Ausgabe 
27.10.1891
 
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für jede Küche unentbehrlich,

für jeden Haushalt zu empfehlen

Das Beste ist stets das Billigste. _ _

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Keine Preiserhöhung

die feinste Marke.

5949] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Schillerstraße 20, I.

miethen.

4 Mäusburg 4.

j 99.80

Redaction: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.

9209] Südanlage 21, Nebenhaus: eine Wohnung, 3 Zimmer, 2 Cabinete, Küche nebst Zubehör, zu vermiethen-__________

«0031 Frdl. Logis, mittl- Stock, Wasser­leitung und allem Zubeh-, zu vermiethen.

Schillerstraße 29-

.... ßung der Domänen perfect geworden sei.

Die übrigen österreichischen Bahnen haben jedoch der flauen Tendenz ziemlich be­deutend Rechnung tragen müssen und es verloren Böhmische Westbahn 6% fl, Duxer 8 fl, Buschtherader 3 fl und Elbthal 2 fl. , ,

Von Schweizer Bahnen sind Gotthard behauptet und Centralbahn 2% besser, Westbahn und Nordost auch Union Bahn wiederum und nicht unbeträchtlich schwächer.

Im Montanmarkt ist die Tendenz von Kohlen und Eisenactien scharf getrennt. Die ersteren bleiben rückgängig, weil die Meinung immer mehr Raum gewinnt, daß die Kohlenpreise auf die Dauer nicht behauptet werden können. Eisenactien dagegen hielten sich in Erwartung größerer Bestellungen durch die bayrische Etsenbahnver-

ganz und zerlegt, frische Hasen empfiehlt zu billigen Preisen [9297

I. Schäfer, Kirchenplatz 4.

in erlesenen feinsten und feinen Qualitäten, roh und gebrannt, empfiehlt [1320

Emil Fischbach.

7224] Logis, 34 Zimmer, an ruhige Leute zu vermiethen. Seltersweg 31.

Fteiseh-IPepteEig

bestes Hehrungs- und Stärkungsmittel für Gesunde und Kranke.

Diverse Obligationen»

5% BuderuL-Obligat. . 1103.30 1103.501 4% Eisenbahn-Rentenb.- I

I I Obligat. . . . | 99.90]

waltung.

Der Rentenmarkt blieb, was deutsche Werthe anbelangt, behauptet; von aus­ländischen sind Portugiesen, österreichisch-ungarische Renten, Türken, namentlich aber Italiener und Spanier schwächer.

8028] Wohnung, 5 Zimmer mit Zubehör und Gartenantheil, zu vermiethen.

CH. Bischoff, Liebigstraße 66.

Biookerholländ

J. & C. Biooker, Amsterdam (Holland).

Course der Frankfurter Börse

Staatsanleihe«.

von E* Wassersohleben, Bankgeschäft.!

Wenn in den Vorwochen die Course mit weiten Spannungen auf- und ab. , formen und wilde Coursbewegungen schon zur Gewohnheit geworden waren , so sind ki der jetzt abgelaufenen Periode diese Schwankungen auf ein sehr bescheidenes . Maß zurückgedämmt worden und nur auf wenigen Gebieten hat sich eine Lebhafttg- < feit zu erhalten vermocht, die an die frühere erinnert. Natürlich ging Hand m j Hand damit eine Einschränkung der Umsätze, und die Klagen über Geschäftslosigkeit sind dann auch die ganze Woche hindurch nicht still geworden. Aber das eigentliche Geschäft war nicht ruhiger als es seit Monaten gewesen ist, was fehlt, 1

bie speculativen Umsätze, zu denen die Kundschaft der Banken und Bargeschäfte das geringste Contingent stellt, und eine thatsächliche Verschlechterung des Geschäfts 1 liegt also nicht vor. Die Speculation aber hat eine abwartende Haltung ein­genommen, weil sie zum Theil offenbar im Unklaren ist, nach welcher Sette dre

Die ^Anregung der letzten Wochen ist vorüber und der Erfolg der Russen­emission in Paris, dem mit so viel Eifer entgegengearbeitet wurde, sollte für eine Erhöhung der Course sprechen. Nichtsdestoweniger aber blieb die Tendenz durchweg schwach und eine Erklärung dafür kann eigerftltch nur darin gefundenwerden, daß ein erheblicher Theil der Speculation tn der Erwägung, daß dem Ruffenconsorttum bis zur Subscription an der Erhaltung einer guten Tendenz viel gelegen sein müsse das that, was sie vom Ruffenconsorttum erwartete, nämlich intervenirte, d h kaufte. Daß dies in Deutschland in umfassendem Matze der Fall gewesen wäre, ist nicht anzunehmen, dazu sind die Deportsätze zu hoch, aber in Frankreich vollzogen sich diese Käufe zweifellos; sie kommen jetzt zur Losung und scheinen den Deckungen reichlich das Gegengewicht zu halten, sonst konnte die Coursbewegung im Angesicht der Ulttmoversorgung nicht den Verlauf nehmen, der sich in dieser Woche vollzogen hat. Allerdings ist die Rückwärtsbewegung dort verstärkt roorben durch eine Nachricht, nach welcher bei den Sparkassen ein Ueberwiegen der Rück­zahlungen über die Einlagen zu bemerken sein soll. Hiermit wird in der That der wimdeste Punkt der Verhältnisse in Frankreich berührt. Es rst an dieser Stelle bereits mehrfach darauf hingewiesen worden, daß die enormen Anforderungen der lefcten Zeit zuletzt doch eine Ueberladung des dortigen Marktes zur Folge haben müssen, und eine Erscheinung wie die erwähnte legt die Vermuthung nahe, daß dieses Stadium bereits erreicht sei. Dazu kommt, daß in Frankreich eine Zurück­ziehung von Sparkaffengeldern nicht ohne eine ganz empfindliche Einwirkung auf dieBörse bleiben könnte, weil die Kassen fastsämmtlicheFonds in Staatsrententitres inveftirt haben und entsprechende Rentenbeträge demnach zum Verkauf gelangen müßten Indessen ist der Rückgang der Spareinlagen doch nicht mit Sicherheit auf eine Überlastung des Marktes zurückzuführen. Die Ziffern derselben regnen selten auf augenblickliche Marktverhältnisse, und in der Regel kann erst nach Monaten ein Zusammenhang nachgewiesen werden. Die Erscheinung erklärt sich auch zwanglos durch die außerordentlichen Verluste, welche das Privatcapital an Vanamawerthen, Bankactien, Portugiesen und Griechen erlitten hat und sie findet ihr Analogon in Deutschland, wo derselbe Rückgang schon im vergangenen Jahre conftatirt wurde. Voraussichtlich würde sich auch eine Ueberladung nicht so plötzlich geltend machen. Fast ausnahmslos sind wohl steigende Zinssätze als die ersten Sturmvögel anzusehen; diese aber fehlen vorläufig gänzlich in Frankreich und wenn auch selbst diese Zeichen trügen können, so ist doch nicht anzunehmen, daß trotz der Vorsicht, die man in der Hinausschiebung der Einzahlungen auf emen langen Zeit­raum walten ließ, die Ueberladung bereits besteht. Das Alles schließt freilich nicht aus daß die Coursbewegung in Paris für die nächste Zeit weiter nach unten tendirt. Das überschüssige Material der großen Emissionen will untergebracht sein, und ohne Zugeständnisse an den Cours wird man schwerlich neue Käufer heranziehen, die Verhältnisse mit Spanien verschlechtern sich mit jedem Tag, Portugal nähert sich dem kritischen Punkt, an dem die Unzulänglichkeit seiner Mittel voll in Erscheinung treten wird, dazu die wachsenden Einzahlungen, das alles find Ver» hältnisse, die schwer auf die Tendenz des Pariser Marktes drücken werden, und aus denen vielleicht noch ernste Entwickelungen entstehen können. Nicht viel besser ist die Lage in Wien. Dort hat man, ganz ähnlich wie dies s. Z. in Deutschland geschah, den Localmarkt begünstigt, um von der internationalen Börsentendenz unabhängig zu sein, aber mehrere ungünstige Dividendenschätzungen haben den Nachweis geliefert, daß auch die dortige Industrie sich den Verhältnissen des Weltmarktes nicht entziehen kann, und seitdem sind die Course scharf rückaänaia gewordm, und mit den Localwerthen fallen die internationalen Werthe her Wiener Börse, speciell Creditactien, weil das Institut bei den mannigfaltigen Verbindungen mit der Industrie des Landes am leichtesten den Verlusten ausgesetzt ist. Dazu kommen Schwierigkeiten in der Ultimoliquidation, ein in Anbetracht der überall niedrigen Goldsätze überaus hoher Reportztnsfuß, und dies drückt weiter auf die Course. So scheinen denn allerdings die deutschen Börsen mit ihren notorisch großen Baisseengagements abermals im richtigen Fahrwasser zu schwimmen, aber dennoch ist die Speculation unsicher und wagt nicht ihre Positionen noch zu vergrößern, aber trotz der Nähe des Ultimo und trotz der Höhe der Deportsätze beeilt sich auch Niemand mit Deckungen. Man zahlt die hohen Deports und prolongirt. So bleiben auch die Course der speciell deutschen Werthe fast unver­ändert, sie stagniren, und die Bewegung vollzieht sich nur in denen, die von Paris und Wien abhängen. Eine Ausnahme machen Russische Noten in Berlin. Der Cours derselben stieg im Anfang der Woche in Ansehung der im letzten Bericht dargelegten Verhältnisse bis über 216 und stürzte dann am Mittwoch scharf ab, um seitdem sich wieder auf dem Niveau von 212 zu bewegen. Schon seit geraumer Zeit beunruhigt sich die Productenbörse über ein angeblich bevorstehendes Hafer­ausfuhrverbot aus Rußland, und trotz fast täglicher Dementis gilt das Verbot an der Börse als sicher, zumal für russische Rechnung Hafer in Deutschland angekauft wird. Die obige Coursbewegung ist das Resultat dieser Befürchtungen, wie weit sie aber gerechtfertigt erscheint, in Anbetracht der wenig belangreichen Haferausfuhr Rußlands, in Anbetracht der großen Guthaben aus der neuen Anleihe, die nach Rußland remitttrt werden müssen, und in Anbetracht des überaus hohen Deports, das sind Fragen, die kaum zu entscheiden sind.

Im Bankenmarkt schließen die deutschen Werthe nur unerheblich unter dem vorwöchentlichen Schlußcours. Nur Darmstädter mit 1.70% und Handelsgesellschaft mit 1.20% erlitten größere Einbußen. Credit hingegen sind 4 fl schwächer, wozu ein Gerücht, daß die Creditanftalt bei einer Insolvenz in der galizischen Erdwachs­industrie mit betheiligt sei, viel beigetragen hat. Dasselbe wurde bcmentirt, eine Besserung des Courses ist aber trotzdem nicht eingetreten.

Im Markt der Transportactien blieben die Hauptwerthe Staatsbahn und Lombarden, trotz der schwachen Markttendenz behauptet, Staatsbahn allerdings nur unter mehrfachen Schwankungen und mit Unterstützung durch eine Meldung, nach

8587] Ein gut gehendes (Kolonial» waareu-Gefchöft sofort zu verpachten.

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H. Gröninger, Steinstraße 43

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Cours vom

16./X.

23./X.

Cours vom

16./X

23./X.

4o/o Hessische Obligation.

103.70

103.55

4%%Portug.-A. 88 u.89

51.85

50.70

Bauern ....

105.

104.75

50/0 amort. Serb. Gold-

85.05

Baden .....

102.50

102.20

Rente ....

85.10

3% Sächsische Rente. .

85.10

85.10

5o/oSerbischeEisenbahn-

88.20

87.80

3V,% BremerStaatsanl.

--

----1----

Hyp.-Obl. L. A. .

Hamb.Staatsrente

--

.

4%Schwed.Oblig.l88Or

100.90

101.25

4% Oestr. Goldrente .

94.70

94.50

1% Türken cono. Lit. D.

17.55

17.50

GriechischeMonopol-

5% Argent. Gold - Anl.

40.

40.40

Anleihe . . .

61.05

61.10

v. 1887 . . .

5% Rumänische Rente .

97.95

97.65

3%% Egypt. priv. Anl.

91.

89.90

4% Ruff. Consols S. III

96.50

95.20

Gisendahrr-PrioritLterr.

4% Pfälz. Ludwigsbahn

50/0 Südbahn Lombarden

102.30

102.05

(Bexbach) . . . Hessische Ludwigsb.

.

101.40

40/0 do. do.

3% do. do.

94.35

62.75

94.20

62.40

68/69 garant. .

101.30

101.45

4o/o Prag-Duxer Gold .

98.25

98.50

Elisabethb. steuerfrei

Rudolf Gold (Salzk.)

99.

99.

Gold .... 50/0 Oestr. Staatsbahn.

99.60

99.80

Franz-Josef Silber

83.

83.10

106.05

106.

3% ftaatl. garant. Jtal.

4% do. do.

99.40

99.20

Eisenbahn . .

54.25

54.45

3% do. do.

3% Livorneser . . .

4% Russ.SÜdw Eisend.

61.

61

I.VIII.Emiff.

83.60

83.30

92.40

92.05

30/0 do. Ergänzungsnetz 5% Nordwestbahn Gold

80.65

105.65

80.

40/0 Wladikawkas garnt.

4% gar. Sardin.Sec.stsr.

91.30

77.50

90.80

77.50

AifeubahtuAette«.

Ludwigshafen-Bexbach.

220.90

221.

Galiz.CarlLudw.-B--Act.

,177%

177.25

Hessische Ludwigsbahn.

111.10

110.35

Oest. Nordw.-Bahn Lit.8.

190%

188.50

Pfälzische Nordbahn .

114.40

114.80

Gotthardt.....

131.30

131.95

Lübeck-Büchner . . .

147.80

147.

Jtal. Mittelmeer . .

j 92.25

91.70

»ank-Aetie«.

Deutsche Reichsbank .

143.45

144

Dresdener Bank. . .

136.50

135.20

Berlin. Handelsgesellsch.

138.50

138.

Mitteldeutsche Creditb. .

98.20

97.80

Deutsche Bank . . .

148.20

147.70

Wiener Bank-Verein .

93%

91%

DeutscheGmoffenschftsb.

Württemb. Vereinsbank

122.20

122.50

v.Soergel,ParristusLCo.

120.80

120.90

Deutsche Vereinsbank .

106.15

106.50

Jndustrie-Actien.

Binding-Brauerei . .

154.20

155.

Deutsche Verlagsanstalt

198.

195.

Stern- do. (Oberrad)

129.

129.

Farbwerke, vornnMeister,

274.50

Bad. Anilin- u. Soda-

Lucius & Brüning.

275.

fabrik ....

269.

272.50

RiebeckffcheMontanwerke

173

175.70

Hibernia Bergw.-Ges. .

151.60

146.60

Bochumer Gußstahl

117.55

115.80

Pfandbriefe.

40/0 Franks. Hyp.-Pfdbr.

40/gDeutscheGrundschld.-

101

101.

v. 91 ab . . .

102.

102.

Bk.-Pfandbr. .

3%%Frnkf.Hyp.-Pfdbr.

4%Preuß.Hyp.-Act.-Bk.-

94.80

95.

SVeVo do......

3%% Rhein. Hyp.-Bank-

93.40

93.4'

Pfanbbr. . . .

101.10

101.10

Pfandbr. . . .

92.30

92.20

3%% do......

40/oPreuß. Centr.-Bod.-

93.40

93.40

49/v Meininger Pfandbr.

100.80

100.80

Cred.-Pfandbr. bis

1885 .....

100.20

100.15

Loose.

Oestr. 1860rfl.500-Loose

119.05

118.95

Braunschweig. 20 Thlr^-

1854r fl. 250=

118.70

.

Loose .... 3% Oldenburger Loose.

102.80

103.30

4% Meininger Prämien-

126.

126.

Pfandbr. . . .

129.20

129.20

3%%Köln-Mindn.Loose

132.80

132.50

««erikanifch» Msenbahn-Bouds.

6%Chic.MUw.f.St.Pau!

4o/o Chicago Burlington

Prt., rückzahlb. 1910 .

114.

113.-

Nebraska 1927 . .

82.50

84.

5o/oChtc.Milw.f.St.Paul

41/2% California Pacif.

Prt., rückzahlb. 1921 .

103.90

104.

I. M., rückzahlb. 1912

102.70

102.50

6% Centr. Pactf. I.Mrtg.

6o/oPacifwfMissouri con-

103.70

rückzahlb. 1896 . .

104.75

104.75

solidated I. M. r. 1920

103.50