Pflichtung SiamS, keine Truppen auf dem rechten Mekong- Ufer im Bereiche von 25 Kilometer bis zu den Grenzen Kambodscha- zu halten, ebenso keine Schiffe auf dem See zu halten und keine milüärische Macht in den Distrikten Battam- bang und Siamreag aufzustellen, auch soll eS Frankreich da» Recht zugestehen, Konsulate in Ran und Karat einrichten zu dürfen. Da eS für die von aller Welt verlaffenen Siamesen heißt: „Friß Bogel oder ftirb V* so werden sie wohl oder übel auch diese neuesten Forderungen ihres übermüthigeu Gegners annehmen müffen. Die französische Blokade der siamesischen Küste soll inzwischen aufgehoben worden sein. Ferner verlautet, daS französisch-englische Abkommen in Be« treff der Festlegung einer neutralen Zone am oberen Mekong soll in Paris bereits zur Unterzeichnung gelangt sein. Ein wenig beunruhigend klingt dagegen die Meldung, wonach die britischen Kanonenboote und daS deutsche Kanonenboot „Wolf" in den Mekongfluß eingefahren sind und gegenüber den französischen Kanonenbooten Aufstellung genommen haben.
— In Italien macht sich plötzlich die Cholera bemerklich. Einerseits tritt sie besonders in Oberitalien auf, anderseits hat sie sich in Neapel festgesetzt, wo die Cholera bekanntlich schon vor einigen Jahren fürchterlich hauste. Die neueste Cholerameldung auS Neapel spricht allerdings nur von 30 Kranken und 11 Tobten, indessen scheint es, als ob hier eine sträfliche Vertuschung deS wahren ThatbestandeS vorltege. Wegen des AuSbrucheS der Cholera in Neapel sind auch die Lorpsmanöver in der Gegend zwischen Rom und Neapel einstweilen ausgesetzt worden.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphische» Correspondenz-Bureau.
CoweS, 2. August. Der Kaiser unternahm heute Morgen eine KreuzungSfahrt auf dem „Meteor". An der heutigen Wettfahrt um des Kaisers Schild nahmen zwei Uachten Theil.
Petersburg, 2. August. Of f iciell. Im Einvernehmen mit dem Minister des Aeußern verfügt der Ftnanzminister, daß von den Boden- und Jndustrieerzeugnissen Deutschlands nebst Colonien vom 21. Juli a. St. an die Zölle mit einem fünfzigprocentigen Zuschlag zu erheben sind. Pieser Zuschlag erfolgt für Maaren, welche in den §§ 1 und 2, Punkt 2 des Gesetzes vom 1. Juni 1893 benannt sind, zu den durch dieses Gesetz stipultrten erhöhten Zöllen, für alle anderen Maaren zu Zöllen, die mittelst Tarifs vom 11. Juni 1891 festgesetzt sind. Diese Verfügung tritt am 21. Juli a. St. in Kraft, erstreckt sich aber nicht auf Maaren, welche bet dem Inkrafttreten der Verfügung in den Zollspeichern lagern, ebensowenig auf Maaren, deren Fracht- briefe in den Zollämtern im Laufe des ganzen 21. Juli bis zum Schluß der Zollamtsstunden übergeben werden.
Buenos Ayre», 2. August. (Meldung des Bureau Reuter.) Der Gouverneur von Santa Fö hat sich den Aufständischen ergeben, der von La Plata ist von den Radtcalen umzingelt- man glaubt, der Gouverneur werde capituliren. Truppen der Nationalregierung sind angewiesen, sich zum Marsch nach La Plata bereitzuhalten, um den Gouverneur zu entwaffnen. Im Kampf bei Rosario gab es 100 Todte und 300 Verwundete.
Rio Janeiro, 2. August. (Meldung des Bureau Reuter.) Die Aufständischen in der Provinz Santa Catharina blieben siegreich- der Gouverneur verließ gestern die Residenz.
Depeschen de« Bureau „Herold".
Berlin, 2. August. Cardinal Ledochowski, welcher zur Zeit in Luzern weilt, wird noch im Laufe dieses Monats in Berlin und Posen erwartet, als Folge der s. Z. in Rom Seitens de» deutschen Kaisers an ihn gerichteten indirectcn Einladung.
Posen, 2. August. Aus Rostow wird gemeldet, daß die großen Anthracit-Bergwerke von Kokschin seit gestern in Flammen stehen. Gegen dreißig Bergleute werden vermißt. Der materielle Schaden ist enorm.
Preußisch Stargard, 2. August. Der südliche Theil des Kreises wurde von einem schweren Unwetter heimgesucht. Infolge des Hagelschlags wurde die Ernte in acht Ort- fchaften vernichtet. Die Geschädigten sind kleinere, nicht gegen Hagelschlag versicherte Landwirthe.
Heidelberg, 2. August. Fürst Bismarck hat der hiesigen Deputation, welche ihn zu einem Besuch Heidelbergs einlud, eine ablehnende Antwort ertheilt- Leipzig habe zunächst ein Anrecht aus seinen Besuch.
München, 2. August. Die bayrische Regierung verhandelt mit der österreichischen Regierung, daß die Futterlieser- ungen, welche vor Publication des FutterauSfuhrverboteS abgeschlossen wurden, von dem Verbote ausgenommen werden sollen.
Brüssel, 2. August. Die radicale Presse greift den König heftig an, da mehreren Abgeordneten gegenüber der Wunsch ausgedrückt wurde, für die Wählbarkeit der Senatoren einen Censu» von 1500 FrcS. festzusetzen.
London, 2. August. DaS aus Danzig vorgestern früh in Gravesend angekommene Segelschiff „Biolet" mußte in Quarantäne gehen, da an Bord desselben während der Reise vier choleraverdächtige Erkrankungen vor- gekommen waren.
London, 2. August. Im Unterhause richtete der Abgeordnete Howard an die Regierung die Frage, waS sie angesichts der Thatsache zu thun gedenke, daß Frankreich 201 Torpedoboote besitze, während England deren nur 83 habe? Frankreich sei im Krieg»salle im Stande, die Handelsflotte daran zu verhindern, London und seine Umgegend zu verproviantiren. Der Kohlenvorrath in Gibraltar sei illu- sorisch und unnütz, da die Schiffe im Kriegsfälle es vorziehen würden, andrl^wy Proviant einzunehmen. Der Secretär des Marineministerimn- enheilte die Antwort, daß die Regie- rung nicht erst auf seine Anfrage gewartet habe, um norh-
wendige Maßregeln zu treffen, sie sei aber nicht in der Lage, dieselben hier darlegen zu können.
London, 2. August. Die englischen und deutschen Kanonenboote sind in den Menam eingelaufen und ankern gegenüber den französischen Kanonenbooten vor Bangkok.
London, 2. August. Nachdem mehrere Bergwerksbesitzer sich gegenüber den Forderungen der Arbeiterveremigung, die Löhne nicht herabzusetzen, günstig ausgesprochen haben, scheint der Au» st and eine friedliche Lösung zu finden, vorausgesetzt, daß die Arbeiter keine Lohnerhöhung fordern.
Manchester,2. August. Ein Manifest der Arbeiter- Versammlung sagt, daß Lohnsätze, wie die Arbeiter sie jetzt beziehen, die Vereinigung zwingen, für diese einzutreten. Wenn die Arbeiter nachgeben müffen, werden dieselben den geeigneten Moment abwarten und den Kampf noch vor Ende deS Jahres wieder aufnehmen.
Pari», 2. August. Nach mehreren Versuchen constatirte der Aerzrecongreß, daß Dr. Kochs Tuberkulin zur Diagnose von Tuberkelkrankheit treffliche Dienste leiste.
Pari», 3. August. Einer amtlichen Erklärung zufolge, sind die Mittelmeerhäfeu als choleraverdächtig angesehen.
Chnstiania, 2. August. Eine sehr ergiebige HäringS - fischerei hat an den Küsten der Aemter Nordlaud und Drontheim begonnen.
Petersburg, 2. August. Der Finanzminister arbeitet ein neues Project zur Besteuerung des Totalisators auS.
Chicago, 2. August. Viele hundert Journalisten versammelten sich zu einem Protestmeeting, da die Di- rection der Ausstellung denselben die Freikarten entzog.
Buenos AyreS, 3. August. In dem bei Rosar i a stattgefundenen Kampf hatten die Insurgenten einen Verlust von 100 Tobten und 450 Verwundeten.
Berlin, 3. August. Gestern Nachmittag explodirte bei den Schießversuchen auf dem Panzerschiff „Baden" im Kieler Hasen eine Kartusche. Neun Todte, darunter zwei Offiziere. Achtzehn Matrosen leicht verwundet.
totales ttnö provinzielles,
Gießen, 3. August 1893.
♦* Schießübungen. Am 7., 8., 9., 10. und 12. August finden Schießübungen des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 mit scharfen Patronen zwischen Rodheiw a. d. Bieber und Atzbach statt. Die Schußrichtung läuft von Süd-Ost nach Nord-West gegen den Kahlenberg und den Himberg, südwestlich Rodheim. An den genannten Tagen von Vormittags 6 bis Nachmittags 3 Uhr darf das Terrain zwischen den Wegen Atzbach—Bubenrod, Waldgirmes—Haina, Haina—Rodheim, Rodheim (der Bieber entlang)—Kinzenbach und Atzbach nicht betreten werden, insbesondere auch die innerhalb dieses Vierecks führenden Wald- und Feldwege und zwar speciell die Wege, welche von Atzbach, Waldgirmes, Kinzenbach und Rodheim a. d. Bieber in den Atzbacher Wald führen. Das Regiment wird an den hauptsächlichsten Com- municationen Posten auSstellen.
** Militärdienstnachrichteu. Die Assistenzärzte 1. Klaffe der Reserve Prof. Dr. Bessel-Hagen und Dr. Biehler vom Landwehrbezirk WormS zu Stabsärzten, die Unterärzte der Reserve Dr. Toepfer vom Landwehrbezirk Gießen, Dr. Sickinger vom Landwehrbezirk Mainz, Dr. Walther vom Landwehrbezirk Gießen, zu Assistenzärzten 2. Klaffe — befördert.
** Bei dem am vorigen Sonntag, Montag und DienStag in Marburg abgehaltenen Gauverbandschießeu erhielten von hiesigen Schützen Preise: Auf die 300 Meter-Festscheibe den 2. Preis (einen Teppich, Ehrengabe der Jungfrauen des Marburger Schützenvereins) Herr Brück, den 5. Preis (einen Sessel, Ehrengabe der Frauen des Schützenvereins) Herr F. Dickorv, den 8. Preis (einen Regulator, gestiftet vom Schützenverein Wetzlar) Herr A. Dickor v. Auf der Stand- Festscheibe, 175 Meter, den 5. Preis (eine Lampe, gestiftet vom Schützenverein Marburg) Herr A. Dickorö. Auf der Auflage-Festscheibe, 100 Meter, den 2. Preis (ein Etui mit Messern und Gabeln, Ehrengabe des Schützenvereins Haiger) Herr Schreiner, den 7. Preis (ein Etui mit Elfenbein- Dessertmessern, gestiftet vom Schützenverein Marburg) Herr Aug. Kilbinger.
** Preisausschreiben für Obst. Auf der allgemeinen deutschen Obstausstellung, welche vom 27. September bis 4. October dieses Jahres in BreSlau stattfindet, wird eine für die Obstzüchter wichtige und intereffaute Sonder- ausstellung von Apfelsorten veranstaltet werden. Vom prac- tischen Rathgeber im Obst- und Gartenbau (Frankfurt a. O.) wurden nämlich vier Preise von je 100 Mark ausgesetzt für eine Sammlung von 3 Sorten Aepfel L 10 Stück, die sich zum Maffenanbau am besten eignen und werden die zu dieser Bewerbung voraussichtlich aus allen Theilen Deutschlands eingehenden Sendungen in BreSlau, in einem besonderen Zelte nach Ländern und Provinzen übersichtlich geordnet ausgestellt werden. Obstzüchter, welche sich um diese Preise bewerben wollen, haben die vorgeschriebene Anzahl von Früchten mit Angabe der Namen der Sorten „an die Obstausstellung in BreSlau, Schießwerder, für den practischen Rathgeber im Obst- und Gartenbau" so abzusenden, daß sie in der Zeit vom 24. bis 26. September in BreSlau eintreffen. Es wird verlangt, daß Einsender begründen, weshalb diese 3 Sotten in ihrer Gegend die besten sind, ferner ist die Art der Ver- wetthung, die hauptsächlichste Verbreitung und der Preis an- zugeben, der für 50 Kilo der betreffenden Sötte gezahlt wird. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
" Der Polizei Präsident zu Berlin bringt auch in diesem Jahre die nachfolgende warnende Bekanntmachung wieder in Erinnerung: „Durch Untersuchungen im Kaiserlichen Gesund- heitöamt ist festgestellt worden, daß da- in Berlin zu witth. schaftlichen Zwecken in den Handel kommende Eis, selbst
bei gutem Aussehen, in ihrer Entwickelungsfähigkeit nicht verändette, gesundheitsgefährliche Sleinwesen enthalten hat. Es ist dadurch wahrscheinlich geworden, daß die häufiger beobachteten Krankheiten nach dem Genuffe von Getränken, welche durch Hineinwerfen von EtSstückchen gekühlt wurden, weniger durch Kälte der Gettänke, als durch die im Eise vorhandenen Krankheitserreger verursacht worden sind. Dieselben Nachtheile können durch feste Nahrungsmittel, z. B. Butter, welche durch Liegen auf solchem Eise gekühlt wurden, entstehen. Bor dem Genuffe von Getränken und anderen Nahrungsmitteln, welche in der vorerwähnten Weise mit Ei» gekühlt sind und infolge dessen gesundheitsgefährlich sein können, wird deshalb hiermit gewarnt."
*• Der Eisenbahnminister hat gestattet, daß die Beförderung plötzlich bei der Arbeit oder im Gewerbebetriebe verwundeter oder erkrankter Arbeiter, soweit sie auf ärztliche Anordnung zum Zwecke der UeberfÜhrung in daS Krankenhaus erfolgt und der Raum eS zuläßt, im Gepäckwagen der Personen- oder Güterzüge stattfindet. Bon dem TranSpor- ritten und dessen Begleiter ist der Fahrpreis 3. Klasse zu erheben, wahrend die Beförderung der Krankenkörbe frachtfrei erfolgen soll.
§ Bom Lande. 2. August. Wenn auch baß seitherige unbeständige Wetter mit seinen häufig Regenfällen für daS Einbringen der Ernte höchst ungünstig gewesen ist und sogar ein Wachsen der Frucht auf dem Felde veranlaßt hat, so darf man doch die Bottheile nicht außer Acht lassen, welche die eigentliche erste gründliche Bodendurchfeuchtung der Vegetation und somit der Landwirthschaft gebracht hat. Vor allem ist der hochnothpeinliche Futtermangel durch den frischen, üppigen GraS- und Futterwuchs ganz entschieden abgeschwächt worden. Infolge hiervon hat baß Selbstschlachten deS Viehes seitens der Landwirthe gänzlich aufgehört- der Preis des Rindfleisches ist von 25 und 30 Pfennig wieder auf 40 Pfg. per Pfund gestiegen. Der Handel mit Rindvieh, welcher völlig darnieder lag, har sich wieder so belebt, daß man für ein Stück Vieh jetzt fast den doppelten Preis erzielt, als in der traurigen Zeit der Dürre. Eine gute Grummeternte ist nach dem Stande und Wüchse des jungen Grases ganz sicher zu erwarten, ebenso ein gutes Resultat aller zur Bekämpfung der Futternoth gesäeten Futterpflanzen. In ganz vorttefflicher Entwickelung befinden sich die Erdgewächse, die wie Dickwurz und Kohlrüben, ebenfalls Haupt- futterartikel bilden. In gleicher Weise lassen sich die Kartoffeln erblicken, so daß man auch von ihnen einen guten Ertrag erhoffen kann. Allen Garten- und Küchengewächsen, Bohnen, Gurken, Möhren, Gemüse :c. hat die reichliche Feuchtigkeit zu üppigem Wachsthum verhalfen. Ebenso ist dieselbe noch dem Obste zu Gute gekommen. Dasselbe ist vollkommener geworden und schmackhafter. In solch reicher Fülle, wie in diesem Jahre, sieht man selten die Pflaumen- und Zwetschen bäume hängen- vieles Obst ist vor dem drohenden Abfallen durch die jetzige Feuchtigkeit bewahrt geblieben. Diese letztere ist in solchem Maße vorhanden, daß die Trockenung völlig beseitigt und nun heiteres Wetter gum Einbringen der Feldfrüchte allein erwünscht ist.
§ Bermuthshain. 2. August. Der gestern hier abgehaltene Di eh markt war sehr gut mit Schweinen befahren, mit Rindvieh gar nicht. Es kosteten Frühjahrßserkel 90 biß 100 Mark, sechs bis zehn Wochen alte Ferkel 20 bis 30 Mk. das Paar. ES wurde hiervon fast alles verkauft. Fette Schweine wurden zu 50 bis 52 Pfg. baß Pfund Schlachtgewicht verkauft.
§ Grebenhain. 1. August. Der Reifende einer Hanauer Firma gewahrte dieser Tage mit Schrecken, daß sein in einem Gasthofe eingestelltes Pferd am Morgen verschwunden war. ES stellte sich bald heraus, daß daß Roß die ihm bekannte Tour Grebenhain—Schlechtenwegen—Steinfurt— Altenschlirf während der Nacht allein zurückgelegt hatte.
-f- Trais Horloff, 1. August. Bei der heute hier statt- gefundenen Bürgermeisterwahl erhielt jeder der beiden Candidaten, der seitherige Bürgermeister Raab und der % Landwirth Friedrich Bornmann, 28 Stimmen. Don 64 Wahlberechtigten enthielten sich acht der Abstimmung. Da Stimmengleichheit vorliegt, muß demnächst eine nochmalige Wahl stattfinden.
Bad-Nauheim, 1. August, ©iß Ende vorigen Monatß halt, wie verlautet, die Badekasse ein Einnahmeplu» von nahezu 20000 Mark gegen den gleichen Zeitpunkt des vorigen Jahre» zu verzeichnen, ein deutlicher Beweis, daß die Fremdenfrequenz auch diese» Jahr wieder nicht unerheblich gegen daß Borjahr gestiegen ist. — Line seltene kirchliche Feierlichkeit wurde am letzten Sonntag in der Wilhelm»- kirche hier begangen. Pfatter Wissig vollzog während deß Gottesdienstes in Gegenwart der Kirchengemeinde den U e b e r t r 111 einer den höheren Ständen Rußland» zugehörigen Dame von der griechischen zur evangelischen Kirche. Darmst. Ztg.
Friedberg, 1. August. Heute wurde ein Nauheimer Kurgast, ein Oberförster au5 Norddeutschland, während der Mittagstafel im Hotel Trapp dahier vom Schlage gerührt und war sofort tobt.
AuS dem Kreise Friedberg, 31. Juli. Zur diesjährigen zu erwartenden reichen Obsternte sei erwähnt, daß die braunen Matäpfelbäume sehr reich nagen, nachdem sie in den letzten 25 bis. 30 Jahren durchaus keinen Ernag lieferten.
Offenbach, 1. August. Die jungen Lehrer unseres Kreises mußten bisher in den Garnisonen Darmstadt ober Mainz bei hessischen Regimentern ihrer Militärpflicht genügen. Die kürzlich als militättauglich befundenen Lehrn erhielten nunmehr ihre Gestellungsscheine, wonach sie vom 18. August ab die zehnwöchige Hebung bei dem zu Frankfurt a. M. garnisonierenden 81. Infanterie-Regiment zu adsolviren haben. Die Gründe dieser Neuerung entziehen sich bislang der allgemeinen Kenntniß.
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