Ausgabe 
31.12.1891
 
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verordneten von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen be­absichtigen.

Im Interesse von Kranken und sonstigen Ruhebedürf­ligen sei daraus aufmerksam gemacht, daß das Schießen in der Neujahrsnacht, sowie das sonstige Unfugtreiben, Wersen mit Feuerwerkskörpern rc. nach § 367 pos. 8 des Reichs- Strafgesetzes verboten ist. Auch das überlaute Schreien und Spectakuliren ist nicht gestattet, sondern wird als Ruhe­störung betrachtet und zur Anzeige gebracht. Wie man uns mittheilt, ist das Polizeipersonal angewiesen, für die Neu« jahrsnacht mit aller Strenge gegen Ruhestörer einzuschreiten und solche zur Anzeige zu bringen.

Ordens - Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog habenAllergnädigst geruht: Am 24. December dem Peter Korell aus Zeilbach, Kreis Alsfeld, im Dienste des Landwirths Heinrich Schaaf zu Unter-Seibertenrod, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür Verdienste" zu verleihen.

Sämmtliche Mannschaften der Ersatz-Reserve, welche nicht geübt haben und deren Dienstpflicht in der Ersatz-Re­serve vom 1. October 1886 ab zählt, d. h. solche, welche im Jahre 1886 der Ersatz-Reserve 1. Klasse überwiesen worden sind, haben die in ihrem Besitz befindlichen Ersatzreserve-Pässe sofort behufs Uebersührung zum Landsturm 1. Aufgebots dem zuständigen Bezirksfeldwebel einzureichen. Es wird hierbei besonders darauf aufmerksam gemacht, daß, so lange der Uebersührungs-Vermerk in dem Ersatzreserve-Paß fehlt, der Inhaber desselben noch der Ersatz-Reserve angehört.

DerDeutsche Reichsanzeiger" veröffentlicht das osficielle Gesammtresultat der letzten Volkszählung. Danach hat das Deutsche Reich (einschließlich Helgoland) 49,428,470 Einwohner und gegen 46,855,704 Einwohner (ohne Helgo­land) im Jahre 1885.

Erledigte Stellen im Bezirke des 11. Armeecorps. Altenbüren, Gemeinde Altenbüren, Waldwärter, 700 Mk. behalt, 50 Mtr. Deputat-Brennholz und 75 Mk. Mieth- entschädigung. Berleburg und Birkenau, Postamt, Land­briefträger, je 650 Mk. Gehalt und 60 Mk. Wohnungsgeld­zuschuß. Eichberg (Rheingau), Direction der Jrrenheil- und Pflegeanstalt, 2. Verwaltungsgehilse, auf dreimonatliche Kün­digung, 500 Mk. Anfangsgehalt nebst freier Dienstwohnung und Verpflegung in 3. Klasse. Gotha, Postamt, Briefträger, auf vierwöchentliche Kündigung, 900 Mk. Gehalt und 44 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. Main Weser-Bahn, Eisenbahnbetriebs­amt, zwei Lademeisteraspiranten, zunächst aus Probe, nach der Prüfung auf Kündigung, im ersten Jahre je 1020 Mk., nach dem ersten Jahre 1140 Mk., nach dem zweiten Jahre 1200 Mk. jährlich. Schmalkalden, Postamt, Landbriefträger, auf vierwöchentliche Kündigung, 650 Mk. Gehalt und 108 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. Königl. Eisenbahnbetriebsamt Altena, 25 Aspiranten für den Bahnbewachungs- und Weichensteller­dienst, nach bestandener Probezeit und Prüfung auf monat­liche Kündigung, 700 Mk. Jahresgehalt und Dienstwohnung.

Alsfeld, 28. December. Nach einer Mittheilung des katholischenVolksblattes" befindet sich auf dem hiesigen Rathhause ein im Jahre 1501 vollendetes kurmainzisches Meßbuch mit herrlichen Initialen, einer Darstellung der Kreuzigung Christi rc.

Mainz, 28. December. Die verurtheilten Verbrecher Förster, Wieghardt und Hochgesandt, denen, wie bekannt, die Privatleute Lüft und Weismantel zum Opfer gefallen sind, wurden heute früh in der achten Stunde unter Gensdarmeriebedeckung über Castel ins Zuchthaus gebracht. Die Burschen benahmen sich höchst frech, schamlos und ver­höhnten noch das Publikum, das sie bei Abgang des Zuges fast gelyncht hätte.

Sie habens gehört, Fräulein Kollmann, Sie sind Zeugin.

Ich werde die Hand schaffen und den Dieb dazu."

Der Sylvesterabend verlief sehr fidel. Man trennte sich spät und mit höchst seltsamer Herzlichkeit. Als Herr Loh- meyer am nächsten Tage erwachte, war sein erster Blick aus dem Fenster nach der Hand.

Himmel, was sah er da? Die rothe Haud war wieder fort und an ihrer Stelle schaukelte sich vergnügt und ver­traulich die alte gute blaue Hand mit dem Goldstreifen im Morgenwinde! Ging das mit rechten Dingen zu? Mußte er nicht an Gespenster glauben? Er hatte fast die ganze Nacht gewacht seiner rothen Hand zu liebe und nun war nicht nur die rothe Hand fort, sondern die alte blaue Hand war auch wieder da!

Gegen Mittag kam Herr Nehring de- und wehmüthig, im schwarzen Frack mit weißer Cravatte und weißen Hand­schuhen trat er ein. Herrn Lohmeyer wurde die Situation nunmehr mit überraschender Schnelligkeit klar.

Also Sie!" brauste er auf.

Herr Lohmeyer, gestatten Sie mir em Wort," sagte Nehring.Ich habe mein Versprechen erfüllt. Die blaue Hand hängt unten, ich habe sie zur Stelle geschafft, der Dieb steht hier. Ich habe ihn ebenfalls zur Stelle geschafft. Mein Wort ist erfüllt. Nun erfüllen Sie das Ihre. Ich habe mir auch schon aus Ihrem Laden ausgesucht, was ich gern haben möchte. Hier steht sie. Es ist Fräulein Lieschen!"

Ich werde Sie bestrafen lassen," raisonnirte Herr Lohmeyer.

Wie es Ihnen beliebt, Herr Lohmeyer, aber Sie werden Ihr Wort halten und werden mir Lieschen zur Frau geben."

Gut," sagte Lohmeyer mit sonderbarem Schmunzeln, sehr gut, und das soll Ihre Strafe sein!"

Das kurze Ende dieser Geschichte war ein langer Kuß.

vermischtes.

* Frankfurt a. M., 28. December. Am zweiten Feiertag Vormittag hat sich die 21jährige Tochter einer hinter der Peterskirche wohnenden Wittwe mittetfft Vitriol das Leben genommen. Der Grund ist Liebeskummer. Sie hatte ein Verhältniß mit einem städtischen Angestellten und glaubte annehmen zu müssen, daß dessen Neigung zu ihr erkalte. Als der Betreffende sich nun am ersten Feiertage nicht bei ihr in gewohnter Weise sehen ließ, beschloß sie zu sterben, zu welchem Zwecke sie fast einen Schoppen Vitriol austrank, was den Tod unter allen Umständen zur Folge haben mußte. Vorher hatte sie ihrem Verlobten durch einen Dienstmann einen Zettel geschickt, sofort zu ihr zu kommen, wenn er sie noch einmal sehen wolle. Der Aufforderung wurde umgehend Folge geleistet, es war aber schon zu spät. Der traurige Fall findet um so mehr Theilnahme, als die Wittwe vor Kurzem einen Sohn und eine Tochter ver­loren hat.

* Barmeu, 28. December. Aus entsetzliche Weise kam hier gestern ein junges Mädchen ums Leben, indem es von einem Eisenbahnzuge erfaßt und üb erfahren wurde. Die Persönlichkeit der Verunglückten konnte noch nicht fest­gestellt werden, weil die Leiche bis zur Unkenntlichkeit ver­stümmelt ist.

* Einen eigen artigen Lotteriegewinn erhielt dieser Tage ein Herr zugesandt, der im Sommer während seines kurzen Aufenthalts in Zwickau für eine Mark ein Loos in einer dortigen Gewerbe- und Industrie-Ausstellung gekauft hatte und davon benachrichtigt war, daß aus seine Nummer ein großer Gewinn gefallen sei Eine mit 3.50 Mk. Porto be> lastete, riesengroße Kiste traf bet dem glücklichen Gewinner ein. Als er sie erwartungsvoll öffnete, sand er darin eine große metallene Kirchthurmspitze, welche eine erzgebirgische Blechhütte für die genannte Industrie-Ausstellung gestiftet hatte! Der Mann braucht jetzt zu der Spitze nur noch einen Thurm zu gewinnen, dann ist erfein heraus!"

Denselben. Dem Glaser Johann Jakob Lauppe eine Tochter» Karoline, geboren den 28. November.

Den 25. December. Dem Schuhmacher Theodor Faßfiller eine Tochter, Elli Elise Emllie, geboren den 19. November.

Denselben. Dem Schriftsetzer Joseph Weinert eine Tochter, Elsa Emilie Luise Karoline, geboren den 24. October.

Denselben. Dem Maurer Johann Weiß ein Sohn, Johann Heinrich, geboren den 2. December.

Denselben. Dem Bierbrauer Heinrich Kraushaar ein Sohn, Wilhelm, geboren den 5 November.

Denselben. Dem Hilfsheizer Wilhelm Reis eine Tochter, Emm« Margarethe Marie, geboren den 25. November.

Den 26. December. Dem Taglöhner Peter Kern ein Sohn, Robert Friedrich, geborrn den 29. August.

Denselben. Dem Schretnermeister Karl Pfeil eine Tochter, Emilie Anna, geboren den 29. November.

Denselben. Dem Friseur Heinrich Tichy ein Sohn, Jean Heinrich, geboren den 9. November.

Denselben. Dem Fuhrmann Johannes Dechert ein Sohn, Heinrich Otto Johann, geboren den 16. November.

Denselben. Dem Taglöhner Conrad Will ein Sohn, Wilhelm, geboren den 9. November.

Denselben. Dem Schneider Johann Büttner ein Sohn, Emil, geboren den 21. November.

Denselben. Dem Schneider Heinrich Klee ein Sohn, Friedrich, geboren den 21. November.

Denselben. Dem Schuhmacher Martin Schmidt ein Sohu, Friedrich August, geboren den 22. Mai.

Denselben. Dem Schreinermeister Hermann Koch eine Tochter, Elisabeth, geboren den 1. December.

Denselben. Dem Hilfsbremser Johannes Stock ein Sohn, Heinrich, geboren den 4 December.

Denselben. Ein unehelicher Sohn, Heinrich Martin Ludwig, geboren den 21. Dccember.

Beerdigte.

Den 20. December. Luise Pfeffer, geb. Walbert, Ehefrau des Wagenrevtsors Gottfried Pfeffer, alt 44 Jahre, gestorben den 18. December.

Den 21. December. Hermine Lang, Tochter des verstorbenen Pumpcnmachers Conrad Lang, alt 63 Jahre, gestorben den 19. Decbr.

Den 22. December. Christian Jughardt, Rentner, alt 64 Jahre, gestorben den 20. Dccember.

Den 24. December. Christian Wisfig, Schneidermeister, alt 74 Jahre, gestorben den 22. December.

Den 25. December. Louis Lichtenberger, Buchdruckereibesitzer,, alt 51 Jahre, gestorben den 22. December.

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Literatur und Knnft

»Der Stein der Weisen". Wir erhalten das 24. (Schluß-) Heft des laufenden dritten Jahrganges dieser vielgelesenen populär­wissenschaftlichen Zeitschrift (A. Hartlebens Verlag, Wien), welches nachstehenden interessanten Inhalt ausweift: Minenkrieg von A. Hueber (mit 12 Bildern); Torpedo-Erfolge im chilenischen Krieg; die Ver­anstaltungen derUrania" in Berlin von William Fromont (3 Bilder); Neapel von Clara Schorner (8 Bilder); Die Matterhorr.bahn von G. van Mvyden (1 Bild). Sodann eine Anleitung über das Gyps- ormen (mit 6 Bildern) und drei sehr interessante sachliche Abhand­lungen: Die Beobachtung des Erdmagnetismus, Schichtung und Lagerung der Gesteinsarten und Mikroskopische Untersuchung des Papiers, mit insgesammt 17 Abbildungen und 1 Tafel. Mit diesem reich und splendid ausgestatteten Hefte beschließtDer Stein der Weisen" seinen dritten Jahrgang. In dem kurzen auf dem Umschlag abgedruckten Prospect zum vierten Jahrgang geschieht der Thattache Erwähnung, daß die Zeitschrift in den abgelaufenen drei Jahrgängen über 800 Aufsätze von größerem und kleinerem Umfange mit zusammen 3500 Abbildungen publicirt hat. Das ist in der That eine Leistung, welche die größte Anerkennung verdient und die demStein der Weisen" zu seinen alten Freunden sicherlich eine Schaar neuer zu- ühren wird. Wir wünschen fie ihm ohne Vorbehalt.

Verkehr, £anbe und Volkswörthschaft.

Ein neues Mittel zur Vernichtung von Engerlingen und Raupen der Wiuterfaaterrle. Da oekanntlich die Saaten der Lunowttthe ungemein, von den Engerlingen und Raupen der Wintersaateule zu leiden haben, so verdient eine Mttiheilung von M. Decaux, Mitglied des Vereines der Jnsectenkunde von Frankreich, in der französischenRundschau der angewandten Wissenschaften" über die Vernichtung von Engerlingen und Raupen der Wintersaat­eule berechtigtes Aussehen. Dicaux schreibt:Im Jahre 1888 befand ich mich auf der Suche nach Silpha spaca (Aaskäfer) und kam dabei durch die Rübenfelder der Ortschaft Solesmes (Nord); hier fiel mir plötzlich eine Rübenbrette auf, die zwischen anderen, von Maikäfer­larven (Melolantha vulgaris) zur Hälfte zerstörten, vollständig unversehrt und hervorragend schön dastand. Der Besitzer behauptete, das Feld ganz wie seine Nachbarn bestellt zu haben und wußte keinen Grund dafür, daß es von den Engerlingen verschont geblieben. Nach Untersuchung des Ackers fand ich im Boden viele Theile von Lumpen, die der Besitzer als Dünger benutzt hatte; sie waren durch einen 2 Kaufmann in Solesmes in den Handel gebracht worden und I stammten aus einem Posten von 4000 Centner alter gebrauchter I Putzlappen her, den eine Eisenbahngesellschaft verkauft hatte. Diese mit Erdölen getränkten Lappen hatten die Rübenernte gegen die in der Erde lebenden Jnsecten geschützt. In diesem Jahre, 1891, babe ich wieder Solesmes besucht und mich dort längere Zeit aufgehalten. Der Besitzer des oben erwähnten Ackerstückes versicherte mir, daß seit 1888 auf dem mit Putzlappen gedüngten Acker keine Spur von Jnsectenfraß zu entdecken sei. Ich ließ mir von dem Kaufmann in Solesmes sämmtliche Käufer jener Lumpen nennen und habe sie alle aufgesucht. Ihr einstimmiges Urtheil lautete dahin, daß nach Verwendung der Putzlappen als Dünger die betreffenden Felder weder von Engerlingen noch den grauen Raupen der Eule (agrotis segetum), noch von anderen Larven zu leiden gehabt haben. Nach eigener Untersuchung kann auch ich dies bestätigen. Decaux hat dann noch festgestellt, daß auch derartige erdölgetränkte Lappen die Zuckerrüben vor den Angriffen der Nematoden (Heterodera Schacht») schützen, und zwar im Gegensatz zu dem zwar krästtg und absolut, aber nicht dauernd wirkenden Schwefelkohlenstoff, auf einen Zeit­raum von drei Jahren hinaus, er hofft, daß diese Entdeckung auch den bisher noch reblausfreien Weinbergen zu gute kommen werde.

Auszug ans den

der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getränte.

Den 20. December. Philipp Knoch, Oberkellner in Gießm, und Marie Eli-abeth Amalie Sonntag, Tochter des verstorbenen Buchbindermeisters Heinrich Sonntag in Gießen.

Den 23. December. Ludwig Zecher, Stuhlflechter in Gießen, und Auguste Clar, Tochter des öerftorbenen Hauptmanns a. D. August Clar in Gießen.

Den 26. December. Ulrich Georg Ludwig Vermehren, Buch Händler in München, und Luise Martha Anna Marie Vaubel, Tochter des verstorbenen Maschinenmeisters Christoph Vaubel in Stettin.

Getaufte.

Den 20. December. Dem V>ce»eldwebel Johann LouiS Lotz ein Sohn, Louis Willy, geboren den 21. November.

Denselben- Dem Metzgermeister Gustav Sack ein Sohn, Karl Emll, geboren den 25. September.

Kird?lid?e Anzeige« -er Stadt Gietzen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Sylvester, 31. December:

Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Neujahr, 1. Januar 1892:

Vormittags 9^2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Collecte für die Armen der Gemeinde.

Die Vorbereitung für die Kinderkirche findet Nachmittage 3 Uhr in der Kirche statt-

Am Sonntag den 3. Januar: Beichte und heiliges Abend­mahl im Abendgottesdienst.

Katholische Gemeinde.

Neujahr, 1. Januar 1892:

Donnerstag: Nachmittags um 4 Uhr und nach der Sylvester- andacht Gelegenhett zur hl. Beichte; um W Uhr Syloesterandacht mit Predigt-

Freitag: Morgens um 3/46 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte; um 6 Uhr Frühmesse; um W Uhr Militärgottesdienst mit Predigt; um 8/*10 Uhr Hochamt. Nachmittags um Uhr Festandacht.

Sonntag nach Neujahr, 3- Januar:

Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V»8Uhr Gelegenheit zur hl- Beichte

Sonntag: Morgens von %6 Uhr an Gelegenhett zur hl. Beichte; um 6 Uhr erste Frühmesse; um Vi8 Uhr zweite Frühmesse; um 8/<10 Uhr Hock amt mit Predigt. Nachmittags um 4/»3 Uhr Christenlehre und Andacht-

Altkatholischer Gottesdienst.

Am 1. Januar 1892 findet in der Stadtkirche um elf Uhr altkatholischer Gottesdienst statt. r . r ' ,

Am 2. Januar 1892, Vormittags 9 Uhr, ebendaselbst eine Gedenkfeier für den verstorbenen Professor Dr. Lutterbeck.

Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen

51. Woche. Vom 20. December bis 26. December 1891.

. Einwohnerzahl: 20 611 (ind. 1600 Mann Militär).

Sterblichkeitsziffer: 22,71 a/oybezw. 15,14nach Ausschi, der Ortsfremden.

Kinder

ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

Anm Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in ter betreffenden .Krankheit auf von Auswärts nach (SCBei. gebrachte Kranke kommen

Lungenentzündung 1

Gehirnschlagfluß 2

Andere bekannte

Krankheiten 6 (3)

1

2

3 (2)

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

2 (1) 1

Summa: 9 (3)

6 (2)

2 (1) 1

Eingesandt.

Gieße«, 30. December.

Die zahlreich besuchte WeihnachtSbescheerntN fechtelnbS Gießen (Wohlkbälttzkettüverim zum Ersten Gießener armer Walsen) am zweiten Feiertage verlief in wm dtgster Weise. Es wurden sechs Kinder vollständig gekleidet. Der Waisen Dank ist Gottes Dank. R;

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