besuchen. Unter den Geburtsländern der Schüler bemerken wir: Deutschland, Oesterreich, Ungarn, Holland, Schweiz, Luxemburg, Großbritanien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Rußland, Türkei, Rumänien, Serbien, Bulgarien, Italien, Frankreich, Spanien, oufl Asien: Java, Afrika Kapland, Oranje-Freistaat, ferner Nord-, Mittel» und Südamerika (Bereinigte Staaten von Brasilien, Argentinien, Venezuela). Die Eltern der Schüler gehören hauptsächlich dem Stande der Fabrikanten, Ingenieure, Mühlen« und Brauereibesitzer, Schlosier, Mechaniker, Baugewerke, Staats- und Eommunal« beamten und Kaufleute an. Die Aufnahmen für da- nächste Sommerhalbjahr beginnen am 10. April. Aufnahmen in den unentgeltlichen Vorunterricht finden von Mitte März bis Beginn des Semesters jederzeit statt. Programm und Jahresbericht erhält man unentgeltlich von der Direction de- Technikum Mittweida (Sachsen).
ft Kassel, 31. März. Attentat aus einen Forstbeamten. Eine scheußliche Blutt hat ist in der gestrigen Nacht in dem Dorfe Lengenfeld bei Wann fried an der Werra verübt worden: Der Förster Dunckelberg aus Sturrh wurde von zwei Holzdieben, den Gebrüdern Gundelach, auf dem Nachhausewege überfallen und mittelst Axthieben zu Boden geschlagen und tödtlich verletzt. Ueber die näheren Einzelheiten können wir Folgendes mittheilen: In der Lorentz'schen Wirthschaft saßen Abends die Korbmacher Gebrüder Gundelach, die seit einigen Jahren in Lengenseld wohnen, aber aus einem Dorfe bei Heiligenstadt gebürtig sind. Sie erfreuten sich nicht des besten RufeS, ja — es wird von Eingeweihten behauptet, daß sie das meiste Holz und die meisten Weiden, die sie verarbeiteten, im Walde stahlen. Die Forstbeamten sahen ihnen daher sehr scharf auf die Finger. Als nun der Förster Dunckelberg auch in die WirthSstube trat, führten die beiden GundelachS allerlei Stichelreden, was der Förster anfänglich gar nicht beachtete, schließlich aber doch entgegnete, sie möchten nur hübsch stille sein und vor allen Dingen ihn in Ruhe lasten, denn er wiste von ihnen mehr als ihnen lieb sei und er hoffe auch sicher, sie noch einmal beim Holzdiebstahl abzufassen. Gegen Mitter« nacht, bevor der Förster fortging, entfernten sich die Gebrüder Gundelach, liefen nach Hause, holten ihre Axt und legten sich vor dem Dorfe am Wege, den der Förster nehmen mußte, in Hinterhalt. Als Dunckelberg erschien, überfielen die beiden Strolche den nichts ahnenden, zufällig unbewaffneten Mann von hinten, schlugen ihn durch wuchtige Axthiebe zu Boden und brachten demselben, der bet dem ersten Schlage bewußtlos zusammenbrach, mehrere tödtliche Verletzungen bet. Der Schädel ist gespalten, eine Hand abgehauen rc., überhaupt der Zustand hoffnungslos. Die Mörder hielten ihr Opfer für tobt und liefen fort. Gegen Morgen kam Dunckelberg aber wieder zu sich, schleppte sich an ein nahegelegenes Haus und bezeichnete feine Mörder, darauf brach er wieder zu- fammen. Dunckelberg wurde sofort verbunden, doch ist sein Zustand hoffnungslos, da er mehrere schwere Axthiebe erhalten hat. Die Mörder sind flüchtig geworden.
* Frankfurt, 28. März. In Arbeitskreisen ist der Wunsch laut geworden, daß die hiesigen Sparkaffen auch Sonntags in einer Bormittagsstunde Einzahlungen entgegennehmen möchten. Die Anregung ist um so beachtenswerther, als durch derart vermehrte Spargelcgenheit solchen Leuten, denen an Wochentagen in den üblichen Geschästsstunden die Zeit mangelt, die Möglichkeit geboten würde, von dem am SamStag erhaltenen Wochenlohn den zurückzulegenden Theilbetrag auf die Sparkaste zu bringen.
* Benthe», 27. März. Die „Oberschlesische Grenzzeitung" erzählt, aus Großdombrowka sei eine redliche Arbeiterfamilie,
die dort zwanzig Jahre wohnte, nach Rußland auSgewiesen worden- in der Verzweiflung habe der Mann seine blinde Ehefrau ertränkt und sich selbst dann aufgehängt. Genaueres über daS Eceigniß wird wohl noch zu erwarten fein.
• Iugeah-Tharheiteo. Dem Emzelrichter in Wien wird der 15jähr,ge Fleischerlehrling Josef Ackerl vorgeführt. Er ist beschuldigt der Verleitung zum Diebstahl, weil er mehrere AlterSgenoffen dazu überredet hatte, Geld zu stehlen. Die Genosten AckerlS waren nicht mit angektagt, weil die Eltern ihnen verziehen hatten. — Richter: „WaS wollten Sie in den Karpathen machen?" — Angeklagter: „Unser Plan war, dort Bären zu erlegen. Von den Tatzen wollten wir uns ernähren, bte Häute aber verkaufen. DaS Geld hätt' unS zur Reise nach Afrika gedient, wo wir Löwen und dergleichen gejagt und Forschungen vorgenommen hätten." — Richter: „Sie haben einen Ihrer Theilnchmer veranlaßt, die Uhr zu versetzen!" — Angeklagter: „Für daö Geld wurde ein Revolver gekauft." — Richter: „Wozu einen Revolver?" — Angeklagter: „Zu der Bärenjagd in den Karpathen." — Richter: „Aha, Sie wollten mit dem Revolver Bären schießen. Wie wären Sie aber in die Karpathen gekommen?" — Angeklagter „O, wir hätten schon gefragt!" — Richter: „Dann haben Sie noch einen Lehrjungen über« redet, das für seinen Meister einkassine Geld zu veruntreuen." — Angeklagter: „Ah, den habe ich nicht verleitet. Die der vom Plan gehört hat, da hat er g sagt: Wisst S, wie m r zu an Geld komm'n? Wia mi met Master an größer'n Betrag einkassir'n schickt, brenn' i einfach durch und bring'» Geld." — Der Angeklagte wurde zu einer Woche strengen, mit Fasten verschärften Arrest verurtheilt. Die Karpathen- und Afrika Expedition ist somit zum mindesten auf acht Tage verschoben.
* Der telegraphische Gruß, den der in Mainz versammelte Bund der Landwirthe unter stürmischem Jubel an den Fürsten Bismarck zu senden beschloß, lautete nach den „Hamb. Nachr.": „Dem besten deutschen Bauern, — Dem Bauern, der stets unverzagt — Für unS fein Bestes hat gewagt, — Dem Bauern, der zu jeder Zeit — Gekämpft für Deutschlands Herrlichkeit — Dem Bauern, der es so geführt, — Daß heut' ein Kaiser uns regiert, — Dem Bauern, der stolz so sich nennt — Als Fürsten BiSmarck die Welt ihn kennt — Dem wollen ein Lebehoch wir bringen, — DaS soll bis FriedrichSruh erklingen."
* Wie wenig das Eintrittsgeld, daS in neuerer Zeit in Rudolstadt bei kirchlichen Trauungen erhoben wird, der Neugierde steuert, beweist die Thatsache, daß dieser Tage bei einer Trauung in der dortigen Stadtkirche 301 Personen den Eintritt bezahlt haben.
* Die neueste Leistung der Statistik! Voriges Jahr veranstalteten die Stadtbehörden von Fontainebleau einen Ball in dem dortigen Schloß. Die Wandgemälde eines Saales litten sehr bei diesem Anlaß, so daß ein Ausschuß beauftragt wurde, die Schädigung wie ihre näheren Ursachen festzustellen. Der Ausschuß giebt als Ursache der Schädigungen den Schweiß der Tänzerinnen an und berechnet, daß eine Dame während eines sechs Stunden dauernden Balles einen Liter Wasser auöschwitze und verdunste. Für 3000 Tänzerinnen mache dies 3000 Liter, die in Wasserkunst aufgehen. Unter sollen Umständen müßten die Wandgemälde hart mitgenommen werden.
* Im Wildpretladeu. „Nun, Herr Lampel, da diesen großen Hasen schieß' ich heut'!" — „Bedaure, den hat soeben Ihr Herr College, der Affeffor Müller, schon geschossen !"
Derfcbr, Canö» uttfc Dolfsroiribfäiaft,
8i*»ote, 29. Mär». Frachtmarkt. Rothrr ödmr X 13.70, wrtin ©dien X —, Korn x 10.60, Gerste X 9.55t Hafer X 7.70, Erbten X .
Bei der Redactiou eingeganqene Bücher re.:
— 3u0en6fr<*n>. Illufirtrte Sochenlibrtfr jur Belehr uv« und Unter btUung für b«e Jugend von 10 btl 16 Jahren. Preis in Wochennummern vierteljährlich 75 Pf. in Monatthdten * 30 Pf». HerauSzegeden von Max Hübner. Verlag von Fran, Goertich in Breslau. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und PostanNalten. sowie birret vom Verleger.
. - - —.....—
Offl A Diejenigen, welche die C4 eäeTunfl von AradNsttea txa> sichtigen, feien auf bae Grab*teln-tieechätt, ver dun den m>: Bildhauerei, M Herrn Emil Kalbfleisch, ^chcistraße 1, autmerkfam gemacht, welche» wohl alt bat größte dieser Branche am hiesige» Platze genannt werden kann. In ihrem verkaufSlocale, sowie in einem weiteren Lagerräume brtnat am. ithma nahezu 200 fertige ®rab«1Rnnumente, Stab kreuze, •rabfttiiu u. s. w. in allen Sleirrarlen zur Autstellung. welche In ihrer Ausführung alt künstlerisch zu bezeichne» sind, und durch die reichhaltige Auswahl kann sowohl den beschddensten, all auch den weitgehendsten Anforderungen Rech« nuna getragen werden Auch in •»•>« einfastungen befinbet sich daselbst ein große» Vager. Wir können deshalb alle» Interesienlen eine Besichtigung Meter 8 ui*
stelluna bestens empfehlen. Sehr schön auSgeführte Gniwürfe liege» ebenfalls zur gefälligen Ansicht auf und werden etwaige Aufträge in kürzester Zett auSgeführt bei billigster Prdlderechnung. 2386
— Vorsicht ifl dir Mutter der »etStzett. Wir häufig kommt es vor, daß durch Unachtsamkeit Verbrennungen, Verbrühungen, Verwundungen, Hautabschürfungen, Quetschungen rc. vorkommen, ohne daß gleich ein helfendes Mittet zur Hand ist. Deßbalb empfiehlt eS sich, eine neue Erfindung, welche die bisherige Lücke ausfüllt, auch entsprechend auSzunutzen und kein Haushalt sollte ohne
sein, der nach AuSsage der Aerzte weil wirkungsvoller als tfolb« Oream, Carbol-, Glycerine-, Vaseline:, Zinksalbe rc. Man lese in der GratiSbroschüre über die rationelle Behandlung der Hautkrank- bdten die Gutachten der Aerzte und überzeuge sich von der Vorzüg« lichkeit von Flügges Morrben-Erdme. Erhältlich * Dose Mk. 1.— in Gießen in alle» Apotheke«. Apotheker «. Flügges Myrrhen- Eröme tft der patentiere ölige und verdickte AuSzug deS Myrrhen Harzes._____________________________________________________[3107
Lebensversicherung, »al der «llgemetnen Verforg« ungS-Anstati zu Karlsruhe waren die Ergebnisse des IahreS 1802, soweit sie vorläufig festgestelll find, wieder sehr befriedigend. Ein- gereicht wurden bei ihr in 1892: 7615 Anträge mit Mk. 32.474,200.— BersicherungScapital (!>/« Millionen mehr alt in 1891) und abgeschlossen 6021 Versicherungen über Mk. 25,306,600.—. Rach Abzug der durch Tod, Ablauf der Verficherungen rc. abegangenen Ver sicherungen bleibt ein reiner Zuwachs von Mk 4311 Verficherunaei' über Mk. 18,492,500.— und ein Gefammtbeftand auf Ende 1892 von 41,700 Versicherungen über Mk 293,875,500.- Kapital. Die in Folge AblebenS von 583 Personen auSgezahUe Summe von Mk. 2,612,400.— blieb noch mehr, all in den Voriahren, hinter der erwartungSmäßigen Sterblichkeit zurück. Rach diesen Ergebnissen kann daS abgelaufene Geschäftsjahr, wie überhaupt der Stand der Karlsruher Anstalt all sehr günstig bezeichnet werden.
bei Gebrüder Stamm die schönste ZyCllll flUVvl Auswahl der neuesten V«ckskt«s, Tcha- viotS «nd Kammgarne rc. zum meterweisen verkauf iowohl all auch zur besten Änfeitigung nach Maß auf eigener Werkstätte.
,Tlrti.v Herren- und »nadenanzllge, Havelocks, Paletot» «nd Joppe« re. zu sehr billigen Preisen. 111»
siegte nach kurzem Kampf, aber daS erstere ließ ihn seinen Unwillen deutlich merken.
Bei dem nächsten Kreuzwege wollte „Osterhase" wieder ivo anders hin als sein Herr, bäumte sich und machte einen riesigen Satz in der von ihm gewählten Richtung.
„Nichtswürdiges Vieh, ich werde dich lehren", knirschte Herr Strüger, an den Zügeln reißend.
Da, waS war das? Donnerwetter, die Kinnkette war gerissen. Nun war eS aus mit der Herrschaft über die hartmäulige Bestie, und Herr Krüger mußte sich dem Willen seines Gaules fügen.
Der Weg, den „Osterhase" eingeschlagen hatte, war der Weg in seine Heimath, nämlich die alte Heimath auf dem Gute deS Herrn Haase. Den Oberamtmann rührte beinahe der Schlag. Was würde man sagen, wenn daS Bcest ihn, den berühmten Reiter, etwa gar bis in den Stall auf dem Gute deS Nachbar Haase trug!
Aber „Osterhase" hatte ein Einsehen, denn er war ein wohlerzogenes Reitpserd. Nicht in sausender (Saniere, sondern in elegantem Galopp sprengte er durch daS Hosthor der Haase'schen Besitzung und steuerte birect auf daS Herrenhaus zu. Vor demselben machte er Halt und blieb wie angegossen stehen, mit stiller Befriedigung leise wiehernd.
Im selben Augenblick, noch ehe der Oberamtmann sich auS dem Sattel schwingen konnte, erschien in der geöffneten HauSthür der Besitzer deS Grund und Bodens, auf dem Herr Krüger sich gegenwärtig befand. Ernst HaaseS männliches, gebräuntes Gesicht strahlte vor ehrlicher Freude, und raschen Schrittes trat der junge Mann hinzu, um dem unerwarteten Gast beim Absteigen dehülflich zu jein.
„Herr Nachbar, sehe ich recht, Sie kommen zu mir, und aus dem „Osterhasen?" ries er erregt. „Haben Sie herzlichen Dank, daS ist wahrhaftig eine Uederraschung. Ich wäre ja längst zu Ihnen gekommen, wie meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit war, aber —"
Jetzt wurde Ernst Haase bei herabhängenden Kinvkette ansichtig.
„Donnenvetter", unterbrach er sich, „das Ding ist ge- rissen, und doch haben Sie die hartmäulige Bestie regieren können? Hut ab vor Ihnen, Herr Oberamtmann! DaS macht Ihnen so leicht keiner nach. Und ich dummer Kerl konnte sagen — na, ich möchte mich selber prügeln."
Herr Krüger, der inzwischen glücklich abgestiegen war — „Osterhase" stand da, unschuldig wie ein Lamm — wurde bei den letzten Worten dunkelroth und schaute mißtrauisch auf den jungen Gutsbesitzer.
Hatte der junge Fant etwa was gemerkt und wollte sich über ihn lustig machen? Aber nein, das ehrliche Gesicht log nicht, was da zu lesen war, war eitel Freude über den willkommenen Besuch.
Liebe weckt Gegenliebe, und so schmolz auch die EiSrinde um daS Herz beS OberamtmannS. ES war nicht bte biplo- matische Berechnung, gute Miene zum bösen Spiel zu machen, um sich vor einer Blamage zu schützen, sonbern wirkliche Herzlichkeit, mit ber ber Oberamtmann Ernst Haase bte Hanb entgegenstreckte.
„Na", sagte er lachenb, „Ihr junges Volk glaubte ja nicht, baß unsereins auch noch zu Pferbe sitzen kann, ba muß maus Euch ad oculoa bemonftriren —"
„Aber, Herr Oberamtmann —"
„Na schon gut, mein Junge!"
Mein Junge? DaS war das sicherste Zeichen, daß aller Groll geschwunden- Ernst Haase war überglücklich, und er führte den alten Freund unter fein gastliches Dach.
WaS die beiden Herren da drinnen im gemüthlichen Zimmer besprochen, ist nicht bekannt, aber so viel steht fest, daß beim Abschiede die beiden Herren einander umarmten und sich duzten, und daß Ernst Haase den Oberamtmann Papa nannte.
„Also morgen früh, mein Junge, um halb zehn, ehe wir zur Kirche fahren, kommst Du zu und. Und waS Du Marien zu sagen hast, kannst Du ihr selbst sagen, ich erzähle nichts."
„Werd ich schon besorgen, Papa. Und wie stehiS mit dem „Osterhasen", soll ich ihn zurücknehmen?"
„Nein, laß mal. DaS Thier hat mehr Verstand als wir beide." Mit diesen Worten schob der Oberamtmann seine etwas corpulente Gestalt in den Dattel und sprengte davon, ohne weitere Aufklärung über die letzte Bemerkung zu geben. Er hatte Ernst nicht erzählt, wie er dazu gekommen, ihn zu besuchen, da- sollte ein Geheimniß bleiben zwischen ihm und „Osterhasen." —
Der Morgen deS ersten OsterfeiertageS war angebrochen. Marie Krüger war schon seit früher Stunde auf; sie hatte so wie so nicht recht schlasen können, weil allerhand Gedanken
sie nicht zur Ruhe kommen ließen. Papa war von feinem Spazierritt so vergnügt zurückgekommen und batte den „Öfter Hasen" einen tüchtigen Gaul genannt. Was hatte baS zu bedeuten? Die ganze Nacht hatte sie darüber gegrübelt, immer schwankend zwischen Hoffnung und Furcht, und alS der Osterrnorgen heraufstieg, hielt sie eS in ihrem Kämmerchen nicht länger aus - sie ging hinaus in den Garten, in den FiühlingSsonnenschein deS OsiermorgenS.
Ja, eß war Frühling geworden. UeberaQ keimte, sproßte und grünte neue« Leben in der sich verjüngenden Natur. Abgestorben war baß Alte, und baß Neue brang siegreich hervor unter bem erroärmenben Strahl ber Sonne. Die entfaltete Sommerpracht labet ein zum Freuen unb Genießen, ber Anblick beß Werdens in ber Natur zur Zeit beS Frühlings regt an zu sinnigem Nachdenken. Unb wenn ein Menschenkind, unb noch dazu ein junge», mag eS auch meinen, alle Hoffnung auf Glück begraben zu haben, hinauStritt in den Auferstehul-gSmorgen unb betrachtet baS frisch auskeimenbe Leben, bann hält auch in seinem Herzen bie Hoffnung ihre Auferstehung.
„ES muß doch Frühling werden."
Marie sprach eß, aber nicht mit bem trotzigen Groll, ben sie gestern gezeigt, fonbem mit ber gläubigen Zuversicht eines hoffnungsvollen, jungen Herzens, baS hingerissen ist von bem Zauber beß FrÜhlingSmorgenS.
„Marie!" ertönte ba eine jubelnde Stimme hinter ihr, unb im nächsten Augenblick schon, noch ehe sie sich umdrehe» konnte, hatten zwei kräftige Arme sie umschlungen.
„ES ist doch Frühling geworden." —
Beim VerlobungSdiner löste ber Wein die Zunge des Papa Krüger, unb ber alte Herr theilte ben Sachverhalt mit dem „Osterhasen" mit.
„Ehre, wem Ehre gebührt," sagte er, „er hat seine Sache gut gemacht unb unserem Mäbel richtig auch zu ihrem Oster- Haafe verhalfen. Ich bin nur neugierig, wie oft ber Witz mit Oster-Haase in ber Nachbarschaft noch gemacht werden wird. Macht Ihr Euch gar nichts daraus, Kinder?"
„Gott bewahre, Papa." jubelte das Brautpaar.
„Na, dann, vivant alle Osterhofen
Kuvholz: 70
2 echnMtzen Brennholz'.
unb Mlenr t-?. 3510 Achen-, Mang 10 Uj ÄuBtrbein fopn »alb vim Berkaus:
3 fm Zichtenb ssichtenwellen sowie
Hobensolm», de
-chntzbei' hsaMenkunjl - r*"'
k>rrnn,h°l- m tobenW” 10830 $ '1150
U59
” ’4' 2 mit 1WJ « «13 fn>. 22n» ®
finrilt
unt eeWti**1,’ Mining*
i st io Siw
$ in
Freitag den ' Pfrg, LamperiSlhor, werden 230 rm S8i Elammprügel), 91 Ntrorugtl und ■ 4,15 cbm, 2 Buchen 4 Nadelhahstämme = 9 und 10 cm Tchm., niftr unb Leöhoh flä,
Zusammenkunft 2 Mkn tzautzplatz un'
Laubach, den 28
üir üoburrf] voin 28. d. M. in d ^ch'lfenberg ist geneh Nihrscheine können vo bei Gr.Aeniami Gieße, Dre Uederweisung be< ifrnlag, 14. April, 5 den 30. § W Dbtrförfterei —Heyer^ Äittmod), hm j 2>/t Külte biesim rughttd in WSrunbM;
Nr. 2i)8 ~ 250 Jinttr bem
M4-2113 s
•ssSftÄ »■4 & 189
NitSofei Äta
■?’Berlin, r' d. H.


