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Sonntag den 31. Juli

1892

Hratisöeilag«: Hichcner Lamikienökätter.

»nyi9en für den«ießener «nzeizer» entgeze».

Atntlichev Theil

ZU

Grobh. Poli,eiamt Kieken.

I. V.: Bischoff.

Nr. 176 Drittes Blatt

Vermischtes.

Atcbuno bet ßlomifntipn un cc< * lcf)c unter Zu-

L,' im ^rf °nE"sÖ0^ t5o mar' Neu-Breisach und Mül, yauscn im Hochgebirge der Vogesen, zwischen hem Wcsscrlmger

1 Agr. (2

2 . (4

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Ziehen, den 30. Juli"l892.

^.^S^^ichen Voraussetzungen vorliegen, aus der Liste wegiassen, z B. weil sie arm oder zu alt sind. Sie wollen Sr7änM,etfe ?erf0ne,n ebenfalls in die Liste aufnehmen, b/richte änglben "Bemerkungen" °der im Begleit, wird ^°bnen"k £Rcn erforderliche Formular

imto <>ynen r. H. zugesanot werden.

________ v. Gagern.

Bekanntmachung.

-etr. die Unterhaltung der Kreisstraßen, hier den Umbau der uimbabrucfe bei Daubringen.

,lm Die unterm 5 bfs. Mts. verfügte Sperrung der im t ^re'^firaße Lollar-Daubrinaen qeleacnen 'oemb0l,rUtfC bei Daubringen wird hierdurch ^aufge

Gießen, den 30. Juli 1892.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.

pt . q,. L Gießen, 26. Juli 1892.

etr.. Die Bildung der Schöffen- und Schwurgerichte.

^as Großherzogliche Kreisamt Gießen

a« die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises.

^ir beauftragen Sie, mit der Aufstelluna der rliften der zum Amte eines Schöffen oder («e- Äe"a4CS^rett ^'°n-n z"u beginnen?nd je uiteu nach vorgängiger achttägiger Offenleauna iammt

a "erdenden Reklamationen mit Begleitbericht atestens bis zum 15. Cctobcr I. I. an die -u ndlgen Amtsgerichte einzusenden. 5

?pruchlisten der Geschworenen haben, wie bereits in lerem Ausschreiben vom 20. April 1885 (Anzeiger Nr 921 nerft wurde, in mehrfachen Fällen die Namen von Ner- ^enthalten, welche das 30. Lebensjabr noch nicht vollen-

inb°LS5Äreitd überschritten hatten und sind hie" '.7n *" den Schwurgenchtssitzungen den Fortgang der rirtiqe $orfnm mm«nber 2Beiterun9e" veranlaßt worden. I

B°rkommniffc tonnen nur durch eine genaue Be- b.r SlufM.»« 1«, iS L

11 wachen Ihnen daher d e sorgfältigste

14 1 ",8Äf,m I SI- d-, kSg

5 M ! (Reg.-Bl. S. 213) zur Pflicht. Hier- ungsqesetzes ff 33 und 34 des Gerichtsver- I

°°n 1877, S. 47) bezeich.

den in 35 hn\,tto bff Urlisten aufzunehmen, wahrend hnen können Ä ®ten ber Grnnd, warum sie laeben ist -jn ün ^er ©palteBemerkungen" der Liste 'hen ob eine in Ä^r,' >n welchen Zweifel darüber

'«Ä Ä-ÄÄ-ÄtK e -ines oder |

Verkehr, Land, und Volkswir..>ickaft?

--.sMWZM-L-i!

Säure- oder ©rhimmawik tfl burcdg'arbetlet werden, um jedwede

e n feine« Tu* fiitrM 0a?,8etlätt b-->. Nunmedr wird durch F-HIberg'fcheslei^i^i'j" ein Kilogramm SaitSV, Gramm

roenia beifeem WWbr ®öcd)arin, welches man vorder mit ein hierbei LQU 0eo^ ^at, zugegeben, dann gekocht und

politische Wochenschau.

I ,, Gießen, 29. Juli 1892.

S)Qut> t, ,nbm^^b'^C 9Cmä6, unsere Leser nicht nur über den wi* Staatsamonen zu unterrichten, sondern auch mit I frfinftri* 9 oelJ ^^"isachen und Erscheinungen des volkswirtb- s, ,L

bte Annahme aussprach, daß das Reich das Etatsiabr 1891/92 m.t emem Defizit von 8 Millionen abschließen 'werde Er- freulicher Weise sind die Befürchtungen des Reichssecretärs un-u- Sh Allerdings haben für das ReLheer noch

| "b^r die Aufstellungen des Etats hinaus Ausgabe gemachi

"und 7 3 Un c5tcar in bem namhaften Betrage von ntnö 7 Millionen, ebenso haben die Ausgaben der «briaen StlenTn" l Cl,t,QS "ehr als 4 Millionen

uoer|tie8en. Auf der anderen Seite aber haben auch die hTS b'b.Atsiätze des Etats wesentlich fast um 8 £°Mn ub°rh°l-, sodaß also nicht ein Defizft von I e i fen' tole man ursprünglich angenommen harte, sich Wemger ersr7r!!ich'''s^b^^'E beiläufig 4 Millionen. v . .? erfreulich sind die Finanzverhältnisse in Dreufeen d7s Destzitü de7^"" ^'"bcilungcn ergeben. Hier beträgt Mbn,^ü ^brwaltung im Jahre 1891/92 trotz

g t Geschicklichkeit und Sparsamkeit lediglich infolae der

Mark voraussichtlich wenigstens 40 Millionen

Bekanntmachung,

betr. Schafräude zu Allendorf a. d. Lda.

SlätT ?ner ber H.^be des Schäfers W. Wißner baben^ mir die Kb' Sba; bier Schafräude ausgebrochen ist, vaben wir die Sperre der betr. Herde verfügt. Derselben wird durch Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. ein estimmter Weidebezirk angewiesen werden, welchen sie nicht überschreiten dar. Da die drei anderen Schafherden der lemarkung Allendorf mit der erkrankten seither in Berühruna fmbOmhX1Unb bk-efeIbe,n biernach der Ansteckung verdächtig ünd, haben wir die polizeiliche Beobachtung dieser drei Her den verfugt. Er ist deshalb bis auf Weiteres die Aus- uhrung von Schafen aus der Gemarkung Allendorf über- nrfferer"iedesmal^^^ .^tiger Abschlachtung und nur mit »nserer ledesmal besonders emzuholenden Erlaubniß zulässig

Gießen, den 29. Juli 1892.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.

SJ'S! 7'" Miinsterthale an drei Tagen der letzten Woche stattfanden, wurde einer der Mülhauser 22er Dragoner ver- 8 . Ue6er seinen Verbleib war ungeachtet aller Anstrena- ungeu einstweilen nichts zu ermitteln. Endlich am Sonntag, drei ^.age nach den Hebungen, meldete er seinem Schwadrons­chef, daß er leidend m Wesserling liege, das Pferd sei nn- b0rtbin eilenden Offizierüe7rf/hre?Folgendes l einer Recognoscirung in besonderem Auftrage ausgesendet geneth er am frühen Morgen bei dichtem Nebel an steilem Abhange m bte Nothwendigkeit, ber Gefahr wegen abzusitzen licßen^nTwmfl3u9et3U fübren' Abrollende Felsbrocken J. bas Pferd straucheln und abstürzen, mehr als 40 Meter her Mit sich reißend. Als dieser, vom Sturze

betäubt, nach längerer Zeit zu sich kam, sand er sein Roß tief* b'r*r ^>ner eigenen Befreiung gemachten Anstrengungen mn trn^mmE be? ^deus eingesunken. Er bemühte?ich nun, dem Thiere zu helfen und setzte die heldenhaftesten B* muhungen drei Tage lang fort. Für sein Roß schaffte er weniae"9 ^*bei, er selbst nährte sich von dem

!u»*97 Kommißbrot und Wasser, sowie von Waldbeeren.

*6eWi 0Umte Cr "r'*1' fcmc ^°"öe oben auf dem Abhange zu befesttgeii, um so möglicher Weise Hilfe berbeizurufen Allen Scharssinn wendete er aus, um sein Roß zu befreien mübte b r6Cs fEft' ba6 er dies entweder erreichen Tn! whb Je 6f, babet » Grunde gehen müßte. Am dritten -rage Ubendv, als er sowohl wie sein vierbeiniger Kamerad anstngen kraftlos zu werden, wurde sein flatterndes Fähnlein ! v°« einem Bauern bemerkt, ber . bann Hilfe herbeifdmffte $ *1Ern'^n7rcebei noch Mann. Letzterer, in Quartier nach Wildenstem gebracht, war zunächst sprachlos und total S 7 Cr6°Ite M Qber b°ld- s° daß er seinen Herbeieilerchen S' \ toenn °uch schwach, Rede stehen konnte. Eine solche Aufopferungsfähigkeit bei unfern Reitern ist ja nicht gelten, immethln ober hoch etjteulich.

* Die Vorrathskammer eines Adleruestes ^n den Savoyer Alpen gelang es vor Kurzem einem kühnen Alpen lager Namens Vigna le, ein unter einem mächtigen Fels- das Ad!'9 "gebrachtes Adlernest auszunehmen. Nachdem er b .S. Mb .ereib*en erschossen, sand er im Neste den jungen Adler dessen Flügclweite bereits anderthalb Meter betrug § B°---n des sehr geräumigen Nestes bestand aus dicken

^nTen? w r,"6 *C mit ^^'8 und Blättern bedeckt waren, ^t dem Neste konnten sechs Personen bequem Platz finden Mrn6e3TOCr"7 Neste folgende Speisevorräthe: ®r 6 Te"flC" tbcllS Aschen, theils faulen Fleisches einen kük? 9C!intTnt ®afen' 27 Gemsenfüße, 4* Tauben Fosanenfuße, 3 Hühnerköpse, 11 Hühnersllße föefir T \D°n Rebhühnern und weitere Reste von anderem Geflügel, dann Schlangen und Theile von Murmelthieren.

Bekanntmachung,

betr. Maul- und Klauenseuche zu Stockhausen.

Nachdem in einem Gehöft zu Stockhausen die Maul- öe« feft3eTlt roorben ist, haben wir die Sperre

°^ugt. Es dürfen hiernach bis au T"ere« Rindvieh, Schafe, Ziegen, Schweine nur auf Grund XÄff'"«-»s»«'

Gießen, den 29. Juli 1892.

Grobherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.

" " ^la8' Keil und I. Lein 81

bei L. Schneider ..... 75

©ei bett ©rodvertäufern. «

Md.) Tafeldrod .... .. .j

» ) Wetßbrod : : ; : ' ' ; '

) Schwarzbr»'d . . ^7

54

Brodpreise

vom 31. Juli bis 14. August 1892.

©ei bett ©Lckern. <

Md.) Tafelbrod .... *

) * *.........

ff ) Weißbrod . ... * ", ' ******

) Schwarzbrod . ..... * ' ' ' 27

tefetetPaeiTb " ,nSbefonbere 8toei Prozesse in der

9 n r kflE 7er p°'U'schen Welt auf sich gezogem

I InÄ «rP" blc Dynamithelden, welche in der letzten

I Woche des April und namentlich am ersten Mai, dem Tage

I b" 'ssttrnattonalen Achtstundendemonstration, eine ganze Reihe

6T,ta{ttenaten öettibt h°b-n, mit Recht fu sehr

I n Grafen verurtheilt worden. In Bulgarien sind

I «ettr*Tt bclafteten Komplizen der Mörder des^Ministers Beltschew bereits hingenchiet wordem Es ist sehr die

I .^V6 bUh* bl! °kemplarische Bestrafung der letzten Atten-

I sn? nm^T 60018 Ruhe im Lande geschaffen ist Denn

I n^n,n' bcrm ^r von russischer Seite angezettelie Mord-

I 9 hauptsächlich gegolten hatte, der wegen seiner selbst-

I Mstüster'(S tb nQhtlOrnalen V°litif Rußland besonders verhaßte befind k* °n* UJ"*'ebt lr°e °U°u Zettelungen noch und j

I ^..t sich nach wte vor an der Spitze der Geschäfte

I G^flen den nordafrikanischen Staat Marokko beabfichttaen die

I ^lltte nothigenfalls gemeinschaftlich vorzugehen. Man weiß

verschaffen., Gleichwohl tft es bisher nicht möglich gewesen

I snlatsvertraa 11t Griio * < * nöcn Schutz durch Con- I

ftilatsvertrag zu sichern, da ber Sultan von Marotta niien b!nasf*" ^strebungen feindlich gegenüberstand. Neuer­mehr Glück Ehnh° 8 °b ^8l°nd bei einem erneuten Versuche bkSBeel ®Tn ®"W«Vommernuf?geX batte bu Verhandlungen um so bequemer in die Länge ziehen in

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fe ungeheuerlichen Vorkommnisse indessen gehabt das'

SSS?iÄÄ r-S »ÄS giciung auskommen kann, Neuwahlen ausgeschrieben &,, **> --- =-«*«Ä&, 2

JiHtcheim Anzeiger«

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