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jetzt kein Holz, und da die Kohlen der Gemeinde nicht brenne», wenn sie nicht mit Holz angezündet werden, so mußte die Schule geschloffen werden.
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— Der Dampfer .Noordland" der „9teb Star Linie* *■ Antwerpen tft laut Telegramm am 31. Oclober wohlbehaltm • Newpork angekommen.
tot et*M eutK** flnfgebott.
October: 31. Hieronymus Karl tzhrtftian Martin Alt, öchlo''tr dahier. mU Pauline Lipp hierselbtz Jiopember: 2. Dr. 2B(flo flirret HanS Blücher, LaboratoriumS-Vorstand dahier, mit Earoltoe Lulle
Grunberg, 2. November. Der wohlbekannte Gasthof „Zum Hirsch" hier wird demnächst seinen Besitzer wechseln - er geht für den Preis von 56,000 Mk. an Herrn Du chardt, einen geborenen Lauterbacher, über. — Die Peppler'sche Fabrik wurde von der Firma Jacob Repp hier käuflich erworben. In derselben soll nun wieder eine Weberei betrieben werden. (Darmst. Ztg.)
Büdingen, 3. November. Die hiesige landwirth» schasrliche Winterschule wurde gestern durch den Vorsitzenden des landwirthschastlichen Bezirksvereins Büdingen, Herrn Geh. Regierungsrath Klietsch, eröffnet und zeigt dieselbe für beide Klaffen eine Gesammt « Frequenz von 35 Schülern.
F. Fauerbach bei Nidda, 2. November. Gutes Trink- wasser ist eine Hauptbedingung für Menschen und Thiere. Diese Einsicht Hal unseren Gemeinderath veranlaßt, mit der Detmolder Firma, welche den Brunnen in Liß berg, von dem Ihre Zeitung berichtete, gebohrt hat, in Verbindung zu treten und ihr die Herrichtung eines Brunnens für die hiesige Gemeinde zu übertragen. Wie in Lißberg haben sich auch bei uns Schwierigkeiten gezeigt, denn als der Bohrer 160 Fuß — 40 Meter in die Erde eingedrungen war, und schon viel Wasser zum Vorschein kam, traf der Bohrer auf Basaltfelsen, brach ab und blieb stecken. Nun muß von Neuem begonnen werden. Der Unternehmer erhält bis zu einer Tiefe von 10 Meter je 20 Mk. pro Meter- bis zu einer Tiefe von 20 Metern werden 25 Mk. und bis 30 und mehr Meter 30 Mk. pro Meter gezahlt. Auf dem Forsthause Finkenloch wurde ein ähnlicher Brunnen gebohrt und Herr Dr. Prinz in Nidda läßt sich jetzt auch einen solchen Brunnen Herrichten. Die Brunnenarbeiter besitzen eine große Gewandtheit in ihrem Geschäfte und eß ist ein Vergnügen, die Leute arbeiten zu sehen.
A Mainz, 3. November. Der vor einigen Tagen wegen angeblicher Unterschlagung von Kaffengeldern hier verhaftete socialdemokratische Agitator Mied re ich wurde gestern Abend wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Verhaftung war auf Grund einer Denunciation von Höchst erfolgt, die sich nachträglich als vollständig unberechtigt erwies. — Aus Hechts- heim wird die Naturseltenheit gemeldet, daß sich an einem Weinstock Trauben der zweiten CreScenz befinden. Die Beeren haben bereits die Größe von dicken Schrotkörnern. — Mit der Sprengung des stehen gebliebenen TheilS des Montebellothurms wurde heute begonnen. Da durch die am DienStag stattgchabte Sprengung die Spannung des Mauerwerks nicht mehr besteht, sind die Arbeiten jetzt viel schwieriger als zu Anfang und muffen, um Gefahren zu vermeiden, nach einem ganz anderen System bethätigt werden. Nur in kleinen Stücken lösen sich die einzelnen Theile des mächtigen Mauerwerks ab. Aeußerst intereffant ist die jetzt sichtbare Beschaffenheit des Innern deS FestungSthurmeS, zu dem trotz seiner großen räumlichen Ausdehnung nur eine ganz kleine Zugangöthür führte.
WormS, 3. November. Don dem um 10 Uhr 40 Min von Mainz bier eintreffenden Personenzuge ließ sich ein Metzger von Oggersheim überfahren. Der ganze Zug ging dem Selbstmörder, der auf der Stelle tobt war, über den Kopf.
Vom Mato, 2. November. Die Karlos felausfuhr aus dem Maingebiete hat sich neuerdings bedeutend gehoben. Infolge der lebhafteren Nachfrage find auch die Preise
wesentlich gestiegen. Gesunde Speisekartoffeln werden jetzt te- 2^ Mk PCT ®oppcIccntnn bezahlt, statt der bttbengta
Santander, 4. November. Ein mit Dynamit ladenes Schiff gerieth gestern im Hasen in Brand «... f£°0 mit ungeheurem Krachen in die Luft. Alle Fenster der Stadt und deren Umgebung sind gesprungen, die brennenden Trümmer des Schiffes wurden weit fortgeschleudert. Die Kata> strophe erforderte zahlreiche Opfer.
Berlin, 3. November. An der Südküste von Langeland ist die Leiche eines deutschen Marineoffiziers angetrieben. In dem Verunglückten will man den Lieute» nant zur See Oelfen, vom Panzerschiff „Baden" erkannt haben.
Schoeidemühl, 3. November. Brunuenmeifter Beyer aus Berlin hofft noch in dieser Woche die wieder mit großer Kraft ausströmende Ouelle in Röhren abzufangen und so alle Gefahr beseitigen zu können.
Vermischtes.
’ Straßburg i. «., 2. November. Der deutsche För,.a Reiß von Plamc bei Schirmeck traf am 1. November fw französische Wilderer auf deutschem Gebiete, ;~r, hundert Meter von der Grenze. Die Wilderer schoflen Der Förster blieb jedoch unverletzt und tödtete zwei Wilderer StaatSanwalr und Gericht begaben sich sofon nach dem orte. Nach einer späteren Nachricht stellten StaatSaow«. und Gerichtsbehörde fest, daß Förster Reiß bei der Tidrur- der zwei französischen Wilddiebe im Falle ber. Noth»^ handelte. — Der „Frkf. Ztg." wird hierüber geschrteter Schon seit längerer Zeit bemerkte Förster Reiß aus fttr । huuS Falle in der Obersörsterci Rothau, daß in Jo*., | Schutzbezirk gewildert wurde. Er begab sich heute ui jrifc Morgenstunde hinaus, um womöglich den Wilderern aus t# Spur zu kommen, da durch die am vorhergehenden Tage ad- gehaltene Treibjagd die Möglichkeit nahe lag, sie abjafawt Ungefähr 300 Meter von der französischen Grenze auf bou f^em Gebiet hört er daß Bellen eines Hundes und zugleich ueht er einen Wilderer die Böschung hinausklimmen. Förster wirst sich nieder und kriecht an den Rand le Böschung. Beim Auftauchen des Wilderers packt er ibn in» fordert sein Gewehr. Der Wilderer, ein älterer Mann, vn. roeigert die Abgabe und eS entfpinnt sich ein heftiges dtingu Plötzlich pfeift eine Kugel hart an dem Kopfe des Förster« vorbei- aufblickend, sieht er auf 10 Meter Entfernung einti längeren Wilderer mit von Neuem angeschlagenem Geweht aus sich zu kommen. Mit aller Kraft reißt der Förster itu fon dem älteren Wilderer gepacktes Gewehr an sich unfc fdjiefjt den jüngeren Wilddieb auf 5 Meter Entfernung nietet. In gleichem Augenblick hat der Alte das Gewehr wieder er- faßt und ruft um Hilfe. Während de« tid) von Neuem en:- spinnenden Kampfes zwischen dem Förster und dem Wilderer bemerkt Reiß vier weitere Wilddiebe von dem steilen Serq abhang gegen sich herunter kommen- er benutzt einen steten Augenblick, in welchem er seine Flinte gegen den Wilderer richten kann, dazu, diese abzudrücken. Tödtlich getroffen iallt aud) der zweite Wilddieb, indem er den Förster au6 Seiner Umarmung losläßt. Da Reiß keine Patrone mehr im L'aas hat und sich retten muß, springt er über die hoch gemanenc Böschung hinunter und stürmt thalabwärtS, während hinter ihm die Schüsse der Wilderer auf eine Entfernung von 40 biß 50 Meter krachen, ohne ihn jedoch zu treffen. Die soson ftattgefunbene Ortßbesichtigung und Untersuchung deS Sach- verhaltß bestätigten die Aussagen des Försters vollstönbig. Eß kann dem in der höchsten Nothwehr handelnden Beawien kein Vorwurf treffen, im Gegentheil muß sein muthigeS Bet' gehen anerkannt werden. Beide Wilderer, Vater und Sohn, Binn mit Namen, gehören zu der gefährlichsten Wilddiebs- bände- der Vater war schon 1870 als Franktireur berüchtigt.
* Berlin, 3. November. Daß Jagdschloß Grünewald war heute, am Tage der Hubertußjagd, ein vielerstrebtes Ziel. Auf allen Heerstraßen, auf allen Wegen, die nach bem Jap? schloß führen, wurde eß bereit« zu früher Stunde lebendig. Zu Wagen, zu Pferde und zu Fuß eilten die Berliner • reich in den buntfarbig schillernden Wald, um der Parsorce jagb, an der baß Kaiferpaar Theil nahm, wenigsten- Don fern beizuwohnen. Bon ber ersten Mittagsstunbe an umlagerte eine gewaltige Menschenmenge baß Schloß, baß mit seiner Umgebung vom britten Bataillon beß Regiments ffdnrgm Elisabeth, bem Garbe-Schützenbataillon, ber ersten Schwad-...- des zweiten Garbe-Dragonerregiments, 3 Cbenvadmntttma unb 40 GenSbarmen auß Berlin, Rixborf unb Zoffen abat- sperrt würbe. Daß rothe Felb bestaub auß über 200 Herr .
• Berlin, 2. November. Der älteste Wahlmann in Berlin ist ber 92j8hrige Professor Mi chelet, welcher, ber „Nat--Ztg." zufolge, in ber Gemeinbeschule in ber Burg- grafenstraße bie zwei hohen Treppen 3um Wahllocal lunaas- ging unb erklärte, baß er die Wahl aimehme.
* Eia einhändiger Oberst. Man schreibt ber „Franks. Ztg.": Daß 45. Infanterie-Regiment in Laon befehligt Oberst Pau, auß Nancy gebürtig, ber erst 44 Jahre at ist unb bte rechte Hanb nicht mehr besitzt. Im Jahre Ls61 auß ber Kriegßschule von Saint Cyr hervorgegangen, verlor er im beutsch - französischen Kriege baß rechte Handgelenk. Seitbem bebiente er sich ber Linken mit Meisterschaft unb ist ein vorzüglicher Reiter geworben.
* Mannheim, 3. November. Der Hostheaterkassirer Wilb wurde nach einer unvermutheten Revision wegen Unregelmäßigkeiten entlassen.
* Im Dorfe Bantikow bei Kyritz haben die Schulkinder seit einigen Tagen Ferien , weil ber Lehrer kein Holz hat. h Schule Heizen zu lassen. Der Patron, Rittergutsbesitzer R, hat bie Verpflichtung, ber Schule 21/, Meter Kiefern-Kloboche \ zu liefern, wahrenb bie Gemeinbe bie Kohlen kaust. Br.’.: beß Holzeß hat vor einiger Zeit ber Patron bem Lehrer 6,75 Mk. geschickt, ber Lehrer behauptet nun aber, baß 1* Niemanb für biefeß Gelb 21/, Meter Holz verkaufen »'l- unb hat bad Geld zurückgeschickt. Herr R. fanbte aber W
Cocales unb provinzielles.
Gießen, ben 4. November 1893.
** Universität- - Nachrichten. Die Themata ber schrift- U4en Prüfungen beß letzten juristischen Examens *finb von einigen Blättern theilweise unrichtig roiebergegeben worben. Um Jrrthümmer zu vermeiden, veröffentlichen wir im Nachstehenden folgende officielle Angaben: Von den Examinatoren % wurden folgende Aufgaben gestellt: Prof. Kretfchmar: Ein practischer Fall aus bem Panbektenrecht. — Pros. Zörs: Wodurch unterscheidet sich im heutigen Recht bas Notherbrecht ber Geschwister von bem ber Ascenbenten unb Descenbenten? Welches ist ber historische Grunb biefer Unterscheibung? — Pros. A. Schinibt: Ein practischer Fall unter Verwerthung von Sätzen des ehelichen Güterrechts und Handelsrechts. — Pros. Frank: Ein practischer Fall auß bem Gebiete beß Strafrechts unb beß Strafprocesses. — P r 0 f. Heimburger: Der verfassungßmäßige Antheil ber verschiebenen Reichßorgane an ber Reichsgesetzgebung. — Prof. Laspeyreß: Wechselbeziehungen zwischen Probuctions« kosten unb Preisen.
** Reformationsfest. Morgen Sonntag, als am Re- formationßfeft, wirb frühe zwischen 7 unb 8 Uhr Choral vom Thurme ber Stabt („Eine feste Burg" u. s. w ) geblasen werben.
** Kammermusik. Der erste Kammermusikabenb ber Herren Bauer, Krauße unb Polster 2c. finbet nicht, wie vor einigen Tagen bekannt gemacht, am Montag, sonbern erst am Dienstag, 7. November, Abenbß 7 Uhr, im Saal ber hiesigen Freimaurerloge statt. Das Programm, welches tu ben Nummern für Kammermusik nur Namen klassischer Componisten enthält, (siehe baß Inserat ber heutigen Nummer) "fahrt angenehme Abwechselung burch Mitwirkung ber geschätzten Concertsängerin Frau Balser-Lanbmann, welche Lieder von Schubert, Hilbach, v. Koß unb Meyer-Helmunb vortragen wirb. Den Billetverkauf hat Herr Ernst Challier übernommen unb ftnb Abonnementskarten, gültig für alle vier Slbenbc zu 5 Mk. für eine Person, 8.50 Mk. für zwei Personen unb 12 Mk. für brei Personen, sowie auch Einzel- billetß L 1.50 Mk. in seiner Musikalienhanblung zu haben.
z Theater. „Der Stehaus", Lustspiel in 4 Acten von Rubolf Kneisel. „Lustspiel" betitelt ber Dichter fein Werk. Wahrlich mit Unrecht. Ist benn etwa bie Hanblung danach geschaffen, biefen Titel zu rechtfertigen, ober bie ein« feinen Situationen? Hie unb ba mag Letzteres vielleicht stimmen, ebenso zeigt bie Sprache manchmal, aber bieß auch nur vereinzelt, ben Ton beß Lustspiels. Unb boch sinb gerabe bie Stellen, wo eben jene beiben letztgenannten Kriterien sich finben, nicht so hervorstechenb, baß sie bem Ganzen ihr Gepräge aufzubrücken im Staube wären, sie sinb nicht einmal besonders gelungen, denn im Rahmen dieser Handlung nehmen sie sich allzu possenhaft auß, sodaß ber Einbruck, ben sie bei uns hinterlassen, oft nicht einmal befonberß angenehm »st- Das Stück ist vielmehr seinem ganzen Aufbau nach ein Jntriguenstück, bas ben Namen Schauspiel eher verbient hätte, als irgend einen anberen. Gerabe biefer scenifche Aufbau zeigt, baß Kneisel bie Gabe ber poetischen Erfinbung in hohem Maße besitzt unb gewanbt zu verwenben versteht. Wenn nur damit nicht in eben so hohem Maße baß sentimentale Element tietbunben wäre. Letztereß gerabe macht eß bem Schauspieler oft recht schwer, seine Rolle bem Hörer so sympathisch zu gestalten, wie er eß gerne wünschte. Jnbeß können wir zu unserem Vergnügen conftatiren, baß am gestrigen Abenb nur wirklich Gutes geboten würbe. Unter ben Damen verdienen Frau Director ReinerS als „Marianne" unb Frl. Schumann als „Lucie" besonberes Lob, währenb wir unter ben Herrenrollen bem „Amerikaner" bes Herrn Niemeyer unseren unbebingten Beifall nicht versagen können. Alles in allem hatten wir Wieberum ben Einbruck, daß baß bieSjährige Ensemble ein recht tüchtiges ist, baS sich gegen baß letztjährige sehr Vortheilhaft außzeichnet, baß ber Herr Director aber keine Mühe unb Kosten scheut, um bem hiesigen Publikum etroaß GebiegeneS zu bieten, wobei bic recht nette Zwischenactßmusik nicht an letzter Stelle erwähnt zu werben verbient.
** Der Landes Ausschuß ber laudwirlhschastlichen Vereine deS Großherzogthum« heffen beschäftigte sich in seiner Sitzung am 31. October in Darmstabt auch mit ber Erhöhung der Tabaksteuer. Das Referat hatte vr. Heibenreich übernommen unb beleuchtete derselbe die projectirte Steuer-Erhöhung vom Standpunkte ber Vertretung der Landwirt hschaft, als welche der Landesausschuß zu gelten habe, insbesondere auch des Tabakpflanzers, babei bie Dortheile betonenb, bie dem Letzteren in dem vorliegenden Gesetzesentwurf in Aussicht gestellt feien, so namentlich in dem Wegfall eineß TheileS der seither üblichen, sehr lästigen steuerfiscalischen Controlle, der Abwälzung der Steuer von der Production beß Tabaks u. s. w. Er legte ferner in einer Reihe von Zahlen bie gegenseitigen Verhältnisse bar, in welchen sich bie Steuerveranlagung im Jnlanbe, bezw.
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der Zoll auf ben aus dem Außlanbe bezogenen Tabak gc- stallen werben und hält den vorliegenden Gesetzeßemwurs in der Voraussetzung, daß in demselben einigen weiteren Wünschen ber Tabakprobucenten Rechnung getragen werbe, wie bieieiben in seinem Anträge näher bezeichnet find, für annehmbar. Nach einer längeren Berathung findet der Antrag des Referenten (mit dem unter c. wiedergegebenen Amendement Sr. Erlaucht deS Grasen zu Solms- Laubach) die Annahme in folgender Fassung:
Der vom BundeSrath vorbereitete Entwurf einer Tabak- fabrikatsteuer, soweit er in seinen allgemeinen Grundzügen und in feinen Hauptsteuersätzen durch die Presse bekannt geworben ist, muß vom Slanbpunkte der Tabakpflanzer aus ber bestehenben Gewichtssteuer vorgezogen werben, wenn bie folgenden Abänderungsvorschläge darin ausgenommen werden: a. die für den Tabakpflanzer vor- gesehenen Controlmaßregeln (Anzeigepflicht und amtliche Verwiegung des geernteten Products) müssen wegfallen- b. bie vorgesehene Spannung von 40 Mk. pr. 100 Kg. zwischen Zoll unb Jnlandstcuer wirb wesentlich erhöht - 0. bie Besteuerung deS Rauchtabaks unb ber Cigarren werden annähernd gleichgestellt.
* Patent Anmeldung. Schachtöfen zum ^Brennen von Cement, Kalk u. dgl., Actien - Gesellschaft Favkik feuerfester und säurefester Probucte in Bab Nauheim, 26. Novbr. 1892.
Bestrafungen von Bettlern und Landstreichern fanden im Jahre 1892 statt in Starkenburg 1304 (3,6 pCt.), in Oberhesfen 552 (1,5), in Rheinhessen 1184 (3,2). Im Allgemeinen hat die Zahl solcher Bestrafungen zugenommen.
** Der Getreidemarkt. Auch in der abgelaufenen Berichts- Woche gewährte die Lage auf dem deutschen Getreidemarkte 'ein sonderlich befriedigendes Bild. In Roggen und Weizen anden vielfach stärkere Realisationen statt, welche in beiden Artikeln auf bie Preise brückten. Jnbessen ist in Amerika eine Erholung ber Weizenpreise infolge bas bie befinitive Abschaffung ber Sherman-Bill aussprechenben Senatsbeschluffes eingetreten, unb sieht anzunehmen, baß biese Erholung auch auf ben beutschen Weizenüiarkt ihren Einfluß noch äußern wirb. An ber Berliner Börse machte ber mißlungene Versuch einer „Schwänze" ber Haussepartei in Hafer viel von sich reben, ba« Mißglücken beß Experiments hatte einen beträchtlichen Preisabschlag in Hafer zur Folge. An ber Berliner Probuctenbörse notirten: Weizen von 135—148 Mark per 1000 Kilogramm, Roggen von 121—129 Mark, Hafer von 152—181 Mk., Gerste von 120—137 Mark.


