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Sonntag den 31 Mai
(ßtcfeetter Anzeiger.
Beilage zu Nr. 123. - 1891.
Feuilleton.
Trotz alledem!
Novelle von H. Nagel! von Brawe.
(4. Fortsetzung.)
Während der mitgekominene Protocollführer seine Vorbereitungen traf, sah ich, wie Leontine voll Sorge um ihren Mann war. Sie hatte sich mehr und mehr erholt. Ja, es waren dieselben schönen edlen Züge, die so fest, so unauslöschlich in meine Erinnerung eingegraben waren und die ich zuletzt erblickte — in der Dorskirche — damals, als sie neben dem Manne stand, der hier — verwundet — vor mir lag. O, mein Gott, Nadaschda, soll ich es Dir, gerade Dir sagen, was ich empfand?
Der Polizeioffizier wandte sich nun zuerst an den Verwundeten.
Nur mit Mühe und in längeren Pausen theilte er mit, daß er der Juwelenhändler Urakowski sei, daß er, von einer mehrtägigen Reise mit dem Abendzuge vor der festgesetzten Zeit zurückgekeh^t, in seinem Magazine einen Wortwechsel und dann einen Hilferuf seiner Frau vernahm — kurz abgebrochen, als würde ihr der Mund geschlossen — die Thür aber von innen verriegelt sand. Von seinem Zimmer aus in den Raum eingedrungen, hörte er, wie der freche Eindringling seiner Frau die schändlichsten Anerbietungen machte und sah, wie er sein Opfer zur Erde warf. Es sei dann ein Ringkamps aus Leben und Tod gefolgt, erst durch mein gewaltsames Eindringen unterbrochen.
Leontine, deren Aussage jetzt zu Protokoll genommen wurde, hatte ihre sichere Ruhe wiedergefunden.
„Der Angreifer ist ein Mann," sagte sie, „den ich schon in Livland gekannt habe. Er drang zu mir in später Abendstunde ein, verriegelte die Thür, theilte mit, daß er um meines Mannes Abwesenheit wisse und drohte dann mit Preisgabe eines Geheimnisses. Als ich auf seine schimpflichen Vorschläge ihm die Thür wies, griff er mich an und warf mich nieder, als ich um Hilfe rief. Seit jenem Augenblicke schwanden mir die Sinne."
Jetzt ließ der Polizeioffizier auch den Arretirten vor- sühren. Er hatte bislang im Halbschatten gesessen und trat nun in das volle Licht.
„Tuganow!" ries ich unwillkürlich, und die Blässe, die
sich plötzlich auf dessen Zügen zeigte, das böse Leuchten seiner Augen verriethen nur zu deutlich, wie unangenehm ihm das Wiedererkennen war.
Ich tbeilte dem Offizier mit, daß Tuganow vor Jahreszeit infolge von Unterschlagungen von meines Vaters Besitze entflohen sei. In furchtbarster Wuth erklärte jener dann, gerade auf mich beziehe sich sein Geheimniß, ich sei der Liebhaber Leontines gewesen. Durch seine Abführung wurde seinen Beschuldigungen ein Ende gemacht. Ich selbst suchte meine Wohnung aus, nachdem ich Herrn Urakowski in sicherer Pflege des Arztes wußte. Die Nacht und der Morgen brachten auch mir einen Anfall von Wundfieber, doch das hat keine Bedeutung."
So schrieb mir George und es war nur zu natürlich, daß seine Mittheilungen für die nächste Zeit sich fast ausschließlich mit Urakowski und Leontine beschäftigten. Kaum wich er noch in einer seiner freien Stunden vom Krankenlager des Juwelenhändlers.
Aus dessen eigenem Munde erfuhr er, mit welcher Achtung Leontine stets von ihm gesprochen und wie er Gott danke, daß er seine Rettung einem so edlen Manne verdanke. Dann aber sollte dieser Rettung doch kein langes Leben folgen. Schon nach wenigen Wochen schrieb George:
„Theure Nadaschda!
Ich komme vom Sterbelager Urakowskis. Er ist den Folgen innerer Verletzungen erlegen, die er am Abend der Katastrophe erhielt. Auch die rührende, selbstlose Pflege Leontines konnte ihn nicht retten. Viele, viele Stunden brachte ich an ihrer Seite bei dem Kranken zu — nicht eine Dissonanz klang in all der Zeit durch ihre reine Seele. Voll Gottergebenheit hat sie nun auch den Verlust hingenommen.
„Schützen Sie Leontine, sie ist ein guter Engel," so lauteten die letzten Worte des Sterbenden. Das Vermächt- niß will ich treu erfüllen und — Nadaschda — einst sagtest Du: „Wir wollen uns vereinen in der Liebe zu Leontine!" Ja, das wollen wir!"
„Und das haben wir gehalten bis aus den heutigen Tag," fügte Nadaschda mit erhobener Stimme hinzu.
IV.
„Um jene Zeit," fuhr sie nach kurzem Besinnen fort, „erfolgte die Kriegserklärung zwischen Rußland und der Türkei und George wurde in den Stab Skobeleffs commandirt.
„Mit welchem Enthusiasmus würde ich," so schrieb er
• mir, „auch heute wieder hinausziehen in die Campagne, ; wenn ich nicht die Sorge um meine Schutzbefohlene mitnehmen ‘ müßte!"
Während er aber da draußen neue Thaten, neuen Ruhm erkämpfte, ging in meiner Seele nach schwerem Kampfe eine ( Wandlung vor, deren Schmerzen so manches Menschenherz t nicht überwindet, ja, die vielen unverständlich bleiben wird, i Doch ich will nicht vorgreifen.
Leontine hatte meiner Mutter mitgetheilt, daß sie nach Meudon zurückkehren würde, sobald sie ihr beträchtliches Ver- , mögen flüssig gemacht habe, worüber freilich in der jetzigen kriegerischen Zeit Monate verstreichen könnten. Sie wissen, ! wie endlose Schwierigkeiten die Abwickelung einer Erbschaft • bei uns in Rußland macht, um so mehr, wenn das Erbe den ! Grenzen des Czarenreiches entführt werden soll.
Gern nahm daher Leontine meiner Mutter Vorschlag an, bis zur Entscheidung und Beendigung ihrer Angelegenheiten das Wittwenhaus gegen das altgewohnte Quartier in unserem Schlosse zu vertauschen.
Leontine schrieb in rührender Dankbarkeit und vierzehn Tage später traf sie bei uns ein. Mit dem Wiedersehen ' aber erwachten in mir alle die Sympathie, alle die Liebe, die i mich mit ihr in meinen Kinderjahrrn schon verbanden.
Wie groß diese Liebe war, mögen Sie daraus erkennen, ' daß sie nicht nachließ, als Georges Briefe aus der Campagne ! sich mehr und mehr mit Leontine beschäftigten, als es mir ■ nicht mehr zweifelhaft sein konnte, daß ich es nicht verstanden, ( seinem Herzen einen Ersatz zu bieten für die alte, nie ver- ! hohlene und nie verschmerzte Liebe. Und dennoch — gerade in dieser Erkenntniß lernte ich die volle Tiefe meines eigenen : Empfindens für George kennen, gewahrte ich in schmerzvollem ' Kampfe zwischen der Liebe zu Leontine und meiner Eigenliebe, daß aus der Bewunderung des halben Kindes jenes ' bewältigende Gefühl erwachsen war, welches nur ein Frauen- > Herz ganz umfassen kann.
Daß auch Leontine mit besonderem Interesse von dem , Freunde sprach, schien mir nur zu natürlich, ebenso natür- i lich wie die Begeisterung, mit welcher sie die Nachrichten ; über seine Thaten aufnahm, wie der Glanz ihrer dunklen Augen, wenn sie seines muthigen Auftretens in Warschau gedachte.
(Schluß folgt.)
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unter Leitung meines Sohnes in unveränderter Weise weiter führen werde. Ich bitte daher, das meinem seligen Mann in so hohem Maße geschenkte Vertrauen und Wohlwollen auf mich gütigst übertragen zu wollen.
Gießen, den 28. Mai 1891.
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Heb. Bourgeois Wwe., ________________________________Kirch«nz»latz 18___________ 5022 Geehrtem Publikum zur Nachricht, daß von heute ab alle ins Ziegelfach einschlagenden Artikel: Dachziegel (Bieberschwänze), Firstziegel, lH Platten (zum Belag für Flur u. Küchen), Raffenofensteine (Klinker) nach Normalmaß, sowie die so beliebten Kessel- und feuerfesten Steine aus meiner Ziegelei bei Großen-Linden zu haben find; bei Abnahme von geringeren Quantitäten können obige bezeichnete Bauartikel auch auf meiner Ruffeubrennerei in Leihgestern bezogen werden. Anmeldungen beliebe man bei meinem Verwalter Peter Krick daselbst zu machen. Georg Weiss III., Zstgkleibesiher in Großen-Linden.
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________________________Der Borstand.
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Tage-ordnung:
Bericht über die Thätigkeit des Vereins im abgelaufenen Jahre, Rechnungsablage,
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