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nzösischen Regierung ausge- übergeftihrt werden. Einst- e Denksteine der einzewen ht worden, um auSgebessen auf der rechten Seite der e führenden Slratze, nur hen Grenze, wieder * ruch die sechs am 18. August WZO.
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♦ Der WeNmarsch der Lastträger. Man schreibt der „Franks. Ztg." auS Paris, 24. Mai: Die große Maschinen- Halle auf dem Marsfelde war in den letzten Tagen der Schauplatz eines athletischen Wettkampfes, dem ein starkes Publikum mit Spannung folgte. Die Theilnehmer waren Lastträger (sog. coltineurs) mehrerer großer Städte, Paris Rouen, Reims u. s. w. Ihre Ausgabe besteht darin, eine Strecke von 100 Kilometer mit einem Sacke von 100 Kilogramm auf der Schulter zu durchlaufen. Es find das 260 Rundgänge auf der 400 Meter langen Bahn der Maschinenhalle. Die Concurrenten marschirten mit kurzen Unterbrechungen seit Samstag Abend. An der Spitze ging beharrlich ein Pariser, Soustöre, nach über 200 Rundgängen sah er frisch und rüstig aus. Einer seiner Mitbewerber, Heulard von Rouen, der anfangs weit zurückgeblieben war, erstaunte gestern die Zuschauer dadurch, daß er von Mittag bis Mitternacht sich unaufhörlich im Laufschritt um die Bahn bewegte, ohne sichtlich zu ermüden. Die meisten Concurrenten aber, unter ihnen sehr stämmig auSsehende Burschen, hatten den Kampf bereits gestern aufgegeben. Einer von ihnen, Julius aus Reims, stürzte, von einem Schlaganfall getroffen, nieder. Er erholte sich nach einigen Stunden, mußte aber auf die Fortsetzung des Wettlaufs verzichten. An dem letzteren nahmen auch mehrere Reger auS Dahomey, die sich hier auf dem Marsfelde aufhalten, Theil. Sie marschirten tapfer, in einem kurzen, schnellen Schritt, mit stets lächelndem Gesicht, und waren ihren weißen Nebenbuhlern um einige Kilometer voraus, können aber in Wahrheit mit denselben nicht in Vergleich gestellt werden, da sie nur 50 Kilogramm (und zwar ihrer Gewohnheit gemäß auf dem Kopfe) trugen. Sieger war Soustöre, der heute IP/a Uhr seine 100 Kilometer zurückgelegt hatte. Aber in welchem Zustande kam er am Ziele an! 10 Minuten hindurch konnte man glauben, daß er den Geist ausgeben werde. Seit Mitternacht schon war sein Gang ein sehr schwankender gewesen. Er marschirte, wie bewußtlos, mit keuchender Brust. Im letzten Augenblick schien er, kaum 200 Meter vom Zielpsahl entfernt, zusammenzubrechen. Man setzte ihn auf einen Stuhl, gab ihm Champagner und Kaffee zu trinken- er stöhnte: „Laßt mich! ich bin tobt!" Aber der Anblick eines Nebenbuhlers, der den Lauf fortsetzte und an ihm vorüberging, gab ihm plötzlich neue Kräfte. Er raffte seinen 100 Kilogramm schweren Sack auf, warf diese Last selber auf seine Schulter und lief im Schnellschritt nicht nur bis zum Ziel, sondern noch 200 Meter über dasselbe hinaus, worauf er den Umstehenden in die Arme fiel. Er war halb nackt. In den letzten Stunden hatte er sich, van der Hitze gepeinigt, die Kleider vom Leibe gerissen. Man trug ihn in seine Cabine, und nach einer Abwaschung
war er im Stande, sich anzukleiden und den Wagen aufzusuchen, der ihn zu einem Badehause führte. Der erste der concurrircnben Neger, Ahivi, hatte schon gestern Abenb um 11 Va Uhr seinen Lauf vollenbet, aber wie schon bemerkt, trug er nur 50 Kilogramm. — ES bürste für bie Presse nun boch ber Augenblick gekommen fein, gegen biefe barbarischen Spiele entschieben zu protestiren.
* Ein seltener Fall hat sich in biesen Tagen in Genua zugetragen. Dort würben kürzlich zwei Herren Curro, Vater und Sohn, von ihrem Schienten Orsini erschossen, nachbem sie benselben durch eine wohl allzu scharfe, aber nicht unverdiente Zurechtweisung erbittert hatten. Inzwischen ist das Testament des Vaters Curro eröffnet worden und darin fand sich — ein Vermächtnis von 2000 Lire an „meinen treuen Diener" sichele Orsini.
* Abels Bruder. Man schreibt der „Franks. Ztg." aus Leipzig, 29. Mai: Ein hübscher Wahlscherz hat sich dieser Tage in einer Bezirksschule im Osten unserer Stadt zu- getragen. Fragt da der Lehrer einen der kleinen ABC-Schützen, wie der Bruder von Abel hieß, worauf der kleine Kerl, dem bereits klar ist, daß auf ein A ein B. folgt, prompt antwortete: „Bebel."
* Schnadahüpfel eines Eommis-VoyageurS:
Mein Chef und seine Tochter Sind zwei verschiedene Wesen: Sie zwackt an meinem Herzen Und er an meinen Spesen.
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Literatur und Aunst.
— Das soeben im Verlage von I. I. Weber in Leipzig erschienene Hest 8 des 15. Bandes ber „Meisterwerke der Holzschneidekunst" enthält Biographie und Porträt von Gabriel Max, sowie folgende Abbildungen: Die Bettlerin. Licht. Madonna mit dem Kinde. Liebesgeheimniß. Bei der Wahrsagerin. Die Märtyrerin am Kreuze. Ein Kränzchen, särnrntlich von Gabriel Max. Byzantiner von Otto Knille. Der Eindringling von Franz Doubek. DaS Vesperbrot in einem Kindergarten von Flesch-Brunnivgen. Vor der Schlacht von Theodor Kleehaas. Der Arbeiterausschuß von Emll Schwabe. Gefunden von Adolf Hering. DaS Ende vom Lied von Th. Rauecker. Arbeiterstrike von Ludwig Bokelmann. An der Westküste ber Insel Elb« von Pietro Senno. — Preis jedes HefteS 1 Mark.
— „Wiener Mode". Inhalt des Heftes vom 15. Mai: Hochzeitsgeschenke. Papiermoden. Der Erinolinenrock. Neuer Aufputz. Beschreibungen der dargestellten Toiletten (47 Abbildungen). Pariser Toilettenkünste. Correspondenz. Wiener Handarbeit (20 Abbildungen). Die Frauenbewegung in Frankreich und der Schweiz. Viettausendjährige Toilettengeheimnisse. Belletristisches Beiblatt „Im Boudoir".
Amtliche Prüfung der Lichtstarke des Leuchtgases.
Vorschrifismäßigc Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gasverbrauch 13 bis 15 deutsche VercinS-Parasfinkerzen.
Monat Mai 1893: 14 Kerzen.
Buchner.
Eingesandt.
Wir erhielten nachstehende Zuschrift: „Auf Grund des Prcß- gesetzeS ersuche ich Sie um Abdruck der nachstehenden Berichtigung in nächster Nummer Ihres BlatteS: In Nr. 123 des „Gießener Anzeiger" vom 28. Mai d. I., elftem Blatte, schreibt ein Wahlversammlungsbericht unter der Spitzmarke „Kirtorf" dem Unterzeichneten und dessen Gesinnungsgenossen die Aeußerung zu: „Daß nur ein Antisemit eiu rechter Christ fein kSnne." Diese Aeußerung ist unsererseits nicht gethan worden, vielmehr habe ich lediglich die gerade Umkehr dieser Aeußerung, nämlich den Aubspruch eines Bauersmannes cstirt, daß „nut ei« rechter Christ Antisemit sein", d. h. „daß nur derjenige in der rechten Welse Antisemit sein könne, der selber ein rechter Christ sei". Bereits am 20. Mat stellte ich in der nationalllberalen Versammlung zu Homberg a. O. dielen bemerkenswerthkn Jrrthum, der stch in den Bericht über jene Versammlung eingeschlichcn hatte, zurecht; um so auffallender erscheint es, daß diese Unrichtigkeit in noch verschärfter Form weiter colportirt wird."
Kirtorf, Kreis AlSfeld, 30. Mai. Wahl, Pfarrer.
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Submission.
Die zur Renovirung ber evangel. Kirche und des Pfarrhauses zu Fronhaufen (M.-W.-B.) erforderlichen tm Betrage von
Maurerarbeiten JL 348,—
Weißbinderarbeiten „ 377,20
Schreinerarbeiten „ 72,—
Schlosserarbeiten „ 95,20
Glaserarbeiten „ 300,—
Materiallieferung „ 126,86
JL 1319,26 sollen im Wege öffentlicher Submission vergeben werden.
Kostenanschlag u. Bedingungen liegen auf der Bürgermeisterei Fronhausen, sowie auf meinem Bureau zur Einsicht offen.
Offerten sind bis zum Termin:
Dienstag den 13. Juni c.,
Vormittags 11 Uhr, der Bürgermeisterei Fronhausen verschlossen einzureichen.
Marburg, den 31. Mai 1893.
Wilh. Spahr,
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4933] Kartoffeln sind zu verkaufen.
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Aufgebotsverfahren.
Der Inhaber der fünf Lagerscheine Großh. Hauptsteueramts Gießen, nämlich:
1) vom 26. I. 92 Cto. Ila Nr. 4
2) „ 30. III. 92 „ Ila Nr. 6
3) „ 9. VII. 92 „ Ila Nr. 7
4) „ 27.VIII.92,, Ila Nr. 9 5) „ 26. X. 92 „ Ila Nr. 10
welche dem Fabrikanten August Ackermann zu Gießen nach glaubhafter Angabe eigenthümlich gehört haben und abhanden gekommen sind, hat in dem Termin
Freitag den 14. Juli I. I., Vormittags 9 Uhr,
feine Rechte anzumelden und die Lagerscheine vorzulegen bei Vermeidung der Kraftloserklärung derselben.
Gießen, 26. Mai 1893.
Großh. Amtsgericht.
_________Gebhardt._____4859
Arbeitsversteigerung.
Samstag den 3. Juni, Mittags 1 Uhr, soll das Umpflastern von Gossen nebst Liefern der fehlenden Steine, veranschlagt zu 194 Mark, sowie das Legen und Beifahren von Cementröhren, veranschlagt zu 97 Mk., wenigftnehmend auf dem Rathhaus veraccordirt werden.
Grüningen, den 31. Mai 1893. Großh. Bürgermeisterei Grüningen.
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