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'iesjährige Bezirkssest ■nbct am 12. Juli l. I., 'eilgen Orte statt. Bon trifft man schon jetzt all- - um dieses Fest zu einem Die hiesige Badesaison rotz der seit dieser Zeit rasen schon über 100 Gäste ins Holland, Amerika und tion sind zu verzeichnen! >n- Wittgenstein. - Die auch ihren Ansang ge-
X, 29. Mai. Die Meldung ^/höchsten Bogelsberg", daß ungewöhnlich hohen Preise ierde, erregt bei den Be- Staunen t denn hin gilt 80 bis 90 Psg. Es ist 4d)e Preisdifferenz in ei •n, unb wäre interessant ’.r Futterpreise eigentlifi
soll freien Lauf gelassen werden. Es gilt als die Pflicht -es Justizministers, darüber zu wachen, daß Niemand, der nicht zweifellos überwiesen ist, dem Henkerbeil versällt. Er soll, wenn an dem Wahrspruche der Geschworenen begründete Zweifel bestehen, wenigstens die Umwandelung der Todesstrafe in eine Freiheitsstrafe herbeiführen. Wenn auch ein Menschenalter seit jenem Vollstreckungstage verflossen ist, so ist der Gedanke, daß ein Unschuldiger unter dem Henkerbeil geblutet hat, so gräßlich, daß man diesen Gedanken widerlegen sollte, wenn er falsch ist. Ist aber die Reporternotiz richtig, dann liegt die Sache noch schlimmer, dann ist an Putlitz ein doppeltes Unrecht begangen. Man hat ihn auf den Block gelegt, obwohl er unschuldig war, und man hat sein Andenken nicht wieder hergestellt, nachdem seine Unschuld erwiesen war. Man hat die schaudervolle Entdeckung eines Justizmordes verschwiegen, vielleicht um der Justiz eine Beschämung zu ersparen, und man legt jetzt in unscheinbarer Form ein Geständniß des damals begangenen Jrrthums ab. Ich würde das für einen sehr schweren Fehlgriff halten. Die rücksichtslose Ausdeckung der von der Justiz begangenen Mißgriffe ist das sicherste Mittel, um eine Wiederkehr solcher Mißgriffe nach Kräften zu hindern. Unter allen Umständen scheint es mir geboten, volle Aufklärung darüber zu geben, ob jene Nachricht von einem begangenen Justizmord richtig ist oder nicht._____________________
Marte Margarethe Elsa. 29. Dem Weißbtndermetster Christoph Schmidt II. eine Tochter.
Gestorbene.
Mai: 24. Martin Vogt, 35 Jahre alt, Uhrmacher dahier. 24. Konrad Stumpf, 33 Jahre alt, Bautechniker dahier. 25. Marte Mathilde Schaumann, 46 Jahre alt, Ehesrau von Stations-Assistent Heinrich Schaumann dahier. 27. Anna Kath. Balser, geb. Dapper, 68 Jahre alt, Wittwe von Glasermetster Georg Heinrich Balser hier. 28. Wilhelmine Adam, 6 Jahre alt, Tochter von Landwirth Ludwig Adam zu Garbenhetm. 28. Marie Anthoni, 16 Monate alt, Tochter von Pfarrer Wilhelm Anthoni zu Bonbaden. 29. Philipp Bellos III., 68 Jahre alt, Taglöhner dahier.
Universität» < Nachrichten.
Marburg, 29. Mat. Nach dem für die am 19. Juni stattfindende Einweihung der neuen Universitäts-Aula nunmehr fest- gestellten Programm ist ein Festact in der neuen Aula am Morgen, mit daran anschließendem Essen im Museum, sowie ein Festtrunk in Bückings Garten oder im Rittersaale des Schlosses am Nachmittag, und ein Festcommers im Saalbau für den Abend in Aussicht genommen. ____________________
Auszug aus den Stanöesamtsregiftem der Stadt Gießen.
Aufgebote.
Mai: 23. Karl Konrad Volk, Kunst- und Friedhofsgärtner dahier, mit Margarethe Wallenfels zu Gießen. 29. Wilhelm Carl Ludwig Philipp Peter Martin Wacker, Schreiner dahier, mit Anna Gertraud Ochse Hierselbst.
Eheschließungen. x
Mai: 28. Reinhold Kühn, Schlosser zu Kalk, mit Henriette Diehl auS Ehringshausen.
Geborene. t „
Mai: 17. Dem Schreinermeister Franz Wigandt ein Sohn. 17. Dem Gertchisschretber-Aspiranten Karl Walbrach eine Tochter. 21. Dem Jnstitutsdiener Heinrich Weber eine Tochter, Margarethe Katharine. 22. Dem Gärtner Wilhelm Gerhard ein Sohn. 22. Dem Bäckermeister Ludwig Kronenberg eine Tochter, Minna Elisabeth. 22. Dem Wirth Karl Kratz ein Sohn, Georg Ernst. 22. Dem Schuhmacher Martin Schmidt ein Sohn. 23. Dem Wirth Justus Emil Lenz ein Sohn, Karl Emil. 23. Dem Schlosser Heinrich Kraft eine Tochter. 25. Dem Schlosser Wilhelm Klöß ein Sohn, Christoph Wilhelm. 27. Dem Lacktrer Philipp Wagner ein Sohn. 28. Dem Dachdeckermeister Johann Heinrich Carlö eine Tochter,
Auszug aus den
der Stadt Gisste*.
Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Den 27. Mai. Heinrich Wilhelm Reinhold Kühn, Schloffer in Kalk, und Henriette Diehl, Tochter deS zu Ehringshausen verstorbenen Landwtrths Wilhelm Conrad Diehl.
Getaufte.
Den 23. Mai. Dem Schloffermeister Martin Dörr eine Tochter, Elisabeth Luise, geboren den 12. April.
Den 24. Mai. Eine uneheliche Tochter, Käthchen Margarethe, geboren den 20. April.
Denselben. Dem Schneider Wilhelm Moritz Huppert ein Sohn, Wilhelm, geboren den 28. April.
Dmselben. Dem Taglöhner Johannes Gilbert ein Sohn, Wilhelm, geboren den 4. Mat.
Denselben. Dem Taglöhner Friedrich Dietrich ein Sohn, Rudolf Hermann Heinrich, geboren den 18. April.
Den 29. Mai. Dem Hautboist Richard Noltze ein Sohn, Otto Hermann Gustav Richard, geboren den 7. Mai.
Beerdigte.
Den 24. Mai. Heinrich Bourgeois, Buchbinder, alt 50 Jahre, gestorben den 22. Mai.
Den 26. Mat. Conrad Stumpf, Bautechniker, alt 33 Jahre, gestorben den 24. Mai.
Denselben. Mathilde Schaumann, geb. Mohl, Ehefrau des Stationsasststenten Heinrich Schaumann, alt 46 Jahre, gestorben den 25. Mai.
Denselben. Martin Vogt, Uhrmacher, alt 35 Jahre, gestorben den 24. Mai.
Dett 29. Mai. Anna Katharine Balser, geb. Dapper, Wittwe des Glasermetsters Georg Heinrich Balser, alt 68 Jahre, gestorben den 27. Mai.
Verkehr. €anö« nnö
Gießen, 30. Mai. Marktbericht. Auf dem heutigem Dochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,90-1,10, Hühnereier 1 St. 5—, 2 St. 9— H, Enteneier 1 St. 5—6 H, 2 St. — A. Käse pr. St. 5—8 A, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 17 A, Linsen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Paar X 0,90—1,20, Hühner pr. Stück X 1,50 1.80, Hahnen pr. St- X 1,50—2,30, Enten pr. Stück X 2,00—2,31 Ochsenfleisch pr. Pfd 70—74 A, Kuh- und Rindfleisch 60—64 A, Schweinefleisch 56—64 H, Hammelfleisch 50—76 A, Kalbfleisch 50—56 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 6,00—8,00, Weißkraut pr. St. 3—7 Zwiebeln per Centner X 7,50—0.00, Milch per Liter 12-18 A
St. Aus Oberhessen, 27. Mai. Das Blühm der Obstbäume ist bis auf die Aepfelbäume, die theilweise auch schon abgeblüht, theilweise in den höheren Lagen aber noch in vollem Blüthenschmuck stehen, vorüber. Der Blüthmreichthum war ein selten vollkommmer.
Die Obstbäume zeigm in Folge desfm einen sehr reichm Fruchtansatz. Die Befürchtung, daß das häßliche Psingstwetter großm Schadm bei dm zartm Fruchtknoten anrichten würde, hat sich glücklicher Weise nicht bestätigt. Vielfach ist die Ansicht verbreitet, daß gerade ein solcher Kälterückfall (wenn nicht zu tief) wie der um Pfingsten, dem Blühm der Obstbäume dienlich fei, indem durch ihn die Jnfectm, welche oft die Blüthmknofpen oder Fruchtanfätze vemichtm, zu Grunde gingen. Es mag das wohl auch für manchen Feind der Obsternte zutreffm, aber für ihren Hauptfeind, den Frostspanner, gilt es nicht nur nicht, sondern hat gerade die gegenteilige Wirkung. Den Eiern, welche die Weibchen im Herbste dicht unter die Knospen legen, schadet Frost nicht im Geringsten, höchstens Glatteis. Beginnen im Frühlinge die Knospen zu schwellen, dann schlüpft das Räupchen aus dem Ei und frißt sich alSbald in dm Knospen ein. Tritt nun rauhes, kaltes Wetter ein, wie fast immer bei einem balden Frühlinge, und bleibt die Blüthe längere Zeit in der Knofpe stecken, so spinnt das Räupchen die sämmtlichen Dolden zusammen und vernichtet fast die ganze Blüthe. Geht aber wie Heuer die Blüthe rafch voran, so fallen eben nur einzelne Blüthen der Raupe zum Opfer. Will man jedoch die Obstbaume vor ihrem gefährlichm Feind schützen, so ist es nöthig, daß man schon im Herbste darauf sein Augenmerk richtet. Nämlich zu dieser Zeit, im October, kriechm die flügellosen Weibchen am Stamm hinauf und legen ihre Eier unter die schlafenden Knospen. Der beste Schutz zu ihrer Abhaltung ist der bekannte Klebgürtel ober Klebring. Wir haben solche vielfach an den Obstbäumen im Kreise Gießen noch in diesem Frühjahr bemerkt. Ueberbaupt ist in diesem Kreise wie auch in anderen eine sorgfältige Pflege der Obstbaumzucht bemerkbar. Es herrscht in der Thal ein löblicher Wetteifer in diesem wichtigen Culturzweig zwischen staatlichen und communalen Behörden. Vorzüglich ist die erst in den letzten Jahren angeordnete Anpflanzung und Pflege der Obstbäume an dm Staatsstraßen geradezu als musterhaftes Vorbild geeignet, die Obstbaumzucht zu fördern und sie rationell zu machm. Daneben verdienen die kreisamtlichen Behörden die volle Anerkmnung für ihre Aufmerkfamkeit, mit der sie die Obstbaumzucht in den Gemeinden überwachen und zu heben suchen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß bei einer solchen tüchtigen Pflege die Scharte bald wieder ausgewetzt fein wird, welche der unheilvolle Winter 1879/80 der Obstbaumzucht schlug.
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Gegen de« Tod ist kein Kraut gewachsen — aöer mancher Angriff von Freund Hein wird siegreich abgefchlagen von einem widerstandsfähigen Körper, von einem Organismus, der sich in einem guten Ernährungszustände befindet. Was kann aber dem nicht regelrecht arbeitenden Verdauungsapparat besseres geboten werden als gleichsam vorverdautes, d. h. gelöstes Fleisch, wie es das Kemmerich'sche Fleisch-Pepton darstellt. Mit Freuden haben die Haushaltungen einem Präparat Thür und Thor geöffnet, welches sich neben seinen ernährenden Eigenschaften durch leichte Verdaulichkeit und vorzüglichen Geschmack auSzeichnet unb mit Freuden ergreift die Hausfrau die Gelegenheit, ihre Suppen, Saucen u. s. w. nicht allein in ihrem Geschmack, sondern auch in Bezug auf ihren Nähr- werth zu verbessern. 1462
Temperatur der Lahn und Lust gemessen am 30. Mai, Vormittags zwischen 11 unb 12 Uhr: Wasser 13V2, Luft I8V2 Grad Reaumur.
L. Chr. Rübsamen Wwe.
Bekanntmachung.
Alle Steigerer, welche bei den bis einschließlich 2. März d. I. abgehaltenen Versteigerungen Holz ersteigert und dasselbe noch nicht aus dem Walde gebracht haben, werden aufgefordert, dies um so gewisser bis zum 13, Juni d. I. zu thun, als sonst Anzeige gegen sie erhoben werden wird.
Gießen, den 30. Mai 1891.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 5082
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GOOOOOGOGOO«OIOGOG»»d«»GG 2 Dienstag den 2. Juni 1891, •
M von Vormittags 91/2 Uhr an, D
zu Gießen in dem Prellten Laden, Kreuzplatz G
Nr. 5, läßt die Firma G
8 Emil Lewin aus Offenbach a. Main •
D durch den Unterzeichneten:
G einen großen Posten Tischdecken, Gardine«, • M Weckeruhren u. Teppiche, worunter Velours-, G M Smyrna-, Axminsters- u. Bruxelles-Teppiche, G öffentlich gegen Baarzahlung versteigern. £
Versteigerung bestimmt. 5093 Ä
Engel, Gerichtsvollzieher. £
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Lieferungs-Verdingung.
Die Lieferung von 1470 Ctr. Anthracit-, 910 Ctr. Nuß-, 1000 Ctr. melirte Koblen, 360 Ctr. Braunkohlen, 200 Ctr. Preßklötze, 84 Raummeter Buchen- und 69 Raummeter Tannen-Scheitholz, ferner das Kleinmachen von 64 Raummeter Buchen-, 37 Raummeter Tannen-Scheitholz soll auf dem Wege öffentlicher Verdingung vergeben werden und sind Angebote bis Dienstag, den 9. Juni 1891, Nachmittags 5 Uhr, zu welchem Zeitpunkt die Oeffnung der Angebote stattfindet, verschlossen unter der Aufschrift „Angebote für Brennmaterialien" bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. . p r
Die Lieferungs-Bedingungen können auf unserer Schreibstube eingesehen oder gegen Erstattung der Abschreibgebühren bezogen werden.
Gießen, den 29. Mai 1891.
Großherzogliche akademische Administrations-Commission.
In Vertretung des Kanzlers:
Gotts chick.5044
Arbeitsvergebung.
Mittwoch den 3. Juni, Nachmittags *4 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Wieseck nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich in den Accord gegeben werden:
veranschlagt zu
Steinfahren 163
Steinsetzer! 44 „
Decksteinlieserung 780 „
Wandsteinelieferung 162 „
Chaussir- u. Pflasterarbeiten 2202 „
Sandlieserung 97 „
Steindecken 15 „
Erdarbeiten 162 „
Maurerarbeiten 66 „
Brunnenarbeiten 245 „
Zimmerarbeiten 30 „
Steinhauerarbeiten 64 „
Schlosserarbeilen 40 „
Pumpenarbeiten 77 „
Wieseck, den 31. Mai 1891.
Großh. Bürgermeisterei Wieseck.
_____Sommerlao. 5048
Versteigerung.
In Folge freiw. Anstehens bringt der unterzeichnete Gerichtsvollzieher
Donnerstag den 4. Juni,
Vormittags 9 Uhr,
auf der Neumühle bei Beuern folgende Gegenstände zur Versteigerung:
1 ca. 300 Ctr. Steinkohlen, 1 voll-
l ständ. Bett, 1 Regulator, 2 Tische, Banke, Stühle, Vorhänge, 1 Küchen-
i schrank mit Glasaufsatz, oersch. Küchen-
geratbe und Porzellan, 2 Bettstellen, 1 Kleiderschrank, eine Hobelbank, eine Quantität Heu und Stroh, Mist, eine Egge, 2 Leitern und andere Gegenstände.
Geißler,
5072 Großh- Gerichtsvollzieher.
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