Ausgabe 
27.3.1891
 
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Gipfle, Wiejechratze 1,

Settersweg 15 chvnes Logis im 2. gtod Mnern, Küche, abgeschloi. 'ebor nebst GarteimU zu vermieden Babnbsi-

«. I. Albold, iweile Stock, drei Zimm Mör, zu oermiethen. 'tttster, Liedigstraße 65 int^amilienlofliS an-. k. Waigafa. -ohnung von vier schönen Keller und Boden, aui vnm. KirchMatz W,\. >wn Win, Küche mit m. Wetzsteingasie 10. non Geichw. Schwaij iobnung, bestehend ans ich iasterleitung '.c., per iofon u vermieden.

Babnbofftraße 58, IL lge Lerschuna ist der mittler «immer nebst Zubehör, bi onsch auch früher, zu oem ilv, j^rankfurterstraße 73. ne^Mnung, 3 gr. Zimmer rlettung rc-, yer (oW SabnM^fe£Ä!SJL 'StTMt, Sonnechck rennt oder im Ganzen, mit und allem Zubehör, zu

^Restauration FeideU

rin aroües ich^ue^ liogis, Ladeeinrichtung. Bmnd« . April ab zu

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Nr. 73

Freitag den 27. März

1891

Der ♦itjtwtt Amzeiger scheint räglich, «*t RuSnehme deS Montags.

Die Gießener N««itte»SrLtier XHtbtn dem Anzeiger "yLchentlich dreimal bfifldegt

Gießener Anzeiger

Kenerat-Mnzeiger.

Bierreljähriger AvonncmevtsPreist 2 Mark 20 Pfg. uM Bringcrlohn.

Dirrch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg.

Redaction, ExpedNiv» und Druckerei:

Kchutsiratze Mr.'il, Fernsprecher 51

Amts- ttttb Anzeigeblatt für den Nreis Gieren.

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Mgmben Tag erscheinenden Nummer dir Sonn. 10 Uhr. ^TtUlSlJcl lilgC« £ AMMLL tC-UDUUKU Anzeigen für denGießener Anzeiger entgegen

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Abonnements - Einladung!

Zum Bezug desGießener Anzeiger" für das 2. Vierteljahr 1891 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird derGießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer objectiver Uebersicht zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nach­richten des Wolff'schen telegraphischen Correspondenz- Bnreaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorfälle in demselben auf dem Lau­fenden. Unterstützt durch an allen Orten der Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist derGießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des An­zeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück­sichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschäft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein ge­diegenes Feuilleton wird neben besonderen Ar­tikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die Gietzener Familienblätter", welche dem An­zeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten.

Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. April den Anzeiger kostenfrei zu­gestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Exemplare nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesen: in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnements­betrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht aus­drückliche Abbestellung erfolgt.

Hochachtend

Verlag desGießener Anzeiger" Brühl'sche Druckerei (Fr. Chr. Pietsch).

Asntlichev Therl.

Bekanntmachung, betreffend die Zulassung von Loosen auswärtiger Lotterien zum Vertrieb im Großherzogthum.

Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz demVerein Berliner Künstler" die Erlaubniß ertheilt hat, die Loose einer in Verbindung mit der in diesem Jahre in Berlin stattfindenden internationalen Kunstausstellung zu veranstaltenden Verloosung von Kunstwerken (Oelgemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Kupferstichen rc.) innerhalb des Großherzogthums zu vertreiben.

Nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verloosungsplan dürfen 500 000 Loose zu je 1 Mk. aus­gegeben werden, während 300 000 Mk. zum Ankauf von Gewinnsten, welche in zwei Ziehungen zur Ausspielung ge­langen, verwendet werden müffen.

Gießen, 24. März 1891.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gag ern.

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Bestellung von Kreisseuerwehr- Jnspectoren und deren Dienstbezirke. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß mit Wirkung vom 1. April l. I. der Fürstlich Solms'sche Bau-Jnspector Herr Schön zu Lich für den südwestlichen Theil des Kreises (Bezirk I) und der Kreisbote Herr Wilhelm Voneifs zu Grünberg für den nordöstlichen Theil des Kreises (Bezirk II) zu Kreis-Feuerwehr-Jnspectoren gemäß Art. 15 der Landes- Feuerlöschordnung vom 29. März 1890 ernannt worden sind. Gießen, am 25. März 1891.

Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern.

Inspektions-Bezirk I.

1. Mach

2. Allendors a. d. Lahn

3. Annerod

4. Bellersheim

5. Bettenhausen

6. Birklar

7. Dors-Gill

8. Eberstadt m. Arnsburg

9. Garbenteich

10. Großen-Linden

11. Grüningen

12. Hausen

13. Heuchelheim

14. Holzheim

15. Hungen

16. Inheiden

17. Klein-Linden

18. Langd

19. Lang-Göns

20. Langsdorf

21. Leihgestern

22. Lich

23. Lollar

24. Muschenheim

25. Nonnenroth

26. Obbornhofen

27. Ober-Hörgern

28. Rabertshausen

29. Rodheim

30. Röthges

31. Ruttershausen

32. Staufenberg

33. Steinbach

34. Steinheim

35. Trais-Horloff

36. Utphe

37. Villingen

38. Watzenborn m. Steinberg

39. Wieseck

Jnspections-Bezirk II.

1. Allendors a. d. Lda.

2. Allertshausen

3. Alten-Buseck

4. Beltershain

5. Bersrod

6. Beuern

7. Burkhardsfelden

8. Climbach

9. Daubringen

10. Ettingshausen

11. Geilshausen

12. Göbelnrod

13. Großen-Buseck

14. Grünberg

15. Harbach

16. Hattenrod

17. Kesselbach

18. Lauter

19. Lindenstruth

20. Londorf

21. Lumda

22. Mainzlar

23. Münster

24. Nieder-Bessingen

25. Ober-Bessingen

26. Odenhausen

27. Oppenrod

28. Queckborn

29. Reinhardshain

30. Reiskirchen

31. Rödgen

32. Rüddingshausen

33. Saasen

34. Stangenrod

35. Stockhausen

36. Treis a. d. Lda.

37. Trohe

38. Weickartshain

39. Weitershain

40. Winnerod.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 25. März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 22. März den Hosceremonienmeister Geheimerath Carl von Werner zum Oberceremonienmeister zu ernennen.

Berlin, 25. März. Die Nachtheile, welche sich für das Studium an den Universitäten und den Technischen Hoch­schulen daraus ergeben, daß die in Gemäßheit des § 46 der Herresordnung von den Studirenden-Osfiziers-Aspiranten ab­zuleistenden beiden achtwöchigen Uebungen häufig in die Vorlesungszeit fallen, haben dem Cultusminister Veran- laffung gegeben, den Kriegsminister unter Darlegung der Verhältnisse zu ersuchen, die obersten Waffenbehürden zu ver­anlassen, daß bei der Festsetzung der Uebungen soweit irgend thunlich aus die akademischen Ferien Rücksicht genommen und die Uebungen möglichst in die Monate März und April oder August und September verlegt werden. Der Kriegsminister hat darauf das Schreiben des Cultusministers den obersten Waffenbehürden mit dem Anheimstellen zugehen lassen, die darin zum Ausdruck gebrachten Wünsche zu berücksichtigen, so­weit dies mit den Festsetzungen der Heeresordnung und den Dienstintereffen vereinbar sei.

Berlin, 24. März. Der Papst will, nach derSaale- Zeitung", angeblich seine Marmorstatue in Lebensgröße der Marienkirche in Hannover für das Grabmal Dr. Windthorsts schenken.

Berlin, 24. März. DerHann. Courier" meldet zur Reichstagswahl in Geestemünde: ES find jetzt

definitiv folgende Candidaten ausgestellt: Von den National­liberalen Fürst Bismarck, den Freisinnigen Rentier Adloff, den Welsen Rittergutsbesitzer von Plate und den Social­demokraten Schuhmacher Schmaljeld. Bei energischer Agitation ist ein Sieg des Fürsten Bismarck schon im ersten Wahl­gange nicht unmöglich, andernsalls würde er wahrscheinlich mit dem socialistischen Candidaten in Stichwahl kommen.

Neueste Nachrichten.

WolffS telegraphisches «orrespondenz-Bureau.

Berlin, 25. März. DerReichsanzeiger" veröffentlicht eine Verordnung vom 22. März, betreffend die Einführung von Reichsgesetzen in Helgoland. Die Verordnung zählt die einzusührenden Reichsgesetze auf, enthält nähere Bestimmungen über die Bildung eines Schöffengerichts für Helgoland mit dem Sitz daselbst und bestimmt, daß die Ein­wohner Helgolands während des Jahres 1891 nicht zum Geschworenenamte heranzuziehen sind. Die Verordnung tritt am 1. April 1891 in Kraft.

Berlin, 25. März. DenPolitischen Nachrichten" zusolge wird demnächst mit dem Bau von Schleppdampfern für den Nordostfeecanal begonnen. Zunächst soll ein der­artiger Dampfer erprobt werden behufs Gewinnung deS zweckmäßigsten Typus für die übrigen. Die Canalverwaltung bezweifelt, daß, wenn auch der Nordostseecanal bis zum an­fänglich beabsichtigten Termin sertiggestellt würde, derselbe dann sofort dem Verkehr werde übergeben werden können.

Dresden, 25. März. Der Staatsminister v. F a b n c e ist heute Vormittag 10 Uhr gestorben. (G. Fr. Alfred v. Fabrice entstammte einer mecklenburgischen Adelssamtlie; sein Vater stand als General in sächsischen Diensten. Der junge Fabrice trat 1834 aus dem Cadettencorps in die sächsische Reiterei und rückte bis 1863 zum Obersten vor. Bei dem Bundesexecutions-Commando in Holstein 1863 war er Generalstabschef. Im Kriege von 1866 wurde er zum Generalmajor, nach dem Frieden zum Generallieutenant be­fördert und erhielt nach Rabenhorsts Rücktritt die Leitung des Kriegsministeriums, die er nahezu 25 Jahre inne gehabt hat. Im Kriege von 1870 fielen ihm wiederholt wichtige Missionen zu, bald als Vertreter des Reichskanzlers, bald au dessen Seite als Gehilfe, namentlich beim Abschluß des Friedensvertrags. Herr von Fabrice hat ein Alter von 73 Jahren erreicht.)

Dresden, 25. März. Der König gibt im RegierungS- organ seinem tiefgefühlten Bedauern über das Ableben des Ministers Fabrice Ausdruck:Erschütterten Herzens trauern wir um diesen in wichtigster Stellung hoch­verdienten Mann, den mein wärmster Dank zum Grabe geleitet." Die Beisetzung Fabrices ist aus Sonntag Mittag festgesetzt.

Dresden, 25. März. Der König hat anläßlich des Todes des Kriegsministers, Grafen von Fabrice, eine acht­tägige Trauer für sämmtliche Offiziere der Armee anbefohlen. Bei den Offizieren des Garde-Reiterregimmts soll die Trauer zehn Tage, bei den Offizieren und Beamten des Kriegs- Ministeriums vierzehn Tage dauern.

Halle, 25. März. Die GruppeDeutsches Reich" der Internationalen kriminalistischen Vereinigung trat heute zu ihrer zweiten Landesversammlung zusammen. Landgerichtspräsident Werner begrüßte die Versammlung, die Reichsgerichtsrath Stellmacher zum ersten, Präsident Werner zum zweiten Vorsitzenden wählte. Unter den Anwesenden be­fanden sich die Reichsgerichtsräthe Mittelstedt, Stellmacher, Stenglein und Olshausen, die Reichsanwälte Treplin und Lippwann und der Unterstaatssecretär Mayr (München).

Waldenburg, 25. März. In einer Versammlung des hiesigen Knappenvereins erklärte Berghauer Lerche die Mel­dung von einem nahen Aus stände im hiesigen Revier für völlig grundlos.

Hamburg, 25.März. Eine Versammlung des Social­demokratischen Vereins des zweiten Wahlkreises be­schloß wie im ersten, am 1. Mai den Arbeitern ein Viertel des Tagelohnes aus der Gewerkschastsorganisation zu über­weisen. Am 3. Mai nimmt der Verein an der Maffen- kundgebung der Gewerkschaften Theil. Für die Wahl im 19. hannoverschen Wahlkreise wird der Verein der Partei Mittel und Kräfte zur Verfügung stellen.

Wie», 25. März. Heute fand die erste Vollversamm­lung des dritten deutschen Mittelschultages statt, an der 374 Personen Theil nahmen. Sie verhandelte über die Revision der Disciplinarverordnung und die Berliner Mittel- schulconserenzen. Das Unterrichtsministerium vertrat der Ministerialrath Schmiedt.