Ausgabe 
3.3.1893
 
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habe auch ich. Mein höchster Lohn ist, Tag und Nacht für mein Volk, sein Wohl zu arbeiten. Aber ich verhehle nicht, daß eS mir niemals gelingen kann, alle Glieder meine- Volke- gleichmäßig glücklich und zufrieden zu machen. Wohl aber hoffe ich eS dahin zu bringen, daß eS mir gelinge, einen Zustand zu schaffen, mit dem alle die zufrieden sein können, die zufrieden sein wollen. Daß dieser Wille in meinem Volke sich täglich kräftige, ist mein sehnlichster Wunsch, daß alle braven deutschen Männer, vor allem auch meine Märker mir dabei behilflich sein mögen, ist meine Bitte- daß unser ge« sammteS deutsches Vaterland an Festigkeit nach innen, an Achtung und Respect nach außen dadurch gewinnen möge, ist meine Hoffnung. Dann darf ich getrost aussprechen:Wir Deutschen fürchten Gott und nichts sonst in der Welt." Daraufhin leere ich mein GlaS auf das Wohl Brandenburgs und unserer wackeren Märker!" Um 9 Uhr kehrte der Kaiser von dem Achenbach'schen Festmahle nach dem Schlöffe zurück.

Berlin, 1. März. Die Erben deS Geheimraths von Bleichröder überwiesen dem Aeltesten - Collegium der Berliner Kaufmannschaft 60000 Mark als Gerson- Bleichröder'sche Stiftung, welche nach den Grund­sätzen der Friedrich * Wilhelm Victoria - Stiftung zu ver­walten sind.

Berlin, 1. März. Gegenüber der Meldung, daß im Bundesrath eine Strömung für die Aufhebung des Ausschlusses geistlicher Orden aus dem Deutschen Reiche vorhanden sei, schreibt diePost", gutem Vernehmen nach sei in den leitenden Kreisen hiervon nichts bekannt.

Kiel, 1. März. Der landwirthschaftliche Centralverein beantragte bei der Regierung, die Einfuhr jütischen BieheS vom 15. April unter siebentägiger Quaran­täne zu gestatten. Die Berücksichtigung des Antrags gilt, wie verlautet, für wahrscheinlich.

Paris, 1. März. Nach dem amtlichen Ausweis über­stiegen in der letzten Woche deS Februar die Rücknahmen aus den Staatssparkassen die Einlagen um Frcs. ' 25 Millionen.

Paris, 1. März. Die Wittwe deS ehemaligen Präsi­denten Grevy ist heute Abend 8 Uhr gestorben.

Madrid, 1. März. Gutem Vernehmen nach werden die Provenienzen aus Hamburg demnächst zu freiem Verkehr zugelassen werden.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 1. März. Die Militärcommission de- battirte in ihrer heutigen Sitzung lange und heftig über die Auskunft, welche die Militärverwaltung auf eine Anfrage Bennigsens gegeben hatte, kam jedoch zu keinem Beschluß.

Berlin, 1. März. Nach demConfectionär" wird den Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft von einigen Handels­kammern der Vorschlag gemacht, schleunigst einen Congreß der deutschen Handelskammern und kaufmännischen Corporationen einzuberufen, um Stellung zu den Gesetzent­würfen über Abzahlungsgeschäfte, Hausirhandel, Wuchergesetz und Vermögenssteuer zu nehmen.

Berlin, 1. März. Wie dieNationalztg." aus zuver­lässiger Quelle erfährt, ist die deutsche Note, worin die russischen Forderungen wegen des deutsch-russischen Handelsvertrags beantwortet werden, noch nicht nach Petersburg abgegangen.

Berlin, 1. März. Bei dem Besuch von Kriegsschiffen auf der Weltausstellung in Chicago wird Deutsch­land durch die KreuzercorvetteAugusta" und den Kreuzer Seeadler" vertreten sein.

Berlin, 2. März. Den Aeltesten der Berliner Kauf­mannschaft ging ein huldvolles Dankschreiben deS Kaisers für die demselben an seinem Geburtstage über­reichte Glückwunschadreffe zu.

Berlin, 2. März. Betreffs der in Aussicht gestellten Secundärbahnvorlage wird officiös berichtet, eine vollständige Einigung über den Umfang der einzustellenden Forderungen fei noch nicht erzielt. Es schweben noch Ver­handlungen zwischen den betheiligten Refforts, von deren Abschluß der Zeitpunkt der Einbringung abhängt.

Schleswig, 2. März. In sämmtlichen Nordseehäfen Schleswigs ist jetzt die Eisblokade durchbrochen. Der Schiffsverkehr wurde nach zweimonatlicher Unterbrechung wieder eröffnet.

Stuttgart, 1. März. Der Minister deö Innern erläßt ein Einfuhrverbot für lebende Schafe, sowie eine Einfuhrbeschränkung für lebende Schweine aus Oesterreich- Ungarn.

Reichenberg, 1. März. Der beabsichtigte Strike der Bergarbeiter imJsergebirge unterbleibt, da es dem­selben an Geld mangelt.

Paris, 1.März. Die Meldung, daß ein französischer Offizier aus Verdun in der Grenzstation AmanvillerS verhaftet und nach Metz abgeführt worden sei, erregt hier großes Aufsehen. Derselbe soll angeblich ohne Paß nach Elsaß Lothringen gekommen sein.

Paris, 1. März. DerFigaro" nimmt heute Morgen seine Beschuldigungen wegen der Panama-Af fair e wieder auf. Er hält den Besuch ClemenceauS bei LeffepS aufrecht, was Clemenceau dementirte.

Paris, 1. März. DerFigaro'- schreibt, Charles de LeffepS und Eottu würden nach der Insel Sainte Marguerite übergeführt, um ihre Strafe abzusitzen. Sie würden jedoch eine mildere Behandlung als die gewöhn­lichen Verbrecher erfahren.

Paris, 2. März. Gerüchtweise verlautet, das russische Geschwader käme nicht, wie eS beabsichtigt war, nach Frankreich.

S riffel, 1. März. DaS Referendumcomite trat gestern Abend zusammen und beschloß, eine Delegation an den König zu schicken zum Zwecke der Mittheilung deS Re­sultats. Die Delegation soll auS Abgeordneten und Gemeinde- rathSmitgliedern bestehen und wird auch das Resultat der Kammer mittheilen.

Warschau, 1. März. Hier wird eine russische In- duftrie-AuSstellung geplant.

Bukarest, 1. März. Hierselbst wurden 150 Bries- träger verhaftet, welche eine wohlorganisirte Diebes­bande bildeten, indem sie die Beraubung der Postsendungen ausübten. ___________

Berlin, 2. März. Der gestern unter Gegenwart deS Kaiserpaares aufgestiegene LuftballonHumboldt" ist ver­unglückt. Die Frau deS mit aufgestiegenen ProfefforS Aßmann erhielt auS Farbezm, Regierungsbezirk Stettin, Kreis Naugard, eine am 1. März ausgegebene Drahtnachricht, lautend:Landung bei Wussow bei Naugard - leider Bein verletzt. Komme daher morgen noch nicht.- Näheres war bisher nicht zu ermitteln.

Cocates und provinzielles.

Sieben, 2. März 1893.

** Militärdieastoachricht. Der Unterarzt der Reserve Kutscher, vom hiesigen Landwehrbezirk, wurde zum Assistenz­arzt 2. Klaffe befördert.

** Ja der letzten MonatSverfammlung deS hiesigen LehrervereinS sprach Herr Realgymnasiallehrer Dr. Pitz über eine Erfindung, die in musikalischen Kreisen bereits viel von sich reden machte, und die in der That ganz dazu angethan scheint, auf dem Gebiete des Orgel- und Pianofortebaues tiefgreifende Veränderungen herbeizusühren. Schon seit ge­raumer Zeit arbeitet Herr Oberförster G ü m b e l aus Krofdorf an dem Problem, die gespannten Saiten eines Instrumentes nicht durch Hämmer, sondern durch Luft­strömungen zum Tönen zu bringen, also gewiffermaßen Orgel und Pianoforte zu verbinden und dadurch die Vorzüge beider Instrumente zu combiniren. Nach jahrelangem, mühevollen Streben ist es genanntem Herrn der inzwischen seinen Wohnsitz nach Leipzig verlegt hat, um dort in technischer Beziehung bessere Hilfsmittel für seine Erfindung zu ge­winnen gelungen, sein Ziel erreichen. Herr Dr. Pitz zeigte und erklärte nun der Versammlung an einem von Herrn Gümbel zur Verfügung gestellten Modell, wie in der sogen. Gümbel'schcn Saitenorgel die oben angedeutete Ver­bindung von Klavier und Orgel hergestellt ist. Durch künstlich erzeugte Luftströmungen werden mit Filz belegte Metall­zungen zum Vibriren gebracht, die dann ihrerseits darüber­gespannte Saiten in schwingende Bewegung setzen. Der so entstehende Ton kann durch entsprechende Regulation der Luftströmung beliebig lang angehalten, zu beliebiger Stärke gesteigert und zu allerfeinstem Pianissimo herabgemindert werden. Auch nimmt derselbe je nach den bis zu einem ge­wissen Grade beliebig zu verändernden Entfernungen zwischen Zunge und Saite die verschiedensten Klangfarben an. Der Ton ist von wunderbarer Zartheit und doch wieder voll und kräftig. Die Gümbel'schen Instrumente, die bereits in beftrenommirten Pianofortefabriken Deutschlands hergeslellt werden, sind besonders geeignet, in Betsälen, Kapellen, Schulen u. s. w. Verwendung zu finden und das Harmonium und ähnliche Instrumente zu ersetzen. Don guter Vor­bedeutung für die Erfindung ist es, und für ihren Werth spricht der Umstand, daß Blüthner sich sehr für dieselbe interessirt und in feinen Etablissements Gümbel'sche Saiten­orgeln fertigen läßt. Während des Vortrags brachte Herr Dr. P i tz der Versammlung durch den Gümbel'schen Apparat die MelodieNun danket alle Gott" zu Gehör. So einfach und unscheinbar nun auch das zur Verfügung stehende Modell war cs ist von Gümbel selbst zum Zwecke der Veranschaulichung seines Systems gefertigt so staunte doch Alles über die Wiedergabe deS Chorals. Be­sonders auch auf die Form hin war der Ton trotz seiner Zartheit von kräftiger Wirkung. Die Versammlung folgte den trefflichen Erläuterungen deS Herrn Dr. P i tz mit ge­spanntem Interesse und reicher Beifall lohnte den Redner am Schlüsse seiner Ausführungen.

- er. Evangelischer Arbeiterverein. In dem am ver­gangenen Montag bei zahlreicher Betheiligung im evan­gelischen Arbeiterverein stattgefundenen Vortrage erörterte Herr Pfarrer Naumann aus Frankfurt folgende Thesen über unsere Stellung gegenüber der Socialdemokratie: 1) Wir verwerfen und bekämpfen die materialistische Welt­anschauung und glauben, daß eine Erneuerung deS Volkes nur durch die religiösen und sittlichen Kräfte des Evangeliums hervorgerufen werden kann. 2) Wir erstreben das höchst­mögliche Wohl aller Volksgenoffen auf dem Wege friedlicher Weiterentwickelung. 3) Wir haben und fordern bewußte Zugehörigkeit und Liebe zum deutschen Reich. 4) Wir er­kennen den Fortschritt der Technik und die dadurch hervor­gerufene Concentration der Betriebe als nothwendig an, halten aber die Concentration des Capitalö in wenig Händen für ein Unglück. 5) Wir erstreben eine Neugliederung deS Volkes entsprechend den Berufs- und ArbeitSverhältniffen (Genossenschaften und gesetzlich anerkannte Gewerkschaften). 6) Wir wollen der wachsenden Concentration des Capital- auf jede mögliche, gesetzliche Weise entgegenarbeiten. 7) Wir halten fest am gottgeordneten Familienzusammenhang und treten für die wirtschaftlichen Voraussetzungen eines gesunden Familienlebens ein. An dem besonders über These 4 sehr ausführlichen Vortrag schloß sich dann eine Besprechung einiger Sätze, so über die Frage, wie sich ein Handwerker daS nöthige BetriebScapital verschaffen könne, über den CommuniSmus der ältesten Christengemeinde und über die Bodcnbefitzresorm. Zu erwähnen ist endlich noch, daß Der- hältniffe halber der auf den 12. März vorgesehene Familien­

abend schon am nächsten Sonntag im Lenz schen Felienkeller- ftattnnben wird.

DaS Panorama Kat für morgen eine entsprechende Serie gewählt, welche nicht verfehlen wird, den Besuch noch zu steigern. Mit dem morgigen Tage wird die großartige historische Serie, II. Theil,Erinnerungen au5 dem Feldzug 1870/71" ausgestellt, sowie die ©piegelgaQerie im Schlöffe zu Versailles mit der Kaiserproclamation von 1871, ferner Natur-Moment Ausnahmen während des Kriege- 1870/71 plastisch dargestellt, z. B- Kaiser Wilhelm I. vor Sedan, Begegnung des Kronprinzen von Sachsen mit seinem Bruder auf dem Schlachtseide, Friedhof und Straßenkampf in Le Bourget, Gefangennahme Napoleon-, zerschoffene Schlöffer, Häuser, Brücken, sowie Verschanzungen, Befestigungen, Lauf­gräben, Feldgotte-dienst vor Pari-, sowie die Denkmäler von Spichern, Wönh. Weißenburg und Gravelotte. Wir machen Militär- und Kriegerveretne hieraus besonder- auf­merksam. In allen Städten fand bet dieser Serie ein großer Andrang statt.

Eine Anzahl Schüler der hiesigen erweiterten Hand­werkerschule unternahm am Dien-tag einen Au-flug nach Marburg und besichtigte dort unter Führung eine-Lehrer- die intereffanteren Bauten.

Die Einnahme au« Stempelmarken im Großherzog, thum Hessen belief sich im Rechnungsjahre 189192 auf 1,125,182 Mk. 15 Pfg. Der Preis der einzelnen Marken bariirt zwischen 5 Psg. bi- 300 Mark.

* * Rene Briefmarken. Don jetzt ab werden bie lujem« burgifchcn Post- und Telegraphenämter neue Briefmarken mit dem Bildmffe deS Großherzog- in Vertrieb fetzen und zwar zu 12*/, Centime-, 20 Centime-, 30 Centime-, 37*/, Centimes und 50 Centime-. Bis fetzt waren nur Marken zu 10 und 25 Centimes mit dem Bilde de- neuen Herrschers im Vertrieb.

* * Rückfahrkarten 4. Klaffe. Auf den Stationen der preußischen StatSbahnen werden nach Zeitung-- Meldungen seit gestern Rückfahrkarten 4. Klaffe au-gegeben. Dieselben sind zur Hin- und Rückfahrt nur für den Tag der Ausgabe gültig, ohne daß eine Preis Ermäßigung eintritt. Mit dieser Art Fahrkarten soll der Andrang an dcn Fahr- karten-Ausgaben etwa- vermindert, auch das Publikum den mit doppelter Fahrkartenlösung verbundenen Unbequemlichteiten überhoben werden.

* * Zur Sonntagsruhe. Hinsichtlich der verschiedenen Eingaben über Regelung der Sonntagsruhe im Handels gewerbe hat die Bürgermeisterei zu Mainz die Unter­zeichner der Eingaben dahin deschieden, daß sie von einer Aenderung der am 24. Juni 1892 festgesetzten Stunden bi- auf Weiteres absehen zu sollen glaubt. Zu dieser Ent­schließung ist man durch die Erwägung veranlaßt worden, daß sich eine sehr große Anzahl Geschäftsleute aus den ver­schiedenen Geschäftskreisen gegen jede Aenderung der zur Zeit bestehenden Bestimmungen ausgesprochen hat, sowte daß die die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe regelnden Vorschriften des Reichsgesetzes vom 1. Juni 1891 wohl noch nicht lange genug in Kraft sind, um über deren Wirkung heute schon ein abschließendes Unheil fällen zu können. Zum Anderen dürfen viele Klagen, die über geschäftlichen Rückgang geführt werden, weniger in den Wirkungen bei Sonntags­ruhe, als in der allgemeinen gedrückten wirthschaftltchen Loge zu suchen sein.

** Verhaftet wurden gestern zwei auswärtige Maurer wegen Majestätsbeleidigung, zwei Handwerksburschen wegen Obdachlosigkeit und ein solcher wegen Bettelns.

" Warnung vor Geheimmitteln re. Noch einer Bekannt­machung des OrtSgesundhcitSrathes zu Karlsruhe wird ge­warnt vor: 1)Schweizer Alpenkrättterpulver", welches als Mittel gegen Unterleibsentzündung, Verstopfung, Hämorrhoiden, Bluifturz, Schlaganfälle u.f. w. empfohlen wird. 2) Antiseptischem G e fun d h c i t S e s si g. Derselbe soll ein Schutzmittel geg-n ansteck nde Krankheiten sein. 3) Ozonogenpapier. Dieses Papier soll die Eigenschaft haben, wenn angezündet, die verdorbene Lust zu verdeffern. 4) Dr. Dr e s se l s N er v e i, f l ui d. Dasselbe wird al» Heil­mittel gegen die verschiedensten Nervenkrankheiten empfohlen. Die hier angeführten Mittel bestehen aus mehr ober weniger unschädlichen Stoffen und ist der dafür festgesetzte Preis ein sehr hoher. _____________

Ein mittelrheinischer Kanarienzuchter Verband ist in Mainz in der Bildung begriffen. Vertreter der betreffenden Vereine aus Offenbach, FranksuN, Hanau, Wiesbaden :c. waren zu diesem Zwecke am Sonntag in Mainz versammelt.

-n. Saasen, 28. Februar. Hier stürzte ein junger Mann von 21 Jahren, einziger Sohn seiner Eltern, vom Gerüste. Alö er beim Mittagessen fehlte, suchte man nach ihm und fand ihn tobt in ber Scheunentenne liegen. Der Jammer ber schwergeprüften Eltern unb Großeltern ist un­beschreiblich.

§ Nieder» Ohmen, 1. März. Ein bedauerlicher Unfall ereignete sich gestern in dem hiesigen Eisenstein­bergwerk. Ein in der Grube beschäftigter Arbeiter wurde plötzlich von einer herabstürzenden Erbmasse verschüttet. Ai­man ihn von derselben befreite, befand er sich zwar noch am Leben, aber da- Blut quoll ihm au- Mund und Nase hervor. Schwer verletzt mußte er nach Hause gebracht werden.

A Ermenrod, 1. März. Ein solch große« Leichen- Befolge, wie daS, welches heute dem Sarge des hiesigen PostverwalterS i. P. Musch da« letzte Geleit gab, hat unser Ort wohl noch nie gesehen. Seit einer Reihe von Jahren pensionirt, hatte sich ber Verstorbene sowohl al- Beamter, wie als Mensch durch seine HerzenSgüte und leutfeltge Freundlichkeit stets ausgezeichnet unb einen weiten Kreis von Freunden erworben. Don allen Seiten, von Nah unb Fern waren benn auch ble Ceibtragenben herbeigeeilt, um ben