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8 Siallgafle fallenden Geländes an die Stadt abzutreten, wo- [ji;xd) er in seinem Hofraum etwas beengt wurde- durch Ueber- vdeckung des Stadtbachs würde ihm insoweit das abgegebene I Gelände ersetzt, als ihm dadurch die Möglichkeit gegeben I mürbe, Kisten usw. aufzubewahren. Dem Gesuch wird auf BtSiberruf stattgegeben unter ben weiteren Bedingungen, daß ! der Bohlenbelag in gleicher Höhe mit dem Hof gelegt wird, ricß der Stadt das Recht der zeitweiligen Beseitigung dieses ! Bohlenbelags zusteht und daß Gesuchsieller eine, jährliche An» j krkennungsgebühr von 1 Mk. entrichtet.
Das Gesuch deS hiesigen Postamts um Anbringung.eines ' Briefkastens an der Ostanlage wird genehmigt. Der
^Briefkasten soll am Hause der Frl. v. St. George (Ecke lLiesenstraße und Ostanlage bezw. Mottkestraße) angebracht werben.
Zu dem Gesuch ber Actienbrauerei Gießen wegen : Erbauung eines Gerätheschuppens am Leihgesterner Weg z lenüber dem Verwaltungsgebäude wird nur widerrufliche iienehmigung befürwortet, weil für das in Frage kommende ■ L>:adtgebtet ein Bebauungsplan noch nicht ausgearbeitet und fr mit noch nicht abzusehen ist, ob die dauernde Anlage von ' Z>iulichkeiten späteren Bebauungsprojecten etwa Hindernisie bereiten würde.
Das Gesuch der Direction der Oberhessischen Eisenbahnen um Herstellung eines Abschlusses am Güter« bchnhof wurde von der Tagesordnung abgesetzt.
Für die Bedachung deS Feuerlöschgeräthe- v ngazins waren ursprünglich Falzziegel vorgesehen. Da hibeffen der vielen kleinen Flächen wegen Schwierigkeiten mit b eien Ziegeln entstehen, so ist auf Antrag des Stadtbauamts L Hieferbcdachung beschlossen und Angebote auf Ausführung b rfelben eingefordert worden. Dem Voranschlag für ge- mcsterte Schieferbedachung im Betrage von rd. 1900 Mk. siamben Angebote zwischen 1100 und 1600 Mk. gegenüber. Gb wird beschloflen, die Arbeiten durch Herrn Carl«, desien .Ugebot in Bezug auf Schieferqualität und Preis am an- inchmbarsten erschien, ausführen zu lassen. Die Lieferung
8 Stück gußeisernen Wandsäulen für das Feuerlösch- ! sgkiäthemagazin wurde der Firma Buderus zum Preise von IM Mk. übertragen.
Auf das Gesuch des Eis der eins um Ueberlaffung bei städtischen Wiesen in den Eichen wurde beschlossen, dasselbe nochmals unter den bisherigen Bedingungen zu genehmigen. D«se Wiesen werden nach Mittheilung des Herrn Oberbürgermeisters dem Eisverein zum letzten Male in der bis« hei igen Ausdehnung überlassen werden können, da sie mit Wetterführung der Moltkestraße im nächsten Jahre von letzterer durchschnitten werden, und wird sich dann der Verein zu ent« schrieben haben, ob die Eisfläche in zwei durch die Moltke- simße getrennten Theilen benutzt ober der obere Theil durch roeiter thalaufwärtS gehende Ueberftauung vergrößert werden soll.. In letzterem Falle müßte dem Eisverein aufgegeben werden, der Ueberftauung thalaufwärts eine feste Grenze durch einen Damm zu geben. Erfahrungsmäßig leide der Gras- wuchs durch zu geringe Ueberftauung, weil die Eisdecke birect 1 aiv deren Rasen liegt; durch Anlage eines Damms soll eine höhere Ueberftauung herbeigeführt und ermöglicht werden, bas zwischen Els und Gras gewisiermaßen eine Wasserschicht bleibt.
Zu dem Gesuch des Herrn Adolph Schmidt um Eomeession zum Wirthschaftsbetrieb im Hause Waltthorstraße 27 (Ächulze) hat die Versammlung nichts zu erinnern, sie bejaht in Uebereinftimmung mit der Commission die Frage bezüglich bei Bedürfnisses zum Ausschank von Branntwein.
totales and provinzielles,
Gieße», 3. November 1893.
** Gewerbegericht. Heute Vormittag 11 Uhr fand im Sitzungssaale der Stadtverordnete« die Einführung und Verpflichtung der am 28. Juli c. gewählten Beisitzer slait. Herr Oberbürgermeister Gnauth gab zuvor einen Rückblick auf die Entstehung des Gerichts und theilte in Bezug auf die Besetzung der Stelle des Vorsitzenden mit, daß ter hierfür gewählte Herr Landgerichtsrath vr. Schäfer die Genehmigung zur Uebernahme dieses Amtes seitens der vor- lgesetzten Behörde nicht erhalten konnte, weil die an dem Landgericht ber Erlebigung noch harrenden Arbeiten so um« smgreich seien, baß richterliche Kräfte nicht entbehrt werben sonnten. Es sei barauf beschloflen worben, baß ber Bürger« • mister als Vorsitzenber zu fungiren habe. Herr Oberbürger- mister Gnauth bemerkte, unter Hinweis auf fein Amt als Vorsitzender, daß ihm die Rechtskunde, die man vom Inhaber Lies es Amtes vielleicht erwarte, nicht zustehe, er bitte, falls sch Lücken in derselben finden sollten, die Beisitzer um Nachricht, er werde sich bemühen, das, was ihm noch abgehe, durch Studium sich anzueignen, er hoffe auf das Vertrauen iw Parteien und verspreche, bas was ihm an Rechtskunde nrngele, durch Rechtssinn zu ersetzen. Um dasselbe 53er» muen ersuche er auch für den stellvertretenden Vorsitzenden, -Herrn Rendant und Beigeordneten Grüne berg; als Ge- tilhisschreiber werbe Herr Gerichts-Afleflor (Staffing thätig Idn. Hierauf erläuterte ber Herr Vorsitzende bie Aufgaben tl- Gerichts unb gab ber Zuversicht Ausdruck, daß das Zusammenarbeiten aller Theile des Gewerbegerichts sich als kkcinittelnb und versöhnend innerhalb der modernen Arbeitstier« sitltnifle erweisen werbe. Von bem rechtlichen Sinne von Arbeit« cibitrn unb Arbeitnehmern sei zu hoffen, baß die beiden ersten Aufgaben beS Gewerbegerichts: als Einigungsamt unb Eüiedsgericht zu wirken, möglichst wenig an basselbe heran- trtten, bagegen bie Thätigkeit der Mitglieder des Gerichts als Sachverständige öfter in Anspruch genommen werden vüude; es werde sich schon in der nächsten Zeit mit der fttOKje der Errichtung eines Arbeitsnachweises zu befaffen haben. - Die Sitzungen finden, sofern nicht dringende Fälle einet andere Zeit bedingen, Freitags Nachmittags 3 Uhr im Tovmnissionszimmer ber Bürgermeisterei statt. — Die Verrichtung der Beisitzer erfolgte nach ber vorher vorgelesenen
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Eidesformel: „Sie schwören bei Gort bem Allmächtigen und Allwissenden, die Pflichten eines Beisitzers des Gewerbegerichts nach bestem Wiflen und Gewiflen zu erfüllen", worauf jeder Einzelne mit erhobener Hand die Worte sprach: „Ich schwöre eS, so wahr mir Gott helfe".
Die Ausloosung der Beisitzer nach den Monaten, in denen sie berufen werden, ergab folgendes Resultat:
Arbeitgeber: Arbeitnehmer:
November: Gastwirth Kirch, Schneider Diehl, December: Schuhmachern,. Berg, Cigarrenmacher Niebch, Januar: Schneidermeister Leib, Bäcker Strobel,
Februar: Fabr. Heyligenstaedt, Weißbinder Schäfer,
März: Schloflermeister Stohr, Buchdrucker Andreas,
April: Spenglermstr. Faber, Eisendreher Krüger,
Mai: Buchbinder Steinhäuser, Drechsler Bock,
Juni: Weißdinderm.PetriIII., Cigarrenmacher Rudolph,
Juli: Maurermstt. Winn, Schreiner Allendörfer,
August: Fabrikant EmmeliuS, Bürstensortirer Bräutigam
September: Schreinerm. Schäfer, Fabrikarbeiter Ockel,
October: Zimmermeister Pitz, Schreiner Falkenheiner.
Im Falle der Verhinderung eines Beisitzers tritt an dessen Stelle derjenige, der im vorhergegangenen Monat berufen war.
*♦ Theater Verein. Der erste Abend des Theater-Ver« eins in diesem Semester bezeichnet in künstlerischer und materieller Beziehung einen außerordentlich starken Erfolg. Das sehr zahlreich erschienene Publikum folgte der ausgezeichneten Vorstellung mit gespannter Aufmerksamkeit, und wenn die Hände sich nicht so fleißig regten, so geschah das offenbar unter dem erschütternden Eindruck der wechselvollen Scenen, die sich auf den Brettern abspielten. Herr Intendant Claar war ungeachtet seiner verantwortungsvollen Stellung als Leiter zweier großen Bühnen persönlich anwesend, um die Regie zu übernehmen. Und daß ihm die Jnseenirung der beiden Stücke vortrefflich gelungen, ist doppelt anzuerkennen, wenn man die kleinen Bühnenverhältnifle in Rücksicht zieht. Die darstellenden Künstler waren uns zum größten Theil liebe Bekannte, denen wir schon manchen Kunstgenuß zu verdanken haben. Den „Clavigo" gab Herr Wallner. Die Eigenart des reichbegabten Künstlers kam bei dieser ungemein schwierigen Rolle zur vollen Geltung. Herr Wallner kennt das Register aller Leidenschaften, er verfügt über alle Affecte und weiß sich in jeder Stimmung zu Haus. Sein feuriges Temperament scheint ihn über die Grenzen dramatischer Darstellung hinaus fortzureißen, aber wirklich nur scheinbar: denn er hat seine Kunst vollkommen in feiner Gewalt, und wo er alle Empfindungen aufs Höchste steigert, findet er zwanglos den Weg zu harmonischer Abtönung zurück. Die Herren Hermann (Carlos) und Barthel (Beaumarchais) waren die ebenbürtigen Partner des Helden. Herr Hermann ist in Gießen stets ein hochwillkommener Gast. Die Große seiner Kunst offenbart sich darin, daß er mit den einfachsten Mitteln arbeitet und ohne Aufwand dramatischer Kunstgriffe zur naturwahren Darstellung gelangt. Herrn Barthel, der lange Zeit dem Verbände der Meininger, alsdann dem Deutschen Theater in Berlin angehört hat, ging ein großer Ruf voraus, aber der geschätzte Künstler hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Sein „Beaumarchais" ist so prächtig entwickelt und tief durchdacht, daß wir uns in der That nicht entsinnen können, die Rolle jemals so gut vertreten gesehen zu haben. Fräulein Gündel war die große Aufgabe gestellt, die „Marie Beaumarchais" darzustellen. Die verehrte Dame nimmt es ernst mit ihrer Kunst, und wenn sie uns gestern wieder ihr ganzes reiches Können gezeigt hat, so hat sie uns nur aufs Neue überzeugt, bis zu welcher Höhe vollendeter Darstellungskunst sie in ihrer erfolgreichen Laufbahn gelangt ist. Frau Keller-Frauenthal (Sophie Guilbert) hat sich auch diesmal wieder unS so Vortheilhaft vorgestellt, daß wir den lebhaften Wunsch hegen, einmal in einer größeren Partie bei uns ihre Kräfte entfaltet zu sehen. Die Nollen deS „Buenco" und „Guilberts" lagen in den bewährten Händen der Herren Roll und Diegelmann. — Dem „Clavigo" gingen „Die Geschwister" voraus. Den „Wilhelm" gab Herr Wallner, den „Fabrice" Herr Meyer in anerkennenswerther Weise. AIS „Marianne" gewann Fräulein Landori unseren vollen Beifall. Die Künstlerin hat sehr ansehnliche Fortschritte gemacht, und mit der Anmuth, die ihr liebenswürdiges Talent begleitet, scheint sie, wie ehedem Fräulein Minow, im Sturm alle Herzen zu erobern. — Angesichts einer so bedeutenden Kunstleistung, wie sie eben an uns vorübergegangen ist, darf der Recensent Schild und Speer bei Seite stellen und allen Schauspielern, die sich gestern in die Ehren des Abends gethetlt haben, den wohlverdienten Kranz reichen.
*• Die seit einem Monat hier bestehende städtische Des- infeclious-All-stalt hat in der Bevölkerung bereits Anklang gefunden und dürfte sich für unsere Stadt als segensreiche Einrichtung bewähren dadurch, daß sie der Verbreitung jener Krankheiten, welche als die Würgengel der Kinderwelt betrachtet werden: Scharlach, Diphtherie, Croup rc. durch Zerstörung der Krankheitskeime vorbeugt. Im Monat October fanden bereits 10 WohnungSdesinfectionen statt und mehren sich die Anmeldungen täglich. Die Vorsichtsmaßregeln, welche bei diesen Desinfectionen gebraucht werden, sind die weitgehendsten. So werden alle zu desinficirenden beweglichen Gegenstände zunächst in besondere Hüllen verpackt und dann in geschloffenem Wagen nach dem Des- infectionsapparat in der Klinik verbracht. Dort kommen die Sachen mit den Hüllen in den Behälter, in welchem durch Zuleitung heißen Waflerdampfes die Krankheitskeime vernichtet werden. Die so gereinigten Sachen werden wieder in einem besonderen, verschlossenen Wagen nach den inzwischen desinficirten Wohnungen zurückgebracht. Die Desinfection der Wohnräume besorgen die von der Stadt angestellten Des- infedoren und wird auch hierbei die größte Vorsicht beobachtet. Vor dem Einbringen der inficirten Sachen in den Wagen ziehen die Desinfectoren Staubmäntel und Mütze an
und nehmen einen Schwamm vor den Mund. Mantel, Mütze und Schwamm, sowie die besonderen ArbeitSanzüge, welche die Desinfectoren beim Reinigen der Wohnungen benützen, werden ebenfalls nachher desinficirt, auch nehmen die Desinfectoren nach jeder Desinfection ein Bad, wozu die Einrichtung in einem besonderen Raum bei dem Desinfections- apparat der Klinik vorhanden ist. Vorher wird auch der zum Transport der inficirten Sachen und lediglich hierfür bestimmte Wagen in jedem Einzelfall desinficirt, ebenso alle benutzten Geräthe und Werkzeuge. Erst jetzt werden die gereinigten Sachen in dem zweiten, nur diesem Zwecke dienenden Wagen nach der Wohnung zurückgebracht, so daß nach menschlichem Ermeflen jede Gefahr der Uebertragung der Krankheitskeime, auch durch die Desinfectoren selbst, auSge» schloffen erscheint. Die Desinfectoren unterstehen der besonderen Aussicht deS Stadtbauamts und der Controle dcS ^eisgesundheitsamteS.
•• Zum Capitel bet Riesenfrüchte deS heurigen Jahres seien noch folgende Curiosa erwähnt: Herr Gastwirth Rheinländer in LaunSbach erntete eine Kartoffel, die 3 Pfd., und eine Dickwurz, die 18 Pfund wog.
Grünberg, 3. November. (Telegramm). Herr Zimmer wurde gestern mit 202 Stimmen zum Bürgermeister gewählt.
□' Vom Vogelsberg. 2. November. Nach dem wunderschönen Wetter deS „Allerheiligen" hatten wir heute Nacht den ersten Schnee. Der ganze obere Vogelsberg hatte heute Morgen den weißen Wintermantel angezogen. Hoffentlich wird diese Kleidung bald wieder gewechselt, denn die landwirthschaftlichen Arbeiten sind noch nicht ganz beendet, besonders sind noch Stoppelfelder umzupflügen, die aber durch das jetzige Regenwetter so weich geworden sind, daß das Vieh auf ihnen nicht fortzukommen vermag.
§ Altenschlirf (Vogelsberg), 2. November. Dem hiesigen Fabrikanten Herrn Emil Kleinen wurde unter Nr. 17465 der Reichsmusterschutz ertheilt auf einen von demselben an Stelle der Holzwebeschützen erfundenen Webschützen aus Hartgummi. Dieser Schützen soll sich so ausgezeichnet bewähren, daß dem Erfinder bereits erhebliche Angebote gemacht sind. Wie verlautet, soll die Herstellung der Hartgummi-Webschützen in den Fabriken der Vereinigten Gummiwaaren-Fadriken zu Sorau, Gelnhausen unb Berlin erfolgen.
A Mainz, 2. November. Die hiesige Stadtverorbneten- ! Versammlung schloß sich in ihrer letzten Sitzung einstimmig einem Proteste der Mainzer Handelskammer gegen die geplante Reichsweinsteuer an. Der Protest wird an den Reichstag, Bundesrath und an die Hessische Regierung gerichtet. — Kommenden Samstag findet in Oppenheim eine Protestversammlung der Weinintereflenten aus dem Kreise Oppenheim gegen die Reichsweinsteuer statt. — Zu dem nächstjährigen deutschen Bundesschießen sind von dem Vorstand deS Central-Ausschusses die Arbeiten für die Festbauten bereits ausgeschrieben worden. Es ist dies zunächst für die Festhalle, die Schießhalle und den Gabentempel. Der Finanzausschuß ist gegenwärtig mit der Aufgabe befaßt, die vorigjährigen Garantiefondszeichner zu veranlassen, ihre Unterschriften auch für das Jahr 1894 verpflichtend zu erklären. Ausnahmslos hat man in dieser Beziehung das gewünschte Entgegenkommen gefunden. — Der Gefreite des 118. Jnf.« Rcgim., der jüngst beim Gewehrputzen aus Spielerei einen Kameraden erschossen hat, wurde von dem Militärgericht zu 1 Jahr 8 Monat Festung vcrurtheilt.
Alzey, 1. November. Die Amtseinführun g unseres Bürgermeisters Dr. Sutor durch den Herrn Kreisrath Dr. v. Wedekind gestaltete sich gestern zu einem hochfeierlichen Acte, dem zahlreiche Bürger aus unserer Stadt beiwohnten. Nach einigen einleitenden Worten, in welchen Herr Beigeordneter Wolf auf die Bedeutung des TageS hinwieS, hielt der Herr Kreisrath an den Bürgermeister eine Ansprache, die bei diesem Herrn wie auch bei allen Anwesenden sichtlich den tiefsten Eindruck hinterließ. Dann folgte die Ableistung deS Eides, der Treue bem Großherzog, Gehorsam dem Gesetze unb Beobachtung der Staatsverfaffung versprach. Der Herr Bürgermeister redete darauf tiefempfundene Worte des Dankes für seine einstimmige Wahl und versicherte, daß ihm nichts höher stehe, als daS Wohl der Stadt, daß er nur einen Unterschied zwischen guten und bösen Menschen kenne, nicht aber religiöse unb politische Unterschiebe.
kirchliche Anzeigen der Stadt Gietzen.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
23. Sonntag nach Trinitatis, den 5. November: Reformationsfest.
Vormittags 9•/» Uhr: Pfarroerwalter Dr, Grein.
Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dingeldey.
Kinderkirche Nachmittags >/,3 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Beichte und heil Abendmahl im Abendgottesdienst.
Nach den Gottesdiensten: Collecte für die Gustav-Adolfs- Stiftung.
Katholische Gemeinde.
Sonntag den 5. Novbr-, 24. Sonntag nach Pfingsten:
Sam Stag: Nachmittags um 4>/, Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte-
Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6'/, Uhr erste hl. Messe; um ?V8 Uhr Austheilung der hl. Kommunion; um 8 Uhr zweite hl. Messe; um 9 V, Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 5V» Uhr Christenlehre; darauf Andacht.
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