Ausgabe 
3.1.1893
 
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I Todes Anzeige. I

Tiesbetrübt machen wir Verwandten, Freunden und Bekannten I | die schmerzliche Mittheilung, daß unser lieber unvergeßlicher Sohn I I und Bruder

| Karl I

I heute Mittag 4 Uhr nach kurzem schweren Krankenlager im Alter I von 8 Jahren sanft entschlafen ist.

Gießen, 1. Januar 1893.

Im Namen der tieftrauernden Eltern und Geschwister: I

Heinrich Wenzel,

Feldwebel der 1. Compagnie des Jnf.-RgtS. Kaiser

Wilhelm (Großh. Heff. Nr. 116).

Die Beerdigung findet Dienstag den 3. Januar, Nachm. I

I 3 Uhr, von der Alten Klinik aus statt. [156 I

BörfeuwocheudericHt

tum E. WasscTMehleben, Bankgeschäft.

Fortsetzung.

Das Publikum sah die fortschreitende unaufhaltsame Entwerthung seine- Be­sitzes und unfähig, die zu Grunde liegenden wirthfchaftlichen Ursachen begreifen zu können, zog es aus allen Erscheinungen nur die Folgerung, daß eS be­trogen worden sei und gab der Börse die Schuld an einer Entwicklung der Berhält- nisse, unter der diese selbst am meisten litt. Diese Anschauung war noch ein weit stärkere- Argument gegen jede Betheiligung an CourSgeschästen al­bte Festlegung der Mittel; beide zusammm aber bewirkten, daß das effeclive Geschäft und in der Folge auch die speculatioen Umsätze immer mehr zusammen­schrumpften, so daß jetzt am Schluß des Jahres die Umsatzsteuer nicht mehr die Hälfte besten einbringt, waS sie im Jahre 1889 ergab. Sie bewirkte, daß das Emisionsgefchäft gänzlich brach gelegt wurde und die Banken nur ganz ver schwindende Gewinne auf diesem Conto erzielen konnten, und da die Provision im Bankgeschäfte schon feit geraumer Zeit minimale sind, bet der auS mangelnder Be­schäftigung aber entstehenden scharfen Concurrenz noch weiter zurückgingen, so bedingten sie recht eigentlich die Sterilität deS Bankgeschäfts, die in den diesjährigen Dividenden zum Ausdruck kommt. Man hätte denken sollen, daß eine solche Fülle ungünstiger Factoren auch in der Coursbewegung aller Gebiete zum Ausdruck kommen müsse: soweit aber die SveculaiionSeff.cien in Betracht kommen, und nur nach diesen wird die Tendenz der Börse beurtheilt, war gerade das Gegentheil der Fall, und eS zeigte sich die merkwürdige Erscheinung, daß die Coursbewegung in divergirender Linie zur wirthschaftlichen Entwicklung verlief. Vom Beginn des Jahres an gingen die Course oft sprungweise, dann wieder aufgehalten durch geringfügige Rückichläge, im Allgemeinen aber andauernd hinauf, und sie erreichten ungefähr Mitte Juni den Höhepunkt auf fast allen Gebieten. Verschiedene Factoren wirkten zusammen, um diese im vollständigen Gegensatz zur wirthschaftlichen Entwicklung stehende Coursbewegung zu Stande zu bringen; aber in der Hauptsache charakteristrt sich dieselbe als ein Versuch, das Vertrauen des Publikums durch anhaltend steigende Course wieder zu gewinnen und durch dessen Betheiligung an den Coursbewegungen das Geschäft an der Börse wieder in normale Bahnen zu leiten. Selten mag eine künstliche Be­wegung größeren Umfang angenommen haben als diese. Disconto-Commandit- Antheile stiegen 30 »/0, die übrigen leitenden Bankaktien 2025 °/o- Credit erreichten fast wieder den höchsten CourS des Jahres 1889, und selbst Montanwerlhe, deren rückgängige Conjunctur am deutlichsten erkennbar war, stiegen um mehr als 10 °/o, vereinzelt noch viel mehr. Diese ganze große Bewegung baute sich aus der Grund­lage der überaus großen Baisseengagements auf, welche die Speculation mit in das neue Jahr herüber genommen hatte, und die wohl ober übel zur Auflösung kommen mußten, alS die Dslutaregulirung in Oesterreich-Ungarn den Banken die Aussicht auf gewinnbringende Geschäfte und die Besitzer der betreffenden Actien abhielt zu den gesunkenen Coursen zu verkaufen. Diese Sachlage ist von den wenigen Speculanten, welche die Bewegung in Scene setzten, dann mit großem Geschick benutzt worden, aber der eigentliche Zweck, das Publikum wieder an die Börse zu ziehen, wurde doch nicht erreicht, und zwar auS einem sehr einfachen Grunde. Die Bewegung beschränkte sich nur auf die speculatioen Gebiete, aber das sind nicht diejenigen, an welchen das Publikum am meisten betheiligt ist. Die Efsicten, an welchen dieses sein Geld verlor, waren die Anleihen ausländischer Staaten und Jndustrieactien, meist neuere Gründungen, die es in den Zeiten der Hochconjunktur mit hohem Agio erworben hatte. Wollte man Käufer aus diesen Schichten Derart-- ziehen, so hätte man ihnen die Möglichkeit geben müssen, diesen Besitz schadlos abzu­stoßen und da die« nicht möglich war, vielmehr die Entwerthung dieser Effecten im Gegensatz zu der Hausse der Speculationsaebiete immer weitere Fortschritte machte, so verharrte da« Publikum in seiner ablehnenden Haltung und seine Abneigung wuchs, in demselben Maße, in welchem die Börse die Rücksicht auf die wirthschaftliche Ent­wicklung glaubte vergessen zu können. Daß dieS so kommen würde, war schon nach den ersten Monaten der aufsteigenden Bewegung klar, aber die Hau sie kam mit dieser Erkenntniß doch nicht zum Stillstand, denn inzwischen hatte die Bewegung Mitläufer gewonnen, der Plan einer Weltausstellung in Berlin und die daran anknüpfende Bewegung der Grundstückspreise spiegelte den Banken reiche Gewinne vor, die zu erwartende günstige Ernte machte ihren Einstuß auch auf wenig sanguinifche Gemüther geltend, und nicht zuletzt erschien die Valutaregulirung noch immer als eine Operation, die nicht nur den Banken lohnende Beschäftigung geben, sondern auch die Zurückhaltung deS Publikums durchbrechen müsse. Der Eifer, mit dem man die Course hinaufstrich, legte sich erst, alS die Clquibationen erkennen ließen, daß bie großen Baissepofitionen im Schwinben begriffen waren, unb daß unter den Nachläufern, welche jede Bewegung anzieht, sich eine Menge wenig kräftger Elemente befanden, die jederzeit auch bei geringen CourSschwankungen aus ihren Positionen herauSgeworfen werden konnten. Darauf begannen langsam unb allmältg die Realisationen, dieselben nahmen aber größeren Umsana an, alS der Ausgang der Verh ndlungen über die Daluiareguliruna keinen Zweifel mehr ließ, baß »wischen ber Finan,gruppe unb dem Finanzminister unb vielleicht in dieser selbst schwer wiegende Differenzen bestanden. Die Verhandlungen in Budapest, zu welchen auch die deutschen Finanziers zugezogm wurden, waren resultatloS derlaufen unb bie Delegirten kehrten unverrichteter Sache in ihre Heimath zurück. WaS sich bort in Lubapeft hinter ben Coulissen abgespielt hat, ist nie bekannt geworben, Thalsache ist nur, baß ber Finanzminister Weckerle roenlye Wochen später einen Vertrags­entwurf veröffentlichte, ber ohne vorherige Verständigung mit ber Rothfchildgruppe abgesaßl worden war, unb ber seinen ©tanbpunft auf bas Genaueste präcisirte.

I (Schluß folgt)

Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag ber Brühl'schc,, Druckerei (Fr. Ehr. Viel sch) in vnicfrax.