Ausgabe 
2.4.1893 Drittes Blatt
 
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2U12

Pulver» auf der Schachtel.

Atle«dad»'H»rtorl»Ltrr».

J- Dletler, Alt Oberamtmann.

Zullwill. im Sept. 1890.

Saliz.LarlLudw. B -Act

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108

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Jede Schachtel trägt al» gesetzliche Schutzmarke die Unterschrift de» Erfinders: J. U. Hohl, I>r.

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ES wird mein Bestreben sein, den geehrten Theater-Besuchern nur gute vor» flellunaen zu bieten und die mir vor zwei Jahren erwiesene Gunst und Tbetlnahme aufS Neue zu erwerben. Zur Aufführung gilangen u- A folg<nde Opern:

Martha, oder. Der Markt za Bichmond.

Der Waffenschmied, tzaar und Zimmermann.

Der Freischütz. Undine.

Operetten: Der arme Jonathan. Das Sonntagskind. Die Ulanen. Der Vogelhändler Dichter und Bauer. Die kleine Commandantin. Der lustige Krieg.

An Schau- und Lustspielen: HeimMh. (Sensationelle Novität von Sudermanns Die treulose Phlllppine. Zwei glückliche Tage. Lolos Vater. (Sensationelle Novität von Ä. L'Arravge).

Die beiden Champignol. Der Talisman.

Ein Abonnement wird nicht eröffnet, jedoch werden lut Bequemlichkeü de» geehrten p. L Publikum» W" Serien- oder ihamtlien-Billel» auSgegebcn |»d« Serie zu zehn BiffetS und ffnd diese »orten zu ollen Borffellnng.n «.etwaige Benestze auSgerommen) GÜltiO Der Preis für eine Serie Sperrsitz beträgt 15 der Preis für Parterre 8 X Diese ^enenkarten werden vom 2. bis inel 6 Avril von Bonn 10 urd Nachm. von 46 Uhr au4gegeben.

Mein Unternehmen nochmals dem geehrten Publikum besten» emvsehlend, zeichne mit Hochachtung

Fritz BaarS> Director de» Stadttheaters ia Sreislwaitze.

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Hiermit zur gefl. Kenntnißnahme eines geehrten kunstsinnigen Publikum», daß ich am Donnerstag den 6. April 1893

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Flechtenleiden befreit und vollständig geheilt haben, nachdem viele andere angewandte Mittel nicht den | geringsten Erfolg batten. Ich kann du her au» voller Uederzeuuung die BlutreinigungSpuloer zur Heilung von Flechten Jedermann bestens empfehlen.

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Caere vom

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von E. WaNserwehleben, Bankgeschäft.

Um ein einigermaßen klares Bild über die Entwickelung der Börse in der hinter unS liegenden Bertchisperiode zu gewinnen, ist eS diesmal nöih'g, etappen- mäßtg zu betrachten. Der Schluß der letzten Woche bedeutete lür die Hausseparlet einen Abgang, wie er glanzvoller nicht gut gedacht werden kann. Mit einem Hurrah ole habe eS gegolten, eine Schlacht zu gewinnen, wurde wie es in der Börien- fprache heißt der 300er geköpft und sanguinische Speculanten sahm die so ver­haßten (Sontremlnencourfe schon der Reihe nach an diesem entschetdenden Punkte ihre Operationen für lange Zeit aufgegeben. Mitein Hauplgi und für die größere Steige­rung war eben das unauihörliche Wühlen der norddeutschen Baiffepartei und das infolge dessen hervorgetretene DeckungSbedürfniß, welchem das von Wien aus unaus­gesetzt erneuerte Dlängen nach oben sehr zu statten kam. Unser Süddeutschland hält sich mit Recht etwas relerolrt in dieser Strömung, da es immer noch nicht al» sicher betrachtet werden kann, daß die Wiener Börse siegreich aus dem Hexen­tanz hervorgeht; hieß e» doch schon, daß die Budapester Böife eher stark überladen sei und wie eS dort mit bei Qualität eines großen TbeileS der Speculanten bestellt ist, davon hat man schon öfter Beweise gehabt. Schon zu Beginn der Woche trat eine kleine Ernüchterung ein, welche von dem Rückgang der Koblenwerthe ausgtng. Die Schwächen de» Syndikat» treten schon an allen Ecken und Enden aus und lassen darauf deuten, daß es einzelnen Werthen schon heute nicht mehr wohl bei der Vereinigung ist. Man hatte geglaubt, daß nach dem Zustandekommen de» Syndi­kat» ein Festhalten an guten Preisen, wenn auch nicht eine Preissteigerung eher mög­lich sei, und sieht sich nunmehr bitter mttäuscht, da sich speciell die englische Eoncurrenz ziemlich breit macht, nicht nur in Holland, sondern auch, wie sich in den letzten Tagen zeigte, tn Deutschland. ProductionSeinschränkung der Ruhrzechen ist unter den heutigen Verhältnissen sicher bevorstehend. Mil den niedrigen Eoursen für Kohlenweithe und der dadurch bedingten Abschwächung der leitenden Bankactien hat eine weitere Verschärfung be» Kampfes zwischen Pessimismus an ber Spree und Optimismus an ber Donau ein, bte schließlich für Wien einen kleinen Steg brachte, benn Berlin war gezwungen, ber AufwLrtSbewegung für Banken zu folgen, da die östlichen Käufe überwogen. Die äußeren Antriebe zu diesem Vorgeh'n waren die neuerlichen Unterhandlungen der beiden Finanzmtntster und der Hinweis auf die bevor stehende Ausgabe eines weiteren Posten Goldrente. Die verschtedent- Uchen Preßstimmen über den angeblich schweren Stand Wekerle'S in ber kirchen- politischen Frage blieben ganz ohne Einbruck, ba man bis zum Actucllwerben tiefer kritischen Frage die Valutaoperaiio» glücklich geborgen glaubte. Eine wenn auch nicht starke Hilfe enlftanb ben weniger Optimistischen Mitte ber Woche in ben mit der Ausweisung be» deutschen Journalisten Brande« oerknüpiten AuSschreilungen de» französischen Janhagels. Wir erinnern unS Zeiten, in welchen ein derartiger Zwifchenfall der Börse gefährlich gewesen wäre, diesmal legten nur einige Nervöse dem Vorfall eine Bedeutung bei, welche derselbe wahrhaft nicht verdiente. Daß solche Ungeheuerlichkeiten selten» unserer Regierung nicht ungerügt bleiben, dessen ist man ja sicher und der falte Wasserstrahl, ben Oberbranbmeifter Pinbter höheren Auftrags entfanbte, hat seine Wirkung bet ber französischen Regierung keineswegs verfehlt, man wird dort wohl einsehen, daß unsere Journalisten zwar nicht fewohnt sind, mit (Slacö^audschuhen angesaßt zu werden, man aber Gassen­ungen heute nicht duldet, auch wenn dieselben gegen einen ber sonst unbeliebten lintenbuben gerichtet waren. Jebensalls aber ist eS verkehrt, die oben erwähnten Auslassungen berNorbb. Allg." mit ber M litärvorlage »u- Ismmrnzubrtngen, al» wolle man auS einem berartigen Vorgänge zu Gunsten der Militär Vorlage Stimmung machen. Eine» scheint unü nach allem bi» jetzt Er­fahrenen unbedingt fesizustehen. Wirb der Reichstag aufgelöst, so bedeutet die» eine Zeit der Unruhen und Tenbenzgerüchte und für die Börse selbstverständlich ein un- »ewisseS Lavieren durch Nachrrchten, bet welchen eS schwer ist, Hafer von Spreu zu unt-richeiden Und deßhaid wäre für die Börse ber noch immer erhoffte Eompromiß eine Wohlthat. Bei Schluß unsere« Berichtes Hal aelegrntlich ber franzöfischerr Bub- aetbebalic eine Dea ilsion be» Ministeriums Ridot ftaitgefunben. Wie bte» von ben deutschen Börsen aufgefaßt wird, läßt sich wegen be» am Eharsreitag ruhenden Ver­kehr» noch nicht erwägen.

lieber ben Koh'.enmarkt haben wir schon oben berichtet, unter dem Rückgang batten besonder» Zarpener stark zu leiden. Die Hauffepostttonen tn Hüttenactien scheinen nach wie vor sehr groß zu fein. Die Werke machen fortgeteht große An, Krengungen, eine Einigung zu erzielen. Bet ber letzten Schienrnsubmission in Karls­ruhe haben auch belgische Werke Bestellungen ex ballen.

Von Bahnenwerthen waren Schweizer Eisenbahnen vorübergehend lebhaft unb höb.r, die übrigen Sifmbahngediete zeigen fast keine Veränderung.

Auch ber Rentenmark zeigt wenig Veränderung. Deutsche Renten waren ab- rischwächt in Anbetracht der bevorstehenden Sleuaulgabe von Eonlol», mit der Ver­eisung de» G.ldstandeS trat auch eine kleine Besserung ein lürktsche Fond« zeigten auf Pariser Imp >1» eine Besserung.

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64 80

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80.95

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103.70

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40/oDeutscheSrunbschld.- Bk.-Psondbr.

102

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97.50

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97

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103

103

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97 10

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