Ausgabe 
26.4.1891 Erstes Blatt
 
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Abgg. Adt (natl.), Frhr. v. Vuol (Ctr.), Goldschmidt (dfr.), Hultz s ch (conf.) und Merbach (Rp) beantragen Streichung des In der Commission aufgenommenen $ 8», wonach jeder geschützte Gegen- ftand den StempelGesetzlich geschützt" tragen soll.

S 8a wird gestrichen.

Zu 8 13 beantragt Abg. Schmidt-Elberfeld (dfr.) einen Zusatz, der schärfer zum Ausdruck bringen soll, daß Ausländer An­spruch auf den Schutz nur soweit haben, als in den betr. Ländern deutsche Producte geschützt werden. Der Antrag wird indeß zurück­gezogen, nachdem Seitens der Regierung eine Novelle zum Muster­schutzgesetz in Aussicht gestellt worden.

Der Rest des Gesetzentwurfs wird debattelos angenommen.

Es folgen Wahlprüfungen.

Die Wahl des Abg. Grumbt (Rp.) wird beanstandet. Die Wahlen der Abgg. v. Janta-Polczynski (Pole), Dr. Pteschel (natl.) und Hastedt (natl.) werden für gültig erklärt, doch sollen Erhebungen über in den Wahlprotesten behauptete Unregelmäßigkeiten ftattfinden. Für gültig erklärt werden sodann die Wahlen der Abgg. Stötze! (Ctr.), Pfähler (natl.), Graf v. Schlteffen-Schwandt (conf), Ackermann scons ), Pickenbach (Antisemit) und Frhr. v. Münch (wilddem.) Die Be­schlußfassung über die Wahlen der Abgg. Frhr. v. Stumm (Rp.), Graf v. Arnim (Rp.), Adt (natl.) und v. Colmar (conf.) wird aus­gesetzt und Erhebungen verlangt. Für gültig erklärt werden endlich noch die Wahlen der Abgg. Dr. v. Bennigsen (natl.) und o. Helldorff (cons.), doch sollen Erhebungen über gewisse Punkte der Wahlproteste ftattfinden.

Morgen 1 Uhr: Anträge und Petitionen.

Nerreste Nachrichten.

Wolfis telegraphisches Correfpondmz-Bureau.

Berlin, 24. April. Das Herrenhaus begann heule die erste Berathung des Einkommensteuergesetzes und trat so­fort in die Specialdebatte ein. Die Paragraphen 1 bis 6 wurden unverändert angenommen. Bei § 7 erklärt Finanz­minister Miquel, er wolle die Communen nicht binden, an der Form der Besteuerung und an der Grund- und Gebäude­steuer festzuhalten. Hierauf wurde der § 7 angenommen, ebenso wie die Paragraphen 8 bis !O unverändert. Bei £ 17 ((Steuertarif) erklärt Finanzminister Miquel, man solle hier keine principiellen Gegensätze zwischen beiden Häusern construiren, wodurch einem so großen Reformwerk nebensäch­liche Schwierigkeiten bereitet würden. Die Regierung lege keinen besonderen Werth darauf, wie die Frage entschieden werde. Nach längerer Debatte wird der Antrag der Com­mission mit 100 gegen 56 Stimmen angenommen. Nächste Sitzung morgen.

Berlin, 24. April. Abgeordnetenhaus. Die Land­gemeindeordnung wurde in namentlicher Abstimmung mit 327 gegen 23 Stimmen angenommen. Bezüglich des Ent­wurfs einer Städteordnung für den Regierungsbezirk Wies­baden war in erster Berathung beschlossen worden, die zweite Lesung im Plenum ftattfinden zu lassen. Der Gesetz­entwurf, welcher die Veränderung der Grenzen einiger Kreise betrifft, wurde in erster und zweiter Berathung an­genommen. Ebenso wurde der Gesetzentwurf betreffend die Ergänzung der evangelischen Kirchenverfassung in den acht älteren Provinzen in erster und zweiter Berathung angenommen. Das Gleiche gilt vom Gesetzentwurf betreffend die Willens­erklärung der Presbyterien in Rheinland und Westfalen. Hierauf folgte die erste Berathung der Rentengütervorlage, bet welcher Landwirthschaftsminister von Heyden die Hoffnung auf baldiges Zustandekommen des Gesetzes aussprach. Die Weiterberathung dieser Vorlage wurde nebst Berathung kleinerer Vorlagen auf morgen vertagt.

Berlin, 24. April. Wie verlautet, ist die Reichsregierung principiell für die Beschickung der Weitaus st ellung in Chicago und es soll dem Bundesrathe demnächst eine darauf bezügliche Creditsorderung zugehen.

Essen, 24. April. Heute Nachmittag hat sich, derRhein.- Westf. Ztg." zufolge, die Zahl der Aus ständisch en auf den strikenden Zechen durchweg vermehrt. Auf den meisten Zechen ist nur V20 der Belegschaften der Nachmittagsschicht augefahren. Auch die Bergarbeiter der ZecheHolland" striken insgesammt (1400 Mann). Die Gesammtzahl der Strikendcn überhaupt beträgt 12,000. Die meisten Zechen mahnten die Arbeiter unter Androhung der Entlassung in kürzester Zen die Arbeit wieder aufzunehmen. Krupp und der Bochumer Verein haben hierfür eine Frist bis zum 27. April festgesetzt. Krupp gewährt die Wiederaufnahme der Striketheilhaber von 1889 und 1890 nur bis Montag.

Essen, 24. April. Krupp erließ derRh.-Westf. Ztg." zufolge an die Belegschaften der ZecheHannover" folgende Bekanntmachung:

Die Arbeiter der ZecheHannover 2", welche heute unter Contractbrnch die Arbeit eingestellt haben, werden auf­gefordert, dieselbe spätestens Montag den 27. April wieder aufzunehmen. Die Arbeiter, welche der Aufforderung nicht nachkommen, gelten als aus der Arbeit entlassen und werden ans den Listen der Belegschaft gestrichen. Denselben werden, soweit sie Wohnungen in meinen Häusern haben, die Wohn­ungen gekündigt werden. Die Arbeiter, welche am Strike 1889 und 1890 theilgenommen und am 27. April zur Arbeit nicht zurückkehren, haben auf Wiederaufnahme zur Arbeit unter keinen Umständen zu rechnen. Betreffs der übrigen Arbeiter, welche am 27. April nicht zurückkehren, werde ich nach Ablauf von vier Wochen Entscheidung treffen, ob und wer zur Arbeit wieder zuzulassen ist. Vor Ablauf dieser vier Wochen wird die Verwaltung der ZecheHannover" An­meldungen von Arbeitern zur Annahme oder Wiederannahme der Arbeit überhaupt nicht entgegennehmen.

Dresden, 24. April. Die Polizeidirection verbot den für den 3. Mai von den Socialdemokraten geplanten großen Umzug.

Hamburg, 24. April. Ein Berliner Telegramm des Hamburgischen Correspondenten" meldet aus sicherer Quelle, in Berliner politischen Streifen sei von einer Verzögerung der Al iendung des deutschen Geschwaders nach Chile nichts bekannt, vielmehr werde vom Auswärtigen Amte aus schleu­nigste Ankunft des Geschwaders in Chile nach wie vor großer Werth gelegt

Straßburg, 24. April. Die 18. Session des Landes- ausschusses wurde heute durch den Staatssecretär Putt-

kamer im Auftrage des Kaiserlichen Statthalters geschlossen, nachdem alle Vorlagen erledigt worden sind.

Wien, 24. April. Die Statthalterei von Niederösterreich macht bekannt, daß Ar beitseinstell ung am 1. Mai als einem gewöhnlichen Werktage wegen des Vertragsverhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeiter unzulässig sei- Contract- brüchige hätten strenge Bestrafung, ebent. ihre Entlassung zu gewärtigen. Dasselbe gilt für Staatsbetriebe. Die Arbeiter werden daher vor eigenmächtiger Arbeitseinstellung und vor Ausschreitungen gewarnt, welche streng bestraft würden. Demonstrative öffentliche Auszüge würden nicht gestattet - etwaigen Ruhestörungen werde mit allen Machtmitteln ent­gegengetreten werden.

Pest, 24. April. Der Abgeordnete Graf Emanuel Andrassy ist gestorben.

Paris, 24. April. Zwischen dem Commandanten des siebenten Corps Negrier und einem gewissen Gaston Legrand fand gestern in Folge eines heftigen Wortwechsels imTheatre franyais" ein Degenduell statt - Beide wurden leicht verletzt.

Ajaccio, 24. April. Admiral Duperre veranstaltete gestern an Bord des PanzerschiffesFormidable" ein Diner, welchem der Commandant des russischen KreuzersAdmiral Kornilow", Alexiew, beiwohnte. Duperre brachte einen Toast auf Rußland und die russische Marine aus - Alexiew toastete auf Frankreich und die französische Flotte. Groß­fürst Georg beabsichtigt seinen Aufenthalt in Vizzano zu verlängern, da das Klima seiner Gesundheit zuträglich ist.

Rom, 24. April. Ein bei der gestrigen Pulver­explosion Verwundeter ist vergangene Nacht gestorben. Der sehr schwer verwundete Geniecapitän Spaecamela schwebt in Lebensgefahr.

Bukarest, 24. April. Bei den Kammerwahlen im dritten Wahlcolleg wurden 30 Regierungscandidaten und 5 Oppositionelle gewählt. Eine Stichwahl ist erforderlich und die Ergebnisse auS zwei Bezirken sind noch nicht bekannt.

Berlin, 25. April. Infolge des Ablebens des Grafen v. Moltke kehrt der Kaiser heute Nachmittag hierher zurück. Die Kaiserin war Vormittags 93/t Uhr im Generalstabs­gebäude und legte einen prachtvollen Rosenkranz am Todten- bett nieder. Ueber die letzten Augenblicke Moltkes wird berichtet, daß derselbe nach dem Abendessen fich auf dem Klavier vor­spielen ließ, darauf au einer Whistpartie theilnahm, während welcher er wegen Unwohlseins das Zimmer verließ. Die Verwandten gingen nach und fanden Moltke sehr schwach, führten ihn in's Schlafzimmer, wo er bald verschied.

Locales nnS provinzielles.

Gießen, 25. April.

Orgelconcerte. In den Karpathenländern des nörd­lichen Ungarns leben 3 Millionen Slovaken, welche zur Zeit der Reformation die Lehre Luthers annahmen. Wegen der mancherlei Unbillen, welchen diese Lutheraner ausgesetzt waren, haben von ihnen bis auf den heutigen Tag nur ungefähr 500 000 ihren Glauben hindurchgerettet. Und diese Gemeinde­glieder, die nicht zusammenwohnen, sondern über weite Strecken Ungarns hin zerstreut wohnen, sind zum größten Theil arme Bauern und Handwerker. In der kleinsten dieser Gemeinden ist seit Februar 1889 ein junger Geist­licher, Bazlik mit Namen, berufen, welcher mit dem Unter­zeichneten in Erlangen und Rostock zusammen studierte- er erhielt in seinen Studienjahren reichliche Unterstützung aus dem mecklenburgischen Gotteskasten. Dieser junge Geistliche hat mit seltener Glaubensfreudigkeit und opfermuthiger Hin­gabe es unternommen, die dem Untergang nahe Gemeinde zu Nemes-Kosztolany zu erretten. Und es sind wahrlich schlimme Zustände, die dieser Hirte in der Gemeinde bei seinem Amts­antritt antraf. Die Kirche war in so schlechtem baulichem Zustande, so daß kaum noch Gottesdienst in derselben gehalten werden konnte. Noch schlimmer sah cs mit dem Pfarrhaus und dem Schulhause ans, die beide zusammen zu stürzen drohten. Sein Vorgänger im Amt hatte lange Jahre krank darniedergelegen und hatte in den letzten Jahren sein Leben nur kümmerlich fristen können. Da die Gemeinde sehr arm ist, so kann sie ihrem neuen Geistlichen nur 500 Mk. Gehalt geben, und diese 500 Mk. werden zum Theil noch in Na­turalien ausgezahlt. Unter solchen Umständen gehört doch unendlich viel Geduld und Glaubensfreudigkeit dazu, auf diesem Posten anszuharren. Da die Gemeinde aus eigenen Mitteln sich nicht aufhelfen kann, so wandte sich ihr Hirte in der Noth an seine früheren Studiengenoffen, an die Ver­waltungen verschiedener deutscher Gotteskästen 2c. Und alle diese haben gerne das Ihre gethan, was sie für ihren be­drängten Freund thnn konnten. Damit nun der Ausbau in den Gemeindehäusern beginnen kann, ist eine ansehnliche Summe nöthig, die noch nicht ganz aufgebracht ist. Immer­hin hat man aber doch schon bei der Kirche anfangen können. Für den Bau des Pfarrhauses, wie auch für das Schulhans genügen die zusammengcbrachten Gaben noch nicht. Da hat denn der Unterzeichnete beschlossen, wie früher, so auch jetzt für den ungarischen Freund zu thun, was in seinen Kräften steht. Es sott dem Pfarrer Bazlik deßhalb die etwaige Nettociunahme von einer Reihe zu veranstaltender Orgelconcerte überwiesen werden. Die Programme dieser Concerte (sechs an der Zahl) sollen chronologisch geordnet werden, damir Freunde des Orgelspiels aus jenen Cvncerten eine Uebersicht über die allmühlige Fortentwickelung der Orgelcompositionen gewinnen können. Da aber reine Orgel- concerte bei Vielen nicht gerade beliebt sind, so ist Sorge getragen worden, durch Vocalsacheu, sowie Violincompositionen, die zeitlich in den Nahmen jener Concerte hineingehören, die Programme zu vervollständigen und das Auhören jener Con- certe auch dem wenig musikalisch Gebildeten angenehm zu machen. Auch die Militärcapelle unter Direction des Herrn Musikdirector Kr auße wird in einigen Concerten Mitwirken. Das Programm dieser Concerte ist folgendermaßen ein-

getheilt: 1. Compositionen von Frescobald bis Haendel, 2. Bachconcert, 3. Bachs Epigonen bis auf Mendelssohn, 4. Kühmstedt bis Herzog, 5. Merkel und Rheinberger, 6. das ausländische Orgelspiel mit dänischen, italienischen, schwedischen und französischen Compositionen. Den Schluß wird die epochemachende Orgelsinfonie mit Orchester von Guilmant machen. Die Programme dieser Concerte werden zum Verständniß kritisch-analytische Bemerkungen über die Com­positionen enthalten. Ausführliche Programme siehe heutige Annonce.

Dr. L. S10 llbr 0 ck.

-d. Schotten, 24. April.Arbeit macht das Leben süß" dürste der Wahlspruch des Nachtwächters Müller in Eschenrod sein. Selbiger hat bereits 82 Jahre hinter sich und versieht er trotzdem noch jede Nacht mit bewundernswürdiger Rüstig­keit pflichtgetreu feinen Dienst. Müller steht im 54. Dienst­jahre,. war dreimal vcrheirathet und bezieht die Allersrente. Seine letzte Ehehälfte hat zu Anfang des vorigen Winters infolge Ablebens von ihm scheiden müssen.

* Mainz, 24. April. In den Tagen des 26., 27. und 28. d. Mts. hält der Verein der deutschen Loco- motivsührer und Heizer in derStadthalle" hier seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Verein, der in der Hauptsache als Unterstützungsvereiu wirkt, erstreck: sich über ganz Deutschland. Seine Mitgliederzahl beläuft sich auf über 3000.

Verkehr, Cawfr. und vatksrvirthschafr.

Gießen, 24. April. Bei dem am 21. und 22. April ab­gehaltenen und gut befahrenen Vtehmarkte waren auf getrieben: 975 Stück Rindvieh und 1471 Schweine. Die Preise waren bei allen Viehgattungen gedrückte. Bei der am zweiten Markttage statt­gefundenen Fasselschau wurden eine Anzahl Bullen angefört Nächster Markt Dienstag den 5. und Mittwoch den 6. Mai d. I., am letzten Tage auch Krämermarkt (Himmelfahrtmarkt) und findet das Verlesen der Stände um 7 Uhr statt.

8 Bom Bogelsbevg, 22. April. Seit letzter Zeit macht sich plötzlich hier ein allgemeiner Rückgang der Preise in Schweinm und Schafen fühlbar. Das Pfund Schweinefleisch, welches seither noch für 5052 Pfg. verkauft wurde, wird jetzt von Metzgern mit 45 Pfg. eingerauft. Im vorigen Jahre sah man im Frühjahr Schafhändler aus anderen Gegenden, sogar aus Frankreich, oft hier, welche Hämmel im ganzen Vogelsberg zusammen kauften, während in diesem Frühjahr Schafe und Hämmel hier gar nicht gesucht werden, was ein Herabgehen der Preise zur Folge hatte. Leute, welche im vorigen Herbst Hämmel zusammen kauften, um dieselben den Winter über zu füttern und in diesem Frühjahr mit Gewinn zu verkaufen, haben ihre Rechnung dabei nicht gefunden. Der Rückgang der Preise ist wohl eine Flucht des noch bis jetzt hier anhaltenden Winters.

Anszng aus den Standesaintsregisterir

der Stadt Gießen.

Aufgebote.

April: 21. Joh. Wtlh. Schmucker, Schutzmann in Frankfurt am Main, mit Johannette Belz daselbst. 22. Hch. Kaletsch, Schuh­macher dahier, mit Marg. Schmidt von Lollar. 23. Carl Luch, Schreiner dahier, mit Luise Schiebelhuth dahier. 24. Wilhelm Schmidt XIII., Fabrikarbeiter dahier, mit Elisabeth Weil von Münzen- berg. 24. Peter Fackiner, Hilfsbremser bei der Main-Weser-Bahn dahier, mit Kath. Elis. Hedig zu Hersfeld. 24. Valentin Dietz, Fuhrmann dahier, mit Dorothea Lemp dahier.

Eheschließungen.

April: 22. Karl Eugen Haag, Conditor von Kaufbeuren, mit Rosa Amalie Elisabeth Ba'tz von hier. 22. August Friedrich Führer, Wagnermeister dahier, mit Margarethe Bellof von Rödgen.

Geborene.

April: 14. Dem Hilfsbremser Adam Jßley Zwillinge, ein Sohn, Karl Willy, und eine Tochter, Lma Anna. 16. Dem Tag­löhner Ludwig Kröck eine Tochter, Minna. 16. Dem Metzger und Wirth Carl Burkhardt ein Sohn. 17. Dem Locomotivführer Carl Braun eine Tochter, Anna Pauline. 18 Dem Taglohner Friedrich Dietrich ein Sohn, Rudolf Hermann Heinrich. 18. Dem Heilgehülsen und Masseur Heinrich Kraushaar ein Sohn, Carl Gustav Berthold Heinrich Justus. 22. Dem Kürschner Alfred Willmaser ein Sohn.

Gestorbene.

April: 17. Anni Else Elisabeth Bernhardt, 4 Monate alt, Tochter von Bauunternehmer Johs. Bernhardt üahier. 17. Heinrich Schneider, 16 Jahre alt, Former dahier. 19. Elisabeth Koch, 65 Jahre alt, ledig dahier. 20. Philipp Kreiling, 60 Jahre alt, Restaurateur dahier. 21. Johannes Spuck, 79 Jahre alt, Taglöhner dahier. 22. Wilhelm Brandt, 30 Jahre alt, Tapezier dahier. 22. Marie Keßler, 1 Jahr alt, Tochter von Taglohner Hch. Keßler dahier. 23. Anna Schäfer, 1 Jadr alt, Tochter von Taglöhner Emrich Schäfer dahier. 23. Carl Trauimann, 17 Jahre alt, Kupferschmied dahier.

Arrszrzg aus den Kirchenbüchern

-er Stadt Gieße«.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 22. April. Karl Eugen Haag, Condttor zu Bonn, und Rosa Amalie Elisabeth Baitz, Tochter der Obertelegraphenassistenten Karl Baitz zu Gießen.

Den 23. April. August Friedrich Führer, Wagnermeister, ein Wittwer, und Margarethe Bellof, Tochter des Ackermanns Philipp Bellof zu Rödgen.

Getaufte.

Den 19. April. Dem Hausburschen Konrad Jakob Koch eine Tochter, Lina Margarethe Katharina, geboren den 7. März.

Denselben. Dem Taglöhner Ludwig Mandler eine Tochter, Elisabeth, geboten den 16. März.

Den 22. April. Dem Gymnasiallehrer Dr. Karl Neack ein Sohn, Konrad Ludwig, geboren oen 2. Marz.

Den 24. Avril. Dem Schaffner Reinhard Kling eine Tochter, Sophie Alwine Lina, geboren den 5. Februar.

Beerdigte.

Den 19. April. Elisabeth Ramspeck, geb. Scheid, Wittwe des Schneiders Friedrich Ramspeck zu Gießen, alt 57 Jahre, starb den 17. April.

Denselben. Heinrich Martin Schneider, Schlosser, Sohn des verstorbenen Bremsers Leonhard Schneider, alt 16 Jahre, starb den 17. April.

Den 20. April. Adolf Plies, Schlosser zu Burgsolms, alt 50 Jahre, starb den 17. April.

Den 21. April. Elisabeth Koch, ledige Tochter des verstorbenen Laterneninspectors Georg Karl Koch, alt 66. Jahre, starb den 19. April.

Den 22. April. Philipp Kreiling, Wirth-, alt 60 Jahre, starb den 20. April. ,

Den 23. April. Johannes Spuck, alt 79 Jahre, starb den 21. April.