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Lause des November die Handelsverträge mit Oesterreich- Ungarn und Italien zugehen, da in den nächsten Tagen der Abschluß der deutsch'österreichisch-italienischen Handelsvertrags­unterhandlungen in München mit Bestimmtheit erwartet wird. Waö den neuen Ncichsetat anbelangt, so müssen über seinen Inhalt nähere Mittheilungen abgewartet werden, doch ver­lauten schon jetzt verschiedene Einzelheiten. So heißt eS, das Kriegsbudget enthalte eine Forderung von 34 Millionen Mk. zu Zwecken der Artillerie - Vermehrung , welche Forderung allerdings kaum überraschend kommt, da schon längst die Rede von der Nothwendigkeit war, die deutsche Artillerie angesichts der Fortschritte Rußlands und Frankreichs auf artilleristischem Gebiete zu vermehren.

Der deutsche Colonialrath hat seine Sitzungen nach viertägiger Dauer am Samstag beendigt. Die ihm gemachten Vorlagen, betreffend die Etatsentwürse für unsere Colonial- und Schutzgebiete, die Zollordnung für Ostasrika, die Zollbegünstigungen für die deutschen Missionsgesellschaften u. s. w., sind im Allgemeinen unverändert zur Annahme gelangt.

Der längst drohende große Strike im Buch­drucker-Gewerbe scheint nunmehr unvermeidlich geworden zu sein. In einer ganzen Anzahl größerer und kleinerer deutschen Städte haben am Freitag und Samstag zahlreiche Kündigungen seitens der Buchdrückergehilfen stattgefunden, da der Verband der Buchdrucker-Prinziale die allgemeinen For­derungen der Gehilfenschaft, neunstündige Arbeitszeit re. ab­gelehnt hat. Falls inzwischen nicht noch eine Verständigung erfolgt, zu der aber angesichts der in beiden Lagern herrschenden Stimmung wenig Aussicht vorhanden ist, so steht also nach Ablauf der Kündigungsfrist ein allgemeiner Buchdruckerstrike in Deutschland bevor. Doch haben sich die Prinzipale aus denselben vielfach schon vorbereitet, so daß der Ausstand ver- muthljch nicht die einschneidenden Folgen nach sich ziehen wird, welche er unter Umständen sonst haben würde. Be­dauerlich bleibt es aber, daß die Strikebewegung das bislang im Allgemeinen vortreffliche Einvernehmen zwischen Prinzipalen und Gehilfen im Vuchdruckergewerbe jetzt so empfindlich stört, wofür offenbar die Leiter der Bewegung verantwortlich zu machen sind.

Köln, 24. October. Die heutige hier stattgehabte Haupt- versammluug des rheinisch-westfälischen Roheisen-Ver­bandes beschloß, an den bisherigen Preisen sestzuhalten.

DerKöln. Ztg." zufolge ist zum Nachfolger für den verstorbenen Gesandten Arco in Washington der jetzige deutsche Gesandte in Japan, von Holleben, in Aussicht genommen.

München, 24. Oktober. 700 hiesige Buchdrucker- gehilsen beschlossen in einer gestern abgehaltenen Ver­sammlung ebenfalls, heute ihr Arbeitsverhältniß zu kündigen und Tarifverhandlungen mit den Prinzipalen herbeizusühren.

Hannover, 24. October. Eine gestern Abend hier ab­gehaltene Versammlung der Buchdruckergehilfen be­schloß in einer Resolution, den Prinzipalen heute das Arbeits­verhältniß zu kündigen und eventuell in 14 Tagen die Arbeit niederzulegen. Gleichzeitig wurde aber die Erwartung aus­gesprochen, daß innerhalb dieser Frist von den Arbeitgebern mit dem Vorstände des deutschen Buchdruckervereins Ver­handlungen behufs einer gegenseitigen Einigung angebahnt würden.

Ausland.

London, 24. October. Wie der Pariser Correspondent derTimes" erfahren haben will, verlautet in Kopenhagen, eine hohe deutsche Persönlichkeit habe den Zaren zu einer Zusammenkunft mit dem deutschen Kaiser zu be­wegen gesucht. Der Zar habe wegen der Sicherheit für seine Person eine bestimmte Zusage abgelehnt, er wolle sich die Entscheidung einer augenblicklichen Eingebung Vorbehalten.

Paris, 24. October. Der Cougreß der Bahn­arbeiter beschließt, im April 1892 einen Congreß über die Maifeier-Frage einzuberusen. Die Frage deö GeneralstrikeS wird ein Special-Congreß, welcher mit 2/^Majorität ent­scheidet, sich Vorbehalten.

Paris, 24. Octobcr. Bei den GarnisonSmanövern wurde die Nothwcndigkeitssragc der E rr i ch t u n g einer Batterie, auf der Butto de la fuile als die Befestigung der Hautie ftubirt; letztere sollen den Mont Valerien übertreffen und die Thälcr der Seine und Oise beherrschen.

Beaucaire, 24. October. Gestern Abend stieg die Rhone biö 6,50 m über den niedrigsten Wasserstand und begann dann langsam zu fallen; doch droht durch Regen ein erneutes Steigen. In Baguolö steht die Cöze bereits 9,50 m, was seit 1842 nicht vorgekommen ift; die Ortschaften CompS und VauabregncS sind völlig vom Wasser eingeschloffen, man muß Nahrungsmittel aus NimeS herbeischaffen.

Petersburg, 24. October. Zur Förderung des russischen Schaf-Exports hat sich eine französisch-russische Actien- Gcsellschast mit einem Capital von 5 Millionen gebildet.

Washington, 24. October. DaS Cabinet bcräth heute Leu Bericht des CapitänS Schley über den Zusammen­stoß amerikanischer und chilenischer Matrosen. Wahrscheinlich wird der Gesandte Egau beauftragt, eine Geuugthuung oder Entschädigung zu verlangen. Vier ameri­kanische Kriegsschiffe vor Valparaiso werden der Forderung Nachdruck verleihen.

Ne«este Nachrichten.

MolffS telegraphisches Lorrespondenz-Burean.

Berlin, 25. Octobcr. Dem Vernehmen nach ist der hiesige Bauquier Fuhse, Inhaber eines Lotteriegeschäfts, gestern verhaftet und die Geschäftsbücher desselben mit Beschlag belegt worden. Die Concuröerklärung über die Firma soll am Montag publieirt werden.

Berlin, 25. Oktober. In einer heute abgchalteneu socialdemokratischeu Volksversammlung erstatteten die

Delcgirten vom Erfurter Parteitag Auer und Liebknecht Be­richt. Die anwesenden Mitglieder der Opposition riefen wiederum stürmische ©eenen hervor, so daß denselben schließ­lich das Wort entzogen wurde. Die Versammlung faßte mit allen gegen eine Stimme eine Resolution, in welcher sie sich mit den Verhandlungen des Parteitages einverstanden erklärt.

Wien, 26. Oktober. DerMontagrevue" zufolge tritt am 3. November eine gemeinsame österr. - ungarische und deutsche Conserenz zusammen, behufs Ergänzung des Berner Betriebsreglements. Von deutscher Seite gehen als Delegirte: Gerstner, Reichseisenbahuamt) Leyen, vom Ministerium für öffentliche Arbeiten,- Hoffmann, Reichs- justizamt.

Eine Differenz bei den österreichisch-italienischen Ver­tragsverhandlungen besteht einzig nur noch wegen der Leinenzölle.

Depeschen desBureau Herold".

Basel, 25. Oct. Das große Dors Meiringen steht seit heute früh in Flammen. Post- und Telegrapheugebällde sind abgebrannt, ein starker Föhn macht alle Löschungsver- suche vergeblich.

Rom, 25. Oktober. Die zur Berathung von Maß­regeln zwecks Aufführung öffentlicher Bauten ein­gesetzte Commission beziffert das Erforderniß auf 70 Millionen.

Localer nnd Lrsvinzielles.

Gießen, 26. Oktober.

Sitzung der Stadtverordneten vom 22. October. (Schluß.) Zufolge Beschlusses einer früheren Versammlung der Stadt­verordneten soll demnächst ein Filial-Arbeitshaus hier errichtet werden, welchem bis zu sechs unter Aufsicht eines Vorarbeiters mit allerhand Arbeiten zu beschäftigende Sträf­linge überwiesen werden können. Der vom Staat zu leistende Zuschuß beträgt 40 Psg. pro Mann und Tag, außerdem geschieht die 700 Mk. pro Jahr betragende Besoldung des Vorarbeiters zu Lasten des Staates. Die erste Einrichtung deö Arbeitshauses, insbesondere bauliche Veränderungen im alten Arresthause, Beschaffung des Mobiliars, einiger Garnituren Kleidungsstücke, sowie des Werkzeuges dagegen erfolgen auf Kosten der Stadt, welche außerdem für den den Staatszuschuß übersteigenden Betrag für die Verköstigung der Gefangenen aufzukommen hat. Die Kosten werden bewilligt und der Bestellung deö Karl Roth von Steinbach als Vor­arbeiter Genehmigung ertheilt. Zur Ueberschreibung einer nach Aufhebung der katholischen Schule dieser zugeschriebenen Pareelle auf den Namen der katholischen Kirche wird Ge­nehmigung ertheilt. Die Versicherung der von der Stadt in ihrem land- und forstwirtschaftlichen Betriebe beschäftigten unständigen Arbeiter gegen die Folgen von Krankheit war von der Ortskrankenkasse unter der Bedingung über­nommen worden, daß die Stadt für den ans diesem Vertragö- verhältniß entstehenden Fehlbetrag aufkommt. Nach der letzten Rechnung der Ortskrankenkasse beträgt dieser Fehlbetrag 155 Mk., zu dessen Begleichung auS der Stadtkasse die Ge­nehmigung ertheilt wird. Das Gesuch der Firma Ge­brüder Zülch um Rückvergütung von Octroi auf zur Wiederausfuhr kommende Graupen wird unter Anwendung der für Mehl bestehenden Bestimmungen genehmigt. Zu dem Gesuch der Herren C. Kockerbeck und Genossen um Trottoirpflasterung vor ihren Häusern Ecke Bahnhofstraße und Neustadt, wird beschlossen, die Pflasterung nur provisorisch ausführen zu lassen, da später Asphalttrottoir gelegt werden soll. Zur Veränderung deö Situationsplans für den Neubau der zweiten evangelischen Kirche derart, daß der Bau 5 Meter westlicher, als ursprünglich angenommen, zu stehen kommen soll, wird nachträglich Genehmigung ertheilt. Es soll dadurch die Möglichkeit freierer Verkchrsentwickelung an der Ostseite gegeben werden. Im Anschluß daran wird Genehmigung zur Ausarbeitung eines Planes für die gärtnerischen Anlagen um die Kirche ertheilt. Nachdem vor einiger Zeit der Beschluß gefaßt worden war, der hiesigen Leichenkaffe-Gesellschaft eine Ermäßigung für Benutzung der Leichenwagen aus die Sätze von 11 Mk. für die erste und 6 Mk. für die zweite Klasse anzusinnen und im Falle ablehnender Haltung der Leichenkaffe-Gesellschaft die Leichenfuhren ans die Stadt zu übernehmen, ist der Gesellschaft davon Mittheilung unter Beifügung der Anfrage gemacht worden, ob und unter welchen Bedingungen dieselbe das Inventar an die Stadt abtreten würde. Das sehr ausführliche, specielle Angaben über die Geschästöergebnisse der Gesellschaft enthaltende Antwortschreiben hierauf lag der heutigen Stadtverordneten-Versammlung vor; dasselbe gipfelte in dem Anerbieten, die Sätze für Benutzung der Leichenwagen auf 12 Mk. für die erste Klasse, 7 Mk. für die zweite Klasse und 5 Mk. für den Kinderleichenwagen zu ermäßigen. Es wird auf Vorschlag der Commission Ein­gehen auf das Anerbieten der Leichenkaffe-Gesellschaft be­schlossen, da die Stadtverordneten-Versammlung in ihrer Mehrheit der Ansicht ist, daß angesichts der ebenso hohen und vielfach höheren Sätze in anderen Städten keine Veranlassung mehr vorliege, die Leichenfahrten auf die Stadt zu übernehmen. Die Rechnung des Gas- und Wasserwerkes für das Rechnungsjahr 1890/91 wird, nachdem Herr Director Bergen die in den Hauptrubriken bemerkenSwerthesten Erscheinungen erläutert, genehmigt. Die Legung der für die Wasser­leitungen für die Verbindungöstraße zwischen SelterSweg und Südanlage erforderlichen Rohre soll gleichzeitig mit An­lage der GaSrohrleitung für genannte Straße auSgesührt werden- der Voranschlag hierüber (1300 Mk.) wird gut» geheißen. Nachdem der Brunne n vor dem Gail'schen Hanse tu der Neustadt, dessen Wasser in Folge Eindringens schädlicher Substanzen ungenießbar geworden war, wieder hcrgestellt worden ist, hat eine Untersuchung des Wassers stattgesnnden. DaS Resultat der einige Tage nach der Wiederherstellung deS Brunnens vorgenommenen Untersuchung läßt sich nach dem vorgelegten Berichte dahin zusammensassen, daß die fernere Verwendung deS Wassers als Trinkwaffer

noch fraglich erscheint, obwohl eine fortschreitende Klärung nach der Untersuchung constatirt wurde. Die in Folge davon nach dem Beschluß der Stadtverordneten angeordnete Aus­stellung eines Ventilbrunnens mußte unterbleiben, da Herr Schuhmachermeister Mootz, vor dessen Hause der Brunnen ausgestellt werden sollte, dagegen protestirt hat. Die von Herrn Mootz vorgebrachten Gründe, wie Schädigung seines Ladengeschäfts, Gesährdung des Verkehrs u. s. w., wurden im Allgemeinen als berücksichtigenswert erachtet und nach längerer, sich eingehend über das Für und Wider bezw. über bie Zweckmäßigkeit der Belassung des alten Brunnens, er­streckende Debatte beschlossen, den Ventilbrunnen an der west­lichen Ecke des Gail'schen Hauses auszustellen.

Neues Theater. Nachdem in letzter Zeit Roderich Beuedix und Julius Rosen beinahe ausschließlich den Spiel­plan des Neuen Theaters beherrschten, geht Dienstag, den 27. October das erste Lustspiel von Adols L'ArrongeDer Weg zum Herzen" in Scene. Wie schon der Titel des Werkes verräth, ist es ein Stück, das den Weg zum Herzen nimmt, möge das Theater liebende Publikum an diesem Abend auch reckt zahlreich den Weg zum Theater nehmen, es wäre Herrn Director Reiners wirklich einmal ein besetztes Haus zu gönnen.

CircuS Blumenfeld aufOswalds Garten" gab heute bei sehr gutem Besuche seine Eröffnungs-Vorstellungen. Das reichhaltige Programm brachte vortreffliche Leistungen in Pferdedreffur, Gymnastik und Comik, welche allseitig leb­haften Beifall fanden. Ein Besuch des Circus kann bestens empfohlen werden.

Die Nr. 23 des im Auftrage des Evaug. Pfarr­vereins im Großherzogthum Hessen von Herrn Pfarrer Dr. Naumann hier herausgegebenenHessischen Kirchenblattes" hat svlgenden Inhalt: 1. Zum Resormationsfest. 2. Immer neue Pfarrvereine! (1. Schlesien.) 3. Kirchentausen! 4. Zu dem Artikel:Geistliches Decorum auf dem Friedhöfe". 5. Zu Häupten oder zu Füßen des Tobten? 6. Der evang. Pfarrer und die Kunst. 7. Erntefest. 8. Zu:Das welt­liche Mitglied". 9. Literarische Thätigkeit hessischer Pfarrer. 10. Mitglieder des Pfarrvereins.

Das am 23. October ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Rr. 35 enthält: Verordnung, die Brand- Versicherungsanstalt für Gebäude betr. Vom 14. October 1891.

lieber den in vor. Nummer erwähnten Raubmord auf der Landstraße zwischen Frankfurt a. M. und Mörfelden wird derKl. Presse" berichtet:

Gestern Abend, kurz nach Eintritt der Dämmerung, ist auf der Landstraße zwischen Frankfurt und Mörfelden auf hessischem Gebietsteil ein Raubmord verübt worden, der an unheimlichem Interesse außer durch die seltsamen Neben­umstände auch noch dadurch gewinnt, daß bisher keinerlei Spuren entdeckt werden konnten, die auf den Thäter führen. Der Landwirth Andt, 48 Jahre alt, aus Mörfelden, brachte gestern eine Fuhre Kartoffeln nach Frankfurt, setzte seine Ladung hier ab und trat mit dem Erlös, etwa 120 Mk., die Rückfahrt nach Mörfelden an. Die Chaussee führt zum größten Theil durch den Wald und ist nicht sehr belebt. Im Wald- wirthshause bei Mitteldick kehrte der Fuhrmann ein, bestieg nach kurzer Rast wieder sein Gefährt und fuhr nicht der Heimath, sondern dem Tod von Mörderhand entgegen. Wie die Blutthat selbst sich in ihren Einzelheiten zugetragen haben mag, daö bedeckte Waldesdunkel und hereinbrechende Nacht. Nachdem die unbekannten Mörder den Uebersall vollbracht hatten, legten sie den stummen Mann wieder auf fein Fuhr­werk, deckten ihn mit den leeren Säcken zu und trieben den Gaul an. DaS führerlose Pferd langte erst in später Abend­stunde mit seiner traurigen Last in Mörfelden an und hielt vor dem Gehöft seines Herrn. Frau und Kinder des Er­schlagenen kamen zum Empfang heraus, forschten erstaunt nach dem Vater, untersuchten den Wagen und sanden mit Entsetzen die noch warme Leiche, auö mehreren Messerstichen an Kopf und Hals blutend. Eine der Stichwunden muß absolut tobt» bringend gewesen fein, sie führt durch die linke Schläfe ins Gehirn. Wohin der Verdacht sich richten soll, ist nach den Informationen, die wir an zuständiger Stelle erhielten, zur Stunde noch nicht zu sagen. Man weiß nicht, ob Jemand hier ober in Mörfelben ober unterwegs ober sonstwo in ber Umgegend davon Kenntmß hatte, daß Audi mit einer größeren Baarschaft den Weg fahren werde. Die Staats­anwaltschaft in Darmstadt führt die Untersuchung und wird darin natürlich vom Frankfurter Polizeipräsidium unterstützt werden. Ein Frankfurter Beamter ist bereits nach Mörfelden abgegangen, um dort einzelnen Momenten nachznspüren. Für den Fortgang der Verfolgung wäre es sehr erwünscht, wenn Auskunft über den Verbleib ber Kartoffeln, bie ber Mann in Frankfurt verkauft ober abgeliefert hat, erfolgte. Mit­theilungen barüber sollten sofort von Denjenigen, bie dazu im Staube siub, an bie Criminalabtheilung bes Frankfurter Polizeipräsibiums gerichtet werden.

Im Monat September hatte die Main-Neckar- Eisenbahn eine Einnahme von im Ganzen 650 734 Mk., 9131 Mk. weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Der Güterverkehr erzielte bei einer Einnahme von 271 990 Mk. eine Mindereinnahme von 29 635 Mk., der Personen- und Gepäckverkehr bei einer Einnahme von 346 244 Mk. eine Mehreinnahme von 25 524 Mk. Die Nebenbahn Eber- stadt-Pfuttgstabt batte im September eine Gesammt- einnahme von 3923 Mk. (863 Mk. mehr als im Vorjahre); bation entfallen auf den Personen- und Gepäckverkehr 1202 Mk. (110 Mk. mehr), auf den Güterverkehr 2704 Mk. (754 M mehr). Die Ober hessischen Hauptbahnen erzielten eine Gesammteinnahme von 115883 Mk. (6895 Mk. mehr)/ davon kommen auf den Personen- und Gepäckverkehr 51 292 Mk. (2837 Mk. mehr), auf den Güterverkehr 56 756 Mk. (3624 Mk. mehr)- die Nebenbahn Nidda- Schotten hatte eine Gesammteinnahme von 3790 Mk.