Als die drei auf der windgeschützten Vorderseite des Hermann'schen Hauses anlangten, bemerkte der Priester, daß es drinnen heller war, als es vor zwei Stunden gewesen, wo er den Gastfreund verlassen hatte. Auch gewahrte er eine Gruppe von einigen Männern, die sich in dem aus dem Fenster fallenden Lichtschein vor dem Hause bewegten und gebückt aus dem Boden umherspähten. Beim Näherkommen des Priesters trat ein hochgewachsener Mann auf den Polizisten zu.
„Sarakoff," sagte er, „ist das der Vater Alexei?"
„Jawohl, Väterchen," antwortete der Beamte respektvoll.
Den Priester befiel ein Zittern, er wußte selber nicht, weßwegen. Dennoch sagte auch er: „Ich bins, Capitän Nikolai. Bedarfst Du meiner Dienste?"
„Ja," antwortete der Criminalinspector kurz. Dann wendete er sich den anderen Männern zu. „Zwei von Euch bleiben hier draußen, und sorgen dafür, daß die Fußspuren erhalten und unberührt bleiben. — Vater Alexei, Du hast nun wohl die Freundlichkeit, mir ins Haus zu folgen."
Damit ging er voran, stieß die Thüre aus und trat in Hermanns Haus, hinter ihm der Priester und der Polizist.
In der Mitte des Gemachs, auf den hell beleuchteten Dielen lag der Leichnam August Hermanns, des Eigenthümers des Hauses. Er lag auf dem Rücken, den Kops gegen den Eingang gerichtet, mir weit offenen Augen, gerunzelter Stirn und geballten Händen; aus der linken Brustseite seines weißen Hemdes zeigte sich ein kleiner rother Fleck.
Der Priester stand im ersten Moment wie vor Schrecke» erstarrt bei dem Anblick seines tobten Freundes. Dann stieß er einen tiefen Seufzer aus, fuhr mit der Hand über sein Gesicht und schaute um sich. An dem großen Tische, wo er so kurze Zeit vorher erst mit de« jetzt Verstorbenen gesessen, hatte ein Herr Platz genommen, der wie ein Gerichtsbeamter
aussah, und neben demselben stand Capitän Nikolai, der Criminalinspector. Am Ofen lehnte ein stattlicher Bauer, der erste Mann des Dorfes, Michail Michailowitsch, der Vater der unglücklichen Wittwe des erschlagenen Mannes. Jeder der drei blickte finster und durchbohrend aus den Priester, dessen Augen rathlos von dem einen zum andern wanderten. Jetzt öffnete sich auch die Thür des hinteren Zimmers und Marsa Hermann, ihre Mutter und ihre Schwestern ka«en schluchzend in das Gemach des Todes.
„O, Du Priester!" schrie Marsa, als sie den Vater Alexei erblickte. „Warum hast Du mir meinen August ge- tödtet? Vater Alexei, Vater Alexei, warum hast Du mir meinen Gatten ermordet? O, Du gottloser Mann, weißt Du nicht, daß Du Deinen besten Freund umgebracht hast?"
Sie stürzte auf den Popen zu, der abwehrend seine Hände erhob.
„Nimm nun auch «ein Leben, Du Mörder, wie Du sein unschuldiges Leben genommen hast!" rief sie verzweiflungsvoll. „O, mein August, mein August!"
Damit warf sie sich mit lautem Schluchzen auf den Körper ihres Gatten und nur mit Mühe konnte ihre Mutter mit Anfissas Hilfe sie ausheben und in das hintere Zimmer zurückbringen.
Tiefes Schweigen herrschte im Gemach. Endlich raffte Vater Alexei sich zusammen.
„Sollte es möglich sein, daß Ihr glaubt, ich hätte August Hermann getödtet?" fragte er mit heiserer Stimme, tie Anwesenden der Reihe nach ansehend.
„Willst Du mir sagen, wer es gethan haben könnte, wen« nicht Du?" entgegnete der Inspektor. Der Priester erschauerte. „Marsa Hermann beschuldigt Dich ins Angesicht. Sie erzählte mir auch, daß sie Dich im Handgemenge mit
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Freitag den 30. Januar
1891
Der chte-nner Mzel-er erlchemt täglich, mit AirSnshme deS MentagS.
Die Äießener PO»ikie«ökälteI axcbea dem Anzeiger «räch«rtlich brti mel deigelegt.
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Bekanntmachung,
die Anschaffung und Unterhaltung des Faselviehs betreffend.
Der Kreistag hat in seiner Sitzung vom 24. L Mts. beschloffen, daß für den Kreis Gießen statt der bisherigen 2 für die Zukunft 3 Körcommifsionen zu bilden feien.
Der Bezirk der Äörcommiffton Grünberg umfaßt nach wie vor die zu dem Dienstbezirk des Großh. Kreis- veterinäramtes Grünberg gehörigen Orte
Mendorf a. d. Lda., Allertshausen, Beltershain, Bersrod, Beuern, Climbach, Ettingshausen, Gellshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Hattenrod, Kesselbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Münster, Nieder- Besstngen, Ronnenroth, Ober-Bessingen, Odenhausen, Queckborn, Reinhardshain, Röthges, RüddingShausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Treis a. d. Lumda, Billingen, Weickartshain, Weitershain, Winnerod.
Zum Bezirk der Köreommiffivn Gießen gehören die Orte
Albach, Allendorf a. d. Lahn, Alten-Buseck, Annerod, Burkhardsfelden, Daubringen, Garbenteich, Gießen, Großen-Bufeck, Großen-Linden, Hausen, Heuchelheim, Klem'Linden, Lang-Göns, Lechgestern, Lollar, Mainzlar, Oppentob, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Steinbach, Trohe, Watzenborn-Steinberg, Wieseck.
Der Bezirk der Koreommisfion Hungen - Sich umfaßt die Orte:
Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Grüningen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Lich, Muschenheim, Obbornhofen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe. Unter ausdrücklicher Betonung des Grundsatzes, daß Selbstzüchter von Bullen den Körcommissionen nicht angehören sollen, wurden für die Jahre 1891—93 gewählt:
1) In die Köccommifsion Grünberg:
als Mitglieder: Bürgermeister Faulftich zu Weitershain, Administrator Hermann zu Winnerod, als Stellvertreter: Landwirth Jean Wolf zu Billingen, Bürgermeister Stein zu Kesselbach.
2) 3« die Körcommisfion Gießen:
als Mitglieder: Heinrich Velten UI. zu Großen-Linden, Beigeordneter Schadeck zu Lollar,
als Stellvertreter: Rentner Friedrich Georgi zu Gießen, Johannes Weber V. zu Lang-Göns.
3) In die Körcommisfion Hungen-Lich: als Mitglieder: Bürgermeister Bopp zu Bellersheim, „ Köhler zu Langsdorf, als Stellvertreter: „ Roth zu Muschenheim, „ . Görlach zu Eberstadt.
Kraft Gesetzes gehört außerdem der Körcommisfion Grünberg der Großh Kreisveterinärarzt daselbst und den Körcommissionen Gießen sowie Hungen-Lich der Großh. Kreis- veterinärarzt zu Gießen an.
Gießen, den 26. Januar 1891.
Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern.
Deutscher Reichstag.
öS. Plenarsitzung. Mittwoch, 28. Januar 1891, 1 Uhr.
Die zweite Etatsberathung wird bei dem Reichs- Jnvaltdenfonds fortgesetzt.
Abg. Richter (dfr.) beantragt: die verbündeten Regierungen zu ersuchen, zu erwägen, inwieweit aus den Mitteln des Reichs- Jnvaltdenfond-3 für die Milttärpersonen der Unterklaffen, welche dxrch den Krieg invalide geworden sind, eine Erhöhung an Pmfions- zulagen oder eine Erhöhung der Entschädigung für Einbuße an der Erwerbsfähigkeit angezeigt erscheint. Antragsteller führt auS, daß die Mittel hierzu vorhanden seien, da der Fonds 96 Millionen Mark mehr enthalte, als zur Deckung der angestellten Ansprüche erforderlich seien. Der vom Abg. Graf Douglas und Genossen zu seinem Anträge aefteöte Zusatzantrag, gegen den er sonst nichts einzuwenden habe, gehöre zu seinem Anträge nicht und sei geeignet, die Durchführung desselben zu erschweren.
Abg. Menzer (cons.) begründet den von ihm in Gemeinschaft mit den Abgg. Graf Douglas und Frhr. v. Manteuffel gestellten Zusatzantrag zu dem Anträge Richter, sowie die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage baldmöglichst einen Gesetzentwurf oorzulegen, durch welchen die Härten und Unruträglichkeiten beseitigt werden, die sich bei Anwmdung des Militär-Pensionsgesetzes, insbesondere in Bezug auf die im Staats- und Gemetndedienst an- gefteHten Beamten fühlbar gemacht haben.
Staatssrcretär Frhr. v. Maltzahn erklärt, daß die Anträge bei den B-rathungen über eine anberroeite Regelung der Materie Beachtung finden würden.
Abgg. Frhr. v. Gülting (freiconf.) undDi. Pieschel (natl.) befürworten Die gestellten Anträge.
Generalmajor v. Spitz erklärt, daß es nicht Mangel an Interesse sei, wenn sich die Militärverwaltung an der Debatte xicht bethetlige, sondern lediglich die Rücksicht auf die schwebenden Verhandlungen über eine anderweite Regelung des Pensionswesens.
Der Etat des Reichs-Jnvalidenfands wird unverändert angenommen, die Anträge an die Budgetcommission verwiesen.
lieber den Etat der Reichspost- und Telegraphenverwaltung berichtet Abg. Scipio. Der Post- und Telegraphenverkehr fei weit über die Zunahme der Bevölkerung hinaus ein steigender, wodurch Mehrerforderntffe bedingt würden.
Abg. Funk (dfr.) befürwortet eine Ermäßigung der Fernsprechgebühren, wodurch ein nennenswerther Ausfall nicht entstehen würde, da dann das Telephonnetz ganz erheblich an Ausdehnung gewänne, zumal wenn mit der Anlage neuer Linien etwas liberaler verfahren würde. Der Telegraphenverkehr würde durch eine Erweiterung des Fernsprechverkehrs nicht beeinträchtigt werden. Jedenfalls solle die Reichspost- und Telegraphenverwaltung mehr Verkehrs- als Erwerbsanstalt fein.
Abg. Wilifch (dfr.) bedauert, daß Staatsfecretär Dr. v. Stephan das Verlangen einer Herabsetzung der Gebühren für Zeitungstelegramme abgelehnt habe. In England, Nordamerika, sogar in Argentinien würden den Zeitungen im Telegraphenverkehr Ver-
günstigungm gewährt. Wünschenswerth wäre eine Herabsetzung Der Gebühr für den grauen Postauftrag zum Wechselaccept; eine Menge werthloser Wechsel mürben aus dem Verkehr verschwinden, wenn die Gebühr für den grauen Postauftrag auf 30 Pfennige herabgesetzt würde.
Abg. Singer (Soc.): Eine Herabsetzung der Fernsprechgebühren würde nur einem verhältnißmätzig kleinen Kreise zu Gute kommen, der Ausfall aber wäre von der Gesammtheit zu tragen. Uetzer eine allgemeine Verbilligung der Telegramme würde sich reden lassen, aber einer einseitigen Bevorzugung der Zeitungsverleger werde er nicht zuftimmen. Die Zeitungen, von denen die Petition zu Gnnften der Herabsetzung der Zeitungstelegrammgebühren ausgehe, seien zudem durchweg so gut situirt, daß sie die heutige Gebühr sehr gut tragen könnten. Die Postverwaltung habe durch Schaffung von „Beamten auf Widerruf" eine Zahl Leute der Jnvalidiläts- und Altersversicherung entzogen, ohne eine Pensionslast zu übernehmen. Er bitte um Auskunft über die betr. Verfügung.
Staatsfecretär Dr. v. Stephan: Die Postverwaltung verhalte sich nie absolut ablehnend zu Anträgen auf Herabsetzung von Gebühren. Man könne nie wissen, ob sich die Verkehrsverhältnisse nicht so entwickeln, daß solche Ermäßigungen wünschenswerth erscheinen. Bei der verlangten Herabsetzung der Telegraphengebühren würde eS sich um einen Ausfall von 3 Millionen handeln, der einem ver- hältnißmäßig kleinen Kreise besser Situirter zu Gute kommen würde. In allen anderen Ländern seien die Telegraphengebühren höher als bei uns. Gerade in den letzten Jahren sei sehr viel bei unS ermäßigt worden, so viel, daß er gar nicht Alles wisse, was ermäßigt worden. Unter bett jetzigen Verhältnissen empfehle sich eine Herabsetzung der Fernsprechgebühren in keiner Weise. Noch sonderbarer sei die Forderung der Gewährung eines Telegraphenprioilegs an die Zeitungen. Die Postverwaltung lasse es an Entgegenkommen gegenüber den Zeitungen wahrlich nicht fehlen, wie der Postzeitungsverkehr beweise. Die bei uns bestehenden Wohlthaten würden aber immer übersehen. Möge man doch erst anderwärts dem an uns gegebenen Beispiel folgen. Auf sonstige in der Debatte angeregte Punkte komme er bei den einzelnen Titeln zurück.
Abg. Dr. Lingens (Etr.) erkennt die im Interesse der Ssrm- tagsruhe der Postbeamten getroffenen Maßregeln an, wünscht aber, daß dieselben auch überall energisch durchgeführt werden möchten.
Director im Reichspostamt Fischer: Durch die Einreihung zahlreicher Personen, die bisher nur in der Stellung von Arbeitern bei der Postverwaltung beschäftigt wurden, aber Beamtenfunctione» verrichteten, in die Kategorie der Beamten übernehme die Verwaltung eine erhebliche Mehrbelastung; von einer Entlastung könne keine Rede sein.
Abg. Schadeler (Etr.) vertheidigt die Petition der 234ZeitungS- Dtrleget auf Herabsetzung der Gebühren der Zeitungsdepeschen. Wenn gesagt worden sei, die Petenten forderten ein Privilegium, nun so fei ein solches Privilegium dem offiefofen Wolff'schm Telegraphenbureau insofern gewährt, als die Depeschen dieses Bureaus den Staatsdepeschen gleich behandelt würden. Diesem Bureau seien noch eine Reihe anderer Vorrechte gewährt. Bei der Zusammensetzung der Actiengesellschaft des Wolff'schen Bureaus könne befürchtet werden, daß gewisse 9tachrichten zu finanziellen Zwecken verbreitet werden.
Staatssecretär Dr. v. Stephan: Die dem Wolff'schen Burean eingeräumten Vortheile beruhten auf einem Vertrage, den er beim Uebergange der preußischen Postverwaltung auf das Reich mit übernommen habe. Bei Herabsetzung der Wortgebühr für ZettunO- depeschen auf 3 Pfennige bedürfe es eines Zuschusses für dieselben.
Abg. Dr. Bachem (Etr.) tritt ebenfalls für weitere Herabsetzung der Telegramm-Gebühren für Zeitungen ein. Die zweifelsfreim Verdienste des Gmeralpostmeisters, die allerseits Anerkennung finden,
Fsuilleton.
Vster Alexei, der Pope.
Eine russische Geschichte von Friedrich Meister.
(3. Fortsetzung.)
„Gewiß, jeder muß seine Schuldigkeit thun," extgegnete der Pope. „Du sagtest aber, daß Du mich holen solltest- habe ich recht verstanden? Und wer hat Dich geschickt?"
„Der Jnspector, Väterchen, der Jnspector hat mich geschickt," sagte Sarakoff. „Der Criminalinspector, und Du weißt, daß ich dem zu gehorchen habe. Sei also so gut, Väterchen, und komm mit mir nach dem Hause August Hermanns, des Deutschen."
„Aber, da ist er ja eben erst hergekommen \“ rief Anfissa entrüstet dazwischen.
Sarakoff schaute den Popen wieder so eigenthümlich an, wie er schon vorher gethan.
„Du bist soeben erst dort gewesen, Väterchen?" fragte er in scharfem Polizeiton.
„Gewiß ist er dort gewesen," entgegnete Anfissa schnell. „Und einmal ist genug für heute, und in solchem Wetter und so spät obendrein! Er kommt mir nicht mehr aus dem Hause, ob Du nun der Polizist Sarakoff bist ober nicht!"
„Der Jnspector —" begann Sarakoff.
„Ich bin bereit," sagte der Priester ruhig, und damit griff er nach seinen großen Pelzstiefeln. Er zog biefelben an und dann auch den langen, pelzgefütterten Kaftan.
„Ich komme auch mit, allein lasse ich meixen Herrx zu solcher Nachtzeit nicht gehen!" rief Axfissa. Und im Nu hatte die entschlossene Alte ihre Winterhüllen hervorgeholt und sich Leisefertig gemacht.


