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Bekanntmachung.
Nachdem Großh. Mnisterium des Innern und der Justiz durch Verfügung vom 5- l. M. zu Nr. M. I. 183 dem Statut der rubr. Waffergenossenfchaft die Genehmigung ertheilt hat, wird ix Gemäßheit des Art. 38 des Gesetzes vom 30. Juli 1887 nachstehender Auszug aus demselben unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Statut mit seiner Verkündigung in Kraft tritt.
1. Name der Genossenschaft: Lindenau - Genossenschaft Langd.
2. Sitz derselben: Langd.
3. Gegenstand des Unternehmens: Entwässerung der Lindenau, Flur IV und VIII der Gemarkung Langd.
4 Die von der Genossenschaft ausgehenden Bekanntmachungen werden unter der Bezeichnung: „Lindenau- Genossenschaft Langd" im Kreisblatt für den Kreis Gießen bekannt gemacht und vom Vorsteher unterzeichnet.
Gleichzeitig wird Tagfahrt zur Wahl de- Ge- »oUenfcdaftSvorstauds auf Montag, 2 Februar d. I-, Nachmittag- 2Vi Uhr, in da- Gemeinde- hau- zu Langd anberaumt und zu derselben die Generalversammlung der Genossenschaftsmitglieder hierdurch einberusen.
Gießen, den 15. Januar 1891.
Grobherzogliches Kreisamt Gießen- v. Gagern.
Gießen, am 14. Januar 1891.
Betr.. Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
<m die iSrotzh. Bürgermeistereien de- Kreises.
Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Erledigung der Verfügung vom 3. l. MtS. — Anzeiger Nr- 5 — im Rückstände sind, werden hieran mit Frist von 5 Tagen erinnert.
v Gagern.
Gefunden: 1 Medaillon, 1 Paar Handschuhe, 1 Halstuch, 1 Kragen, 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Uhrkette und 1 Packet mit Waare (im Stammsschen Laden liegen geblieben).
Gießen, am 17. Januar 1891.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.
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zwanzigste» Geburtstage -es deutschen Reiches.
Am heutigen Sonntage kehrt zum zwanzigsten Male jener hochwichtige Gedenktag wieder, an welchem in der Spiegelgallerie des Versailler Prunkschlosses der sieg- und ruhmgekrönte Preußenkönig Wilhelm I. in glänzender Versammlung zum deutschen Kaiser ausgerufen wurde, ein welthistorischer Act, durch welchen sich die Gründung des neuen deutschen Reiches vollzog. Es sind demnach jetzt zwei Jahrzehnte verflossen, daß das aus den Schlachtfeldern Frankreichs, nach einem Völkerkriege fast ohne Gleichen, errichtete kaiserliche Deutschland unter Führung der Hohenzollern besteht, und somit erhält der diesjährige 18. Januar die Bedeutung eines besonderen Merksteines in der nationalen und politischen Geschichte unserer Nation. Zwanzig Jahre — wenig wollen sie im Leben eines Staates, eines Volkes im Allgemeinen besagen, und doch: Wie mächtig hat sich nicht in diesem kurzen Zeitraum das junge deutsche Kaiserreich entwickelt! Siegreich sind alle Zweifel, ob sich dasselbe auch lebensfähig gestalten werde, durch die Thatsachen widerlegt worden, nach außen wie nach innen hat das wiedererrichtete Reich deutscher Nation eine geradezu überraschende Machtfülle und Lebenskraft entfaltet. Fest und sicher behauptet es seinen maßgebenden Platz im Rathe der Völker Europas, den es sich durch die herrlichen Waffenerfolge seiner Heere in dem großen Kriege mit Frankreich einst errang und welchen das geeinte Deutschland, stark durch sich selbst, wie gestützt auf den im Laufe der Zeit entstandenen innigen Bund mit Oesterreich-Ungarn und Italien, noch bis zur Stunde wahrt. Ungeahnte Fortschritte kann dabei das junge Staatswesen ?m Innern namentlich durch die großartige Socialpolitik und und die hiermit zusammenhängenden Reformen verzeichnen, während es zugleich entschlossen die Bahn colonialpolitischer Bestrebungen betrat, dank denen heute in weiten Gebieten LeS östlichen wie westlichen Afrikas, dann auch in der fernen Inselwelt der Südsee, stolz die schwarz weiß-rothe Flagge weht.
Wvhl mächtiger und herrlicher hat sich das neue Deutschland erwiesen, als es selbst seine überzeugtesten Anhänger Anfangs sich träumen ließen, und seine Bedeutung, man kann getrost sagen für die gesammte Culturwelt, ist eine so tiefgreifende geworden, wie sie zuerst schwerlich geahnt werden konnte, und dies erscheint um so bemerkenswerther, als ja in dem Entwickelungsgange des Reiches schwere Stürme und Erschütterungen mannigfacher Art nicht gefehlt haben. Vor Allem erregte das Hinscheiden der beiden ersten unvergeßlichen Kaiser und dann der Rücktritt des Fürsten Bismarck, des eigentlichen Reichsbaumeisters, das deutsche Volk aufs tiefste, und sorgenvoll mochte gar mancher Vaterlandsfreund auf die nächste Zukunft Deutschlands blicken. Aber diese Sorgen sind unnöthig gewesen. Kaiser Wilhelm II. hat mit fester Hand die Zügel der Regierung ergriffen und sie bis zur Stunde mit staunenswerther Sicherheit und wachsenden Erfolgen geführt. Gewaltige Resormbestrebungen, welche die Aufmerksamkeit ganz Europas fesseln, sind infolge der kühnen Anregungen des jngendkrästigen Monarchen aus den verschiedenen Gebieten unseres öffentlichen Lebens hervorgetreten, im gesammten Staatsleben macht sich sein energischer Wille geltend und unter solcher zielbewußten Führung können wir Deutschen getrost der weiteren Zukunft entgegenschauen.
Aber gewiß werden dem Reiche auch fernerhin Kämpfe und Stürme nicht erspart bleiben- im Innern drohen fort und fort ernste sociale Gefahren und nach Außen wird das neue Deutschland früher oder später seine schwer genug errungene Einheit und seine politische Weltstellung sicherlich tinnial zu vertheidigen haben. Da gilt es denn, namentlich das Heranwachsende Geschlecht immer wieder daran zu erinnern, welche hohen nationalen Güter dem deutschen Volke einst auf den blutgetränkten Schlachtfeldern Frankreichs errungen wurden, und hieran die Mahnung zu knüpfen, sich nimmer nehmen zu lassen, was unter Thränen und Blut, unter den schmerzlichsten Opfern erkämpft wurde. In Treue unentwegt sestzustehen zu Kaiser und Reich, an seinem Theile mitzuwirken an der Kräftigung und weiteren Ausbildung des mächtigen Baues, den das deutsche Reich darstellt — dies ist die Mahnung, die für jeden wahren Deutschen aus der Feier des 18. Januars spricht: Möge sie überall in deutschen Herzen ihre Stelle finden zum Heil und Segen unseres großen Vaterlandes!
Neueste Nachrichten.
Wolfs- telegraphisches Äorrespondenz-Bareau.
Berlin, 16. Januar. Am Geburtstage des Kaisers findet Vormittags Gottesdienst in der Schloßcapelle, darauf Gratulationscour und Abends Galavorstellung im Opernhause statt.
Berlin, 16. Januar. An dem gestrigen Diner beim Kriegsminister Generallieutenant von Kaltenborn-Stachau zu Ehren Seiner Majestät des Kaisers nahmen bet Reichskanzler General v. Caprivi, Generaloberst v. Pape, die Generäle v. Meerscheidt-Hüllessem, v. Versen, v. Hahnke, v. Wittich, sowie einige andere Generäle, ferner der Oberhosmarschall Graf zu Eulenburg, mehrere Kriegsräthe des Kriegsministeriums, sowie einige Mitglieder des Reichstags, darunter der Präsident desselben, v. Levetzow, Gras von Saldern, die Freiherren v. Huene und v. Unruhe Theil. Im Ganzen waren 38 Gedecke vorhanden. Seine Majestät saß zur Rechten der Gemahlin des Kriegsministers und führte eine sehr lebhafte Unterhaltung, welche sich über die mannigfachsten militärischen und politischen Tagesfragen erstreckte.
Berlin, 16. Januar. Im Reichstage wurde heute die Getreidezolldebatte fortgesetzt. Socialdemokrat Schulze: Da im Reichstag kein wirklicher Bauer vorhanden, so werde seine Partei sich bemühen, ein Dutzend herbeizuschaffen. — Gras Mirbach wirft den Freisinnigen vor, sie. bezweckten durch ihr Vorgehen, die Grundbesitzer durch die Herabsetzung der Getreidepreise zu expropriiren; wolle man der Landwirth- schast Helsen, so müsse man hohe Holzzölle schaffen. — Frhr. v. P s e t t e n-Ansbach (Ctr.) spricht gegen die Anträge Auer und Richter. Nachdem der Schluß der Debatte angenommen, erklärte Schumacher, die Socialisten würden für den Antrag der Freisinnigen stimmen. — Richter verwahrt sich gegen den Vorwurf, prinzipiell Opposition zu treiben- er sei kein Gegner der Landwirthschast. Das Recht, Bismarcks Verhalten zu kritisiren, lasse er sich nicht nehmen,- zu den Todten könne man ihn doch werfen. Bismarck könne weder Arnim noch Geffken Vorwürfe machen. Drei Achtel aller bei den Wahlen abgegebenen Stimmen seien für seinen Antrag. Das Haus lehnt den Antrag Auer aus Verweisung an die Budgetcommission ab, ebenso in namentlicher Abstimmung mit 210 gegen 106 Stimmen den Antrag Richter. Für den
selben stimmten die Deutsch-Freisinnigen, die Socialdemokraten und die Mitglieder der Volkspartei.
Blankenburg, 16. Januar. Im Oberharze sind in Folge orkanartiger Stürme mit heftigem Schneetreiben, das die Wege mit hohen Schneeschanzen bedeckt, große Verkehrsstörungen eingetreten.
München, 16. Januar. Ein Güterzug blieb heute früh nahe Kirchseeon im Schnee stecken und mußte herausgeschau- selt werden, wodurch die Salzburger Züge Stunden lang liegen blieben. — Den „Neuesten Nachr." und der „Allgem. Ztg." wurde heute ein Telegramm des Professor Dixon- Philadelphia vorgelegt, nach welchem Dixon vorgestern die Herstellung eines Anti-Tuberkelmittels publicirte, deffen Herstellung mit dem Koch'schen identisch ist.
Pirmasens, 16. Januar. Infolge der Mc. Kinley-Bill haben vier der bedeutendsten Schuhfabriken in der Pfalz die Arbeit eingestellt.
Hamburg, 16. Januar. Dem „Hamburgischen Corresp." zufolge ist gestern Abend eine C o a liti o n sämmtlicher socta- listischcn Fachvereine in der hiesigen Lefsinghalle gegründet worden.
Hamburg, 16. Januar. Die „H. Börsenhalle" schreibt: In Folge strengen Frostes in vergangener Nacht ist der Verkehr für größere Dampfer aus der Elbe wieder sehr gefährlich geworden. Mehrere heute abgegangene Postdampfer sind bereits bei Blankenese festgerathen, bei Cuxhaven treiben mehrere Dampfer im Eise. Drei große Segelschiffe sind bereits verloren. Die Aussichten aus einen Umschlag des Wetters sind wenig günstig.
Paris, 16. Januar. Die Blätter melden: Das Kabel zwischen Calais und Dover wurde vom Anker einer englischen Brigg, welche gestern Nacht acht Meilen von Calais scheiterte, zerrissen.
Lyon, 16. Januar. Die Frage wegen der Seidenzölle rief unter den Arbeitern von Croix la Rouffe eine große Erregung hervor. Eine zahlreiche Versammlung beschloß einen energischen Protest gegen die Einführung von Zöllen und ließ den Protest gestern Nachmittag dem Prä- secten übergeben. Letzterer forderte die Ueberbringer des Protestes auf, Vertrauen zur Regierung zu haben und die Arbeiter zu veranlassen, sich ruhig und mäßig zu verhalten.
Vesoul, 16. Januar. Die Influenza tritt hier in heftigster Weise auf.
Loudon, 16. Januar. „Reuters Bureau" meldet aus Buenos Aires vom 15. d. M.: Nachrichten aus Entre- rios zufolge ist daselbst eine große Rebellenschaar versammelt. Die Einwohner sind beunruhigt, der Telegraphendraht zerschnitten. Eine Abtheilung Nationaltruppen wurde nach dem Schauplatz der Unruhen gesandt.
Kopenhagen, 16. Januar. Das höchste Gericht entschied, die Feuerbestattung sei bis zur gesetzlichen Einführung der neuen Ordnung des Bestattungswesens verboten. — Wegen der Eisverhältnisse findet heute kein Schiffsverkehr zwischen Gjedser und Warnemünde statt.
Kopenhagen, 16. Januar. * Der Hasen von Esbjerg (Südwestjütland) ist fortwährend eisfrei, die Dampfschiffe kommen an und gehen regelmäßig ab. Den Hafen von Kopenhagen hält ein Eisbrecher offen, der Sund ist eisfrei. Der Postdampserverkehr zwischen Gjedser und Warnemünde ist eingestellt, die Verbindung landwärts mit Hamburg aber plangemäß.
Brüssel, 16. Januar. Die Regierung beschloß, zwei Klassen Miliztruppen einzuberufen, falls es bei der Agitation für die Verfassungsrevision irgendwie zu Ruhestörungen käme.
Brüssel, 16. Januar. Wie die „Resorme" vernimmt, soll die große Kundgebung am nächsten Dienstag, zu welcher die „Association Liberale" die Brüsseler Bürgerschaft eingeladen hat, von der Regierung untersagt worden fein.
Charleroi, 16. Januar. Die Bergarbeiter des Kohlenbeckens von Charleroi beschlossen, einen Tag in der Woche zu feiern, um den Kohlenvorrath zu verringern und die Directionen der Gesellschaften zu zwingen, mehr Arbeiter anzustellen.
Charleroi, 16. Januar. Infolge starken Schneefalls sind große Verzögerungen im Eisenbahnverkehr namentlich mit Deutschland eingetreten. Eine Abtheilung Soldaten wurde commandirt, die Geleise freizumachen.
Rom, 16. Januar. Dem „Esercito Romano" zufolge würde unter den militärischen Vorlagen, welche dem Parlamente zugehen, als erste diejenige betreffend die Verlängerung der Militärdienst pflicht um drei Jahre sich befinden.
Konstantinopel, 16. Januar. Major v. Hülsen reifte Abends nach Berlin zurück, nachdem er Nachmittags von dem


