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* Der Deutsche Hugenotten Verein beabsichtigt, ein Ver­zeichnis aller in Deutschland lebenden Nachkomme!' von Re- sugies anzulegen. Diejenigen Personen, welche von den um 1685 aus Frankreich um ihres Glaubens willen Geflohenen abstammen und zur Zeit einer bestehenden französisch - refor- mirten Gemeinde nicht angehören, sind gebeten, ihre Namen, Stand, Geburtstag und Wohnort dem stellvertretenden Vor­sitzenden des Deutschen Hugenotten-Vereins, Herrn Dr. Berin- guier, Berlin W. 57, Alvcnslebenstr. 10, aus Postkarte mit- zutheilen.

£iteratur «nd ICunft.

Orientalisches Vebcn schildert das XVI. Heft der ^Modernen (Berlin, Verlag von Rich. Bong) und auch diese neueste Publikation des Verlages zeigt wiederum, wie man ein oft behandeltes Thema individuell und künstlerisch vornehm gestalten kann. Sehr gute Textholzschnttte begleiten den Text von Ernst Boetttcher, ferner tragen die Kunstblätter dem Cbaracter der Nummer Rechnung. Da finden wir ein Doppelblatt:Das goldene Horn" von H. L. Fischer, ferner Bilder aus dem Haremsleben in folgenden Arbeiten:Die neue Favoritin" von Jimenez,In Ungnade" von F. Eisenhut, Haremsschönheit" von Masriero,Abend im Orient" von F. Stahl. Die vorhergehende Nummer XV enthielt einen reich illustrirten Kaulbach-Artikel, ferner einen interessanten Aufsatz von Oscar Justinus . Ein Winter in Rom".

Die Urgeschichte des Menschen nach dem heutigen Stande der Wissen,chaft. Von Dr. Moriz Hoernes. Mit über 300 Abbildungen im Texte und 20 ganzseitigen Illustrationen. Wien, Pest und Leipzig. A. Hartlebens Verlag. 1891. 8°. In 20 Liefe­rungen A 50 Psa.

Der Verfasser hat keine leichte Aufgabe unternommen, als er fich anschickte, den gegenwärtigen Stand der prähistorischen Erforschung in einem groß angelegten Gesammtbilde gemeinverständlich und doch streng wissenschaftlich darzustellen. Die menschliche Urgeschichte ist, wie kein zweites gelehrtes Fach, gerade heute in raschem unb energischem Fortschreiten begriffen. Die älteren Werke sind längst nicht mehr ausreichend, um den gerade für die Urgeschichte und ihre zahlreichen Freunde so nothwendigen Rapport zwischen der fach- gelehrten Welt und dem größeren Publikum zu.vermitteln. Die Darstellung geht mit gleicher Ausführlichkeit und ausgedehntester Verwendung von werthvollem, zum Theile noch nicht publichtem Jllustrationsmatertale durch alle prähistorischen Perioden und sucht nach Thunlichkeit allen Problemen und localen Alterthümergruppen gerecht zu werden. Wenn es dem Autor leichter geworden ist, als Anderen, die Schwierigkeiten der Arbeit zu überwinden, so dankt er dies hauptsächlich seiner Berufsstellung in der anthropologisch-ethno­graphischen Abtheilung des k. k. naturhistorischen Hofmuseums in Wien, welches bekannUich eine der reichsten prähistorischen Samm­lungen der Gegenwart besitzt.

Von der tiefvcrhüllten Geburtsstunde der Menschheit führt uns Die Urgeschichte des Menschen" durch unermeßliche Zeiträume, auf früher ungeahnten Wegen bis an die Schwelle des Vaterhauses, bis vor die Pforten der lichtvollen Geschichte unserer Heimath und unserer Völkergruppe.

In prachtvoller Ausstattung erschien soeben daS erste Heft der Osffeiellen Zeitung der Internationalen Vleetrotech- «ischen Ausstellung foftatttfurt am Main 1891, die unter dem TitelElectricität" mit 30 Heften von je mindestens drei Bogen (Preis oes ehueinen Heftes 1 Mk., Abonnement für das ganze Prachtwelk 20 Mk., Verlag Frankfurt a. M, Zeil 39) bis zum Schluß des großartigen Unternehmens complei sein wird. Aus der voiliegenden ersten Lieferung ersehen wir, daß hier nach Inhalt und Form eine gediegene literarische Leistung geboten wird, welche die phänomenale Entwicklung der modernen Electrotechnik und ihre allseitige Darstellung durch die Frankfurter Ausstellung in einer für das Publikum, Behörden und Fachmänner gleich verständlichen und interessanten Weise zur practischen Anschauung bringt. Man sieht, daß es sich nicht um eine bloße Gelegenheitszeitung handelt, sondern um ein schriftstellerisches Werk von dauerndem Werth. Das erste Heft enthält f sselnde Beiträge über die bisherigen electrischen Aus­stellungen in Paris, Wien, München usw., über die Entstehungs­geschichte, den gegenwärtigen Stand und die technischen Seiten der Frankfurter Ausstellung, ferner eine authentische Beschreibung der neuesten Haselwander'schen Drehstromerfindung, eine Anzahl ver­mischter Notizen und zum Schluß auch den Anfang launiger Plaudereien vom Festplatz. Unter den Mi arbeitern für dieses und b:e folgenben Hefte finben wir Autoritäten wie O. von Miller- Frankfurt, Professor Dr. Kittler-Darmstabt, Prof. Dr. von Walten­hofen Wien, Professor Dr. Zetzsche-Dresdm, Oberingenieur Kohlfürst- Kaplitz, Ingenieur Ha'elwanber u. o. A. De bildliche Ausstattung durch Pläne und Illustrationen von Künstlerhand ist sehr reich. Wenn die nachfolgenden Hefte auf dieser Höhe bleiben, so wird das Ganze ein werthoolles Denkmal des heutigen Standes der in alle Zweige des menschlichen Lebens eingreifenden Electrotechnik bilden.

Unerreicht an Güte ist Doerings Seife als eine reine und fehlerfreie Seife, bestätigt durch das wissenschaftliche Urtheil eines hervorragenden Kenners oer Setfenfabrikatton, des Ehemikers Herrn Director Herrn. Krätzer, Leipzig, der sich dahin ausspricht:Die Untersuchung ergab, daß die Seife enthielt: 78,42 % Fett­säure 9,97 % Wasser. Bet der weiteren Untersuchung ergab sich, daßDoerings Seife" kohlensauresNatron, d. i. Soda und Wasserglas absolut nicht enthielt. Das Parfüm der Seife ist sehr angenehm erfrischend. Ich muß Doerings Seife als eine äusserst reine, ausserordentlich milde, den hygieinischen Anforderungen entsprechende Toilette-Seife anerkennen, die, ohne die Haut zu reizen, vorzüglich reinigt, und nicht nur Erwachsenen, sondern auch kleinen Kindern als vortreffliches Waschmittel zu empfehlen ist. Die vom ver­eidigten Chemiker Dr. Sch weis finger in meinem Auftrage vor- genommene Control-Analyse bestätigt die meinige vollkommen. Leipzig, den 4. März 1891. Chemiker Herrn Krätzer, Chefredakteur her Seifensieder-Ztg." Diese unübertroffene Seife ist für 40 Pfg. erhältlich in Giessen bei Gebrüder Adami, F. C. Conrad, Eberh. Dort, Drehes & Wallenfels, Fritz Egly, Emil Fischbach, Ad. Geisse, Gustav Gerhardt, E. Kalkhof, Gg. Kinkel, Ludwig Loth, Eberhardt Metzger, P. J. Mobs, Paul Möser, H. F. Nassauer, Aug. Noll II., Otto Schaaf, J. M. Schulhof, P. F. Thomas, Aug. Voigt. Hch. Wallach, in Wieseck bet Heinr. Volzel II in Lieh bei J. Häuser, C. Vogt II.,zur Rose", tn Schotten bei Gg. Böhm. Engros-Verkauf: Doering & Co., Frankfurt a. M. und Benner & Krumm, Droguen-, Material- u. Farbenwaaren- Grotzhandlung, Giessen. [3309

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Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen« und Stahttndustrieller belief sich die Rohetsenproductton des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburg) im Monat März 1891 auf 370,018 Tonnen, darunter Puddelroheiseu und Spiegel­eisen 143,014 To., Bessemerroheisen 34,575 To., Lhomasroheisen 134,331 To. und Gießereiroheisen 58,098 To. Die Production im März 1890 betrug 416,948 To., im Februar 1891 331,660To. Vom 1. Januar bis 31. März 1891 wurden producirt 1,050,033 To. gegen 1,353,040 To. im gleichen Zestraume des Vorjahres.

Wöchentliche Meberficht der Todesfälle in Gießen

15. Woche. Vom 12. April bis 18. April 1891.

Einwohnerzahl: 20 611 (tncl. 1600 Mann Militär).

Sterblichkettsziffer: 40,38/oobejn). 30,29 nach Ausschi, der Ortsfremden.

Kinder

Es ftarben an: Zusammen: Erwachsene: im

1. Lebensjahr:

Diphtherie 1

Croup 1

Acute entzündliche Er­krankungen der Ath- mungs-Organe 3

Verunglückung 1 (1)

Andere bekannte

Krankheiten 10 (3)

3

1 (1)

« (3) 4

vom

2.-15.Jahr:

1

1

Summa: 16 (4) 10 (4) 4 2

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit aus von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Gottesdirnst der israelitischen Keligiansgesellschast.

Osterfeiertage, den 22. und 23. April.

Mittwoch Abend 7 Uhr, Donnerstag Vormittag 8°° Uhr, Donnerstag Nachmittag 3°« Uhr, Donnerstag Abend 7»° Uhr, Freitag Vormittag 8 Uhr, Freitag Abend 6" Uhr, Samstag Vormittag 8oo Uhr, Samstag Nachmittag 3»° Uhr, Samstag Abend 7« Uhr.

Gottesdienst in der Synagoge.

Ostern, 23. und 24. April.

Mittwoch Abend 6" Uhr, Donnerstag Morgen 8»° Uhr, Donners­tag Mittag 3oo Uhr, Donnerstag Abend 7-° Uhr, Freitag Morgen yao uhr, Freitag Abend 6" Uhr, Samstag Morgen 8^ Uhr, Samstag Mittag 3oo Uhr, Samstag Abend 7« Uhr.

mehrere Säcke Vogelwicken, eine Quan­tität Kartoffeln, große Parthim Heu,1

Grummet und Stroh, großer Haufen

Oeffentticher Ausruf.

3857

I. V.:

3815

Schlierbach, Beigeordneter.

Geißler, Gr- Gerichtsvollzieher.

Es wird bemerkt, daß diese nach neuestem System eingerichtete, in allen Stücken aufs Beste im Stande befindliche Mühle mit Oeconomiegebäuden, zu der ca 60 Morgen in unmittelbarer Nähe gelegenen arron- birten sehr guten Landes gehören, eben­falls zum Verkaufe freisteht, nicht minder die bei Beuern gelegene Neumühle, gleichfalls etwa V2 Stunde von der genann-

10 Jahren nach neuestem System erbaut, mit Wasser- und Dampskrast ausge­stattet und befindet sich wie die Mittelst­mühle in bestem Zustand.

Der Verkauf findet zwecks Auseinander­setzung statt; Auskunft in dieser Bezie­hung ertheilt Herr Jean Böck in Gießen.

das übrige Berner Rasse, ea. 15 Schweine, größ. Quantitäten Roggen = mehl, Futtermehl und Roggenkleie,

Mist, Parthien Thomasschlacke und Kainit, eine große Anzahl leere Säcke, 1 Break mit Geschirr, 1 Schlitten, 1 Obstkelter, Quantitäten Brennholz (Scheit-, Prügel- und Wellenholz), sowie Oeconomiegeräthschaften.

Die Mittelstmühle ist von Gießen aus per Wagen in einer halben Stunde zu erreichen und liegt etwa eine halbe Stunde entfernt von der Station Großen« Buseck (Oberhess. Eisenbahn).

Hausverkauf auf de« Abbruch.

Das von Fräulein B lös er er­worbene Hau-, welches nur von Eichenholz aufgeführt ist, soll auf den Abbruch im Wege der Submission verkauft werden.

Hierauf reflectirende Käufer werden ersucht, ihre Gebote bis längstens den 29. ds. Mt». Nachmittags s Uhr, schriftlich bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Die Niederlegung muß vom 21. Mai bis längstens 10. Juli d. I. ausgeführt werden.

Grünberg, den 21. April 1891. Großh. Bürgermeisterei Grünberg.

Pracht. 3820

Bekanntmachung.

Die Holzversteigerung aus dem Ge­meinde-Wald zu Rodheim a. d. B. im District Hain von 195 Eichen-Stämme mit 120,65 Festmeter vom 20. April ist nicht genehmigt und kommt

Sam-tag den 23. April

zur zweiten Versteigerung.

Rodheim a. d. B., 21. April 1891. Der Bürgermeister.

Vormittags 11 Uhr zu melden und auszuweisen, als sonst Johs. Busch als todt erklärt, fern Vermögen den zur Anmeldung gekom­menen Erben ausgefolgt werden wird. Gießen, den 20. April 1891.

Großherzogliches Amtsgericht.

Fresenius. 3816

Bekanntmachung. I

Ein Stück Gelände aus der Stephans- mark, hinter dem neuen Realschul­gebäude gelegen, und verschiedenes Gelände in der Nähe der neuen Klinik- bauten aus dem Seltersberg soll

Freitag den 24. dS. MtS., Nachmittags H Uhr, verpachtet werden. Zusammenkunft am neuen Realschulgebäude.

Gießen, 21. April 1891.

Großh. Bürgermeisterei Gießen-

Gnauth. 3825

Versteigerung.

Aus freiwilliges Anftehen werden

Montag den 27. April l. I., von Vormittags 9 Uhr an, durch den Unterzeichneten auf der Mit- telstmühle bei Alten«Bnseck öffentlich l gegen Baarzahlung versteigert:

20 Stück Rindvieh, darunter 2 Al- gLuer, 1 Simmenthaler, 1 Hollän­der Rind, sämmtlich reine Raffe,

Johannes Busch, Sohn der verstorbenen Christian Busch Ehe­leute, geboren am 25. März 1812 zu Watzenborn, ist seit langen Jahren an unbekanntem Orte ab­wesend und sein eitert Erbe darum gerichtlich verwaltet; dasselbe beträgt nunmehr 483 Mark 77 Pfg. Auf Antrag des seitherigen Curators des JohS. Busch, Johs. Philipp VIII. von Watzenborn, werden genannter Jobs. Busch oder seine etwaigen Erben & Rechtsnachfolger aufflW zum Empfange jenes Vermögens sich'-" ~ *--------

dahier bis längstens zum Termine

Donnerstag d. 18. Juni 1881

in der Beschichte des AlterthnmS von 3834

von

3287

Heute frische

Emil Orbtg

3847

3851

Ederstraße 6.

Freibank.

3809

Von heute Nachmittag 4 Uhr ab:

Stierfleifch

b

des der

Geißler, Gerichtsvvllzieber.

zu billigen Preisen

Robert Haas

3696] Birn und sonstige gesunde

VbftbLume kauft

Heinrich Sack, Schreinenneister,

I gr. Mühlgasse 5.

Adolf Bieler, Agent,

GieHen, Westanlage 45.

Aeilgeöotcnes.

3839] Früheosa Kartoffeln zu ver­kaufen. Marktplatz 19, I. Stock-

. 3823] Seltersweg 18.

Eine Parthie farbige Kinder-

Freitag den 24. April, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in meinem Bureau: zwei Berticow.

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Gegründet 1865.

Grundkapital 5000000 Mark. Kapitalreserve Mark 1016250.

Die unterzeichnete Agentur empfiehlt fich hiermit zur Vermittelung von W.rfichrrungrn einjtlner Personen gegen di« mate­riellen Schadevfolgev körperlicher Unfälle ,« gün­stigen Bedingungen und mäßigen, festen Prämien und erklärt sich zur Erthellung jeder näheren Auskunft, sowie zur kosten­freien Abgabe von Prospecten und Antragsformularen gerne bereit.

Dr. Hermann Schiller

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Universität Gießen-

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