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genügende Wassermenge Garantie leistet. Herr Pettenpoht hat nun durch den Basaltfelsen innerhalb 14 Tagen ein 15 Ctm. weites Bohrloch geschlagen und bei einer Tiefe von c<u 14 Meter eine solche Menge Waffer erhalten, daß die vorhandene Dampspumpe, welche 3000 Liter pro Stunde schafft, binnen 24stündiger fortgesetzter Arbeit das ausquellende Wasser nicht aus dem Brunnen schaffen konnte, vielmehr ist daö Wasser während des PumpenS noch fortwährend im Brunnen gestiegen. Ein wahrhaft brillantes Resultat! Ein Resultat, wie es Herr Pettenpohl unseres Wissens bislang überall erzielt hat und wofür ihm der volle Dank aller Betheiligten gebührt. Denn welche Wohlthat es ist, stets genügend Waffer zu haben, das wissen auch so manche hiesige Einwohner zu würdigen, denn die hiesige Wasserleitung hat schon Manchen manchmal auf's Trockene gesetzt. Auch dem Uebelstande soll nunmehr abgeholfen werden, wie man hört. Herr Rentmeister Lipp läßt augenblicklich im Quellgebiete der Wafferleitung bohren, um eine genügende Menge Wasser für die herrschaftliche Leitung zu erzielen. Wünschen wir hierzu zum Wohle unserer Stadt den Unternehmern bestes Gelingen !
— Kleine MittheUungen aus dem Großherzogthu» tzeffeu. In Darmstadt hat sich am 28. Januar ein Soldat des 115. Regiments mit einer Platzpatrone erschossen. — In Worms wurde ein Mann verhaftet, der vor dem Feste des 118. Regiments als Unteroffizier in dasselbe eintreten wollte und auch in Uniform sännntliche Festlichkeiten mitmachte. Der Mann war am Morgen nach der Regimentssestlichkeit in die Cantine eingebrochen und hatte sich dort mit Cigarren u. s. w. versehen. Der Dieb wurde an die Polizei ausgeliesert. — In Oberolm gerieth einem Metzgermeister beim Heuladen eine Heugranne in den Schlund, die sich dort so sestsetzte, daß er sich einer Operation unterziehen mußte, um der Todesgefahr zu entgehen. — In Nierstein wurde den beim Eissprengen beschäftigten Pionieren aus Mainz bei ihrem Scheiden eine kleine Abschiedsfeier am Bahnhöfe gehalten. Die Mannschaften und Offiziere wurden mit Schinkenbrödchen und Niersteiner bewirthet und ihnen vom Bürgermeister Worte der Anerkennung gezollt. — Bei dem Ausstand der Schreiner in Mainz hat daß dortige Kreisamt eine Bekanntmachung crlaffen, wonach die aus den Bahnhöfen u. s. w. zur Verhinderung des Zuzugs Wache stehenden Schreiner sich sofort zu entfernen haben, wenn dies polizeilicherseits verlangt wird- wer den Weisungen der Schutzleute nicht folgt, soll verhaftet werden.
Dermtfdrt*».
*++ Htvau, 29. Januar. Mord und Selbstmord. Ein entsetzlicher Vorfall verursacht gewaltiges Aufsehen in unserer Stadt. In einem Hause der französischen Allee ereignete sich nämlich gestern Nachmittag ein Mord und Selbstmord. Vor etwa einem Jahre war nämlich ein hiesiger Einwohner wegen eines Sittlichkeitsvergehens zu einer neun- monatlichen Gefängnißstrafe verurtheilr worden und wurde nun kürzlich nach Verbüßung seiner Strafe aus dem Gesäng- niß entlaffen. Seitdem stellte er nun der Mutter des in Betracht kommenden Mädchens, wegen dessen er verurtheilt worden, einer in der französischen Allee wohnenden Wittwe, nach, um sich an ihr zu rächen. Gestern Nachmittag 5 Uhr, als jene allein war, drang er in ihre Wohnung mit Gewalt ein und versetzte ihr mit einem Dolchmesser einen tödtlichen Stich in den Hals, so daß die Frau nicht wieder ausftehen wird. Ehe dann die Polizei erscheinen konnte, hatte sich der wuthende Verbrecher durch einen Stich in den Hals selbst getödtet. Der Vorfall verursachte in unserem stillen Städtchen einen großen Menschenauflauf vor dem Hause des schaurigen Doppelverbrechens.
* Verblümt. Prinzipal: „Also der Schulz will nichts mehr kaufen- hat ers Ihnen geradeaus gesagt?" — Reisender: „Das nicht, aber verblümt." — Prinzipal: „Wie bcnn ?,v — Reisender : „Er ließ mich rau sschm ei ß en."
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Eingesandt.
Gieße*, 30. Januar. Hanpt-Aechtelnb Gieße*.
DaS Resultat des zum Besten Gießener armer Waisen am Sonntag den 25. Januar l. I. in Steins Saalbau abgehaltenen Maskenballes ist ein sehr erfreuliches gewesen, indem 205.75 Mk. eingenommen und 155.75 Mk. verausgabt wurden, sodaß ein Ueber- schuß von 50 Mk. verbleibt, welcher bei der Gewerbebank Gießen verzinslich, zur Verwendung bei der diesjährigen Weihnachtsbescheerung in Gießen, angelegt wurde. — Der Verlauf des Balles war ein sehr hübscher und jeder Theilnehmer gestand, daß er sich recht gut amüsirt hatte.__________________________________________________Z.
Verkehr, Land- nnd Volkswrrtysctzaft.
«inriehuns der Postwerthreiche* älterer Art.
Seit dem 1. December 1890 werden bet dm Verkehrsanstalten nur noch Postwerthzetchen neuerer Art verkauft.
Die noch in den Händen des Publikums befindlichm Postwerthzeichen älterer Art (Freimarken, sowie gestempelte Briefumschläge, Postkarten, Streifbänder und Postanweisungs-Formulare) können noch bis zum 31. Januar zur Frankirung nnn Postsendungen verwendet werden.
Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
Sexagesimä, 1. Februar:
Vormittags 9Vz Uhr: Pfarrer vr. Naumann.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Beichte und heiliges Abeud-mahl im Abendgottes- bienÄinbcrlir$e Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Bibelstunde am Montag den 2. Februar, Abends 8 Uhr, bt her Kleinkinderschule; Jakobusbrief, Kap. 5, Vers 19 und 20: die beste Hülfe zur Rettung; Uebersicht und Abschluß. Pfarrer vr. Naumann.
Missionsstunde am Donnerstag den 5. Februar, Abends 6 Mr, in der Kirche: Missionar Thumm aus Frankfurt a Main.
Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 1. bis 7. Februar besorgt Pfarrer vr. Naumann.
Katholische Gemeinde.
Sonntag Sexagesimä, 1. Februar:
SamStag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um W Uhr Gon*ntag^ L^rgens ÖOn q Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um W Uhr Ausheilung der hl. Communion; um W Uhr Frühmesse ; um 8/40 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Vi3 Ihr Christenlehre und Andacht.
Gottesdienst in der Synagoge.
Samstag, 31. Januar.
Freitag Abend 4'° Uhr, Samstag Morgen 8* Uhr, SamStag I Mittag 3« Uhr, Samstag Abend 5*° Uhr.
Bom 1. Februar 1891 ab verlieren die älteren Postwerthzcicken ihre Gültigkeit. e, c
Dem Publikum soll tndeß gestattet sein, die bis dahin nicht verwendeten Postwerthzetchen älterer Art bis spätestens zum 31. März 1891 gegen neuere Werthzeichen gleicher Gattung und von entsprechendem Werthe umzutauschen. Gestempelte Briefumschläge und gestempelte Streifbänder werden gegen Freimarken zu 10 und 3 Pfg. umgetauscht; die Herstellungskosten werden mit 1 Pfg. für jeden gestempelten Briefumschlag und V» Pfg. Mr jedes gestempelte Streifband baar erstattet. Der Umtausch der älteren Postwerthzetchen gegen neue wird an den Postschaltern bewirkt.
Postsendungen, welche nach dem 31. Januar noch mit Werth- zeichen älterer Art zur Auflieferung gelangen, werden dem Absender zurückgegeben oder wenn dies nicht thunlich sein sollte, als unfrankirt behandelt werden. _ ., „ ,, , . ,
Vom 1. April 1891 ab sind die VerkehrSanstaltm zum Umtausch älterer Postwerthzeichen nicht mehr befugt.
Pfarrer, Lehrer, Gutsbesitzer, Beamte k. rauchen mit Vorliebe d. Holland. Tabak von ». Becker in Sosse« a. H., 10 Psd. lose in 1 Beutel fco. 8 X 156
SbtthtMe Wnbahuku.
Die Lieferung von Betriebs- und Werkstättematerialien für die Zeit vom 1. April 1891 bis 1 April 1892 soll vergeben «erden.
Lieferungsangebote find spätestens bis zum 16. Februar l I-, Vormittags 10 Uhr, portofrei, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, an unS einzusenden.
Bedingungen nebst Materialien-Ver- zeichniß können gegen Franco-Einsendung von 65 H durch unsere Kanzlei bezogen werden
Gießen, den 26. Januar 1891.
842 Großherzogliche Direction.
Die Hoffversteigerung vom 28. d. M. in der Obersörsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Ab- suhrscheine können vom 4. Februar ax bei Gr Rentamt Gießen erhoben «erden. Die Ueberweisung des Holzes erfolgt Donnerstag, 5. Februar, Morgens 8 Uhr.
Gießen, den 29. Januar 1891.
Großh Obersörsterei Schiffenberg.
Heyer. 893
Holzversteigerung.
Morrtag den 2. Febr. d. I-,
von Vormittags 9 Uhr an,
soll im Alten-Busecker Gemeindewald, Distrikt See, nachverzeichnetes Holz rneistbietend versteigert werden:
360,4 Rmtzr. Buchen-Scheitholz,
52 „ Buchen-Knüppelholz,
67 „ Buchen-Stockholz,
3050 Wellen Buchen-Reisholz, 6 Rmtr. Nadel-Scheitholz,
110 „ Nadel-Knüppelholz,
2 „ Nadel-Stockholz,
1631 Wellen Nadel-Reisholz,
1 Buchenstamm mit 0,93 Festm-,
9 Nadelstämme „ 3,10 „
35 Nadelderbstangen 3,32 „
163 Nadelreisstangen 1,80 „
Die Zusammenkunft ist am Eingang in den genannten Distritt.
Atten-Buseck, am 29. Januar 1891. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck.
Krämer. 897
Versteigerung.
SamStag de« 81. Januar d. I., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im »Adler" dahier gegen Baarzahlung:
1 Ladentheke, Ladenschränke, Damen- uud Kinderhüte, Gold- und Silber- waaren, Taschenuhren, Sophas, Com- mode», Glasschränke, Betten u. s. w.
Bor«, D16 Gr. Gerichtsvollzieher.
ArbejtsvttßtigttüMN. Samstag, 31. Januar I. J.,
Dienstag den 8. und Mittwoch oen 4, Februar, von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Rathhause für das Rechnungsjahr 1891/92 nachstehende Arbeiten und Lieferungen versteigert werden:
am ersten Tage
die laufenden Plasterausbefferungen,
Vormittags V2IO Uhr,
Fortsetzung der Schuh-
1 waaren-Versteigerun g
im „Adler .
Geißler
880 Gerichtsvollzieher.
Basaltsteinlieferungen, Kieslieserungen, Stein- u. KieS'Fuhrleistungen, sowie Steinschlagerlöhne;
am zweiten Tage
die laufenden Tages-Fuhren, das Kleinmachen des Brennholzes und das Reinigen der Oefen in den städtischen Gebäuden.
Gießen, 30. Januar 1891.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 911
Montag den 2. Februar,
h NachmittagsUhr,_y
i«ö der Versteigerung vom 28. Januar im „Adler" (Marktplatz 20) dahier. I
Zum AuSgebot kommen: 130 Paar Kinderschnür- (chuhe, 60 Paar halbfertige (bis auf die Absätze) Herren-Augstiefel, 144 Paar halbfertige Kinderschuhe, 43 Dutzend Schäften für Kinderstiefel.
Born, 910 Gerichtsvollzieher. Dienstag den 3. Februar,
Nachmittags von 2 Uhr an, werden in dem Hause LudwigSplatz Nr. 18, II, verschiedene Möbel, dabei 1 fast «e«e brettheil. Brandttste u. s. w.; ferner 1 größere Parthie Tischtücher, Servietten, Handtücher, Betttücher, Ueberzüge und anderes Weißzeug, sowie Hausgeräthe rc. versteigert.
Im vormundschaftl. Auftrag: [792 Lo«iS Rothenberger, Gerichtstaxator.
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