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Hinsichtlich der Beklebung und Ausfüllung der Quit- lungskarten für die Invalidität^ und Altersversicherung ist in weiten Kreisen noch immer die Meinung verbreitet, daß die 52 einzelnen Felder der für die Jnvaliditäts- und Alters- versicherung ausgegebenen Öuittungskarten den einzelnen Ka­lenderwochen entsprechen und daß daher die Marken auf das­jenige Feld zu kleben sind, welches nach seiner Nummer der betreffenden Woche entspricht. Dies ist durchaus irrig. Die Karten sind nicht für ein bestimmtes Kalenderjahr bestimmt, gelten vielmehr bis zum Schlüsse des dritten Jahres, welches aus das Ausstellungsjahr folgt (§ 4 des Gesetzes) und nach § 109 Abs. 2 müssen die Marken in folgender Reihe cinge- klebt werden, d. h. man beginnt stets beim ersten Felde und

Inhaber der Karte bei Aushändigung der neuen Karte über den Inhalt der abgegebenen zu ertheilenden Bescheinigung.

Wochen krank ist und keine Marke verwendet, so kommt die erste Marke, die ihm nach Wiederaufnahme der Arbeit einge­klebt wird, auf das zweite Feld. Die von den Kassenvor­ständen ausgestellten Krankheitsbescheinigungen muß der Ver­sicherte sorgfältig aujbewahren und beim Umtausch der Quit­tungstarte der nmtauschenden Stelle vorzeigen. Es ist aber unzulässig und strasbar, wenn der Versicherte oder sein Arbeit­geber oder der Kassenvorstand irgend einen Vermerk über Er­krankungen aus die Quittungskarte setzt, ebensowenig ist die Versicherungsanstalt dazu befugt. Nur die Hebestelle trägt bei der Aufrechnung der zum Umtausch eingereichten Karte die nachgewiesenen Krankheitswochen an der hierzu bestimmten Stelle der Karte ein und vermerkt das Ergebuiß in der dem

Locales und Provinzielles.

Gießen, 23. März.

Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin von Baden kamen heute früh mit Schnellzug 4 Uhr 54 Min. über Cassel hier an und reisten um 4 Uhr 59 Min. nach Frankfurt a. M.

Bemerkenswerthe Worte über das Turnen hat Kaiser Wilhelm bei der kürzlich in der königlichen Turnlehrer-Bil­dungsanstalt zu Berlin stattgefundenen Schlußvorstellung, welcher Turnlehrer aus ganz Preußen beiwohnten, geäußert. Der erlauchte Monarch betonte in einer kurzen Ansprache an die versammelten Lehrer, daß das Turnen immer nur Mittel zum 3roecf sein müsse und daher das während des Winkers iu den Turnräumen Geübte im Sommer draußen in der freien Natur zu verwerthcn sei. In Anknüpfung an diese Acußerungen des Kaisers hielt daun auch der mitanwesende neue preußische Cultusministcr Gras Zedtlitz-Trützschler eine Ansprache an die Turnlehrer. Er ermahnte dieselben dringend, das Turnen nicht als Nebensache zu betrachten, nicht blos im Minter und in geschlossenen Räumen zu turnen, sondern ihre

rückgängig gemacht worden, der 19 500 Quadratmeter große Paradeplatz inmitten der Stadt ausersehen. Der säst qua­dratische Turnplatz ist 3432 Quadratmeter groß, bei Eintritt schlechter Witterung kann das unmittelbar daran grenzende Zeughaus zum Turnen benutzt werden. Der Festbeitrag soll 2 Mk., für Turner-Tageskarten 1 Mk. betragen und hofft der Festausschuß bei der günstigen Lage Hanaus aus, zahl­reichen Besuch aus Turnerkreisen.

Butzbach, 21. März. Bei der am Donnerstag Nach­mittag aus hiesigem Rathhause stattgehabten landwirthschast- lichen Verloosung siel auf Nr. 10 212 der erste Preis, ein sehr schönes Rind im Werthe von 370 Mk. in die Loos- eollecte des Herrn Sornmerlad dahier, welcher das Loos an einen Metzgergehilseu in Friedberg verlauste. Der zweite Preis, ebensalls ein hübsches Rind im Werthe von 340 Mk., fiel auf Nr. 7375. Der dritte Preis, ein Rind im Werthe von 330 Mk., fiel aus Nr. 3232, welches Loos nach Ober- Wöllstadt verkauft worden war. Metzgergehülfe Weiß zu Friedberg, welcher den 1. Preis bei der Butzbacher Faffel- markt-Verloosung (ein Rind im Werthe von 37O Mk.) gewann, hatte das Glück, anch noch den 38. Preis, nämlich ein Paar Ferkel zu erhalten.

Butzbach, 21. März. Wie sich die im fernen Kalifornien lebenden Wetteraner für ihre Heimath intereffiren, zeigt Folgendes: ca. 34 jetzt in San Francisco wohnende Wetterauer nahmen bei dem Butzbacher Fasset- und Zuchtviehmarkt 150 Loose. Göttin Fortuna hat nun vorgestern die schätzens- werthe Anhänglichkeit an die alte Heimath belohnt, denn nicht nur der zweite Preis, ein gelbscheckiges Rind, sondern auch ein Paar Ferkel und ein Einleger fielen als Gewinnste auf diese Loose. Da nun bei der Viehhaltung Reinlichkeit eine Hauptbedinglmg ist, ließ die Glücksgöttin den Loosbesitzern auch noch ein Putzgeschirr zusatten.

Friedberg, 19. März. Die hiesige S p i e l g e s e l l s ch a s t, die neulich Antheil am großen Loose der preußischen Lotterie hatte, ist abermals bei einem Gewinn von 5300 Mk. be- theiligt. Gegen einen der Spieler, der früher vergantet war und der auf den Namen seiner Frau ein offenes Geschäft betrieb, ist abermals Concurs beantragt worden, da die früheren Concursglänbiger Anspruch auf den Gewinn machten.

Elpenrod, 18. März. Heute feierte unser Herr Bürger­meister Reich hold das seltene Fest der goldenen Hoch­zeit. Das Jubelpaar steht anfangs der siebziger Jahre und erfreut sich der besten Gesundheit.

Zöglinge zum Spiel und Turnen auch hinaus ins Freie zu führen, damit Geist und Körper unserer Jugend frisch blieben für die anderen Aufgaben, welche der Jugend in der Schule (jarren. Die in diesen Ermahnungen des Kaisers und seines Ministers liegende Wahrheit ist längst von allen Freunden und Befürwortern einer gleichmäßigen und Hand in Hand gehenden Ausbildung von Geist und Körper der Jugend anerkannt worden; hoffentlich wird nunmehr von unserem Juqendbildnern, zu deren nicht geringsten Vertretern ja auch die Turnlehrer gehören, in diesem Sinne gehandelt werden.

Vom I.Juni d. I. an kommt ans den zum Vereine der Deutschen Eisenbahn-Verwaltungen gehörigen Deutschen Eisenbahnen, unter Aushebung aller zur Zeit bei den ein­zelnen Verwaltungen in Gebrauch stehenden Zeitrechnungen nach besonderen Normalzeiten im inneren Dienste gleichmäßig die mitteleuropäische Zeit zur Anwendung. Die mitteleuro­päische Zeit ist die Zeit des 15. Längengrades östlich von Greenwich. Dieselbe weicht gegen die Greenwicher Zeit um eine volle Stunde, gegen die Berliner Zeit um rund sechs Minuten ab, bezw. ist gegen diese beiden Normalzeiten um eine volle Stunde, resp." rund 6 Minuten voraus. Behufs Umrechnung der bisher in Berliner Zeit gemachten Zeit­angaben in mitteleuropäische Zeit bedarf es daher nur der Zuzählung von 6 Minuten zur Berliner Zeit. Durch die Einführung der mitteleuropäischen Zeit wird an der bisherigen Zeitlage der Züge selbstverständlich in Wirklichkeit nichts ge­ändert. Die für den Gebrauch des Publikums bestimmten Fahrpläne werden nach wie vor in Ortszeit ausgestellt, wie überhaupt alle Zeitangaben im Verkehre mit dem Publikum wie früher in Ortszeit zu machen sind.

Am 4. d. M. wurden einem Einwohner der Graben­straße 20 Mk. aus dem verschlossenen Schrank entwendet. Der damals vermutliche Dieb, ein hiesiger Schlossergeselle ohne Arbeit, welcher nach der That flüchtig ging, ist gestern Nachmittag in der Wohnung seiner Mutter dahier verhaftet worden und hat die That eingestanden.

Gestern Vormittag wurde die Leiche des seit dem 2. Februar l. I. vermißten Telegraphen-Vorarbeiters Eduard Bruns von hier oberhalb der Lahnbrücke bei Heuchelheim, im Heßler, gekündet.

Bei der am 15. (. Mts. zu Hanau stattgehabten gemeinschaftlichen Sitzung des Ausschusses des Mittelrhcinischen Turnkreises mit dem dortigen Festausschuß für das 19. Mittel- rheinische Kreis-Turnfest war eigentlich vereinbart worden, über die die Festordnung betreffenden Beschlüsse erst bann in den Zeitungen zu berichten, wenn dem Central-Ausschuß diese Beschlüsse vorgelegen hätten und von demselben genehmigt worden seien. Da indessen dieser Abmachung zuwider aus­führliche Berichte an die Zeitungen versandt worden sind, liegt kein Grund mehr vor, das für turnerische Kreise und sonstige Interessenten Wissenswerthe, über daS Fest den Lesern vorzuenthalten. Als Zeit zur Abhaltung des Festes sind die Tage vom 26. bis 28. Juli in Aussicht genommen. Die vorläufige Festordnung sieht vor: Am 25. Juli Empfang und Begrüßung der ankommenden Gäste- Abends G Uhr Sitzung des Kampsaerichts - 8 Uhr Eröffnung des Festes in der'Festhalle mit Goncert rc. Am 26. Juli, Vormittags 11 Uhr Frühconcert- Nachmittags 1 Uhr Festzug- von 2i/2 Uhr an Freiübungen und Musterricgen-Turnen- Abends 9 Uhr Vertheilung der Ehrentafeln, Concert rc. Am 27. Juli, Vormittags 6 Uhr Kampfgerichts-Sitzung- 7^Uhr Beginn des Einzel-Wettturnens- Nachmittags 2 Uhr ^Fest­bankett - 4 Uhr Kürturnen der geübteren Turner - 5 Uhr Schüler-Schauturnen - 8 Uhr Verkündigung der Sieger, Concert. Am 28. Juli, Vormittags 7 Uhr Beginn des Wcttfechtens- 10 Uhr Concert- Nachmittags 3 Uhr Wett­ringen , hierauf Turnspiele, Volksbelustigungen, Concert - Abends 6 Uhr Verkündigung der Sieger- 8 Uhr Gesangs- Aussührtlngen in der Festhalle. Am 29. Juli Vormittags Besichtigung der Sehenswürdigkeiten in Stadt und Umgebung- Nachmittags 3 Uhr Abfchiedsconcert in Wilhelmsbad. Als Festplatz ist, nachdem die Zusage für den Stadtpark wieder

Zustimmung, daß er nicht beabsichtige, Reformen wie den Zonentarif einzuführen.

Lauevburg, 21. März. Fürst Bismarck wurde heute zum Abgeordneten des Lauenbnrgschen Kreistages gewählt.

Breslau, 21. März. DieBresl. Z,g." meldet aus Beuthen: Aus der Florentinengrube brach gestern Nachts ein Gruben brand aus. Ein Oberhäuer und 14 Pferde wurden getödtet. Der Brand ist bereits gelöscht und der Be­trieb m vollem Umfang wieder ausgenommen worden.

Frankfurt a. O., 21. März. Die Warthe durchbrach in vergangener Nacht in Sonnenburg den Nothdamm der Neustadt. Etwa dreißig Wohnhättser mit sünfundachtzig Fa­milien stehen unter Wassel

Ausland

Wien, 21. März. Die deutsch-österreichischen Vertrags­verhandlungen dürsten, wie diePresse" meldet, am Monrag wieder ausgenommen werden. .

Paris, 21. März. Die Commission beschloß, dem Mu­ni eipalrath vorzuschlagen, der Kundgebung am 1. Mat sich anzuschließen und den 1. Mai zum Ruhetag für die städtischen Arbeiter und Angestellten zu erklären. Der Mnni- civalrath nimmt voraussichtlich den Vorschlag an.

Paris, 21. März. In dem Beschlüsse der Commis sion des Municipakrathes, demselben zu empfehlen, er möge der Arbeiterkundgebung zum 1. Mai znstimmen und sämmtlichen Stadtbediensteten diesen Tag freigeben, be­merkt derTemps", die Regierung werde sicher diesem An­träge, falls der Municipalrath benfelben annähme, entgegen­treten. ,

Brüsiel, 21. März. Man bestätigt, daß die Anwefenheit des Königs Leopold in London die Regelung einiger Territorial-Streitigkeiten zwischen den Congo-Agenten und den Agenten der britischen Compagnien bezwecke. Ein ungünstiger Ausgang der Verhandlungen des Königs mit Lord Salisbury wird nicht befürchtet. ,

Seraing, 21. März. In den Eisen- und Kohlenberg­werken Cockerilks ist ein allgemeiner Aus st and aus- gebrochen. Die Direction rief Gendarmerie aus Lüttich herbei. Die Aufregung der Ausständigen ist grofe. Die Gendarmen trieben die Neugierigen vom Bahnhof zurück, wohin die Aus­ständigen sich zurückgezogen hatten. Die Volksmenge nimmt eine aufreizende Haltung an.

Angers, 21. März. Unter den Arbeitern der schief er­bräche von Frelaze ist ein allgemeiner Aus st and aus- gebrochen. Es kamen einige Ruhestörungen vor, fo daß zur Aufrechthaltiing der Ordnung Militär dorthin entsendet werden

mußte. _ ...

Rom, 21. März. Dem Trauergottesdienste für Windthorst in der deutschen Nationalkirche Dell Anima wohnten die Cardinäle Rampolla, Melchers, Ledochowski und Alvisi, alle Prälaten des Palastes und des Staatssecretanats mit dem Majordomus, die Kammerherrn, der Almosenier, der Sacristau des Papstes, die Hausprälaten und auch die welt­lichen Hofchargen im Costüm bei. Graf Pecci, der Neffe oey Pfivstes und der Gefandte Schlözer waren ebenfalls an- ----- -------, . - , ..

wesend Bischof Necke« «(ebrivte die Pontificalmesse, während fährt damit ohne Freilassung eines Feldes fort mag auch die der Chor der sixtinischen Capelle Gesänge ausführte. Nach Arbeit zeilwege unterbrochen und wahrend dessen d,e Ber- Sch'us- der Messe hielt Cardinal Melchers die Trauerrede m Wendung von Marken unterblieben sein. Wenn also ö. B. Rutscher Sprache, worin er einen Rückblick auf Windthorsts ein. Arbeiter eine Marke aus ferner Starte hat und dann sechs Leben warf und die großen Dienste hervorhob, die der Ver- Wochen krank ist und keine Marke verwendet i» - e ftüibenc der Kirche und dem Batcrlande geleistet- er erinnerte tinat-

nn die außerordentlichen Ehren, welche Windthorst vom Kaiser und allen parlamentarischen Parteien erwiesen wurden. Der Todte sei vom Katholicismus der ganzen Welt verehrt worden. Der Redner bat schließlich die Anwesenden, für Windthorst -u beten. Cardinal Aloisi sprach sodann über den Catafalk die feierliche Absolution aus, womit die Trauerfeier schloß.

Rcwyork, 21. März. Der Präsident des amerika­nischen Arbeiterbundes fordert die Gewerkvereine aus zur Subseription Zwecks Unterstützung der 150000 Gruben­arbeiter, die am I.Mai den Kampf für den achtstündigen

DermWo*

*nn. Darmstadt, 22. März. Die Feier des 25- jährigen Bestehens der Ackerbauschiile zuDarm- stad t. Gestern Morgen um 10*/2 Uhr fand im Saal des Darmstädter Hofes dahier die Schlußprüsung und damit ver­bunden die Feier des 25jährigen Bestehens der laudwinh- schastlichen Winterfchule, jetzigen Ackerbauschule, statt. Hierzu hatten sich als Regierungsvertreter Ministerialrath Jaup, Provinzialdirector von Marquardt, Reg.-Rath Zöller, verschiedene Landtagsabgeordnete, Vertreter der Stadt, sowie Lehrer und viele ältere Schüler der Anstalt eingefunbeu, ic daß der Raum für die zahlreich Erschienenen nicht ausreichte. Zunächst fand "eine mündliche Prüfung der diesjährigen Schüler durch den Director der Anstalt, Landwirthschaftsinspector Stimmet, I)r. Schopp und F. Noack über landwirthschaft-, liehen Pflanzenbau, Geometrie und Chemie statt. Die Ant­worten wurden präcis und gut gegeben und man tonnte mit Befriedigung die Wahrnehmung machen, daß die Schüler das im Lause des Winters in der Anstalt Gelernte gut m sich ausgenommen und festgelegt hatten. Am Schluß der Prüfung wurden den Schülern, welche die Anstalt für immer ver­lassen, Bücher und Photographien aus der Landwirthschast als Andenken an den Besuch der Anstalt überreicht. Hiernach versammelten sich die Theilnehmer noch zu einem Frühschoppen in derRestauration Schmitts", um später ein gemeinschaft­liches Mittagsmahl im Darmstädter Saal einzunehmen. Be­sucht war die Anstalt von 40 Schülern und 13 Lehrer er­teilten den Unterricht in den verschieden landwirthschastlichen Lehrfächern. Außer dem von Großh. Regierung gewährten Staatszuschuß und der Dvtirung der Lehrer erhielt die Schule an weiteren Zuschüssen vom Provwziallandtag der Provinz Starkenburg 10OO Mk. und vom Kreistag des Kreises Darm­stadt 700 Mk. für das abgelaufene Jahr ^gebilligt. Möge die Schule auf der beschrittenen Bahn weiter gehen^ zum Nutzen und Segen der Hessischen Landwirtschaft, zum Blühen und Gedeihen des Deutschen Reiches. Das ivaltc Gott.

* Theure Wurst. In Berlin ist ein Metzgermeister, der seines Hauses wachsamen Hüter, seinen Hund, nachdem dieser das Zeitliche gesegnet, zur Wurstfabrikation ans-ß geschlachtet hatte, mit einer Gefängnißstraw von 4 Monaten und einer Geldbuße von 300 Mk. belegt worden. Der Biedermann hat jetzt Zeit, ausznrechnen, was ihm eine Wurst von Hundefleisch kostet. . , .

Wien, 19. März. Die vertauschte Braut. Die Gemeinde Siklo im Arader Comitat ist die einzige in Uw qam, wo die Zahl der Männer fv groß ist, wie dw der Frauen, nämlich je >416. Es kann also dort jeber Man» seine Lebensgefährtin finden nur Bastille Angyel war dies nicht im Stande und er ging nach Szekudvar, um dort enie Braut zu suchen. Unter den drei Töchtern einer gamtM wählte er die schönste und jüngste zup Lebensgejahrtin. Als glücklicher Bräutigam kehrte er nach Siklo zurück - am Sonm tag erschien er wieder in Szekudvar und führte, nicht nur von Liebe etwas trunken, die Braut zum Altar, vor dem der Pope in üblicher Weise die Trauung vornahm. Als der Schleier von der Braut fiel, machte Angyel die Entdeckung, daß er betrogen fei, denn man hatte ihm nicht die fungste, fonbern die älteste der drei Schwestern angetraut. Er raifon- nirte am nächsten Tage, aber es war ihm nicht mehr zu helfen und er mußte sich in fein Schicksal ergeben.

Arbeitstag beginnen wollen.

Newport, 21. März. Eine Depesche derNewyork Tri­büne" aus Washington hebt hervor: Es sei unzweifelhaft, das Verbot der Einfuhr amerikanifcher Schweine­schinken nach Deutschland, auch wenn sie in den Ver­einigten Staaten untersucht und gesund befunden wurden, gebe der Negierung zu ernsten Erwägungen Anlaß. Doch verdiene die Angelegenheit nicht die sensationelle Behandlung, die ihr von gewisser Seite zu Theil werde. In wohlunterrichteten Streifen fei man der Ansicht, daß die Einfuhr amerikanischer Schweine nach Frankreich demnächst werde zugelassen werden- die Schweine werden nur dem Zotte unterliegen, der nicht als Prohibitionszpll anzusehen fest