städtischer Beamter zu sehr in Anspruch genommen sei. AlS erster Hauptmann wurde darauf der langjährige zweite Hauptmann Herr Grün mit großer Majorität gewählt, als zweiter Hauptmann der frühere Rechner Herr Gail, als Rechner Herr R. Peterm ann, als Schriftführer Herr Fr. Traxel, als Oberspritzenmeifter Herr Schwan, als Zeugwart Herr Bourgeois. Als Beisitzer wurden die Herren Stadlrath L. Petri II., Schneider und Weinert gewählt. Zu Obleuten der verschiedenen Geräthe wurden gewählt die Herren Wiegandt, Neuling, Faber, König, Nagel, Dickors und Friedrich, als deren Stellvertreter die Herren Wack, Schmitz, Jaskowski, Walrher, Bourgeois, Bender und Dechert. Die Bekanntmachung deS Schreibens der Stadt Gießen, betreffend Unterstützung von im Dienste verunglückten Feuerwehrleuten, enthielt u. a. die Mittheilung, daß die Stadt es als Ehrenpflicht ansieht, jedem im Dienste verunglückten Feuerwehrmanne eine volle Entschädigung zu Theil werden zu lassen. Betreffs der Berwerthuug der BrandhilsSgelder wurde beschloffen, daß die Gelder, welche für Brandhilfe nach auSwärtS gezahlt werden, immer unter die Betheiligten vertheilt werden sollen.
*♦ Die auf gestern Abend anberaumte Volksversammlung im Cas6 Leib »ar* ziemlich gut besucht, zum größten Thetlc von im Arbeits- oder Dienstverhältniß stehenden Personen. Ueber daS als Tagesordnung gestellte Thema: „Die Bedeutung des 1. Mai für daS arbeitende Volk" referirte Herr Stadtverordneter C. Orbig von hier. In seinen Ausführungen bemerkte der Redner, daß daS Ideal, Zweck und Ziel des 1. Mai der Steg der auf dem Internationalen Eongreß zu Paris 1889 gestellten Forderungen sei, welche alS Grundlage den achtstündigen NormalarbeitStag im Vereine mit einer wirksamen Arbeiterschutzgesetzgebung als unabwendbare Nothwendigkeit betrachten. Herr Orbig schloß seine mit Beifall ausgenommene Rede mit einem Hoch auf die internationale Socialdemokratie. Sonstige Reden wurden nicht gehalten, nur gab vor Schluß der Versammlung einer der Anwesenden seiner Entrüstung darüber Ausdruck, daß das sonst nur von Kindern beliebte Abreißen der Plakate diesmal von einem hiesigen Geschästsmanne besorgt worden sei.
** Die Wiedereinführung der Bahnsteigsperre wird nur als ein Vorbote für die Einführung einer anderweitigen Eontrole der Fahrkarten angesehen. ES soll in der Absicht der preußischen Eisenbahnverwaltung liegen, den Schaffnern die Eontrole der Fahrkarten abzunehmen und dieselbe den an den Ab- und Zugängen zu den Bahnsteigen aufgestellten Beamten zu übertragen.
♦* Markte in der Provinz Oberhesten und Umgebung im Mai 1893. 3. Schlitz Biehmarkt, Schotten Diehmarkl, Wetzlar Viehmarkt- 4. Nieder-Gemünden Vieh- und Krämermarkt, Altenstadt Vieh-und Krämermarkt, Grün- berg Vieh und Krämermarkt, Hanau Viehmarkt, Kirchberg Vieh- und Krämermarkt, Biedenkopf Vieh- und Krämermarkt- 7. Alsfeld Viehmarkt, Langsdorf Vieh- und Krämermarkt, Gladenbach Vieh- und Krämcrmarkt, Herborn Vieh- und Krämermarkt, 9. Nidda Schweinemarkt, Ranstadt Vieh-und Krämermarkt, Gießen 2 Tage Vieh- und Krämermarkt, Gelnhausen Viehmarkt, Schlüchtern Viehmarkt- 10. Grebenau Viehmarkt, Nidda Vtehmarkt- 15. Darmstadt 3 Tage Pferde- und Fohlenmarkt, Hungen Vieh und Krämermarkt, Lauterbach Viehmarkt - 16. D a r m st a d t Viehmarkt, Herchenhain Dieh- markt, Fulda Vieh- und Krämermarkt, Hanau Viehmarkt, Braunfels Vieh-und Krämermarkt - 17. Homberg a. d. Ohm Vieh- und Krämermarkt, Friedberg Vieh- und Krämermarkt, Herchenhain Viehmarkt, Wetter Vieh- und Krämermarkt - 18. Butzbach Vieh- und Krämermarkt, Marburg Vieh- und Schweinemarkt, Kirchberg Vieh- und Krämermarkt, Dillenburg Vieh- und Krämermarkt- 23. Alsfeld Vieh- und Krämermarkt, Bleichenbach Vieh- und Krämermarkt, Ober-Roöbach Vieh- und Krämermarkt, Rodheim v. d. H. Vieh- und Krämermarkt, Grünberg Vieh- und Krämermarkt, Lich Vieh- und Krämermarkt, Herbstein Vieh- und Krämermarkt- 25. Babenhausen Viehmarkt, Fulda Viehmarkt, Leun Vieh- und Krämermarkt, Hanau 8 Tage Messe, Herborn Vieh- und Krämermarkt- 30. Darmstadt Viehmarkt, Lang-Göns Vieh- und Krämermarkt, Schlüchtern Vichmarkt, Biedenkopf Dieh- markt, Usingen Vieh- und Krämermarkt.
** Neue Art von Ünsal! - Versicherung. Die Baseler Lebensversicherungs-Gesellschaft hat am Hauptbahnhof zu Frankfurt a. M. vier Automaten aufgestellt. Jeder dieser Apparate gibt gegen Einwerfen eines Zehnpfennigstückes ein numcrirteS und datirteS Ticket ab, gültig bis Mittag des nächstfolgenden TageS, womit die Gesellschaft dem durch einen Eisenbahn- oder Dampsschiff-Unfall betroffenen und verletzten Reisenden eine Entschädigung gewährt, die je nach der Schwere das Falles bis zu 5000 Mk. betragen kann. Reisende der 1., 2. und 3. Klaffe können bis zu 4, 3 und 2 Tickets lösen, bei entsprechender Vervielfältigung der Entschädigungssumme.
** Die Versammlung mittelrheinifcher Aerzte findet am Pfingst-Dienftag, 23. Mai, in Kreuznach statt.
** Offene Stellen für Militaranwarter. Im Bezirk der Großh. Hessischen (25.) Division. 2 Schaffner bei der Bau- und Betriebsverwaltung für hessische Nebenbahnen im Privatbetrieb in Darmstadt für Finthen, je 764 Mk. 40 Pf. Gehalt und 60 Mk. WohnungSgeldzuschuß. Schaffner bei der Bau- und Betriebsverwaltung für hessische Nebenbahnen im Privatbetrieb in Darmstadt für Griesheim, 764 Mk. 40 Pf. Gehalt und 60 Mk. WohnungSgeldzuschuß. Bahnwärterposten bei der Specialdirection der hessischen Ludwigs - Eisenbahngesellschaft zu Mainz für Hetzbach i. O., 640 Mk. Gehalt und ca. 11 Mk. Vergütung für Nachtdienst jährlich.
Cnetfborn, 1. Mai. Daß nicht nur Bäche und Flüsse in Folge der anhaltenden Trockenheit in ihrem Wafferstande auf ein Minimum gekommen, welches sie seit Jahren nicht erreicht, sondern auch die meisten Quellen anfangen, in ihrem
Abfluß nachzulaffen, ist in manchen Orten für die Behörden Veranlassung geworden, durch Hinzuziehung reichlicher Quellen für die Zukunft dieser Waffercalamität abzuhelfen. So hat auch die Stadt Gießen durch Sachverständige Erhebungen darüber anftellen laffen, unter welchen Umständen und mit welchem Kostenaufwand eS möglich ist, die nahe bei unserem Dorfe in großer Zahl sprudelnden Quellen zu faffen, um sie geeigneten Falles für ihren Wasserbedarf käuflich zu erwerben. Die hiesigen Quellen haben anerkannt vorzügliches Daffer, vermindern ihre Ergiebigkeit, auch bei der größten Trocken- heit, nie und geben eine so große Waffermaffe ab, daß eine Stadt wie Gießen auf unabsehbare Zeiten reichlich mit bestem Quellwaffer versorgt sein könnte.
F. Friedberg i. d. W., 30. April. Ein vergnügliches Zusammentreffen von Namen gab uns dieser Tage Stoff zu einer heiteren Viertelstunde. Wir saßen bei einem Glase Bier als ein Postillon vorüberfuhr. Denkt Euch, bemerkte einer aus der Gesellschaft, der Postillon heißt „Alles" und sein College, der mit ihm abwechselt, heißt „Umsonst". DaS ist ganz hübsch, antwortete einer von drei Leuten, welche an dem gegenüberstehenden Tische saßen, aber bei unS geht eS doch noch bester, denn der da heißt: Fröhlich, der andere heißt Wohlg/muth und ich heiße Willwohl. Die Vorstellung der drei Männer erregte Heiterkeit, was den einen anspornte, in gutem oberhessischem Deutsch zu erzählen: Vorm Jahr war ich im VogelSberge, kam nach Schlechten- wegen, dann nach BöSgesäß und zuletzt nach MetzloSgehag und weil ich mich darüber lustig machte, „kroog" ich richtig eine Tracht Prügel in MetzloSgehag. Darauf antwortete einer der Herren: So schlimm ist cS mir nicht ergangen, als ich irn Frühjahre 1866 beim Schloßappel in Darmstadt einer Vorstellung von Herren beiwohnte- eS wurde bemerkt: Hier Herr Hippenstiel, hier Herr Pfannstiel! Der Ange kommene hielt d:es für einen losen Scherz, wurde böse und ries: Meinetwegen auch Löffelstiel, utzen lasse ich mich nicht — drehte sich auf dem Absätze herum und ging davon. Die Namen existiren in Hessen und die Herren, denen das kleine Qui pro quo passirte, leben heute noch.
-e. Neu - Ulrichstein, 1. Mm. Monatsbericht der Arbeiter-Colonic pro April 1893. Ende April 1893 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 56 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- Herzogtum Hessen 13, Regierungsbezirk Kassel 7, Regierungsbezirk Wiesbaden 3. Königreich Preußen: Provinz Rhein- lande 4, Provinz Westfalen 2, Provinz Hannover 1, Pro- vinz Sachsen 3, Prövinz Schlesien 2, Provinz Posen 1, Provinz Pommern 1, Provinz Ost- und Westpreußen 2, Königreich Bayern 3, Königreich Württemberg 1, Königreich Sachsen 4. Thüringische Staaten 4. Großherzogthum Mccklenburg'Schwerin 1, Herzogtum Braunschweig 1. AuS- land: Böhmen 1, Oesterreich 1, Schweiz 1. Hiervon waren: Arbeiter 18, Bäcker 1, Barbier 1, Commis 1, Färber 1, Gärtner 3 , Goldarbeiter 1, Heilgehilfe 1 , Kaufleute 6 , Kellner 2, Knechte 2, Kutscher 1, Maurer 2, Schlosser 1, Schmiede 1, Schneider 4, Schreiber 4, Schreiner 1, Schriftsetzer 1, Schuhmacher 1, Schweitzer 1, Weber 1, Zimmermann 1. Im Monat April wurden entlassen 37 Mann, und zwar in Stellung durch die Colonie 3, in Stellung durch eigenes Bemühen 1, wegen schlechten Betragens 2, in die Familie zurück 1, auf eigenen Wunsch 27, Contract- bruch 3. Verpflegungstage im April 1893: 2063. Gear' beitet wurde an 1724 Tagen, hierunter 380 Tage für fremde Rechnung. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 2198, dagegen abgegangen im Ganzen 2142 Mann, bleibt Bestand am 1. Mai 1893 56 Mann. Abgewiesen wurden im Monat April 4 Mann.
□ Aus dem Vogelsberg. 1. Mai. Die gegenwärtige Trockenung nimmt nachgerade einen Character an, der besonders in landwirthschastlichen Kreisen zu den schlimmsten Befürchtungen Veranlassung gibt. Mit jedem Tage treten die nachtheiligen Folgen der Trockenung mehr in die Erscheinung. Der GraöwuchS auf den Banketten der Straßen ist vollständig verbrannt, die Berg- und überhaupt alle trockenen Wiesen sehen hoffnungsloser jetzt aus, wie sonst unmittelbar nach dem Wtnter. Der Klee wächst überhaupt nicht. Dazu ist der Futtermangel, aus den vorjährigen sehr schlechten Futterergebniffen herrührend, ungemein stark fühlbar und wird cs jeden Tag umsomehr, je weiter sich die Aussichten auf Ersatz durch Grünfutter verringern. Für viele kleine Landwirthe ist die gegenwärtige Lage mit ihrer trostlosen Aussicht geradezu eine Calamität. Auch für die Wintersaat, die biS jetzt wohl noch einen recht guten Stand zeigt, machen sich die Folgen der Trockenung bemerkbar. Das Korn ist am Aufschießen und ist in dieser Periode deS Regens dringend bedürftig. Die Sommersaat, Hafer und Gerste, aber vermag nur schlecht oder gar nicht aufzugehen, weil dem Erdreich jede Feuchtigkeit abgeht. Auf vielen Aeckern muß eine wiederholte Aussaat vorgenommen werden. DaS Gleiche muß mit den Sämereien anf vielen Gärten geschehen. Hier hat vielfach neben der Trockenung Ungeziefer nicht ein Pflänzchen zum Vorschein kommen lassen. Auch für die so überaus reich blühenden Obstbäume ist bei weiterem Dauern der jetzigen Wetterlage' der größte Schaden unausbleiblich. Schon jetzt fallen die jungen Fruchtknoten massenweise ab.
Darmstadt, 1. Mai. Ein Fahrbediensteter deS Speditionsgeschäftes Hegendörfer dahier, Re icho l d von Ober>Ramstadt, gerieth am SarnStag beim Lagerhaus der Hessischen LudwigS- bahn zwischen sein mit Backsteinen beladenes Rollfuhrwerk und einen Eisenbahnwagen. Der Unglückliche, dem die Brust zerquetscht wurde, war sofort tobt. Ueber die Ursache deS Unfalls meldet der Polizeibericht: Reichold fuhr die Blumen- thalstraße entlang und ist dessen Wagen durch das Nicht- functionieren des Rungenstocks nach links gegangen, und da cS dem Verunglückten nicht gelungen ist, den Wagen nach rechts zu birfgieren, so ist er bis dicht an den Effenbahnwagen heran gerathen und durch daS Wetterfahren feines Wagens erdrückt worden.
Lauge», 29. April. Hier sind schon circa eine Millimr Maikäfer eingesammelt und vernichtet worden. Man kam, sich hiernach einen Begriff von der Menge dieses Ungeziefers machen.
Reinheit», 29. April. Gestern Abend gegen 7 Uhr verlor der in den 30nr Jahren stehende Wirth Johannes TrinkauS zu Nieder-Kainsbach aus recht tragische Weise fein Leben. TrinkauS baute neben seiner an der Landstraße von Skieder SainSbach gelegenen Wirthfchaft einen Tanzsaal und befand sich zur angegebenen Zeit unter dem frisch gr1 (egten Gebälk, als dasselbe herunterbrach und ihn erfchlug- derselbe war sofort eine Leiche.
Mainz. 29. April. Sm 1. Mai kommen wieder bte Zinsen deS Vermächtnisses der Freifrau von Eberftein, der sog. Rosenbrautstiftung, zur vertheilung. Die Stiftung beläuft sich auf 20,571,43 Mk. und betragen die Zinsen 1028,57 Mk., welche durch eine tenamentari'ch festgesetzte Eommission, welcher auch der jeweilige Bürgermeister der Stadt Mainz und der Bischof der Diözese Mainz angeboren, an ein tugendhaftes, feine Eltern unterstützendes Mädchen zur Vertheilung kommen, doch in der Weise, daß daS Mädchen 857,14 Mk. erhält, während der Rest im Betrag von 171,43 Mk. für ein ebenfalls testamentarisch angeordnetes Festmahl bestimmt sind, welchem außer der Rofenbraut auch die gelammten CommisfionSmttglieder beizuwohnen haben. Die kürzlich zusammengetretene Commission hat nun nach langer Berathung — zur engeren Wahl lagen zwei Candidatinnen vor — bestimmt, daß die Zinsen der Rosenbrautstiftung diesmal dem am 13. März 1852 geborenen Fräulein Marie Louise Weichmann, Tochter befl vor einigen Monaten verstorbenen Kammmachers Weichmann, überwiesen werben sollen. DaS Mädchen ist Kleibermacherin und bat dasse.de seine ganze Jugend und seinen ganzen Verdienst seinen stet- kranken Eltern geopfert. DaS Mädchen ist würdig, die Stiftung zu empfangen. _________________
• Aluminiumkugel» für Wachtposten Die Gewehr- prüfungscommission zu Ruhleben bei Spandau stellt gegenwärtig Schießversuche an mit Gewehrgc schossen a u8 Aluminium. Hiermit sollen künftig die militärischen Wachtposten ausgerüstet werden, weil diese Kugeln von weit geringerer Durchschlagskraft sind und diese Munition eine viel kürzere Tragfähigkeit besitzt als die übrige Munition unseres Infanterie- gewehres.
* Newyork, 29. April. In der Nähe von Ensala in Alabama hat ein auS zweihundert Männern bestehender Hause, darunter ein Drittel Weiße, vorige Nacht einen Neger bei lebendigem Leibe verbrannt. Der Materialist Jefferson Burnet, an der Grenze ton Clay und Quitman County wohnhaft, war gestern Nachmittag tödtlich verletzt in seinem Laden gefunden worden und er konnte nur noch mittheilen, daß ein unbekannter Neger die Ladenkaffe geplündert und ihn niedergeschossen habe. Burnet verschied und die Nachbarn machten mit Bluthunden Jagd auf den schwarzen. Nahe der Grenze fingen sie ihn, warfen ihn gefesselt über ein Pferd und brachten ihn nach BurnetS Laden. Dort gc- stand er die That ein, verweigerte aber die Angabe seines NamenS. Er käme auS Florida und wollte nach önfula, Arbeit suchen. Hieraus band man ihn an einen abgestorbenen Baumstumpf vor dem Laden. Die Neger und schwarzen Weiber holten Reisig herbei, der Schwarze wurde mit Petroleum begossen und dann der Scheiterhaufen in Brand geneckt. Im Nu war der Mörder von einer 20 Fuß hohen Flammensäule umgeben, und während er ein entsetzliches Schmerzens- geschrei auSstieß, tanzte ter Haufen um den Brandplatz. Mehrer- Mal, nachdem feine Fesseln gerissen, versuchte der Schwarze sich zu retten, aber immer wieder warfen ihn feine Peiniger auf den Scheiterhaufen zurück und „als er es gar zu toll trieb", da schossen sie ihn nieder Erft eine viertel Stunde später verstummte daS Gestöhn deS Unglütlidicn, aber daS Feuer wurde aufrecht erhalten, bis nur noch ein Aschenhaufen übrig war, und bann zerstreute sich der vom Dranntweingenuß trunkene Haufen.
♦ Chicago, 25. April. DaS Riesengebäude ?eS „Troeadero" ist soeben abgebrannt. Man zählt vier Tobte und mehrere Verwundete. Der „Trocabero", ein Etablissement nach Art deS Ronacher - Theaters, sollte übermorgen eröffnet werden. Fri. Rik.tta war als erste Sängerin geworben. — Seit zwei Wochen herrschen hier beständig Orkane und Schneestürmc. - Die AuS- stellung ist noch unfertig, dennoch wird die Eröffnung am 1. Mai vorgenommen werden. ==^== " 1 ===== ■" -
Derfe^r, Land- rind voUswirth-chafl.
•Ute*, 2. Mat Marktbericht. Huf bem bärtigen Wochenmarkt kostete: Butter pr- W X l.Ofr-UO, tttnerdre per Stück 5-6 4, 2 Stück - 4, stäfe pr. St 5—10 X stäsematte pr. 6t. 8 X Erbsen Pt. Ater 18 X Anim Pt. Ater 324. £«ubai pr. Baar X 0,60- 0.90, Hühner pr. Stück X 0,90—1 20, /C*£nrn pr. St X 1,10—1,70, Enten pr. 6t X 1,60 bi* IM, Ochsenfleisch pt. Bst> 68-72 4- Kuh, und Rindfleisch pr. Md. 60-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kalbfleisch pr. «b. 50-56 4. Hammelfleisch pr. Pfd. 40-70 4, Kartoffeln pr JOO Kilo 4,00 X,
Weißkraut pt. Stück 5-12 4, .Rmtdxlr pr- ttentner Milch pr. etter 12-18 4, Enteneier pr. St. 6—7 4 W°fcdrr !0—12_4^ frtentfnrter Markt. Die Preise für ausländische Gemüse sind thcilweise recht erheblich herunicrgeaangen. Vutrcn kosten 50 bi« 60 W ba« Stück, Zuckerfchoten 7Ö tfj., ®Wtefet Kartoffeln 9 Psg, neue 13 Psz. da« Pfund.
60 Pia- Häupterialat 12 Pia., Blumenkohl 40 M«'00 Vfl .
20 Vig- ba« Stück, Petersilie 150 ML, grillre Bohnen 1 20 3W tzrdsen 60 bi« 70 Psg. ba« P^d. - Die^MAen fte^t wie folgt hn Preise: stochävfel 15 bi« 18 Wfl, ®
»raureinetten 18 bi« 20 Kock^na, 25 W. <***">" 50 Big., französische blaube Iraubm die Kilo stifte 4 Mk., französische Kirschen die stUo-stifte 1.80 Ito
— Wir haben gegen Mitte vorigen Monat« berichtet, daß die Fabrik lanbn>htbkbaitlt$<r Maschinen von PH. Maosarth * »o. inFrankiurt a. M- von einem Brandunglück betroffen wurde.


