Militärpensionsgesetzen, außerdem erwarten den Reichstag wiederum mancherlei Initiativanträge. Schließlich rückt dann auch die Zeit der zweiten Lesung des „Gesetzes Heintze", sowie der Specialberathung des Etats heran, so daß der Reichstag bis zum Beginne der zweiten Lesungen der Militärvorlage und der Steuervorlagen zweifellos genügenden Arbeitsstoff zu überwältigen hat.
Berlin, 31. December. Der Abgeordnete Peter Reichensperger ist heute Abend 6 Uhr 50 Minuten gestorben.
Berlin, 31. December. Der „Vorwärts" veröffentlicht die Inhaltsangaben über angeblich hundert Quittungen aus dem Welfenfonds und bezeichnet Minister, Offiziere, Richter, Zeitungen des In« und Auslandes, Abgeordnete aller Bundesstaaten, Aerzte, Geistliche und höhere Polizeibeamte als Empfänger derselben. — Nach der „Nationalzeitung" bezeichnen Regierungskreise das im „Vorwärts" erschienene Verzeichniß der WelfenfondSquittungen als Erfindung und bemerken, Quittungen über Zahlungen aus dem Welfenfonds hätten niemals existirt.
Berlin, 31. December. Ahlwardt wurde gestern aus dem Gefängniß in Plötzensee beurlaubt.
Berlin, 31. December. Wie die „Volksztg." erfährt, werden im Frühjahr in jedem Falle, sobald die Schifffahrt eröffnet ist, sofort wieder die Cholera-Controll- Stationen in Function treten.
Hamburg, 31. December. Heute erfolgte eine Erkrankung an der Cholera.
Altona, 31. December. Neuerdings erkrankten hier vier Personen an der Cholera, von denen drei starben.
Köln, 31. December. Der „Köln. Volkztg." wird aus Saarlouis gemeldet, Bischof K o r u m von Trier richtete an die Geistlichen des Saarrevters ein Schreiben, in welchem er die katholischen Bergleute vor dem Strike und der Verführung durch die Socialdemokraten warnt.
München, 31. December. Anläßlich des Jahreswechsels verlieh der Prinzregent 99 Orden, 87 Medaillen und 100 Titelauszeichnungen. Die Verleihungen entbehren jedes politischen Beigeschmacks.
Wiesbaden, 31. December. Ueber das Wiesbadener Bade-Etablissement ist heute das Concursverfahren eröffnet worden.
Essen a. d. R., 30. December. Der „Rhein.-Westfäl. Ztg." zufolge hat das Westfälische Cokessyndicat in einer heute zu Bochum stattgehabten Versammlung beschlossen, an Stelle der bisherigen 20procentigen eine Productions" Einschränkung von 29 Procent für den Monat Januar eintreten zu laffen. Dagegen soll die Umlage von 18 auf 17 pCi. erniedrigt werden.
Saarbrücken, 31. December. Nach der „Saarbrücker Zeitung" strikten bei der gestrigen Nachmittagsschicht auf zehn Jnspectionen 5673 Mann. Heute Morgen betrug die Zahl der Strikenden im Ganzen über 15,000, mehr als die Hälfte der Belegschaft. Der Oberpräsident Nasse und das LandrathSamt in Saarbrücken ließen auf allen Gruben Poli- zei-Verordnungen anschlagen. Auf der Grube „Maybach" sanden grobe Ausschreitungen und Streitigkeiten zwischen den Strikenden und den Anfahrenden statt.
St. Johann, 31. December. Heute Nachmittag wurde der ehemalige Bergmann Marken verhaftet und nach Saar« brücken gebracht.
St. Johann a. b. S., 31. December. Eine Versammlung der Bergleute in Bildstock beschloß, den Vorstand des Rechtsschutz'Vereins zu Unterhandlungen mit der Bergbehörde zu ermächtigen. Letztere läßt sich jedoch nicht darauf ein; die Forderungen der Bergleute seien unannehmbar.
Ausland.
Dublin, 31. December. Zwei Pfund Grubenexplosiv' Pulver wurden neben dem Rathhaus gefunden. Die Aufregung ist hier groß.
Madrid, 31. December. Hier fand heute eine öffentliche Kundgebung beschäftigungsloser Arbeiter statt. Die Polizei zerstreute dieselben mit der blanken. Waffe.
Konstantinopel, 31. December. Die letzten Theilstrecken der Anatolischen Eisenbahn Polatli-Angora wurden heute für den Betrieb eröffnet, sodaß von morgen ab die ganze Eisenbahn in Betrieb sein wird.
Newyork, 31. December. Dem überfälligen Cunard- Dampfer „Umbrta" zerbrach am 23. d. M. südlich von Neufundland-Banks die Schraubenwelle. Die Maschine kam zum Stillstand und der Dampfer trieb zwölf Stunden im Sturm, worauf der Hamburgische Schraubendampfer „Bohemia" zu Hilfe kam und die „Umbrta" 75 Meilen bugsirte. Am 24. December um Mitternacht brach im Folge des Unwetters daS Schleppkabel und beide Dampfer wurden auseinandergetrieben. Nachdem die „Umbrta" drei Tage lang in südöstlicher Richtung getrieben, brach dieselbe unter Benutzung der eigenen Maschine wieder auf und fuhr mit halber Fahrgeschwindigkeit hierher weiter.
Newyork, 31. December. Der überfällige Cunarddampfer „Umbrta" ist um Mitternacht von Fire Island gemeldet worden.
Paris, 2. Januar. Gestern Nachmittag entgleiste ein Personenzug bei CastreS. Zwei Todte, 15 Verwundete.
Aus dem Verwaltungsberichtc der Großh. Bürgermeisterei Gießen.
(Fortsetzung).
Die obligatorische Fortbildungsschule war im Winter 1891/92von 335 Schülern besucht, welche wöchentlich zweimal in 11 Abend- und einer TageSklaffc unterrichtet wurden, erstere Abends von 7 bis 9 Uhr, letztere Nachmittags von 3 bis 5 Uhr. — 54 gering befähigte Schüler wurden in zwei besonderen Abendklaffen, 25 Schüler in der Tages«
klaffe unterrichtet. Der Unterricht erstreckt sich auf: Lesen, Brtefschreiben, Geschäftsaufsätze, bürgerliches Rechnen, Fläcden- und Körperberechnungen und einfache Buchführung. — Dem Berufe nach waren in der Fortbildungsschule: 216 Handwerker, 35 Kaufleute, 14 Kellner, 22 Schreiber, 29 Fabrikarbeiter, 19 Ausläufer und sonstige Arbeiter.
Die Frequenz der mit dem Localgewerbevercin verbundenen Handwerker'schule betrug insgesammt 423 Schüler, gegen-311 des Vorjahres. Davon haben in den einzelnen Schulgruppen am Unterricht Theil genommen: 1. Tagschule: im Sommer 1891 17 Schüler, im Winter 1891/92 36 Schüler. 2. Abendschule: Abtheilung I 19, Abtheilung II 21, zusammen 40 Schüler. 3. Sonntagsschule: Linearzeichnen 87, Projectionslehre 78, Darstellende Geometrie 29, Maschinenzeichnen 12, Fachzeichnen 33, Ornamentzeichnen 78 Schüler, zusammen 317 Schüler. 4. Modelliren: 13 Schüler.
Die Aliceschule für Frauen-Bildung und -Erwerb wurde im Jahre 1891/92 von zusammen 105 Schülerinnen besucht, von welchen an den einzelnen Lehrgegenständen Theil genommen haben: Anfangsunterricht 27, Maschinennähen 35, Sticken 17, Kleidermachen 29, Bügeln 22, Lehrerinnen-Cursus 3 Schülerinnen...,
An dem unter Leitung des Herrn Pfarrer Dingeldey stehenden sonntäglichen Feierabend für Lehrlinge in den Abendstunden von 6 bis 10 Uhr haben im Winter 1891/92 im Ganzen 220 Lehrlinge Theil genommen. Der stärkste Besuch an einem Abend betrug 107, der schwächste 38 Lehrlinge. Seit October 1891 ist die Bibliothek in der Regel auch jeden Mittwoch Abend geöffnet und im Ganzen von 213 Lehrlingen u. dgl. besucht worden. Die höchste Zahl der an einem Abend ausgeliehenen Bücher betrug 195, die schwächste (im Hochsommer) deren 15.
Die Zahl der in der Kleinkinderschule aufgenommenen Kinder im Alter von 2,/a bis 6 Jahren hat betragen im Sommer 1891 172 Kinder, im Winter 1891/92 205 Kinder.
Offene Armenpflege. Nach der Statistik des Armenwesens hat die für 1891/92 in ihren Wirkungen erstmals zu übersehende Neuorganisation, betr. die Ausübung der offenen Armenpflege, in doppelter Hinsicht gute Ergebnisse geliefert: einerseits sind die Aufwendungen für die offene Armenpflege — im Gegensatz zu den Vorjahren — nicht nur nicht gestiegen, vielmehr von 25 222.69 Mark in 1890/91 sogar gefallen auf 24 951.31 Mark, anderseits aber hat sich auch die Zahl der ständig Unterstützten weiter ermäßigt, so daß die neue Organisation verwirklicht hat die von ihr, neben anderen Vorzügen, erwartete Verminderung der Zahl der Unterstützten unter Erhöhung der dem Einzelnen, wirklich Hilfsbedürftigen zukommenden Unterstützung, aber ohne Steigerung des Gesammtaufwandes. Die Durchschnittszahl der in der offenen Armenpflege ständig Unterstützten betrug 189 gegen 202 im Vorjahre, davon wurden durchschnittlich 120 Personen oder Familien mit Miethe, 59 in Baar unterstützt. 42 Kinder waren auf Kosten der Armenkasse in Privatpflege, 2 Lehrlinge in geeigneten Lehrstellen untergebracht. Aus der Armenliste standen 296 Personen oder Familien, welchen danach gegen Zahlung einer jährlichen Aversional- vergütung von der Stadt an die Universitätskliniken im Betrage von 10000 Mark zunächst ein Anspruch aus freie ärztliche Behandlung, Verpflegung und Medicamente in den Universitätskliniken zusteht- davon waren untergebracht in der medicinifchen Klinik 72 Personen mit 2073, Frauen-Klinik 1 Person mit 10, chirurgisch-ophthalrnologischen Klinik 22 Personen mit 915 Verpflegungstagen. Würde der Verpflegungstag nach dem tarifmäßigen Satz von 70 Pfg. vergütet werden, so wären dafür sonach rd. 2100 Mark zu vergüten gewesen, sodaß für sonstige ärztliche Behandlung und Medicamente den 296 auf der Armenliste stehenden Personen und Familien aus dem von der Stadt im Ganzen bezahlten Aversum noch 7900 Mark erübrigen. Außer den in tie Kliniken eingewiesenen Ortsarmen mußten 67 ortsfremde, männliche Personen mit zusammen 1776 Verpflegungstagen und 12 weibliche mit zusammen 505 Verpflegungstagen — die ersteren zum größeren Theil Handwerksburschen — in die Kliniken und 41 männliche Personen mit zusammen 389 Verpflegungs- tagen behufs ambulatorischer Behandlung in die Herberge zur Heimath eingewiesen werden. Wegen Geisteskrankheit waren — bis zur Aufnahme in den Landesanstalten — zwei Personen mit zusammen 42 Tagen in den dafür bestimmten Räumen im alten Arresthaus vorübergehend untergebracht.
(Fortsetzung folgt.)
Cocales tutfc provinzielles.
Gießen, 2. Januar 1893.
K. Neues Theater. Als drittes Gastspiel des Großh. Hess. Hosschauspielers Herrn Hacker wurde die „Anna-Liese", Schauspiel in fünf Acten von Hermann Hersch gegeben. Das Drama behandelt die Liebe des Fürsten Leopold zu Anhalt-Deffau zu feiner Jugendgespielin Anna-Liese, die Tochrer des Apothekers Gottlieb Föhse. Ohne Rücksicht auf Rang und Geburt, freit er „forsch und resolut" um seine Geliebte. Durch nichts läßt sich der junge Weltenstürmer beirren: „Meine Anna-Liese heirathe ich doch!" Sein Regiment, Reisen durch die Welt und Anna Liese füllen die Wünsche seines Herzens. Die beiden ersten sollen ihm bald erfüllt werden. Er reift nach Italien, eilt dann in den in» zwischen außgebrochenen Krieg, und kehrt ruhmgekrönt nach Dessau zurück, um jetzt majorenn, seine Anna-Liese als Frau heimzuführen. Der Hof hat unterdessen nichts unversucht gelassen, um Anna Liese in ihrer Liebe wankend zu machen; aber alle Jntriguen prallen ab. Im Triumphe führt Fürst Leopold seine Braut zur Hofburg. Seine Mutter, erkennend, daß sein Wille nicht zu ändern und die Braut seiner würdig ist, hat um kaiserliche Einwilligung nachgesucht, und führt ihm jetzt die Anna-Liese als Braut in die Arme. Die Hochzeit 1 findet sofort statt. — Das Drama hat keine eigentlich
dramatisch sich entwickelnde Handlung. Es wird zu viel erzählt und gelesen. Wir sehen eine liebliche Gruppe vorr kleinen Genrebildchen, die als Staffage zu einem Hauptge- mätoe dienen. Auch hat das Stück so viele humoristische Passagen, daß es eher als Lustspiel denn als Schauspiel zu bezeichnen wäre. In diesem Sinne wurden die Rollen auch ersaßt und wiedergegeben. Hersch hat für die Schauspieler recht dankbare Rollen geschaffen, und alle seine Personen so gestaltet, daß sie uns anziehen muffen. Das Gesammtspiel war, bis auf eine kleine Ausnahme, durch die gute Regie des Herrn Martiensen sehr gut durchgeführt. Die Leistungen einzelner Schauspieler waren wahre Cabinetstücke feinster Detailmalerei. Hier dürfen wir neben Herrn Hacker Herrn Martiensen und Herrn Halpern erwähnen. Herr Hacker, beim Auftreten mit stürmischem Jubel begrüßt, wußte der Gestalt des Fürsten Leopold so viele Schönheiten, eine solche Fülle von jugendlicher Straft, anziehender ritterlicher Männlichkeit, wahrer Menschlichkeit und Liebe zu verleihen, daß er die Zuhörer begeisterte. Wir hätten die Rolle nicht anders aufgefaßt und auSgeführt sehen mögen. Herr Martiensen spielte den Gouverneur in^Figur, Haltung, Bewegung und Sprache mufter und meisterhaft. Die Rolle war bis in die feinsten Einzelheiten trefflich auS- gearbeitet. Herr Halpern brachte den devoten, gottesfürchtigen Apotheker und zärtlichen Vater trefflich charaktcrisirt zur Darstellung. Seine Sprache und Haltung, feine Bewegungen waren vollkommen der Situation angepaßt und verfehlten nicht ihre Wirkung. Auch Herr Rupp faßte feine Rolle richtig auf. Die Titelrolle lag in den Händen von Frau Director Reiners. DaS naive, neckische, muth- willige, Leopold von Herzen liebende Mädchen fand in ihr eine tüchtige Vertreterin. Auch im vierten Acte wurde ihr Spiel, als sie fast weinend Abschied von dem Glücke ihres Lebens nimmt, durch großen Beifall und hervorgerufen nach Scenenschluß gelohnt. Frau Copp 6 hätte daö Wechselspiel mit Herrn Martiensen im fünften Acte anziehender gestalten können. — Das Haus war leider nur mäßig besetzt. Hoffen wir, daß das Publikum der Direction, die alles thut, um den Wünschen der Theaterbesucher gerecht zu werden und wirklich genußreiche Abende schafft, durch regeren Besuch die Anerkennung nicht versagt.
— Neues Theater. DaS morgige Gastspiel des Großh. Hess. Hofschauspielers Herrn Georg Hacker bietet ein ganz besonderes Interesse. Es ist das erste Mal, daß der SHlnftler in einer modernen Lustspielrolle vor das hiesige Publikum tritt und die überschäumcnde Lebenslust und gesunde Froh- natur, die seinen gestrigen Deffauer erfüllte, läßt von feinem Erich von Felsen in der schmucken Dragoner-Uniform eine Lustspielfigur von bezwingender Liebenswürdigkeit erwarten. Wir wollen darum einen wiederholten Hinweis auf die Vorstellung nicht unterlassen, zumal auch das Stück zu den an- muthigsten und heitersten der SchönthaN'Kadelburg'schen Muse gehört.
— Brand. Ein gestern früh 8/t8 Uhr in einem Neben Hause am Ludwigsplatz ausgebrochener Zimmerbrand konnte noch rechtzeitig gelöscht werden, ehe er größeren Schaden anrichtete.
— Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 31. December den Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Langen Ludwig Hechler zum Amtsrichter bei dem Amtsgerichte Vilbel mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an; an demselben Tage den Amtmann Friedrich von Hahn zu Friedberg zum Amtmann bei dem Kreisamte Darmstadt, und den RegierungSaffeffor Karl Süffert aus^Gießen zum Amtmann bei dem Kreisamte Friedberg, beide mit Wirkung vom 1. Januar 1893 an, — zu ernennen.
— Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 23. December den in der Fabrik B. Schotts Söhne, Musikalienverlag in Mainz, beschäftigten Arbeitern Franz Weiß und Jakob S ch n e i b er, sowie der Arbeiterin Barbara Schwank, sämmtlich zu Mainz, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" zu verleihen.
— Die Neujahrsplagen der Postbeamten werden folgendermaßen besungen:
Neujahr mit Den Postausträgen, Mit Rechnungs- und Mahnbriefsegen, Postkarten und Dreipsenntg-Briesen, Mit solchen, die von MoschuS triefen. — In allen Formen, eckig, rund, — Einförmig weiß und oft auch bunt, Mit Monogrammen, Pserdeköpsen, Mit Schwalben. Möpsen, Blumentöpfen. Don starker und von zarter Hand Schriftzüge manchmal elegant — Auch manchml „A la Hammerschaft", Für Graphologen schleierhaft.
Verwendet werden alle Tinten, — Mancher schreibt die Adresse hinten, Mancher geht systematisch lotz, Nimmt einen Zettel ziemlich groß — Und schreibt Adressen auf und Warnen, Die längst aus dem Gedächtniß kamen. ES wird gar mancher Brief geschrieben, Der besser wäre unterblieben, So manche Karte wird gesendet, Die gar nicht werth, daß man sie wendet. Indessen, es ist mal so Brauch, — Die thun's, gut, wir thun eS auch! Krumm schleppt sich säst der Kaftenleerer, Die Tasche wird allstündlich schwerer, Bis endlich man sich durchgerungen, Wie stets, wird auch der Sturm bezwungen. — Briefträger laufen schwer beleben In Keller, Beletagen, Leden — Und ist ein Name zweifelhaft, Wird polizeilich Natb geschaftt, — Die Post schreckt nicht des Ungewiße, Sie kennt je keine Hindernisse.
M. Herbstem, 31. December. Ein bedauerlicher Unglücks fall ereignete sich heute in dem nahe gelegenen Stockhausen. Der Landwirth Renker war mit dem AuSputzen


