Ausgabe 
3.9.1893 Erstes Blatt
 
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der Niger-Mündung eingetroffen und hat in den durchzogenen Gebieten Verträge mit den einheimischen Stämmen abgeschloffen.

Berlin, 1. September. Seit heute früh 4 Uhr wüthet ein Großfeuer auf den Grundstücken 29 und 30 der Burg­straße - drei Dampsspritzen sind thätig. Der Schaden ist voraussichtlich sehr bedeutend.

Berlin, 1. September. Die Vergolder haben den General st rike beschloffen, wenn die Abschaffung der Accordarbeit, die neunstündige Arbeitszeit, ein Minimallohn für Arbeiter über 18 Jahre von 21 Mk., für 1618jährige Arbeiter von 12Mk., für Arbeiterinnen ein Durchschnittslohn von 12 Mk. nicht bewilligt wird.

Berlin, 1. September. DerPost" zufolge wird ein AuSwanderungS»Gesetz neuerdings auSgear- beitet und geht bestimmt dem R e i ch S t a g in der nächsten Session zu.

Berlin, 1. September Am 5. und 6. September treten in Berlin die Commiffarien der Bundesstaaten zur Prüfung der Tabak- und Weinsteuervorschläge zu­sammen. Den Vorsitz führt der Staatssecretär respective der Director des NeichSschatzamtes.

Berlin, 1. September. Heute Nacht wurden abermals sechs choleraverdächtig Erkrankte zur Beobachtung eingeliefert. Instrumentenmacher B a u m b a ch, welcher kürzlich an der Cholera aaiatica erkrankt war, ist ge­storben.

Charlottenborg, 1. September. Hier hat gestern eine choleraverdächtige Erkrankung stattgefunden, die bacte­riologische Untersuchung ist noch nicht beendet.

Kiel, 1. September. Die französischen Spione haben die Erlaubniß nachgesucht, die französische Botschaft in Berlin um Schutz angehen zu dürfen- die Bitte wurde ab­schlägig beschieden. Heute soll entschieden werden, ob die Ueberführung der Spione in daS Berliner Untersuchungs- gefängniß erfolgt.

Rom, 1. September. DerSecolo" mißbilligt sehr entschieden die Reise des Prinzen von Neapel nach Metz. Italien solle in jeder Weise politische Kundgebungen vermeiden, welche Frankreich reizen und den Lredit Italiens schädigen können.

Madrid, 1. September. An der Gendarmerie-Kaserne platzte eine Dynamitpatrone, welche bedeutenden Schaden an Material anrichtete. Zwei der That Verdächtige wurden festgenommen.

Petersburg, 1. September. An der Cholera sind in Petersburg vom 24. bis 31. August 40 Personen erkrankt und 15 gestorben - in Moskau vom 23. bis 26. August 102 bezw. 58; im Gouvernement Lomsha vom 20. bis 26. August 106 bezw. 64; in Podolien vom 13. bis 19. August 965 bezw. 285; in KurSk 493 bezw. 181; in Kasan 390 bezw. 164; in Wladimir vom 20. bis zum 26. August 337 bezw. 116; in Tula 358 bezw. 100.

London, 2. September. DaS Unterhaus nahm mit 301 gegen 267 Stimmen in dritter Lesung die Homer ule- Bill an. Lebhafter Beifall bei den Nationalisten und Radikalen, die sich von ihren Sitzen erhoben und Hüte und Tücher schwenkten. Beim Verlaffen des Unterhauses wurde Gladstone und seine Frau von einer großen Volksmenge enthusiastisch begrüßt. Das Oberhaus nahm in erster Lesung die Homerule-Bill an.

Coblenzer Aaisertage.

boblenz, 1. September. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin sind (wie wir bereits in voriger Nummer nach einer Privatdepesche mittheilen konnten. Red.) Hierselbst heute Bvrmitrtag kurz nach 10 Uhr eingetroffen und von. Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Albrecht, dem Reichskanzler Grafen Caprivi, der Generalität und den Spitzen der Behörden empfangen worden. Die Stadt ist aus daS Prächtigste geschmückt, das Wetter sehr schön und die Straßen von einer dichtgedrängten Menschenmenge, darunter viele Leute vom Lande, besetzt. An dem in der Schloßstrahe errichteten Triumphbogen wurden Ihre Majestäten Seitens der Stadtbehörden feierlich begrüßt. Oberbürgermeister Schüller bot den Willkommengruß, wobei er insbesondere an den häufigen Aufenthalt weiland Kaiser Wilhelms I. und der Kaiserin Augusta in den Mauern der Stadt erinnerte. Ein junges Mädchen begrüßte Ihre Majestät die Kaiserin mit einem poetischen Willkommen. Se. Majestät der Kaiser ge- dachte in seiner Erwiderung auf die Ansprache des Oberbürger­meisters gleichfalls des Aufenthaltes der Kaiserin Augusta in Coblenz, sowie der frohen Stunden, die er selbst hier verlebt habe, erinnerte daran, daß er Coblenz zum Zeichen seines Wohlwollens als Stätte des Provinzialdenkmals der Rheinprovinz für Kaiser Wilhelm I. bestimmt habe und sprach die Hoffnung auS, daß die Stadt dieses Denkmal in treuer Obhut halten werde. Im Schloß fand Empfang der Provinzialbehörden und darauf ein Frühstück statt. Der ^Kronprinz von Italien wird heute Abend 6 Uhr erwartet. Se. Majestät der Kaiser wird am Bahnhose an­wesend sein; daselbst wird großer militärischer Empfang statt­finden. Heute Abend um 7 Uhr ist das von den Provinzial­ständen dargcbotene Festmahl, um 9 Uhr eine Festfahrt aus dem Rhein.

Coblenz, 1. September. Der Oberbürgermeister ver­öffentlicht eine Bekanntmach ung, worin er im Auftrage des Kaisers den Bewohnern die Anerkennung des Kaiser- paareS über den Empfang und den Festschmuck der Stadt auöspricht. Nach der FrühstückStasel machte der Kaiser eine Rundfahrt durch die Stadt und wurde überall jubelnd be­grüßt. Nach der Rückkehr nach dem Schlöffe unternahm der Kaiser in Begleitung deS Prinzen Albrecht und des Gefolges eine Spazierfahrt auf dem Rhem an Bord deS Salon- dampferSWilhelm, Kaiser und König". Eine dichtgedrängte Volksmenge hatte die Rheinufer besetzt und begrüßte lebhaft den Kaiser, während die prächtig geschmückten Rheindampfer Böllerschüffe abgaben, als der Salondampfer mit dem Kaiser Passirte. Während die Kaiserin nach Ehrenbreitstein fuhr,

kehrte der Kaiser um 41/« Uhr Nachmittag- in die Stad: zurück.

Coblenz, 1. September Der Kronprinz von Ita­lien traf heute Abend 6 Uhr auf dem Rheinbahnhofe ein. Es fand großer militärischer Empfang statt, der Kaiser, Prinz Albrecht, der Reichskanzler Graf Caprivi und die ganze Generalität war dabei anwesend. Der Kaiser küßte den Kronprinzen zweimal auf die Dange. Sräter erfolgte die Fahrt im Galawagen nach dem Schloß, too die Kaiserin den Kronprinzen empfing. Auf der Fahrt wurden der Kaiser und der Kronprinz von dem Publikum stürmisch begrüßt.

Coblenz, 1. September. Der Trinkspruch, den der Kaiser beim heutigen Fast mahle der Rheinprovinz ausbrachte, lautet:Wenn dem Herrscher von treuen Unter« thanen jubelnder Empfang bereitet wird, so geht daS stets zu Herzen. Mancher Provinz Empfang habe ich schon erlebt, ganz besonders aber spricht der Empfang der Rheinländer zu meinem Herzen. An diesen Gestaden des RheineS, sagen­umwoben von der Geschichte begleitet, wo jeder Berg zu unS redet und jedes Gotteshaus seine hohe Sprache spricht, muß jeder Empfang, muß jedes gesprochene Wort besonderen Zauber auf daS Menschenherz üben. Der Reiz der Poesie verschönt hier Alle-, vor Allem aber gilt dies von der Stadt Coblenz, die so besonders reich ist an Andenken geschichtlicher und persönlicher Natur. So danke ich denn den Coblenzern und mit ihnen allen meinen treuen Rheinländrrn für den der Kaiserin und mir am heutigen Tage gewordenen Empfang. Tief bewegten Herzens rede ich zu ihnen an dieser Stelle, in diesem Hause, so eng verknüpft mit der Geschichte meines dahingegangenen Großvaters, mit der Persönlichkeit meiner verstorbenen Großmutter. Erinnerungen feierlicher und ernster, schöner und lieblicher Natur sind es, die unsere Herzen durchziehen. Jedoch das Gesammtbild, vor unseren rückblickenden Augen entwickelt, zeigt unS ein Leben voller Segen, eine Thätigkeit reich gekrönt wie kaum je Menschen­leben. Wir fühlen daS Walten der hohen Frau, die in diesen Räumen einst gewohnt, spüren noch jetzt die segnende Hand der Kaiserin Augusta in allen Theilen der Provinz. Dieselbe Liebe, dieselbe Anhänglichkeit, welche die Provinz für meine Großeltern empfand, und welche diese für die Provinz hegten, verbindet auch unS. Mir ist es gleich meinem hochseligen Vater vergönnt gewesen, zwei herrliche Jugend- jahre an der Alma mater in ihrer Mitte zu verbringen, unvergeßliche Zeiten. So faffe ich denn alles, was ich fühle und denke, in einen Segenswunsch für das Gedeihen der Provinz, zu gleicher Zeit auch aus dem Rückblicke die Lehre schöpfend, daß durch daS feste Zusammenhalten von Volk und Herrscher die größten Thaten geschehen sind; daß auch die Rheinprovinz das Ihrige that, meinem Großvater zur Seite zu stehen, als er den Nibelungenhort der deutschen Einheit unserem Reiche Wiedergewann. So hoffe ich denn, daß in fester Treue der Rheinlande zu mir, in treuer Gesinnung meinerseits zu meinen Rheinländern es uns vergönnt fein möge, unsere Wege zu wandeln zum Wohle der Rheinlande, zum Wohle unseres geeinten großen theucren deutschen Vater­landes. Ich erhebe daS Glas und trinke auf daS Wohl der Rheinlande und ihrer Bewohner. Sie leben hoch, nochmals hoch und zum dritten Mal hoch!" Nach dem Diner unter­nahm der Kaiser eine Fahrt auf dem Rhein, dessen Ufer wahrhaft großartig illuminirt waren. Die Haltung der ge­waltigen Volksmenge war musterhaft, das Wetter ist an­dauernd herrlich.

totale» nnö provinzielle»,

Gießen. 2. September 1893.

* Zur kirchlichen Sedaufeier. Heute, SamStag, als am Sedantage und zum Einläuten der morgen stattfindenden kirchlichen Sedanfeier, sollen die Glocken der Stadtkirche und der JohanneSkirche geläutet werden, und zwar in der Ordnung, daß Abends 7 Uhr die Glocken der Stadtkirche, 71/* Uhr die der JohanneSkirche, und 7>/,Uhr die Glocken beider Kirchen zusammen geläutet werden.

* * In den Tagen vom 16. und 17. September wird die DerbandSgruppeGroßherzogthum Hessen und Hessen- Nassau" deS Verbandes der Handelsgärtner Deutschlands zum ersten Male ihre eigene große Pflaujeu Börse und zwar in Frankfurt abhalten. Die Börse findet in der Landwirth- schaftlichen Halle statt, es werden alle selbständigen HandelS- gärlner, sowie Gartenbau - Producte und Geräthschasten zu­gelassen. Anmeldungen und Anfragen sind zu richten an Herrn Ph. Witzel-Frankfurt, Mainzerlandstraße 96. Im Anschlüsse an diese Herbstpflanzen-Börse wird am Sonntag, 17. September, Mittags 5 Uhr, im Saale des PalaiS- RestaurantS auf der Zeil eine allgemeine Gärtner-Versammlung abgehalten, in der Herr H. Henkel-Darmstadt überKlein-, Mittel- und Großbetrieb von HetzungSanlagen der Gärtnerei" sprechen wird.

* Einjährig Freiwilligen Prüfung. Dem in dieser Woche in Darmstadt abgehaltenen Einjährig - Freiwilligen - Examen unterzogen sich 23 junge Leute, von denen 15 bestanden sind.

* * Auf dem VerbandStag der deutschen landwirthschaft- lichen Genofseofchaflen in Stuttgart wurden u. A. folgende Resolutionen gefaßt: 1) Die Aenderung deS sogenannten KunstbuttergesetzeS ist anzustreben, dahingehend, daß die Vermischung von Margarine mit Rahm ober Milch zum Zwecke, daS Fabrikat der Butter ähnlich zu machen und in den Handel zu bringen, verboten wird. 2) Eine gesetzliche Bestimmung ist anzustreben, worin die Vermischung von Margarine mit Milch zum Zwecke der Fabrikation und des Verkaufs von Käse verboten wird.

* Uuerhobeue Dividende. Laut Bekanntmachung deS VerwaltungSratheS sind von mehr als 150 Actieu der Hessischen LudwigSbahn die auf daS Betriebsjahr 1891 entfallenden Dividenden bis jetzt noch nicht erhoben.

* * Auswanderung. AuS dem Großherzogthum Hessen sind in den Monaten Januar bi- Juni 758 Personen nach \ Amerika auSgewanden.

Ter @etreibemerft. Der einheimische Getreidemarkt verharrt im Allgemeinen noch immer in seiner bisherigen Lustlosigkeit, trotz mancher in jüngster Zeit hervorgetretenen Anläufe zum Bessern. In der abgelaufeuen Woche drückten namentlich die Ernreberichre vom internationalen Saaten- markte tn Wien, welche hinsichtlich der Ernteergebnisse in Europa günstiger lauten, als zu erwarten stand: die inzwischen aus dem amerikanischen Markte eingetretene Besserung blieb auf die Verhältnisse im deutschen Getreidegeschäst vorerst einflußlos, weil man Hier die Wendung jenseits deS OceauS für nicht nachhaltig hält. Weizen und Roggen mußten daher auf den meisten Plätzen noch weiter int Preise weichen. während sich Hafer vorwiegend behauptete. Der Umsatz bewegte fick im Großen und Ganzen in ziemlich engen Grenzen. Notirungen an der Berliner Produktenbörse: Weizen per 1000 Kilogramm von 146 bis 158 Mk., Roggen von 129 bis 134 Mk., Gerste von 125 bis 180 Mk, Hafer von 160 btS 186 Mk.

* * Die Herbstzeitlose. Wieder beginnen die violetten Blüthen der Herbstzeitlose unsere Wiesen zu schmücken, ein Vorbote deS nahenden Herbstes. Die Herbstzeitlose ge­hört bekanntlich zu unseren einheimischen Giftpflanzen, ihre Knollen, Blatter und Samenstcngel enthalten daS scharfe Colchicin, welches, in großer Menge genossen, gefährliche Wirkungen bei Menschen und Thieren hervorzurufen vermag. Sorgsame Landwirthe pflegen die Blätter und Samenstcngel der Herbstzeitlose auS dem Heu, die farbenschönen Blüthen aber auS dem Grummet zu beseitigen, sowie die ttefliegenden Knollen auSzugraben; natürlich darf man aber die auSge- grabenen Knollen der Herbstzeitlose nicht herumliegen lassen.

Oueckboru, 31. August. Der Gießener Stadtvorstand steht mit unserer Gemeinde in Unterhandlung, um die bei Qu eck- bom gelegenen sehr reichhaltigen Quellen anzukaufen und durch dieselben die Wasserleitung der Stadt zu verstärken. Endlich sind diese Verhandlungen zu einem guten Ende ge­führt worden. Nach dem in den letzten Tagen zustande ge- kommenen Vertrag gehen die sämmtlichen Quellen in den Besitz der Stadt Gießen über und zwar für Jbie Summe von 32 000 Mark. Hiervon werden 18000 Mark baar bezahlt, während der Rest verzinst werden soll. Außerdem ist die Stadt verpflichtet, innerhalb unseres Ortet an drei geeigneten, vom OrtSvorstand noch näher zu bestimmenden Plätzen Ventilbrunnen anlegen zu lassen und diese mit dem nöthigen Wasser zu versorgen. Dazu sind noch täglich 100 Cubikmeter Wasser zu ökonomischen u. a. Zwecken den Bewohnern QueckbornS abzulassen. Wie verlautet, beab­sichtigt die Stadt Gießen, das Wasser vermittelst eines Pumpwerkes auf die in der Nähe unseres Dorfes befindliche Höhe zu pumpen und von da auS die Leitung nach der Stadt anzulegen. D. Ztg.

Nidda, 30. August. Heute Abend stürzte unmittelbar neben dem Platze, auf dem der alljährliche Herbstrnarkt ge halten wird, und auf dem sich wegen der dort getroffenen Vorbereitungen zu demselben, wie Aufschlagen deS Karussells u. f. w., eine große Kinderschaar geiammett hatte, ein fünf­jähriger Knabe in die dort durch daS nahe Mühlenwehr gestaute und liefe Nidda und sank sofort unter. Aus das Geschrei der Kinder eilte der Sohn deS GastwirtheS Kammer mit einer Stange herbei, faßte den Knaben, als er noch einmal emportauchte, mit der Stange an feiner Bloufe und zog ihn an das Ufer, wo der Knabe bald wieder zum Bewußtsein gebracht, und, ohne weiteren Schaden genommen zu haben, seinen erschreckten Angehörigen zugeführt wurde.

Friedberg, 30. August. Gestern sand die feierliche Herbstentlafsung von 13 (Sanbibaten der Theologie an­dern hiesigen Predigerfeminar statt. Prof. Dr. Weiffenbach hielt die eigentliche vortreffliche Festrede auf Grund von Joh. 6, 6669 und 7, 17 über denWeg zu Christo". Dann richtete Geh. Kirchenrath Dr. Diegel eine herzliche Ansprache an die Scheidenden, in der er sich an Daniel 10, 19 anlehnte. Candidat Buhmann sprach über Ephes. 3, 1421 Namens der Abgehenden und drückte der Anstalt und deren Lehrern den Dank derselben mit beredten Worten aus. Zum Schluffe wandte sich Consistorialrath Dr. Köstlin noch mit eindringlichen Worten der Ermahnung an die Scheidenden auf Grund von Matth. 13, 52. Ein gemeinsames Mahl im Hotel Trapp vereinigte nach der Feier die Theilnehmer an demselben. In dem Prediger-Seminar bleiben zwölf Can- didaten.

Friedberg, 30. August. Bei den Untersuchungen des Pfahlgraben- im Taunu» ist eine wichtige Entdeckung gemacht worden: eS ist nämlich gelungen, die alte auSgefteckte Grenze deS römischen Reiches, den eigentlichen limets aufzu­finden. Die von den römischen Gromatikern, den römischen Feldmessern, eingesetzten Grenzsteine sind noch vorhanden; der Streckencommissär Baurath Jacobi hat sie auf größere Streck» freilegen lassen. Außerdem sind an diesen Stellen noch Thurm- refte, Wallmauern :c. aufgegraben worden.

Seligenstadt, 31. Augnst. Der K artoffelverfandt von hier und auS den umliegenden Gemarkungen Hal am hiesigen Bahnhofe bereits begonnen. Derselbe erstreckt sich vorläufig nur auf die flRanöoerfelber. Die Kartoffeln werden von Unterhändlern angekauft und an Manöoerlieferanten ab­gesetzt. Der Preis für gesunde Speisekartoffeln stellt sich auf Mk. 3.50 Mk. für den Doppclcentner, bei freier Liefe­rung an die Bahnstation. Im Detailverkaufe sind die Kar­toffeln noch wesentlich theurer. Die Kart off An sind sehr gut, dagegen läßt die Menge in einzelnen Lagen manche- zu wünschen übrig.

Schiff snad>rid>t<m

Hamburg, 30. August, lHamburg-Amerikanisch« Packetfahtt- Actten-Sefellschait.j D«r Hamburger Dampfer®rhnm', (^apttä» Schwancr, ist am 29. August, 6 Uhr Morgen«, von Hamburg und Antwerpen wohlbehalten in Montteal angekommen.