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Br. Ploch, Scheel, Schopbach, Simou, Schwall, Br. Thaer und Bogt.

Dai» Gesuch deö Herrn Jacob Braun nm Erlaubniß zur Erbauung eines Schuppens in der Kaplanügasie wird bezüglich deö ihm zu Grunde liegenden Diöpenseü von den Bestimniungen deS § 16 des OrtSpolizeistatlits befürwortet. Nachdem in verschiedenen Sitzungen die Herstellung gepsastcrter Uebergängc, erstens ans der Frankfurter- Straße am Ackermann'schcn Hause, zweitens an der Oslanlagc gegenüber der Gewerbebank nnd drittens an der Marburger Straße in der Nähe des Schwarzlachweges, beschlösse», wurde, wird der über diese Herstellungen gefertigte Voranschlag in Höhe von 185.24 Mk. genehmigt. Zufolge Beschlusses der Stadtverordnete»! ist dem Stadtbanamt die Ausarbeitung von Plänen nebst Boranschlägen zur Verbesserung deö über die GünSäcker nach der» Phil vsophenwa l de sührenden Fnßtvegeü ausgcgcbcn worden. Der zwischen dem Justizgebäude und dem Fulda'schen Hause befindliche Theil deö Weges ermangelt einer geregelten Entwässerung, während der »vettere Theil bis zur Wiescckbrücke infolge seines un­gleichmäßigen und ausgetretenen Belages unbequem passirbar ist. Die Kosten für die Anlage einer 50 Meter langen Gosse von der Ostanlage her nnd weiter für die Ausfüllung und Besestignng deü 725 Meter langen Wegeö biö znr Wieseck mittelst KieS, Schlackenmehl nnd Randsteinen sind auf 1132 Mk. veranschlagt. Die Bandeputation hat Ausführung des Voranschlags beantragt- die Versammlung trat dem Anträge bei nnd beschloß wei^r die Herstellung im nächsten Frühjahr ausführen zu lassen. Zu verschiedenen An­schaffungen für die S t a d t m ä d ch e n s ch u l e wird Genehmi­gung ertheilt. Die Vergcbnng der Arbeiten z»tm Ausbau des Weges nach dem Hardtberg hat fast durchgängig Abgebote der Einzelvoranschlägc ergeben; nur bei dem Posten Steinfnhrlohn" hat sich die Bewilligung einer Mehrsorder»lng in Höhe von 32 Mk. nöthig gemacht. Die Mehrsordernng wird bewilligt. Nachdem auf Grund eines GntachtcnS deü Herrn Stadtverordneten Hehligcnstaedt im November v. I. die Ansstellung eines zweiten Dampfkessels für die Schlacht hauüanlagc von der Versammlung für nöthig erachtet worden, wird der vorgelegte Voranschlag im Gesammtbctrage von 8400 Mk. (für Kessel, KcsselhanS usw.) genehmigt. Dem Mnsikcorps der Gießener freiwilligen Feuer­wehr soll zur Abhaltung von Hebungen ein Local im alten Hosgerichtsgebäude ans Widerruf überlassen werden. Zwei Rechnungen über Lieferung von Pflanzen für die Anlagen, über Reparatur an Spritzen nnd Fenerlöschgeräthen erhalten die vorschriftsmäßige Decretur. Bereits im April 1885 wurde das Großh. Polizei amt unter der Angabe, daß die von ihm zur Zeit benutzten Localitäten den hygienischen Ansordernngcn nicht entsprächen, nm Uebcrlassung eines anderen Hauses, z. B. des mit Fertigstellung deü Stadtknabenschnl. gebäudcs frei werdenden Schulhauses in der Schnlstraßc, vor­stellig. Der auch im Schoße der Stadtverordneten'Versamm- lnng ins Auge gefaßten Ueberweisnng deü letztbczeichneten Gcdälldeü stand bisher die nothwcndig gewordene Unterbringung zweier Knabenklasscn in demselben entgegen, so daß dem Polizeiamt die Ueberweisnng erst dann in Anssichl gestellt werden konnte, wenn das neue Knabenschnlgcbäude an der Nordanlagc fertig würde. Daü Polizeiamt hat mit Bezug auf die demnächstige Vollendung deü Knabenschulgebäudeö daü Gesuch wiederholt und nm Fassung eines die Ueberweisnng des Hauses in der Schnlstraße ansdrückenden Beschlusses ersucht. ES wird beschlossen, dem Polizciamt die Localitäten deö Schul- hanseü in der Schnlstraßc nach Bezug der neuen Knabenschnle zu überweisen, auch in dem Gcbände eine Wohnung einzu- richten, die einem Schutzmanne gegen eine später sestzusehende Vergütnng überlassen werden kann. Das Gesuch der Straßenkehrer um Erhöhung ihres Lohnes wird unter Hinweis ans die im Herbst in Aussicht gestellte Gratification abgelehnt. Die Straßenkehrer erhalten im Sonnner bei einer zehnstündigen Arbeitszeit 2 Mark pro Tag- im Winter bei achtstündiger Arbeitszeit Mk. 1.76 oder 22 Psg. pro Stunde. Die im vorigen Jahre bewilligte Gratification besteht darin, daß im Herbst jeden Jahreü diejenigen Straßenkehrer, welche

einen Arzt geschickt. Wohl sühlte ich, wie der Blntverlnst auch meine Kräfte hinnahm, aber noch war meine Arbeit nicht vollendet. Ich eilte in daü Nebenzimmer, der verletzten Frau zuerst Hilfe zu leisten. Doch schon in der Thüre trat sie mir entgegen die Strahlen deü Hellen Gaülichtö fielen ans ihre Züge.

Leontine!" ries ich ans undGeorge Baron Adlerhorst Sie der Retter?" klang es zurück.

Sie nahm sich keine Zeit zu weiteren Erklärungen. Mit rührender Sorge, obwohl selbst noch kaum erholt von dem Sturze, von der Ohnmacht, nahm sich Leontine ihres Mannes an.

Die Stirnwände erwies sich wohl als nnbedentcnd, der schwankende Schritt, die eintretenden übrigen Erscheinnngen zeigten aber, daß sich nicht nur um die äußere Verletzung handelte.

Eben hatte ich den Mann aus denselben Divan geführt, ans welchen ich vor wenigen Minuten Leontine getragen, als der Arzt eintraf und meine Befürchtungen bestätigte. Mir selbst hals er durch einen vorlänfigcn Verband und kaum waren die allernöthigsten Maßnahmen getroffen, als anch schon der Polizeioffizier eintras.

In kurzen Worten erklärte ich ihm, waü ich von dem Vorfälle wußte. Er hielt die sofortige Ausnahme eines kurzen Protocolls für erforderlich, nm so mehr, als der Arzt erklärte, daß eine Vernehmung deö verwnndeten alten Mannes wohl in den kommenden Tagen noch weniger mög­lich sein würde, wie in diesem Angenblicke liege eine innere Verletzung vor, die kcincssallS ohne Folgen bleiben werde.

(Fortsetzung folgt.)

iv auch während der für sie in Bezug aus Mehrverdienst günstigeren Zeit (also während der Sommermonate) im städtischen Dienste ß bleiben, eine Zulage von 20 Psg. pro geleisteten Arbeitstag

d erhalten sollen. Damit sollte eincStheils die Erhaltung eines

n stabileren Kehrpersonalü bezweckt und somit vermieden werden, l. daß die Straßenkehrer den städtischen Dienst verlassen, sobald g sich andere etwas besser lohnendere Beschäftigung findet, r andernthcilü den Leuten im Herbst dnrch Auszahlung eines c größeren, anö den 20 Pfg. pro Tag sich ergebenden Betrageü »- die Möglichkeit gegeben werden, sich Winter^Vorräthe an , Brennnlatcrial n. s. w. zu beschaffen. Die nachgesnchte Lohn- it erhühnng nm 20 Pfg. pro Tag kann demnach mit dieser Ein- richtnng nach Anfsassnng der Baudcpntation als schon ein- 3 getreten betrachtet werden.

5 Verunglückt. In verflossener Nacht, etwa um 1 Uhr

e wurde auf hiesiger Bahnstation der Nangirer D., » alü derselbe zwischen zwei Wage»! trat, nm dieselben aneinander 1 zu kuppeln, von den Puffern ersaßt und am rechten Arm ) erheblich verletzt, so daß die sofortige Verbringung in die Klinik - stattfinden mnßte. c --------------------

i Wie uns mitgetheilt wird, ist das der Internationalen \ elektrotechnischen Ausstellung zu Frankfurt a. M. gegenüber k liegende Quadrat zwischen Kaiser-, Taunns-, Elb- und Weser f straße an den Director nnd Besitzer des Zoologischen Gartens \ zu Leipzig, Herrn Pinkert, verpachtet worden, welcher daselbst » von Mitte Juni an mit einer auS 150 Personen und » 100 Thieren bestehenden Caravane auS Ostasrika eine Reihe

von Vorstellungen zu geben beabsichtigt, die wohl daü Interesse des Publikums zn fesseln geeignet scheinen. Es sollen inter- i essante Scenen aus dem ostafrikanischen Volks- und Sclavcn 1 leben, ferner afrikanische Reise-Erlebnisse, historische Aufzüge i und orientalische Feste zur Aufführung gelangen- dieselben l dürften nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zur Be 1 lehrung der Besucher diene«.

1 + Lauter (bei Grünberg), 28. Mai. Der 18 Jahre

alte Jacob Zimmer von hier hat sich am Samstag den 23. Mai, Nachmittags zwischen 4 nnd 5 Uhr, vermnthlich in Folge Geistesstörung, in der Scheune seines Vaters erhäng t.

-r. Butzbach, 28. Mai. Am Sonntag den 24. d. MtS., Nachmittags zwischen 4 und 6 Uhr, brach im Gambachcr Gemeindewalde ein Waldbrand ans, der sich, ohne erheb­lichen Schaden anzurichten, über ca. 200 Quadratmeter drei­jährigen Eichenschälwaldeü erstreckte.

+ Bad Nauheim, 28. Mai. Zur Cur ist der Erb­prinz Friedrich von Waldeck hier eingetrofsen, während die Herzogin von Altenburg die ersten Tage hier erwartet wird. Von Personen von Distinction nennen wir noch Oberbürger­meister Ohly von Darmstadt nnd den ReichstagSabgeordneten Hempel von Dresden.

8. C. Bad Nauheim, 28. Mai. Die jeden Samstag Abend 8 Uhr stattfindenden Sitzungen der A. H. A. H. des 8. C. sind nach demHotel Sprengel" verlegt, dessen Besitzer ehi scparirteS Local zur Versügnng gestellt. ES wird bayerisch Bier im Glase verabfolgt.

Alsfeld, 26. Mai. DaS nenerbaute, überaus schöne und geräumige Molkereigebäude am Wege nach der Alten­burg ist nun soweit sertiggestellt, daß der Betrieb aus dem alten dorthin in Kürze verlegt werden dürfte. Ein hiesiger Bahnbeamter hatte vor Kurzem Gelegenheit, einen gewiß höchst seltenen Zug in der Vogelwelt zu bcobachteu. Er sah nämlich, wie ein alter Kohlrabe am User eines Fluffes saß nnd aufmerksam seine listigen Augen auf den Wasser- spiegel richtete. Plötzlich ein Flügclschlag, der Rabe taucht mit seinem Schnabel ins Wasser, bringt eine Forelle mit an die Oberfläche, woranf er eilig mit seiner Beute das Weite suchte. Die Raubgier der überaus schädlichen Raben ist ja zur Genüge bekannt, jedoch daß dieselben auch dem Fischfang obliegen, dürfte für viele Leser neu sein. (D. Z.)

A Trais Horloff, 28. Mai. Der hierorts in gutem Ruse gestandene und in gnten Verhältnissen gelebte Land- wirth S. von hier hat am Samötag den 23. d. M., Nach­mittags 6 Uhr, seinem Leben durch Erhängen auf seinem Speicher ein Ende gemacht.

§ Bermuthshain, 28. Mai. Demnächst soll hier eine große, nach den neuesten Erfahrungen eingerichtete R u s s e n- stcin - Fabrik gegründet werden. Der Boden eignet sich hier sehr gut zur Entnahme deö Rohmaterials.

§ Crainfeld, 28. Mai. Der hier seit dem 1. Mai er­öffnete Wiesen bau-CursuS hat gestern sein Ende erreicht. Der Leiter deffelben, Herr Wiesenbautechniker Kunz auS Lauterbach, war mit den 9 Schülern, welche er nnterrichtcte, sehr zufrieden. Die Schüler haben selbst die Arbeiten an den Wiesen'Anlagen abgesteckt und auSgeführt, wodurch die­selben auch mit den neuen, sehr practischen Wicsenbau-Ge- räthen bekannt gemacht worden sind. Der Unterricht hat sich nicht nur auf practische, sondern anch auf theoretische Arbeit erstreckt. Der oberen landwirthschastlichen Behörde zollt die hiesige Landwirthschaft ihren vollsten Dank für diese An­ordnung.

8. Herbstein, 28. Mai. In der Nacht vom 25. auf den 26. d. MtS. bracl) in dem Wohnhause deS Gastwirthö Bönsel von Lanzenhain Feuer anö. Das Feuer soll durch einen Defect in bem Kamin entstanden sein. Verbrannt sind die Balken in den Wänden zweier Zimmer, auch ein Kleiderschrank hat Schaden genommen. DaS Feuer wurde erst am 26. Morgens entdeckt und konnte ein weiteres Umsich- greifen noch rechtzeitig verhütet werden.

*** Homberg, 27. Mai. Der hiesige Schneider St., ein geistig gestörter Mensch, hat sich heute Mittag 12 Uhr in dem hiesigen AmtSgerichtögefängniß, wohin er nm IP/a Uhr verbracht worden war, unter Benutzung seines Hosenträgers e r h ä n g t.

Der Verbandstag mittelrheinischer Bildungs-Vereine wird am Sonntag den 11. Juni in Grieöh eim bei Darm- stadt stattfinden. Dieser Verband, ein Glied der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung in Berlin, welcher circa

30 um den Vorort Wiesbaden gruppirter Vereine umfaßt, wozu auch Gewerbevereine von Hessen, Pfalz und Nassau gehören, übt seit ca. 15 Jahren seine segenbringende Wirk­samkeit zur Schaffung und Förderung nicht blos von Volks­bildung überhaupt, sondern auch von gemeinnützigen In­stituten im Sinne und Geiste der modernen socialen Be­strebungen, nnd verdient daher auch für diesen alljährlich wiederkehrendcn Verbandstag die lebhafteste Sympathie aller dem Volköwohle dienenden Freunde, an welche hiermit Ein ladung ergeht.

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' Darmstadl, 27. Mai. Die Vorf ühr un g e n Bn s sal o Bills haben ganz besonders bei unserer Jugend Eindruck gemacht nnd werden die Kämpfe derRothhäute" mit den Bleichgesichtern" beim Spiel uiclfad) nachgeahmt. Leider haben diese Spiele hier bereits ein Opfer gefordert. Am Samstag vor Pfingsten soll sich der 13jährige Sohn eines hiesigen Schuhmachermeisters beimJndianerspiel" fast nackt auögezogen, bemalt und dann ans die kalte Erde gelegt haben. Am Abend stellte sich Erbrechen nnd Durchfall ein und am dritten Feiertag starb der arme Knabe nach schweren Leiden. Nach einer anderen Erzählung sei er auch beim Pseilwerfen verwundet worden. Genaueres konnten dieN. H. VolkSbl.", der »vir die Nachricht entnehmen, hierüber nicht erfahren, nur so viel scheint sestzustehen, daß die Todesursache aus das Jndianerspiel zurückznführen ist. Möge der Fall zur Warnung dienen.

* Mainz, 27. Mai. Ein rührender Fall von der Treue eines H n n d c S hat sich, wie hiesige Blätter melden, gestern Morgen unterhalb der Ingelheimer Au in der Nähe von Budenheim ereignet. Daö beladene SchiffBeethoven" befand sich ans der Reise nach Mannheim im Anhang eines Schürmann'schen Dampfers, als in der Nähe von Budenheim das etwa drei Jahre alte Kind des Schiffsmannes, welches auf dem Verdeck des Schiffes umherlies, über Bord in den Rhein fiel. Der Schiffmann sah, wie sein Kind in das Wasser stürzte, aber in demselben Moment war anch schon der Schiffshnnd nachgesprnngen, hatte das Kind, wie dasselbe in den Wellen verschwand, ersaßt und hielt es so lange über Wasser, bis der Vater in einem rasch losgemachten Nachen berbeifam und die weitere Rettung des Kindes bewirkte. Der Hund, dnrch die Anstrengung erschöpft, konnte nicht sofort ersaßt werden und trieb rheinabwärts. Kaum hatte der Schiffmann sein Kind an Bord gebracht, als er rasch seinen -^ahn nach dem noch immer mit Mühe sich über Wasser haltenden Hunde richtete und gelang es ihm auch, das treue Thier zu retten.

* AuS dem Odenwald, 26. Mai. Nach einer statistischen Uebersicht wurden auf den neun Stationen der Odenwaldbahn von Höchst bis Keilbach im Herbst 1890 zusammen 1 657 098 Kilogramm Kernobst im angegebenen Werthe von 165709.70 Mk. verladen. Hierbei wurde der Ccntner Obst nur mit 5 Mk. in Ansatz gebracht, während für gebrochenes Tafelobst weit mehr bezahlt wird. Bei obigen Zahlen ist das Obst nicht mit eingerechnet, welches per Axe nach Bayern und Württemberg ausgeführt wurde. Der Erlös anö dem Kernobst in den Gemeinden des Kreises Erbach im letzten Herbst beträgt hiernach mindestens 200 000 Mk., obgleich daö Jahr 1890 kein eigentliches Obstjahr war. Hieraus geht aber hervor, welche Bedeutung der Obstbau für den hinteren Odenwald (überhaupt für alle Gegenden) besitzt.

* Frankfurt a. M., 27. Mai. Der 15 Jahre alte Sohn des in der Klappergasse wohnenden Fischers Burk ging heute Morgen um 4 Uhr aus der elterlichen Wohnung weg, um die Grundangelschnuren seines Vaters im Müller- main nachzusehen. Der Junge ist seit der genannten Zeit von Niemand gesehen worden nnd man vermuthet, daß er bei Erledigung seines Auftrags in den Main gefallen nnd ertrunken ist, weswegen eine Anzahl Färcher von 11 Uhr ab den Müllermain absnchte. Der Fischer Schenk fand gegen 12 Uhr die Leiche des Knaben an einer Weide hängend.'

* Frankfurt a. 9)1., 28. Mai. Wie ans mehrfachen Nach-' fragen an den Kassen der Elektrischen Ausstellung hervorgeht, scheint es noch nicht allgemein bekannt zu sein, daß für Kinder eine Preisermäßigung in der Weise gewährt ist, daß je zwei Kindern unter zehn Jahren der Eintritt auf eine Karte gestattet wird. Es sei deßhalb ans diese Ver- günftigung noch besonders aufmerksam gemacht.

* Berlin, 26. Mai. Russische A ustv an derer, Arbeiterfamilien, etwa 150 Personen, welche nach Brasilien wollten, sind, »veil sie die Passage nicht bezahlen konnten, nach Thorn znrücktransportirt worden und haben gestern in Spandau während eines kurzen Aufenthaltes, als sie merkten, daß sie in die Heimath zurück sollten, unter Jammergeschrei die Weiterfahrt verweigert. Es mußte Militär und Polizei reqnirirt werden, um die verzweifelten Menschen getvaltsam in den für sie bestimmten Zug zu bringen.

* Berlin, 26. Mai. Die dentsche Armee hat im Monat März 190 Mann durch den Tod verloren, davon 7 infolge von Verunglückung und 26 durch Selbstmord.

H. BreSlau, 27. Juni. Vom 7. biü 10. Juni findet hier der VI. V e r b a n d s t a g d e r d e u t s ch e n Schlosser­innungen statt. Die meisten dem Verbände angehörenden Ortüinnungen sollen ihr Erscheinen zugesagt haben. Nach derBr.-M.-Ztg." ist daö Programm Folgendes: 6. Juni: Eröffnung deS Bnreau. 7. Juni: Empfang und Verhand­lungen. 8. Juni: Fahnenweihe der Breslauer Schlosserinnnng, großes Gartenfest imSchicßwcrder" nnd Ball. 9. Juni: Verhandlungen, gemeinsamer Ansflug nach Scheitnig und Wil- helmshafen. 10. Juni: Besichtigung deö Maschinenmarktes. Wir begrüßen diesen Verbandstag als ein günstiges Zeichen für den neuen Aufschwung des Handwerks, das durch die Rückkehr zu der alten jetzt allerdings wesentlich geläuterten Einrichtung deS JnnungsverbandeS jeder Pfuscharbeit den Weg möglichst zu verlegen sncht. Daß cS übrigens feinen goldenen Boden noch nicht verloren hat, sehen wir an den.