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Nr. 208
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Dir Gießener
Jl**t(te*6titter Werden bcm Anzeiger Böchmtlich dreimal tzagelegl.
Dienstag den 5. September
Erstes Blatt.______
Meßmer Anzeiger
Kenerat-Mzeiger.
1893
Lirrlettährrgcr X6»u*emtntipreUi 2 Mark 20 Pfg. mit Lrmgerlohn.
Durch die Pott bf jogai 2 Mark 50 Pf».
Rtbaction, Lxpeditio» und Druckerei:
Kchukstratze Ar.7.
Fernsprecher 51.
Amts- und Anzeigeblatt für beit Ureis Gissten
Gratisbeilage: Gießener Kamitienblätter.
etwa verdoppelt ist. , . s .. .
Vor Ablauf von mindestens einer Stunde darf das mit der Destnfectionsflüssigkeit versetzte Btlgewasser nicht ausgepumpt werden.
Ein Hineinschülten von gebranntem Kalk in den Ktelraum hat keine aenügend destnfictrende Wirkung. ,
Eiserne Fahrzeuge, welche Btlgewasser nicht haben, bedürfen in der Regel keiner Destnfection des Ktelraumes.
berechtigt.
Berlin, 2. September. Die offiziöse Meldung, daß das Abschiedsgesuch des Kriegsministers von Kaltenborn-Stachau vom Kaiser ab gelehnt worden sei, der Minister bleibe auf seinem Posten, hat in weiteren Kreisen überrascht, begegnet aber Zweifeln. Thalsache ist, daß der Kriegsmmister seinen Rücktritt wünscht. Es hieß noch kürzlich, er übernehme das
dieser Information, die verschiedenen offizösen Korrespondenten ruging, hat es den Anschein, als bezweifle man hier den outen Willen der russischen Regierung, den Zollkr eg möglichst bald zu beendigen. Nach den bisherigen Auslassungen des Finanzministers Witte erscheinen solche Zweifel nicht
Deutscher Reich.
Berlin, 2. September. Die Kaisertage in Süddeutsch land anläßlich der großen Truppenübungen sind nunmehr angebrochen und werden sie sicherlich^ un ganzen übrigen Deutschland einen lebhaften Widerhall finden. Na-
«llc Nnnoncen-Vureaux de» In- unb AurlanbcS nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" tntgegen.
mentlich blickt man allseitig den Kaiserma.növern in Lothringen mit Interesse entgegen, bei denen ein glänzender Kreis von Fürstlichkeiten, bestehend aus dem Kronprinzen Victor Emanuel von Italien, dem König Albert von Sachsen, den Großherzögen von Baden und von Hessen, den Prinzen Ludwig, Leopold unb Rupprecht von Bayern u. s. w. den Kaiser umgeben wird. Außerdem aber haben die Kaisermanöver in Lothringen eine gewisse politische Bedeutung cr-
Unt> n®ie%e8infcdton ist dort, wo sie geboten erscheint, tnsbefondere wenn Orte, die dem öffentlichen Verkehre zugänglich sind, gesahrdet erscheinen, oder wo sonst eine J^nfectton zu besorgen ift ober ftatt- gefunden hat, mit ver größten Strenge durchzufahren. Im Uebrigen ist aber vor einer Vergeudung von Destnfecttonsmitteln eindringlich zu warnen; unnöthige und unwirksame! Desinfecttonen bed^ nützen Kostenaufwand und vertheuern die Preise der Desinfections- mittel, verleiten aber auch das Publikum zur Sorglosigkeit in dem Gefühle einer trügerischen Sicherheit. ^,alnf,rtinn
Reinlichkeit ist besser als eine schlechte Desinfection.
11) Der Kiel- (Bilge-) Raum der im Fluß- und Binnen- schifffohrtsverkehr benutzten Fahrzeuge wird durch Eingteßen von Kalkmilch (f. o. I Nr. 1), welche, sofern Raum und Ladung es zu- lassen. zuvor mit der zehnfachen Wassermenge zu verdünnen ist,
Annahme von Anzeigen zu Der Nachmittag» für den folgevben Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr.
Maßnahmen gegen die Cholera
Einstweilen sind die Bemühungen daraus genchtet, einer Verschleppung der Verhandlung möglichst vorzubeugen. „Man ist diesietls bestrebt, nach allen Richtungen hin so zu ver^
Berlin, 2. September. Bei der vorgestern eingelieserten Person wurde amtlicherseits Cholera asiatica festgestellt. In Beobachtung im Krankenhause befinden sich acht Personen und vier an der Cholera Erkrankte.
Trier, 2. September. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin trafen Vormittags kurz nach 9V» Uhr auf der Haltestelle Euren ein und wurden von dem Landrathe Tobias mit einer Ansprache begrüßt, auf welche Se. Majestät huldvoll dankte. In der darauf folgenden Unterhaltung mit den Kreistagsmitgliedern berührte Se. Majestüt die Frage
DeSinsecloren zu übertragen.
Äe^rstündlg^es Auskochen in Wasser, Salzwasser oder In Lauge wi,kt bestaftctrenb. Di- Slüwgk.il mutz w°hr-ud »‘='“ 3=« beständig im Sieden gehalten werden unb die Gegenstände vollkommen blb<<fUnter den aufaeführtm Desinsecttonsmitteln ist die Wahl nach Lage der Umstände xu treffen. Insbesondere wird, wenn eS an der unter Nr. 4 vorgesehenen WOproc. Carbolsäure mangeln sollte, auf die unter 1 bis 3 angegebenen Mittel juruckzugre fen sein. Sollten auch diese Mittel nicht zu beschasten sein, so wird im Nothsall Carbol- säure mit geringerem Gehalt an wirksamen Stoffen, welche demgemäß in größerer Menge zu verwenden ist, oder ein anderes wissenschaftlich als gletchwerthig anerkanntes Mittel zu verwenden fein.
II. Anwendung der D e s 1 n f e c t i o n s rn 1 t t el.
1) Die Ausleerungen der Cholera krank en (Erbrochenes, Stuhlgang) werden möglichst in Gefäßen aufgefangen und mit ungefähr gleichen Theilen Kalkmilch (I Nr. ^)srund"ch gemischt. Diese Mischung muß mindestens eine Stunde stehen bleiben, ehe sie als un chadltch beseitigt werden darf. „
Zur Desinficlion der flüffigen Abgänge kann auch Chlorkalk (I Nr. 2) benutzt werden. Von demselben sind mindestens zwei getaufte Eßlöffel voll in Pulverform auf </e 1 der Abgänge hinzu- zusetzen unb gut damit zu mischen. Die so behandelte Flüssigkeit kann bereits nach 20 Minuten beseitigt werden. , ., _
Unter Umständen können die Entleerungen durch einstundigeS Kochen (mit Wasser) unschädlich gemacht werden; alsdann [mb bie Gesäße, welche mit den Entleerungen in Berührung waren, ebenfalls eine Stunde lang auszukochen.
Die desinficiiten Ausleerungen können in den Abort oder in die für die sonstigen Abgänge bestimmten Ausgußstellen geschüttet ober vergraben werben. ..... ,r . . „ , .
Schmutzwässer sind in ähnlicher Weise zu desinsiciren und zwar ift von der Kalkmilch soviel zuzusetzen, daß das Gemisch rotheS LackmuSpapier stark und dauernd blau färbt. Erst eine Stunde nach Eintritt dieser Reaction darf das Schmutzwasser abgelassen toerbC2) Hände und sonstige Körpertheile müffen jedeSmal, wenn sie mit inficirten Dingen (Ausleerungen der Kranken,, beschmutzter Wäsche usw) in Berührung gekommen sind, durch grunb; l!ches Waschen mit einer desinfictrenden Flüssigkeit, z. D. Chlorkalklösung (I Nr. 2) ober Carbolsäurelösung (I Nr. 4) desinficirt WCrb<3) Bett- unb Leibwäsche, sowie anbere Kleibungs- stücke, Teppiche u. bergl. werden in ein Gesäß mit Kaliselsenlösung, Carbolseifenlösung ober Carbolsäurelosung gesteckt Die Menge ber Flüssigkeit ist so reichlich zu bemessen, baß dieselbe nach dem Durchfeuchten ber Gegenstänbe noch überall über den letzteren
In biefer Flüssigkeit bleiben die Gegenstände, unb zwar in Kaliselsenlösung mindestens 24 Stunben, in Carbolsetfen- ober Carbol- fäurelofung minbestens 12 Stunben, ehe sie mit Wasser gespult unb weher gereinigt werden. Das habet ablaufende Wasfer kann als unverdächtig behandelt werden. , , . , ~ .
Wäsche usw. kann auch in Dampfapparaten, sowie durch Aus- kochen desinficirt werden. Aber auch in diesem Falle muß sie zunächst mit einer der genannten Desinf.ctionSflüssigkeiten (Nr. I 3 oder 4) stark angefeuchtet und in gut schließenden Gefäßen ober Beu ein verwahrt ober in Tücher, welche ebenfalls mit Desinfectionsflussigkeiten angefeuchtet sinb, eingeschlagen werbest, bamit die mit dem £>antken ber Gegenstände vor der eigentlichen Desinfection verbundene Gefahr
Anweisung ,ur Ausführung der Desinfection bei Cholera.
I. Als Destn f ecttonSmittel werden empfohlen:
^ÄÄu?g derselben wird 1 1 zerkleinerter reiner gebrannter Kalt, sogenannter Fettkalk, mit 4 l Wasser gemischt, und zwar in rolgenber Weis bem Wasser etwa ’/4 1 in das Mischen bestimmte Gefäß gegosfen und bann der Kalkhnengelegt. Nachd-m bet Kalk das Woffer aufgesogen hat und dabei zu Pulver zersallen ist, wird er mit dem übrigen Wasser zu Kalkmilch oerrübrt.
Dieselbe ist, wenn sie nicht bald Verwendung ftnb.t, in einem gut geschloffenen Gefäße aufzubewahren und vor dem Gebrauch um- zuschutteln. *
Der^Chlorkalk hat nur dann eine ausreichende deslnficirende I Wirkung, wenn er frisch bereitet und in wohlverschlossenen Gefäßen aufbewahrt ist. Die gute Beschaffenheit des Chlorkalks ist an dem | starken, dem Chlorkalk eigenthümlichen Geruch zu erkennen. I
Er wird entweder unvermischt in Pulverform gebraucht oder in Lösung. Letztere wird dadurch erhalten, daß 2 Theile Chlorkalk mit 100 Theilen kaltem Wasser gewischt und nach dem Absetzen der ungelösten Theile die klare Losung abgegossen w rd.
3) Lösung von Kaliseife (sog.Schmierseife odergrüne oder Schwärze Seife). 3 Theile Seife werden in 100 Theile heißem Wasser lieldft (,. B. l/i kg Seise in 17 1 Wasser).
4) Lösung von Carbolsaure.
a. Carbolseisenlösung. .
Zur Verwendung kommt die sog. „lOOproc. Carbolsäure des Wandels, welche sich in Seisenwaffer vollständig löst.
Man bereitet sich Die unter Nr. 3 beschriebene Losung von Kaliselfe. In 20 Theile dieser noch heißen Lösung wird 1 -Spell Carbolsäure unter fortwährendem Umrühren gegossen.
Diese Lösung Ist lange Zelt haltbar und wirkt schneller des- Inftclrenb als einsache Lösung von Kaliseise.
b. Carbolsäurelösung. . x ,
Soll reine Carbolsäure (einmal ober wiederholt destillirte) verwendet werden, welche erheblich theurer, ober nicht wirksamer ist, als bh"m ,,(»pr°c Sa.botiau«", fo ist zur Löluug d-s ®df=nm«fiet nicht nöthig, es genügt dann einsaches Wasser.
5s Dampfapparate. , _
Am besten sind solche Apparate, in welchen der Dampf unter Ueberdruck (nicht unter Vio Atmosphäre) zur Verwendung kommt. Die Bedienung der Apparate ist, wenn irgend angängig, ausgebildeten
Commando des württembergischen Armeecorps.
Berlin, 2. September. Die (kommtHarten der Bundesstaaten werden dieser Tage im Reichsschatzamte in Berlin zusammemreten, um die in der Finanzminister- Conserenz zu Frankfurt a. M. festgestellten Reichssteuer. projecte näher zu berathen. Vermuthlich wird der neue Reichsschatzsecretär, Gras von Posadowsky, den Vorsitz bei diesen Verhandlungen führen.
Berlin, 2. September. Bei einem vierjährigen Knaben, welcher in den Nordhasen gestürzt war, aber lebend wieder herausgezogen wurde und darauf erkrankte, ist Cholera constatirt worden. Die Blätter schließen daraus, datz die Gewässer in und um Berlin inficirt sind. .
— Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht einen Auszug des Vertrages der Usambara-Kaffeebau-Gesell- ., . schäft, bereit Sitz in Berlin, deren Dauer unbeschränkt und desinficirt. ,nf, ,, , x _ I bereit Zweck ist, in Ostafrika unb vornehmlich in Usambara
Die frisch zubereitete Desinfections - Flüssigkeit wird' ^°kr- I (Zrundbesitz zu erwerben unb zu verwerthen. Das Grund- schiedenen Stellen des Kielraums dem Kiel- (Bilge-) Wasfer er- Jf ist auf 250,000 Mk. festgesetzt unb in 1250 Antheile SÄ ÄÄ Mk. get eilt. Das ?rste Geschäftsjahr läust bis
das Im Btl^naum m'lstehm^ Steifen rothes Vacfmu^ 3L ben 19- b. M. nach
papler st°-I und dauernd blau fätbt; dl-I- Müsung ist nicht bort, ,in6trufen worden.
a°°ign-,5°S7-V ”n6b«anffie't"" d7tz das - Den Ab-ndblä,.-IN zufolge dürste bie Rünbifluug
LackmuSpapier vor etwaiger Berührung mit der Wandung, z. B. durch ber hier 1883 aufgelegten 6procentigen russischen Gold-
d" ^rr^'L'-L.n.,st es »ulaffen, ^°cemb-r^9S^er!°lg.n'° D^'rMch° R°gi«ung'w«b!
ÄüngHacbVmtn8e” b-8 »ilsmafierä dagegen eine 4procentiße Golbanleihe gegen Z°hiuug emer b ... ... I Convertirungspramie anbieten. An deutschen Platzen werde
der Umtausch voraussichtlich nicht stattfinden.
verringert wird. Auf jeden Fall muß derjenige welcher solche Wäsche usw. berührt Hal, seine Hande in der unter II Nr. 2 an- aeaebenen Weise deSinficiren. .
4) Kleidungsstücke, welche nicht gewaschen werden können, sind in Dampsapparaten (I Nr. 5) de^nsicwen.
Gegenstände aus Leder sind entweder nach Nr. 3 Abs.lund2 zu behandeln oder mit Carbolsäure-, Carbolseisen- (I Nr. 4) oder Chlorkalklosung (I Nr. 2) abjureiben.
Pelzwerk wird aus der Haarseite dis auf die ■ manöver in votiirmaen eine uciuinc pumiiujt «-
L »»"ifHünbiJer ein^uns‘bn'lSta? S«f et«"USSge»afÄ<n Und langt, die thnen durch die G-g°nwar. des it°lieni!ch-uTbr°n. weite? gereinigt werden. Pelzbesätze an Kleidungsstücken von Tuch I solgers unb burch bie WuthauSbrUche ber französischen Preffe W(r%lUpi"66Äelall.6e.1e der Model, lowle ähnl.che
4 nähme des Kronprinzen VictorEmanuel an den am^kommen- ober 3) befeuchtet sind. Ebenso wird mit dem Fußboden von I ben Dienstag anhebenben großen beutschen Manövern bildet Krankenräumen verfahren. Die gebrauchten Lappen sind zu ver- cine sichtbare neue Bekräftigung des Frcunbschasts- und Bnnb- brennen. . . . mit «aikmilck I wßverhältnisses zwischen Deutschland unb Italien unb von
(l Nr^") Äsinfici" Je?ben ,all^^eV biesem Stanbpunkte aus werben in beiden Reichen bie Katser-
Stund'en^durch Abwaschen roiebir entfernt werden darf. tage von Metz zweifellos ihre besondere: Würdigung crfal, .
6) Die Wände der Krankenräume, sowie Holzthetle I Berlin, L September. Zum deutsch-russischen werden mltKalkmilch (INr.l) getüncht odermtteinerdeSinnc.renden ertrag schreibt die „B. B.-Ztg." : Offiziös
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Nach geschehener Desinfection sind die Krankenräume, wenn I ^1^06 zur Berücksichtigung bei den nahen Verhandlungen irgend möglich, 24 Stunden lang unbenutzt zu lassen und reichlich deutsch russischen Handelsvertrag an bie Reichs-
I ÄU lÜ7^%u^dr^bo^raVulue\unflen beschmutzter Erdboden, regierung gelangen und baß diese Eingänge sorgsame Be- Vslaster, sowie Rinnsteine, in welche verdächtige Abgänge g» achtung finden, da sie als Material für die Derathung langen, werden am emfachsten durch reichliches Uebergießen mit Kalk- l Für diese letzteren ist alles bis tnS Detail vor-
milch (I Nr. 1) desinficirt. bereitet — doch sind bie Erwartungen in Bezug auf bte
(A «? ll7.r',WagÜ-hm.^ “Ä. eUl B°-Handlung°n in mahgobcndcn Steifen nicht zu h°ch g°'p°nn'.
täglich In jede Sitzöffnung mehrmals Kalkmilch oder ein anderes Einstweilen sind die Bemühungen daraus gerichtet, einer Ver gleichwerthiges Mittel in einer der Häufigkeit der Benutzung ent- I ^(g^punq der Verhandlung möglichst vorzubeugen. „Man sprechenden Menge zu gießen. Tonnen, Kubel dergl., welche zum I dieffeits bestrebt, nach allen Richtungen hin so zu ver-
Ä» I SÄ 4
Mittel außen und innen zu bestreichen. o
I Die Sitze selbst sind mit Kalkmilch ober einer der 3 Losungen von Kalifeife, Karbolseise ober Karbolsäure zu reinigen.
9) Wo eine genügende Desinfection in der angegebenen I Weise nicht ausführbar ist, z. B. bet Matratzen unb Federbetten in Ermangelung eines Dampfapparates oder wenn ein Mailgel an Desinsectionsmilteln etntreten sollte, sind die zu.desinficirenden Gegenstände mindestens 6 Tage lang außer Gebrauch zu setzen und an einem warmen, trockenen, vor Regen geichutzten, aber womöglich dem Sonnenlicht ausgesetzten Orte^gründlich zu
Strohsäcke können mit ihrem Inhalt im Dampiapparat desinficirt werden; zweckmäßiger ist es, mit dem Stroh nach Nr. 10 zu verfahren und die Hülle wie die Wäsche (Nr. 3) zu destnficrren.
Polstermö bel, deren Holzwerk keinen Fournierb^chlag hat und nicht durch Leim zusammengehalten wird, können im Dampfapparat d.slnficirt werden. Ist letzteres nicht an^ngig, so werden die Holzthetle mit Kaltseifen-, Karbolsetsen- oder Karbolsaurelosung abgewaschen, sonst wie in Abs. 1 angegeben, behandelt.
10) Gegenstände von geringem Werthe sind zu verbrennen ober in Gruben zu schütten, daselbst mit Kalkmilch zu übergießen


