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Kosten.

Es starben an: Zusammen

vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr:

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Das Stadt-Fernsprechri^ hat durch Anschluß der nach­stehend verzeichneten Firmen wieder eine ansehnliche Erwei­terung erfahren. Es sind neu angeschlossen: Nr. 75 Erste Gießener Dampfziegelei u. Thonwaarensabrik (Wilh. Gail), Riegelpfad 27, Nr. 76 Happel, I., Holz-, Kohlen- und Eisenhandlung, Neustadt 56, Nr. 77 Kemp ff, Dr. Carl, Fabrikant, Marburgerstraße 65, Nr. 78 Kilbin- g e r, A. (L. Senner's Nachf.), Sattlergeschäft, Seltersweg 19, Nr. 79 Koch, Georg, Ingenieur und Thonwerksbesitzer, Alicestraße 31, Nr. 80 derselbe, Thonwerk, Schiffen- bergerthal, Nr. 81 Noll, Friedr., Brod- und Feinbäckerei, Mäusburg 12, Nr. 82 Rosenthal, N., Getreide- und Mehlgeschäft, Liebigstraße 13, Nr. 83 Schwall, Emil, Restauration, Wein- und Bierhandlung, Lindengasse 2.

A Mainz, 22. September. In Anwesenheit des Geh. Staatsraths Knorr sand heute Vormittag durch Oberschulrath Soldan von Darmstadt die Einführung des Professors Meirich zum Director des hiesigen Gymnasiums statt. Nach den üblichen Formalitäten hielt Professor Meirich eine Ansprache, in welcher er seine Grundsätze für die Leitung der Anstalt entwickelte. Er beabsichtige die goldene Mittel- straße einzuschlagen: kein specifisch philologisches, aber auch kein specifisch mathematisch-naturwissenschaftliches, sondern ein humanistisches Gymnasium. Bei diesem Grundsatz hofft Dr. Meirich alle Factoren zu einem ersprießlichen Zusammen­wirken zu vereinigen und so den guten Ruf der Anstalt zu erhalten und ihre segensreiche Wirksamkeit immer mehr zu fördern.

guten Viehes konnten die Preisrichter auch Preise in großer Zahl zuerkennen. Die Prämiirung ersolgte unter Leitung des Herrn Provinzialdirectors Freiherrn v. G'a g er'n. Zu derselben waren erschienen: der Präsident des landwirthschaft- lichen Provinzialvereins Seine Erlaucht der Herr Graf von Laubach nebst Herrn Kammerrath W e b e r von Laubach, sowie Herr Landesöconomierath Müller von Darmstadt. Auf Grund des heutigen Ergebnisses kann unserem Herbstmarkt eine recht schöne Zukunft versprochen werden.

Q Altenstadt, 22. September. Gelegentlich des Kirch­weihfestes zu Langenbergheim sand heute die Einweihung Les neuerbauten Schulhauses für die zweite Schul-

Universitäts - Had?rid?ten*

G. Erlangen, 19. September. Zum Juristen-Examen haben sich 68 Candidaten gemeldet; die Prüfung selbst beginnt Mitte October.

stelle statt. Nachdem Bürgermeister Frank eine Ansprache gehalten, hielt Pfarrer Papst von Eckartshausen die Festrede und überreichte Namens des Schulvorstandes Herrn Lehrer Lenz den Schlüssel. Letzterer dankte in kurzen Worten, woraus nach Absingung des LiedesUnsern Ausgang segne Gott" seitens der Anwesenden die Feier endigte.

A Effolderbach, 20. September. An Stelle des ver­storbenen Bürgermeisters Kaul ist in der gestern hier statt- gesuudenen Wahl Herr Karl Wolf, Sohn des Gemeinde- einnehmers Wolf, zum Bürgermeister gewählt worden.

Burg-Gräfcnrode (Kr. Friedberg), 20. September. Vor­gestern brannten dahier mehrere gefüllte Scheuern und Stallungen ab. Durch Kinder, die mit Feuer spielten, ist muthmaßlich der Brand entstanden. Das Vieh konnte recht­zeitig gerettet werden. Den rasch herbeigeeilten Löschmann­schaften von hier und aus der Umgegend gelang es bald, Herr des Feuers zu werden und unseren Ort vor größerem Schaden zu bewahren. (D. Ztg.)

sechseckigen Gläsern, an welchen drei nebeneinander liegende^ Flächen glatt und die übrigen mit Längsrippen versehen sind, mit Zetteln von rother Grundfarbe abgegeben werden dürfen. Flüssige Arzneien, welche durch die Einwirkung des Lichtes verändert werden, sind in gelbbraun gefärbten Gläsern ab­zugeben. Die Bestimmung tritt am 1. Januar 1892 in Kraft.

* Der verschloffene Kirchenstuhl. Bekanntlich besteht vielfach die Sitte oder vielmehr Unsitte, die Stühle in den Kirchen zu sermiethen, und es kommt dann oft vor, daß manche Kirchenbesucher keinen Sitzplatz finden, während vielleicht eine Reihe Stühle leer sind und oft dazu auch noch verschlossen gehalten werden. Dies konnte nun der, jetzt verstorbene, alte Domprediger T. in B. em schlichter Mann und ein Original m mancher Beziehung nicht leiden. Eines Tages bemerkte er während der Predigt, daß in der Nähe der Kanzel in einem verschlossenen, ein halbes Dutzend Plätze enthaltenden Kirchenstuhl nur ein Herr sitzt, während daneben ein älterer Herr stehen muß, weil er keinen Platz gefunden. Er unterbricht seine Predigt und redet den im Stuhle Sitzenden an:Lieber Bruder in Christo, öffne doch Deinem Mitbruder die Thür!" Dann predigt er weiter. Als seine Anrede indeß erfolglos bleibt, unterbricht er noch zwei Mal seine Predigt, um den hartnäckigen Stuhlinhaber in gleicher Weise aufzusordern. Nicht geringe Heiterkeit erregte es aber, als devselbe bei der dritten Aufforderung ausstand und ver­legen sagte:Ja Herr Pastor, das kann ich nicht, ich bin ja selbst auch herübergeklettert!"

Erledigte Stellen für Militäranw'ärter im Bezirk des 11. Armee-Corps. Hanau, Amtsgericht, Kanzleigehilse, auf Lebenszeit, falls sich das Bedürfnrß eines Kanzleigehilfen als Lauernd erweist, ca. 6070 Mk. monarlich. Kierspe, Post­amt, Postverwalter, auf dreimonatliche Kündigung, während der Probedienstzeit 2.75 Mk. Tagegelder, nach erfolgter An­stellung 1200 Mk. Gehalt, daneben der gesetzliche Wohnungs­geldzuschuß. Meiningen oder ein anderer bei der Einziehung zu bestimmender Ort, Amtsgericht, Copist, auf Kündigung, 900 Mk. Pyrmont, Amtsgericht, Kanzleigehilse, einmonat­liche Kündigung, Vergütung von 510 Pfg. für die Seite gelieferten Schreibwerks. Im Bezirk der Großh. Hess. (25.) Division: Darmstadt, Großh. Ober-Staatsanwaltschaft Darm­stadt, Gefangenwärter (bezw. Krankenwärter), am Großh. Gefängniß zu Darmstadt, auf Widerruf, eine baare Remune­ration von 1000 Mk. jährlich. Stationsort wird bei der Einberufung bestimmt. Direetion der Main-Neckar-Bahn in Darmstadt, Schaffner, aus Widerruf, Gehalt im Höchstbetrag von 1298 Mk. pro Jahr, freie Dienstkleidung und gesetzliche Fahrgebühren.

Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten, hat eine Ver­fügung erlasfen, wonach aus Anlaß des am 29. und 30. ds. Mts. in Darmstadt stattfindenden Zehnten Deutsch- Evangelischen Kirchengesangvereinstages den Herren Vorsitzenden der Großh. Kreis-Schul-Commissionen empfohlen wird, den­jenigen evangelischen Lehrern ihres Kreises, welche sich an demselben zu betheiligen wünschen, namentlich denjenigen Lehrern, die den Organistendienst versehen, den Gesang­unterricht ertheilen ober die Leitung von Kirchenchören über­nommen haben, für welche also die Betheiligung von beson­derem dienstlichen Interesse ist, auf Nachsuchen den hierzu erforderlichen Urlaub zu gewähren.

Zur Zeit wird den Landwirthen wieder so recht klar gemacht, welch hohen Werth die Obstbaume haben; denn es ist dieses Jahr gar nicht selten, daß Leute von einem ein­zigen Birnbäume 50 und mehr Mark einnehmen. Wurde doch jüngst berichtet, daß ein Gartenbesitzer in Finthen von einem Birnbäume 70 Mk. und ein anderer Landwirth in Gonsenheim von einem Birnbaume sogar nahezu 80 Mk. vereinnahmte. Welch hohen Werth aber ein guter Obstbaum wirklich darstellt, geht besonders zur Evidenz aus Folgendem hervor: Die Nebenbahn Sprendlingen-Wöllstein durchschneidet ein Grundstück, auf welchem sich fünf große, ausgewachsene und fünf junge, Heranwachsende Aepselbäume befinden. Im Er^schädigungsverfahren setzte der Provinzialausschuß die Entschädigungssumme für die zehn Bäume aus 2400 Mk. Hiermit war aber der Besitzer nicht zusrieden und es hat denn auch die Recursinstanz dem Baumbesitzer 3700 Mk. zugesprochen. Angesichts solcher Werthschätzungen von Obft- bäumen sollte man doch endlich einmal der Obstbaumzucht allgemein auch bei uns mehr Aufmerksamkeit schenken.

tzungeu, 21. September. In Verbindung mit unserem Herbstmarkt sand heute Viehpreisvertheilung und öffentliche Faselschau dahier statt. Wir können zu unserem Vergnügen berichten, daß der Austrieb sowohl nach Zahl als nach Qualität des Viehes ein recht günstiger war. Besonders die Gemeinden Langsdors und Bellersheim brachten fchönes Rindvieh; überhaupt darf behauptet werden, daß die Viehzucht in unserer Gegend in den letzten Jahren sich in ersreulicher Weise gehoben hat. Auch aus der weiteren Um­gegend, aus Grünberg und Lauter, war schönes Vieh aus- getrieben, dieses der Vogelsberger Rasse angehörig, während aus dem Umkreis von Hungen vorwiegend Berner, bezw. Simmenthaler Vieh gekommen war. Bei der großen Zahl

Lungenschwindsucht Lungenentzündung Gebirnschlagfluß Andere bekannte

Krankheiten_____

Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberheffeu | am 22. September 1891. Zur Verhandlung kam die Straf­sache gegen Peter Mull von Brauerschwend wegen Ver­brechens wider die Sittlichkeit. Die Anklage vertrat der Großh. Gerichtsassessor Dr. Zimmermann, vertheidigt wurde der Angeklagte vom Rechtsanwalt Dr. Jung. Als Ge­schworene wurden ausgeloost die Herren Friedrich Baumann (Gießen), Johannes Schweitzer, Friedrich Katz II, Rudolf Ritter, Engelbert Schneider, Heinrich Feldmann, Gustav Schmitt II, Heinrich Ernst Eifer, Martin Michel, Johann Heinrich Weitzel, Conrad Stein und Karl Appel. Auch diese Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt und endete mit der Verurteilung des Angeklagten in eine Gefängnißstrase von einem Jahr und zwei Monaten nebst

Vermischtes.

* Marburg, 22. September. DieFest-Ordnungzur 25jährigen Jubiläumsfeier des Hess. Jäger- Bataillons Nr. 11 ist wie folgt festgestellt worden: Samstag, den 26. September von Nachmittags 3 Uhr ab und Sonntag, von Vormittags 7 Uhr ab: Empfang der Gäste. Samstag Abends von 8 Uhr ab: Kameradschaftliches Zusammensein im Cafe Quentin und Begrüßung der Gäste seitens des Festausschusses. Sonntag, den 27. September, Vormittags 7 Uhr: Reveille. Mittags 12 Uhr- Bataillons- Appell unter Theilnahme sämmtlicher ehemaliger Jäger, welche Carre-Anfstellung nehmen. Nachmittags 12^ Uhr: Fest­essen der ehemaligen und activen Oberjäger und Jäger im Exercierhaus. Ansprache und Toast auf Se. Majestät den Kaiser, ausgebracht vom Commandeur des Bataillons Herrn Oberstlieutenant von Bose. (Gesang: Heil Dir im Sieger­kranz.) Abends 8 Uhr: Feier im Saalbau. Feft-Vor- . stellung. Hiernach Ball. Montag, den 28. September, Vormittags 9 Uhr: Preisschießeu und Frühstück auf den Scheibenständen. Abends 7V2 Uhr: Commers im Exercierhaus.

* Kassel, 22. September. Vor einigen Tagen fand die Herbstprüsung der Ka ss eler P o stfach schüler statt. Das Gesammtergebniß der Prüfung es bestanden wieder alle Schüler muß als ein ehrendes Zeugniß für die Tüch­tigkeit der Lehrer, wie für die Schüler bezeichnet werden.

* Heber einen Fall von Gehorsamsverweigerung beim Militär wird demBerl. Tagebl." aus Kroto schirr be­richtet: Ein Recrut, d. h. ein im ersten Jahre der Dienst­zeit stehender Maun, von der 1. Compagnie des Füsilier- Regiments Nr. 37 (v. Steinmetz") war von dem Hauptmann aus Wachtposten überrascht und schlafend betroffen worden. Der Offizier war über dieses Vergehen derart entrüstet, daß er sich entschloß, die Compagnie etwas scharfzusammen­zunehmen" ; er ließ dieselbe daher am nächsten Sonntag vier­mal zum Appell antreten- bei den ersten drei Malen waren die Mannschaften vollzählig erschienen, bei dem vierten Appell aber, der Abends 7 Uhr stattsand, fehlten 21 Mann, von denen 20 im dritten Jahre dienten und demnächst als Re­servisten entlassen werden sollten, während einer im zweiten Dienstjahre stand. Kurze Zeit nach dem verfehlten Appell traf der betreffende Hauptmann die ausgebliebenen Mann­schaften auf der Straße- er hielt sie sofort an und veran­laßte ihre Festnahme. Die Leute wurden in Untersuchung genommen und im kriegsgerichtlichen Verfahren abgeurtheilt. Hierbei wurden 17 Mann zu je 18 Monaten und drei zu je 21 Monaten Festung verurtheilt.

* In Sachen der geflickten Schienen bringt die in Berlin erscheinendeWochenschrift für deutsche Bahnmeister" in ihrer neuesten Nummer folgende Erklärung:Zum Bochumer Prozesse bemerke ich, daß ich in meiner neunzehnjährigen Dienstzeit als Bahnmeister keine besseren Schienen als die­jenigen von Krupp, und keine schlechteren, als die von Bochum, kennen gelernt habe, und zwar aus den Bahnstrecken Deutz- Gießen, Hamm-Dormund, Dortmund-Hagen (rheinisch), Unna-Hagen (b.-m.). Im Tunnel bei Schwerte mußten wegen Bruch in einem Doppelgeleise von 860 lfd. Metern von Schienen des Bochumer Vereins aus dem Jahre 1884 ausgewechselt werden: im Jahre 1888 12 Stück, im Jahre 1889 21 Stück, im Jahre 1890 37 Stück. Die Garantie­zeit war mit dem Jahre 1889 abgelausen, und da die Fehler, weshalb die Brüche 1890 entstanden, 1889 noch nicht ent­deckt wurden, konnte kein Ersatz beansprucht werden. Wegen !des großen Verschleißes und der großen Gefahr mußten Ende'1890 alle Schienen ausgewechselt werden. Schwerte, den 13. September 1891. Der königl. Bahnmeister Düpmann."

* Eine zweckmäßige Verfügung. Im Herzogthum Sachsen- Meiningen ist zur Verhütung der so häufig vorkommenden Mißgriffe bezüglicy der Handhabung von Arznei­mitteln verfügt worden, daß die von einem Arzte zum inneren Gebrauch verordneten flüssigen Arzneien nur in runden Gläsern mit Zetteln von weißer Grundfarbe, die zum äußeren Gebrauch verordneten flüssigen Arzneien dagegen nur in

: Erwachsene: im

TürEen^Loose. ??Ocwb^r^«91?

Haupt-Treffer: FreS. 400,000 8051

Kleinster , , 400.

Stets vorräthtg bei Schulhof & Co., Bankgeschäft Gießen, Marktstraße 4. Frankfurt a. M., Zeil 69.

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Summ«: 9 (1) 4 4 (1)

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Krarckheit auf von AuSwärtS nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Citeratur rrnd Knnft

Nachdem wir vor einiger Zeit erst an dieser Stelle über den glücklich erfolgten Abschluß der neuen, vierten Auflage von MeyerS Converfations-Lexikon berichten und dasselbe dabei als das zur Zeit beste Werk seiner Art bezeichnen konnten, liegt uns heute bereits der schon damals angekündigte, in engster Verbindung mit dem Hauptwerk siebende und sich ihm auch in Umfang, Preis und Aus­stattung vollständig anschließendeRegister- und Ergänzungsband vor. Was derselbe enthält, besagt sein Name, zunächst all die Tausende während des nahezu fünfjährigen Erscheinens auf allen Gebieten entstandenen Neuerungen und Veränderungen und die naturgemäß dadurch nöthig gewordenen Berichtigungen und Nach­träge, im besonderen also die Fortsetzung der Staatengeschichte, die politische und wirthschaftliche Entwickelung der letzten Jahre, die Fortschritte im Bereich der Colonialunternehmen und der Forschungs­reisen, der Literatur und Kunst, der Naturwissenschaften, Gewerbe rc., Berichte über Erfindungen und Entdeckungen der lctzien Jahrerc.rc., Alles in abgerundeten, werthvollen, lexikalisch geordneten Artikeln, die das große Werk bis auf den Tag seiner Vollendung vervoll­ständigen. Dazu kommt noch das Register aller derjenigen Namen und Gegenstände, die keinen selbständigen Artikel im Werk bilden, sondern in andern Artikeln erwähnt ober beschrieben sind, also vielfach nur mit Hilfe dieses Registers aufgefunben werben können, eine außerordentlich mühevolle, grünbliche und werthvolle Arbeit, die daS Gesammtwerk um etwa 30000 Artikel bereichert. Wie nützlich und nothwendig dieser mit 17 Tafeln und 127 Textabbildungen versehene 17. Band für jeden Besitzer der früheren Bände ist, läßt sich mit wenigen Worten nicht sagen. Sein Inhalt und die ungemein große Sorgfalt und Umsicht, welche darauf von Seiten der Redaction und ihrer Mitarbeiter verwendet wurde, machen ihn zu einem unentbehr­lichen Beftandtheil des kostbaren Werkes, den keiner wird missen können, der Meyers Conversations-Lexikon besitzt.

-Meine Dienstzeit, Friedens- und Kriegs-Erinnerungen 18691871" so betitelt sich ein recht elegant ausgeftattetes, im Verlage der N. G. Elwert'schen Buchhandlung in Marburg erschienenes Merkchen. Der Verfasser, ehemaliger Jäger des Hessischen Jäger- Bataillons Nr. 11, schildert in recht anziehender Weise seine und seiner Kameraden Erlebnisse im Frieden wie insbesondere auch im Kriege 1870/71. Was letztere betrifft, so hat der Verfasser, um keine unrichtige Angaben zu machen, das Generalstabswerk, die Bataillons- geschichte und andere Quellen benutzt. Der Leser kann aus dem Merkchen, das ihn über die Schlachtfelder von Weißenburg-Wörth- Sedan nach Paris führt, sein Wissen über den gewaltigen Kampf zweier großen Nationen bereichern, wozu noch besonders werthvolle Pläne von brn Schauplätzen der Helbenthaten bes 11. Jäger-BataillonS beitragen. Das Werk bat nicht nur für ben gebienten Soldaten einen bleibenden Werth, sondern auch für den Laien, her heute noch mit Bewunderung der großen That von 1870/71 gedenkt. Der Zweck des Werkes: aus feinem Reinertrag ein Scherflein zu einem Gedenk­stein beizutragen, welcher auf dem Schlachtfeld von Worth gesetzt und alle Namen der im Dienste des Vaterlandes 1870/71 gefallenen 11. Jäger tragen soll, spricht sehr für dessen Verbreitung. Krieger- Vereinen dürste das Werk aber besonders zur Anschaffung empfohlen werden. Preis 1.20 Mk.

BUdermappe für Kunstfreunde. Von diesem elegant ausgestatteten, im Verlage von Ernst Keils Nachfolger in Leipzig, erscheinenden Album der vorzüglichsten Holzschnitte derGartenlaube" liegt die 5., 6. und 7. Lieferung vor, und auch diese Hefte zeugen nicht nur für den Reichthum des bildlichen Schmuckes unseres Volks­und Weltblattes, sondern auch für die geschickte Zusammenstellung her einzelnen Hefte, in denen in ansprechendem Wechsel die ver- schiedenstm Genres vertreten sind. Die Lieferungen bilden eine Zierde für jeden Salontisch und dürften bei ihrem billigen Preis sich für jeden Kunstfreund zur Anschaffung empfehlen. Jede Buch- handlung nimmt Bestellungen hierauf an.

Wöchentliche Kleberficht der Todesfälle in Gießen.

37. Woche. Vom 13. September bis 19. September 1891. Einwohnerzahl: 20 611 (incl. 1600 Mann Militär).

SterblichkeitSziffer: 22,71 °/oo bezw. 20,19 nach Ausschl. der Ortsfremden.

Kinder