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>es der Tagesordnung, lkeilsunterrichl" tatteten Bericht, daß m dem WintercursuS tuugscursus für den ende Schüler wöcheni« n soll. Für nächsten Hoharbriten in den reichem Zweck Herr nid)t tril/tiltt, einen owie in Obst- und zu TrM Wuv Wen Wochalm litn der Volksschule gütung sind 1,50 Mk. i. Die bisher entfM' irligkeitsunterricht mit bernommen werden, kraft um EMU aus Wetzsteingasie 42 ; Bedürsniß zum klu- Polizeiamt nicht besiu nach Bericht Großh- sich in nächster Nahe Branntwein befänden, frage verneint. Die n sich für Genehm-

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artige Rückstände an Fleisch und Gedärmen dürften nur in luftdichten Gefäßen, aus welchen bie aufsteigenden Dämpfe wieder zur Feuerung geleitet und darin verbrannt würden, abgekocht werden. Dr. Baur hat bei seiner Anwesenheit im Keßler'schen Hause während des Abkochens solcher Gegen­stände, die als Schweinefutter Verwendung finden, nichts von üblem Gerüche wahrgenommen, schließt sich aber im Uebrigen der Ansicht des KreiSgesundheitsamtS an. Dr. Felsing hat ebenfalls daS Abkochen von Knochen, Lunge, Leber 2c. beobachtet, einen üblen Geruch indessen nicht constatiren können. Zwei weiter vernommene Schutzleute, die am 11. März im Keßler'schen Hause gewesen sind, bezeugten, daß daS Pferde­fleisch schwarz und theilS grau ausgesehen habe, woraus zu schließen sei, daß dasselbe zu verwesen begonnen habe. Un­mittelbar am Kessel habe man den üblen Geruch nicht so sehr wahrgenommen, derselbe habe sich jedoch bis zur Schulstraße hin verbreitet. Der Anwalt des pp. Keßler führte aus, daß die tdatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen zum Erlaß des Polizeibefehls fehlten, daß es aber auch nicht wahr sei, daß fein Client das abzukochende Fleisch rc. erst in Verwesung übergehen lasse. Für alle üblen Gerüche im Neuenweg werde Keßler verantwortlich gemacht. Der Polizeibefehl gehe zu weit, weil derselbe das Kochen an und für sich verbiete- er bean­trage daher dessen Aufhebung. Der Kreisausschuß erkannte, daß dem RecurS insoweit stattzugeben fei, als dem pp. Keßler das Abkochen von Knochen und Gedärmen pp. überhaupt und ohne Rücksicht darauf, ob diese in Verwesung übergegangen sind, untersagt wird- im Uebrigen wurde der Polizeibesehl bestätigt, dem pp. Keßler auch die Kosten, sowie ein Aversionalbetrag von 5 Mk. auferlegt.

** Die Freimaurerlogen Gießen, Wetzlar und Marburg werden unter Betheiligung von Vertretern der Logen Frank­furt, Hanau, Loblenz, Siegen und Cassel am nächsten Sonn­tag in Braunfels ein gemeinschaftliches Frühlingsfest mit Damen abhalten.

** Neues Theater. Der gestrige Abend brachte uns I. VerdisTroubadour", eine Oper, deren höchst ver­wickelte Handlung an den Schauspieler sowohl, wie die Musik an den Sänger nicht geringe Anforderungen stellt. Liegt doch gerade bei Wiedergabe der tragischen Rollen, an denen das Stück ja überreich ist, denn es wimmelt nur an schaurigen Vorgängen, wie Verbrennungen auf dem Scheiterhaufen, Zweikampf, Giftmord, Brudermord rc., die Gefahr zur lieber® treibung sehr nahe, deren Wirkung dann um so mehr komisch wird, als alle diese schrecklichen Ereignisse in einer in den leichtesten Melodien gehaltenen Musik dem Hörer erzählt werden. Trotz dieses eigentlichen Widerspruches gehört der Troubadour" zu den beliebtesten und bekanntesten Schöpfungen Verdis und zwar offenbar deshalb, weil die Oper durch ihre Melodiensülle unbedingt Jeden anziehen muß, während sie durch ihre leichte Faßlichkeit dem Verständniß der großen Masse des Volkes sehr nahe gebracht wird. lieber der gestrigen Aufführung waltete ein nicht gerade günstiges Ge­schick. Frl. Kronegold, der die große Rolle derGräfin Leonore" zugefallen war, litt an einer heftigen Heiserkeit,

die sie im 3. Acte sogar derartig belästigte, daß die Stimme umschlug. Ebenso zeigte Herr KiekerGraf von Luna" eine starke Indisposition, die seine Leistung sehr beeinträch­tigte. Frl. Ziemann führte die Parthie derInez" ge­sanglich ganz gut durch, wenngleich auch hier die Einsätze öfters nicht tadellos waren, bei ihrem Spiel jedoch störte die blessirte linke Hand ungemein. Die Palme des Abends ge­bührt unbedingt dem Frl. Marano. Die Dame hat eine recht angenehme, vor allem aber trefflich geschulte Altstimme, außerdem besitzt sie gerade für derartige Rollen eine hervor­ragende natürliche Begabung. Unterstützt durch diese Vorzüge verkörperte sie das leidenschaftliche, rachedllrstende Weib so meisterhaft, daß sie der Gegenstand des lebhaftesten Beifalls wurde. Auch von Herrn Neu sch (Maurico") können wir heute nur Gutes berichten. Der Künstler war sichtlich be­strebt, das Beste zu bieten- er hielt sich ganz frei von un­schönen Bewegungen und zeigte auch gesanglich viel Schönes, besonders wirkungsvoll gelang ihm im 4. Acte in der Kerker­scene daS herrlicheSchon naht die Todesstunde, ewige Ruhe winket mir". Allerdings das hohe C am Ende des 3. Actes ließ ungefähr einen viertel Ton an Höhe zu wünschen übrig. Die Chöre zeigten diesmal wenig von der Präzision, die wir ihnen sonst oft nachrühmen kannten, ja stellenweise gingen sie herzlich mäßig. Das Orchester jedoch unter Herrn Frenze l s Leitung that seine volle Schuldigkeit und trug zum Gelingen des Ganzen nicht wenig bei. Z.

** Neues Theater. Die am gestrigen Abend mit großem Beifall aufgenommene OperDer Troubadour" wird morgen, Samstag, zum zweiten und letzten Male ge­geben. Heute ist die Reprise vonZwei glückliche Tage". Diese Wiederholungen sind ein Beleg für die lobens- werthen Bestrebungen der Direction, die Tüchtigkeit deS Ensembles und für die Anerkennungen und Sympathien, die das kunstsinnige Publikum den Vertretern der Muse ent­gegenbringt.

A Mainz, 4. Mai. Gestern Abend fand imEvan­gelischen Vereinshaus" hier eine von protestantischer Seite veranstaltete Versammlung statt, welche sich mit der Frage der Aufstellung eines Heine-Denkmals in hiesiger Stadt beschäftigte. Die von ca. 70 Personen besuchte Versammlung, welche von dem Rechtsanwalt Lucius präsidirt wat, nahm einstimmig eine Resolution an, in welcher entschieden gegen die Hergabe eines hiesigen öffentlichen Platzes protestirt wird. Neben dem Vorsitzenden sprach hauptsächlich gegen die Er­richtung eines Heine > Denkmals der bekannte protestantische Pfarrer Lynker. Derselbe ließ zwar den lyrischen Dichtungen Heines Lob widerfahren, bezeichnete aber den Dichter als einen unwahren Charakter, einen Feind des christlichen Glaubens, einen Feind des deutschen Vaterlandes, der guten Sitte und einen Verächter der Frauenehre Eigenschaften, die dringend die Zurückweisung eines Denkmals erforderten. Die gefaßte Resolution wird den Stadtverordneten und der Bürgermeisterei übermittelt werden. Während der Brauer st rike in den Großbrauereien wie das Hornberger Schießen geendet hat, d. h. die Betriebe nirgends gestört waren und ausreichende

Arbeitskräfte von auswärts beschafft wurden, haben nach­träglich einige kleinere Brauereien den Brauern Concessionen gemacht. Letzteres geschah nicht auS Mangel an Arbeits­kräften, sondern wegen der Eigenart der einzelnen Betriebe.

* Berlin, 4. Mai. Bei dem gestern gemeldeten Anrennen eines Bootes des Schiffs;ungen-Schulschiffs Moltke im Kieler Hasen sind sieben Schiffsjungen ertrunken. ES sind dies die Schiffsjungen Japsen, Rahn, Lang, Keibler, Szolka, Reuter und Hegerding.

* Trier, 4. Mai. Der Generalstabschef des 8. Armee­corps, v. Holstein, ist mit mehreren höheren Offizieren zur Feststellung des Kaiserparadefeldes hier eingetroffen.

* Altona, 4. Mai. Heute Mittag wurde die Ehefrau Hansen in ihrer Wohnung von drei Männern über fallen, geknebelt und an einen Bettpfosten festgebunden. Die Räuber raubten 500 Mark und entflohen.

* Leipzig, 4. Mai. Der Schneidermeister Rosen- blend er aus Liebenwerda wurde auf der Landstraße nach Wahrenbrück erstochen und beraubt ausgefunden.

kirchliche Anzeige« der Stabt Gietzen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Samstag den 6. Mai:

Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Pfarroerwaller Dr. Grein

Sonntag den 7. Mai, Rogate:

Vormittags 9Vi Uhr: Pfarroerwalter Dr. Grein.

Confirmation der Kinder aus der MarkuSgemeinde.

Feier des heiligen Abendmahls.

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Nach beiden Gottesdiensten Collecte für die Armen.

Kinderkirche in der Friedhofscapelle Vormittag« S'/, Uhr: Pfarrer Schlosser.

Am Himmelfahrtfest, Donnerstag den 11. Mat, findet der NachmtttagSgotteSdtenft um 2 Uhr in der FrtedhofScapelle statt.

Katholische Gemeinde.

Sonntag den 7. Mat, 5. Sonntag nach Ostern.

Samstag: Nachmittags um 41/« Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6'/, Uhr erste bl. Messe; nm 7</8 Uhr AuSthetlung der hl. Comrnunion; um 8Ve Uhr zweite hl. Messe; um 10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um l1/« Uhr Andacht.

Um 3*/i Uhr Versammlung deS Volksvereins im Saalbau zu Friedberg. Die Theilnehmer werden gebeten, sich um 2 Uhr am Bahnhöfe etnzufinden- ,

Dienstag und Freitag Abend um 6*/g Uhr ist Maiandacht-

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Maurerarbeit 690.80

Erd- und Planirarbeit 14154.88

Lieferung von Cement-

röhren 1485.60

Lieferung vonWangen- steinen 240.

Lieferung von Mauer­deckplatten 130.

sollen auf Grund schriftlichen Ange­bots vergeben werden.

Zeichnungen, Voranschlag und Be­dingungen können auf dem Bureau des Bezirksbauaufsehers Metzger in Butzbach eingesehen werden. Daselbst sind die Angebote verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis längstens Montag den 15. Mai l. I., Vormittags 10 Uhr, abzu- geben.

Friedberg, den 2. Mai 1893.

Großh. Kreisamt Friedberg.

Dr. Braden. 4250

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im LSHkUindkner Markwsld.

Freitag den 12. d. M. werden in den Abtheilungen Eichelstück, Rod- land, Börnchen und Schmalhecke ver­steigert :

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5 Fichtenderbstangen m. 0,20 fm, 160 Fichtenreisstangen m. 2,66 fm, 17 rm Eichen-Scheiter,

86 rm Eichen. Knüppel, hiervon 20 rm 2,5 m Länge, 8200 Eichen-Wellen,

230 Fichten-Wellen,

55 rm Eichen-Stöcke, 4 rm Fichten-Stöcke.

Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr »m (Ächelstück.

Groß-Rechtenbach, 3. Mai 1893. 4246 Das Bürgermeister-Amt.

Bekanntmachung.

Forderungen an den Nachlaß der

Balthasar Dämons Wittwe, Katharine, geb. Schmidt von Muschenheim, sind innerhalb vierzehn Tagen bei uns anzumelden, widrigen­falls sie bei der Regulirung des Nach- laffes nicht berücksichtigt werden könnten.

Lich, den 4. Mai 1893.

Grobherzogliches Amtsgericht.

______Langermann. [4249

Bekanntmachung.

Die FirmaFr. Horst u. Sohu" zu Nieder-Bessingen ist in Folge Ge­schäftsaufgabe erloschen.

Lich, den 4. Mai 1893.

Großherzogliches Amtsgericht.

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