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1893
Dienstag den 2. Mai
Rr. 102. SwetteS Blatt.
Gießener Anzeiger
Kmerat-Mnzeiger.
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«edaction, «n>«bHw« und Druckerei:
8'rerl eijähriger JHeeae*<xtHiTCto i 2 Wart 20 Psg. ort» Bringerloh«. Durch die Post bt^agei 2 Mark 50 W
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«Mo<( Mitti« »scheint täglich.
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Amts« unb Anzeigeblatt für den Nrei» Gietzen.
| chratisbeikage: chießener Kamilienökatter.
Haus oder ktn odkr zwei Etagen, di- Zimmer mehr äu schlichen, werden im Durchschnitt solg.nde Mie.hdpreise
Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Au»landr» nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen.
Annahm e von Anzeigen zu der Nachmittag» für den fügenden Da, erscheinenden Nummer di» »orm. 10 Uhr
alles Andere Nebensache.
Und da sollte man noch eine Wohnungsnoth wahrend der Weltausstellung befürchten? Viel eher eine Miethernolh, würde man glauben. Vielleicht, vielleicht auch nicht, viel wahrscheinlicher ist aber doch daS Erstere, denn alle die möb- lirten Zimmer, die jetzt zu vermiethen sind, werden nicht ge« nügen, um die große Zahl der Besucher zu beherbergen, die sich voraussichtlich zur Weltausstellung einfinden werden. Daß so viele möblirte Zimmer hier plötzlich zu haben sind, ist leicht erklärlich: man rüstet sich bereits für den Empfang von Fremden und sucht jeden verfügbaren Raum zu verwerthen. Das erhellt auch aus der großen Anzahl der kleinen Hotels, die jetzt in allen Stadtgegenden, besonders aber in der Nähe des Weltausstellungsplatzes, cmporschießen. Wer über ein wenig Unternehmungsgeist versügt, der miethet ein leerstehendes
oder weniger gut möbliren, hängt dann ein Schild heraus mit dem stolzen Wort „Hotel", schraubt mit jedem Tage die Miethpreise etwas höher und wartet dann vergnügt und guter Dinge auf die kommenden Ereignisie und Menschen.
Nach meiner Ankunft Hierselbst unternahm tch eine kleine Wanderung durch einige dieser neugebackenen „Hotels", in der Hoffnung, zu annehmbaren Preisen ein paffendes Quartier für die Dauer der Weltausstellung zu erhalten und das Ende meiner Qdyffee war, daß ich es vorzog, mich in einem Hause einzuquartieren, das auf den Titel eines „Hotels" keinen Anspruch machte. Bis zum 1. Mai waren alle Hoteliers bereit, mich zu gewöhnlichen oder nur wenig gesteigerten Raten zu verköstigen oder zu beherbergen, aber von der Zeit an, wo alle Knospen springen, wollten sich die menschenfreundlichen Gastwirthe auf keine Bedingungen einlaffen, da sie es nicht mit ihrem Gewissen hätten verantworten können, mich später nicht „steigern" zu dürfen. Wie das Wandern des Müllers Lust ist, so scheint die des Hausbesitzers das Steigern zu sein, namentlich wenn diese Gattung von Philantropen weiß, daß eine Weltausstellung in der Nähe ist. Im Laufe der letzten zwölf Monate sind die Bewohner Chicagos, welche zu der unglücklichen Klasse der Miether zählen, bereits zweimal „gesteigert" worden, wie mir alle Bekannten übereinstimmend berichteten, und je näher der Zeitpunkt der Eröffnung der Weltausstellung heranrückt, desto schlimmere Symptome des Steigerungsfiebers sollen bei den „Landlords" wahrzunehmen sein. „Wenn das so fortgeht," klagte eines der Opfer landlordlicher Willkür, „dann werden die Bewohner Chicagos ausziehen, sobald die Fremden einziehen." „Oder wir trösten uns damit," fügte ein Anderer hinzu, „daß wir hier bleiben und die Fremden nicht nur einziehen laffen, sondern sie auch ausziehen."
Die Ausstellungsbehörden suchen die Furcht von Welt- ausstellungsbesuchern vor Ausbeutung dadurch zu beseitigen, daß sie behaupten, die Concurrenz unter den Vermiethern werde eine so große und scharfe sein, daß die Fremden noch verhältnißmäßig sehr billig wegkommen werden. Es wird auch auf die Menge der Neubauten in der Nähe des Jackson Park hingewiesen, die alle nur zu dem Zwecke errichtet werden, um den erwarteten Besuchern Hotel - Accomodation zu verschaffen- bis zur Zeit der Eröffnung der Ausstellung werde Chicago im Stande sein, täglich mindestens 300,000 Gäste bequem unterzubringen. Um es diesen zu ermöglichen, sich bei Zeiten ein passendes Quartier zu sichern, haben die Ausstellungsbehörden ein Quartiernachweisungsbureau, das „Bureau of Public Comfort", eingerichtet. . Dieses Bureau hat zu Beginn des Jahres an alle Leute, die möblirte Zimmer zu ver- miethen haben, Circulare ausgeschickt mit dem Ersuchen, ihm soweit als es möglich die Preise bekannt zu geben, welche für die Zimmer verlangt werden. Aus den erhaltenen Antworten
Feuilleton.
Die Weltausstellung in Chicago. «a-»it»-r--n in Bfjicago. — möblirte zimmer ,I> «ermieihen. — Allerlei Hotels. — Miether- oder Wohnungsnoth — Haus- besther leiden am Steigeruugsfieber. — Reiche Leute aus der
Quartiersuche.
AuS der Schulzeit wird man sich noch des intereffanten Mannes erinnern, der nach einer holländischen Stadt kam und auf alle seine Fragen, da er der Landessprache unkundig mar, die Antwort „Kannitverstan" erhielt, was er sich dann in seiner philosophischen Einfalt so zurechtlegte, als spräche Jedermann nur von einem Manne Namens Kannitverstan. Käme dieser Philosoph oder einer seiner Geistesverwandten heute nach Chicago, er müßte zu der Schlußfolgerung gelangen, daß das Interesse der ganzen Bevölkerung an den Worten „Furnished Rooms" hängt. Wohin er auch blickte, diese ominösen Worte würden ihm überall entgegenstarren. Allerwegen begegnet man ihnen- selbst in den feinsten Stadt- theilen kann man ihnen nicht ausweichen. Bald sieht man sie in bescheidener Handschrift, eigenhändig geschrieben von der sinnig zu Hause waltenden, aber auf Miether gar ängstlich lauernden Hausfrau oder von deren dienender Maid, die ■ wahrscheinlich germanischen Ursprungs ist, weil sie das Wort „Furnished" als „Für Nischt" schrieb- bald erblickt man sie in gothischen, bald in lateinischen Lettern- bald oben, bald unten, meistentheils in allen Stockwerken- am häufigsten aber in riesengroßen Buchstaben, die man schon zwei Meilen vorher, ohne Benutzung eines Fernglases sehen kann. Der- wundert fragt sich der Fremde, wo die Chicagoer denn selbst wohnen, wenn sie so viele möblirte Zimmer zu vermiethen haben. Es scheint, als sei die ganze Stadt lediglich von Leuten bevölkert, die auf Miether angeln, als sei das Vermiethen von möblirten Zimmern daS Hauptgeschäft hier und
für möblirte Zimmer (ohne Kost) per Tag berechnet werden: Ein Zimmer, ein Bett, eine Person Doll. 1.35- Doppelzimmer, Doppelbett, eine Person Doll. 2.12; zwei Personen
Doll. 2.70- Zimmer mit zwei Doppelbetten, zwei Personen
Doll. 3.50 - Zimmer mit zwei Doppelbetten, drei Personen
Doll. 4.15 - Zimmer mit zwei Doppelbetten, vier Personen
Doll. 5.50. Diese Preise würden allerdings nicht zu hoch fein, zieht man in Betracht, daß sie sich nur auf den Aufenthalt von einigen Tagen beziehen. Wer sich zur Weltausstellung rüstet und noch Näheres über die Bedingungen erfahren will, der richte eine Zuschrift an das „Bureau of Public Comfort, Rand-McNally Building" und er wird bereit- willigst Auskunft erhalten, falls er es nicht vorzieht, auf eigene Faust Zimmerforschungsreisen zu unternehmen, wobei er am Ende vielleicht noch besser fortkommen kann.
Wer höhere Ansprüche macht und ein ganzes Haus oder eine Wohnung mit mehreren Zimmern miethen will, der darf sich darauf gefaßt machen, 800 bis 1500 Doll, per Monat, wenn nicht mehr, zu zahlen. Die folgende Unterredung, welche von einer hiesigen englischen Zeitung als authentisch berichtet wird, mag diese Angaben illuftriren. Ein reicher Newyorker beschloß, während der Weltausstellungszeit trr Chicago zu wohnen, zu welchem Zwecke er sich mit einem hiesigen Freunde in Verbindung setzte. Derselbe kam nach Newyork und wurde gefragt, ob er nicht sein elegantes HauS dem Freunde für den Sommer überlasten wolle und wenn so, wie viel er verlange. Die Antwort lautete bejahend und als Preis wurden 10,000 Dollars genannt. „Sie irren sich, ich will das Haus nicht kaufen, ich will eS nur für vier Monate miethen," sagte der miethslustige Newyorker. „Ich habe Sie richtig verstanden," bemerkte der Freund aus der Gartenstadt, „und will auch nur das Haus vermiethen. Weil Sie ein Freund von mir sind, habe ich den Preis niedrig angesetzt, einem Anderen hätte ich viertausend Dollar per Monat ge- rechnet." Der Newyorker wollte gern die Ausstellung besuchen und bezahlt für die vier Monate 10,000 Doll.
Während deS Sommers werden überhaupt viele reiche Leute aus Newyork und anderen Städten des Landes hier wohnen. Es ist schon jetzt bekannt, daß die Vanderbilts, die Astors, Col. Shepard und viele Geldmagnaten der Metropole des Ostens hier ihren Aufenthalt nehmen werden. In den Kreisen der „Vierhundert" soll die Parole ausgegeben worden sein, diesmal anstatt nach Europa nach Chicago zu reisen, erstens weil hier viel zu sehen sein wird, und zweitens, weil diejenigen, die sich gerne in den Strahlen fürstlicher Gunst sonnen, dies auch hier werden thun können, da Prinzen und Fürsten aus allen möglichen Gegenden sich zur Amerikafahrt rüsten sollen. Wenn nur der zehnte Theil derer kommt, die angeblich hier sein wollen, dann braucht kein Shoddy-Aristokrat zu verzweifeln.
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