Petersburg, 24. November. Eine Privatmeldung aus Orel besagt: Bei der Entgleisung des Eisenbahntrains aus der Briicke über den Oltuchafluß stürzten die vier letzten Waggons des Zuges in den cisbedeckten Fluß, wobei zwanzig Passagiere und drei Fuhrbeamte getödtet und zehn Personen schwer verwundet wurden. Die verunglückten Waggons waren solche dritter Klaffe.
Newyork, 24. November. Nach einer Reuter-Meldung aus Buenos Ayres ries der Rücktritt Fonsecas in Rio Grande do Sul allgemeine Genugthuung hervor. Der dortige Aufstand könne als beendigt gelten. Die Insurgenten- chess entließen ihre Truppen und der Hafen von Rio Grande ist dem Verkehr wieder geöffnet.
Newyork, 24. November. Die durch den Orkan gestörten Verbindungen mit Washington und Baltimore sind wieder hergestellt. Der Schaden in Washington wird auf viele Millionen geschätzt, die Anzahl der Getödteten ist noch nicht festgestellt. Auch in Baltimore ist großer Schaden verursacht worden. In Newyork herrscht gegenwärtig großer Wassermangel. Regenmasscn sprengten die Brooklyner Wasserleitung, zahlreiche Werkstätten mit Dampfbetrieb haben deßhalb die Arbeit eingestellt, viele tausend Arbeiter sind brodlos. Auch der Auszug auf der Broklyner Brücke, sowie die Hochbahnen sind außer Betrieb.
Kairo, 24. November. Reuter-Meldung. Das Budget für 1892 weist voraussichtlich einen Ueberschuß von mehr als 500,000 egyptischen Pfund aus.
Depeschen des „Bureau Herold".
Berlin, 24. November. Der Entwurf des Kirchen- -ge setz es, betreffend Aufhebung der Stolgebühren bewilligt der evangelischen Landeskirche in den älteren Provinzen dafür staatlicherseits eine jährliche, feste Rente von l2/4 Million.
Berlin, 24. November. Der „Reichs'Anzeiger" veröffentlicht die Erhebungen über die diesjährige Ernte. Danach betrug der Ertrag (in 1000 kg) in Hessen-Nassau: 1,497,443 Roggen für 1891 gegen 1,437,553 im Jahre 1890; 789,937 Weizen gegen 845,460. In Rheinland 1,960,196 Roggen gegen 3,193,326; 1,426,787 Weizen gegen 1,882,550. Im ganzen Reich 63,028,638 Roggen gegen 58,679,307; 33,477,140 Weizen gegen 32,986,111.
Berlin, 25. November. Nach dem „Berliner Tagebl." j bestimmt der Schulreformplan für Gymnasien, dessen Veröffentlichung bevorsteht, den Beginn des lateinischen Unterrichts erst für die Tertia, den des griechischen für die Secunda. Auf den unteren Klaffen werden mehr neuere Sprachen gelehrt.
Berlin, 25. November. Die „Pol. Corresp." meldet aus Petersburg, der Zar habe aus seinem Apanagevermögen 50 Millionen Rubel zur Unterstützung der Noth- leidenden zur Verfügung gestellt.
Bremerhaven, 24. November. Die von Preußen und Bremen eingesetzte Commission zur Verhandlung wegen der Gebietsabtretung Preußens zur Vergrößerung des Hafens hat heute ihre Arbeiten begonnen. Preußen hat zwölf Vertreter, darunter auch Angehörige der Marine, Bremen ist durch fünf Senatoren vertreten.
London, 24. November. Nach einer „Daily Chronicle"- Meldung aus Tientsin brannten bewaffnete Banden in Nord-China die belgischeMissionsstation in Takon Sanchi nieder. Ueber 100 Christen wurden getödtet. Es ist noch unbekannt, wie viel Europäer sich unter den Ge- lödteten befinden.
Rom, 24. November. Währens eines Sturmes wurde ein französischer Luftballon nach Avroscia verschlagen. Derselbe wurde vermuthlich zu photographischen Aufnahmen der Grenzsestungen benutzt.
Oldenburg, $5. November. Heute Nacht 12 Uhr, zwei Stunden nach Schluß der Vorstellung, brach im Großherzoglichen Theater Feuer aus. Das Gebäude ist vollständig niedergebrannt. Kein Menschenverlust.
totales unö provinzielles.
Gießen, 25. November 1891.
— Samstag den 28. d. Mts., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungsgebäude zu Gießen eine öffent« liche Sitzung des Kreisausschuffes statt, in welcher nachstehende Gegenstände zur Verhandlung gelangen:
1. Gesuch des Johannes Schmidt IV. zu Gießen um Erlaubniß zum Betriebe einer Schankwirthschast;
2. Gesuch des Nathan Steinhauer in Hungen um Erlaubniß zur Anlage eines Schlachthauses.
— Neues Theater. Das nächste Lustspiel im Neuen Theater ist G. von Mosers „Hypochonder", welcher am Donnerstag den 26. November zur Ausführung kommt. Dies ausgezeichnete Lustspiel ist hier seit vielen Jahren nicht gegeben worden, weil die Besetzung der einzelnen Rollen stets Schwierigkeiten hervorrust. Wir können daher mit gerechtem Stolz auf unser kleines Theater blicken, wenn man bedenkt, daß viele Theater im Range des unserigen den „Hypochonder" der Besetzungs-Schwierigkeiten wegen nicht zur Ausführung bringen können. Auch wollen wir nicht unterlassen, darauf aufmerksam zu machen, daß nur noch sieben Vorstellungen im ersten Abonnement stattfinden, nach welchen dann die jetzigen Karten ihre Gültigkeit verlieren.
— In dem Vereinslocal der Ruder-Gesellschaft (Cafe Ebel) wird der Vorsitzende heute Mittwoch Abend 8*/2 Uhr über den Rudersport und seine Entwickelung einen Vortrag halten.
— Der erste Schnee, der längst erwartete, wenn auch nicht allgemein erwünschte, hat sich in vergangener Nacht hier eingestellt. Heute Morgen zeigten die Felder und Dächer das winterliche Weiß, welches jedoch im Laufe des Vormittags wieder verschwand. ^Die schneelose Zeit hat diesmal
nur 191 Tage gedauert, denn der letzte Schnee des vergangenen Winters fiel am 1. Pfingstseiertage.
— Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 21. November 1891 geruht: den Oeconomen bei dem Landeszuchthause zu Marienschloß Heinrich Spaar und den Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramte Mainz, Carl Wesp — zu Diftrictseinnehmern der Districtseinneh- mereien Alsfeld bezw. Nieder-Jngelheim zu ernennen.
— Dienstversetzung. Der Districtseinnehmer der Districts- einnehmerei Nieder-Jngelheim, Jakob Stuckert, wurde in gleicher Diensteigenschaft an die Districtseinnehmerei Schlitz, der Districtseinnehmer der Districtseinnehmerei Alsfeld, Wilhelm Bastert, an die Districtseinnehmerei Offenbach II versetzt.
— Patente und Gebrauchsmuster von im Großherzog- thum Hessen lebenden Erfindern. Patent-Anmeldungen. Klebmittel aus Carragheen-Schleim, Ignatz Besele in Worms, 17. Juli 1891. Schutzvorrichtung zum Gebrauch beim Fensterputzen, Curd Nube und Theodor Koch in Offenbach a. M., 11. August 1891. Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Celluloid-Röhren, Offenbacher Celluloid-Fabrik, Schreiner u. Sievers in Offenbach a. M., 1. Juli 1891. Walzwerk zur Herstellung durchbrochenen Gitterwerks aus Bleiplatten oder dünnen Blechen, Hermann Schurig in Offenbach a. M., 27. Juli 1891. Resonanzboden für Claviere, Adam Storck, Lehrer i. P. in Groß-Umstadt, 10. Febr. 1891. Patent - Ertheil ungen. Gährspund, V. Schenk in Worms, vom 1. April 1891 ab. Stoßverbindung für einköpfige Schienen, K. W. Koeler in Mainz, vom 17. April 1891 ab. Ausrück- und Bremshülse bei Klauenkupplungen, Hüttenwerk, Eisengießerei und Maschinenfabrik Michelstadt in Michelstadt, vom 29. November 1890 ab. Gebrauchsmuster, Eintragungen. Neuerungen an Taschenbügel- Verschlüssen, Huppe u. Bender in Offenbach a. M., 15. October 1891. Farbenmühle mit Hartporzellan - Mahlscheiben und selbstthätiger Erneuerung der Mahlbahn - Strenzen nebst Wafferkühlmantel, MayH u. Schieferdecker in Worms, 6. Oc- tober 1891.
— Von einer großen Anzahl von Inhabern des Eisernen Kreuzes von 1870/71 ist dem Reichstage eine Petition nebst Begründung zugegangen, dahin gehend, den Inhabern des Eisernen Kreuzes von 1870/71 vom Feldwebel aufwärts eine Ehrenzulage, un£> zwar den Inhabern des Eisernen Kreuzes 1. Klasse eine solche von jährlich 450 Mk., denjenigen 2. Klasse eine'solche von jährlich 150 Mk. zu gewähren und die erforderlichen Mittel hierzu in den Reichshaushaltsetat einstellen zu wollen.
Grünberg, 23. November. Die heute Nachmittag im „Englischen Hof" dahier obgehaltene Generalversammlung des landwirthschaftlichenBezirksvereinsGießen war sehr stark besucht; namentlich hatten sich viele Bürgermeister und Landwirthe aus den umliegenden Ortschaften eingefunden. Da der Dnector des Vereins, Herr Regierungsrath Jost, am Erscheinen verhindert war, führte Herr Gutsbesitzer S ch l e n k e vom Hardthof bei Gießen den Vorsitz. Nach einigen einleitenden Worten des Vorsitzenden referirte Herr Landwirthschaftslehrer Leithiger von Alsfeld über „die rationelle Bewirtschaftung des Bauerngutes". Sodann sprach Herr Kreisthierarzt Gerhard von Grünberg über Rindviehzucht, insbesondere die Bullenhaltung. Beide Redner erledigten sich mit Geschick ihrer Ausgabe und gaben in ihren anschaulichen Vorträgen den Anwesenden viele practische Winke und Rathschläge. Wegen der vorgerückten Zeit mußte von einer längeren Discussion Abstand genommen werden. (D. Ztg.)
Grünberg, 23. November. Schon vor einigen Jahren mußte auf dem eine Stunde von hier entfernten Hessen« brücker Braunkohlenbergwerke der Betrieb eingestellt werden, da die Lager vollständig abgebaut zu sein schienen. Es wurde dies allgemein bedauert, zumal die Hessenbrücker Braunkohlen bei ihrer vorzüglichen Qualität sich als Brennmaterial überall großer Beliebtheit erfreuten. Nach längerem vergeblichen Suchen hat man nun etwas weiter westlich von den seitherigen Gruben in der Nähe von Münster Ersatz gefunden. Noch im vorigen Herbste begann man mit den nöthigen Vorarbeiten und wurden anfangs Kohlen von geringerer Güte zu Tage gefördert. Im Laufe dieses Jahres wurde rüstig weiter gearbeitet, so daß sich der Betrieb nunmehr reichlich lohnt. Die Ausbeute ist nämlich, was sowohl die Güte als auch die Menge der Kohlen betrifft, eine vorzügliche, und infolge dessen ist die Nachfrage nach denselben sehr bedeutend. Ist doch bei der jetzt herrschenden verhältnißmäßig sehr gelinden Witterung gerade die Braunkohle ein sehr geeignetes und billiges Brennmaterial.
Lorsch, 23. November. Aus der benachbarten „Lampertheimer Hütte" wurde in letzter Woche ein fünfjähriges Bübchen aufgefunden, dessen einzige Begleiterschaft in einem Mannsstiefel bestand. Nachdem sich der Knabe erholt hatte, erzählte er, am vorhergegangenen Abend nut dem Stiefel von seinen in Heddersheim wohnenden Eltern zu einem dortigen Schuster geschickt worden zu sein. Das Kmd hatte sich verirrt und langte nach mehrstündiger Wanderung aus der Hütte an. Die besorgten Eltern, Fabrikarbeitersleute, holten später den Knaben nach der Heimath ab.
Mainz, 20. November. Der hiesige Verein für Geflügel-nndVogelzucht veranstaltet in der Zeit vom 19. bis 22. März 1892 eine große allgemeine Ausstellung vott Geflügel, Zier- und Singvögeln, sowie Geräthen in der hiesigen Stadthalle. Die letztere ist bekanntlich der größte Versammlungssaal in ganz Deutschland und nach früheren Erfahrungen vortrefflich geeignet, den Rahmen für eine Geflügel- und Vogel-Ausstellurg abzugeben. Alle Räume der Stadthalle sind für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt und werden in geschmackvoller, zweckentsprechender Weise mit Tannenwänden, Pflanzengruppen, Weiher und
Springbrunnen u. s. w. decorirt. Der Verein verfügt über ein vortreffliches Ausstellungs- (Käfig- re.) Material, für Fasanen und sonstiges Ziergeflügel werden große Volieren erbaut, auf in- und ausländische Sing- und Ziervögel wird bei dieser Ausstellung besondere Rücksicht genommen. Die letztere Abtheilung, für deren Arrangement Herr Dr Carl Ruß seinen sachverständigen Rath in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt hat, erhält in den an den Hauptsaal anschließenden Foyers der Stadthalle helle, ausgedehnte Räume und wird auch reichhaltiger, wie bei den bisherigen Ausstellungen, mit Preisen bedacht sein. Auch für land- wirthschastliches Nutzgeflügel sind besondere Klaffen vorgesehen. Ueberhaupt werden den Preisrichtern viele Ehren- und Geldpreise zur Verfügung gestellt; das Stand- und Futtergeld wird ganz für die Prämiirung verwendet. Mit der Ausstellung wird eine Verloosung verbunden; 15000 Loose kommen zur Ausgabe. Bei der günstigen Lage von Mainz und dem großen Erfolg, welchen alle bisherigen Ausstellungen des Vereins in Bezug auf Besuch,* Umsatz und Looseabsatz hatten, dürste auch die nächste Ausstellung eine ebenso interessante, wie lohnende werden.
Vermischtes.
* Bamberg, 23. November. Auf der Kanzel gestorben ist am vergangenen Sonntag in Hirschhaid (bei Bamberg) der Pfarrer Frey. Nachdem derselbe eine halbe Stunde lang gepredigt, trat er plötzlich zur Seite und brach lautlos zusammen. Einige Männer eilten auf die Kanzel, ihre Hilfe kam aber zu spät; sie fanden einen Sterbenden. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht.
Wöchentliche Aeberficht der Todesfälle in Gießen.
46. Woche. Vom 15. November bis 21. November 1891. Einwohnerzahl: 20611 (tnd. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 12,62 %o bezw. 5,04 nach Ausschl. der Ortsfremden.
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: 2.—Ib.Jahr:
Gehirnschlag 1 1 - —
Andere bekannte
Krankheiten 4 (3) 4 (3) — —
Summa: 5 (3) 5 (3) - -
Anm. Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde.
Donnerstag den 26. November, Abends 6 Uhr, in der Kirche: Miffionsftunde über „Botschabelo, eine Stätte christlicher Gesittung in Südostafrika. Pfarrer Schlosser.
Citeratur «nv KuitfL
— In keinem gewerblichen Betrieb hat sich in den letzten Jahren die Erkenntnitz von der Nothwendiakeit steter Fortbildung io entschieden Bahn gebrochen, als bei der Landwirthschaft. Dafür sprechen erfreulicher Weise nicht nur die vielen, in jüngster Zeit neu ins Leben gerufenen landwirthschaftllchen Fortbildungs-Schulm, sondern auch das anerkennenswerthe Bestreben der Fachblätter, die für den landwirthschastlichen Betrieb wichtigsten Kenntnisse und- Fragen durch leichtoeiständliche und planmäßige Darstellung zum Gemeingut Aller — also auch der kleinen Landwirthe — zu machen. Zu den literarischen Erzeugnissen dieser Art zählt auch der seit 1877 in Frankfurt a. M. berausgegebene Mittelrheinische DerbanbA» Kalender für Landwirthe, welcher es sich sei: Beginn feines Erscheinens zur besonderen Aufgabe gemacht bat, neben der Ver-- breitung einer angemessenen Buchführung für kleinbäuerliche Betriebe, durch zeitgemäße Aufsätze belehrend und anregend zu wirken unb- über alle, den Landwirthschaftsbettieb angehenden, wichtigen Fragen leichtfaßliche und gediegene Antworten aus bewährten Federn zu bringen. Ehrenvolle Anerkennungen von Staatsbehörden sowie bedeutenden Fachmännern und wiederholte Auszeichnungen auf landwirthschaftlichen Ausstellungen beweisen, wie der Kalender den practischen Bedürfnissen des Landmannes entgegenkommt und feine Aufgabe zu erfüllen weiß. Der 1892er Jahrgang des Mittelrheiniscken Verbands-Kalenders (9000 Auflage) ist soeben erschienen und im Buchhandel für 1 Mk. zu beziehen.
Verkehr, £anb* und Volkswirthschafl.
— Die Versicherungs-Gesellschaft .Neptun" in Frankfurt a. Ml cullivirt bekanntlich zwei neue Versicherungsbranchen, welche namentlich für die Hausbesitzer von großem Interesse sind. Einerseits versichert die Gesellschaft gegen Wasserleitungsschäden aller Art, andererseits schützt sie die Hausbesitzer gegen alle civilrechtlichen Haftverbindlichkeiten wegen Körperverletzungen und — oder— Sachbeschädigungen, welche denselben nach Maßgabe der retchs- oder landesgesehlichen Bestimmungen obliegen. Die Versicherung gegen Wasserleitungsschäden hat sich rasch eingebürgert, da sie thatsächlich einem dringend gefühlten Bedürfnisse Abhilfe gewährt, und wer den letzten strengen Winter mit seinen zahlreichen Rohrbrüchen und massenhaften Wasserschäden nock im Gedächtniß Hai, wird sicher nicht versäumen, bei Beginn dieses Winters sich gegen derartige (Kalamitäten durch die Versicherung bei dem „Neptun" — der einzigen Gesellschaft in dieser Branche — rechtzeitig sicher- juftenar empfiehlt sich eine Versicherung der Haus
besitzer gegen die sie beständig bedrohenden Haftpflicht gefahren. Es ist bekannt, daß heutzutage, infolge btr aus der neueren socialpolitischen Gesetzgebung resultirenden Rechtsprechung, der Hausbesitzer auf Schadenersatz in Anspruch genommen wird, wenn irgend eine Person eine Körperverletzung erleidet, z. B. wegen mangelhafter oder nicht rechtzeitiger Beleuchtung der Treppen und Hausflure, wegen unterlaßener oder ungenügender Bestreuung des Trottoirs bei Glatteis, wegen nicht genügend verwahrter oder defecter Kelleröffnungen, wegen schadhafter Treppen oder Treppengeländer, wegen Gasexplosionen und Ueberschwemmungen, wegen HerabfallenS von Stucklheilen von den Decken, von Dachziegeln ober Schnee und Eis, von Fahnenstangen, Fensterläden, Blumentöpfen rc. rc. Gegen alle diese Zufälligkeiten, welche Niemand voraussehen, noch in allen Fallen verhindern kann, bietet lediglich die Versicherung einen zuverlässigen Schutz, umsomehr, als die Haftpflicht der Hausbesitzer nicht auf dritte Personen — Vicewirthe, Portiers ober Miether — abgewälzt werden kann.
Als prelswerthctz, practtscheS Weihnachtsgeschenk empfehle ich: Rohseid. Bastroben (ganz Seide) Mk. 16*80 per Robe, sowie Mk 22.80,28.—, 34. , 42.—, 47.50nabelfertig
Muster von schwarzen, farbigen u. weißen Seidenstoffen von 65 Pfg. an umgehend, ©eibenfabrif. 2)6pöt Henneberg
(K. u. St Hoflies) Zürich. Doppeltes Briefporto nach der i Schweiz. 10379


