Ausgabe 
30.4.1891
 
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mittags wurden die Ehepakien vollzogen, worauf morgen am 29. April, dem eigentlichen Hochzeitstage, Nachmittags um 21/2 Uhr die standesamtliche Eheschließung und um 3 Uhr daran unmittelbar anschließend die kirchliche Trauung in der Schloßcapelle zu Luisentund erfolgen wird. Für die zahl­reichen Hochzeitsgäste wird dann große Galatafel stattfinden, worauf die hohen Neuvermählten Schloß Luisenlund verlassen und sich über Kassel nach Arolsen, der fürstlichen Residenz, begeben. Der feierliche Einzug in Arolsen erfolgt am 1. Mai, Mittags zwischen 121 Uhr, nachdem die Spitzen der Behörden das neuvermählte Fürstenpaar an der Lanbesgrenze in Empfang genommen und begrüßt haben, fährt der fürstliche Extrazug, sowie der Extrazug, in welchem die fremden Fürstlichkeiten sich befinden, nach Arolsen, wo abermals großartiger Empfang durch die städtischen Behörden, Begrüßung der Bürger Arolsens durch Festjungfrauen, 'Deputationen re. stattfinden wird. Darauf erfolgt der Einzug in die Stadt, in deren festlich geschmückten Straßen die Vereine Spalier bilden. Im Schlosse ist dann Abends Galacour und Galatafel für die Hochzeitsgäste.

* Vortheile der Unbildung. Ein Geiziger besucht die Kunstsammlung eines Privatmannes, in der angeschlagen steht, daß es den Bedienten verboten sei, Trinkgelder anzunehmen. Halt," denkt er,da kann ich mich recht nobel zeigen," zieht recht auffallend einen Thaler aus der Tasche und überreicht ihn einem der dienstbaren Geister, der ihn schmunzelnd in die Tasche steckt.Aber da steht ja, Ihr sollt kein Trinkgeld nehmen," ruft der Harpagon ganz entsetzt aus, doch die kalt­blütige Antwort lautet:Ich kann nicht lesen."

* Der berühmte Pianist Killlack wurde einmal von einem reichen Berliner, der früher eine Stieselfabrik besaß und selbst Schuhmacher gewesen war, eingeladen und nach dem Essen gebeten, etwas zu spielen. Kullack that es. Am nächsten Sonntag lud der Künstler den Stiefelfabrikantcn ein und nach Tische stellte er demselben ein Paar alte Stiefel hin.Was soll ich damit?" fragte der reiche Mann. Nun," antwortete Kullack gemüthlich,am vorigen Sonntag ersuchten Sie mich, nach Tische Musik zu machen, heute er­suche ich Sie, mir die Stiefeln auszubessern. Jeder nach seinem Metier."

* Luxemburg, 21. April. Seltsame Freisprechung. Hier erschien vor dem Schwurgericht der 26jährige Bergmann Grund unter der Anklage, den Bergmann Johann Schröder getödtet zu haben. Der Angeklagte war völlig überführt. Sämmtliche Zeugen erklärten, daß Grund den Schröder am Fafinachtsmontag mit einer Mistgabel über den Kopf ge­schlagen habe. Schröder sei zusammengesunken, habe sich aber bann wieder aufgerafft und sei nach Hause gegangen. Am anderen Morgen sand man ihn tobt im Bette. Die Obduction stellte fest, daß dem Getödteten das linke Schläfenbein zer­trümmert und die mittlere Hirnhautpulsader zerrissen worden sei. Grund war überdies der That geständig. Der Staats­anwalt hatte darum leichte Arbeit. Er beantragte, den An­geklagten des Todtschlags für schuldig zu erklären und ihm feine mildernden Umstände zuzubilligen. Der Vertheidiger des Angeklagten konnte den Thatbestand nicht leugnen, nicht einmal beschönigen. Und doch gelang es ihm, seinen Clienten zu retten. Der Rettungsanker war die mangelhafte Stili- sirung der Anklageschrift. In ihr wurde Grund beschuldigt, dem Schröder freiwillig, aber ohne Absicht Schläge zugefügt und Verwundungen beigebracht zu haben, welche den Tod zur Folge hatten." Offenbar sind hinter dem WorteAbsicht" aus irgend einem Zufall die Wortezu tobten" weggeblieben. Der Vertheibiger jedoch konnte sich natürlich an den Wort­laut der Anklageschrift halten. Da war es ihm denn ein Leichtes, nachzuweisen, baß Niemandfreiwillig, aber ohne Absicht" Jemand tobten könne, und daß es widervernünstig wäre, den Angeklagten dteses Verbrechens für schuldig zu erklären. Freilich legte der Staatsanwalt feierliche Ver­wahrung ein gegen eine solche Art der Vertheidigung, was aber nicht hinderte, daß die Geschworenen den Bergmann Grund von der Anklage freisprachcn, seinen Kameraden Schröderfreiwillig, aber ohne Absicht" getödtet zu haben. Grund wurde in Folge dieses Wahrspruchs sofort in Frei­heit gesetzt.

* Für das Jahr 1892 ist in Paris eine anthropologische Ausstellung geplant. Es gilt, zum ersten Male sämmtliche auf dem Erdball wohnenden Menschenrassen auf einen Punkt zusammenzubringen, wobei der Characteruuterschied und die Verschiedenheit in den Lebensgewohnheiten besonders auffallend hervortreten dürften. Neben den Eskimos wird man die zahlreichen Repräsentanten des afrikanischen Erdtheils und neben dem Chinesen und Japaner die Völkerschaften der kirgisischen Steppen zu sehen bekommen. Die Ausstellung soll hauptsächlich den Zweck wissenschaftlicher Belehrung erfüllen, daneben allerdings wird man auch, schon um die ungeheueren Kosten des Unternehmens zu decken, mit dieser Schaustellung das Publikum zu interessiren versuchen.

* Aus Lothringen, 26. April. Beim Niederreißen eines Hauses in Deutsch-Redingen fand man die Leichen zweier deutscher Soldaten eingemauert. An der noch erhaltenen vollen Uniform mit Helm und Seitengewehr, die anscheinend einem Hauptmann und einem Gemeinen an­gehörten, glaubt man den grausigen Fund dahin erklären zu können, daß man es mit zwei heimlich Erschlagenen aus dem Kriegsjahre 1870 zu thun hat, welche auf diese Weise bei Seite geschafft worden sind.

* Im vorigen Jahrhundert trugen die Damen des Wiener Hofes, die Kaiserin nicht ausgenommen, so tief aus­geschnittene Kleider, daß der fromme Pater Abraham a Santa Clara von der Kanzel heftig dagegen predigte.Weiber," sagte er,die sich auf solche Weise entblößen, sind nicht werth, daß man ihnen, ins Gesicht spuckt!" Die Kaiserin und ihre Damen nahmen dies ungnädig auf; es wurde ihm die Weisung, daß er sein Amt verlieren würde, wenn er nicht widerrufe. Am nächsten Sonntag trat er auf die Kanzel und sagte:Ich behauptete neulich, Weiber, die sich so ent­blößt tragen, feien nicht werth, daß man ihnen ins Gesicht spucke; ich widerrufe das und erkläre hiermit feierlich: sie sind es werth!"

Citeratur uttO KttttfL

Von dereUdridt&t*, dem officiellen Organe der Inter­nationalen Electtotechnischen Ausstellung zu Frankfurt a. M. (Ver­lag Zeil 39, Redaction: Ingenieur Massenbach und vr. Guard), liegt uns nunmehr das zweite Heft vor, welches das erste an Inhalt und Ausstattung womöglich noch übertrifft. In einer wohlgelungenen Portraitgruppe sind die Ehrenmitglieder der Ausstellung, die be­rühmtesten Electrotechniker Deutschlands, Oesterreichs, Frankreichs. Englands und Amerikas abgebildet; flotte Scizzen vom Ausftellungs- platz führen mitte in die interessanten Bauarbeiten des groß an­gelegten Unterneh s; nach dem Plan der Ausstellung und der großen Maschinen. He wird die schmucke Installationshalle in Wort und Blld vorgeführt; über die großartige Leitungsanlage zur elec- trischen Kraftübertragung von Lauffen am Neckar nach Frankfurt orientirt eine osficielleDarstellung der Vorverhandlungen, eine Karlen- scizze und eine Reihe prächtiger Landschaftsbilder von der Routc, während Dr. Epstein eine theoretische Darlegung der Grundprincipien der electrischen Kraftübertragung liefert; der Bibliothekar des Frank­furter Goethehauses gibt eine anziehende Darstellung der electrischen Studien Goethes; in gemeinverständlicher Form stellt Oberingenieur Kohlfürft die Entwickelung der electrischen Eisenbahneinrichtungen dar und eine ganze Reihe unterrichtender Notizen über einzelne Ab- tbeilungen und Veranstaltungen der Ausstellung, über Arbeiter­fürsorge und Electricität, electrische Jubiläen und Aehnliches schließt des inhaltreiche Heft, welches die Gediegenheit des volksthümlichen Unternehmens von Steuern bocumentirt.

Eingesandt.

«iefcett, den 29. April 1891.

Der Schützenverein feierte am Sonntag und Montag sein diesjähriges Eröffnungsschießen.

Die Betheiligung der schießenden Mitglieder war eine sehr rege und durch das prachtvolle Wetter begünstigt verlief das Preis- schießen zu aller Befriedigung.

Die Bedienung der Schießstände, die Functionirung der Apparate war eine exacte und das Arrangement der Preisvertheilnng etn durchaus practisches, wofür dem Vorstände gerechter Dank gebührt.

Nach Beendigung des Preisschießens versammelten sich eine große Anzahl (schießender und nichtschietzender) Mitglieder bei einem solennen Festessen, welches reichlich des Guten bot und das Gebotene bei allen Thelnehmern ungeteilter Zufriedenheit begegnete.

Dem Vorstande möchte man nun sehr dringend die Fertig­stellung des projectirten Hasenstandes ans Herz legen, denn es steht ohne Zweifel fest, daß die Anlegung dieses Standes eine dringende Nothwendigkeit ist, alle Jagdliebhaber im Verein mit ganz besonderer Vorliebe auf die Sckietzstände (und dem Schützenhaus) anziehen und reue Mitglieder zuführen wird.

Verkehr, Land» um» VEsmirt^-haf».

Arants« rt, 27. April. Viehmarkt. ES waren ange­trieben 341 Ochsen, 16 Bullen, 352 Kühe, Stiere und Rinder, 348 Kälber, 99 Hümmel und 388 Schweine. Die Preis« stellten sich für Ochsen L Qual, auf J4 6771 pr. Ctr. Schlachtgewicht, 2. Qual. JL 6365, Bullen JL 5052, Kühe und Rinder 1. Qual. «X 5860, 2. Qual. 4650, Kalber 1 Qual. 6468 H, 2. Qual- 50-55 Hümmel 1. Qual. 64-66 2. Qual. 5860 H per

Psd-, Schweine 1. Qual. 5354*H, 2. Qual. 5253 H pr. Pfd- Schla i) gewicht.

In Oberhessen finden im Monat Mai u. A. folgende Märkte statt:

Den 4. in Echzell Schweine- und Kramermarkt.

Den 4. in Langsdorf Vieh- und Kramexmartt.

Den 5. in Nidda Vieh-, 6. Krämermarkt.

Den 5. in Ranstadt Vieh- und Krämermarkt.

Den 5. in Reichelsheim Vieh- und Krämermarkt.

Den 5. und 6. in Gießen Vieh- und Kramermarkt.

Den 5. in Schotten Vieh-, 6. Krämermarkt.

Den 12. in Herchenhain Vieh-, 13. Krämermarkt.

Den 13. in Friedberg Vieh- und Krämermarkt.

Den 19. in Bleichenbach Vieh- und Kramermarkt.

Den 19. in Grünberg Vieh- und Krämermarkt.

Den 19. in Lich Vieh- , und Krämermarkt.

Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. Ver­fälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen dieSchußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seidenfabrik-Depüt von G. Henne- berg (K. u. K. Hoflief.) Zurich versendet gern Muster von feinen ächten Seidenstoffen an Jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto- und zollfrei ins Haus. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 1619

Der Werth einer guten Seife wird täglich immer mehr anerkannt, seitdem bte Hygieine uns die Augen geöffnet und nachgewiesen hat, daß vorzeitiges Altern, die Entstehung von Rissen, Runzeln, Gesichtsröthe rc. in den meisten Fällen durch den Gebrauch von minderwerthiger alkalischarfer Seife heroorgerufen wird. Zur rationellen Pflege der Haut soll man sich nur einer wirklich neutralen, garantirt reinen fehlerfreien ToilettefÄfe bedienen, wie dies z. B. Doerings Seife ist, die seit kurzem erst und zwar auf Ver­anlassung hervorragender Hautärzte dem großen Publikum zugänglich gemacht wurde. Die Schönheit der Haut, die Reinheit des Teints wird durch Doerings Seife wesentlich gefördert und conserviri und weil Doerings Seife wesentlich billiger ist als alle anderen guten Seifen, wird die rationelle Pflege der Haut Jedermann, auch selbst den weniger Bemittelten ermöglicht. Zu haben in den Parfümerien, Colonial- u. Droouen-Geickäite. Preis 40Pfg. in Giessen bei Gebrüder Adami, F. C. Conrad, Eberh. Dort, Drehes & Wallenfels, Fritz Egly, Emil Fisch­bach, Ad. Geisse, Gustav Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel, Ludwig Loth, Eberhardt Metzger, P. J. Mobs, Paul Möser, H. F. Nassauer, Ang. Noll II., Otto Schaaf, J. M. Schulhof, P.F. Thomas, Ang. Voigt, Hch. Wallach, in Wieseck bet Heine. Volzel II in Lieh bet J. Häuser, C. Vogt II.,zur Nose", in Schotten bei Gg. Böhm. Enaro»-Verkauf.

Doering & Co., Frankfurt a. M. und Benner & Krumm, Droauen-, Material- u. Fardenwaaren-Gronduudtmia, Giessen. f3309

Bei Gebrüder Stamm (Markt- und Schulstraßen- Ecke I. und II. Stock) findet man die größte Auswahl der schönsten Herren« nnd Knabenkleider zu be­deutend ermäßigten Preisen. l339ti

Wöchentliche Aetrerficht der Todesfälle in Gießen

16. Woche. Vom 19. April bis 25. April 1891. Einwohnerzahl: 20 611 (tncL 1600 Digrm Militär). Sterblichkeitsziffer: 27,76 »/oo bezw. 22,71 nach Ausschl. der Ortsfremden.

Kinder

Es starben em: Zusammen: Erwachsene: im vom

1. Lebmsjahr: 2.15.Jahr:

Lungenschwindsucht 1 (1) Acute entzündliche Er-

1 (1)

krankunaen der Ath-

rnungs-Organe - 3

2

1

Andere bekannte

Krankheiten 5

4

1

Verunglückung 2 (1)______2 (1)________________~~

Summa: 11 (2) 9 (2) 2

2tnm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen

Verdingung.

Die Anlieferung von ea. 200 ebm Uferbausteinen zur Unter­haltung der Uferbauten au der Lahn zwischen Gießen und der Landesgrenzein der Gemarkung Heuchel­heim, soll im Wege der öffentlichen Ausschreibung in einem Loose vergeben werden. Ä

Die Bedingungen sind bei «r. KreiSdauawt Gießen in den Dienststunden zur Einsichtsnahme offen gelegt und sind Angebote bis läng­stens den 6. Mai 1891, Vormittags 11 Uhr, geschloffen und mit ent­sprechender Aufschrift versehen an die unterfertigte Stelle einzusenden.

Mainz, den 27. April 1891. Gr. Wafferbauamt Mainz.

Jmroth. 4087

Vorzüglichen

Aepfelwein empfiehlt P» Fr. Tbomafi, 4110 6 Wallthorstraße 6.

~ 4104] Ein gebrauchtes Break zu i

G^SkiUberger Nachf. (Aug. Führer), j

Neuenweg. 1

Bekanntmachung.

Der von Großherzoglichem Ministerium des Innern' und der Justiz genehmigte Plan über die sestgestellten Fluchtlinien für den Tiesenweg liegt in Gemäßheit der Art. 7 der allgemeinen Bauordnung auf dem Bureau der Stadtbaumeisters zur Einsicht offen.

Gießen, den 27. April 1891.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 4085

Versteigerung.

Montag, de« 4. Mai d. I., Nachmittag» 2 Uhr, ver­steigere ich gegen Baarzahlung:

1) in der Restauration Bieker, Neustadt 83 dahier:

Sopha, ovaler Tisch. Spiegel in Golorahmen. Geräthschrank, Commode. Schrank mit Glasaufsatz, Regulator. Nähtisch, großer Zimmerteppich. 4 Rohrsitzstühle, 3 Belten mit Sprungfeder- und dreitheiligen Matratzen, 4 Bilder in Goldrahmen;

9) unmittelbar hieran anschließend in der Hawwstraß« 12: Kinderbettstelle, Küchenschrank, Wanduhr, Rohrsessel, Tische, Spiegel, Stühle, Hänge- und Steh-Lampen, Galleriestangen, Waschbütten, Einmachfäffer, Fruchtwaage, Rollseil mit Rolle, Futlerbänke und Schweinetröge, Backgeräthschaften, allerlei Küchengeschirr u. dgl. m. Die Gegenstände, insbesondere di« ad 1 genannten, find noch gut erhalten, zum Theil sogar noch neu.

Die Versteigerung findet bestimmt statt.

Born

4123 Großh. Gerichtsvollzieher zu Gießen.

Im Auftrage der Stadt Gietz«« wird in Folge des von dieser eingeleiteten Ent­eignungsoerfahrens

Mittwoch den 6. Mai, Nachmittags 3 Uhr, von dem unterzeichneten Ortsgericht an Ort und Stelle öffentlich meistbietend unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verkauft: Flur I Nr. 370 19 Meter Hofraum im Kaltenloch,

Flur l Nr. 371 19 Meter Grabgarten daselbst,

Flur I Nr. 375Vio - 26 Meter Hofraum an der L-tadtpforte-

Im Anschluß hieran werden die auf Flur 1 Nr. 370 befindlichen Gebäulich- feiten auf den Abbruch versteigert.

Gießen, 27. April 1891.

Großh. Ortsgericht Gießen.

I. A : Vogt. 4043

Schillers sämmtl. Schriften, die große hist.-krit. Ausg. v. Goedecke, Sauppe, Vollmer u. A , 15 Bde. Lex. 8«. (ßabenpr. brosch. JC 119), tadellos neu, I in reinen und soliden Halbfrauzbdn., für i den festen Vreis von X 45 zu verkaufen. Näh i. d. Exp d. Bl. 4 )38

Hochfeines Sauerkraut

empfiehlt [306] C. Roth.

4034] Gelbe Arührosa.Kartoffeln 1 verk Earl Malkomefiud, Neuenw. 27.

Ät. Schlachthaus.

Freibank. 4096 j Von heute Nachmittag 4 Uhr ab: la. Kuhfleisch, nicht ladenrein, per Pfund 4S Pfg. Frisch eintreffend empfehle: Soll. Maifische, Schellfische, Eabliau, Ostend. Seezungen, BLrsche, Hecht nnd Zander.

A. Koch Nachfolger, Neuen Säue 19. 4108

4102] Große deutsche Tiger- Dogge billig zu verkaufen.

Bleichstratze 20

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