für die einzelnen Bezirke des Landes Vertrauensmänner zu bestellen und zwar für jeden Bezirk 2, einer aus dem Steife der Arbeitgeber und einer aus dem Kreise der Versicherten. Dieselben wirken selbständig nebeneinander, können sich aber auch bei wichtigeren Angelegenheiten mit einander in Verbindung setzen und ihre Wahrnehmungen austauschen. Für diese Vertrauensmänner ist nun eine besondere Dienstanweisung ausgearbeitet worden. Mit dem Zeitpunkt, von welchem ab Invalidenrenten bewilligt werden können, etwa Mitte November d. I., treten an die Vertrauensmänner große Ansprüche heran, da ihnen die gutachtliche Aeußerung über behauptete Invalidität, die Ueberwachung bei vorübergehender Invalidität u. s. w. übertragen ist.
— Unfall. Beim Abreißen der früheren Caspar Schomber'schen Ziegelhütte, Rodheimerstraße 40, erlitt gestern ein hiesiger Oeconom durch Umstürzen einer Wand einen Beinbruch. Nur mit genauer Noth entging er sowohl wie die dabei befindlichen Arbeiter, welche alle noch rasch zur Seite springen konnten, schweren Verletzungen.
— Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 25. August dem Fabrikarbeiter Peter Kling von Lampertheim, dem Fabrikarbeiter Georg Schäfer von da und dem Gürtlereiarbeiter Lorenz Döpser zu Mainz das „Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift für Verdienste" zu verleihen.
— Oecouomietreibeude wollen wir darauf aufmerksam machen, daß sie ihre eingebrachte Ernte gegen Feuerschaden versichern. Die geringe Prämie ermöglicht es einem Jeden, sich gegen einen möglicherweise entstehenden Schaden zu sichern.
— Getreidepreise. Seit länger als einem Menschenalter sind die Roggenpreise nicht so hoch gewesen, wie gegenwärtig. Früher wurden in Preußen die Preise nach Scheffeln angegeben. Nimmt man an, daß der Scheffel Roggen 814/s Zoll- psund gleichkam, so kommt ein Roggenpreis von 250 einem Scheffelpreffe von 102,25 gleich. Ein Monatspreis über 102 aber ist selbst im Hungerjahre 1816/17 nur im Juni 1817 und ebenso im Nothstandsjahre 1855/56 im Juni notirt worden. Höhere Roggenpreise hat es dann nur gegeben in den Monaten des Hungerjahres, April bis Juli 1847. Es wurde bezahlt der Scheffel Roggen im April mit 114, im Mai mit 130, im Juni mit 129, im Juli mit 103. Der höchste in Preußen seit 1816 vorgekommene durchschnittliche Monatspreis für Roggen betrug also 130 (Mai 1847.) Ein Scheffelpreis von 130 kommt einem Preise für den Doppel- centner von 31,8 oder von 318 Mark aus die Tonne gleich. Zu jener Zeit waren nicht blos alle Einfuhrzölle ausgehoben, sondern auch noch Ausfuhrzölle für Getreide eingesührt.
— Eilbriefe sollen nach einer neueren Bestimmung des Reichspostamts während der Nacht nicht zur Bestellung gelangen, wenn dies nicht durch einen Vermerk auf dem Brief re. ausdrücklich verlangt wird.
+ Lich, 25. August. Zur Feier des Namenstages unseres allverehrten Landesfürsten versammelte sich heute der Bezirkslehrerverein Lich im „Holländischen Hof" dahier. Der auf Se. Königliche Hoheit ausgebrachte Toast fand jubelnden Widerhall bei allen Anwesenden, woraus im Anschluß hieran die Hymne „Heil Dir im Siegerkranz" stehend gesungen wurde. Ein echt patriotischer Geist hielt dann noch lange die Versammelten vereinigt.
+ Birklar, 25. August. Gestern verunglückte ein Knecht im hiesigen Pachthofe dadurch, daß demselben der Arm in einer Häckselmaschine fast ganz durchschnitten wurde. Er wurde sofort in die Klinik nach Gießen verbracht.
V. Grünberg, 25. August. Beim Manövriren der Hessischen Artillerie in der Umgegend ereignete sich gestern bei einem Geschütz ein kleiner Unfall, der leicht sehr verhängnißvolle Folgen hätte nach sich ziehen können. Beim Hinauffahren aus eine Anhöhe überschlug sich der Protzkasten und die darauf sitzende Mannschaft wurde herabgeschleudert, glücklicherweise soweit, daß sie nicht mehr von den Rädern des Geschützes erreicht werden konnte.
— Nidda, 23. August. Heute Morgen fand man die Leiche des Feldschützen Erk in der sogen. Klippe unterhalb
raden abgefeuert wurde- — wie vom Blitz getroffen war er bewußtlos zusammengestürzt und von den Schießständen aus ins Lazareth getragen worden. Zwar hoffen die Aerzte, daß er, wenn in den nächsten Tagen der Verband gehoben wird, wieder wird sehen können — aber seit acht Tagen liegt er nun in endloser Finsterniß, hilflos wie ein Kind — wenn er nun wirklich ganz erblindet? O, Jammer und Wehe, wie seid ihr über diese junge, frohe Seele so plötzlich gekommen! Sieh, er schläft nicht- unaufhaltsam rinnen die Thränen aus den armen, verbrannten Augen über das schöne, bleiche Gesicht und die gefalteten Hände zittern im Uebermaße des Schmerzes. Ach, da drinnen in der gequälten Brust ist es ja nicht das leibliche Leid allein, das ihn so elend macht — auch das Herz, das junge Herz ist zerrissen von Leid. Denn jetzt flüstert der Mund: Louise, Louise, warum hast du mir das gethan!? War das deine Liebe? — Ja, dort unter dem Kopfkissen, auf dem das blonde Haupt ruht, da liegt der Brief von ihr, den er nicht vergessen kann und der seine Leiden verdoppelt. In vierzehn Tagen, wenn seine Dienstzeit vorüber, da hatten sie sich verloben wollen. Seit der Gymnasialzeit liebt er seine Louise und sie ihn - endlich, endlich sollte er bei ihrem Vater um sie anhalten. Und nun! — Aus seinem Garnisonsorte, der Residenz, war an sie ein anonymer Bries von einem unbekannten Niederträchtigen, mit —g unterzeichnet, gekommen, der das unerfahrene, arglose und leichtgläubige Mädchenherz so mit Entsetzen und Abscheu gegen lhn erfüllt hatte, daß sie in ihrer Leidenschaftlichkeit und Verzweiflung an Karl die Abschrift des Briefes sandte und in den bittersten Worten voll Verachtung jede Verbindung mit ihm zerschnitt und jede Antwort zurückwies.
(Schluß folgt.)
des Liebhölzchens. Er ging am Freitag Morgen zur gewohnten Zeit von zu Hause weg- da er bis zum Abend nicht zurückgekehrt war, stellte man Nachforschungen an, die erst heute zum Ziele führten.
Ockstadt, 25. August. In diesem Jahr werden wir höchstens ein mittleres Ernteergebniß haben. Der Winterweizen ist bei uns ganz erfroren, mit Ausnahme der vom Wald geschützten Felder. Sommerweizen wurde nicht gesät. Mit dem Korn steht es etwas besser- jedoch ist hier zu beklagen, daß man die auf dem Felde liegenden Garben bei dem stets wiederkehrenden Regen nicht trocken bekommt. Ebenso haben Gerste und Hafer von dem Regen viel zu leiden- erstere ist zwar gut gerathen, ist aber in Folge der nassen Witterung zu fett geworden. Am besten steht es noch mit dem Hafer, jedoch ist auch bei ihm auszusetzen, daß er bei der vielen Nässe nicht reis wird. Was das Obst anbelangt, so werden wir von Aepfeln eine geringe, von Birnen dagegen eine gute Ernte haben.
Darmstadt, 25. August. Eine Wegstrecke von über 100 Kilometern (von Darmstadt nach Dossenheim in Baden und zurück) in der überaus kurzen Zeit von 5 Stunden mit dem Rad zu durchfahren, ist am letzten Sonntag zwei Mitgliedern vom Radfahrer-Verein Darmstadt und zwar den Herren Bauer und May glänzend gelungen. Die Genannten sind früh 6 Uhr 15 Min. von hier abgefahren, trafen nach 9 Uhr bereits in Dossenheim und 11 Uhr 30 Min. wieder hier in Darmstadt ein. Sie hatten einige Strecken ausgeweichter Chaussee zu passiren und mit Wind und Regen zu kämpfen. Diese Leistung ist eine der respectabelsten auf dem Gebiete des Straßen-Radfahrens.
Dudenhofen (Prov. Starkenburg), 24. August. Während der heutigen Reirerübungen ereigneten sich leider wieder einige Unglückssälle. Ein Kürassier des 4. Kür.-Regts. zu Münster stürzte mit dem Pferde und brach den Arm- ein Dragoner des 2. Großh. Hess. Drag.-Regts. Nr. 24 erhielt eine schwere Verletzung durch einen Lanzenstich in den Kopf. Der Husaren-Sergeant Borgis vom 13. Hus.-Regt. 4. Esc., welcher in Folge eines Sturzes am verflossenen Freitag einen complicirten Rippenbruch davontrug, befindet sich glücklicherweise nunmehr außer Lebensgefahr und ist aus dem Wege der Besserung.
Vermischtes.
* Frankfurt a. M., 25. August. Gestern wurde die Leitung für electrische Kraftübertragung von Lausfen nach Frankfurt von sämmtlichen betheiligten Behörden in Württemberg, Baden, Hessen und Preußen abgenommen und der Allgemeinen Electricitäts - Gesellschaft in Berlin und der Maschinenfabrik Oerlikon übergeben. Abends 8 Uhr wurde zum ersten Male der Strom durch die Leitung gesandt. Die Sicherheitseinrichtungen der Strecke functionirten radellos. In Lauffen waren die Vertreter der württembergi- schen Behörden versammelt, während diejenigen der badischen und hessischen Behörden, sowie Postrath Ebert und Ober- Telegraphen-Jngenieur Strecker, in Vertretung der Reichs- Post, mit dem Vertreter der Ausstellung, v. Miller, dem der Allgemeinen Electricitäts-Gesellschast, v. Dobrowolski, sowie dem Mitgliede der Prüfungs-Commission, Professor Weber, in Eberbach an der badisch-hessischen Grenze Versuche machten. Heute Mittag 12 Uhr wurden zum ersten Male die electri- schen Lampen der Ausstellung von Lauffen aus in Betrieb gesetzt.
* Mehrere Fabriken in Halberstadt suchen den hohen Roggenpreisen dadurch zu begegnen, daß sie in großen Massen Mehl aufkaufen und dasselbe für ihre Arbeiter zu Brod verbacken lassen, das Letzteren regelmäßig jeden zweiten Tag gegen Marken verabfolgt wird. Laut Anschlag in den Fabrik- Etablissements wird das Brod zum Selbstkostenpreise von 111/4 Psg. pro Pfund, 4 Pfund zu 45 Pfg. berechnet, also wesentlich billiger als es die Bäcker abgeben.
* Hanau, 22. August. Vom 19. mittelrheinischen Turnfest. Eine vorläufige Rechnungslegung hat ergeben, daß ein Ueberschuß von ca. 4000 verbleiben dürste, der an die vier Hanauer Turnvereine pro Kopfzahl ihrer Mitglieder zur Vertheilung gelangt. Die Einnahmen beliefen sich aus 59000 <X, während der Voranschlag nur 50 000 cX verzeichnet. An Dotationen werden vertheilt je 100 «X an die Unfallkasse der Freiwilligen Feuerwehr, an den Huber -Heräus'schen Armenverein, die Diaconissen, die barmherzigen Schwestern, den Knabenhort und die Schutzmannschaft.
* Aus der Pfalz, 20. August. In den pfälzischen Wäldern werden augenblicklich behördlicherseits nächtliche Feuer entzündet, um das etwaige Vorhandensein der Nonne seststellen zu können. Bekanntlich fliegen dieselben von weither dem Lichte zu, wovon München ja traurige Lieder singen kann. Soweit bisher die Resultate vorliegen, hat man nur an einer Stelle, bei Eppelsbrunn, einige Exemplare des schädlichen Jnsects wahrgenommen. Die Versuche dauern einstweilen fort.
* Newyork, 20. August. Die „Newyork Sun" fällt folgendes Urtheil über die Einwanderer: „Sie werden gute Bürger, und wenn sie sich durch irgend etwas von der großen Masse der Bürgerschaft unterscheiden, mit welcher sie sich so schnell und so leicht verbinden, so ist es durch ihren größeren Patriotismus. Ihre Schätzung der Segnungen unserer freien Institutionen ist frischer als die von Bürgern, deren Familien seit hundert Jahren im Lande ansässig sind. Wir kennen keinen anderen Unterschied zwischen Hiergeborenen und Fremdgeboren. Die Vermischung zwischen den eingeborenen und eingewanderten Elementen ist eine vollständige." Unter dem Stichwort: „Eine Mißwirtschaft" klagt der „Westbote" in Columbus, Ohio, darüber, daß von 75 Zöglingen der dortigen Hochschule, welche dieses Jahr graduirten, 65 Mädchen waren, und bemerkt: „Das ist ein bedauerliches Mißverhältniß, welches wahrscheinlich eine Folge des in der männlichen Jugend
zu früh entwickelten Erwerbstriebcs und der zu hoch geschraubten unserer Mädchen ist. Was ist das Ergebniß? Unglückliche Ehen, in welchen der Mann ein verknöcherter Geldmensch ist und die Frau nichts von der Haushaltung versteht. Sie beklagt sich über die Langweiligkeit des Mannes, dessen Gott der Mammon ist, und er verdirbt sich den Magen mit halbgaren Beefsteaks und mit Zuckerwerk. Und der Schluß: gesprengte Fesseln."
Univerfitäts - Nachrichten.
(Nachdruck verboten.)
6. Erlangen, 25. August. Im Interesse der Studtrenden, welche im Winter-Semester 1891/92 die Universitäten Erlangen, München oder Würzburg besuchen, geben wir Folgendes bekannt: Die Aufnahme eines Studtrenden bei den drei genannten Universitäten geschieht durch die Jmmatriculation. Die Anmeldung zur Jmmatriculation erfolgt im Universitäts-Secretariate unter Vorlage der vorschriftsmäßigen Zeugnisse, lieber die Zulässigkeit der Jmmatriculation entscheidet, soweit nachstehend nichts anderes bestimmt ist, der Rector. Die Jmmatriculation wird bewilligt, wenn 1) die erforderliche wissenschaftliche Vorbildung nachgewtesen wird, 2) gegen die Führung des Gesuchstellers ein Bedenken nicht besieht. Angehörige des Deutschen Reichs erbringen den Nachweis der erforderlichen wissenschaftlichen Vorbildung durch Vorlage des Gymnafial- retfezeugnisses, wie solches für die seinerzeitige Zulassung zur Schlußprüfung in dem betreffenden Fache vorgeschrieben ist. Wer unmittelbar von einem Gymnasium kommt, hat das Gymnasialreifezeugniß, wer von einer Universität oder einer anderen höheren Lehranstalt kommt, hat neben dem Gymnasialreifezeugniß das Abgangszeugniß von dieser Anstalt, wer einige Zett hindurch einer öffentlichen Lehranstalt nicht angehört hat, neben den Studienzeugnisjen ein amtliches Zeugnttz über seine Führung in der Zwischenzeit vorzulegen. Ausländer haben neben dem Ausweis über ihre Führung (Paß) ein Zeugniß über diejenige wissenschaftliche Vorbildung betzubrtngen, welche nach dm Gesetzen ihrer Heimath für den Universitätsbesuch vorgeschrieben ist. Studirende ohne Gymnasialreifezeugniß, welche verordnungsmäßig bestimmte Unioersitätsstudien behufs Zulassung zur Schlußprüfung nachzuweisen haben, erhalten, wenn sie sich über den Besitz der für ihr Fach vorgefchriebenm Vorbildung ausweisen, die sogen, kleine Matrikel. Anderen Studtrenden ohne Gymnasialreifezeugniß wird nur ausnahmsweise mit ministerieller Genehmigung die kleine Matrikel verliehen und zwar Deutschen nur dann, wenn sie sich wenigstens über den Besitz der an einer Lehranstalt mit obligatorischem Unterricht im Lateinischen erlangten wissenschaftlichen Befähigung zum einjährig'-freiwilligkn Militärdienst ausweisen, Ausländer, wenn sie denjenigen Grad von Vorbildung nachzuweisen vermögen, welcher für das Verständniß von Untverfitätsvorlesungen unerläßlich erscheint. Studirende mit solcher Matrikel werden nur bei der philosophischen Facultät und zwar regelmäßig nur bei der naturwissenschaftlichen Section derselben eingeschrieben. Auch kommen die mit solcher Matrikel an der Universität zugebrachten Studtensemester auf die für die Zulassung zu Schlußprüfungen nachzuwetsende Studienzeit nicht zur Anrechnung, worüber ein Vermerk in die Matrikel ausgenommen wird.
Literatur Artnst.
- Ser einjährig-freiwillige Militärdienst. Wegweiser für alle Diejenigen, welche die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst erlangen, bezw. ihrer Militärpflicht als Einjährig-Freiwillige im stehenden Heere ober in der kaiserlichen Marine, mit der Waffe oder als Arzt, Apotheker, Roßarzt rc. genügen wollen. Von Franz Heckmanns. Fünfte, nach den neuesten Bestimmungen umgearbeitete und verbesserte Auflage. Verlag von Felix Bagel in Düsseldorf. Preis 60 Pfg. Die Vorschriften, welche von jungen Leuten zu beachten sind, die ihrer Militärpflicht als Einjährig-Freiwillige genügen wollen, werden von den Meisten nicht genügend gekannt und herrscht daher eine große Unsicherheit, wenn die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst nachgesucht werden soll oder wenn der bereits Berechtigte seiner Dienstpflicht genügen will. Auf alle Fragen, die man sich dann vorlegen muß und auf die eine richtige Antwort zu erhalten oft mit Schwierigkeiten verknüpft ist, gibt das oben genannte Merkchen kurzen, bündigen und zuverlässigen Bescheid.
Verkehr, Land- und volkswlrthschaft.
Frankfurt, 25. August. Für den gestrigen Viehmarkt . waren von Kopenhagen hier angelangt 27 dänische Ochsen und Kühe. " Der erste Versuch mit dänischem Hornvieh am hiesigen Markte war in voriger Woche gemacht worden. Die Einfuhr scheint demnach mit Nutzen bewerkstelligt worden zu sein. Oesterreichische Ochsen waren 114 Stück vorhanden. — Das Einmachobst kostet in diesem Jahre nicht die Hälfte soviel als im vorigen Jahre. Der Markt wird aber auch damit so stark befahren, daß es den Verkäufern schwer wird, Abnehmer für ihre Vorräthe zu finden. Preiselbeeren wurden gestern für Mk. 10, Himbeeren für Mk. 20 pro Eentner verkauft.
Wöchentliche Neöerficht der Todesfälle in Gießen.
33. Woche. Vom 16. August bis 22. August 1891. Einwohnerzahl: 20 611 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 20,19°/«»bezw. 12,62 nach Ausschl. der Ortsfremden.
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: 2.-15.Jahr:
Diphtherie 1 — i
Lungenschwindsucht 4 (2) 4 (2) — —
Andere bekannte
Krankheiten 3 (1) — 1 2 (1)
Summa: 8 (3) 4 (2) 2 2 (1)
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen
Seiden-Damaste, schwarze, weiße u. farbige,v. Mk. 2.35 bis Mk. 12.40 p. Met. (ca. 35 Qual.) — versendet roben- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-Dspöt G. Henneberg (K. u. K. Hoflief.) Zürich« Muster umgehend. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 3610
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waltung Frankfurt am Main) sind __________________ angenehme leichte italienische Natur- Rothweine, welche als wohlbekömmliches Tischgetränk ganz besonders zu empfehlen sind, und deren Qualität nach dem Ausspruch competenter Weinkenner von keinem der sogenannten Bordeaux-Weine in gleicher Preislage erreicht wird. Durch königl. ital. Staatscontrolle wird für absolute Reinheit garantirt. Zu beziehen sowie auch ausführliche Preislisten sämmtlicher Marken der Gesellschaft in Gießen durch Carl Schwaab, Delic.- und Weinhandlung. (4589
Temperatur der Lahn und Lust geweffen am 26. August, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14, Lust 17 Grad Reaumur.
L. Ehr. Rübsamen Wwe.


