Fermietyungm.
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vermischte Anzeigen.
Freunde
«ineS guten Glases Vepfelwein werden auf den bet ^erd. yelstng, Neuenweg Nr. 31, vorhandenen, ganz vorzüglichen Stoff aufmerksam gemacht. 3726
3745] Vereine, in welchen der Posten eines ersten oder zweiten Vorsitzenden noch Dacant, wollen Adressen vertrauen«, voll niederlegen
postlag. Gießen O. O. 23.
Siner, d. i. d. Artikel sch. M. gereist hat.
Börf<»«vo<her»beri<i>t
von E. WafiMser*ehleben, Bankgeschäft.
Au der Börse wächst die Verstimmung und damit daS Unbehagm der Situation von Tag zu Tag. Der Aprtltermtn ist vorübergegangeni und die Auszahlung der fälligen Dividenden ist größtenthcilS erfolgt, ohne daß die erhoffte Wirkung auf die Geschäftsthätigkeit etngetreten wäre. Von den großen Emissionen, von denen die Börse neue Anregung erwartete, spricht Niemand mehr und die Course im Rentenmarkt, wett davon entfernt, bas Feld für die Aufnahme neuer Werthe vorzuberetten, gehen täglich zurück. DaS ist eS, was die Börse am meisten verstimmt.
Die Verhältntffe scheinen sich stärker zu erweisen als die „Großen" des Geldmarktes, die sonst so häufig die Börse nach ihrem Willen lenkten.
Wie sehr haben die Zetten sich geändert. Früher genügte die Meldung von dem Abschluß eines bedeutenden FtnanzgeschäitS, um die Börse auf das Lebhafteste zu bewegen. Die Speculation enthob die Banken der Nothwendtgkett, durch Interventionen daS Interesse zu erwecken, das für das Gelingen großer Emissionen unbedingt erforderlich ist. Sie trieb die Course der betheiltgten Werthe um Procente in die Höhe und warf den Unternehmern, statt Opfer von ihnen zu foroern, unerwartete und reiche Gewinne in den Schooß. Heute verlangt die Börse von den Emittenten eine Unterstützung, die über, deren Kräfte htnauszugehen scheint. Alle Versuche, eine bessere Tendenz vorzuberetten, scheitern an dem passiven Widerstande der Börse. Die Course gehen zurück und mit den weichenden Coursen entschwinden den Emittenten mehr und mehr die Aussicht auf Gewinn und wohl gar die Aussicht auf glückliche Abwickelung der Engagements. Darin liegt aber auch für die Börse eine große Enttäuschung, die sich in neuen Coursrückgängen und vermehrter Zurückhaltung äußert und so in ständiger Wechselwirkung die hochgradige Verstimmung erzeugt, unter welcher daS Geschäft gegenwärtig so schwer leidet.
ES ist begreiflich, daß dieser Zustand des Marktes von der Contremine nach Kräften ausgenützt wird, allerdings weniger durch umfassende Abgaben, alS durch Gerüchte und Darlegungen, welche dazu geeignet sind, die Markttendenz noch weiter zu verschlechtern. Indessen darf man anscheinend diesen Bestrebungen kein zu großes Gewicht beilegen, weil dieselben von Zett zu Zett doch immer wieder zu Deckungen Anlaß geben, welche die früheren Erfolge schnell wieder verwischen. In Gerüchten wird freilich viel geleistet und zwar stets mit einem Erfolg, der jedoch zur Hälfte auf das Conto der außerordentlichen Geschäftsstille gesetzt werden muß. Die Angriffe richten sich hauptsächlich gegen den Montanmarkt, indessen bleiben auch die anderen Gebiete nicht verschont und namentlich in den letzten Tagen werden Banken ziemlich scharf in Mitleidenschaft gezogen. Das findet seine Erklärung zur Genüge in den bereits dargelegten Verhältnissen, verschärfend tritt nun noch hinzu, daß die Nachrichten auS Virginten um nichts besser geworden sind, daß vielmehr die Bewegung deS Goldcvurses, der von 320 wieder auf 350 gestiegen ist, trotzdem alle Goldzahlungen eingestellt sind, auf neue Verwickelungen schließen läßt. Es ist nunmehr auch zur Gewißheit geworden, daß das Garantieenconsortium für Baring nicht ohne große Verluste die übernommenen Verpflichtungen erfüllen kann. Das hat, wie allgemein bekannt, für den deutschen Markt keine dtrecte Bedeutung und doch hat man versucht, die Dtscontogesellschaft damit in Verbindung zu bringen und es hat anscheinend eines besonderen Dementis bedurft, um die Berliner Börse hierüber zn beruhigen.
Indessen ist durch diese Klarstellung wenig gewonnen worden, denn die Unsicherheit über die Höhe der argentinischen Engagements der Dtscontogesellschaft bleibt bestehen, und die Geflissenheit, mit welcher dieselbe jede ziffernmäßige Angabe vermeidet, kann keinesfalls zu ihren Gunsten ausgelegt werden. Darmstädter Bank leiden unter dem Rückgang der Portugiesen, an denen offenbar die Opposition der Besitzer der Dom Miguel-Anleihe gegen jede neue Emission Schuld ist. Oesterreichtsche Bahnen unterlagen sehr lebhaften Schwankungen, namentlich Duxer und Buschtherader, erstere auf Verkäufe, welche, wie man sagt, von unterrichteter Seite ausgtngen, letztere auf Divtdcndengerüchte.
Der CourS dec Duxer Actten bedeutet gegen die Vorwoche etwa 20 fl. Verlust, Buschtheradcr gewannen ca. 6 fl., ebenso sind Böhmische Westbahn auf Ver- staatltchungschancen 4 fl. besser. Für Lombarden kamen Divtdendenschätzungen in Umlauf, die btS auf 5 Francs zurückgingen, und demgemäß hat sich auch der CourS ermäßigt, andererseits hob sich der CourS der Staatsbahnactien in der Hoffnung auf einen Dtvtdendenvorschlag, der etwa 20 Francs erreichen soll. Schweizer Bahnen sind behauptet bis auf Gotthard, auf welche die Vermehrung des Acttencapitals ungeachtet besserer Einnahmen drückt.
Im Montanmarkt beschäftigten sich die Gerüchte wieder vorzugsweise mit Kohlenactten und den großen Submissionen in Magdeburg und Köln. Man wollte wissen, daß die Staatsbahnverwaltung die Offerte von 105 Mark nicht accepttren würde, und suchte außerdem aus der Thatsache, daß für kleinere Quanten niedrigere Offerten eingelaufen waren, die Nothwendtgkett einer Ermäßigung des geforderten Preises darzuthun. Andererseits stimulirte die Absicht der Einführung einer Reihe der wichtigsten Montanactien an der Frankfurter Börse und eS resulttrten hieraus ziemlich lebhafte Schwankungen, deren Resultat eine kleine Ermäßigung des Coursntveaus ist. Renten waren schwach, namentlich Italiener, Ungarn, Spanier, Portugiesen und die exotischen Werthe. Die Bank von England hat ihren Dtscont um Vi °/e erhöht, um Goldentnahmen vorzubeugen, und das hat die Verstimmung auf diesem Gebiet noch verschärft. Auch 3o/otae deutsche Fonds sind wieder stark rückgängig, während die %tßcn Anleihen sich behaupten konnten.
Privatdi«cont 2Vg—3 %.
Course der Frankfurter Börse.
<
ütMaklMUleisteN
Deere vom 11./VT.
17./TV.
Coan vom
11 ./IV.
17./IV,
4»/o Hessische Obligation.
105.—
105.—
4»/^>/sPortug-A.88u.89
84.30
81.3*
105.55
105.70
5% amort. berb. Gold-
Rente ....
„ Baden.....
103.90
103 95
91.55
91.70
3«/o Sächsische Rente. .
3i/,o/a BremerStaatsanl.
87.75
87.60
5°/0 SerbtscheEisenbahn-
97.40
97.10
Hyv.-Obl. L. A. .
4o/oSchwed.Obltg.l880r
94.95
94.60
„ Hamb.Staatsrente
97.40
97.10
103.15
103.05
40/0 Oestr. Goldrente
97.40
97.30
1°/o Türken cono. .
24.75
24.35
„ GriechtscheMonopol-
50/0 Argent. Gold - Anl.
52.—
51.—
Anleihe . . .
70.05
71.—
v. 1887 ...
bo/o Rumänische Rente .
4o/o Russ. Gold-Anleihe
99.95
99.80
3Vi°/o Egypt.....
94.15
93.75
S. III v. 90 .
100.20
100.20
Sisenbabn-PrioritLte«.
40/t Pfälz. LudwtgLbahn
ba/g Südbahn Lombarden
104.75
104.50
(Bexbach) . . . „ Hessische LudwtgSb.
103.—
40/0 do. do.
3% do. do.
99.45
66.90
99.1t
66.—
68/69 garant. .
102.—
102.—
40/0 Prag-Duxer Gold .
100.55
100.50
, Elisabethb. steuerfrei
„ Rudolf Gold (Salzt.)
100.55
100.60
Gold ....
100.80
100.95
„ Franz-Josef Silber
86.—
85.70
5o/o Oestr. Staatsbahn.
107.25
—.—
3% ftaatl. garant. Jtal.
40/0 do. do.
100.75
100.60
Eisenbahn . .
57.35
57.25
30/0 do. do.
30/0 Livorneser . . .
64.95
64 65
I.—VIII.Emtff.
84.85
84.85
40/g Ruff.Südw «Eisend.
97.20
97.2t
30/0 do. Ergänzungsnetz
5% Nordwestbahn Gold
82 60
107.60
82.50
107.40
4o/g Wladikawkas garnt.
40/g gar. Sardtn.Sec.stsr.
96.90
83.60
96.90
82.95
«iferrvahn-Aletterr.
Ludwigshafen-Bexbach.
Hessische Ludwigsbahn.
225.50
225.60
Lübeck-Büchner . . .
165.—
16550
115.35
115.50
Mecklenburger . . .
—.—
—.—
Pfälzische Nordbahn *
116.15
116.20
Gotthardt.....
157.90
156.20
Martenburger-Mlawka.
68.25
68.30
Jtal. Mittelmeer . .
102.25
100.75
Bawk.Aletten.
Deutsche Reichsbank .
142.50
142.65
Dresdener Bank. . .
150.15
147.50
Berlin. Handelsgesellsch.
148.75
147.30
Mitteldeutsche Credttb. .
104.75
104 60
Deutsche Bank . . .
156.—
154.70
Wiener Bank-Verein .
102.75
100.35
DeutscheGenofsenschstsb.
v.Soergel,ParrisiusLCo.
126.—
126.—
Württemb. Veretnsbank
125.60
125.90
Industrie-Papiere.
Binding-Brauerei . . Stern- do. (Oberrad)
168.80
167.80
Deutsche Verlagsanftalt
216.50
21590
183.—
133.30
Farbwerke,vorm.Meister, Lucius & Brüning.
Bad. Anilin- u. Soda-
275.50
279.80
fabrtk ....
271.95
274.80
Riebeck'scheMontanwerke
176.—
172 90
Pfandbriefe.
40/0 Franks. Hyp.-Pfbbr.
rr*. -
4o/gDeutscheGrundschld.-
v. 86 ab bis 90.
101.50
101.50
Bk.-Pfandbr. .
100.80
100.80
3V«o/oFrnkf.Hyp.-Pfdbr.
95.45
95.40
3</8o/o do......
95.40
95.40
4o/yPreub.Hhp.-Act.-Bk.-
3V»o/o Rhein. Hyp.-Bank-
Pfandbr. . . .
101.20
101.30
Pfandbr. . . .
94.—
94.—
3Va°/o do......
95 50
95.50
40/g Meininger Pfandbr.
101.50
101.30
40/oPreuß. Centr.-Bod.-
Crev.-Pfandbr. bis
1885 .....
101.15
101.30
Loose.
Oestr. 1860rfl.500-Loose
125.80
125.—
Braunschweig. 20 Thlr.-
„ 1854r fl.25O- ,
121.60
122.20
Loose ....
104.20
104.50
40/0 Meininger Prämien-
30/0 Oldenburger Loose.
129.30
128.55
Pfandbr. . . .
128.30
127 40
3l/,o/„K8in7Mindn.Loose
137.60
137 60
«lmerUanifche Stfenbahn-BondS.
6°/oChic.Milw.f.St.Paul
40/g Chicago Burlington
Prt., rückzahlb. 1910 .
113.80
113.80
Nebraska 1927 . .
82.85
82.80
bo/oChtc.Milw.f.St.Paul
4i/g% California Pacif.
Prt., rückzahlb. 1921 .
102.15
102.40
I. M., rückzahlb. 1912
103.90
104.—
6o/oCentr.Pacif.I.Mrtg.
60/gPacif.ofMissouri con-
rückzablb. 1896 . .
105.80
105.75
solidated I. M. r. 1920
106.40
106 40
Diverse Obligationen»
50/g BuderuL-Obligat. .
104.50
4Vs0/oGrafHenkelv.Don-
| 104.60
| nersmark, rückz. A 105
105.—
3743
Gießen, dm 19. April 1891.
Die trauernde» tzinterbliebemn:
Louis Textors Erbe»».
Die Beerdigung findet Dienstag, den 21. d. M., Vormittags M 10 Uhr, vom Sterbehause, Wallthorstraße 6, aus statt.
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Elisabeths Koch
heute Morgen 10 Uhr nach kurzem Krankenlager im Alter von 64 Jahren in ein besseres Jenseits abberufen wurde.
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Nsctte Schrader, geb. sm.
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Offenbach, den 18. April 1891.
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Lahnfluß,
Flur 43/28 «/6 Morgen Acker daselbst durch Rechtsanwalt Lavroiffe. [3368
Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 20. April 189L
Schlußcovrse 1 Uhr 15 Min-
3% Reichsanleihe
3Vt°/o do.
3% Preuß. ConsolS
3Vi% do.
85.85
99.20
85 85
99.20
40/0 Ung. Gold-Rente
50/0 Jtal. Rente
•W/o Oest. Silber-Rente
5% Ruff. LU. Orient
92 1t 98 00 8070
76 20
Dtsconto-Commcmd^Auth.
195.40
Lomb. E-eB.-Act.
*9.75
Darmstädter Bank-Act.
144.70
Buschtherader E-,B.-Act.
483 75
Dresdener Bonk-Slct.
147 30
Elbtbal-Bahn-Act.
197 37
1 Nordd. Lloyd-Act
121 00
Gotthard-Bahn-Act.
157.20
Wiener Bankver.-Act-
100 70
Schweizer Nordost-B.-Act.
145.20
Oest. Credtt-Act.
262 25
Mainzer E.-B.-Act.
116.00
iDetL Staatsb.-Act.
218.50
Marienburger E.-B.-Act.
67 00
Offenbacher —•—]
Gelsenk. Bergw.-Act» 157.40
ReichSbank-DiScont 3 pCt. — ?
Ver. KöntgS-Laurab--Act. Tendenz fest.
frankfurter Bank-DtScoitt 3pCt
126.60 ----------------»
Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) io Gießen.


