rissig wird, sind in diesem Wahlkampfe sonst festgefügte Parteien in die Brüche gegangen oder zeigen wenigstens Bruchstellen. Selbst der berühmte Eentrumsthurm wackelt auf der „Rothen Erde", und im Schwabenland ist der durch seinen unfreiwilligen Humor bekannte Wildeste aller Wilden schon vor dem Kampfe von der Bildfläche verschwunden. Viele Abgeordnete wollen überhaupt nicht mehr an ihre Wähler appelltren und viele Wähler wollen nichts mehr von ihren bisherigen Vertretern wissen. „Für oder gegen", „mit oder ohne" gellt der Schlachtruf. Vor den breiten Wählermasien klafft ein breiter Graben. Wer hinüberspringt, ist „für", wer hüben auf dem seitherigen Standpunkt bleibt, ist „gegen", — der Sprung inS Ungewisse, der von Oben als unvermeidlich erklärt wird, weil „drüben die Sicherung des Friedens" und der „Sieg beim nächsten Krieg" als Preise winken sollen. Es gibt aber auch viele, die sich zwar scheuen, kurzweg hinüberzuspringen, aber doch gerne mittelst Brücken und Leitern sachte hinübergelangen möchten, ja, die auf der einen Seite mühsam hinab-, auf der anderen ebenso hinausklettern. Andere wiederum wollen den Graben zur Hälfte aussüllen, in der Meinung, dann glatter, d. h. bequemer hinüberzukommen. Wieder Andere möchten vor dem Sprung den Graben schmäler machen, wenn sie nur wüßten, wie. Am Rande deS Grabens aber stehen gleich Offizieren die Parteiführer und Agitatoren- die einen feuern zum Sprung an, die anderen suchen zurückzuhalten oder den Sprung durch allerlei Manipulationen weniger gefährlich zu machen, resp. zu maökiren. In tiefen Eolounen, nach Fractionen und Fractiönchen um ihre Banner geschaart, sammeln sich die Wähler vor dem verhängnißvollen Graben. RechtS und links sind sie von Wilden flankirt. Ebenso von der polnischen und retchsländischen Gruppe- die vom äußersten Osten möchten gern hinüber, denn sie kennen ihre Pappenheimer, d. h. die Ruffen. Die vom äußersten Westen möchten gerne hüben bleiben. Ob deßhalb, weil auch sie ihre Pappenheimer, d. h. die Franzosen kennen, weiß man nicht. Aber auch ganz neue, noch nicht dagewesene Banner flattern vor dem erstaunten Wähler von 1893. Vor allem das der „Bauern", der in Glacehandschuhen wie der mit Schwielen, der Groß-, Mittel- und Kleinbauern — soweit sie überhaupt unter eiw'Banner zu bringen sind — und dazu bedarf es noch viel. Da sehen wir ferner die neugebackene „norddeutsche BolkSpartei" und die ditto „Bereinigung", die phönizartig dem gleich dem Biela'schen Kometen in zwei Theile geborstenen Freisinn entstiegen. Zu den an sich schon buntscheckigen Antisemitenfähnlein ist ein absonderlich neues getreten, daS in allen Regenbogenfarben schillert, aber eher abschreckend, als anziehend wirkt: das des sog. AhlwardtismuS (wegen skiner Programmlosigkeit und Plattheit auch „Aal- glattiSmuS" geheißen). Selbst die Antisemiten vom reinsten Wasser, will sagen reinstem Blut, blicken mißvergnügt auf diesen Zuwachs. Da will ferner die „nationale Partei" ihre nagelneue Fahne entfalten und es in der Wahlschlacht darauf ankommen lassen, ein Osfiziercorps ohne Soldaten zu bleiben. Noch einige weitere Neulinge unter den Gruppen ignoriren wir wegen ihrer Zwerghaftigkeit, sonst wird die Wahlkarte so bunt wie einst die Staatenkarte des deutschen Bundes. Auf dem Plane erschienen auch die Handelsverträgler und ihre Gegner, die Doppelwährunger und ibre Gegenfüßler, desgleichen in Bayern die Sigleaner, in Westfalen die Fusangler und ihre Antipoden, die Schorlemer. Auch die Conskrvativen schicken übliche enfants terriblea inS Feld, wenn auch nicht unter besonderer Flagge. Die verschiedenen „rothen" Schatti- rungen sind natürlich auch alle am Platze, von der rosa- rothen bis zur blutrothen und knallrothen. Kurz, Wirrwarr an allen Ecken und Enden, Mausefallen jeglichen Kalibers und Sorte für die geplagten Wähler, die ob all der Versprechungen und Verheißungen, düsteren Prophezeiungen rc.. oft nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht, geschweige, wen sie wählen sollen. Nur eins ist ihnen klar: Entweder rüber über den Graben, einerlei wie, oder drüben bleiben. Uud wenn die Schlacht vorüber, kommt ein zweiter, noch ge- fürchteterer Tag, der der Stichwahlen, welcher diesmal bei der Menge von Parteien und Candidaten und dem Durcheinander ungeahnte Bedeutung gewinnt. Ueber ihn später ein besonderes Capitel.
verinischtes.
* Um Verdienste zu belohnen, hatte Friedrich der Große bei seinem Regierungsantritte den Orden pour le mtirite gestiftet. Anfangs verlieh er denselben fast ausschließlich nur an Militärpersonen für bewiesene Tapferkeit. Nach einem größeren siegreichen Gefechte in einem der schlesischen Kriege wurde ihm die tollkühne That eines noch jungen, aber schneidigen Reiterführers mitgetheilt, dessen rücksichtslose Attacke von entscheidender Wirkung gewesen war, „Lieutenant von X. soll sofort kommen", befahl kurz der König. Bald erschien der Gerufene. „Ich habe," begann der König, „von Seinem Rittmeister gehört, daß Er sich bei der gestrigen Affaire durch Umsicht und Bravour ausgezeichnet hat und daß wir die gewonnene Bataille ihm zu verdanken haben." „Majestät, ich that meine Schuldigkeit," versetzte bescheiden der Offizier. „So, so; die Antwort habe ich von Ihm' erwartet." Mit einer kurzen Handbewegung wies Friedrich auf einen Tisch, der vor ihm stand und auf dem der Verdienstorden und in einiger Entfernung davon 50 Stück FriedrichSd'or lagen. „Wähl'Er!" Lieutenant von X. näherte sich und strich, militärisch dankend, die blanken Goldstücke ein. Mit einem Blick, in dem sich Verwunderung und Unmuth eigenthümlich mischten, sah ihn der König durchbohrend an. „Er scheint verdammt wenig Ehre im Leibe zu haben," Platzte er unwillig heraus. „Majestät", gab von X. schlagfertig zurück, „ich habe einige Schulden, und die Ehre erfordert, daß ich zunächst diese bezahle. Daö Verdienstkreuz hoffe ich mir bei der nächsten Gelegenheit zu holen." „Teufel!" erwiderte der König, „der Kerl läßt nicht mit sich spaßen- nehm' Er beides!"
• Tie Kinderstube in Zapso und die Behandlung ihrer Bewohner beschreibt ein in Newyork lebender Arzt. Dem japanischen Kinde wird von frühester Jugend an die Noth- wendigkeit persönlicher Reinlichkeit beigebracht. Des Säuglings einzige Wiege ist zuerst der Rücken der Mutter und dann der seines ältesten Bruders oder der ältesten Schwester. Die Kinderstube kennt keinen Teppich und kein Möbel, wahrscheinlich des tropischen Gewürms wegen, und der Flur wird jeden Tag mit Salzwaffer abgewaschen. Der Boden wird sehr reinlich gehalten, da man darauf sitzt und schläft. Japanische Kinder tragen niemals Stiefel, daher kommt es, daß.dteselben gerader gehen uud sicherer auf ihren Füßen sind, als europäische Kinder. Bei schönem Wetter bedienen sie sich der Strohsandalen und im naffen Wetter der Holzschuhe. Geküßt wird nie in Japan, denn durch Küffe werden ansteckende Rankheiten verbreitet. Die Trennung der beiden Geschlechter, welche blS zur Verheirathung andauert, findet vom frühesten Alter an statt.
Citeraitir rind Annst.
— Auch diese Woche liegt uns die bekannte Fachzeitschrift dr» RadiahrsportS „DaS Stahlrad" (6. Grumdachs Verlag, Redaction: Willy Werner) wieder in einer sehr reichhaltigen Nummer vor. Wie eS ja naturgemäß ist, treten jetzt die Renntage, Ausschreibungen und Rennergebntffe in den Vordergrund de» allgemeinen Interesses, die Distanz - Radsahrt Wien-Berlin nicht zu vergeffen, und wir begrüßen es daher mit Freuden, daß die Redactton des „Stahlrab" diesen Rubriken eine ganz besondere Aufmerksamkeit widmet, trotzdem aber die Leser auch über alle anderen sportlichen Ereignisse, welche von nur einigem Interesse sind, in der eingehendsten Weise unterrichtet. Durch Einschaltung von ansprechenden Humoresken, hübschen Illustrationen, wirkungsvollen Couplets, sowie durch kleine humoristische Einlagen hat die Redaction es verstanden, daS Blatt noch abwechselungsreicher zu gestalten, sodaß wir jedem Radfahrer und überhaupt jedem Sport-freunde ein Abonnement auf „DaS Stahlrad" nur auf das Angelegentlichste empfehlen können. Der Preis beträgt pro Semester Mk. 5.—, wofür jeder Abonnent außerdem gegen alle Unfälle, die ihm beim Tourmfahren zustoßen sollten, In der Höhe von Mk. 2500 versichert ist.
— „Der neue Hau-doetor" Nr. 8 (Preis vierteljährlich 1 Mark), Wochenschrift für Naturheiltunde, herausgegeben von Sanitätsrath Dr. Meyner, I. Gräfe und G. Ruhmann, enthält als Wochenspruch: „Wand're in Gottes Welt hinaus, Sorgen und Grillen laß zu Haus". Die unS heute vorliegende Nummer enthält die folgenden interessanten und beachtenSwerthen Hauptartikel: „Reism rotr ?" von August Kruhl, „Rachenkatarrh" von Hydropath Julius Gräfe, „DaS Verwischen deS Krankheitsbildes", „Wunderbare Heilung hochgradiger Schwindsucht", „So sollt Ihr Eure Kinder ztehn!' von I. Jurtk, „Vogel Sauerampfer", „Die Taubeere Lucretta", sowie die interessanten Rubriken: „Gemeinnütziges Allerlei", „Küchen- rezepte", „Unterhaltungsecke", „Naturärztltcher Rathgeber", „Eingegangene Schriften", „Bezugsquellen", „Adressen von Naturärzten", „Briefkasten", sowie einen Speisezettel. Probenummern gtebt jede Buchhandlung, sowie auch die Geschäftsstelle deS „Neuen Hausdoctor" zu Dresden, Zahnsgasse 18, kostenlos ab.
— Ueber die erzieherische Bedeutung der Natur- Liebhabereien schreibt Herr Dr. Staby einen sehr beberzigenS- wetthen Artikel in der Zeitschrift „Statut und HanS". Die Kenntntßnahme dieses Artikels sowie überhaupt der genannten Zeitschrift möchten insbesondere wir unseren Pädagogen sowie auch allm Ellern empfehlen. Die neuesten drei Hefte enthalten wieder eine große Fülle von wirklich gediegenen und anregenden Aussätzen und practifchen Anweisungen für die verschiedenen Naturliebhabereten. Fast alle Gebiete sind wieder vertreten. Wir nennen u. A. die folgenden Aufsätze: Das Kaninchen. Von E. Sabel. — die chinesische Nachtigall. Von R. Zürn. — Die Eisensteine. — Don H. Morich. — Fretland und Mistbeetsaaten. Von M. Hesdörffer. — DaSPrä- pariren und Ausstopsen von Vögeln. Von Vobert Bögler. — Versteinerungen in norddeutschen Diluvialgeschieden. Von Dr. Keilhack. Amerikanische Rassehühner. Von K. Huth. — Das Seewasser- Aquartum. Von E. Marquardt u. A. m. Fast jeder dieser Aussätze ist mit trefflichen Original - Illustrationen versehen, von denen wir als ganz hervorragend das Seewasser-Aquarium von A. Lütke sowie die Java-Hühner von I. Bungartz nennen. Aus dem hier Mitge- theilten ist schon hinlänglich zu entnehmen wie vielseitig und reichhaltig die Zeitschrift ist. Jeder Naturfreund soll den niedrigen Preis von 1 Mk. 50 Ps. aufwenden, um sich auf „Natur und HauS" zu abonntren. Die Ausgabe wird ihre Früchte tragen.
Verkehr, Land- nnd Volkswirthschaft.
— Passende Streu für GeflügelstLlle, Taubenschläge und Vogelbauer. In Hinblick auf viele Krankheiten des Geflügels auf der einen, und die Conservtrung des werthvollen Geslügeldünger» auf der anderen Sette, ist es wichtig, geeignete Streu in Geslügel- ställen u. s. w. anzuwenden. Torfmull und Sand, am besten gelber Gartensand, oder auch grauer, feinkörniger Flußsand, sind ein gute« Streumalertal für GeflügelstLlle. Torfmull bindet das flüchtige Ammoniak: der Sand festigt die Masse und verlangsamt deren Zersetzung, auch ist Sand für daS eingesperrte Geflügel ein unentbehrliches Verdauungsmittel. Für Taubenschläge namentlich sind Torfmull und Sand vortreffliche Streumaterialten, ebenso für Vogelbauer. Sorgt man bet letzteren für regelmäßige Erneuerung dieser Stteu- matertalten, so wird man nie Klage über die wtdrigm Ausdünstungen der Vogelbauer zu führen haben.
Zu beziehen durch die Ferber'sche Univ.-Buchhandlung in Gießen.
— Soeben erscheint —
in zweiter, gänzlich neubearbeiteter Auflage:
Mit 1200 Abbildungen im Text, i Karte und z Chromotafeln. $2 Lieferungen tu je $0 Pfennig — 30 Kreuzer oder 3 Halb- franzbdnde tu je 10 MJu — 6 Fl. ä. W.
Die erste Lieferung nr Ansicht. — Prospekte gride.
Vertag des Bibliographischen Inaülois la Leipzig und W reu.
Volks- und Schulausgabe von Richard Schmidtlein.
Tierleben
>veraa«t«achuttg.
Aufschrift der Postsendungen.
Bit Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsendungen müsicn aus denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet fein, daß jeder Ungewißheit vorgebeugl wird. Dabei sind uamentltch folgende Punkte zu beachten:
1. Bet Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichst genau auzugeben. Auch ist es ton Wichtigkeit, daß die Wohnungtengabe stets an derselben Stelle der Auffchritt, nämlich unten rechts, unmittelbar unter der Angabe des Bcstimmunasottes, erfolge.
2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Postbeztrk (0., N., HO. <.), tu welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Ortsde» zeichnung „Berlin" tu vermerken.
3. Gibt es mit dem Bestimmungsort« gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ott»namm eine zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postoerkehr als maßgebend anzusehen sind, ergibt sich aus dem „Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Post- otte", das zum Preise von 10 Pf. durch Vermüllung jeder Retchs-Postanstalt bezogen werden kann.
4. Wenn der tm Reichs Postgebiet belegen« Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht als allgemein bekannt anzunehmen ist, io empfiehlt es fich, die Lage des Otts in der Aufschrift der rsmdung noch des Näheren zu bezttchnen. Zu deratttgen Bezeichnungen etgntt fich die Angabe des Staates und bet größeren Staaten des poltttschen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. f. ».), in welchem der BesttmmunaSort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen s(Oder), (Elbe). (Rhein), (Main) k.], oder von Gebirgen s(Harz), (Riesenaedirae) icj Sticht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), (Lausitz) k.1 für den Zweck geeignet.
5. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch d t e j en t a e P 0 st- anstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Scnduua an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll.
6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten»» rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch da» betreffende Land bez. der LandeStheil auf der Sendung anzuaebm.
Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen Ueberkunst der Sendungen an dm Empfänger wesentlich beitragm, und t» liegt daher tm eigenen Interesse der Absmder, die Aufschriften der Smdungen hiernach gmau onzufettigm.
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WlnM hlifr von E,ten & Bussen, Crefeld, |
01 ff Diejenigen, welche die Sch mütfung von erabf!4tt<e bead- sichtigm, setm auf das tirabMteln-tieech&ft, oerbun den mit Bildhauerei, de» Herrn Emil Kalbfleisch, richerstratzc 1, aufmerksam gemacht, welche» wohl als das größte dieser Branche am hiesigen Platze genannt werdm kann. In ihrem VerkaufSlocale, sowie in einem weiterm Lagerräume bringt gen. Firma nahezu 200 fertige Grad-Monumente, Grab kreuze, Grabsteine u- s. w in allen Sieinatten zur Ausstellung, welche in ihrer Ausführung al« künstlerisch zu bezeichnen sind, und durch die rcichhalltge Auswahl kann sowohl dm bescheidlnstm, al» auch den weitqehmdstm Anforderungen Rechnung oetragm werdm. Auch in Grab- einfaffungen befindet sich daselbst ein große» Lager. Wir könnm deshalb allm n „ Interessenten eine Besichtigung dieser «ul-
stellung bestens empfehlen. Sehr schön auSgeführte «ntwürse Ikgen ebenfalls zur gefälligen Ansicht auf und werden etwaige Susträge in kürzester Zeit auSgeführt btt billigster Psci4'»erechnung. 2389
Verfälschte schwarze Seide.
Man verbrenne ein Müsterchen de» Stoffe», von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofott zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofott zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz bellbräunlicher Farbe. — verfälschte Seide (btt leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwett), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der vettälschten nicht. Die Seidenfadrik ti. Henneberg, (Ä. u. K. Hoflieferant) Zürich versendet gern Muster von ihren echten ©cibcwftoffen an Jedermann und liefert ttnzelne Roben und ganze Stücke oorto- und zollfrei in» Hau». 1N70
Bedeutende Bctriebsersparnisse jeder maschinellen Anlage der Großindusttte, deS Kleingewerbe» oder der Landwitthschaft durch Aufstellung einer Wolf'fchen Locomobilc als Betriebsniaschine erzielt. Die von der rühmlichst bekannten Maschinen- sabrik von R. Wolf in Magdeburg-Vuckau seit mehr al» 30 Jahren alS Specialität gebauten balbstationärm und fahrbaren Loco mobil en mit ausziehbaren Röbrenkesfeln Übertreffen an Sparsamkeit de» Brennmaterialoerbrauch«, Dauerhaftigkeit und Lei- stungSfäbiakeit jegliche Motoren anderen Ursprung» u haben auf allm deutschen Locomodil-Loncurrenzen den Sieg daoongttragen. [4276


