^reish a. U y Stadk
Schaft.' Mainzer LrH: A.G.
Btrtin, 4JJ* < ü-xLd i?7, 2*'s"" für f“M. «S* i i, sm 0L,nier. r. ] ; ■ Nudtt-
L ”uber:9ipr#iK 'UN kl.A 9 ß.e(rt,n r. i «J 0' Kölner V c> ^uer Ruder.
■“b
°°> Sam,«, im *‘Ä5
*“**« ' bestehend in
,dt bie Theil.
E'> gestern ef W d'e Feier telegraphier tziüj.
Katigkeitö- W ein e!teMneL.örv. W9 m ^nanftirung der ltm lein Möglichstes en/ Tombola, Schieß, ^nzplak waren stets un9 kam auch die austz e zu ihrer Geltung, e noch durch die treff, 'erden konnte, leistete )rade. Das Fest ver- vom Verein schon ge- Ergebniß dürfte ein
Her Schätzung minbe« bten. Die gute Sache npsangern zu Gute, immtlichen 21 deutschen r abgerechnet, sind im immatriculirt, gegen rsemestero 1892 und seit vorigem Sommer i den Facultäten zählt |en 3849 im vorigen 86 (gegen 1345), die dicinische 8414 (gegen in 6744), von welch fflosophisch'philolog'sch- ans die mathematisch- :n. Von der Gesammt- Vorsahre) als deutsche 1766) als Ausländer
Verein) ver- Sommer-
lcher sich bisher kranl- mssirte am Samstag jen aus der Rückreise naugels. Der infolge Futtermangel hat, wie groben Diehabsah m
Als Gradmeffer für n Vogelsberge können nen angesehen werden, r eintreffenden Zugen i oft 13 bis 15 Sieh- en weiterbefördert wer- is sogar ein Sonder- e Getreidemalkt hat si<d nvemeidlicheSch^n terhandlungen erheblich - nersichert tvorden, m ,Sn Verhandlungen Lßr-
Allg-°mnen
iroductenbörse- ^,Äste von 123
»«Ä sschusiesz^ondors
gäbe der Beitragsvertheilung hat unsere Regierung unter Berücksichtigung aller einschlagenden Verhältnisse auf das Beste gelöst, sodaß die herangezogenen Gemeinden derselben ihre dankbare und volle Anerkennung für die Förderung des so lange vorbereiteten und angestrebten Werkes nicht werden versagen können. Ist es doch eine unbestreitbare Thatsache, daß die Lumdathalbahn bei der Kürze der ohne Schwierigkeiten zu erbauenden Strecke mehr wie jede der übrigen geplanten Nebenbahnen Oberhessens die für den Staat und das Land ergiebigsten Frachtenquellen aufschließen wird und ist doch diese Bahn dazu berufen, dem durch die seitherigen Verhältnisse gedrückten Handwerk sowohl wie der Land- und Forstwirthschaft aufzuhelfen. Hoffen wir deßhalb, daß die betheiligen Grnndeigenthümer der verschiedenen Gemeinden, den guten Zweck der Bahnanlage beherzigend, durch ihr Entgegenkommen den Bau derselben nach Kräften fördern werden, sodaß sie späterhin, wenn die tausenderlei Vortheile dieser Anlage sich geltend machen, auf dieses ihr Mitwirken zur Erreichung des großen Werkes mit voller Befriedigung zurückblicken können.
n. Vom Lande, 2. Juli. Das Jahr 1893 ist futterarm, aber honigreich. Ueberall freuen sich die Junker über ihre theils kleine, theils große süße Ernte, den Bienenhonig. Dieser ist eine edle, nahrhafte Speise und erfüllt im geordnetem Haushalte stets vollständig seinen Zweck. Bei nur einigermaßen guter Aufbewahrung ist ein Verderben desselben gänzlich ausgeschlossen. Er hält sich alsdann jahrelang, was von jedem anderen, wenn auch kostspieligeren Nahrungsmittel, nicht behauptet werden kann. Gegen Hals- und Brustleiden <st Bienenhonig ein längstbewährtes Linderungsmittel, das sowohl bei Erwachsenen als auch besonders bei Kindern eine schnellere Genesung herbeiführen hilft. Viele Aerzte empfehlen, den Kindern, welche leicht von Halskrankheiten befallen werden, täglich nüchtern einen Theelöffel voll reinen Bienenhonig zu geben. Die guten Wirkungen solchen ärztlichen Raths sind nie ausgeblieben. Um aber reinen ausgeschleuderten Bienenhonig erhalten zu können, wende man sich direct an tüchtige Bienenzüchter oder an ein Geschäft, das seinen Honig von solchen bezieht. Gerade der diesjährige Honig ist ausgezeichnet und im Verhältniß zu den vielen Mißernten und Gefahren, denen der Züchter ausgesetzt ist, kann der Preis von 1 Mk. per Pfund nur als sehr billig bezeichnet werden. Drum ihr Eltern bereitet den Kindern eine wirklich süße Freude!
t Lich, 2. Juli. In letzter Nacht, kurz nach 1 Uhr, ertönte Feuer lärm. Es brannte in der Oberstadt in der iehr engen Gasse, welche in die Hauptstraße einmündet und 'von welcher die Wohnungen der Herren Buchbinder Schneider und Kaufmann Köhler die beiden Eckhäuser bilden. Das Feuer verbreitete sich bei der gegenwärtigen großen Dürre so rasch, .daß bald 4 Scheunen, 3 Stallungen und ein Wohnhaus in Flammen standen und denselben auch zum Opfer fielen. Außerdem ist noch der hintere Theil des Schneider'schen Hauses ab- und das Nachbarhaus angebrannt. Nur dem thäligen und umsichtigen Eingreifen der hiesigen Feuerwehr mit Unterstützung der gesammten Einwohnerschaft, aber auch den hiesigen Landwirthen, welche ununterbrochen in großen Fäffern Wasser aus der Wetter und dem Schloßgartenteiche herbeifuhren und so einen Wassermangel verhinderten, und endlich der rasch herbeigeeilten Hülfe von Seiten der Nachbar- 1 orte ist es zu verdanken, daß die dicht anhängenden Nachbargebäude gerettet und so unsere Stadt von einem noch viel größeren Unglück bewahrt bleiben konnte. Ueber die Entstehung des Brandes ist bis jetzt noch nichts bekannt geworden.
§ Ilbeshausen, 1. Juli. Heinrich Jost von hier, der einzige Sohn eines Landwirths, stieg heute auf einen ; Krrschbaum, um einige reife Kirschen zu pflücken. Plötzlich schwankte ein Ast, Jost fiel vom Baum herunter und war | sofort eine Leiche.
* * Zell bei Alsfeld, 2. Juli. Am vergangenen Freitag war der 18jährige Musch, der Sohn hiesiger, begüterter Eltern, mit Auswerfen von Sand aus einer tiefen Grube beschäftigt. Plötzlich rutschten von allen Seiten solch große Sandmassen nach, daß man den darunter verschütteten Unglücklichen bis jetzt, trotz etwa 48 stündiger Arbeit, nicht freiarbeiten konnte, weil, jedenfalls infolge der Trockenheit, immer wieder Sandmassen nachrutschen.
Offenbach a. M., 30. Juni. Ein raffinirter Betrug wurde hier verübt. Ein Unbekannter führte sich bei einer Wittwe als ein Handelsmann von Würzburg ein und gab vor, er habe Stroh nach Marienschloß geliefert und sei von ihrem beim Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 dienenden, auf Wachtcommando in Marien- schioß befindlichen Sohne ersucht worden, bei seiner nächsten £ icferung in Marienschloß seine bei seiner Mutter befindliche Wäsche mitzubringen. Die Arglose händigte ihm Hemden, Unterhosen, Strümpfe und Taschentücher ein, die natürlich rue nach Marienschloß keinen. Man vermuthet, daß der Schwindler identisch sei mit dem Individuum, das in Verbrecher- kreisen den Spitznamen „Der Suß" führt.
Mainz, 30. Juni. Ein schwarzer Bischof. Auf der Rückreise von Rom kam dieser Tage auch ein schwarzer afrikanischer Bischof mit seinem Secretär hierher. Der schwarze Kirchenfürst celebrirte im Dom und trat dann die Reise über Ealais nach seiner fernen Wirkungsstätte an.
Vermißtes.
Ms. Cassel, 2. Juli. Das schwerste und abscheulichste Verbrechen, welches die Strafrechtspflege aller Culturvölker kennt — ein Muttermord — beschäftigte zwei volle Tage bis tief in die Nacht das hiesige Schwurgericht. Zum Glück für Sitte und Justiz gehört der Fall, daß ein Sohn seine leibliche Mutter mit Vorsatz und Ueberlegung umbrtngt, zu den Seltenheiten. Es müssen eben ganz besondere Familienverhältnisse vorliegen, bis der gepeinigte Sprößling die Mordwaffe in Verzweiflung selbst gegen Diejenige richtet, die ihm
das Leben gegeben und erhalten hat. So auch hier. Der 24 Jahre alte Bauernsohn Heinrich H e b e l e r aus Heringen an der Werra (Kreis Hersfeld) wird beschuldigt, in der Neujahrsnacht seine bejahrte Mutter, eine Frau von 65 Jahren, ermordet zu haben. Er leugnete nicht, daß sie von seiner Hand fiel, nur will er sinnlos betrunken, will vollständig geistesabwesend gewesen sein. Richtig ist, er hatte mit den anderen jungen Burschen Neujahr gefeiert, Bier und Schnaps durcheinander getrunken, geraucht, gesungen, getanzt rc., er war stark angetrunken, als er Nachts um 2 Uhr heimkam. Seine Mutter lag mit einer an allen Gliedern gelähmten Schwester zu Bette- er suchte zu essen, fand aber nichts. Es kam zu bösem Streit, der Sohn geht hinaus, er kommt wieder, da hat die Mütter die Thür verriegelt, er holt die Grabschippe aus der Küche, stößt damit die Thür ein und fällt nun über die Mutter her. Während die gelähmte Schwester die Decke über den Kopf zieht, erschlägt er mit drei wuchtigen Streichen mit der Grabschippe die Mutterder Schädel war gespalten, der Tod trat sofort ein. Die Mutter war eine Trinkerin, sie verschwendete Alles, that nichts im Haushalt, machte Schulden und hatte sogar einem Gastwirth eine Hypothek über 600 Mark für Schnapsschuld auf das ihr gehörige Merkchen eintragen lassen. Dagegen widersetzte sie sich der Heirath ihres Sohnes, wollte ihm das Gütchen nicht zuschreiben und machte bald diese, bald jene Ausreden. Andererseits konnte der Sohn, ein ganz intelligenter, hübscher Bursch, beim Militär ein schmucker Husar, trotz aller Freierei keine Frau erhalten. Er knüpfte mit mancher Dorfschönen ein Liebesoerhältniß an, allein wenn es zum Heirathen kommen sollte, widersetzten sich die Eltern- man sagte ihm: „Ja, Heinz, Du bist ein hübscher Bursch, ein tüchtiger Arbeiter, Du hast das Merkchen in die Höhe gebracht, das Mädchen mag Dich auch gerne leiden — aber Deine Mutter wird nicht gut beschrieben" und man ertheilte ihm einen Korb. Er ging auf die Nachbardörfer und schließlich hatte er auch eine Braut errungen, Weihnachten sollte sie nach Heringen kommen, Alles schien im besten Geleise — da bekommt die Alte wieder ihre „Nuppen", trinkt mehrere Tage und die Braut bleibt aus. Der Vater selbst stand unterm Pantoffel, auch diesem hatte das Weib die Hölle so heiß gemacht, daß er auf und davon ging und sich als Knecht vermiethete - die anderen Kinder sind nach Amerika ausgewandert und auch der Angeklagte war wiederholt wegen der Mutter vom Hofe fortgelaufen und hatte in Westfalen gearbeitet. So hatte sich schließlich ein sehr gespanntes, feindseliges Verhältniß zwischen Mutter und Sohn herausgebildet. Am Neujahrstage selbst hatte Abends noch eine erregte Scene stattgefunden, weil der Sohn, ein überaus zorniger und gewaltthätiger Mensch, auf Kirmeß, wo er einen Rausch hatte, die Mutter geohrfeigt. Die Mutter drohte ihm nun, er werde noch ins Zuchthaus kommen. So voll Wuth, Haß und Zorn gegen die Mutter erfüllt, kommt er nach Haus, der Streit um das Effen bringt das Gefäß zum Ueberlaufen und er begeht die unfeltge That. Heberle schützte nun vor, er sei so sinnlos betrunken gewesen, daß er nicht wußte, was er that — allein die Beweisaufnahme widerspricht. Er hat nach der That einen Abschiedsbrief an seine Braut geschrieben, wiederholt die Leute herausgeklopft, eine Flinte verlangt, um den Gastwirth, der seiner Mutter den vielen Schnaps geborgt, zu erschießen, auch Geld borgen wollen, um nach Amerika zu entfliehen. Danach konnte das Urtheil nicht zweifelhaft sein: Hebeler wurde zu 12 Jahren Zuchthaus verurtheilt.
* Nürnberg, 30. Juni. Drei seit einer Woche abgängige Infanteristen vom 14. Regiment, worunter zwei Unteroffiziere, wurden todt auf dem Militär-Schießplatz aufgesunden. Es soll Selbstmord aus Furcht vor Strafe vorliegen.
* Die LebeuLmittelpreise, welche in den letzten Tagen der Einschließung von Paris nach amtlichen Berichten in der französischen Hauptstadt bezahlt wurden, finden wir in Steinbergs Buch „Aus der großen Zeit" angegeben. Das Dutzend kleiner Suppenzwiebeln kostete 7 Frank 20 Cent., ein Kopf Sellerie 2 Frank, eine Runkelrübe 4 Frank, ein Liter Kartoffeln 4 Frank 60 Cent., ein Pfund Speck 6 Frank, ein ganzer Schweineschinken 120 Frank, ein Pfund Butter 40 Frank, ein Ei 1 Frank, ein Kaninchen 25 Frank, eine zahme Ente 30 Frank. Selbst der zoologische Garten lieferte Thiere zum Essen, und zwar kostete ein Zwergzebu 280 Frank, ein Büffel 240 Frank, ein Sambuhirsch 400 Frank, eine Nilgau-Antilope 800 Frank, ein Wapitihirsch 2000 Frank, ein Kameel 1900 Frank, ein Elephant 10 800 Frank.
* In Elbing wurde am Donnerstag der Arbeiter August Collin und die Arbeiterin Rosalie Schnack, die vom Schwurgericht zum Tode verurtheilt wurden, weil sie in der Nacht zum 4. August des Vorjahres in Prangenau das 55 Jahre alte Fräulein Anna Fast ermordet und das 57 Jahre alte Fräulein Helene Fast, die Schwester der Ersteren, schwer verletzt und beide beraubt hatten, durch den Scharfrichter Reindel hingerichtet.
* Aus dem ungarischen High-life. Man schreibt der „Franks. Ztg." aus B u d a p e st: Der Curialrichter B. starb vor drei Jahren als 84jähriger Greis und hinterließ sein ganzes Vermögen testamentarisch der einen Tochter, während er die andere enterbte. Die Enterbung der letzteren war im Testament damit motivirt, daß diese während der langen Krankheit des Vaters sich nicht ein einziges Mal habe blicken lassen, sondern sich in einem Badeorte amüsirte. Was aber stellte sich heraus? Die enterbte Tochter war nicht in einem Badeorte, sondern mit ihrem kranken Kinde in einer Heilanstalt, sie wollte den Vater öfters aufsuchen, wurde aber stets von der Dienerschaft, welche im Solde der anderen Schwester stand, abgewiesen, und so gelang es der Erbschleicherin in der That, die ältere Schwester völlig aus dem Herzen des Vat:rs zu verdrängen. Auf Grund dieses Beweismaterials wurde nun von der enterbten Tochter, der Gattin eines höheren Comitatsbeamten, ein Nullitätsprozeß ange- I
strengt. Es handelt sich um ein großes Vermögen, in deffen Besitz sich die Erbschleicherin, die Wittwe eines jung verstorbenen Gelehrten, befindet. Beide Schwestern gehörten vor Jahren zu den gefeiertsten Schönheiten Budapests.
Schiff-nachrichten.
Hamburg, 1. Juli. (Hamburg - Amerikanische Packetfahrt- Actim - Gesellschaft.) Das Hamburg - Wennjotfer Post - Dampfschiff „Rhmtia, Capitän Ludwig, ist am 30. Juni, 1 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.
Verkehr, £mtO» und Volkswirthschaft.
»rünberg, 1. Juli. Fruchtpreise. Weizen X 17.00. Korn X 16 30, Gerste X 16.40, Hafer X 19.20, Erbsen X —, Linsen X 00.00, Wicken X--, Lein X 00.00, Kartoffeln X'5.40,
Samen X —.
— eine ertragreiche Futterpflanze für Stoppelfelder. Der gelbe Ackersenf kann in diesem futterarmen Jahre ein wahrer Segen für die Landwtrthschast werden, denn er liefert die größten Ernten prächtigen und kostbaren GrünfutterS in kurzer Zett. Dem- selben befragt jede Bodenart und bringt selbst bei trockener Witterung sehr gute Erträge. Auf die gebrochene Getreidestoppel gesäet, liefert er in 6 Wochen ein vom Rindvieh begierig aufgenommenes Grünfutter, welches nicht nur den Milchertrag erhöht, sondern auch der Butter eine sehr schöne gelbe Farbe verleiht. Bet einer Aussaat von 5 Kilo pro Morgen erntet man 100 Eentner Grünfutter, einen Ertrag, der zum Ausbau jeden Landwirtb aufmuntern soll, zumal wir dies Jahr ohnedies schwachen Graswuchs haben. Frischen Samen von echtem gelben Senf liefert Albert Fürst in Schmalhof, Post Vilshofen in Niederbayern.
Bekanntmachung.
Aufschrift der Postsendungen.
. «4?* Scherung schneller Beförderung und Bestellung Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmung«- ott so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißheit oorgebeugt wird. Dabei sind namentlich folgende Punkte zu beachten:
1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die Wofrnungsangaüe stets an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten rechts, unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolge.
2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Postbezirk (0., NO. ic.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Ortsbe- zetchnung „Scrlln* zu vermerken.
3. Gibt es mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postoerkehr als maßgebend anzusehen sind, ergibt sich au« dem „Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Post- orte-, das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder Reichs-Postanstalt bezogen werden kann.
4. Wenn der im Reichs-Postgebtet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Poftanstalt versehen, deffenungeachtet aber nicht al» allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des OrtS in der Aufschrift der Sendung noch deS Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe des Staates und bet größeren Staaten des politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen ((Oder), (Elbe), (Rhein), (Main) it.], oder von Gebirgen ((Harz), (Rtesengebtrge) rc.) Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), (Lausitz) ic.) für den Zweck geeignet.
5. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist a u ß e r dem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenigePost- anstatt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen foll.
6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch das betreffende Land bez. der LandeStbeil auf der Sendung anzugeben.
?ie Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen Ueberkunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich und es liegt daher im eigenen Jntereffe der Absender, die Aufschriften der Sendungen hiernach genau anzufertigen.
Modernste und solideste Neöerzieherstoffe, Coating, Loden, Cheviots und Melton ä Mk. 1.75 Pfg. bis Mk. 8.75 Pfg. per Meter versenden jede beliebige einzelne Meterzabl direct an Private. Buxkin-Fabrik-Depot Oettinger & Co., Frankfurt a. M. Neueste Muster-Auswahl franco ins Haus. [2556
i
Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig u. Wien.
e
daa geeignetste, billigste, geographische Hilfsmittel im handlichsten Buchformat
In Halbfranz gebunden 10 Mark (6 FL ö. W.) oder in 17 Lieferungen zu je 50 Pf. (30 Kr.'.
Ein Seitenstück zum |||| „Kleinen Meyer“.
Für den Geschäftsmann, Beamten, Gewerbtreibenden, Zeitlings- leser, kurz für alle, welche für jedo geographische Frage ein übersichtliches, zuverlässiges Kartenmaterial stets und bequem zur Hand haben wollen, ist
2. Juli, Mittags 12Udrf 3. :wlt, Morgens ö Ubr
Barometer:
Thermometer:
Hygrometerstand:
min.749mm, max. 7ÖU mm ,,+KW R. „4- 16'/,»R.
min.75Umm, max.75 mm „+ H°R. „ 4-231/.° R.
L-ehr trocken.
Witterungs aussichten
Wetterhäuschen, Südanlage.
Gewitterbildung.
Mittlerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 mm.
Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 3. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 18, Lust 23 Grad.
Rubfamen'sche Badeanstalt.


