstehenden Wählerliste" vorzunehmen.

c. Nachdem die Wählerliste in der bezeichneten Werfe abgeschlossen worden ist, darf darin eine Streichung oder Eintragung von Wählern nicht mehr stattftnden.

ä. Das Hauptexemplar der Wählerliste nebst zugehörigen Belegen ist bei den Bürgermeisterei-Acten sorgfältig zu ver­wahren , das zweite ©jemplar dagegen von dem Grotzh- Bürgermeister, da, wo er selbst Wahlvorsteher ist, zum Zwecke der Benutzung bei der Wahl an sich zu nehmen, anderenfalls dem betreffenden Wahlvorsteher zuzustellen. ,

II. Die Wahlvorsteher weisen wir unter Hinweis auf ihre Verantwortlichkeit und auf '.die Nothwendigkeit der pünktlichsten Beobachtung der das Wahlgeschäft betretenden

Gießener Anzeiger

Keneral-Mzeiger.

rlints- und 2t listige blatt für den Kreis

---- ' r- rr iL I Alle Annonccn-Burtaux des In- und Auslandes nehmen f chräüsöeikage: Gießener Kannllenötatter. )

Darmstadt, 3. Juni. Seine Königliche Hoheit der Großhcrzog empfingen heute den Premierlieutenant $ Bothmer vom 1. Großh. Jnfanterie-(Leibgarte-)Regtmont Nr. 115, den Hauptmann v. Stemau-Steinrück vorn Fuß Artillerie-Regiment von Hindersin (PommerscheS) Nr, Vorstand des Artillerie-Depots Darmstadt, den Zeuglieutenant Strelow, eine Deputation aus Worms, bestehend aus den Lerren Frhrn. Hehl zu Herrnsheim, Oberbürgermeister Mrchler, Gymnasialdirector Dr. Mangold und Fabrikant Trumpler, den Seminardireetor i. P. Schäfer aus edberg, den Staatsanwalt Lang aus Mainz, den Effenbahnbaumelstn Wolpert aus Gießen, den Steuercontroleur Koch, den Kreis. Veterinärarzt Neunhöfer aus Grünberg, den Branddireetor ftustus, die Großherzvgliche Kammersängerin Frau Dr. Matz, zum Vortrag den Staatsminister -Fluges den Finanzminister Weber, den Cabinetsrath Römheld. A

Berlin, 3. Juni. In glanzvollster Weise hat am Freitag die herkömmliche Frühjahrsparade des G°rdecorps abgesehen von den Potsdamer Regimentern, °uf dem Tempe^ Hofer Felde bei Berlin stattgefunden. Das Kais er paar war hierbei von einer größeren Anzahl von Festlichkeiten umgeben, unter ihnen Prinz Victor von Italien, von Bayern, Prinz Friedrich August vott Sachsen und Herzog Albrecht von Württemberg. Bei dem zweiten Vorbeimarsch der Truppen sühne der Kaiser mit gezogenem Sabel das «5 SÄSKlSöS

Die b-id-n °°ll-g-°,.h-N-° um-r-inand-r und Di- m^-ist-n war» -u°»sich.^

""'"L7r B^r"L.-"m7ch rÜs"Lschi-d-n- Gi-.nh-tt°n ausmerksam. Siner gab d°S G-ld mit d-r linken H°"d, -in anderer spuckte dreimal auS, nachdem -r -mgetrettn w nach einer kam gar rückwärts über die Schwelle. Aber der 10,000 Mark-Gewinner war nicht unter ihnen.

,WaS suchen Sie denn s° lange?« sragte der Bank er einen jungen Menschen, d-r all- -hm varg-l-gten Laase