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Kanonendonner, in Luzern ein. paar nach der Frey vor.

Luzern, 2.

Militärvorlage stimmen werden. Ob außerdem einzelne Mitglieder der Fraction sich der Abstimmung ent« halten, ist bisher nicht zu erkennen.

Wien, 2. Mat. Der Regierungsrath und Professor der Laryngologie, Schnitzler, Mitbegründer der Poliklinik, ist heute Rachmittag an Rathlaus gestorben.

Bern, 2. Mai. Die schweizerische Tagespresse verschie­denster politischer Richtung widmet dem Kaiserpaare warme Begrüßungsartikel.

Chicago, 2. Mai. In den Ausstellungsgebäuden ist in der letzten Woche eine Riesenarbeit geleistet worden. Die meisten ausländischen Abtheilungen sind fast fertig im Gegensatz zur amerikanischen Abtheilung, wo nur die von den Bundesstaaten ausgestellten landwirthschaftlichen Producte Platz gefunden haben. Auf dem Gebiete der Industrie ge­bührt Deutschland die Palme, obgleich auch Großbritannien Gute- geleistet hat. Frankreich und Japan erregen Interesse. Ueber 300 ausländische Journalisten wohnten der Eröffnung-- seierlichkeit bei, darunter viele Engländer und Deutsche. Einige Personen hatten sich auS Furcht, im Menschengewühl zu er­sticken, auf die Estrade des Präsidenten gedrängt und wurden von dort durch die Polizei entfernt, wobei einige verhaftet wurden.

Haftesten Antheil an allen Bestrebungen und Thaten, welche darauf zielen, den Völkern die unschätzbaren Wohlrhaten deS Friedens zu erhalten, und schauen deshalb auch mit freudigem Vertrauen auf die machtvolle Hand Euerer Majestät, in welchem sie einen Hort und Schützer des Friedens verehren. Ich trinke auf .die Gesundheit und das Wohl Seiner Majestät deS deutschen Kaisers und Ihrer Majestät der Kaiserin." Kaiser Wilhelm erwiderte hierauf wie folgt:Herr Präsident! Meine Herren! Ihre liebenswürdige Einladung an die Kaiserin und Mich, auf der Heimreise von Italien einige Stunden in der Schweiz zu verbleiben, hat uns Beiden zu aufrichtiger Freude gereicht. Mit herzlichem Danke, zugleich im Namen des ganzen deutschen Volkes, erwidere Ich Ihre herzliche Begrüßung und den traulichen Empfang der Schweizer. Die herrliche Gegend, welche Sie Uns soeben gezeigt, ist Mir nicht unbekannt, denn in jungen Jahren war es Mir vergönnt, schon einmal Mich au dem Anblick Ihrer Berge und Seen zu erfreuen, welche jährlich Tausenden Meiner Landsleute Kräftigung und Erfrischung bei gastlicher Aufnahme gewähren. Mit Befriedigung constatire Ich, daß unsere guten und sreundnachbarlichen Beziehungen, die von Alters her bestehen, unverändert fortdauern und Ich hoffe, daß der ver­tragsmäßig gesicherte Verkehr zwischen der Schweiz und Deutschland sich weiterhin gedeihlich entwickeln und dazu bei­tragen wird, die Freundschaft zwischen beiden Völkern zu erhalten und zu befestigen. Ich trinke auf das Wohl der Schweiz, der Schweizer und des Herrn Präsidenten der Eid­genossenschaft!"

Paris, 2. Mai. Nach einer.Rede BaudinS bei der Arbeiterbörse riefen einige der Manifestanten, es lebe die Commune. Die Polizei zerstreute die Versammlung- bei dem Zusammenstoß mit der Polizei wurden einige socialistische Abgeordnete für kurze Zeit.festgenommen.

Brussel, 3. Mai. Der internationale Socia- listen-Congreß tagt vom 22. bis 26. Mai imDolkShause. Deutschland wird durch Bebel, Singer, Liebknecht vertreten sein.

Hüll, 3. Mai. Die Demonstration der Frauen der AuSständtschen ist glänzend gelungen. Für die AuSständischen wurden erhebliche Summen gesammelt.

Hüll, 3. Mai. Die AuSständischen, welche Arbeiter an der Arbeit verhindern wollten, wurden von der Polizei zurückgedrängt, wobei mehrere Verhaftungen vorgenommen wurden. ___________

Hüll, 2. Mai. Durch Brandstiftung wurde die von nichtunionistischen Arbeitern wiederhergestellte Schneide­mühle, sowie acht Häuser zerstört. Die Strikenden erklären, in ihren Entschlüssen sechs Monate auszuhalten.

Depeschen de» Bureau »Herold*.

Berlin, 2. Mai. Die sreisinnige Partei verharrt mit einer großen Mehrheit bezüglich der Militäroorlage auf ihrem alten Standpunkt. In der gestrigen Sitzung der Fraction waren von 67 Mitgliedern 47 erschienen. Nach einer längeren Debatte wurde mit 38 gegen 9 Stimmen beschlossen, den Antrag Richter, welcher in der Commission abgelehnt worden war, nämlich auf verfassungsmäßige Fest­legung der zweijährigen Dienstzeit ohne Erhöhung der Friedens­präsenzziffer, in der zweiten Berathung wieder einzubringen. Die Minorität behielt sich freie Hand für eine etwaige Ver­ständigung mit der Regierung auf der Grundlage einer ander­weitigen Präsenzziffer, aber vorausgesetzt, daß sich für eine solche Verständigung eine Mehrheit findet.

Berlin, 2. Mai. Freiherr v. HueneS Vermitte­lungsvorschlag bezüglich der Militärvorlage hat beim Reichskanzler Billigung gefunden. Der Antrag hält sich zwischen dem Angebot Bennigsen und der Forderung der Regierung. In der heutigen Sitzung der Centrumsfraction wird die Entscheidung bezüglich Frhr. v. HueneS Antrag getroffen.

Berlin, 3. Mai. DieNordd. Allgem. Ztg." schreibt, während' die Mittheilungen der Blätter über den Ber- ständigungsantrag Frhr. v. Huene zurMilitär- vorlage in den Details auseinandergehen, dürfte feststehen, daß eS sich in der Hauptsache darum handelt, neben den vollen Compensationen für die zweijährige Dienstzeit alle Neuformattonen mit Ausnahme der geforderten Schwadronen zu bewilligen. Die Zustimmung der Conservativen zu diesem Anträge sei außer Zweifel.

Berlin, 3. Mai. DerVossischen Zig." zufolge fanden sich in der gestrigen Abendsitzung der Centrumsfraction nach heftigen Debatten nur noch acht Mitglieder, welche für den Huene'schcn Compromißantrag eintreten wollen.

Berlin, 2. Mai. Angesichts der zu erwartenden Ahlwardtdebatte im Reichstage war heute wieder eine große Menschenmenge vor dem Reichstagsgebäude anwesend. Die Polizei hielt den Verkehr aufrecht.

Berlin, 2. Mai. Der CeutrumSführer v. Huene soll nach derKreuzzeitung" entschlossen sein, künftig die Annahme eines Landtags- und eines Reichstagsmandates Mückzuweisen, um auf die parlamentarische Laufbahn zu verzichten.

Berlin, 2. Mat. Die gestrigen Maifeiern sind ruhig verlausen- in 14 Festlocalen ,der Socialdemokraten, welche mit rothen Fahnen und Bändern geschmückt waren, hatten sich etwa 50000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder eingefunden. Die Festredner boten nichts hervorragendes.

Karlsruhe, 2.Mat. Der Kaiser, die Kaiserin und der Erbgroßherzog, welch letzterer bis Freiburg ent- gegengefahren war, kamen um 1/i7 Uhr im hiesigen Bahnhof an, wo kein officieller Empfang stattfand. Anwesend waren: der Großherzog, die Großherzogin, Prinz Karl, Prinz Wilhelm und Gemahlin, sowie die Generalität und der preußische Gesandte von Eisenbecher. De^ Empfang war sehr herzlich. Die Monarchen umarmten und küßten sich, das Volk brach in begelsterte Hochrufe auS. Die Fürstlichkeiten begaben sich nach dem Schlosse. DaS Kaiserpaar reist morgen früh 7 Uhr nach Berlin weiter.

und der schweizerischen Eidgenossenschaft bestehen. DaS Schweizervolk und seine Behörden, wiewohl entschlossen, unter allen Umständen und mit allen Kräften die Freiheit und Un­abhängigkeit deS Landes zu vertheidigen, nehmen den leb-

Schließlich wurde zur Ergänzung des Vorstandes geschritten. Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder werden wieder gewählt. An Stelle der Frau Oberbürgermeister ©ramm, die verzogen ist, sowie von Fräulein Langermann und Frau Professor Riegel, die ihr Amr niebergclcgt Hanen, traten Frau Otto Kempfs, Frau Dr. Brüel und Frau Adolph 83 ei big.

* Neue- Theater. Unsere Theaterbirection machte das Gießener Publikum gestern Abend mit dem neuesten Schwank von Fr. v. Schönt h an und G. Kadelburg be­kannt.Zwei glückliche Tage" lautet der Titel des heiteren Stückes, in dem die rühmlichst bekannten Verfasser es verstanden haben, wie überall, wo es aufgefühn wurde, so auch hier in Gießen, die Zuschauer aufs Köstlichste zu amüsieren. Besonders im zweiten und dritten Acte, wo in Bezug auf feine Komik wirklich Erstaunliches geleistet wurde, wollte der Beifall gar kein Ende nehmen. Der letzte Act zeigte allerdings ein kleines Ermatten, jedoch kann dies den hervorragenden Eindruck der beiden vorauSgehenden nicht ver­mischen. Diezwei glücklichen Tage" erlebte der für unser modernes Lustspiel typische Rentner, und zwar den ersten, als er mit Frau und Tochter und dem zum Hause gehörenden gutenOnkel", nach Aufgabe seines Geschäftes, feine nach eignem Geschmack erbaute Villa bezieht - den zweiten, an dem Tage, wo er durch Vermittlung des Verehrer- seiner Tochter, des Diener Pepi Freisinger, denKasten" wieder los wird und mit ihm zugleich nicht nur eine ganze Schaar weniger angenehmer Besucher, sondern auch eine unverträg liche Erbtante, die er bei sich ihres vielen Geldes wegen hatte ausnehmen müssen, weil sein Vermögen bei dem Bau der Villa aufgezehrt worden war. Neben dieser kurz ikizzirten Haupthandlung deS Stückes läuft dann, ohne eigentlich nöthig zu sein, die Darstellung einer Scene aus einer jungen Ehe, die jedoch ebenfalls einen für beide Theile befriedigenden Abschluß findet. Obwohl da- Stück im Ausbau durch die etwa- allzu lose Composition entschiedene Mängel aufweist, so muß man dennoch ^gestehen, daß zu den besten Schwänken gehört, die deutsche Autoren innerhalb der neuesten Zeit auf die Bühne gebracht. ES ist vor allem technisch höchst wirkungs­voll, die Sprache ist frisch und fließend, der Witz nobel und zündend und frei von gewöhnlichen Kalauern. Die Charak­teristik einzelner Personen ist theilweise ganz vorzüglich, so sind z. B. die Figuren deSOnkel Lüttchen" und des Pepi Freisinger" mit wirklich großer Liebe gezeichnet. Die Aufführung den Schwankes war musterhaft. Herr Kynrady als Pepi war einfach brillant. Der Künstler beherrschte den Dialect vollständig und wußte durch sein vor­treffliches Spiel den naivenWcaner" so prächtig zu ver- körpern, daß ihm seine Leistung wiederholten Applaus aus offener Scene eintrug. Auch derOnkel Lüttchen" de- Hkrrn Herzog entfesselte wahre Lachsalven int Zuschauerraume. DaS EhepaarWeinholz" hatte in Herrn und Frau Schlegel recht tüchtige Repräsentanten gesunden. Sehr hübsch und mit reizender Naivität wurde dir Rolle de- verliebten Backfischs Elsa", der Tochter jener beiden, von Fräulein Hoffmann verkörpert. Herr Hobv al»Witte" und Fräulein Thie­mann als dessen Frau leisteten Vorzügliches. Trefflich war auch Frau Heim alsTante Hollwitz". Die übrigen Rollen lagen alle in geschickten Händen und ihre Durchführung ließ nichts zu wünschen. Ueberhaupt war der Eindruck, den die Aufführung hinterließ, der denkbar beste, so daß wir der Direction nur rathen möchten, nicht bei dieser einmaligen Wiedergabe zu belassen, sondern eine Wiederholung, vielleicht an einem Sonntage, anzusetzen, die jedenfalls ein ausverkaustes Haus zur Folge haben würde. An dieser Stelle sei unß gestattet, einen Fehler zu korrigieren, welcher bei der Be­sprechung derPreziosa" unterlaufen ist. ES ist nämlich da bei der Rectificirung deS Theaterzettels, der da- Stück Schauspiel von K. M. v. Weber" betitelt, dasselbe fälschlich alS Oper bezeichnet, während nur heißen mußte:Musik von Webe r." Daß Schauspiel ist, wie gesagt, von Piu- Alexander Wolf. Daß Versehen passierte offenbar deßhalb, weil die Titelrolle entweder von einer Opernsängerin gespielt wird, ober aber wenigstens eine solche als Substitut ber bie Preziosa" wiebergebenden Schauspielerin fungiert. Außer- dem sollte in unserer Bemerkung über die Verwendung des Opernpersonals durchaus fein Vorwurf gegen die Direktion liegen. Wir hätten nur gewünscht, daß noch einzelne Mit­glieder desselben bei den Chören mitgewirkt hätten, die ja im allgemeinen ganz gut waren, dann aber an Sicherheit und Frische wohl sehr gewonnen hätten.

♦♦ Eine Kenterung in den bisherigen Witterung»,erhält» nissen ist heute insofern zu verzeichnen, als sich ein kurzer Sprühregen einstellte. Die Trübung hält an, so daß immer noch Hoffnung auf baldigen Regen vorhanden ist.,

* Befitzwechsel. Aus zuverlässiger Quelle erfahren wir, daß Fr. Textorß Brauerei aus der Hardt durch Kauf am 1. Mai d. I. in den Besitz deS Herrn G. Bichl er übergegangen ist, welcher langjähriger Leiter der in der Schweiz rühmlichst bekannten Brauerei Gebrüder Weber in WädenSweil bei Zürich war. Der Kaufpreis beträgt 430000 Mk.

** Zur Internationalen Ausstellung von Erzeugnissen und Bedarfsartikeln der Bäckerei, Condttorei und ver­wandten Gewerbe in Mainz laufen bereit-Anmeldungen und Platzbestellungen auS Deutschland und auS dem Auslände zahlreich ein, so daß-auf eine Überaus glänzende Ausstellung gerechnet werden kann. Ihre hohe wirthschaftliche Bedeutung hat die Großherzogl. Staat-reglerung durch Bewilligung von 25 Staatspreisen für hervorragende Leistungen anerkannt. Dem Festausschuß stehen außerdem 10 goldene, 50 silberne, 50 broncene Medaillen und 50 Diplome zur Prämiirung von Ausstellungs-Gegenständen zur Verfügung, wozu noch die zahlreichen von Einzelnen und von Korporationen gestiftet werdenden Ehrenpreise kommen. Eine Anzahl Innungen hat bereits Ehrenpreise fest --'gesagt (manche sogar in hohen Geldbeträgen) und eine große Zahl weiterer Stiftungen stehl in sicherer Aussicht. Die Aussteller können deßhalb auch auf

Coeafcs und provinzieller.

Sieben, 3. Mai 1893.

-er. In der am vorigen Freitag stattgehabten General­versammlung des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege erstattete nach einigen einleitenden Worten der Vorsitzende, Herr Pfarrer Schlosser, zunächst den Jahres­bericht, dem wir Folgendes entnehmen: Der im vorigen Jahre an die Einwohnerschaft Gießens gerichtete Appell auf bessere Unterstützung des Vereins hat seine Wirkung nicht verfehlt- die Mitgliederbeiträge sind von 3307 Mk. auf 4742 Mk. gestiegen, wozu dann die gewohnten größeren Bei­träge Seitens der Stadt, der Sparkasse u. s. w. kommen. Für die Armenpflege wurden aufgewandt in 826 Fällen 4837 Mk. In der Krankenpflege waren im Ganzen sieben Schwestern thätig, welche 572 Nachtwachen, 146 Tag­pflegen und 8299 Pflegebesuche leisteten, und von denen eine meist für die Krippe in Anspruch genommen ist. Es wurden aufgewandt 5857 Mk. Dankopfer gingen ein 1738 Mk. Der Besuch der Krippe hatte durch die Kinderkrankheiten mehrfach zu leiden; insgesammt wurde sie benutzt von 37 Kindern an 3526 Pflegetagen, täglich waren etwa 12 Kinder anwesend - eS gingen ein 496 Mk., während 612 Mk. aufgewendet werden mußten. Das Mieths- patronat erhielt dadurch eine Erweiterung, daß am 1. Juli v. I. die von der Stadt gemiethete, neu hergerichtetc ehe­malige Stallmeisterwohnung bezogen werden konnte. Pfleger dieses Hauses war zuerst Herr Fabrikant Emil Schmal!, später Herr Bäckermeister Christian Faß. Die Verwaltung des Hauses am Kirchenplatz lag in der Hand des Herrn Brauereibesitzers Förtsch, die des HauseS in der Linden­gasse nach dem Rücktritt des Herrn MetzgermeisterS Joh. Klein in der des Herrn SchreinermeisterS Earl Schäfer. Der Versuch, ein weiteres HauS zu kaufen, hat bisher zu keinem Resultat geführt. Eingenommen wurden 2053 Mk., wogegen 979 Mk. verausgabt wurden. Die Näh- und Flickschule unter der Leitung der Frau Provinzialdirector von Gagern, der 35 Damen zur Seite stehen, konnte nach der neu hergerichteten ehemaligen Schule Neustadt 61 verlegt werden. sind namentlich jüngere Mädchen, die dort Dienstags und Freitags von 6 Uhr an zusammenkommen, während ältere Mädchen und Frauen Freitags von 7 Uhr an nur wenige kommen. Da das Mobiliar fast ganz neu beschafft werden mußte, erforderte die Schule einen Aufwand von 359 Mk. Die Koch sch ule unter der Leitung von Fräulein Decker wurde am 8. Juni mit einer kurzen Feier eröffnet; eS sind bisher 3 Kurse von je 8 Wochen abgehalten worden, 2 Vormittags, 1 Abends. ES nahmen an jedem 12 Mädchen Theil, die ein Schulgeld von je 2 Mark zu zahlen haben, wofür sie da- Mittagessen frei haben. ES wurden auch eine ganze Menge Portionen L 20 Pfg. verkauft, sodaß öfter doppelt gekocht werden mußte. Eingenommen wurden 190,50 Mk., auSgegeben 1346 Mk. Nach Nauheim wurden 24 Kinder geschickt; zu den dadurch entstandenen Kosten leistete die Stadt 175 Mk. Zuschuß. ES wurde darauf die Rechnung vorgelegt. Die Einnahmen betrugen inSgesammt 19 258 Mk., die Ausgaben 19 223Mk. Der Mühewaltung deS Rechners, Herrn A. Wilker, wurde der gebührende Dank gezollt und ihm dann Entlastung ertheilt

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Luzern, 2. Mai. Das deutsche Kaiserpaar ist Morgens 8 Uhr in Flüelen eingetroffen und nach feierlichem Empfang per Dampfer nach hier gefahren. In Airolo war die FestungSccmpagnie zum Empfang deS Kaisers ausgestellt. Oberst Affolter überreichte dem Kaiser ein riesiges Bouquet ßon Alpenrosen. Um 10 Uhr lief der Dampfer unter von einer riesigen Menschenmenge erwartet, Bundespräsident Schenk stellte dem Kaiser- Landung die Bundesräthe Lachenal und

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Mai. Bei dem Frühstück im Hotel S ch w e i z e r h o f" brachte der Bundespräsident nach Meldung desGen.-Anz." folgenden Toast auS:Euere Kaiserlichen Majestäten haben der Schweiz die hohe Ehre erwiesen, sie zu besuchen und dem schweizerischen BundeSrathe damit die will­kommene Gelegenheit gegeben, Euere Majestäten persönlich zu begrüßen und Ihnen die Gefühle ehrfurchtsvoller Hochachtung und Verehrung außzusprechen, von denen er durchdrungen ist. Die Schweiz freut sich einmütig dieses für sie bedeutungs­vollen Tages und erblickt in der freundlichst gebotenen perfön» lichen Begegnung gerne bie Bekräftigung ber guten Be- ziehungen, welche zwischen dem mächtigen Deutschen Reiche

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