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I 15. Mai. Ein bei einer hiesigen Herrschaft

7lenftcn stehendes Stubenmädchen ist plötzlich zur- Millionärin geworden. Sie ist das uneheliche Kind eines- Grafen, der auf dem Sterbebette, ans Aerger über seine

I Verwandten, die ihre Freude über die in Aussicht stehende I g.roße Erbschaft nicht verbergen konnten, seine ehemalige Ge­liebte zu sich ries, um eine rechtsverbindliche Ehe mit ihr I abzuschließen. Die Tochter setzte der sterbende Graf hieraus I als Universalerbin ein.

Buben heraus! Der Besichtigung des 4. Garde- I Regiments z. F. in Spandau am Dienstag voriger Woche I wohnten auch sämmtliche Schulkinder bei. Wie derA. I H-" meldet, hat nach seinem Erscheinen auf dem Parade- I 'cl^e ^cr Kaiser durch einen Adjutanten feinen bezüglichen I Wunsch auf dem Rathhause überbringen lassen. Infolge dessen I wurden die Schulen, darunter das Gymnasium, am Vormitraa geschlossen. Eine weitere Meldung sagt: Fünfzehn Minuten spater stürmten 5000 Schulkinder nach dem Paradefelde I hinaus.

* Praktisch. Die Agitation gegen das Altersversicherungs. I gesetz hat sich sogar des eben in Würzburg statlsindenden I landwirthschaftlichen Festes bemächtigt. Auf dem Festplatz I befindet sich nämlich eine Sammelstelle für Unterschriften qeaen I das Gesetz. y 9

* Serbische Studeuten Eheu. Es kommt sehr häufig vor I baß in Serbien Studenten heirathen, besonders wenn sie schon das zwanzigste Jahr erreicht haben und mündig geworden sind. Dieser Uebelstand frühzeitiger Studenten Ehen, die selten ein gutes Ende nehmen, tritt aber auch im Auölande hervor. Serbische Studenten, die an auswärtigen Hochschulen studiren, heirathen ost mit Einwilligung ihrer Eltern int Auslande, aber ihre Gattinnen finden in der Heimath des Gatten nicht immer gute Aufnahme. Ein warnendes Beispiel

I ^at dieser Tage hervor. Ein junger Mann, Namens Mita | Uresevics, studirte in Graz Pharmacie und heirarhete dorr ein zwar armes, aber aus guter Familie stammendes Mädchen, ! Namens Louise Miller. Vor mehreren Monaten kehrte Uresevics nach Belgrad zurück, nahm aber seine Frau und das Kind, das der Ehe entsprossen, nicht mit, sondern sagte der Gattin, er werde schreiben, wenn sie nach Belgrad kommen soll. In der serbischen Hauptstadt angekommen, stieg Mira bei seinem Schwager Dr. Steics, Poltzei-Physikus, ab, ließ aber nun keine Meldung an seine Gattin in Graz gelangen. Die Frau wartete mehrere Monate vergebens aus einen Bries von ihrem Gatten und entschloß sich endlich, nach Belgrad zu reisen und den Mann aufzusuchen. Als sie ihn nun bei seinen Eltern und Verwandten fand, wollte man sic nicht ausnehmen, und aus ihre Frage, was ihr Mann mir ihr und seinem Kinde machen wolle, wurde sie von den Eltern in Gegenwart des Mannes, der solches duldete, geschlagen und aus dem Hause getrieben. Auf ihr Weinen und Klagen sammelte sich eine große Menschenmenge an, welche mit Entt rüstung das traurige Schauspiel ansah. Die Aermste muß nun die Hülse der Behörden in Anspruch nehmen, um ihr gesetzliches Recht als Gattin und Mutter zur Geltung zu bringen, ihr Recht, im fremden Lande bittere Noch zu leiden. Diesen Vorfall schildern Belgrader Blätter mit Ausdrücken der Entrüstung über eine solche Handlungsweise und warnen zugleich vorden serbischen Studentenheirachen im Auslande".

* DaS Glockenspiel. Von den bösen Eigenschaften, dir in der Brust des Menschen schlummern, wird keine so leicht geweckt, wie der Brodneid. So wissen Berliner Blätter von einem wahren Cabinetstückchen zu berichten, das jener Trieb einen Wirch in Halenfee seinem Nachbar, der eben­falls Wirth ist, spielen ließ. Besagter Wirth, Herr A., ärgerre sich, daß sein Nachbar und Concurrent B. eine Sommerbühne eingerichtet hatte, deren nahe bevorstehende Ervssnung den Strom der Gäste von dem A.'schen in daö

^tefle besagt, setzt das Erscheinen der neuen Tarife die alten Tarife ab 1. Juli außer Kraft.

Pest, 17. Mai. General Georg Klapka, der Helden- muthige Vertheidiger der Festung Komorn während deS ungarischen Freiheitskrieges, ist heute gestorben. Daß «dgeordnetenhauS beschloß den protokollarischen Aus- vruck des Beileids wegen des Ablebens des Generals Klapka. Das ^elchenbegängniß veranstaltet der Landeshonved-Central-

Kopeuhagen, 17. Mai. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland mit ihren Kindern werden Samstag von Petersburg aus der DachtPolarstern" abfahren und Montag Vormittag hier etntreffen. Der Großherzog von Luxemburg hat feine Ankunft zu den Festlichkeiten der goldenen Hochzeit des Königspaares angemeldet, ferner Prinz Karl von Schweden, ein österreichischer Erzherzog und ein Vertreter des Groß- Herzogs von Mecklenburg-Strelitz.

Warschau, 18. Mai. DaS amtliche BlattWarSzawcki Dnewnik" dementirt, daß dieses Jahr bei Petersburg oder in den westlichen GouvernemenrS größere Manöver statt­finden sollen.

Loudon, 18. Mai. Der Großherzog von Hessen wurde zum Ritter des Hosenbandordens ernannt.

hält, wurden im abgelaufenen Jahre 737 Bände (1890/91 560 Bände) an Hiesige verliehen. Der neue Zuwachs ®iblio^ct i-n Jahre 1891/92 umfaßte 8059 Schuften, von welchen 1777 gekauft, 1984 als Tausch. Geschenk- und Pflichtexemplaie, 379 von der Obcrhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, 178 vom Ober- hessjsch«, Geschichtsverein, 261 vom philologischen Seminar, deren Bibliotheken mit der Universitäts-Bibliothek vereinigt sind, geliefert wurden,- der Rest von 3480 Schriften bestand ouS Universität«, und Schulschristen. Von umfangreicheren Schenkungen ist eine durch Vermächtniß von Frau Dr Ohler "Ma'nz an die Universitäts-Bibliothek gekommene größere Buchersammlung zu erwähnen, die allerdings ziemlich isolirt dasteht. Man gestatte bei dieser Gelegenheit eine kurze Bemerkung ! Angesichts der mit dem Anschwellcn der literarischen Production von Jahr zu Jahr gesteigerten Anforderungen an die öffentlichen Bibliotheken reichen deren Mittel in unseren Tagen zur systematischen Sammlung auch nur der unent­behrlichsten wissenschaftlichen Literatur immer weniger aus Um so dankbarer ist die Ausgabe für die weiteren gebildeten Kreise hier helfend einzutreten und durch Zuwendung von guten Privatbibliotheken (nicht werthloscm Plunder) die klaffenden Lücken in den öffentlichen Sammlungen schließen zu helfen. Erwägt man einerseits, welchen allgemeinen Nutzen unsere öffentlichen Bibliotheken, weit über die fachwissen- I fd)QftItd)en Kreise hinaus, für alle Schichten und Stände der Bevölkerung stiften, und bedenkt man anderseits, wie täglich werthvolle Privatbibliotheken nach dem Tode ihrer Besitzer zu Schleuderpreisen in alle Welt verstreut werden, so kann man sich des Wunsches nicht erwehren, daß die öffentlichen Bibliotheken in Zukunft eine kräftigere Unterstützung nicht nur seitens des Staates, sondern auch seitens des gebildeten Publikums finden möchten. Nordamerika, wohin im Lause der lebten Jahre unsere werthvollsten privaten deutschen Bücher- sammlungen gewandert sind, um in öffentlichen, mit privaten Mitteln gegründeten Bibliotheken Ausstellung zu finden, gibt uns Deutschen nach dieser Richtung ein glänzendes Beispiel, durch das wir uns hoffentlich nicht auf die Dauer beschämen lassen.

Verhaftet wurde gestern dahier ein Barbiergehilfe, her ein Sittlichkeitsvergehen nach § 175 des St.-G.-B be­gangen hatte.

wurde, fei vorerst noch nicht spruchreif, doch wäre die Frage bereits in ernster Erwägung.

Vermischtes. *

L / Bentfurt a. M., 17. Mai. Die Nachricht von der Ankunft Jägers in Triest muß, so berichtet dieFr. Z." auf einer Verwechslung beruhen. Wenn die Ausliesernn« Jagers auch keinem Zweifel unterliegt, so sind doch die Aus- * f°T?htten' bie Falle erfüllt sein müssen, noch nicht erledigt- es wird daher immer noch einige Zeit dem'in' <*18 «0er bCn 8tufcnt^alt w Egypten zunächst mit dem in Frankfurt vertauscht. Wie man ferner mit Bc- stimmtheit vernimmt, ist dieser Tage das Geld, das bei der ",a"'lle 2°ger von der Behörde mit Beschlag belegt wurde, zurückgegeben worden, da das Haus Rothschild ausdrücklich af.£ben, Anspruch nach dieser Richtung verzichtete und die Zurückgabe wünschte. Die Verhaftung des Buch- H-r-n1 m8 61 Rothschild'schen Bankhause soll

hren Grund darin haben, daß G. die Eintragungen, die leinen Schwager Jäger betrafen, nicht auf ihre Richtigkeit pruste, sie vielmehr lediglich im Vertrauen auf die Ehrlichkeit Jägers passiren ließ. Von anderer Seite wird derFr. Z." dagegen die folgende Darstellung gegeben: Gerloff erhielt Bor wenigen Tagen von einem Unbekannten ein PacketAn Frau ^ager übergeben. Anstatt den sonderbaren Anstraq einer Prüfung zu unterziehen, richtete G. ihn ohne Weiteres aus. Bei einer Haussuchung in der Wohnung der Adressatin sand man am folgenden Tage 150000 Mk. vor und daraufhin wurde G. verhaftet, um Rechenschaft über seine etwaige Mit- schuld zu geben. 3

. . * derlill, 16. Mai. In der verflossenen Nacht hat ein dreizehnfahriges Mädchen, Namens Clara Wernecke, seinen sieben Jahre alten Stiefbruder Hermann Büge von der Cott­buser Brücke herab kopfüber in den Canal geworfen Hilfe war nicht zur Stelle und der Knabe mußte ertrinken

Dortmund, 16. Mai. Auf der ZecheGermania" wurden durch Schlagwetter neun Bergleute, zum Theit' schwer, verletzt. Todt ist keiner. Der Betrieb wird moracil wieder ausgenommen.

Auszeichnung. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ertheilt durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des G r oh h er z o o s vom 11. Mai l. Js. den Mitgliedern der freiwilligen Feuer­wehr zuCastel: Joseph Lor um, Wirth und Fleischbeschauer, Carl Neumann, Spezereihändler, und Leopold Ne umann Spezereihändler. '

Krankenversicherung. Aus dem neuen Krankenversiche­rungsgesetz sind nicht blos den Krankenkassen neue Rechte und Pflichten erwachsen, sondern auch den Berufsgenoffcnschasten und den Versicherungsanstalten für Jnvaliditäts- und Alters- Versicherung. Die beiden letzteren Organe können zum Zweck her Ermittelung der von ihren Mitgliedern, bezw. den Arbeit- brC§ ^zirks beschäftifften Versicherten, sowie deren Beschaftigungszeit und Lohnhöhe durch Beauftragte von den Buchern und Listen der Krankenkaffen Einsicht nehmen laffen. Die Berufsgenoffenfchaftcn sind ferner berechtigt, in Erkrank- uiigsfallcn, welche durch Unfall hcrbcigeführt werden, das Heilverfahren auf ihre Kosten zu übernehmen. Auf sie geht dann zwar vom Tage der Uebernahme an der Anspruch des Kranken auf Krankengeld über, sie haben aber auch alle Ver­pflichtungen zu erfüllen, welche sonst den Krankenkassen gegen­über dem Erkrankten obliegen. Es ist ersichtlich, daß namentlich lnese zweite, die Berussgenossenschaften allein an­gehende Neuerung eine wichtige materielle Aendcrung des bisherigen Zustandes bedeutet. Die Berufsgenoffenschasten haben, um nicht durch zu große und zu lang andauernde Renten belastet zu werden, ein großes Jntereffe daran, die durch Unfall erkrankten Versicherten möglichst bald und mög- lichft vollständig geheilt zu sehen. Sie werden deßhalb, wie dieBerl. Pol. Nachr." bemerken, zu ihrem eigenen Nutzen opcriren, wenn sie von dieser ihnen nach dem neuen Kranken­versicherungsgesetz vom 1. Januar 1893 ab zustehenden Er- mat<t,0rn0 "pichst umfassenden Gebrauch machen. Es cm- mK ba& bob ?°n beu Berufsgenoffenschasten ein I tnüfl[id)ft einheitliches Verfahren gegenüber den Krankenkaffen eingehalten wird. Ein solches herbeizusühren, dürste wohl die Ausgabe hes für d,e Mitte Juni nach Hamburg berufenen Berufsgenoffenschaftstages sein, auf dessen Tagesordnung e(n diese Fruge behandelnder Gegenstand gesetzt ist. f

o 17' Mai. Sonntag den 22. Mai, Nachmittags

3 Uhr, findet dahier bei Wirth Gun drum eine Versamm- lung statt, in welcher Herr Landwirthschastslehrer Leitbia er I emen Vortrug überFruchtwechselwirthschaft" halten wird.

r... . 17- Mai. Anläßlich der Berathung des

städtischen Budgets wurde gestern in der hiesigen Stadtver- ordnttenversummlung der alljährlich wiederkehrende Antrag aus Beseitigung des städtischen Octrois eingcbracht. Trotz­dem der Antrag von Mitgliedern aller Parteien warm be- I i9rl^rCt rourbre' f°nb bic Ablehnung desselben mit 25 gegen 1- Stimmen statt. Die Stadtverordneten, die gegen den I Antrag votirten, mißkannien nicht deffen Berechtigung, schreck- ten indcß vor dem Ausfall, den unser städtisches Budget I urd) die Aushebung des Octrois unzweifelhaft erleidet, zu- rück. Bei der gestern stattgehablen jährlichen General- I h" bef landwirthschaftlichen Vereins für Rhei»- Wfen gab Mimsterialrath Jaup betreffs der in der letzten ä'h xrbet ^"S^presse ziemlich lebhaft erörterten Frage der Behandlung des tuberkulösen Fleisches in Hessen die Erklä- rhf V6' blc Regierung nicht der Ansicht Hube ver- WmI' b?fe, bie b-zliglich der Behandlung des tuber-

kulösen iXleisches bestehenden Bestimmungen zum Nachtheil eine/ Min "^ £,ärtcn enthalte, welche dringend

einer Milderung bedurften. In welcher Art dies geschehen '

Znr Förderung der deutschen Ausfuhr nach dem Orient.

Der deutschen Exportthätigkeit sind aus allerdings sehr verschiedenen Ursachen eine Reihe wichtiger Absatzgebiete in den letzten Jahren mehr oder weniger verloren gegangen, deren Wiedergewinnung in letzter Zeit als leider wenig wahrscheinlich bezeichnet werden muß. Unsere Industrie ist aber zum guten Theil auf das Ausland als Absatzgebiet angewiesen und sie muß sich daher angelegentlich bemühen, neue Absatzguellen auszusuchen, wenn sic nicht bedenklich lahm gelegt werden will. Glücklicher Weise giebt es auch heut­zutage trotz der immer bemerkbarer auftretenden ausländischen Concurrenz noch immer geeignete Absatzgebiete für die auf ben Export angewiesenen industriellen Kreise Deutschlands genug, nur, daß diese unter jenem Gesichtspunkte noch nicht hinreichend gewürdigt worden sind. Hierher gehören vor Allem die Länder des europäischen Orients, auf welche eine kürzliche Kundgebung des türkischen Generalconsulats in Leipzig erneut den Blick der deutschen Exportindustriellen lenkt. Gewiß läßt das gesummte Culturleben im europäischen Orient im Vergleiche mit demjenigen des westlichen Europas noch sehr viel zu wünschen übrig, aber dennoch haben die betreffenden Länder, also die Türkei, Rumänien, Serbien, Bulgarien und Griechenland von dem kleinen und armen Montenegro kann füglich abgesehen werden in den letzten Jahrzehnten einen verhältnißmäßig bedeutenden Aufschwung genommen, der vielleicht noch vor einem halben Jahrhundert ganz undenkbar. Diese auffteigenbe Epoche für die Balkan­staaten knüpft namentlich an deren Anschluß an das west­europäische Eisenbahnnetz, sowie an den Abschluß von Handels­verträgen an und hat in der Bevölkerung des Orients neue Bedürfnisse entstehen laffen, welche die betreffenden Länder natürlich viel consumtionsfähiger machen, als früher. Besonders die Vcrkehrscentren und die Hauptstädte des europäischen Orients weisen einen mächtigen Aufschwung auf, der sich wenngleich vielfach abgestust, mehr und mehr auch den Provinzen mittheilt und unter seinem Einflüsse gewinnen die Einrichtungen und Bedürfnisse des Westens zweifellos auch im Orient zusehends an Boden. Hier wäre darum deutscher Unternehmungslust und Ausdauer, wie deutscher Solidität noch ein dankbares und reiches Feld geöffnet und es steht deshalb zu erwarten, daß unsere Exportindustriellen, die ja >*on jetzt auf vielfache Verbindungen mit dem Orient blicken können, sich bestreben werden, dieselben noch möglichst zu festigen und zu erweitern. Speciell durch Collectivausstellungen, ju welchen sich je eine Anzahl Industrieller der gleichen Branche vereinigen könnten, in den bedeutenderen Plätzen ließe sich gewiß so Manches für die deutsche Exportthätigkeit rm Orient erreichen, was bislang nicht zu erstreben war und jedenfalls würden sich dem Scharfblick untererer Industriellen aud) noch andere Mittel und Wege zur Vermehrung ihrer Abiatzgebiete int Orient eröffnen.

tocales unJ provinzielles.

Gießen. 18 Mai 1892.

Z ~2tul.?cr übcr bic Benutzung und Vermehrung der Unioerfitats.Btblwthek zu Gießen vom l. April 1891 bis ?ionrL 892 (bciro' »am 1. April 1890 bis 31. März 1891) geführten Statistik dürsten die folgenden Zahlen auch weitere Kreise intereffiren. Was die Ausleihe betrifft fo wurden im Geschäftsjahr 1891/92 circa 14 200 (1890/91 circa 13,300) Bände verliehen. Die Anzahl der im Lese­zimmer benutzten Werke läßt sich, da ein Theil der Benutzer Zutritt zu den Büchersälen hat, nicht feststellen. Von auswärts und zwar in erster Linie von Angehötigen der drei Provinzen deS Grogherzogthums ist die Universitäts-Bibliothek, die dies­bezüglichen Wünschen gerne nach Möglichkeit entgegenkommt, ,m Lause der letzten Jahre in steigendem Maße benutzt worden. ,m Geschäftsjahr 1891/92 wurden 1363 Bände in 27o «endungen (gegen 1352 Bände in 1890/91) nach

Unter den 364 einheimischen Benutzern des Gelchafttfahres 1891/92 befanden sich 119 nicht der ^n't,srf,,m (.?n9^.Ör<.enbE S-t5crfoncn und 52 Universitätslehrer. ®te die B.bl.vthekbenutzenden 198 Studirenden repräsentiren 36% Don deren Gesammtzahl. Den höchsten Procentsatz zu den d,e Unioersitats-Bibliothek benutzenden Studirenden stellen b,e Historiker, klasftfchen Philologen, Neu-Philologen und Theologen (75, 70, 65, 58%), während von den Medicinern vur 25%, von den Juristen nur 23% sich einstellten. Von der Großherzoglichen Hof-Bibliothek zu Darmstadt, mit der die Umverfitats Bibliothek einen regelmäßigen Verkehr unter- '