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Feuilleton
neben dem Priester nieder und bald waren die beiden Männer eifrig in die Geheimnisse der neuersundenen und in jenen Gegenden bisher noch unbekannten Schußwaffe vertieft.
„Eine merkwürdige, aber sehr gute Pistole," sagte der Priester. „Da ich nun weiß, wie sie geladen wird, will ich gleich ein paar Kugeln in die Kammern bringen und die Zündhütchen aussetzen. Man kann nicht wissen, ob daS schlechte Wetter nicht wieder ein paar Wölfe ins Dors getrieben hat, denen ich dann begegne, wenn ich nach Hause gehe. Aber heute sollen sie mir nur kommen!"
Damit machte er sich daran und lud unter Hermann- Aussicht erst zwei Kammern und schließlich alle sechs.
Man war soeben mit dieser Arbeit fertig, als von draußen an die Thür geklopft wurde. August Hermann stand auf und öffnete.
„Wer ist's?" fragte er. „Was, Du, Iwan Iwanowitsch?" ries er unwillig, als der Lichtschein von der unter der Zimmerdecke hängenden Lampe auf das Gesicht des verschneiten Ankömmlings fiel. „Was willst Du hier?"
„Ich suche den Popen," antwortete Iwan Iwanowitsch finster, ohne über die Schwelle zu treten.
„Ich bin hier," sagte der Priester .ausstehend und sich der Thüre nähernd. „Was solls?"
„So komm herein," brummte Hermann, indem er zur Seite trat, um Raum zu geben. Iwan folgte der Aufforderung. Er war ein hochgewachsener, schwarzhaariger junger Russe, ungefähr ebenso alt wie Hermann. Ein mür? rischer,! verdrossener Ausdruck lag auf seinem Gesicht, das sonst nicht unschön zu nennen war.
„Womit kann ich Dir dienstlich sein?" fragte Vater Alexei, der sich wieder auf seinen Stuhl niedergelassen hatte, während Hermann sich stehend gegen den Tisch lehnte und den Russen mit unverhohlenem Aerger und Mißfallen musterte.
(Fortsetzung folgt.)
Vater Alexei, -er Pope.
Eine russische Geschichte von Friedrich Meister.
(Nachdruck verboten.)
I.
Den ganzen Tag war ein dichtes, wirbelndes Schneegestöber gewesen, am Abend aber hatte es ausgehört, insoweit wenigstens, als der graue Januarhimmel keine Flocken mehr herabschüttete- der Wind jedoch stürmte nach wie vor und trieb den gefallenen Schnee in flatternden Wolken über die Felder und durch das Dors. Er heulte um die Ecken von August Hermanns Hause und ließ nur an der Vorderseite desselben ein geschütztes, dreieckiges Plätzchen, wo die Schneedecke ruhig und ungestört liegen blieb. Jemand, der aus der Thüre getreten wäre und sich nach rechts gewendet hätte, wäre sofort vom Schneewirbel gefaßt und umhüllt worden, ohne auf dem gefrorenen, gefegten Lehmboden eine Fußspur zu hinterlassen- ging er aber nach links, dann mußten aus dem geschützten Schneefleck seine Spuren noch stundenlang sichtbar bleiben.
Der Abend war finster und grimmig kalt, innerhalb des niederen Hauses aber herrschten Licht und Wärme. August Hermann war kein Russe, sondern ein Deutscher, und hatte als solcher sein Heim so traulich und behaglich als möglich eingerichtet. Daffelbe bestand ans einem vorderen und einem hinteren Raume, während im Allgemeinen die russischen Bauernhäuser sonst nur einen einzigen Raum enthalten. Rechts an der Wand stand der umfangreiche, niedrige Kachelofen, an der linken Wand hatte der große eichene Tisch, das Hauptstück der Wirthschaft, seinen Platz. Unweit des Ofens, in der Wand, die dem Hauseingang gegenüberlag, war die in das zweite Gemach führende Thür- wenn man dieselbe weit öffnete, so berührte sie den Ofen und bildete mit demselben
einen Winkel, in welchem Hermann seine Stöcke und sein Gewehr stehen hatte.
Am Tische, den Rücken dem Ösen zugekehrt, saß an jenem kalten Januarabend Vater Alexei, der Pope des kleinen Dorfes. Aus der anderen Seite des Tisches stand der Hausherr, ein junger, frisch blickender Mann mit blondem Bart. Derselbe hatte vor anderthalb Jahren eine hübsche junge Russin heimgesührt und das zufriedene Glück, welches von seinen ehrlichen, männlichen Zügen strahlte, hatte seinen Grund in der Vaterschaft, deren er sich seit einigen Tagen erfreuen konnte.
„Erinnerst Du Dich noch, Väterchen," sagte er zu dem Priester, „wie Dir im vorigen Winter die Wölfe bis in Dein Gehöft kamen?" , ,
Er legte bei diesen Worten die Hand aus ein kleines Packet, welches vor ihm aus dem Tische lag.
„O ja," antwortete der Pope, „ich erinnere mich.
„Nun, siehst Du, da habe ich gedacht, daß Dir eme Pistole nicht unwillkommen sein würde, und habe Dir eine aus Kiew mitgebracht und zwar gleich eine mit sechs Läusen.'
„Eine Pistole mit sechs Läufen?" sagte der Priester mit ungläubigem Lächeln.
„Mit sechs Läusen," erwiderte der junge Mann wichtig. Er wickelte das Packet aus und nahm einen blitzblanken Revolver heraus.
„Da schau her," sagte er.
Der Priester nahm die Waffe in die Hand und betrachtete sie sorgfältig.
„Ich danke Dir, August Hermann," sagte er endlich. Dann zeigte sich ein humoristisches Zucken aus seinem runzeligen Antlitz. „Meine alte Anfissa wird sich vor dem Dinge elend fürchten," nickte er.
August Hermann lachte zustimmend.
„Und hier ist der Ladestock," fuhr er fort. „Ich will Dir nun zeigen, wie man mit dem Dinge umgeht."
Er zog einen der schweren Holzstühle herbei, ließ sich
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