Ausgabe 
1.3.1893 Erstes Blatt
 
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Eomposition des Werke- beseelt haben. Wie lebhaft die Rünftlerin empfindet und wie fie diesem Empfinden, dem Tief-Innigen und Sinnigen bei aller Einfachheit und Natür­lichkeit im Dortrag, dem Leidenschaftlichen mit der ganzen Lebendigkeit ihres Temperaments den rechten Ausdruck zu verleihen weiß, das zeigte die Wiedergabe der Scene und Arie:Wie nahte mir" a. d.Freischütz" von Weber, sowie deS RecüativS und der Arie:Endlich naht sich" aus ^FigaroS Hochzelt" von Mozart. Der stürmische Beifall, mit dem daS Publikum bewies, wie die aus dem Herzen kommenden Töne ihm so recht ins Herz gesungen worden waren, erhob sich zur Begeisterung, als ein bekannter Musikfreund unserer Stadt, Herr L. Lotz, der Gefeierten einen silbernen Lorbeer­kranz auf kunstvoll verziertem, seidenem Kisten überreichte, gestiftetvon Kunstfreunden der Vaterstadt Gießen". Auch der wohlgelungene Vortrag der drei Lieder mit Clavier- begleitung (LiebeStreue" undStändchen" von Brahms, so­wieGegenliebe" von RieS) bot dem Publikum Beranlastuog, der Sängerin seine Gunst zu beweisen, die sich denn auch zu einer freundlichen Zugabe:Widmung" von Schumann, ver­stand. Die Clavierbegleitung lag diesmal in Händen des Herrn Adler, Lehrer am Raff'schen Eonservatorium, der sich seiner Ausgabe mit anerkennenöwerthem Geschick entledigte. Eine von Kunstfreunden, sowie von dem Vorstande deS ConcertvereinS veranstaltete Reunion zu Ehren des Gastes vereinigte am Abend eine große Zahl ihrer Verehrer und Bewunderer im Saale desHotel Einhorn". Dort ent­wickelte sich bald bei würzenden Toasten und belebenden Liedern eine festliche Stimmung, die bis zu später Stunde die Versammelten zusammenhielt. Wir wissen, daß der Ver­lauf dieses an ehrenden Ueberraschuugen so reichen Tages einen bleibenden Eindruck bei der Gefeierten hinterlasten hat; wir knüpfen daran die Hoffnung, daß eS Gießens Euterpe- Jüngern früher oder später wieder einmal vergönnt sein wird, im Tempel der Musen den weihevollen Tönen der Hohenprlesterin zu lauschen.

* * Kunstverein für das Großherzoglhum Heffen. Im Jahre 1892 betrug die Zahl der Mitglieder in Darmstadt 475, Offenbach 209, Gießen 130, Worms 75, Mainz 143, ins- gesammt 1032 Mitglieder mit 1088 Antheilscheinen. Verloost wurden 19 Oelgemäldc, 25 Aquarelle, Kupferstiche rc., für deren Anschaffung 3 934.80 Mk. verausgabt wurden. Von den 44 Gewinnen kamen 20 nach Darmstadi, 8 nach Offenbach, 5 nach Gießen, 8 nach Mainz, 3 nach Wormö. Die Einnahmen betrugen 21243 Mk., die Ausgaben 14 819 Mk., sodaß 6 424Mk. übrig blieben. Die Hauptversammlung des Kunst­vereins findet am 4. März, Nachm. 3 Uhr, in der Kunsthalle zum Darmstadt statt.

* * Der Laudesausschuß der nationalliberalen Partei im Großherzogthum Hessen tagte am Sonntag in Darmstadt. Derselbe faßte nach Erledigung verschiedener innerer Ange­legenheiten folgenden Beschluß:Der LandesauSschuß erachtet angesichts der unablässig fortgesetzten Rüstungen und neuen Militärorganisationen in Frankreich und Rußland eine wesent­liche Verstärkung der deutschen Wehrkraft für unbedingt geboten, er hofft zuversichtlich, daß die Militärvorlage unter Festhaltung der in ihr gebotenen Vortheile der zweijährigen Dienstzeit u. s. w. durch Verständigung zwischen dem Reichstag und den verbündeten Regierungen über das nothwendige Maß der Verstärkung deS Heeres zum raschen Abschluß gebracht werde."

* * Eine Delegirten - Versammlung von Kriegs-Invaliden findet am Sonntag den 5. März in Offenbach statt. Es soll ein deutscher Invaliden - Verband gegründet und auf einheit­liches Vorgehen zur Verbesserung der Nothlagc der Invaliden hingearbeitet werden.

* Glasmalerei. Im Schaufenster des Glasermeister Hirz am Seltersweg sind einige Glasmalereien für Kirchensenster-Schmuck ausgestellt, welche seitens der Passanten und Interessenten namentlich Abends, wo durch Beleuchtung die herrlichen Farbeneffecte zur Geltung kommen, bewundert werden.

* Der Sanitäts-Verein Gießen hielt gestern Abend in der Restauration Spieß seine Generalversammlung über daS abgelaufene 11. Vereinsjahr ab. Der Geschäfts­bericht meldete erfreulicher Weise einen Bestand von nunmehr über 400 Mitgliedern, der Rechnungsabschluß ergab in Ein­nahme 2797.32 Mk., in Ausgabe 2716,39 Mk., so daß der gegenwärtige Kaffenbestand mit 80.93 Mk. abschließt, außer­dem ist noch ein angelegter Fond von 200 Mk. vorhanden. Ferner wurde beschlossen, in Gemeinschaft mit der Allgem. Sterbekaffe eine Petition behusS kostenloser Uebernahme des BestattungSwescnS seitens der Stadt dem Stadtvorstand zu unterbreiten. Nach Erörterung einiger weiterer Mittheilungcn wurde die Versammlung geschloffen.

" Turchgegangenes Pferd. Gestern Nachmittag ging von der Rodhcimerstraße auö daS Pferd eines hiesigen Brauerei- besitzerS durch. Der Wagen blieb an einem Baume hängen und daS Pferd jagte in sausendem Galopp in die Stadt, wo an der Biegung um die Ecke der Wctzfteingasse in eine große Ladenschribe stürzte und diese ganz zertrümmerte. Das Pserd hat durch die herabfallenden GlaSstücke einige Verletzungen erhalten.

ee Zimmerbrand. Gestern Nachmittag brach in einem Hause nm Lindcnplatz ein Zimmer brand auS, der jedoch rasch gelöscht werden konnte.

** Akademisch gebildete Eisenbahn-Ingenieure, insbesondere jüngere, werden, wie hessische Blätter melden, zu Vor­arbeiten und zum Bau von Nebenbahnen gesucht. Schriftliche Meldungen sind unter Beifügung eines LebenS- laufS und der Zeugnisse über Studienzeit, etwaige Prüfungen und bisherige Praxis, sowie mit Angabe der Gehaltsansprüche bei dem Großherzoglich Hessischen Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Eisenbahnwesen, einzureichen.

* Wir weisen auf die dochwichtigc Veränderung hin, die im Beiriebsreglemeul der Eisenbahnen Deutschlands ringe-

treten ist. Durch das mit Anfang d. I. außer Kraft gesetzte BetriebSreglement ist außer der Anwendung neuer Fracht- briefformulare eine besondere Veränderung in den Gebühren der Lieserfristversicherung eingetreten, und empfiehlt eS sich, von dieser Einrichtung der Versicherung deS JntereffeS rechtzeitiger Lieferung bei Frachtgutsendungen lieber keinen Gebrauch zu machen, da sich bei weiteren Entfernungen die Ge­bühren höher stellen, als für kleine Ellgutseudungen.

* Tas Recht zur Milfahrt auf der Eisenbahn. Im Publikum ist vielfach die Anschauung verbreitet, daß em Reisender, sobald er im Besitz: eines Billets ist, auch ein Recht zur Mitsahrt in dem betreffenden Zuge geltend machen könne. 'Durch die seit dem 1. Januar in Kraft getretene Verkehrsordnung für die Eisenbahnen Deutsch­lands" ist die Anschauung wesentlich klar gestellt worden. Im § 6 wird bestimmt:Die Beförderung von Personen, Thieren und Sachen kann nicht verweigert werden, sofern die Beförderung mit den regelmäßigen Transporte möglich ist. § 14. Die Fahrkarten geben Anspruch aus Plätze der entsprechenden Wagenklaffe, soweit solche vorhanden sind. Wenn einem Resenden ein entsprechender Platz nicht ange­wiesen werden kann, auch nicht ein Platz in einer höheren Klasse zeitweilich eingeräumt wird, so steht ihm frei, die Fahrkarte gegen eine solche der niedrigeren Klaffe unter Erstattung des Preisunterschiedes umzuwechseln oder die Fahrt zu unterlassen und daS Fahrgeld zurückzuerheben.

,e Eisenbahn - Statistisches. Nach einer Uebersicht über die Betriebs Ergebnisse deutscher Eisenbahnen für den Monat Januar hatten die im Betriebe befindlichen 70 Eisenbahnen eine Länge von 37 513,13 Km. Die Einnahmen betrugen: aus dem Personenverkehr: 18614.550 Mk. (oder 517 408 Mk. weniger als im Januar 1892); der 2lussall an Einnahmen berechnet sich sonach aus Mk. 505 für den Kilometer oder 3,99 pCt.; aus dem Güterverkehr: 62 596 689 Mk. oder 39 366.79 Mk. mehr als im selben Monat der Vorjahres oder Mk. 1671 oder 5,49 pCt. für den Kilometer mehr.

* Eine Tabakarbeiter-Schuhmarke einzuführen, hat sich der Unter st ützungsverein deutsche rTabakarb eiter entschlossen. Diese Marke soll nur an solche Fabrikanten und Gesellschaften verabfolgt werden, die nur Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigen, welche den vom Vorstand an­erkannten Organisationen angehören, die festgesetzten Arbeits­löhne zahlen, deren Fabrikräume den bundesräthlichen Be­stimmungen mindestens entsprechen, und die keinerlei Haus­arbeit ausgeben. Händler von mit der Schutzmarke ver­sehenen Maaren dürfen neben diesen keine andere Waare in den Verkauf bringen. Die Schutzmarke soll, wie in einer Tabakarbeiter-Versammlung am Sonntag in Mainz mitge- theilt wurde, am 1. April d. I. eingeführt werden. Zweck der Marke soll hauptsächlich eine Besserstellung der Tabak­arbeiter, insbesondere auch neben materieller in sanitärer Hinsicht sein.

* * Eltern sollten wohl beachten, daß sie die Kinder bei der jetzigen gefährlichen Witterung niemals auf den Mund küssen, da die gefürchtete Diphtheritis durch nichts so leicht aus daS Kind übertragen werden kann, als eben durch einen Kuß auf den Mund; es ist erwiesen, daß bei den Erwachsenen die Diphtherie oft in ganz geringem Grade auftritt. Zur Zeit sind viele Personen von Heiserkeit, Hals­entzündung rc. heimgesucht. Ein Kuß von mit derartiger Heiserkeit befallenen Menschen aber kann den Kleinen das Leben kosten. Ueberhaupt ist es auch allen Eltern anzurathen, ihre Kinder nicht aus mißverstandener Zärtlichkeit von Fremden, und wenn es auch die nächsten Bekannten sind, küssen zu lassen. Mancher weiß selbst nicht, daß er krank ist, und überträgt mit dem Kuß die Krankheit auf daS SHnb.

* * Beherzigeuswerthe Worte enthält der neueste Bericht des Vereins für HandlungScommis in Hamburg. Es heißt dort: Erneut müssen wir an die Handlungsgehülsen und Handlungslehrlinge die Anfforderuug nchten, rechtzeitig für ihre weitere Ausbildung Sorge zu tragen. Die Zahl der durch unseren Verein besetzten Stellen würde noch eine weit größere werden, wenn nicht die Fähigkeiten mancher Bewerber ihren Wünschen und Forderungen so wenig ent­sprächen. Namentlich gilt dies bei Comptoristen bezüglich der Ausbildung der Handschrift und der Beherrschung der deutschen Sprache. Verkennen wollen wir dabei nicht, daß hierin viel durch diejenigen Prinzipale ge- sündigt wird, welche die nvthige Ausbildung der ihnen an­vertrauten Lehrlinge nicht als ernste Pflicht ansehen oder zu viele und häufig für den Kaufmannsstand völlig ungeeignete Lehrlinge einstellen.

Auszeichnung. Se. Königliche Hoheit der Groß­herzog hat dem Docenten der Chirurgie an der Kaiserlich Japanischen Universität zu Tokio I)r. mvä. Jul i us Scrib a den Character als Professor ertheilt.

§ Crainfeld, 25. Februar. Die hier bestandenen Ian b» wirthschastlichen Ortsgruppen unb der lanb- wirthschaftliche ConsumVerein haben sich auf­gelöst. An beten Stelle soll ein HanbelS- Geschäft mit verschiebenen Theilhabern gegründet werden, welche- sich mit dem öffentlichen Verkauf von Colonialwaaren u. s. w. befaßt.

§ Nieder-MooS, 25. Febr. Von der Kaiserlichen Ober- postbirection in Darmstadt ist bie Herstellung einer Telephon - Derbinbung zwischen hier unb Freien­steinau genehmigt worben.

§ Nieder-^hmen, 27. Februar. Ein schwerer Unfall ereignete sich vorgestern Morgen bei ber hiesigen Molkerei. Der Fuhrmann beS MilchfuhrwcrkS von Ruppertcnrob suchte sich in ber Nähe ber Molkerei, weil ihm ein anbereS Fuhr- werk entgcgenkam, mit bem mit gefüllten Kannen beladenen Wagen zu drehen. Da der Weg hier schmal und die Böschung sehr steil ist, bekam der Wagen daS Uebergewicht unb rutschte mit sammt dem Pferbe bie hohe Böschung hinab, dem zur

Zeit hochangeschwollenen Wasser beS Mühlgrabens zu. Alle Milchkannen rollten inS Wasser und trieben stromabwärts- Mittlerweile hatte man in der Molkerei die Hilferufe des Fuhrmanns vernommen unb eilte rasch herbei. Trotz bet größten Anstrengung war eS nicht möglich, daS Pferd bie Böschung hinauszubringen, eS stürzte inS Wasser. Mu Gefahr schnitt man ihm im Wasser bie Stränge entzwei und reitete eS noch vieler Mühe. Inzwischen waren bie meisten Rannen von bem reißenden Wasser fortgetrieben, ganz schwere unter­gegangen, aubere am Usergesirüpp hängen geblieben. Man fischte bie Kannen auS dem Wasser, sieben sind aber bis irht noch nicht gefunden worden. Auch die Milchcontobücklein sind alle verloren gegangen.

0 Helpershain, 27. Februar. Am verflossenen SamStag Morgen brach in der Scheuer des hiesigen Fuhrmanns P. Feuer auS und legte sie in Asche. DaS Wohnhaus konnte durch rasch herbeigeeilte Hilfe gerettet werden.

Aus bem Vogelsberg, 27. Februar. Begehrte Artikel sind gegenwärtig Heu und Futterstroh. Bekanntlich war die Heu- und Grummeternte deS vorigen JahreS eine sehr schlechte, w daß schon von vornherein ein größerer Bedarf an Futterstroh vorhanden war. Der strenge Winter bebtngte eine größere Menge Futter. Die bei einem milden Winter zum Verkauf übrig blcibenben Futtervorrathe würben ausge­braucht, so baß baS Angebot in Heu unb Futterstroh äußerst gering ist. Die erste Qualität Heu wirb gegenwärtig mit 5 Mk. ber Gentner bezahlt, ein Preis, ber den vorjährigen um bas Doppelte übersteigt. Gerste- unb Haier stroh gilt per Gentner 2,503,00 Mk., Weizenstroh 2,30 Mk. Sehr hohe Preise werden gegenwärtig für fette Schweine bezahlt. Das Pfund Lebendgewicht kostet 44 unb 45 Psg., gegen 40 bis 42 Psg. vor Weihnachten. Bei der Schweine mast bezahlt sich die aufgewandte Frucht bei den jetzigen niedrigen Preisen am besten.

Friedberg, 26. Februar. Gestern Abend, kur; nach 9 Uhr, brach in den Hintergebäuden ber Schubt'schen Schmicdewerkstätte in ber Kirchgasse Feuer auS. Der sofort am Platze erschienenen Feuerwehr gelang eS nach kurzer Zeit, ben Brand auf seinen Herb zu beschränken.

g. Großhetzogliche Technische Hochschule zu Darmstadt. Der mit Schluß dieses Semesters in Erledigung kommende Lehrstuhl für Maschinenbau an ber Darmstäbter Hoch­schule ist burch Berufung beö Herrn Ernst Reichel, technischen DirectorS ber Maschinenfabrik von Nagel L Kämp zu Hamburg - Uhlenhorst, mit Wirkung vom Beginn beS SommersemesterS b. I. an wieberbesetzt. Der bisherige Inhaber bieses Lehrstuhls, Herr Professor R. S tri deck, hat einen ehrenvollen Ruf an bie Königlich Technische Hoch­schule zu Dresden erhalten unb angenommen.

DtrmiMfrfe*.

Koblenz, 25. Februar. Nachbem erst kürzlich ein Solbat b-S Fuß-Artillerie-RegimentS Encke, ber in Arrest geführt werden sollte, in ben Rhein gesprungen unb er­trunken war, stürzte sich heute ein Rekrut deS 28. In­fanterie-Regiments von einer Mauer ber Festung Ehrenbreit st ein eine FclSwanb hinab. Schwer verletzt würbe er aufgehoben unb in baS Lazareth gebracht.

* Saarlouis, 26. Februar. Heute früh 4 Uhr entstand infolge ber Erpiosion eines VerkaufSlagerö von Feuerwerks- körpern eine Feuersbrunst, burch welche mehrere Hauser vollstänbig eingeäschert würben. Eine Person ist verbrannt.

Potsdam, 28. Februar. Das Schwurgericht ver urtheilte ben 19jährigen Dienstknecht Bleich wegen Mordes einer 76jährigen Wittwe zu lebenslänglicher Zucht­hausstrafe.

* Probstzella, 28. Februar. Im benachbarten Borberg würben in einem Schieferbruch fünf Arbeiter burch herein brechendes Gestein verschüttet; brei sind tobt, zwei wurden verwunbet, bieselben sind gerettet.

Verkehr, Land- nnd Volkswirtschaft.

»Uten, 23. Februar. Marktbericht, «ul dem beutifltn «ochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. X U,951,00, Hühnereier per Stück 5-6 4, 2 Stück 4, Mfe pr. 6t. 58 4, Äflicmatie pr. St. 8 4, Erbsen or. Ater 24 4, Zinsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Paar X 0,701,00, Hühner pr. Stück X 1,001 20, Ha-nrn pr. 6t X 1,402.00, Enten pr. St X 1,70 biß 2,00, Ochsenfletsch pr. Pfd 6872 4 Kub- unb Rindfleisch pr. 931b. 50-66 4, Schweine­fleisch pr. Md. 60-70 4, ffall-fleffch pr. Psd. 40-60 X Hammel­fleisch pr. Pfd. 40 -70 4, Kartoffeln pr. 100 RUo 4,405,00 X, Weißkraul vr Stück 512 X Zwirbeln pr- Gentner 12,500.00 X, Milch pt. Liter 1218 A, Enteneier pr. St. 6 41

Nach den statistischen (Ermittelungen de4 Verein» deutscher Visen- und Ltahlindustrieller belief sich die Roheisenproductton des Deutschen Reiches (einschließlich lluxcmburg) im Monat Januar 1893 aus 373,641 Tonnen, darunter Puddelrohcisen unb Spiegel­eisen 132,111 To., Beffemerroheisen 27,048 To., Thomaßroheffen 159 009 To. unb Gießereiroheisen 55,473 To. Die Production im Januar 1892 betrug 408,375 Io., im December 1892 391,353Io.

Kirchliche 21 tistigett der evang. Ge>nein-e.

Mittwoch ben 1. März, AbenbS 6 Uhr: 3. PassionS» andacht. Pfarrer v». Naumann.

Nächsten Sonntaa ber 5. März: Beichte und heilige» Abendmahl im AbendgotteSdienst.

Amtliche Prüfung der Lichtstarke des Leuchlgases.

Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem GaS

verbrauch 13 bis 15 deutsche VereinS-Paraffinkerzen.

Monat Februar 1893: 141/« Kerzen.

Buchner.

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Von vielen Setten laufen Klagen ein über das jetzt te Handel befindliche amerikanische Petroleum. Das find die Folge» des Kampfes der Amerikaner unter fich. [22$

Tagegen ist russisches Petroleum, Marke Nobel, immer besser geworden und erhalt heute schon ;u gleiche» Preisen den Vorzug.