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Kleine Mittheiluugeu aus dem Großherzogthum Heffen. Aus traurige Weise ist am 20. ds. das 10jährige Töchterchen des Polizeidieners Kraft in Rüsselsheim um's Leben ge­kommen. Das Kind spielte mit noch anderen Kindern in der Nähe des Bahnhofs aus einem Haufen dort lagernder Tele­graphenstangen. Plötzlich kam eine der Stangen ins Rutschen, das Kind kam hierdurch zu Fall und wurde von der Stange derart am Kopfe getroffen, daff der Tod desselben alsbald eintrat. Das Personal der Firma Dörr und Reinhart in Worms hat dem Grasen Moltke einen prachtvollen Kranz mit Inschrift anfertigen lassen und nach Berlin abgesandt. In Reichenbach i. O. wurde die Frau eines Spezerei­händlers verhaftet, welche ihren Mann (während derselbe schlief) durch Eingießen von Schwefelsäure ums Leben bringen wollte. In Worms stürzte ein junger Mann, welcher auf dem Schnürboden des Spiel- und Festhauses beschäftigt war, drei Stockwerke hoch von diesem herab. Schwerverletzt muffte der Mann in das Hospital gebracht werden. Am Samstag erschien vor der Musterungs-Commission zu Mainz auch einer der augenblicklich dort gastirenden Liliputaner. Selbstverständlich wurde der Mann, der kaum zwei Drittel des geringsten Maßes batte, als untauglich entlassen. In Bingen wurden am 27. ds. in der Nahe die Leichen zweier neugeborener Kinder geländet. In Folge von Lohn­differenzen haben die Arbeiter einer bedeutenden Schuhfabrik in Alzey die Arbeit niedergelegt- seitens der Arbeiter ist Platzsperre über die Fabrik verhängt worden.

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Literatur mu6 Kauft

Von den zur Besprechung letzteingegangcnen literarischen Erscheinungen hebt sich auf unserem Büchertische ganz besouders ab: BrehmS Thierlebe«, dritte Auflage, Band 3: Die SLugethiere (Fortsetzung) von Dr. Alfred E. Brehm, unter Mitwirkung von Dr. Wilh. Haacke neubearbeitet von Professor Dr. Pechuel-Loescke. Mit 150 Abbildungen im Text, 21 Tafeln und 4 Karten von W. Camphausen, W. Kuhnert, G. Mützel, Fr. Specht u. a. Leipzig, Bibliographisches Institut. Preis 15 X Mit der Fertigstellung dieses Bandes ist ein weiterer erfreulicher Schritt zur Vollendung der im Herbst 1890 begonnenen neuen, dritten Auflage gethan. Der­selbe beschließt die Schilderungen der Gruppe Säugethiere und da­mit nach dem groß angelegten Plane auch die erste Abtheilung des panzen Werkes. Dieser erste Abschluß in dem Werden einer so viel Geistesarbeit und liebevolle Hingabe erfordernden Riesenaufgabe macht uns einen kurzen Rückblick auf die in der neuen Auflage bisher er­schienenen Bände zur angenehmen Pflicht. Wir schöpfen aus der Prüfung derselben immer wieder den Drang, dem großen Publikum stets von Neuem bewußt zu machen, welch Wissenschaft ltcker und volks- thümlicher Schatz zugleich inBrehms Thierleben" enthalten, den zu heben Jedermanns Sacke, des Geblldeten wie des Laien, sein muß. So beispiellos glücklich ist noch keine wissenschaftliche Aufgabe gelöst worden wie inBrehms Thterleben": eine Schilderung des Thierreichs wissenschaftlich hochstehend und doch auch wiederum in so allgemein verständlicher, fesselnder und anziehender Schreibweise gehalten, daß selbst der geringste Laie Belehrung und Befriedigung darin finden kann. Zur Neubearbeitung der gegenwärtigen dritten Auflage ist, wie wir sckon früher mittheilten, als berufenster Nachfolger Brehms Herr Professor Dr. Peckuel-Loesche in Jena von der Verlagshandlung gewonnen. Die damit im Vor- hiuetn gebotene Gewähr für die Erhaltung Brehm'scher Schreibweise und Darstellungsknnst neben gebührender Berücksichtigung der neueren

VermiWef.

* Eine Allerweltsstadt war jedenfalls Mainz bis zum Jahre 1866. Bis damals herrschten dort nämlich folgende Zustände: Hessische Landesherrlichkeit, französisches Recht, deutsche Bevölkerung, römische Kirche, preußischer Commandant, österreichischer Gouverneur, italienische Besatzung, Thurn- und Taxis'sche Post, bayerische Telegraphie, badische Gasanstalt. Welche Stadt der Welt hätte wohl an bunter Mannigfaltigkeit Aehnliches aufzuweisen?

* Marburg, 25. April. Ein am Marbacherweg wohnender Vater wandle gestern ein eigenartiges Mittel an, uw seinem widerspenstigen Söhnchen den Schulbesuch zu erleichtern, Der­selbe legte dem Kinde eine Kette um den Hals und führte dasselbe durch die Straßen der Stadt nach dem Schul« gebäude.

*= Frankfurt a. M., 27. April. Der weitere Aus­schuß der electr"technischen Ausstellung hielt gestern Vormittag unter Vorsitz des Herrn Justizraths Dr. Humser eine Versammlung ab, in welcher Herr Sonnemann über den gegenwärtigen Stand des Unternehmens berichtete. Aus den Mittheilungen desselben seien solgende Daten als beson­ders bemerkenswerth hervorgehoben: Der Haushaltungsplan ist in Einnahme und Ausgabe auf 1,129,500 Mk. festgesetzt. Für die Lauffeuer Kraftübertragung sind bis jetzt an Bei­trägen eingegangen: aus dem Kaiserlichen Dispositionsfonds 10,000 Mk., von der hiesigen Handelskammer 10,000 Mk., von Herrn William Merton 5000 Mk., vom Landgrafen von Hessen 1000 Mark, von der Polytechnischen Gesellschaft 3000 Mk., von Herrn Baron Willy v. Rothschild 3000 Mk., von Herrn Charles Hallgarten 2000 Mk. und von Herren Gebr. Sulzbach 2000 Mk. Weitere Beiträge stehen in Aus­sicht. Der Garantiefonds hat eine Höhe von 680,000 Mk. erreicht. Die Generaldirection der bayerischen Staatsbahnen hat für die Arbeiter, welche mit der Aufstellung von Ma­schinen 2C. in der elektrischen Ausstellung beauftragt sind, eine Fahrpreisermäßigung von 50 pCt. für Hin- und Rückreise gewährt.

Im Etatsjahre 189091 betrug dem Vernehmen nach der Ueberschuß der Einnahmen der Stadt Frankfurt über die Ausgaben 1,300,000 Mk.

* Frankfurt a. M., 27. April. Prinz Albrecht von Preußen, Regent von Braunschweig, der Großherzog und der Erbgroßherzog von Baden, der Großherzog von Hessen und die Herzogin von Ratibor sind heute Abend, nach im Fürstenzimmer des Hauptbahnhoss eingenommenem Souper, mit dem Nachtschnellzuge um 7 Uhr 45 Min. von hier über Bebra nach Berlin zur Beisetzung Moltkes abgereist.

* Zwanzig Morde an einem Tage. Aus N e w y o r k, ! 21. April, depeschirt man demJll. W. Extrabl.": Die 1 Verbrechen nehmen hier in schaudererregender Weise zu. Im Laufe des heutigen Tages wurden in Newyork und den Vor- I städten nicht weniger als zwanzig Morde und Todschläge ver- I übt und der Sicherheitsbehörde zur Anzeige gebracht.

er zwei volle Jahrescurse umfaßt, um so den Religionsunter- f richt unserer Jugend den Ansorderungen und Gefahren unserer I Zeit entsprechend zu vertiefen und für das Leben wirksamer zu machen. Auf die vor einiger Zeit bei der Synode ein­gebrachte Anfrage des Abg. Wiener, ob das Mrchenregi- ment geneigt sei, bald der Landessynode den Entwurf eines I Katechismus für die unierten Gemeinden unserer Landes­kirche vorzulegen, hat dasselbe geantwortet: daß das Bedürfniß eines neuen Katechismus als Ersatz des bisher im Gebrauche befindlichen alten badischen Katechismus vollständig anerkannt werde und daß sich der Entwurf eines solchen in Bearbeitung befinde. Die Grundlage desselben würden die im Jahre 1882 in Baden und neuerdings im Bezirk des Consistoriums zu Wiesbaden entstandenen Katechismus bilden.

Die diesjährige Generalversammlung des Pferde- I zucht-Vereins im Großherzogthum Heffen soll am 24. Mai in Dieburg stattfinden. Etwaige Anträge zur Tagesordnung müffen bis zum 8. Mai beim Vorstand eingelausen sein.

Die Metzgerinnung in Mainz hat an das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz eine Eingabe solgenden Inhalts gerichtet:Die Großh. Staatsregierung wolle ge- neigtest veranlassen, daß bei Lieferungsvergebungen für die staatlichen und städtischen Anstalten des Groffherzogthums nur solches Fleisch und Schmalz zugelassen werde, welches von Thieren entstammt, die nachweislich und unzweifelhaft einer ebenso gewissenhaften und sanitären Controle, wie die im Großherzogthum bestehende, unterworfen waren." Diese Ein­gabe wurde dadurch veranlaßt, daß bei diesjährigen Lieserungs- verträgen für die Großherzoglichen Gefängnisse auch ameri- I kanisches Schwein eschmalz in Submission aus- I geschrieben war- in einem eingehenden Bericht macht nun die Metzgerinnung aus diemangelhafte Fleischbeschauung" in Amerika aufmerksam, ebenso aus dieMinderwerthigkeit des sogen, amerikanischen Schweineschmalzes".

%* Schlitz, 26. April. Die auf heute Abend festgesetzte Ankunft Sr. Majestät des Kaisers ist durch den Tod Moltkes verschoben worden. Wie nunmehr bestimmt verlautet, trifft Se. Majestät Dienstag Abend oder Mittwoch Morgen zum Besuche Sr. Erlaucht des Grasen Görtz hier ein. (? Red.) Die Stadt Schlitz hatte sich bereits zum Empfange feierlich gerüstet und jedes Haus prangt heute in frischem Grün, Emblemen, wehenden Fahnen und Sprüchen aller Art, worunter folgender selb st gedichtete den biederen Sinn eines Schlitzer Bürgers kennzeichnet. Er lautet nämlich | kurz und kernig:Ein treues Herz dem Vaterland, ist besser ; als viel Licht verbrannt." Mögen die Leser dieses Blattes daraus nicht auf eine mangelhafte Illumination bei der Ankunft resp. dem Einzuge, der jedenfalls Abends erfolgt, schließen, tausende von Lampions und Jlluminationslämpchen, die jetzt schon sicht­bar sind, beweisen im Voraus das Gegentheil. Wohl- thuend wird es jeden Fremden berühren, wenn er sieht, wie selbst die ärmeren Bewohner unseres Städtchens durch Schmücken ihrer ärmlichen Wohnungen alles gethan haben, um dem theuren Gaste unseres edlen Grafen Gruß und Willkommen zu bieten. Möge der Einzug Sr. Majestät in dem Städtchen bald erfolgen und inmitten treuer Unterthanen ein recht freudiger und gesegneter fein!

Nun endlich find die linden Lüste erwacht, der Winter ist abgezogen und der Frühling ist Sieger geblieben. Im Felde blinkt wieder die Pflugschar des Landmannes und im Garten der Spaten der Arbeiterinnen. Rasch ist der Erd­boden trotz des überreichen Wassergehaltes abgetrocknet und die landivirthschastlichen Arbeiten sind im Garten und Felde im vollen Gange. Vortresflich läßt sich der Boden bearbeiten, da er während des langen Winters gehörig ausgetrocknet. Bleibt die Witterung günstig, so dürften die landwirthschaft- lichen Arbeiten, die, weil so sehr verspätet, mit voller Energie in Angriff genommen, rasch von Statten gehen. Wohl bleibt es Thatsache, daß der harte Winter der Landwirthschast be­trächtlichen Schaden zugefügt, indem er Raps, Weizen und Roggen vernichtet oder ihnen empfindlich geschädigt, doch ist das heurige Frühjahr nicht ganz ohne gute Aussichten. So hat der Klee merkwürdiger Weise, da er doch immer dem Raps bei der Ueberwinterung die Waage hält, vorzüglich überwintert. Es ist dies um so höher anzuschlagen, als die Futtervorräthe durch die übermäßig lange Winterperiode aus ein Minimum zusammengeschrumpst sind. Auch der Gras­wuchs zeigt einen recht guten Ansatz. Zu einer guten Sommer­frucht, Gerste und Hafer, ist die erste Bedingung durch die vortreffliche Bearbeitung des Bodens gegeben. Für die Er­zeugnisse des Gartens fällt das gleichfalls sehr ins Gewicht. Die Obstbäume zeigen einen so reichen Blüthenansatz, daß es eine wirkliche Freude gewährt, sie zu betrachten. Dazu läßt ihre ungewöhnlich späte, durch das kalte Wetter bedingte Entwickelung sicher hoffen, daß dies Mal die drei berüchtigten Eisheiligen" des Mai ihnen nicht schaden werden.

Lebensmittel-Preise Ende März 1891. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landes­statistik kosteten:

Ochsenfleisch per Pfund

Rindfleisch | per Pfund

Kalbfleisch per Pfund

| Schwetnefl. 1 per Pfund

Hammelfleisch per Pfund

Gemischtes Brod

Roggen- Brod

Butter per Pfund

Milch 1 Liter

StädleHi

--

Octrot Darmstadt

7K

70

70

72

66

14

12

88-106

17

Mainz

72

60

70

70

65

15

13

101109

19

Offenbach

70

52

70

70

70

15

13,5

113-122

21

Worms

76

70

72

68

75

13

11

103-109

16

Gießen

Städte ohne

74

64

64

70

70

14

12,5

91-99

17

Octrot

104-118

19

Bingen

75

70

60

70

60

13

12,5

Bensheim Alzey Friedberg

; 66

60

60

64

60

11,5

10,5

80-95

96-108

17

! 65

60

70

70

70

15

12

17

68

60

60

60

60

14

13,5

110-120

16

Älsield

65

59

60

55

-

16

13

95-lOUi 14

Lauterbach

64

64

56

60

56

15,5

12

100

14

Dcxfefrc, Lau», und

- Patent« von im SrotzhtriogthumHessen wohntNd«« Erfindern. Patent-Anmeldungen: Kl. 8, L. 6550. Maschine mm Absckneiden von Bändern, Litzen u. s. w. auf beliebige gleiche Längen, Zusatz zum Patent Nr. 49,051; Emil Liebmann in Offen­bach a. M. Kl. 22, L. 6098. Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung grüner Azinfarbstoffe; zweiter Zusatz zum Patent Nr. 54,087; A. Leonhardt u. Co. in Mühlheim. Patent-Er- theilungen: Kl. 6, Nr. 56,972. Fatzwaschmaschine; K. Febmel in Pfeddersheim; vom 24. Mai 1890 ab. Kl. 22, Nr. 56,990. Ver­fahren zur Darstellung grüner Azinfarbstoffe; Zusatz zum Patent Nr 54 087; A. Leonhardt u. Co. in Mühlheim; vom 24. Juni 1890 ab. Kl. 50, Nr. 50,588, Wilhelm Keller und Stephan Quast in Osthofen; selbstthätiger Reiniger und Ausleerer an Schleudermühlen für feuchten Stoff; vom 25. Juni 1889 ab. Kl. 64, Nr. 56,829. Flafchenspülmascktne; Firma L. A. Enzinger in Worms; vom 29. October 1890 ab.

wissenschaftlichen Ergebnisse und Forschungen ist in buk jetzt vor­liegenden drei Bänden nirgends hinfällig geworden. Unumwunden zu bewundern sind ferner die aufopfernden Bemühungen, mit welchen die beroorrragendsten Thierzeickner und die Verlagshandlung wett­eifern, den inneren Werth des Werkes durch ganz unübertreffliche, künstlerische und lebenswahre bildliche Darstellungen und vorzügliche Druckausstattung zu ergänzen und zu würdigen. Diesen Bestrebungen zu Dank kann unsere warme Empfehlung des Brehm'schen Werkes nur in dem Wunsche ausklingen, dasselbe möge in Wirklichkeit Gemein­gut des Volkes werden.

Betarnrtmachirng.

Aufschrift der Postsendungen.

Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsendungen müffen auf denselben Empfänger und Bestimmungs­ort so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißheit vorgebeugt wird. Dadei sind namentlich folgende Punkte zu beachten:

1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufichrift die Wohnung des Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stets an der­selben Stelle der Abschrift, nämlich unteu rechts, unmittel­bar unter der Angabe des Besümmungsortes, erfolge.

r. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Woh­nung des Empfängers, der Po st bezirk (O., y., HO. rc.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Ortsbezeichnung Berlin" zu vermerken.

8. Gibt es mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lau- tende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeich­nung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Post- verkehr als maßgebend an-usehen sind, ergibt sich aus demVer- zeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Postorte", das zu« Preise von 10 Pf. durch Vermittelung jeder Reichs-Postanstait bezogen werden kann.

4. Wenn der im Reichs-Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht als all­gemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des Orts in der Aufschrift btr Sendung noch des Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe des Staates und bei größeren Staaten des politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestim­mungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen [(Ober), (Elbe), «Rhein), (Main) ic.], oder von Gebirgen l(Harz), (Riesengebirge) rc.j. Nicht minder sind zusätzliche Be. zeichnungen, nie ((Thüringen), (Altmark), (Lausitz) rc.j für den Zweck geeignet.

5. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Poftanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Poft, anstatt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll.

6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist. so ist außer dem Ortsnamen noch das betreffende Land bez. der Landestheil auf der Sendung anzugeben.

Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleu­nigen Ueberkunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitragen, und es liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften btr Sendunaen hiernach aenau anrufertigen.

GHeftetb 28. April. Marktbericht. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,921,00, Hühnereier 1 St. 56, 2 St. A, Enteneier 1 St. 7--H, 2 St. H,

Käse pr. St. 58 A, Kasematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar X 0,700,90, Hühner pr. Stück X 1,00120, Hahnen pr. St. X 1,301,60, Enten pr. Stück X 2,002,30, Ochsenfleisch pr. Pfd. 7074 H, Kuh- und Rindfleisch 6064 A, Schweinefleisch 6070 H, Hammelfleisch 5070 A, Kalb­fleisch 60 00 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 6,007,00, Weißkraut pr. St- 37 H, Zwiebeln ver Centner X t 00 8,00, Milch per Liter 1218 A, Gänseeier 1011 A

§ Gründer-, 27. April. Der Weizen hat auf dem vor­gestrigen Fruchtmarkte abermals eine Preissteigerung erfahren, der Dopvelcentner wurde bis zu 25 X bezahlt. Man denke sich, welchen Preisunterschied zwischen jetzt und noch kurz vor Ostern, da das Malter 18 X kostete. Korn erhielt sich auf der Höhe vom vorigen Samstagsmarkt, per 100 Kilo 21 X Weniger begehrt war Gerste, stärker dagegen die Kartoffeln, die trotz der sehr starken An­fahrt im Preise um 50 bis 75 A pro Centner stiegen, da die Nach­frage eine außerordentlich große war. Der Centner galt durchschnitt­lich 3,50 bis 3,75 X

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Gottesdienst in der Synagoge.

Die letzten Ostertage, 29. und 30. April.

Dienstag Abend 700 Uhr, Mittwoch Morgen 830 Ubr, Mittwoch Mittag 3« Uhr, Mittwoch Abend 730 Uhr, Donnerstag Morgen 83° Uhr, Donnerstag Mittag 300 Uhr, Donnerstag Abend 8« Uhr.

Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft.

Ostern, Schlußfest, 29. und 30. April.

Dienstag Abend 715 Uhr, Mittwoch Vormittag 8°° Uhr, Mittwoch Nachmittag 330 Uhr, Mittwoch Abend 7« Uhr, Donnerstag Vormittag 8«> Uhr, Donnerstag Nachmittag 330 Uhr, Donnerstag Abend 75o Uhr.

Der Beerdigung des Geueralfeldmarschalls Grafen Moltke wegen findet morgen kein Promenaden-Concert statt.