Einzelbild herunterladen

sodaß öride Brüder ertranken und ein gemein­sames Grab sanden. Die andern aus dem Teiche be­findlichen Kinder waren Zeuge dieses schrecklichen Vorfalles, sie mußten es mit ansehen, ohne Helsen zu können, und als auf ihr Hrlsegeschrei Erwachsene herbeieilten, war eine Rettung nicht mehr möglich, da man zu Fuß und per Rettungsschiff nur sehr schwer an die Unfallstelle gelangen konnte. Erst nach stundenlangem Umhersuchen gelang es, die beiden Leichen auszufinden und herauSzuschaffen. Das höchst traurigeMglück begegnet allseitiger Theilnahme, umsomehr als nur die Mutter zu Hause war, der Vater befand sich in der Stadt Würzburg und mußte telegraphisch nach Hause zurückberusen werden.

* Er hat sein Glück gemacht, der Diener eines Photo­graphen in Moabit bei Berlin. Dort wohnt seit einiger Zeit bei ihrer Tante eine junge Amerikanerin Namens F. A. Whit- xey aus Boston, eine junge, unabhängige Dame, die eine Rente von 62,000 Mk. zu verzehren hat. Jüngst ließ sich die hübsche Miß photographiren. Der Ueberbringer des Probebildes fand so sehr ihren Beifall, daß sie es kaum erwarten konnte, bis der junge Mann ihr das volle Dutzend Bilder bringen würde. Als dies endlich geschah, besann sich die Miß nicht lange und machte dem Bringer der Conterseis in resoluter Weise einen Heirathsantrag. Der junge Mann war natürlich anfangs verdutzt, besann sich aber nicht lange und nahm den Antrag an. Der so im Sturme Gewonnene ist erst im Herbste von den Soldaten freigekommen. Diesen Sonntag soll die Hochzeit des jungen Paares stattfinden und ein Festschmaus, zu welchem der glückliche Bräutigam sich 40 seiner früheren Kameraden geladen hat.

* AllenmterthLnigste ExperimentalcheMie. Der Chemiker Thenrad hielt vor dem Herzog von Orleans einen Vortrag über Erperimentalchemie, in welchem er mit einer tiefen Ver­beugung vor dem Prinzen äußerte:Somit werden diese beiden Gase die Ehre haben, sich vor Ihrer Königlichen Hoheit zu vermischen."

* Bei einem Gastspiel Poffarts im Stadttheater zu Düsseldorf gab es einen großartigen Bühneneffect. In dem DramaBonaparte und Josephine" wird ein Sarg auf die Bühne gebracht. Poffart hatte dem Jnspicienten münd­lich befohlen, aus denselbenN. II., König von Rom" malen zu lassen. Die erschütternde Scene kam, der Sarg wurde .hereingetragen und zeigte die wirkungsvollen Worte:Entzwei: König von Rom."

titeratur uwö Rrrnst.

Soldatenhort-, illuffrirte Zeitschrift für das Masche Heer. Pre s pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl unh b 'Berlin ^V., Mauerstraße 68. Heft 8 erschien soeben enthält.Bekehrt . Original-Erzählung von Tanera. Schluß. ?ennann von Blomberg, General-Lieutenant und comm. ZEneral des n Armee-Corps. Original-Holzschnitt. Mit Text. - Telephongeschichtletn von Joseph Maertl. ~CJ AK dn Befreiungskriege. Original-Abhandlung von Fedor in1* s eitm FA^Hung. Vollbild: Rast an der Heerstraße. ?oaA l Gemälde von Tobler. - Ein Militärschriftsteller vor it u fahren. Bon Baron von Eschenbach. Fortsetzung. Schwimm- Uebungen der Caoallerie. Von Oderstlieutenant a. D. Nienstaedt. m Armee, ihre Einrichtungen und ihr Dienst.

Jur? Fortsetzung. Die Löwenjagd.

uRit Bud mrd Text. Plauderecke. Vaterländische Gedenktage. Humoristisches. Kameradschaftliches Plauderstündchen. Prets- räthsel. Briefkasten.

.Zur leichten und bequemen Aneignung der französischen ^lischen Sprache seien unseren Lesern die ZeitschriftenLe Kepetiteur undThe Repeater zum Abonnement warm empfohlen. Diese Blätter erscheinen im Verlage von Rosenbaum und Hart in Berlin am 1. und 15. jedes Monats und verfolgenden Zweck, die beiden Sprachen, deren Kenntntß heute in allen Berufs­zweigen äußerst wichtig ist, heimisch zu machen. Unter jedem Worte der fremden Sprache steht das entsprechende deutsche, sodaß dem Leser das Unbekannte sofort auffällt und bei der Wiederholung in Er­innerung gebracht wird, wodurch der Wortschatz eine stete Bereicherung erhält. Abgesehen von der sehr practtschen Methode aber bietet die Lectüre beider Journale mannigfachen Reiz durch den ebenso spannen­den als abwechslungsreichen Inhalt, der in bunter Reihe Ernst und Scherz. Poesie und Prosa, belehrende Artikel und Muster für Briefe und zwar Alles im modernen Style behandelt. Für vorgeschrittenere Leser ist dadurch gesorgt, daß die Zeitschriften monatlich eine Beilage mit nur französischem und englischem Text enthalten, deren zwecks besseren Verständnisses am Fuße jeder Seite die erforderlichen Be­merkungen heigegeben sind. Vielen unserer Leser, welche ohne Zuhilfe­nahme eines Lehrers mühelos die fremden Sprachen sich aneignen wollen, werden daher diese sehr billigen Journale, deren Abonnements­preis pro Quartal nur je 1 Mark kostet, gute Dienste leisten. Abonnements können zu jeder Zeit bei allen Buchhandlungen und Postanstalten gemacht werden.

Das gesellige Leben in und außer dem Hause" steht in vollster Blüthe, doch kommen oftmals Stunden, wo man ermüdet von all den Genüssen den Abend gern im trauten Familienkreise mit guter Lectüre beschäftigt verbringen will. Die Wahl einer guten Zeit­schrift, welche den Vorzug besitzt, allen Mitgliedern der Familie etwas Zusagendes zu bieten, ist oft recht schwer, da besonders die Jetztzeit mit Lesestoff sozusagen überschwemmt wird. Es durfte daher ein Hinweis auf die im 10. Jahrgang erscheinende practische Wochenschrift »Fürs Haus*, welche, um obengenannte Bedingungen vollständig zu erfüllen, ihr bestes Können etnsetzt, all unseren Lesern willkommen

sein. Ein Blick auf die geradezu erstaunliche Reichhaltigkeit des Ge­botenen läßt erkennen, daß eS keine zweite deutsche Haussrauenzettung gibt, welche ihren Lesern einen gleich abwechselungsreichen Stoff zur Belehrung und Unterhaltung gewährt. Die SonderbeilageFür- kleine Volk" reicht in Wort und Bild den Kleinen belehrende und unterhaltende Nahrung. Den Wünschen der musikliebenden Leser wird durch eine nur Originalcompofitionen enthaltende Musikbeilage mtsprochen. Außerdem bringtFürs Haus" noch eine mit geschmack­vollen Abblldungen geschmückteHandarbeitsbeilage". Ein Abonne- ment auf diese vorzügliche Zeitschrift, welche vierteljährlich nur 1 Mk. kostet, sei Jedermann aufs Wärmste empfohlen. Probe-Nummern gibt jede Buchhandlung, sowie auch die Geschäftsstelle vonFürS Haus" in Dresden gratis ab.

Verkehr, Land« «nd Volkswirt!. Zchaft.

Gieße«, 29. December. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,001,10, Hühnereier 1 ©t -, 2 St. 15-17 A, Enteneier 1 St.--2 St. - A.

Käse pr. St. 79 A, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 20 A» Linsen pr. Liter 30 A. Tauben pr. Paar X 0,600,00, Hühner pr. Stück X 0,85-100, Hahnen pr. St- X 0,70-1,20, Enten pr. Stück X 1,50-1,70, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-76 A, Kuh- und Rindfleisch > 6266 A, Schweinefleisch 60 -70 A, Hammelfleisch 5070 A, Kalb­fleisch 54-60 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 7,50-8,50, Weißkraut pr. St. 410 A, Zwiebeln per Certtner X 6,507,50, Milch per Liter 12-18 A, Gänse 48-62 A.

Ueber Häckselfütterung. Unsere neuliche Notiz über ' Häckselfütterung an Pferde hat in unserer Stadt wie wir hören vielfach die Anregung zu Versuchen in dieser Richtung gegeben. Wir freuen uns über den Erfolg unserer Anregung. Gleichzeitig aber » wollen wir darauf aufmerksam machen, daß es unvortheilhaft ist, sehr kurzes Häcksel zu verfüttern. Nur langes Häcksel erfüllt ganz den Zweck, dem es dienen soll: die Pferde zum tüchtigen Durchkauen der Haferrationen zu veranlassen.

Alttatholischer Gottesdienst.

Am 1. Januar 1892 findet in der Stadtkirche um elf Uhr altkatholischer Gottesdienst statt.

Am 2. Januar 1892, Vormittags 9 Uhr, ebendaselbst eine i Gedenkfeier für den verstorbenen Professor Dr. Lutterbeck.

> tfcfiulfiof & ^omp.

Bankgeschäft

Giessen Frankfurt a. M.

Marktstrasse 4. [11286] Zell 69.

Holzversteigerung.

Montag den 4. Januar 4892 soll in dem Stadtwalde zu Hungen nachstehendes Holz versteigert rverden:

338 Nadelstämme ------ 140 Fest­meter, von 1240 Centimtr. Durchmesser und 323 Meter Länge.

Der Anfang der Versteigerung ist 9i/g Uhr im Distrikt Herbern.

Hungen, den 28. December 1891.

Großh. Bürgermeisterei Hungen.

Buttron. 11274

HMeSotenes.

Mt. Schlchthms.

Freibank. [11292 Heute und morgen:

Sti-rfleifch,

nicht ladenrein, per Pfd. 45 Pfg.

rief- nnd

Packetsiegel- Marken

! Präeedraek werden schnell und billig aog»fertigt in der rühlschen Femepreeber M. Druckerei 7.

Vorhandene Stempel kitaeen benutzt werden.

Alle Sorten Punsch- Essenzen, sowie feinsten Rnm, Arrac u. Cognac empfiehlt 11183

L. Kalkhof. Punsch-Essenzen? la. Rtrmvuirsch Arracpunsch, Ana. imdtotittfdb Birrgrrrlderpttasch, ff*» SSTttW, Arrac, div. Liqueure. in. «ad auSl. Rotv-«. Weißweine, 3Hewff«u$ -c- -"Ab» in ""erkannt vorzüglichste OuMilaten. lllzyd C G Klemhenn,

Bahnhosstraße 59. Tel-pbon

Nutzholz Versteigerung

im Keldheimer Walde.

Dienstag den 5. Januar 1892 sollen im Feldheimer Walde öffentlich versteigert werden:

11 Eichen-Abschnitte (Schnittholz von 4572 cm mittl. Qurfym.), mit 17 fin,

35 Eichen-Stämme (Bau-, Schwellen- und Wagnerholz von 27 bis 45 cm mittl. Durchm.), mit 23 fm,

1 Kirschbaum-Stamm (30 cm mittl. Durchm.), mit 0,40 fm,

225 Fichten-Stämme (1535 cm mittl. Durchm.), mit 64,20 fm,

375 Fichten-Derbholzstangen (Sparren, Gerüststangen, Leiterbäume, Baumstützen), mit 22,50 fm,

11 rm Fichten-Reiserprügelholz (Baumstützen, Bohnenstangen),

17 Fichten-Neiserholz (Bohnenstangen),

3 Eich en-Reiserprügelholz,

5,3 Weichholz-Prügelholz,

Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr auf der Haide bei Nr. 119.

Arnsburg, den 28. December 1891.

11273 __________________________Gräfliche Forstverwaltung.

Herzliche Bitte.

Bei dem kürzlichen Brande einer hiesigen Spinnerei hat der Spinn­meister Ernst Hardt aus Kleinbernberg bei Gummersbach durch den Verlust fast seiner gesammten nicht versicherten Habe einen Brandschaden von ca. 1600 Mk. erlitten und demnächst, ohne eigenes Verschulden, auch seine seitherige Brodstelle eingebüßt. Zur Zeit steht er ganz mittellos da und sieht nebst Frau und fünf unmündigen Kindern, zumal ihm die Wiedererlangung einer feiner bisherigen ähnlichen Stellung erschwert wird, einer trostlosen Zukunft entgegen.

Wir wenden uns daher an edle Menschenfreunde mit der herzlichen Bitte, uns zu helfen, eine brave, unverdient ins Unglück gerathene Familie vor dem sicheren Ruine zu bewahren. Zur Entgegennahme milder Gaben, über welche, unter Namhaftmachung der gütigen Geber, öffentlich quittirt werden soll, ist Jeder von uns gern bereit.

Battenberg a/Eder, im December 1891.

Cellarius, Decan. Geldbach, Erster Lehrer. Kahler, Apotheker, v d. Malsburg, König!. Oberförster. Schellenberg, Pfarrer.

Steinmetz, König!. Forstmeister. Dr. Türck, König!. Amtsrichter.

Die Unterzeichneten sind gerne bereit, Gaben hierfür in Empfang ju "^E^ramtsrichter Fresenius, Amtsrichter Gebhardt,

Kreisarzt i. P. Stammler, sowie die Expcd. d. Bl.

lirllfi' LHiniiliT II ul Irr.

11151

Gebrüder Muller

Mogr. Ateliers

GIESSEN BASEL.

Den vielen Anfragen zufolge, sowie einer hochverehrten Kundschaft mr aest. Notiz, daß durch Errichtung unseres neuen Geschäftes m Basel d"s hiesige Geschäft in keiner Beziehung beeinträchtigt wird, sondern unter unserer persönlichen Leitung fortgefuhrt wird.

Wir werden bemüht fein, das uns in so reichem Maße geschenkte Wohlwollen auch fernerhin zu erhalten.

v Hochachtungsvoll

Erweiterte Handwerkerschule und Sonntag-Zeichenschule.

Der Unterricht beginnt nach den Weihnachtsferien für die Sonntag- Zeichenschule am 3. Januar, für die erweiterte Handwerkerschule am 5. Januar.

Der seither durch Herrn Director Hug ertheilte Unterricht wird bis zum Amtsantritt des neuen Lehrers, Herrn Stadtbauinspector Traber, d. i. bis Anfang Februar durch die Herren Architekt Seulinq und ine übrigen Lehrer der Schule, die Herren Barthel, Dr. Molly Gerhard und Carle ertheilt. 11285

Der Vorstand des Ortsgewerbevereins.

Restaurant Felsenkeller. ----- Feinster Biersaal.- ---- Alleiniger Ausschank von

Spatenbrän (München) Preis per y2 Liter 20 H,

Wiener Cxport -Bier (Actien - Brauerei) Preis per % Liter 15 H über die Straße 13 H. Ohne Pression direct vom Faß verzapft.

Der Saat ist jederzeit geheizt. 10352

Chemisch-analytisches Laboratorium | Dr. Alfred Gabriel, Giessen" Frankfurterstrasse 67, gegenüber den neuen Universitäts-Kliniken. Untersuchungen aller und jeder Art.

H>robe-Wummer

^zum Januar 1892

28. Jahrgang

gratis ta allen Buchhandlungen.

Daheim

ist das altbewährte, wohlfeile Unter- haltungSblatt des gebildeten deutschen Hanfes mit reichem ausgewähltem Lesestoff an Romanen, Novellen und mannigfaltigen Artikeln, sowie zahlreichen vortrefflichen Illustrationen und den Beilagen:Aus der Zeit für die Zeit"Frauen-Daheim" undHausmusik".

Wochen-Ausgabe: Jeden Sonn­abend 1 Nummer: vicrtrljährl. 2 M.

Hrst-Ausgabe: 18 Hefte im Jahr­gang: dreiwöchentlich a 50 Pf.

*

Man abonniert

in alten Suchhandtnngen, sowie Sei jedem Postamte.

Mittwoch Morgen treffen trifte 2 ch - l l f i s ch e und (prima Maare) ei# 11267 im.Rebstock-.

tiesellNchnft für Fabrikation diätetischer Produkte Ed. Loedund «& (Jq,

17 Medaillen n. Ehren-Diplome. Wir empfehlen unser vorzügliches

Ihr?