— Die Landes-Feuerloschordnung für das Großherzogthmn Hessen vom 29. März 1890 und Ausführungs-Verordnung vom 11. October 1690 ist nach den Motiven, landständigen Verhandlungen und den bezüglichen sonstigen gesetzlichen Bestimmungen ausführlich erläutert von Regierungsrath I)i . Zeller in Darmstadt bei I. Diemer in Mainz erschienen. Das über die Rechte und Pflichten der Staatsbürger in Bezug auf das gesammte Feuerlöschwesen klar und präcise Auskunft gebende Werk enthält u. A.: Rückblick auf frühere Gesetz-
Städte mit Octroi
Darmstadt Mainz Offenbach Worms Gießen Städte ohne Octrot
Dingen Bensheim Alzey Friedberg Alsfeld Lauterbach
doch Kienöl!"
* Vor reichlich einem Vierteljahrhundert, im Octbr. 1864, kam ein Ereigniß vor, welches unserer jubiläumsfrohen Zeit füglich Anlaß zu einer Feier hätte geben können, seltsamerweise aber unbeachtet geblieben ist. Am 1.2. October 1864 schrieb Justus von Liebig, der Unvergeßliche, an seinen Freund, den großen Chemiker Friedrich Wöhler, in einem der 6—700 Briefe, welche zwischen diesen beiden genialen Gelehrten gewechselt worden sind: „Aus Montevideo habe ich die Nachricht, daß die ersten Versuche zur Fabrication von Fleischextract, die ich dort veranlaßt habe, den günstigsten Erfolg gehabt haben. In 14 Tagen wird die erste Sendung von 150 Pfund hierher kommen. Die Einführung dieses Fleischextracts betrachte ich als einen wahren Segen." In der That ist die Extract-Fabrication, bis dahin nur in der königl. Hofapotheke zu München im Kleinen betrieben, durch die Erzeugung im Großen jenseits des Oceans zum Segen für die Menschheit geworden- sie läßt den Fleischreichthum Südamerikas allen Zonen zu Gute kommen, wie jede erfahrene Hausfrau bezeugen kann.
* Fast unglaublich. Das Arnstädter „Nachrichten- unb Intelligenz-Blatt" schreibt: Vor einiger Zeit verstarb in einem Dorfe des Thüringer Waldes ein Ehepaar unter Hinterlassnng von vier hübschen, kräftigen Knaben. Da die Gemeinde der lästigen Erhaltungspflicht der Waisen enthoben sein wollte, so wurde beschlossen, die Kinder einer in Erfurt weilenden Künstlergesellschaft abzutreten. Das Abkommen mit der Direction des Künstler-Instituts war bereits getroffen, als sich die Verwandten der Knaben ins Mittel legten, die Kinder unter sich vertheilten, und so dem unwürdigen Schacher ein Ende machten. Welche Gemeinde des Thüringer Waldes mag wohl diesen Schacher versucht haben?
* Eine wahnsinnige Mutter. Die Lehrerin an einer Wiener Mädchenschule, Frau Emilie Weber, litt an zeitweilig mit Verfolgungswahnvorstellungen wechselnder Melancholie, war aber ruhig und ungefährlich, so daß psychiatrische Hilfe nicht nothwendig schien, bis die psychische Störung vor einigen Tagen in einer furchtbaren Thar klar zu Tage trat. Das sieben Monate alte Töchterchen der Frau verwickelte spielend seinen kleinen Finger in der Schnur, die vom Dache des Kinderkorbes hing, und schrie unaufhörlich. Die kranke Mutter wurde so verwirrt, daß sie den Säugling aus seiner Gefangenschaft befreite, indem sie thm diesen Finger, den fünften der rechten Hand, am Gelenke abschnitt. Die Polizeiärzte leisteten dem verstümmelten kleinen Wesen erste Hilfe und übergaben die Frau zu weiterer Verfügung der Irrenanstalt der Gemeinde Floridsdorf.
* — Die bei uns hier und da geübte „briefliche Heilung" ist in Amerika überwundener Standpunkt. Ein Arzt in New- york wurde in einer stürmischen Nacht durch den Fernsprecher zu einem ungefähr eine deutsche Meile entfernt wohnenden Villenbesitzer gerufen, dessen Kind erkrankt war. Der Doctor ließ sich einfach den kleinen Patienten an das Telephon bringen und diesen hier wiederholt „Ah" sagen, um sich von der Beschaffenheit seines Halses angemessen zu überzeugen. Auf demselben Wege verordnete der Arzt dann die Medicin, und das Kind genas.
Locales und Krovinzielles.
Gießen, 24. März.
— Während die Natur so gut wie gar keine Anstalten trifft, uns in Flur und Wald zu zeigen, daß wir „Frühlings- Ansang" gehabt, wir im Gegentheil durch die empfindliche Kälte — in vergangener Nacht sank das Thermometer auf 7 Grad unter Null — mehr an das Heranrücken der Weihnachtszeit als an das des Osterfestes glauben müssen, hahen sich doch die Dorboten des Osterfestes in anderer Art gezeigt. Die Zeit -er Osterhasen ist wieder da. Die Schaufenster der Conditoreien find mit Osterhasen und Eiern in allerhand Ausstattungen geschmückt. Es ist wirklich erstaunlich, wie auf diesem Gebiete immer wieder Neues und Geschmackvolles geschaffen wird. Ein Blick in die verschiedenen Schaufenster belehrt uns, daß auch in diesem Genre der menschliche Geist nicht unthätig bleibt. Wahre Musterwerke der Feinbäckerei und Modellirkunst sind zur Schau gestellt. Die Osterhasen sind in allen Variationen dargestellt und vor den Schaufenstern stehen große und kleine Kinder, alle diese Herrlichkeiten mit sehnsüchtigen Blicken betrachtend. — Hoffentlich erfreut der Osterhase alle Kinderherzen mit seinen Gaben, hoffentlich aber wird ihm auch seine Wanderung von Haus zu Haus nicht durch Kälte oder Schnee erschwert, denn nach dem langen und strengen Winter verzichten wir gewiß alle gern auf — weiße Ostern.
— Es wird uns von fachmännischer Seile die Mit- therlung, daß in den letzten Tagen diele Klagen über die Un- zuverläsfigkeit unserer Thurmuhr laut werden. Eine genaue Regulirung derselben wäre, besonders im Interesse des reisenden Publikums, dringend geboten.
— Lebensmittel-Preise Ende Februar 1891. Nach einer Zusammenstellung der Grvßh. Centralstelle für die Landes- statisük kosteten:
firungsversuche vor, welche die vollständige Kriegsbereitschaft -es 6. Corps ergeben haben. Die Forts Frouard, Custine und Metteton sind im Stande, in wenigen Stunden jeden Angriff zu erwidern.
Paris, 23. März. Die Commission der Kammer zur Dorberathung der Rennwetten-Vorlage setzte den Text der letzten Artikel fest, darnach sollen alle Wetten, mit Ausnahme der Wetten durch den Totalisator verboten werden. Der Berichterstatter wird den Bericht während der Ferien abfassen. Die Commission beschloß, alle Generalräthe in der Aprilsession um Aeußerung ihrer Ansicht betreffs der Rennen zu ersuchen.
Windsor, 23. März. Die Königin ist in Begleitung des Prinzenpaares Battenberg Morgens über Portsmouth nach Grasse (Südfrankreich) abgereist.
Brüsiel, 23. März. In Mons fand gestern Nachmittag ein M a s s e n - M e e t i n g statt, an welchem viele Arbeiter der Umgegend, insgesammt etwa 6000 Personen, theilnahmen. Grimard (radical) und Volders (Socialist) forderten das allgemeine Stimmrecht. Die Versammlung beschloß die Pro- elamirung des Generalstrikes auf den 1. April, falls die Kammer bis dahin die Revision nicht votirt habe.
Seraing, 23. März. Die Lage hier hat sich gebessert. Heute nahmen 100 Arbeiter die Arbeit auf. In den Stahlwerken Cockerill ist vollständiger Strike. Der Strike tn den Kohlengruben Cockerill und Mariehaye dauert fort. Der Strike in den Kohlengruben Anglais ist beendigt. In den Kohlengruben auf dem linken Maasufer wird gearbeitet. Ueberall herrscht Ruhe.
Brüffel, 23. März. Der Strike in Seraing ist als beendet anzusehen. Eine Versammlung der Arbeiter beschloß, den Strike aufzugcben. Die Gruben Cockerills und der Gesellschaft Mariehaye nehmen die Arbeit Dienstag wieder auf, desgleichen die Stahlwerke.
Liffabon, 23. März. Die Gerüchte über einen bevorstehenden M i n i st e r w e ch s e l treten nunmehr bestimmter aus. Martens Ferrao wird als voraussichtlicher Ministerpräsident des künftigen Cabinets genannt
Oporto, 23. März. Das Militärgericht verurtheilte heute die Hauptschuldigen des Auf stand es vom 31. Januar zu Einzelgefängniß von vier Jahren mit darauffolgender Deportation nach Afrika bis zu 18monatlichem Zuchthaus. Von Militärs wurden 266 verurtheilt, 240 freigesprochen - von Civilisten 7 verurtheilt und 15 frei- gesprochen. _____
VerinrdHtes.
ft Cassel, 23. März. Einbruchsdiebstahl in die T r a i u k a s e r n e. Ein äußerst verwegener Eiubruchsdiebstahl, bei dem die Diebe in gefährlichster Weise ihr Leben aufs Spiel setzten, ist in der Freitag-Nacht hier ausgeführt worden, ein Einbruch in die Trainkaserne. Am Tage vorher war große Aucüon bei der Verwaltung des Train-Depots gewesen, es waren mehrere Tausend Mark für überflüssige Munitionswagen, Pferde re. gezahlt worden und darauf bauten der oder die Diebe ihren Plan. Das Bureau des Train-Depots liegt nun nicht nur innerhalb des Kaseruements, welches natürlich von Posten streng bewacht wird, sondern auch noch dazu der Wachtstube gegenüber. Die Diebe sind nun genau mit der Oertlichkeit und den Zeitverhältnissen über Ablösung der Wache rc. vertraut gewesen, sie stiegen über die Mauer oder schlichen sich in den Kasernenhos, rückten dann leise, leise an der Wache vorbei an das Bureaugebäude, drückten eine Fensterscheibe ein und stiegen ein. Das Pult wurde mit Gewalt erbrochen (Abheben der ganzen Platte), indessen nur 60 Mk. erwischt; die Auctionsgelder waren bereits zur Hauptkasse abgeführt. Ebenso unsichtbar und geräuschlos wie gekommen verschwanden die Diebesgesellen, Niemand hat etwas gehört oder gesehen. Wäre dies geschehen, dann wären die Schurken von den scharf bewaffneten Posten Zweifellos nieder- geschossen.
* Berlin, 22. März. Aus dem Potsdamer Güterbahnhof ist ein neuer Prellbock erprobt worden. Derselbe besteht aus eisernen Streben, weiche einen elastischen Puffer tragen. Die Probefahrt gegen den Bock sah recht unheimlich aus. Doch lief sie vollständig glatt ab. Die erste Fahrt mit Bahnhossgeschwindigkeit hatten in den Wagen höhere Bahnbeamte mitgemacht. Der Locomotivführer, welcher die gesährdetste Stelle einnahm, erhielt 50 Mk. Für die Probefahrt mit Volldampf hatte er sich für alle Fälle sein volles Gehalt für seine Fran zusichern lassen. Im Zuge war Niemand, aus der Maschine er allein- selbst der Heizer fehlte. Von Lichterfelde her kam der Zug mit 30 Kilometer Geschwindigkeit angebraust — selbst beherzte Zuschauer wandteu das Gesicht ab — aber der Bock erfüllte seinen -Zweck, der Zug stand. (!!)
* Ans Thüringen, 21. März. Der gewiß seltene Fall, daß ein zum Bezug der Altersrente berechtigter Arbeiter von der Annahme der Rente durchaus nichts wissen will, ist jetzt in Pößneck vorgekommen. Der Mann äußerte, „er brauche kein Geld, man solle es dem Staat wiedergeben."
* Eine reizende Episode aus dem Leben Windlhorfls erzählt Karl Sontag in seinen 1875 erschienenen „Bühnenerlebnissen". Er schildert dort die table d’höte im British Hotel 1863, als er nach Hannover kam, an welcher auch die eben neu ernannten Minister Erxleben, Windthorst und Bac- meister längere Zeit mitspeisten, bis sie ihre Familien aus ihren ehemaligen Wohnorten nach Hannover führen 'konnten. Das Ministerium wechselte damals oft und eines Tages kam Minister Windthorst zu Tisch und erzählte eine eben erlebte niedliche Begebenheit. Er hatte eine Wohnung gemiethet und als er, mit der Vermietherin einig, seinen Namen genannt, antwortete diese: „Dann bitte ich um Entschuldigung, wenn Sie ein Herr Minister sind, kann ich Ihnen die Wohnung nicht vermiethen; ich kann nicht alle Jahre in meinem Hause mit den Parteien wechseln."
* Bestraftes Mißtrauen. Drei auf einem Neubau beschäftigte Maurer haben sich Morgens aus dem Wege zur Arbeit eine Flasche Schnaps gekauft und dieselbe einstweilen sorglich bei Seite gestellt — jedoch nicht so vorsichtig, daß nicht zwei ebenfalls auf dem Neubau beschäftigte Anstreicherlehrlinge sie hätten entdecken und deren Inhalt sich zu Gemüthe führen können. Die dadurch entstandene Leere ersetzten die srech/n Burschen mit Terpentinöl. Die Frühstückspause naht. Der erste Maurer setzt begierig die Flasche an den Mund, um sie sofort mit den Worten: „Pfui Deibel, bet is ja Kienöl!" weiterzugeben. Der zweite nimmt grinsend die Flasche und sagt: „Jieb mich man bet Kien öl her!" Nach einem kräftigen Schluck reicht sie bieser, sich schüttelnd, dem dritten Maurer. „Et is weß Jott Kienöl." — „Ihr macht mich doch beide nich dumm", sagt der dritte — „runter mit bet Kienöl!" leert mit einem kräftigen Schluck bie Flasche, die er sogleich darauf wegwirft mit dem Ruse: „Und et war
gebung- die neue Gesetzgebung- der Gesetzentwurf und die landständischen Verhandlungen- das Gesetz, die Lcmdes- Feuerlöschordnung betr. - die Verordnung betr. die Ausführung der Landes-Feuerlöschordnung-den Erlaß vonDienstinstructionen für die Kreis-Feuerwehrinspectoren, sowie die Einführung einheitlicher Signale und Reglements für die Feuerwehren des Landes- einen Auszug aus der Allgem. Bauordnung- einen Auszug aus der Ausführungs-Verordnung- einen Auszug aus dem Regulativ betr. die Reinigung der Schornsteine- einen Auszug aus den Bestimmungen über die Mobiliar- Feuerversicherung - einen Auszug aus der Gesetzgebung über die Brandversicherung der Gebäude in Hessen- die Verordnung, die Stiftung eines Ehrenzeichens für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren betr., sowie die bezüglichen Strafbestimmungen.
— Schlachthausgesetz. Vor Kurzem berichteten wir über eine Eingabe der Metzgerinnungen des Großherzog- thums Hessen an das Ministerium des Innern und der Justiz um Erlaß eines Schlachthausgesetzes für bas Großherzogthum Hessen. Aus dem umfangreichen Schriftstück sind folgende Punkte entnommen, deren Berücksichtigung die Gesuchsteller fordern: 1) Bestimmte Vorschriften über die Seitens der Gemeinden, welche öffentliche Schlachthäuser mit Schlachtzwang errichten, zu leistende Entschädigung an die bisherigen Besitzer der Privatschlächtereien- 2) Bestimmungen über die Höhe der Gebühren für die Schlachthausbenutzung- 3) Bestimmungen über die Höhe der Gebühren für Fleischbeschau und Untersuchung des Viehs- 4) Bestimmungen über die Verzinsung und allmählige Amortisation des Anlagecapitals für das öffentliche Schlachthaus - 5) Coutrol- vorschristen bezüglich des vom Lande in die Stadl eingeführten Fleisches- 6) Ausdehnung der sanitätspolizeilichen Controle auf Wild, Geflügel und Fische.
Muschenheim, 22. März. Heute Morgeu wurde der hiesige Bäcker Kaspar R . . . HI. in der an unserem Orte vorbeifließenden Wetter todt ausgefunden. R. hatte in letzterer Zeit oft Anfälle von Schwermuth und vermuthet man, daß er in einem solchen Zustand den Tod in den Wellen gesucht habe. — R. soll im verflossenen Jahre einmal einen Selbstmordversuch unternommen haben.
Saasen, 20. März. Heute verschied dahier das älteste Glied unserer Gemeinde, Konrad Sehrt. Der Verstorbene hatte das selten hohe Alter von 98 Jahren 7 Monaten und 8 Tagen erreicht.
Reichelsheim, 23. März. Ein hiesiger Landwirth war am vergangenen Mittwoch mit dem Reinigen von Obstbäumen beschäftigt. Während dieser Arbeit siel derselbe von dem Baume herab und verletzte sich innerlich derart, daß nach zwei Tagen der Tod eintrat. Der Verstorbene war, obgleich er die Schwelle des Greisenalters bereits überschritten, ein thätiger, gesunder Mann und genoß die Achtung seiner Mitbürger. Allgemein nimmt man Antheil an dem Unglück, das so plötzlich über die sonst so glückliche Familie gekommen ist.
Büdingen, 23. März. Die Generalversammlung der hiesigen Spar- und Leihkasse Büdingen hat aus den 1889er Ueberschüssen dem Sparkasse-Vorstand die nöthigen Mittel zur Versügung gestellt, um eine Anzahl unbemittelter dem Sparkaffebezirk angehöriger, an Serophulosis leidender Kinder in dem Alter von 3 bis 14 Jahren in der Kinder- Heilanstalt Elisabethenhaus zu Bad-Nauheim auf 5 Wochen zum Gebrauch von Soolbäderu in Pension geben zu können.
Citevatuf und ««nft.
— Bet bevorstehendem Quartalswechsel machen wir alle Hausfrauen auf die in Berlin bet Friedrich Schirmer im 5. Jahrganae erscheinende Wochenschrift .Dies Blatt gehört der HarrSfraul- aufmerksam. Dieselbe zeichnet sich durch Reichhaltigkeit und Gediegenheit ihres Inhaltes aus! Keine andere Hausfrauenzeitung enthält gleichzeitig eine reichillustrirle Modenzeitung mit natürlichen Schnittmustern; diesen Voriheil bietet einzig und allein Dies Blatt gehört der Hausfrau!" — Man abonnirt für 1.25 Mk. pro Quartal bei allen Buchhandlungen und Postanstalten. Probenummern versendet gratis und franco der Verleger Frtedr. Schirmer in Berlin, W. 9. _____________________
Verkehr, Land- nnd Volkswrvth-ehaft.
— Die Königl. Eisenbahndirettionen sind durch Erlab des Ministers der öffentlichen Arbeiten angewiesen, in die Gütertarife für den Staatsbahnverkehr zur Erleichterung des Publikums folgenden Zusatz aufzunehmen: „Der Lauf der Entladefristen ruht für die Dauer der zoll- und steueramtltchen Abfertigung, sofern viele nicht durch Schuld der Partei verzögert wird. Die Verzögerung ist:
Ochsenfleisch 1 per Pfund
Rindfleisch per Pfund
Kalbfleisch per Pfund
Schweinefl. per Psunb
Hammelfleisch per Pfunds
Gemischtes Brod
Roggen- Brod
Butter per Pfund L . __•
Milch 1 Liter
Eier
1 1 Stück
76
70
70
72
66
14
12
80-100
17
7-10
1 72
60
70
70
65
15
13
96-101
19
6-8
70
52
70
70
70
15
13,5
104-119
21
6-10
76
70
68
72
75
13
12
94-102
15
7-10
72
64
65
68
70
14
12,5
81-88
17
6-8
75
70
60
75
60
13
12,5
81-95
19
8-9
66
60
60
64
60
11,5
10,5
80-95
17
7-8
65
60
70
70
70
15
12
85-101
17
7-8
68
1 60
60
60
60
14
13,5
85-90
16
7-8
65
59
60
55
—
15
12,5
95-100
14
6-7
64
| 64
56
60
56
15,5
12
100
14
5


