Ausgabe 
22.2.1891 Erstes Blatt
 
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Abg. Molkenbuhr (Soc.) findet die Forderungen der Ham- imraer Arbeiter durchaus begründet. Die wohlhabenden Acttcngesell- Wastm weigern fich die schwer arbeitenden Schtffsheijer aufzubefiern.

Abg. Schwartz (Soc.) bestätigt die Behauptungen seines Vor- rrdners.

Bei der Abstimmung wird unter Ablehnung des Antrages Auer d« Z 113 unverändert angenommen. . , . =

$ 114 bestimmt, daß die Polizei die Beglaubigung der in das Arbeitsbuch eingetragenen Atteste kosten- und stempelfrei zu besorgen hat. Der $ 114 wird debattelos genehmigt.

Hierauf vertagt sich das HauS.

Nächste Sitzung Montag (23. Februar) 1 Uhr: Fortsetzung der Berathung.

Schluß 5 Uhr.

Neueste Nachrichten.

WolffS telegraphisches Lorrespondenz-Bureau.

Berlin, 20. Februar. Der Reichsanzeiger meldet: Der Finanzminister bestimmte, daß voll eingezahlte Interi ms- scheine (Scrips) zu den neu zu emittirenden 3 procent. preußischen und deutschen Anleihen von den Hauptämtern bis zur Ausgabe der wirklichen Stücke gleichwerthig mit diesen als Sicherheit für gestundete Branntwein-, Zucker-, Salz- und Tabaksteuer und für gestundete Eingangsabgaben angenommen werden dürfen.

Paris, 20. Februar. Verschiedene Blätter melden: während der gestrigen Loosziehung der Militärpflichtigen in Saint Denis stießen etwa 28 in einem Cafehause ver­sammelte Ana r ch ist e n aufrührerische Rufe aus, wieNieder mit dem Vaterland! Nieder mit den Soldaten1" Ein Anarchist gab aus den Polizeicommissar, welcher die Rufer verhaftete, einen Revolverschuß ab, ohne den Commissar zu verwunden.

Paris, 20. Februar. Die Kaiserin Friedrich promenirte gestern vor dem Diner auf den Boulevards. Am Diner in der deutschen Botschaft nahm das gejammte Bot­schaftspersonal Theil. Heute empfängt die Kaiserin den eng­lischen Botschafter Lord Lytton, dessen Gemahlin und das englische Botschastspersonal.

London, 20. Februar. Amtlichen Mittheilungen aus Santiago zufolge würde die Revolution m Chile dank der Unterstützung der Armee und der Nationalgarde bald unterdrückt sein- die Jnsurrection sei gegenwärtig auf das ausständige Geschwader und die bei Tarapaca liegenden Truppen beschränkt. Der größte Theil des Landes sei ruhig.

Rom, 20. Februar. Die Cardinäle brachten dem Papste anläßlich des heutigen Jahrestages feiner Erwählung ihre Glückwünsche dar.

Lissabon, 20. Februar. Gutem Vernehmen nach werden die Cortes auf den 4. März zusammenberufen- die ihnen zn unterbreitenden Vorlagen werden vorwiegend finanzieller Natur sein.

Berlin, 21. Februar. DerKreuzzeitung" zufolge ist der Divisionspfarrer Mieczkowski zum Erzbischof von Posen ernannt worden.

Nach bisher vorliegenden privaten Schätzungen werde die dreiprocentige preußische und deutsche Anleihe etwa dreißigmal überzeichnet werden.

Nach einer Reutermeldung aus Suakim besetzten egyptischeTruppen gestern To kar nach geringemWinderstande.

Buenos'Ayres, 21. Februar. In Folge des Attentats auf den General R ocu wurde der Belagerungszustand er­klärt, die Truppen aus der Nachbarschaft herbeigerufen.

Coeetes tuet prrotnjfclU*.

Gieße«, 21. Februar.

Seine Königl. Hoh. der G r o ß h e r z o g haben Aller- gnädigst geruht: am 14. Februar den außerordentlichen Professor bei der theologischen Facultät der Landes-Universi­tät Sic. Dr. Gustav Krüger auf sein Nachsuchen mit Wir­kung vom 1. April 1891 an aus dem Dienst zu entlasten.

In der nicht öffentlichen Sitzung der Stadtverordneten' Berfammlung vom 19. d. Mts. wurde unter Anderem auch beschlossen, bei der Großh. Staatsregierung dahin zu wirken, daß der von den Landständen genehmigte Bau einer Neben­bahn Londorf - Lollar rückgängig gemacht und dafür eine Nebenbahn Londorf-Gießen, die Orte Alten-Buseck und Wieseck berührend, mit Haltestelle im Nordende von Gießen, erbaut werde.

Wie uns von befreundeter Seite mitgetheilt wird, wurde auch in der gestrigen Sitzung der Handelskammer ein­stimmig beschlossen, die Großh. Heff. Negierung zu ersuchen, von dem Bau einer Nebenbahn Londorf-Lollar abzusehen und anstatt besten eine solche Londorf-Gießen, ausmündend im Nordende der Stadt, zu erbauen.

w. Theater. Ludwig FuldasWilde Jagd" variirt in frischer und anziehender, wenn auch nicht gerade sonderlich origineller und tiefer Behandlung das alte, oft ge­brauchte Motiv von derberühmten Frau". In unserem Falle ist es ein junger, ehrgeiziger Privatdocent, der sich eine berühmte Frau nimmt und in seiner Ehe gegenüber den zahl­reichen Verehrern und Bewunderern seiner Gattin rasch zur Bedeutung eines bloßen Decorationsstückes herabsinkt:

Das Ding, das demuthsooll sich in die Ecke drückt Und Eh'mann heißt, wird vornehm angeblickt."

Um so heißer aber entflammt den jungen Gelehrten der Wunsch, aus eigener Kraft etwas zu leisten. Schon glaubt er in seiner endlich erfolgten Ernennung zum Professor sein Ziel erreicht, als man ihm sagt, auch diese Berufung ver­danke er nicht sich, sondern seiner Gattin, die in der Mein­ung, ihr Eheherr verlange nur nach einer äußerlich ange­sehenen Stellung, ihm diese durch die Vermittelung ihres an maßgebender Stelle angeblich einflußreichen früheren Lieb­habers verschafft habe. Aufs Aeußerste über eine so arge Verkennung seiner wahren Natur empört, will der junge Ehe­mann nunmehr sofort die seither zugelaffene Wirthschast in seiner Häuslichkeit mit unerbittlicher Energie beseitigen. Da

er hierbei aus den Widerstand seiner Gattin stößt, bricht er mit ihr. Kaumistes geschehen, so erfährt er, daß jene Annahme in Bezug aus die wahren Gründe seiner Beförde­rung durchaus irrig ist und, da zugleich seine Gattin das Schiefe ihrer Stellung einzusehen gelernt hat, liegt einer voll­kommenen Aussöhnung der Gatten nichts mehr im Wege. Die Partie der berühmten Frau ist unseres Erachtens die am wenigsten dankbare von allen Rollet, die Frl. Thessa Klinkhammer theils schon gespielt hat, theils, wie die Grille, noch spielen wird. Der Conflict, in den sich die Heldin begibt, ist vom Dichter ziemlich oberflächlich gehalten und trägt von Anbeginn derart die Möglichkeit, ja die Noth- wendigkeit einer glücklichen Lösung aus die Stirne geschrieben, daß man die geschilderten Zerwürfnisse nur halb und halb ernst zu nehmen im Stande ist- die Gelegenheit, wärmere Herzenstöne anzuschlagen, findet sich nur selten und darf, wo sie sich zeigt, bei dem leichten Tone, der das Stück charac- terisirt, nicht zu ausgiebig benutzt werden. Wenn also auf der einen Seite die Möglichkeit zu tieferen Wirkungen fehlt, so fordert andererseits gerade das scharfe Auge und der feine Taet, vermöge deren Thessa Klinkhammer diese Eigenheit ihrer Rolle mit voller Klarheit und nie fehlgehender Sicherheit erfaßt hat, und die entzückende Grazie, Leichtigkeit und Narürlichkeit ihrer Darstellung die höchste Bewunderung, zumal wenn man die Melanie Dalberg der Künstlerin neben die übrigen von ihr verkörperten Frauencharactere stellt. Wie verschiedene Welten liegen die Gedanken- und Erfindungskreise auseinander, in denen einmal die vornehme und hoheitsvolle Weltdame Dora, dann das waldfrische und urwüchsige Narurkind Lorle, weiter die leidenschaftliche und exaltirte Francine und endlich diese berühmte Frau heimisch sind. Aber in welcher Voll­endung verleiht jedem einzelnen dieser in jedem ,Zug ihres innersten Wesens so verschiedenen Charactere die hohe Kunst Thessa Klinkhammers seine eigene Gestalt und sein besonderes Leben. Das Spiel von Frau Anni Reiners und der Herren Biebrach und Goullon sei mit Anerkennung her­vorgehoben.

w. Theater. Ueber dieGrille" Thessa Klink­hammers schreiben Chemnitzer Zeitungen folgen­des:Das Publikum war ganz begeistert und entzückt von dieserGrille" und zwar ebenso von dem ausgelassenen wilden Kobold, wie von der Liebhaberin, die ihr Herz in so wirksamer Weise entdeckt. Die Scene mit Landry im 3. Act war geradezu ein Meisterstück von überwältigender, herzbe­weglicher Naturwahrheit - hier offenbarte die große Künstlerin ein so wunderbares seelisches Spiel oft nur in Blick und in andeutender Bewegung, daß sie Alles mit sich sort- riß und die Beifallsausbrüche und Hervorrufe aus allen Theilen des ausverkauften Hauses glichen ordentlich einerHuldigung, bei der auch die kostbarsten Blumenspenden nicht fehlten.

Das Kaiser Panorama führt uns heute Sonntag nach Afrika im schwarzen Welttheil. Der Besucher erhält dort eine Vorstellung von den landschaftlichen Reizen ihrer Um­gebung, der üppigen Vegetation dieses Tropenlandes. In erster Reihe ist Flemsen durch seine Oelbaumpslanzungen und Weinberge hervorzuheben. Die Besucher können sich hier auch bekannt machen mit den Volkstypen. Die roman­tische Chiffaschlucht mit der darin entlang reitenden Kabylen- samilie soll gleichfalls interessant sein. Sodann dürfte die Original-Aufnahme von Reichscommissär Wißmann in Afrika ein großes Jvteresse für die vielen Besucher bieten.

Strafporto wegen Benutzung der außer Giltigkeit gesetzten Briefmarken wird jetzt sehr häufig erhoben, da trotz aller Bekanntmachungen das eorrespondirende Publikum immer noch die alten Briefmarken, die mit dem 31. Januar d. I. ihre Giltigkeit verloren haben, vielfach benutzt. Die Post betrachtet alle mit solchen Marken beklebten Briefschaften als n n s r a n k i r t und erhebt für eine derartige Postkarte 15 Pfennig, für einen Brief 20 Pfennig Strafporto. Leider müssen wieder die Unschuldigen darunter leiden, denn es sind die Empfänger der falsch srankirten Postsendungen, die das Strafporto zahlen müssen, wenn sie nicht die Annahme ver­weigern. Wir bemerken daher nochmals, daß die außer Curs gesetzten Marken an den Postschaltern noch bis Ende März gegen neue umgetauscht werden können.

Die seit einigen Tagen in dem Saale des Lenz scheu Felsenkellers stattfindenden gut besuchten Vorstellungen der Lustkünstlerin Anadyomene verfehlen nicht, bei der Schönheit der Darstellung einen gewissen Zauber auf die Zuschauer auszuüben. Der Besuch kann Jedermann empsohlen werden. (Siehe Inserat.)

vermischtes.

Mainz, 21. Februar. Nächsten Donnerstag den 26. d. M. findet hier eine Conferenz der hessischen Katho­liken statt. Zweck derselben ist, nach demM. I."., gemäß dem Beschluß der Mainzer Katholikenversammlung vom 14. De- cember v. I. die Form festzustellen, welche gestattet, je nach Bedarf kurzer Hand die Katholiken des Landes zur Be­sprechung öffentlicher Angelegenheiten, insbesondere der kirchen- und socialpolischen Fragen, zu versammeln. Weiter soll in Erwägung gezogen werden, wie die durch Besprechungen ge­gebenen Anregungen in die einzelne Theile des Landes hinein- getragen und dort zur Durchführung gebracht werden sollen.

* ff Hersfeld, 21. Februar. Neue Kriegsschule. Die hiesige Jnsanterie-Caserne, in welcher sich bis zum vorigen Jahre das 32er Bataillon einquartiert hatte, wird gegen­wärtig vollständig neu hergerichtet, um die hier neu zu er­richtende Kriegsschule auszunehmen. Auch eine größere Reit­schule, Pferdeställe rc. werden neu gebaut. Die hiesige Kriegsschule wird an Zahl der Schüler der Kasseler Kriegs­schule gleichgestellt werden.

* Gleiwitz, 19. Februar. Aus der Grube Myslowitz sind sieben Bergleute verschüttet worden, einer wurde tobt, drei lebensgefährlich verletzt zu Tage gefördert. Die übrigen sind nicht zu retten.

verkehr, Cattö« und

Lederrsdtrstcherrmg. Nach den bis jetzt bekannten tor- läufigen MtttheUungen hat die Allaemetne VersorguugS- Anftalt im Großherzogthum Baben zu Karlsruhe auch für das Jahr 1890 günstige Geschäfts-Ergebnisse zu verzeichnen. Die Neubetheiligung an der Lebens-Versicherung war wiederum eine sehr lebhafte und ging über die der letzten Jahre «och erheblich hinaus. Es wurden 6842 Anträge über 29.576,280 Mk. Capital eingereicht und 5590 Versicherungen über 23727,553 W. Capital abgeschlossen. - Stach Abzug der durch Tod, Ablauf der Versicherung, Kündigung und Nichtzahlung oer Prämie« abgegangenen Versicherungen ergibt sich ein reiner Zuwachs von 3963 Versicherungen über 17,279,506 Mk. Capital (gegen­über 1889 für 1890 mehr: 263 über 2.196,024 Mk.) und ein Gesammtoersicherungsbestand auf Ende December 1890 von 63,160 Versicherungen über 257,542,024 Mk. Capital. In Folge Ablebens von 594 Personen mit 659 Versicherungen waren 2,651,488 Mk. für 1890 au-zuzahlen. Diese Summe wird wieder erheblich unter der Erwartung bleiben trotz der in den ersten Monaten des Jahres 1890 durch die Influenza-Epidemie verursachten Steige­rung der Sterblichkeit. Obige Zahlen zeigen deutlich das au^ gebreitete Geschäft der Karlsruher Anstalt wie das ihr auf Grund bewährter Einrichtungen und bekannter Solidität allseitig entgegen­gebrachte Vertrauen.

Gietzerr, 21. Februar. Marktbericht. Auf dem heurigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,800,85, Hühnereier 1 St. 5-7, 2 St. Enteneier 1 St. 7 H, 2 St. 4, Käse pr. St. 58 H, Käsematte pr. St. 3 H, Erbsen vr. Ater 19 Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar x 0,600,70, Hühner pr. Stück X 1,20150, Hahnen pr. St X 1,30-1,70, Enten pr- Stück X 2,002,30, Ochsenfleifch pr. Pfd 7074 H, Kuh- und Rindfleisch 60-64 H, Schweinefleisch 60-70 A, Hammelfleisch 50-70 4, Kalb­fleisch 60--H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 6,006,50, Weißkraut

pr. St. 37 H, Zwiebeln per Centner X 6,507,50, Milch per Liter 12-18 4, Gänseeier 12

Das Gute bricht sich überall Bahn, kann man mit vollem Recht von den Pastillen derK.aiser-Pried- rich-Quelle sagen. Die Nachfrage nach denselben soll in den meisten Apotheken und Mineralwasserhandlungen eine derartig starke sein, dass oft der Vorrath in wenigen Tagen vergriffen ist. Man wird daher gnt thnn, sich immer eine Schachtel im Vorrath zn halten. 633

Für die abgebrannte Gemeindescheuer zu Lindheim sind weiter eingegangen: Uebertrag 41 X Von C. Z. 5 X Zu­sammen 46 X

Weitere Gaben nimmt gern entgegen

Die Expedition desGießener Anzeiger".

Anszng aus den Standesamtsregister«

der Stadt Vietze«.

Ainkgebate.

Februar: 20. Philipp Friedrich Ludwig Kreustel, Fuhrman« dahier, mit Luise Wilhelmine Wenig Hierselbst. 20. Emil August Ernst Ritsert, Conditor zu Hallerhütte Glaishammer, mit Christi« Margarethe Neupert daselbst.

Eheschließungen.

Februar: 18. Feist Stern, Handelsmann zu Romrod, mit Sara Sommer von Crainfeld, wohnhaft dahier.

Geborene.

Februar: 9. Dem Drechsler Jean Häuser eine Tochter, Mathilde Meta Lina. 10. Dem Telegraphen-Vorarbeiter Carl Schneider II. ein Sohn. 13. Dem Bureaugehülfen Ernst Heine ei» Sohn, Wilhelm. 14. Dem Hilfsbremser Jacob Meyfarth ein Sohu. 14. Dem Bierbrauer Joseph Weber eine Tochter, Emma Marie. 15. Dem Schreiner Hermann Muhl eine Tochter, Margarethe Anna. 16. Dem Möbelfabrikant Carl Reiber ein Sohn, Carl Franz Paul. 17. Dem Major im 116. Infanterie-Regiment Adolf Werner et» Sohn, Heinrich Karl Philipp. 18. Dem Kaufmann Liebmann Reiß eine Tochter, Sophie.

Gestorbene.

Februar: 13. Wilhelm Karpf, 4 Jahre alt, Sohn von Tag­löhner Heinrich Karpf dabier. 14. Johs. Will, 18 Jahre alt, Berg­mann von Nauborn. 15. Friederike Seipp, 84 Jahre alt, ledig, dahier. 15 Peter Christoph Karl Kleyer, 60 Jahre alt, Großh. Hauptsteueramts-Rendant davier. 15. Johs. Becker V., 71 Jahre alt, Privatmann dahier. 15. Elisabeth Marte Schuchardt, 11 Monate alt, Tochter von Dtenstmann Gustav Schuchardt dahier. 16. Marie Feuster, 9 Monate alt, Tochter von Weißbinder Heinrich Feuster dahier. 16. Philipp Schwalb, 36 Jahre alt, Taglöhner von Wieseck. 18. Johanna Lina Schmidt, 6 Monate alt, Tochter von Uhrmacher Otto Schmidt dahier. 19. Anna Langenberg, 4 Jahre alt, Tochter von Gerichts-Assistent Gustav Langenberg zu Dillenburg.

ArtsMS ans den Kirchenbüchern der etatt Gietzeir*

Evangelische Gemeinde, «etautte.

Den 15. Februar. Dem Bremser Heinrich Cngelbach ein Sohu, Christoph Heinrich, geboren den 22. December.

Denselben. Dem Lackirer Karl Ludwig Finkernagel eine Tochter, Lina Friederike, geboren den 11. Januar.

Denselben. Eine Tochter des verstorbenen Handelsmanns Johann Herr, Anna, geboren den 26. December.

Denselben. Dem Schaffner Heinrich Roth eine Tochter, Dina Marie Elise Christiane, geboren den 19. December.

Denselben. Dem Taglöhner Jakob Jung eine Tochter, Katharina, } geboren den 6. Januar.

Denselben. Dem Fußgendarm.Georg Seng ein Sohn, Karl Bernhard, geboren den 27. Januar.

Denselben. Dem Glaser Konrad Leufer eine Tochter, Anna Marie Elisabeth, geboren den 10. Januar.

Denselben. Dem Fußgendarm Johann Georg Baum ein Sohu, Johann Georg, geboren den 2. Februar.

Denselben. Dem Dachdecker Martin Müller ein Sohn, Adolf Wilhelm Philipp, geboren den 4. Januar.

Denselben. Dem Schlosser Ludwig Becker eine Tochter, Emma Margarethe, geboren den 10. Januar.

Beerdigte.

Den 17. Februar. Johannes Becker Y., Privatmann, alt 71 Jahre, starb den 15. Februar.

Denselben. Karl Kleyer, HauptsteueramtS-Rendant, alt 60 Jahre, starb den 15. Februar.

Dens.lben. Friederike Seipp, ledige Tochter deS verstarb««* Weinhändlers Balthasar Seipp, alt 84 Jahre, starb den 15. Februar.

welche iu der am Nachmittag erscheinenden Nummer des

Gießener Anzeigers" Aufnahme finden

sollen, bitten wir bis spätestens

sw Bormittags 10 Uhr

3W an unsere Expedition gelangen zu lassen.