.. totales und 4)vovinztclles.
Gießen, 23. April.
— Aus der Garnison. Oberstlieutenant v. Schlegel! vom 2. Großh. Hess. Jns.-Regt. (Großherzog) Nr. 116 wurde, unter Beförderung zum Obersten, zum Commandeur des Infanterie-Regiments v. Voigts-Rhetz (3. Hann. Nr. 79) ernannt. — Major Schmidt vom Gren.-Regt.^riedrich Wilhelm II. (1. Schles. Nr. 10) wurde, unter Beauftragung mit den Functionen des etatsmäßigen Stabsoffiziers, in das 2. Großh. Hess. Inf.-Regt. (Großherzog) Nr. 116 versetzt. — Dr. Winther, Stabs- und Bat.-Arz: vom 3. Bat. 2. Großh. Hess. Jns.-Regt. (Großherzog) Nr. 116, unter Verleihung des Characters als Oberstabsarzt 2. Klasse, der Abschied mit der gesetzlichen Pension und der Erlaubniß zum Tragen der bisherigen Uniform bewilligt. — Dr. Krieger, Stabs- und Bat.-Arzt vom 2. Bat. 6. Hann. Jns.-Regts. Nr. 49, zum 3. Bat. 2. Großh. Hess. Jns.-Regt. (Großherzog) Nr. 116 versetzt. — Kasernen-Jnspector Müller wurde zum Garnison- Verwaltungs-Jnspector ernannt.
— Bei dem gestern Nachmittag vorübergegangenen verfrühten Gewitter, welches mehrere heftige Blitze und Donnerschläge entwickelte, zeigte sich in dem Comptoir eines hiesigen Geschäftes folgende Erscheinung: Aus dem Telephon-Apparat, unter Anschlägen der daran befindlichen Glocke, fuhr ein dünner, hellleuchtender Blitzstrahl in ganz gerader Linie an dem Kassenschrank und dem in der Nähe sitzenden Geschäftsinhaber vorbei durch das offene Fenster hinaus- in diesem Moment erfolgte ein Donnerschlag von großer Heftigkeit, der hier und da die Fensterscheiben erklingen ließ. Der aus dem Telephon kommende, wohl nicht mehr als haarstarke Blitzstrahl harre eine so intensive Helle, daß dem bett. Herrn noch nach jjast 11/2 Stunden das eine Auge wie geblendet vorkam. War nun das offene Fenster während der electrischen Entladung die Ursache dieser Erscheinung? Eine Aufklärung hierüber von berufener Seite wäre im Interesse der an die Fernsprechleitung angeschlossenen Geschäftsinhaber gewiß sehr erwünscht.
— Auf den heute Donnerstag Abend stattfindenden letzten wissenschaftl. und Experimental-Vortrag über Edisons Phonograph machen wir hierdurch aufmerksam. Wer das geniale Werk Mr. Edisons noch nicht gesehen resp. gehört hat, möge sich diese Gelegenheit nutzbar machen- der Besuch ist sehr lehrreich und äußerst interessant.
— Vorschriftsmäßig können von den Truppentheilen der Infanterie, der Jäger, der Artillerie, der Pioniere, des Eisenbahn-Regiments, sowie des Trains, Mannschaften, deren häusliche Verhältnisse die Anwesenheit dringend wünschens- wertb erscheinen lassen und die militärisch ausgebildet sind und sich gut geführt haben, am Ende des zweiten Dienstjahres in beschränkter Zahl zur Disposition der Truppentheile beurlaubt werden. Daraus gerichtete Gesuche sind bis zum 10. Mai d. I. bei den betreffenden Bürgermeistern einzubringen.
— Ernennungen. Der cd. Pfarrer zu Seelscheid (Preußen) Die. tßeol. Julius Wilh. Smend wurde zum dritten Lehrer und Professor am Prediger-Seminar zu Friedberg, der pract. Veterinärarzt Heinr. Gerhard zu Büdingen zum Kreis- veterinärarzt des Kreisveterinäramtes Grünberg ernannt.
-d. Schotten, 22. April. Heute Mittag entlud sich über unsere Stadt ein Gewitter, verbunden mit starkem Hagelregen, der die schon grünenden Fluren in Kürze in eine weiße Decke hüllte. Da das Gewitter den hohen Vogelsberg nicht zu übersteigen vermochte, so stand es eine Zeit lang still und zog dann östlich.
— Inwieweit Dienstboten ersatzpflichtig für fahrlässig zertrümmertes Geschirr zu machen sind, erläutert ein Vorfall, auf den von rechtskundiger Seite die Aufmerksamkeit gelenkt wird. Vor einer Reihe von Jahren war ein Dienstbote, welcher kostbares Geschirr zerbrochen hatte, auf Schadenersatz verklagt. Das grobe Versehen wurde festgestellt und der
Wörtchen einfließen ließest, einige Vorbereitungen träfest für den Sturm, den ich nachher natürlich selber wagen will —"
Auch das sagte Martha zu und so schied Ewald mit heißen Dankesbetheuerungen von ihr.
Er athmete zum ersten Male wieder aus. Wenn Martha die Ordnung dieser schwierigen Dinge übernahm, würden sie zu einem guten Ende kommen, daraus verließ er sich fest. Sie hatte noch immer alles in Ordnung gebracht, was sie in die Hand nahm. Man konnte Häuser aus sie bauen. Ein Wort aus ihrem Munde wog mehr wie das heiligste Versprechen, das Andere gaben. Und wie fein und klug und tactvoll sie sich immer zu benehmen wußte, mit wie in- stinctiver Sicherheit sie in allen streitigen Fragen das Rechte traf! Wie thöricht er gewesen war, sie damals nicht erst um Rath zu fragen, als er sich in leichtsinniger Uebereilung, von einem Schauder vor seinem ewigen Junggesellenthum gepackt, entschlossen hatte, um Anny Tandler zu freien! Sie hätte ihm sicherlich schon damals gesagt, was sie ihm jetzt gesagt hatte: „Das hübsche Gänschen!" womit ja im Grunde Annys ganze Characteristik treffend erschöpft war, und: „Sie kam also gar nicht in Frage." Nein, natürlich, sie wäre gar nicht in Frage gekommen. Das eine Mal, wo er ohne Marthas Rath gehandelt hatte, weil ihm das manneswürdiger erschienen war, war ihm sehr übel bekommen. Jetzt machte es ihn nur ein wenig stutzig, daß sie auch an feiner Liebe zur blonden Tilly zweifelte, oder nicht an seiner Liebe, aber doch daran, daß sie die Rechte für ihn sei. Tilly nicht die Rechte? Dann gab es also in der Welt feine, die zu ihm gepaßt hätte. Oder war es Martha gar nicht Ernst damit gewesen? Hatte sie ihn nur necken wollen? Im Grunde verstand sie es doch wirklich vortrefflich, ihn zu „nehmen". Böse konnte man ihr niemals fein, auch nicht, wenn sie einem ganz unzweideutig und rücksichtslos ihre Meinung sagte.
(Fortsetzung folgt.)
Verklagte in erster Instanz verurtheilt. Er appellirte und das Oberlandesgericht ermäßigte die eingeklagte Summe auf den sechsten Theil, nämlich auf den Kaufpreis gewöhnlichen, in anständigen Haushaltungen gebräuchlichen Geschirres, indem ausgeführt wurde, daß die Herrschaft selbst sich großer Fahrlässigkeit schuldig mache, welche zerbrechliche Gegenstände von hohem Werthe in die Hände eines nicht als besonders geschickt und vertrauenswürdig erprobten Dienstboten gebe. Noth- wendig fei allerdings das Reinigen von Glas und Porcellan, der Dienstbote könne aber nur zum Ersatz von mittlerer Qualität der gebräuchlichen Gegenstände angehalten werden- wer ihm Kostbarkeiten anvertraue, müsse auch die Gefahr tragen.
X Bad-Nanheim, 22. April. Die diesjährige Saison wird am 1. Mai eröffnet werden. Wie man hört, sollte dies schon am 15. April geschehen, das Wetter war jedoch zu ungünstig. Trotzdem haben sich schon ziemlich viele Kurgäste eingefunden. Nauheim wird seinen Besuchern dieses Jahr in ziemlich veränderter Gestalt erscheinen. Die Nauheimer lassen es sich sehr angelegen fein, ihren Gästen von Jahr zu Jahr Nauheim schöner und anziehender zu gestalten. Es wurde eine neue Straße gebaut, die vom Badehaus Nr. 4 birect auf die Chaussee führt, dem Fahrweg nach dem Bahnhof parallel. Der Weg nach der Terrasse ist jetzt besser her- gestellt und auf beiden Seiten mit Cementtrottoir versehen worden. Die Terrasse ist um ein Bedeutendes vergrößert worden. Die Hauptzierde des Bades giebt das neue Bade- haus. Es ist zwar eben noch in der Entstehung begriffen, doch man kann schon erkennen, welch ein Ban es giebt. Auch der Park ist unter der geübten Hand des Gärtners weiter gepflegt und verschönt worden. Hoffentlich giebt es ein warmes und schönes Jahr, das den Nauheimern viele Gäste und was damit verbunden ist, viel Verdienst bringt.
— Auch ein Märtyrer der Arbeit. Unter dieser Heber; schrist plädirt das „Thierschutz-Correspondenzblatt" für allgemeinen und besonders gesetzlichen Schutz der Pferde. Es heißt in dem Artikel u. A.: „Wenige haben einen Begriff von dem Dulderleben eines altersschwachen Pferdes, welches immer noch schwer arbeiten muß. Ungewöhnliche Anstrengungen und körperliche Schmerzen sind für gesunde, kräftige Thiere höchstens eine Quälerei - für ein altersschwaches ober gar krankes Pferb sinb sie eine namenlose Grausamkeit. Unb nun wirken Hunger, Durst, Hitze ober Kälte, Ermattung bis zum Tobe und dabei die anstrengendste Arbeit zu gleicher Zeit auf solch ein elendes Thier ein. Droht es dann zu erliegen, so wird es noch mit der Peitsche bearbeitet - gerade dann erst findet diese als rechtes Marterwerkzeug die rasfi- nirtefte Anwendung. Unb eine berartige Ausnutzung alter, unglücklicher Thiere („Schindmähren" nennt sie das Volk) können wir in zahllosen Fällen in der Stadt wie auf dem Lande Tag für Tag wahrnehmen. Wenn diesem schrecklichen Uebelstande abgeholfen werden soll, so könnte es nur im Wege einer gesetzlichen Bestimmung geschehen, wonach der Gebrauch kranker, mit äußeren Schäden behafteter, lahmer und abgetriebener Zugthiere nicht geduldet wird. Es müßte in jedem größeren Orte eine Commission von Sachverständigen geben, welche zu entscheiden hätte, ob ein Pferd noch so beschaffen ist, daß es zur Arbeit verwendet werden kann ober ob es bem Pferbeschlächter übergeben werden muß." Den Thierschutzvereinen zur Beachtung empfohlen!
— Kleine Mittheilungen aus dem Großherzogthum Hessen. In Offenbach haben sich die Spezereihändler zu einem Verein zufammengethan, um sich gegenseitig über faule Zahler und leichtsinnige Schuldenmacher zu unterrichten. — Ein Metzger, der eine Parthie Fleischwaaren nach Offenbach einschmuggeln wollte, wurde dort erfaßt und mit bem zehnfachen Betrag ber Hintergangenen Steuersummen bestraft. — Auf bem Güterbahnhofe zu Mainz lief am 17. b. M. bas Pferd eines Fuhrmanns fammt Wagen in eine Rangiermaschine, wo es so schwer verletzt wurde, daß es getödtet werden mußte- der Wagen ging in Stücke. — Infolge gesteigerter Brodpreise wird in Worms die Errichtung einer Confum- bäcferei geplant. — Ein Hundebesitzer in Mainz hatte dieser Tage eine Hündin nach Speyer verkauft und per Bahn nach dort gesandt. Wie erstaunte der Mann aber einige Tage später, als er Morgens vor feiner Wohnung das Thier wieder oorfanb: die Hündin hatte den Weg von Speyer nach Mainz wieder gefunden. — In Offenbach hat die Polizeibehörde Die von den Gewerkschaften nachgefuchte Genehmigung zu einem öffentlichen Aufzuge am 3. Mai nicht ertheilt. — Von zwei am 19. d. M. in der Fabrik Neuschloß bei Lamp ert- heim mit Brennnesselsuchen beschäftigten Kindern von 2^ und 4V2 Jahren fiel das ältere in einen Wassergraben und ertrank. — Aus Mainz vom 21. b. M. wird berichtet: Als heute früh bei ber Eintheilung der 400 zur Hebung einberufenen Landwehrleute in ber Münsterkaferne ber Oberstabsarzt ersuchte, baß bie nicht ganz Gesunden vortreten sollten, leistete zwei Drittel der Mannschaft dieser Aufforderung Folge. Bei der ärztlichen Hntersuchung fanden sich jedoch im Ganzen nur 15 Dienstuntaugliche vor, bie Anberen mußten ber Fahne folgen. — Infolge Eröffnung bes Concursver- fahrens über bie Firma Wolff in Hanau sind in Seligen- ftabt, woselbst sich eine Filiale befiubet, ca. 150 Cigarrenarbeiter vorläufig arbeitslos geworben.— Auf ben Mainzer Viehmarkt wurden am Montag zwei Ochsen gebracht, welche je 25—26 Ctr. lebenb Gewicht hatten.
vermischtes.
* Darmstadt, 22. April. Wie bas „Darmst. Tagebl." melbet, hat bie Stabtverordneten-Versammlung in einer ihrer letzten geheimen Sitzungen ben Beschluß gefaßt, baß in allen den Fällen, in welchen städtische Arbeiter zu militärischen Hebungen einberufen werden, die Weiterzahlung des Lohnes auch für die Dauer dieser Hebungen und zwar in ber Weise erfolgt, baß verheiratheten Leuten ber volle, unverheiratheten aber nur ber halbe Lohn ausbezahlt wird. Ledige Leute,
welche mit ihren Eltern gemeinschaftlichen Haushalt führt!' und dieselben unterstützen, sollen den verheiratheten gleich behandelt werden.
*△ Mainz, 22. April. Eine hiesige Schiffsverkehranstalr ist das Opfer eines fortgesetzten beträchtlichen Billet- unt er sch le iss geworden. Der Hnterschleif wurde in ber Art bewerkstelligt, daß der Bedienstete, der die verbrauchten Tageskarten nach dem Geschäftsbiireau zu verbringen hatte, täglich ein größeres Quantum derselben bei Seite schaffte und solche alsdann einer der Kassirerinnen des Geschäftes behändigte, welche letztere die Fahrkarten nochmals verkaufte und ben Erlös bafür mit dem Helfershelfer theilte. Wie groß der Betrag ist, um welchen bie Verkehrsanstalt hierdurch geschädigt worden, läßt sich nicht feststellen, doch soll derselbe ziemlich beträchtlich sein. Durch Schaden klug gemacht, hat bas betreffenbe Geschäft jetzt sehr scharfe Controllvorkehrnngen getroffen.
*△ Mainz, 22. April. Der von ber Direction bes Stabttheat er s in ber verflossenen Thealersaison erzielte Reinüberschuß betrug 12 000 Mk., etwa 500 Mk. mehr als im vorigen Jahre. Hierzu treten für bie Direction noch 7000 Mk., welche als Directionsgage im Bnbget vorgesehen sinb.
* WormS, 22. April. Heute Mittag ist ber Darnm- führer Eberts auf schreckliche Weise verunglückt. Derselbe wollte mit einem Nachen einem burch bie Brücke treibenden Floß entgegenfahren, um zu „wahrschauen". In diesem Augenblick wurde auf dem Floß ber Anker geworfen, ber Nachen des Eberts wurde von bem Drahtseil bes Ankers erwischt unb bem Unglücklichen burch bas straff werdende Seil ein Bein total abgeschlagen unb bas andere zweimal gebrochen. Das abgeschlagene Bein fiel in den Strom unb wurde von ber Strömung fortgetragen. Der Schwerverletzte wurde in das Hospital verbracht.
* Kurz und bündig! Gelegentlich des in Hagen in diesem Jahre aus Anlaß des Geburtstages des Fürsten Bismarck veranstalteten Festmahles nahm, nachdem schon eine größere Anzahl von Trinksprüchen absolvirt war, ein bekannter Industrieller das Wort, nachdem er an sein Glas in üblicher Weise geklopft und sich feierlich erhoben hatte. Unter allgemeiner Stille und Spannung sprach er sodann folgende denkwürdige Worte: „Meine Herren, ich sage nichts weiter als — Bismarck!" Spruchs und nahm unter allgemeiner Heiterkeit wieder Platz.
* Ein Schornsteinfeger per Velociped. Daß es immer noch Neues unter ber Sonne gibt, zeigte sich bieser Tage in Hochbors in ber Pfalz. Es bot sich nämlich bon ber seltene Anblick, einen Schornsteinfeger mit ber Leiter aus dem Rücken von Mutterstabt her hoch auf dem Stahlroß durch Hochdorf fahren zu sehen.
* Graue Offiziersmäntel. Für das Offiziercorps des deutschen Heeres wird bie Einführung eines grauen Mantels anstatt bes bisherigen schwarzen in Aussicht genommen. Zunächst haben einige Offiziere des ersten Garde-NegimentS zu Fuß und des Kaiser-Alexanber-Garbe-Grenadier-Negiments bie Neuheit zur Probe angelegt. Die graue Farbe hat sich bereits als zweckmäßig bewährt. Seit einer Reihe von Jahren werben schon bei ben meisten Truppentheilen eine Anzahl — oft ganze Garnituren — graufarbene Mäntel angefertigt unb getragen. Bekannt und geschichtlich geworden ist jener graue Kaisermantel, ben Kaiser Wilhelm I. namentlich bei seinen Ausfahrten im Winter zu tragen pflegte.
* Ein Opfer der Wiflenschaft. Hofrath Kalning in Dorpat ist bas Opfer seiner wissenschaftlichen Arbeiten geworben. Er hatte unlängst in ber bacteriologischen Station ber Dorpater Thierarznei-Hochschule ein biagnostisches Mittel zur Feststellung ber Rotzkrankheit bei Thieren entbeeft. Bei ben Versuchen ist er angesteckt worben unb am Rotz gestorben.
Verkehr, Land- un6 Volkswirtschaft.
Mainz, 22. April. Die heutige Generalversammlung bei Mainzer Volksbank (eingetr. Genossenschaft) beschloß die Vertheilung einer Dividende von 6 Procent auf die stimmberechtigten Stamm- antheile. __
Limburg, 22. April. Fruchtmarkt. Rother Weizen
2165, weißer Weizen JL —, Korn JL 15 85, Gerste JL 11.40, Hafer JL 8 90, Erbsen —, Kartoffeln —.
Frankfurt, 22. April. Marktpreise. Heu pro 100 Ko. JL 5--6.60, Stroh X 4.40 —4 80, Kartoffeln JL —~
bis---, Butter per Pfd. JL 0.90—1.10, (Äer per St. 5—7 H,
Roggenbrod 4 Pfd. 45 H, do. feines 47 H, gemischtes 6 Pfd. 94
Schiffsnachrichten.
Bremen, 21. April. sPer transatlantischen Telegraph-! Der Schnelldampfer Trave, Eapt. R. Busstus, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. April von Bremen und am 12. April von Southampton abgegangen war, ist gestern 12 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Crepe de Chine, Seidengaze u- seidene Grenadines schwarz und farbig 'aud? alle Lichtfarben) Mk 1«55 p. M. bis Mk. 14.88 (in 22 versch. Qual.) versendet robenwetse porto- und zollfrei das Fabrik-Depot G. Henneberg (K. K. Hofltes) Zürich. Muster umgehend. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. 637
Pommerfche Hypotheken-Actien-Bank.
Der Absatz der Pfandbriefe dieser Bank hat sich in so erfreulicher Weise entwickelt, daß dieselbe, wie aus dem in dieser Nummer abgedruckten Prospect ersichtlich, eine neue Emission von 4o/o-Pfandbriefen vorbereitet, und verweisen wir wegen der Details aus die in dem Prospect gemachten Angaben. Die Notirung dieser Pfandbriefe an der Berliner Börse ist bereits genehmigt und werden dieselben zu 100,80 bez. u. G. gehandelt.
Die von uns bereits früher besprochenen Zahlen des Abschlusses pro 1890 ergeben, daß diese Bank sich in günstiger finanzieller Position befindet und somit darf angenommen werden, daß auch die neuen Pfandbriefe sich der Gunst des Anlage suchenden Eapi- talisten-Publikums zu erfreuen haben werden.
Schwarze rein wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen bei 3 $41 Gebr. Stamm.


