ES ist eine Lust und Freude die Illustrationen, im wählsten Sinne Meisterwerke der Jllustrattonskunst, zu bewundern und sich an dem gediegenen -tc$t der Nummern zu laben. In dieser Zeit der langen Winterabende wollen wir nicht verfehlen auf diese gediegene Zeitschrift aufmerksam zu machen und dieselbe unseren Lesern aufs Wärmste zu empfehlen. Wir find gewiß, daß es uns von Vielen gedankt wird, hierauf aufmerksam gemacht zu haben. Alle hiesigen Buchhandlungen vermitteln den Bezug dieser Zeitschrift und werden auch wohl Probenummern gern besorgen.
in Reichelsheim und Kloppenheim, KreiS Friedberg, in Albig, Kreis Alzev, und in Gimbsheim, Kreis Worms. „ ,
' Der Bläsckenausschlag unter dem Rindvieh ist erloschm in Maulbach, Kreis Alsfeld. In Großen-Linden, Kreis Gießen, herrscht die Seuche fort. Festgestellt wurde dieselbe in Schotten am
^Die^ Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in den Orten des Kreises Gießen: Hof Albach, Burkhardsfelden, Stangmrod und Neinhardshain: in dm Orten des Kreises Alsfeld: Ober-Ohmen, Romrod, Ober-Sorg, Hopfgarten und Ober- Breidenbach: in den Orten des Kreises Büdingen: Usenborn, Bell- mutb Michelau, Leidhecken und Hitzkirchen; in Ilbenstadt, Kreis Friedberg, in Uellershausen, Kreis Lauterbach; in Meiches und Alten- Hain, Kreis Schotten.________________________
ttniverfitäts - Nachrichten.
— Aus Freiburg i. B. wird berichtet: An der hiesigm Hochschule hat sich Dr. A. Thumb aus Freiburg für vergleichende Sprachwissenschaft, insbesondere für Griechisch und Neugriechisch, als Prtoatdocmt habilittrt. vr. Thumb ist aus der Paul'schm Schule hervorgegangen.
- Die medicinische Facultät der Universität Jena hat den Vorsitzendm des Großh. Staatsministeriums, Wirk!. Gebeimrath v. Groß in Weimar, welcher der Facultät stets große Fürsorge widmete, zum Ehrendoctor ernannt. m „
- Aus zuvcrlSIstger Quelle erführt di- „Tä«l. Rundschau , daß der Professor der pathologischen Anatomie, R. Thoma in Dorpat, um seine Entlassung aus dem russischen Staatsdienste nachgesucht bat. Dem Vernehmen nach soll er sich zu diesem Schritte entschlosicn haben, weil er nicht seinen Beirath leihen wollte zu den Umänderungen, welche sich an der Universität vollziehen.
Verkehr, £on6» un6 volksw
Giefle«, 24. November. Marktbericht Auf dem heuttgen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. X 1,05-1,12 Hühnereier 1 St 7-8, 2 St.--H, Enteneier 1 St--- 2 öt — A.
Käse pr. 6t. 5-10 4, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Ater 25 A, Linsen pr. Liter 29 A, Tauben pr. Paar X 0 40-0F0, Hühn^pr- Stück X 0,90-100, Hahnen pr. St X 0,50-0,75, Enten pr- S^ck X 1,70-2,00, Ochsenfletsch pr. Psd- 70-76 A, Kuh-und Rindfleisch 62—66 A, Schweinefleisch 60—70 A, Hammelfleisch 50—70^, Kalbfleisch 60—64 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 7,00—8M WeMr^ut pr 6t 4—10 4, Zwiebeln ver Certtner X 4,50—5,50, MUch per Liter 12—18 A, Gänse 48-58 H.
Nn- Starkenburg, 17. November. Die Schweinezucht, welche in dm letzten Jahren für dm Landwirth so ungemein rentabel war, fängt an recht uneinträglich süh zu gestalten. Seit einigen Monaten find sämmtliche Arten der Schweine: Milchferkel, Springer, Zuchtsauen und gemästete Thiere in einem ^"Ifamen, aber stetigen Preisrückgänge begriffm. Die Sache begreift sich sehr wohl, wenn man erwägt, daß alles was bet dieser Zucht erforderlich ist, als: Arbeitslohn, Kartoffeln, Kleien, Milch, Streustroh u. dgl. sehr hoch im Preise steht. Trotzdem muß das Publikum für Schweinefleisch Preise zahlen, die wirklich sündhaft zu nennen sind. Von allen Seiten wird über das Verhalten der Metzger geklagt. Sie kaufen im Durchschnitt zu 45 Pfg. pro Pfund ein und ver
kaufen zu 65 bis 70 Pfg. Das kann doch unmöglich recht und billig sein. Welcher Segen würde es gerade in Selten, wie die gegenwärtigen fein, wenn wir Brod- und Flei sch laxen hätten! In allen Gesellschaftszweigen und Berufsklassen gibt es Männer, welche genau zu beurtheilm verstehen, wie viel Brod aus einem (Zentner Mehl, wie viel Schlachtgewicht aus dem Lebmdgewicht gezogen wird. Dem Geschäftsmanne könnte also sehr wohl sein Unternehmergewinn zugebilligt werden, ohne daß das Publikum ausgebeutet würde, wie es thatsächltch gegenwärtig leider der Fall ist. Auf genossenschaftlichem Wege wäre dieser Ausbeutung vielleicht noch am ersten beizukommen. Es liegen aber noch zu wenig praktische Erfahrungen über genossenschaftliche Schlächtereien vor. So bleibt yur noch die Selbsthilfe übrig. Die Hausfrauen müssen so viel Corpsgeist zeigen, daß sie gegen die Ausbeutung kräftig Front machen. Dies geschieht dadurch, daß sie einige Wochen kein Schweinefleisch in der Haushaltung verwenden. Eine besondere Schwierigkeit kann dies nicht mit sich bringen. Wenn die Metzger sehen, daß ihnen die Vorräthe sitzen bleibm, dann werden sie mit den Preisen schon billiger werden. Dem Einsender kommt soeben eine norddeutsche Zeitung in die Hand, worin mitgetheilt wird, daß die Preise für schlachtbare Schweine in den Provinzen West- und Ostpreußen, Posen, Pommern und Schlesien beträchtlich gesunken sind. Von Ungarn kommen tagtäglich Schweinesendungm und ebenso aus Amerika. Ein Sinken des Schweinefleisches muß stattfindm. Je weniger das Publikum consumirt, desto schneller mässen die Metzger zu normalen Preisen gelangm.__________________ D. Ztg.
Literatur und Nunst.
— Fleißige Hände rühren sich zur Verherrlichung des Weihnachtsfestes, zur Auswahl und zur Anfertigung erfreuender Gabm für dm Weihnachtstisch! Originelle Handarbeiten sind von lehervte gelegensten Weihnachts-Geschenke gewesen. Es dürfte daher allseitig interessicen, daß die bekannte practifche illustrirte Frauenzeitung -Mode und Hairs" gerade im Handarbettenfach ganz Außerordentliches bietet. Die soeben erschienene neueste Nummer enthalt beispielsweise nicht weniger als 31 genau beschriebene Original,, fo daß in den 6 Vierteljahrsnummern gegen 180 für Weihnachtszwecke geeignete Vorlagen zur Veröffentlichung gelangen. Bereits Erschienenes wird auf Wunsch gratis nachgeliefert. „Mode und Haus , nicht nur im Handarbeitgebtet, sondern auch im Modenfach lon-ngebend, bringt bei einem Vierteljahrspreife von nur 1 Mk. des Weiteren eine erschöpfende illustrirte Frauenzeitung, eine illustrirte Belletristik allerersten Ranges, eine unterhaltende und belehrende illustrirte Kinder- z°itung und einen Zuschneidebogen, der die mühelose S-lbstanfertigung der verbildlichten Garderobe felbft dem Laien gestattet. Zum Vtertel- jahrspreife von 1.25 Mark wird „Mode und Haus" mit farbenprächtigen Stahlftich-Modebildern, bunten Handarbeiter^ Lithographien und stylvollen Monogramm-Gravuren geliefert. Nachträgliche Abonnements für das IV. Quartal noch zulässig bet allen Buchhandlungen und Poftanstalten. Probenummern unentgeltlich durch fammtliche Buchhandlungen und durch die Expedition von „Mode und Haus Berlin W., 35. _____________
— Die im Verlage von I. I. Weber in Leipzig erscheinende »Illustrirte Zeitung", deren 3. Quartal und die bis letzt erschienenen Nummern des vierten uns soeben zuging, rechtfertigt in vollem Maße das Vertrauen, welches allseitig dieser so fefct• beliebten und geschätzten Zeitschrift entgegengebracht wird. Und in der That:
Spielplan der vereinigten frankfurter Lladtthealer
Overnhau».
Mittwoch den 25. November geschloffen.
Donnerstag den26. November: Lucia. Hierauf: Puppenfee. Gewöhnliche Preise.
Freitag den 27. November geschlossen.
Samstag den 28. November: Cavalleria rusticana. Hierauf: Der schwarze Domino. Gewöhnliche Preise.
.Sonntag dm 29. November, Nachmittags 31/« Uhr: Der Vogelhändler. Ermäßigte Preise. Außer Abonnement. Abmds 7 Uhr: Neu einstudtrt: Hernani. Große Preise.
Schanfpielha«-.
Mittwoch den 25. November: Neu einstudtrt: Richard der Dritte. Abonnement B. Gewöhnliche Preise.
Donnerstag den26 November: Die Großstadtluft. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise.
Freitag den 27. November geschlossm.
Samstag den 28. November: Zum erstm Male: Der freie Wille. Schauspiel in drei Aufzügen von Herm. Faber. Abonnement B. Gewöhnliche Preise.
Sonntag den 29. November: Zum ersten Male wiederholt: Der freie Wille. Abonnement C. Gewöhnliche Preise.
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meisterei-Bureau daselbst offen liegt.
Röthges, am 25. November 1891.
Großherzogliche Bürgermeisterei Röthges.
E m r i ch.
Montag drn 30. November, Nachmittags 2^2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Erben der Jacob Magel Eheleuten in Gießen gehörigen Grundstücke:
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Anton Tohr, Werschetz (Ungarn).
(Gerichtlich eingetragene Firma).
Bekanntmachung.
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Bor- anschlaq der Gemeinde Röthges zur Einsicht eines jeden ^nter- effenten vom 26. November bis zum 4. December 1891 auf dem Burger-
Conmrsverfahren.
lieber das Vermögen der Wittwe des Heinrich Schmidt in Gietzen, Ottilie, geb. Pauly, wird heute am 21. November 1891, Nachmittags 4i/3 Uhr, das Concursverfahren eröffnet.
Der Kaufmann Ferdinand Hoff- mann in Gießen wird zum Con- cursverwalter ernannt.
Concursforderungen sind bis zum 14. Deeember 1S91 einschließlich bei dem Gerichte anzumelden.
Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, | sowie über die Bestellung eines Glau- bigerausschusses und eintreteuden Falls über die in § 120 der Concursord- nung bezeichneten Gegenstände, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf
Montag den 21. Deebr. 1891,
Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt.
Allen Personen, welche eine zur Concursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Concursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts « den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche ffe aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Concursverwalter bis zum 14. Deeember 1891 Anzeige zu machen.
Großh. Amtsgericht zu Gießen.
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