zuführen. — In England sind die Parlamentssitzungen er* öffnet worden. Die Abreßdebatte ist bereits beendigt. Die Homerulevorloge wird dem Parlamente alsbald zugehen. — In Oesterreich ist das Programm der neuen Partei nach den Wünschen der deutschen Linken umgeänden worden. Gleichwohl scheinen die Deutschliberalen mit der neuen Partei« bildung nicht recht einverstanden zu sein. — In Hawai ist die Königin abgesetzt worden. Die Einwohner suchen nun« mehr den Anschluß an die Bereinigten Staaten von Nordamerika.
tocale» und provinzielles.
Gießen. 4. Februar 1893.
— Im Kaiser Panorama Bahnhofstraße 23 gelangt von heute ab eine ganz neue Reise durch den Harz zur Ansicht. ES werden die im Sommer so viel besuchten Orte, Thale, Ballenstädt, Bode, Radaufall, Ilsefall und Ilsegrund, Teufelskanzel, Hexentanzplatz, Brocken u. s. w., alles herrliche Orte, in trefflichster Beleuchtung und Farbengebung vorgeführt. _____________
— Der Getreidemarkt. Geringer Umsatz bei etwas weichenden Preisen war im Allgemeinen der Character des deutschen Getreidemarktes während der abgelaufencn Berichtswoche. Speziell in Weizen war eine recht flaue Stimmung bemerkbar, offenbar verursacht durch die matten Berichte vom amerikanischen Markte, etwas belebter war das Geschäft im Roggen, da sich für Januarroggen noch einige DeckungSsrage zeigte. Auf den meisten Plätzen genügte eine geringe Herabsetzung der Forderungen für Roggen, um aus reichende Käufer deS Artikels herauzuziehen, zumal die Zufuhren nicht erhebliche waren. Hafer hielt sich zwar im Preise, die Umsätze waren indessen nicht nennenSwerth, abgesehen vielleicht von den Deckungskäufen aus Januar. Notirungen an der Berliner Produclenbärse: Weizen von 146 bis 160 Mark pro 1000 Kilogramm, Roggen von 131—139 Mk., Hafer von 135—155 Mk., Gerste von 116-175 Mark.
— Eine nicht unwichtige Nachricht für unsere zukünftigen BaterlandSvertheidiger kommt aus Berlin. Nach den vorliegenden Berichten hat nämlich General v. G o ß l e r in der Sitzung deS Heeresausschuffes vom 24. v. M. angekündigt, daß schon bei der nächsten Aushebung als niedrigstes Militärmaß 1,54 Meter — bisher 1,57 Meter — ange- wendet und Dienstpflichtige, die bisher wegen gewisser geringer körperlicher Fehler zu den bedingt Tauglichen geschrieben wurden, mir den voll Tauglichen zusammen loosen sollten.
— Jubiläums-^artenbau Ausstellung zu Leipzig 1893. Sr. Majestät der König Albert von Sachsen hat das Protectorat über die vom 25. August bis 5. September d. Js. in Leipzig stattfindcnde, zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens deö Leipziger Gärtnervcreins E. G. von genanntem Vereine veranstaltete internationale Gartenbau-Ausstellung übernommen. DaS zu dieser Ausstellung seitens des Ralhes der Stadt Leipzig in dankenswerthcster Weise zur Verfügung gestellte Kuhthurmareal umfaßt über 136000 Quadratmeter im Freien und, einschließlich der zu errichtenden Pflanzcn- haupthalle, sowie der bereits vorhandenen festen Gebäude, ea. 5000 Quadratmeter bedeckten Räume, sodaß für eine Betheiligung in denkbar größtem Maßslabe gesorgt ist. Die bereits vorbereitete Seeanlage schließt eine Fläche von ea. 6500 Quadratmeter ein und wird mächtig zur Belebung deS Gesammtbildcs beitragen. Das Interesse an der Be- theiligung ist ein überaus reges und sind auch bereits bedeutende Ehrenpreise gestiftet worden. Herr Oberbürgermeister Dr. Georgi hat in wohlwollender Weise den Vorsitz über das Ehrencomitü, gebildet von Vertretern hoher Behörden, Corporationen und hochachtbaren Burgern der Stadt Leipzig, übernommen. An Stelle des im Herbst 1892 verausgabten vorläufigen Programms wird in Kürze das die näheren Be
mädchen plötzlich erkrankte, daS Feld räumen mußte, um nach Chemnitz zurückzukehren. Jetzt erst gewahrte sie, daß der schöne Schubert, der viel zu sehr für eine sorgenfreie Zukunst schwärmte, nicht ganz verläßlich war und nur mit seiner un- practischen Herzensneigung bei ihr, mit seinem practischen Verstände aber bet Tante Lmchen weilte. Zwar hatte Herr Fridolin Matschte keinen Gewinn davon, denn nach wie vor würdigte sie ihn kaum eines Blickes, doch gern las sie nun seine Spottgedichte über „Buridans Esel", wenn ihr auch dabei gar manche, durch den Wankelmuth deS AdlerwirthS erpreßte Thräne über die Wange rollte.
So lagen die Dinge, als ein an H. Schubert adressirteS Telegramm deS Chemnitzer Restaurateurs Paul Dickchen ein« traf. ES war für Heinrich, den treuen Jugendfreund deS Absenders, bestimmt, gelangte aber in Onkel Hermanns Hände und lautete: „HerzenSfchatz! Muß Dich morgen, Nachmittags 3 Uhr, auf meiner Durchreise sehen. Kann leider nicht in den Adler kommen. Erwarte mich am Bahnhose. Dein Dickchen."
Der Apotheker Schubert hatte eS gelesen und ohne jede Entschuldigung deö ihm so nahegelegten Mißgriffs an den Adlerwirth gesandt. Er war nun fest überzeugt, daß dieser mit LauraS Tante schon sehr intim verkehren müsse, da sie sich, aus ihre Corpulenz anspielend, sein Dickchen nannte. DaS schmerzte ihn, sah er doch seine Speculation auf Herz und Hand der reichen Wittwe inS Waffer fallen. Natürlich beeilte er sich jetzt, seinem Berger Luft zu machen und die auS dem Telegramm ersichtliche Liebschaft an die große Glocke zu hängen. Erst lies er zu Laura, die ntcht müde wurde, bte Treulosigkeit de» schönen Schubert und das unschickliche Benehmen ihrer coketten Tante in den kräftigsten Ausdrücken sittlicher Entrüstnng zu tadeln. Hieraus besuchte er den Stadtpoeten, der sofort einen neuen, dem Adlerwinhe bebi« einen Spottreim verübte, und bann „der Schönsten ber
stimmungen enthaltenbe Hauptprogramm kostenlos an alle Jnrereffenten verschickt werben. Wünsche bezüglich ber Zu« steüung deö HauptprogrammS sinb an ben Vorsitzenden deS schriftführenden AuSschuffeS, M. Mohrmann, Leipzig-Linbenau, zu richten.
Vermischtes.
K* Gaffel, 31. Januar. Ein fonberbarer Sirchenstreit ist in dem im Kreise Wolfhagen gelegenen Dorfe Oberlisting en auSgebrochen. Auf Beranlaffung deS königlichen OberconfistoriumS zu Eaffel sollte ein neues Gesangbuch ein« geführt werden, gegen welche Maßnahme ein großer Theil ber Dorfbewohner sich auflehnte. AIS bei einem jüngsten GotteSbienste em Lieb aus dem neuen Gesangbuche gesungen werben sollte, stimmte eine Anzahl älterer Kirchengänger ein Lieb auS bem alten Buche an, wodurch ein großes Durch- einander entstand, daS schließlich mehrere Personen veran« laßte, das GotteShauS zu verlaffen. Da man sich haNnäckig weigert, baß neue protestantische Gesangbuch einzuführen, so hat baß Consistorium bie Kirche biß auf Wettereß schließen lassen. Zugleich würbe gegen bie Wiberspanstigen Strafantrag gestellt unb es haben bereit» mehrere Vernehmungen stattgefunben.
* 65 HeirathSaotrage erhielt vor einigen Tagen in Berlin ber Inserent folgenber Anzeige: „Ein junger Beamter mit 50000 Mark jährlichem Einkommen wünscht bie Bekanntschast einer jungen gebildeten Dame, behuss Verheirathung. Vermögen nicht beansprucht. Paffende Anträge mit Beilegung ber Photographie beliebe man an bie Abreffe N. N. zu richten." Der junge Mann richtete sogleich an 20 biefer Heiraths-Canbibatinnen ein Schreiben, inbcm er jeder mittbeilte, er wäre nicht abgeneigt, sie zu ehelichen- doch wünsche er vor Allem, sie persönlich kennen zu lernen. Er bitte sie daher inständigst, von ihm ein Billet zum Victoria- Theater für Montag, ben 30. Januar, anzunchmen. Er, ber HeirathS-Canbibat, werbe sich in ihrer Nähe befinben. Montag Abenb waren bie Besucher beß Victoria-Theaters nicht wenig überrascht, als sie bie meisten Sperrsitze in ber mittleren Abteilung deS Parterres mit jungen Mäbchen besetzt fanden, die alle auf's Eleganteste gekleidet waren. In einem Sperrsitze vor diesen Mädchen saß unser falscher Heiraths-Candidat, der sich von Zeit zu Zeit umdrehte unb über bie hinter ihm sitzenben Ehe Candibatinnen Revue ab hielt. Es bauerte nicht lange, so erfuhr baß Theater-Publikum bie Geschichte biescr Annonce unb beren Folgen, worauf sich im Hause große Heiterkeit verbreitete. Die armen Opfer biefeß schlechten W'tzeö beeilten sich, so schnell als möglich aus bem Theater zu verschwinben.
* Papierne Dachziegel sind bas Neueste au8 Amerika. Man hat bei ber Fabrikation berselben sehr haltbare Ziegel von großer Leichtigkeit, bic an Brauchbarkeit bie Schieferplatten weit übertreffen sollen, Erzielt. AnS dem zähen, faserigen Papierbrei werben die Ziegel in besondere Formen gepreßt unb, nachbem sie mit einer Flüssigkeit, bie sie waffcrbicht macht, getränkt worben, im Ofen gebacken. Dann werben bie Papierziegel mit einem Emailleüberzug versehen, mit Sand bestreut, um sie für Hitze unb Feuer wiberstanbsfähig zu machen. Nach einer nochmaligen Trocknung sinb bie papiernen Ziegel für ben Gebrauch fertig._________
Citeratar unfc Ifanft
— «euer» «roße» Sonversattons-Lexikon in neuer, fünfter Auflage. Ein Eretgniß von weittragenbster Bedeutung für bte gesarnrnle gebildete Welt deutsch sprechender Zunge wird daS begonnene Jadr zu verzeichnen Haden. Wie uns bte Perlagshand- lung de» Bibliographischen Instituts in Leipzig unb Wien soeben mittheilt, beginnt dieselbe Ende Februar mit der Veröffentlichung einer auf das Sorgfältigste vorbereiteten neuen, fünften Auflage ber großen Ausgabe von Meyers Conversations-Lexlkon. Es begreift sich leicht, daß diese Thatfache der diesjährigen Bewegung auf dem Gebiete geistiger Producttvität ihren Stempel aufdrücken wird. Meyers Eonverfations-Lexikon, das in der Weltliteratur unerreicht dastehende monumentale Werk seiner Art, ist als Denkstein unserer heutigen Kultur- und Bildungszustände mit unferm Geistesleben auf»
Schönen" sein edles Dlchterherz mit einigen tiefempfundenen Versen zu'Füßen legte. Er schrieb:
„Ha, welch ein Lump! 'S ist kaum zu sagen!
„Vichmäßig hat er sich betragen
„Und Dir geraubt der Seele Ruh.
„Ich — ich will sie Dir wiedergeben, „Denn theurer mir als Leib unb Leben „Unb selbst mein Dtchterruhrn — bist Du:
„O, Laura!"
Die Empfängerin bieseS PoömS griff nun ebenfalls in bie Leier unb fang:
„Ihm mag fein Dickchen wohlbekommen, „Dir die verlorne Liebesmüh;
„Mir ward ein Esel weggenommen „Unb einen Ochsen nehm ich nie.
„O, Matschte!"
Dieses Gebicht fanbte sie an ben schmachtenben Lyriker unb ehe noch ber Ablerwirth Gelegenheit fanb, feinen durchreisenden Jugendfreund Paul Dickchen zn begrüßen, war sie nach Chemnitz abgebampft. Dort harrte ihrer in Sehnsucht ber windschiefe Bankbuchhalter, bem sie sich nun mit allem, waS sie war unb nicht hatte, zu eigen gab.
Nothgebrungen verzichtete ber alte Schubert auf bie geplante Wiebervermählung. Der häuslichen Bequemlichkeit wegen beburfte er auch keiner zweiten Gattin, benn feine brei Töchter hielten treu zu ihm unb würben in jungfräulicher Sittfamkeiv alt genug, um ihm bis ans späte Enbe seiner Tage bie Wirthschast zu führen.
Der schöne Schubert aber sah in jenem tragi-komischen Jrrthum bei Abgabe ber Dickchen'schen Depesche einen Wink beS Himmels, ber ihn an Tante Linchen wies. Die dual ber Wahl war jetzt für immer vorüber. BuribanS Esel hatte sein Heudünbel gefunden unb — bürt war eß wahr- luf) nicht.
Innigste verbunden Jede» Neuerfcheinen diese» bernrragaibar Musterwerke» muß daher die weitesten Kreise ziehen. Em unge'ähreS Büd von den gewaltigen Leistungen, welche man in der gänz ich neu- bearbeiteten und vermehrten fünften Auflage von Meyers Eonoer- salionS-Lexikon erwarten darf, enlwirst bereit» der vor un» l^entze Proivect Danach wird die neue Auflage auf nahezu 17 500 feilen Zart mehr al» 100000 Artikel umfassen und mit nicht weniger al« 10 000 Abbildungen, Karten und Plänen im Text und aus 950 Tafeln, darunter 150 Ehromotafcln und 260 Kartendeitagen, veisehar sein. Hinsichtlich der Bearbeitung und 'kchnischen Ausstattung verfprecheu die Bearbeiter und die Verlags,andlung daS Bestmöglichste. Es M danach nicht zu bezweifeln, daß sich Meyer» Eonverfattons-Leriko« auch in (einer neuen ÄuSgade an die Spitze aller einschlägige» encyklopädischen Werke stellen und seinen wohlbegründeten Ruf und Ruhm weiter ausdauen wird. Der Umfang M ißerfeß tfi auf 272 wöchentlich erscheinende Lieferungen »um Preise von ,c 50 Ptg. ober auf 17 in Halbfranz gebundene Bände zu je 10 Mr berechnet. Da» erste Heft erscheint Ende Februar, während der erste gebundene Band Mitte April vorliegen soll, bem in drei- biß viermonatlichen Zwischenräumen dir weiteren Bände folgen werden. Wir glauben eß unfern Leiern schuldig zu sein, denselben über die literarifche Merkwürdigkeit d«S neuen Jahres später eingehend zu berichten.
— Solleetion Harileben. Vterzebnlägig wird ein «end abgegeben. P.eiS beß Bandcs eleg. geb. 75 Pfg. Pränuw^ation für ein Jahr (26 Bände) 19 Mark '(«. Har Neben» «erlag Wmn). 64 liegen un» in den Bänden 14 biß 17 der „Eollection HaMebm vier neue Romane vor. Der unvergleichliche Tdackeray, der ewig junge Duma» (Sohn), Maquet und TurgSnjew sind Autoren, deren Namen wohl für die Gediegenheit des Jnhalteß bürgen. Wenn man berechnet, welche Summen man im Laufe ein eß Jahreß für Hausschuhe, Eravalten, Toilette-Artikel und Vergnügungen auSgibt un» wie verhältnißmäßig geringfügig die Beträge find, die wir für gute Lectüre — unser Haupt-BildungSmittel — verwenden, so erscheint es fast unbegreiflich, wie die Verlags Buchhandlung Hartleben Srb»genk Romane in schönen, angenehm lesbaren Ausgaben lu dncm f o fabek haft billigen Preise bieten kann, daß der elegante englische Leinendanb mit Golddruck kaum damit bezahlt erscheint. Aber c» lsi eben die Parole be» literarischen Markte» unserer Tage, für wenig Geld viel Gute- zu liefern und wir wünschen, daß die so erfolgreich eingeführte „Collection Hartleben" von dem Bücher kaufenden Publikum auch weiter protegut werde und immer wehr Anhänger finden möge.
Verkehr, Land- und Volkswirthjchast.
Heber Kalkdüngung. Aus Grund der Versuche, welche auf mehreren landwnthfchaftlichen Versuchsanstalten gemacht wvlden sind, muß den Landwirthen empfohlen werden, der Kalkdüngung ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Wie Herr vr. A. Morgen schreibt, haben bie in ben letzten Jahren leiten» ber Versuchsstation HaIle ausgeführten sehr zahlreichen Bodenanalysen gezeigt, daß auch die besseren Böden sehr häufig an einer Kalkarmuth leiden und daß diese Kalkarmuth in vielen Fällen geradezu die alleinige Ursache der geringen Fruchtbarkeit ist, da alle anbei en Nährstoffe genügend vorhanden waren und durch eine Kalkzufuhr die Erträge bedeutend gesteigert werden konnten. Wie schon hervorgehoben, ist diese Beobachtung gerade bet besseren Böden gemacht, bei denen man eine Kalkarmuth nie vermuthet haben würde. Diese Beobachtung verdient umsomehr Beachtung, als man neuerdings sehr günstige Erfolge mit der An wendung der Kalisalze auch für ben schweren Boden gemacht hat, so daß für die nächste Zukunft eine ausgedehnte Anwendung dieser Düngemittel auch für diese Verhältnisse zu erwarten ist. Damit gewinnt aber die Kalkfrage insofern besondere» Interesse, al» mar weih, daß durch die Anwendung der Kalisalze der Boden an Kalk verarmt. Allerdings üben die Kalisalze dstse Wirkung nicht allein au», sondern auch die Ammoniaksalze und besonder» auch der Stallmist haben eine Entkalkung be» Boden» im Gefolge, weil diese Düngemittel und auch die sich entwickelnde Kohlenfäure ai» lösend auf den Kalkgehalt deS Boden» einwiiken. Sehen wir uns nun um, welche Quellen uns zur Deckung de» KalkbedarfeS zur Verfügung stehen, fo find die» zwei Präparate. 1) der kohlenfäure Kalk, welcher z. B. al» gemahlener Kalkstein ober als Mufchelstein für Düngung»zwecke Verwendung findet, und 2) der gebrannte oder Aetzkalk, welcher durchs Brennen des kohlenstturen Kalkes gewonnen wird unb dessen Güte vor Allem von der Beschaffenheit des Rohmaterial», auS dem derselbe erzeugt wird, abhängig ist.
— LebenSverstcherungS «esellschaft ,« Leipzig, gegr. 1830 (alte Leipziger). Die Gesellschaft hatte im vergangenen Jahre wiederum einen sehr starken Zugang an neuen Der sich, r ungen zu verzeichnen. ES wurden 6433 Vc'sicherungSantiäge über eine Versicherungssumme von 44 635 100 „M (451 Anträge unb 2 973 550 mehr al» 1891) gestellt und 5256 Versicherungen über 36 227 700 Jt (374 Versicherungen unb 3 007 850 JL mehr al» 1891) abgeschlossen. Sterbefälle wurden für 1892 734 über eine Dersichei ungSsumme von 4 676 350 JL (37 2 250 JL mehr al» 1891) angemeldet. Durch Erleben de« Fälligkeitstermins kamen 911 584 JL zur Auszahlung. Unter Berücksichtigung ber durch Rückkauf und Aufgabe in Abgang gekommenen Versicherungen stellte sich der Versicherungsbestand Ende 1892 auf 56 850 Personen und 383 800 000 JL Der siche, ungtzsumme, wa» einen reinen Zuwachs von 2750 Personen unb 24 500 000 JL Versicherung»summe für 1892 (gegen 2537 Personen unb 22 830 900 JL Versicherungssumme im Jahre 1891) ergiebf. An Dioidenbe erhielten die länger al« 5 Jahre Versicherten im Jahre 1892 42°/« der ordentlichen Jahresbeiträge, die mit Abkürzung der Versicherungsdauer Versicherten aiißerdem noch eine Dividende von 1 >/, % ber Summe ber gezahlten Zufatz« beiträge. Die gleichen Divibendenfätze werden auch tm Jahre 1893 zur Vertheilung gelangen. Von bem Enbe 1892 vorhandenen Der» mögen der Gesellschaft in Höhe von 103 Millionen waren 82 494 150 Jt in INÜI delsicheren Hypotheken, der Rest im Betrage von ungefähr 20 Millionen in fonftigen Sicherheiten angelegt
— Dogelfreunde. Da» rühmlichst bekannte Doß'sche Doaelfutter Singsutter für Eanarienvögel, Waldvögel, llnioerfalfutter für Drosseln, Staate sowie für alle in unb ausländische Vögel (nur echt in ver siegelten Packeten mit der Unterschrift „Gustav Voß, Hoflieferant), erhält man hier nur bei Emil Fischbach, Selterßweg 24. Der große Prachteaialog bet Vozelbandlung Voß, Köln ist daselbst etnzu e jen. Kurze Schrift über Doge pflege umfonff. [333
— Die hervorragendsten Männer der Wissenschaft von Hyppokrale» bem berühmten Gelehrten beß klafsrichcn Atter« thumv biß auf die der neueren Zeit, u. a. die Professoren Rust, Eheliu», Hoffmann, Boerhaoe, haben alle die hohen medicinischen Eigenschaften der Myrrhe erkannt. Durch die bisher gebräuchlichen Formen, in welchen bie Dtyrrhe zur Anwenbung kam, konnte ihre große und eigenartige Heilwirkung jedoch nicht zur Entfaltung gelangen. Apotheker Flügge gebührt baß Verdienst, den Weg gefunden zu haben, die hohen, ja unübertroffenen medicinischen Etaenfchaften der Myrrhe in einen öligen Au«»ug überzuführen (Deutsche»Reich»patent Nr. 63592) und so der leidenden Menschbeit ein Heilmittel von ganz hervorragenden Eigenschaften zuzuführen. Tie zahlreichen, von Aerzte» gemachten Versuche haben ergeben, daß Avotheker Flügge» Myrrhen- Er-'-me wegen seiner antisepischen (fäulnitzwidrigenl, conser virenden, neubilbenben und heilenden Eigenschaften da» beste Mittel bei den verschiedenen Hautkrankheiten, ollen Hautwunden, Geschwüren, Verbrennung, Verbrühung ?c. rc. ist. Apotheker Flügge» Myrrden - E'^me ist nebst ben ärztlichen Gutachten * Dose Mk. 1. in Gieße« in affe« «vorderen erhältlich. Myrrhen- Er»me ist der pttentirte ölige unb verdickte Außzug de» Myrrenharzes.
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