Ausgabe 
20.10.1891
 
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Eisenach, 18. October. Auf dem heute hier statt- gehabten Parteitag der nationalliberalenPartei waren sämmtliche thüringischen Wahlkreise vertreten. Es sprachen der Reichstagsabgeordnete Dr. Osann über die poli­tische Lage, Hans Blum über die Socialdemokratie und Georg Meyer über die Ausgabe der nationalliberalen Partei. Ein Hoch auf Seine Majestät den Kaiser und das deutsche Vaterland schloß die Sitzung.

Cettinje, 18. October. Ein Rundschreiben der Pforte verfügt, daß der Bevölkerung von Albanien alle Waffen neuen Systems abgenommen und nur solche älteren Systems belassen werden sollen.

Rom, 18. October. Das meteorologische Centralbureau erhielt von der Insel Pantelleria eine telegraphische Meldung vom 17. d. M., wonach drei Kilometer vom Lande in westlicher Richtung eine heftige Erhebung des Meeres­spiegels, begleitet von Rauchsäulen und leichten Erdstößen, wahrzunehmen ist. Aus dem Meere findet auf einem etwa einen Kilometer langen, von Süden nach Norden verlaufen­den Streifen unter Rauchentwickelung und rollendem Ge­räusche eine fortwährende Eruption von Steinblöcken statt. Nach einer weiteren von der Insel Pantelleria ein­getroffenen Meldung ist aus dem Meere ein (Sri) ft reifen hervorgetreten, welcher nach Norden zu noch an Ausdehnung gewinnt. Die Eruption von Steinblöcken, welche zu beträcht­licher Höhe emporgeschleudert werden, schreitet in gleicher Richtung fort.

Depeschen desBureau Herold".

Bern, 19. October. Die Volksabstimmung über das Banknotenmonopol des Staates ist mit 223,853 gegen 143,989 Stimmen und mit 14 gegen 8 Cantonstimmen an­genommen. Der Zolltarif wurde mit 211,781 gegen 146,820 Stimmen angenommen.

Pest, 18. October.^Laut dem Saatenstand-Bericht gab die andauernde Dürre Anlaß zu vielen Klagen. Mehr als die Hälfte des für den Herbstanbau bestimmten Terrains sei nicht angebaut oder der Anbau schlecht ausgegangen. Der Raps habe viel gelitten, die Maisernte ist mittelmäßig, die Qualität ausgezeichnet.

Berlin, 19. October. Der Schnellzug 2 von Breslau entgleiste heute Nacht 12 Uhr 50 Min. bei der Einfahrt ( in die Station Kohlfurt durch Zusammenstoß mit einer \ Rangirmaschine. Soweit bis jetzt feststeht, sind zwei Reisende getödtet und drei Reisende, sowie der Führer und Heizer der Rangirmaschine verletzt.

Cocalcs «nd provinzielles.

Gießen, 19. October.

Sitzung Großh. Handelskammer vom 13. October 1891. Anwesend waren die Herren Koch, Scheel, Gail, Heichelheim, Homberger, Katz, K lingspor,Wort- mann. Seitens der Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg ist der Kammer eine an den Bundesrath ge­richtete Petition zur Unterstützung übersandt worden, in wel­cher zu dem Entwurf eines Gesetzes betr. die Bekämpfung des Mißbrauchs geistiger Getränke verschiedene Abänderungs­vorschläge gemacht worden. Die Kammer hat die Unterstütz­ung dieser Eingabe aus dem Grunde abgelehnt, weil dieselbe principielle Gegnerin des ganzen Gesetzentwurfs ist. Die König!. Sächsischen Handels- und Gewerbekammern von Leip­zig, Dresden, Chemnitz, Plauen und Zittau haben bei dem Königl. Sächsischen Ministerium eine Eingabe eingereicht, in welcher beantragt wird, daß daraus hingewirkt werde, daß das Osterfest aus einen bestimmten Sonntag, etwa auf den ersten Sonntag nach dem 4. April, gelegt werde. Die Handelskammer zu Darmstadt hat daraufhin in Anregung gebracht, daß diese Frage zum Gegenstand eines gemeinsamen Vorgehens auch der hessischen ^Handelskammern gemacht und aus die Tagesordnung des nächsten hessischen Handelskammer­tages gesetzt werde. Die Kammer hat der Handelskammer Darmstadt ihr Einverständniß mit ihrem beabsichtigten Vor­gehen mitgetheilt und die Unterstützung ihrer Bestrebungen in Aussicht gestellt. Seitens des geschäftsführenden Comites der in Leipzig im Februar 1892 stattfindenden inter­nationalen Ausstellung für das rothe Kreuz, Armeebedars, Hygiene, Volksernährung rc. ist der Kammer die nachfolgende Preisausschreibung zur Kenntnißnahme und Mittheilung an Interessenten übersandt worden: Unsere Allerhöchste Protec- torin, Ihre Majestät die Königin Carola von Sachsen, hat die Gnade gehabt, für eine hervorragende Leistung auf dem Gebiete der freiwilligen Krankenpflege im Kriege, im Beson­deren für eine Zusammenstellung von Ernährungs- und Kräf­tigungsmitteln für die Verwundeten und Erkrankten während der Schlacht (Hauptverbandplatz), unmittelbar nach der Schlacht (in den vorgeschobenen Feld-und Baracken-Lazarethen), auf dem Transport nach den Berladungsstellen an der Eisen­bahn bezw. auf denselben (in den Erfrischungs-Stationen) und auch in den Fcldlazarethen einen hohen Ehrenpreis zu stiften. Im weiteren sind mit Allerhöchster Genehmigung Ihrer Majestät der Königin für hervorragende Leistungen auf nachfolgenden Gebieten noch besondere hohe Staats- und Ehrenpreise verliehen worden. Die besten Leistungen aus nachstehend bezeichneten Gebieten sollen neben den Staats­und Ehrenpreisen auch noch mit der höchsten Ausstellungs- Auszeichnung prämiirt werden, und zwar auf jedem Gebiet die erst-, zweit- und drittbeste Leistung:

I. Für ein Nahrungs- und Kräftigungsmittel für die durch Verwundung aus dem Schlachtfelde der Er­schöpfung prelsgegebenen Krieger, einschließlich hier­zu gehöriger Hernchtungs- und Erwärmungs-Appa­rate.

II. Für Neuheiten in Militär-Conserven für Kriegszwecke, wobei Nährwerth, Wohlgeschmack, Haltbarkeit, geeig­nete Verpackung und leichte Zubereitung Haupt­bedingung ist, einschließlich hierzu gehöriger Her- stellungs- und Erwärmungs-Apparate.

III. Für eine practische wasserdichte Zeltunterlage zur ersten Lagerung verwundeter Krieger nach der Schlacht.

IV. Für ein Wafferverbesserungs-Präparat, um dem ver­schiedenen Trinkwasser thunlichst einen einheitlichen Geschmack zu geben und die in demselben enthaltenen schädlichen Bestandtheile nach Möglichkeit zu ver­nichten.

V. Für eine practische Feldflasche für Soldaten.

VI. Für eine hervorragende Leistung von comprimirtem Dörrgemüse.

VH. Für eine vollständige zweckmäßige Krankenzimmer- Einrichtung (für ein Civil-Krankenhaus).

Das Preisrichter-Collegium für obige Fragen wird aus hervorragenden Männern der Wissenschaft und Praxis aus einschlagenden Gebieten zusammengesetzt werden.

Neues Theater. Nachdem das Benedix'sche Werk Ein Lustspiel" am Dienstag den 13. October einen so unbestrittenen Erfolg zu verzeichnen hatte, kommt nunmehr am Dienstag, den 20. October, das beste Werk obigen Ver­fassersDie zärtlichen Verwandten" zur Aufführung. Wir unterlassen nicht, auf dies beste aller Lustspiele ganz besonders hinzuweisen.

ObstbaU'Ausstellung. Der Besuch der Obstausstellung am gestrigen Tage war, wie angesichts des herrlichen Herbst­wetters und der von den Oberhessischen Bahnen gewährten Fahrtvergünstigung nicht anders zu erwarten, von auswärts ein sehr zahlreicher. Es mögen an 1300 Karten ausge­geben worden sein. Ueber die im Nebensaale am Nachmittag abgehaltenen Versammlungen und Vorträge, die ebenfalls stark besucht waren, werden wir noch berichten.

Versammlung Oberhesfischer Obstbaumwärter. Gestern Nachmittag 2 Uhr sand in Steins Garten eine aus fast sämmtlichen Kreisen der Provinz zahlreich besuchte Versamm­lung Oberhessischer Obstbaumwärter statt. Es wurde nach einem einleitenden Vortrage des Herrn Dr. v. Peter: Ueber Organisation eines Vereins-Baumwärter-Jnstituts in Oberhessen" beschlossen, ein solches Institut, welches als Glied des Oberhessischen Obstbau-Vereins bestehen soll, ins Leben zu rufen. Die dem Verein angehörenden Obstbaum- toärter erhalten, sofern sie Eifer in ihrem Berufe zeigen und eine gewisse Ausbildung genossen haben, und im Uebrigen sich gut führen, den TitelVereins-Baumwärter". Sie stehen unter Aufsicht des Obstbau-Vereins, der streng darauf sehen wird, daß sie hinsichtlich ihrer Befähigung dem Verein Ehre machen. Es wurde für jeden Kreis ein Vertrauensmann er­nannt, der den Verkehr mit dem Obstbau-Verein vermitteln, Kreisversammlungen abhalten soll u. s. w. Aus den von Herrn Landwirthschaftslehrer Reichelt gehaltenen Vorträgen über Einführung von Prämiirungen schön gehaltener Baum- stücke, über Baumbezug und über Einheitstaxen für Baum- märter sei Folgendes mitgetheilt: Die Prämiirung schön ge­haltener Baumstücke empfehle sich besonders deshalb, weil noch immer viel mangelhaft unterhaltene Baumstücke vor­handen seien. Ein gut gehaltenes Baumstück solle sich aus­zeichnen durch gut gepflegte Rinde der Bäume, reine Kronen, durch jeglichen Mangel an alten Aesten u. s. w. Junge Pflanzungen müßten sauber gehalten werden und normal ge­haltene Kronen ausweisen. Die in anderen Gegenden mit der Prämiirung guter Baumstücke angestellten Versuche hätten einen guten Erfolg gehabt, der dadurch unter den Baumstückbesitzern erweckte Ehrgeiz gereiche der Sache des Obstbaues zum Vortheil. Was den Bezug von Obst- bäumen betreffe, so seien Seitens des Oberhessischen Obst­bauvereins Vorkehrungen getroffen, um den Mitgliedern gute Bäume zu billigen Preisen erhältlich zu machen. Mit der Vermittelung des Baumbezugs durch die Geschäftsstelle solle nicht den soliden Händlern Concurrenz gemacht, sondern der mit schlechter Waare verübten Betrügerei entgegengearbeitet werden. Herr Reichelt sprach sich schließlich für die Einführung von Einheitstaxen für von den Vereinsbaum­wärtern in den Baumstücken auszuführende Arbeiten ans. Auch hier solle keine Concurrenz hervorgerufen, sondern nur dem Psuscherthum entgegengearbeitet werden- gute Arbeit müsse auch entsprechend bezahlt werden. Die Versamm­lung erklärt sich mit den gemachten Vorschlägen einver­standen. Vor Schluß der Versammlung sand eine Prämiirung von Obstbaumwärtern statt. Hierfür standen 200 Mk. zur Verfügung und zwar 100 Mk. Beitrag des Kreises Friedberg und 100 Mk., die von dem Herrn Grasen zu Solms-Laubach als Ehrenpreis für 30 Ctr. schönes gebrochenes Tafelobst ausgesetzt waren, infolge Mangels dieses Sortiments auf der Obstausstellung aber laut Beschluß des Comitös zu Preisen für Obstbaumwärter verwendet werden sollten. Die Prämien wurden an die Obstbaumwärter wie folgt vertheilt: Bilasch - Friedberg 40 Mk., Geibel-Kleinkarben, Dickert- Niedereschbach, Chr. Noll Il.-Unterlais, Wadsack- Alsfeld, je 20 Mk.- Jak. Krailing-Heuchelheim und Fatum-Lindenstruth je 10 Mk. Die Prämien (je 20 Mk.) für die Obstbaumwärter Oestreich-Lauterbach, Weudt- Münzenberg und einen noch zu bestimmenden im Kreise Büdingen bleiben bis nach Einholung der noch erforderlichen Auskünfte reservirt.

Versammlungen. Im Anschluß an die diesjährige Kreis-Lehrer-Conferenz fand am vergangenen Samstag Nach­mittag eine Versammlung von Lehrern und Geistlichen im Nebensaale von Steins Garten statt, um denselben sowie sonstigen Freunden des Obstbaues Gelegenheit zu geben, zwei den Obstbau betreffende Vorträge zu hören. Die Ver­sammlung behandelte unter Vorsitz des Herrn Provinztal- Directors Freiherrn v. Gagern zunächst über das Thema: Der Geistliche und Lehrer als Förderer des Obstbaues auf dem Lande." Referent war Herr Dr. v. Peter-Friedberg. Herr Dr. v. Peter gab zuerst einen Ueberblick über die Entstehung und den Zweck des von ihm begründeten Wetterauer, späteren Oberhessischen Obst­bauvereins, die Organisation des letzteren erläuternd. Durch un­mittelbare Einwirkung auf möglichst viele Einzelne durch Wort, Schrift und Beispiel, durch eine große Mitgliederzahl,

durch zahlreiche Versammlungen, durch seine Zeitschrift, durch Entsendung der Techniker usw. suche der Verein der Sache des Obstbaues förderlich zu sein. Dazu komme die Geschäfts­stelle des Vereins, welche die Vermittelung des Absatzes und den Bezug von Bedarfsartikeln für Mitglieder zu ihren Ausgaben gemacht habe. Die Baumwärter seien die Soldaten des Vereins. Es fehlen die Offiziere, die Commandeure in den Orten, die Vertrauensmänner. Die Seele des Vereins sei die Geschäftsstelle in Friedberg mit den Filialen Alsfeld und Büdingen, die in engster Beziehung mit den Mitgliedern durch die Vertrauensmänner in den einzelnen Orten stehen sollen. Als Vertrauensmänner würden in erster Linie die Bürgermeister bezeichnet werden können, die, soweit sie das richtige Verständniß sür den Obstbau besäßen, wegen ihrer Amtsbefugnisse als die geeignetsten gelten könnten. Die nächst geeigneten Förderer der Sache des Obstbaues seien die Geistlichen und Lehrer, aus deren Kreisen ja die berühmtesten Obstzüchter, wie Oberdieck, Christ, Breul usw. hervorgegangen seien. Der Obstbau sei eine ebenso ideale wie schöne und einträgliche Sache und müßte namentlich den Erziehern der Jugend sympathisch sein, die in der Pflanze das Symbol des Kindes vor sich hätten, der Pflanze, welche ebenso wie der kindliche Geist von einer unendlich treibenden Kraft beherrscht und durch die Erziehung in richtige Bahnen gelenkt werden müsse, krumme Zweige seien gerade zu legen, wildwachsende zurückzuschneiden, gemeine Triebe zu veredeln. Damit sei zwar nicht gesagt, daß die Geistlichen und Lehrer Baum­schulen einrichten sollten, da jetzt die besten Baumschulen vor­handen wären, aber in Verbindung mit dem Verein helfend und berathend die Lehren der Techniker vermitteln und so mit gutem Beispiel vorangehend, dazu möchten sie helfen. Hieran schloß sich ein Vortrag des Herrn Landwirthschafts- lehrers Reichelt über das Thema:Die O bst fort en- kunde ist die Grundlage des einträglichen Obst­baues". Der Redner wies in kurzen Zügen daraus hin, daß nur eine kleine Menge von Obstarten, die sich den Ver­hältnissen Oberhessens entsprechend als Tafelobst verkaufen oder zur Obstweinbereitung verwenden ließen, angebaut werden dürften, wenn von unserem Obstbau der höchste Ertrag erzielt werden solle. Gerade die geistigen Pfleger des Volkes seien berufen, nur mit wenig Sorten auf dem Lande Versuche an- zustellen und die Resultate dieser Versuche der Geschäftsstelle des Obstbau-Vereins mitzutheilen. Als Sorten, welche zunächst zu untersuchen seien, empfahl Redner die Folgenden: Aepsel: Canada-Reinette, Rother Herbst-Calvill, Grafensteiner, Pleisner Rombour, Rother Eiserapfel, Danziger Kantapfel, Boiken- apsel, Champagner-Reinette, Schasnase, Prinzenapfel, Gold­gelbe Sommer-Reinette, Gelber Edelapfel, Brauner Matapfel, Weißer Winter-Taffet-Apfel, Großer Bohnapfel, Ribfton Pepping, Große Casseler Reinette, Winter-Gold-Parmäne, Orleans-Reinette, Packes Pepping, Graue französische Neinetre, Baumanns Reinette; Birnen: Großer Katzenkopf, Pastoren­birne, Winter-Butterbirne, Hardenponts Winter-Butterbirne, Bosces Flsschenbime, Diels Butterbirne, Gellerts Butter­birne, St. Germain.

Schonschreibunterricht. Herr Kalligraph O. Gott­lieb beabsichtigt, in Gießen seinen Unterricht im Schön­schreiben wieder zu eröffnen. Die Jahre, welche Herr Gott­lieb hier unterrichtet, haben viele Erfolge für seine Methode bekannt gemacht und werden hoffentlich noch manchen jungen und älteren Mann veranlassen, an dem jetzt eröffneten Cursus theilzunehmen. Denn von allen Gewerben und Handwerken ist das papierene so recht das am meisten gesuchte in unserer Zeit. Der Schreiber ist ein gesuchter Mann und wer eine gute Handschrift schreibt, braucht nicht zu fragen, was werde ich essen, was werde ich trinken, er wird immer lohnende Beschäftigung finden, wenn er nur sonst fleißig und anständig ist. Wir können die Benutzung des Schönschreibecursus des Herrn Gottlieb Allen, die denselben gebrauchen können, wohl empfehlen. (Siehe Annonce.)

Feuerlärm. Am gestrigen Tage drohte der Stadt zweimal Feuer. Gegen i/,3 Uhr Nachmittags stieg aus einem zu einer an der Wallthorstraße gelegenen Fabrik gehörigen Arbeitsraume Rauch empor. Man fand, daß in dem Raum lagernde Putzlumpen in Brand geraden waren. Ein am Asterweg wohnender junger Mann beging, als er um 12 Uhr Nachts nach Hause kam, die Unvorsichtigkeit, die Lampe unter seinen am Fenster aufgehängten Rock zu stellen. Als der Mann die. Lampe ausgeblasen, bemerkte er nicht, daß das Rocksutter in Brand geraden war. Erst der patrouillirende Schutzmann gewahrte den glimmenden Rock und konnte durch dessen Einschreiten die Gefahr beseitigt werden.

Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädigst geruht, am 17. October den Ministerialrath im Ministerium des Innern und der Justiz und Vorstand des Cabinets Carl Rothe zum Provinzial­director der Provinz Rheinhessen und Kreisrath des Kreises Mainz, mit Wirkung vorn 16. November d. I. an, zu er­nennen. Nach Befehl Seiner Königlichen Hoheit des Groß­herzogs wird die obere Leitung der Geschäfte des Cabinets auch fernerhin in den Händen des Ministerialraths, dem- nächstigen Provinzialdirectors Rothe, verbleiben.__________

Schiffsnnchrichten.

Der VolldampferWaesland" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 15. October wohlbehalten in Rewyork angekommen._______________________________

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