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17/05/1891 Zweites Blatt
 
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und Wohnbach am 28., im Kreise Büdingen in Gettenau am 9., Berstadt am 14. nnd Echzell am 21. März bet je einem crepirten Rinde, ferner in einem Schlachthause zu Mainz am 10. bei einem geschlachteten Ochsen aus Württemberg, und in Bürstadt, Kreis Bensheim, am 31. März bei einer nothgeschlachteten Kuh.

Die Maul- und Klauenseuche ist erloschen in Ober-Ram- stadt, Kreis Darmstadt; in Bürstadt, Kreis Bensheim; in den Orten des Kreisen Dieburg: Nieder-Modau, Groß - Zimmern und Brensbach; ferner in Gießen; in Homberg a. d. O. und Neu- Illrichstein, Kreis Alsfeld; in Engelthal, Kreis Büdingen; in Ober- Erlenbach und Steinfurth, Kreis Friedberg; in den Orten des Kreises Alzey: Bosenheim, Albig und Weinheim; in Ensheim und Gau-Bickelheim, Kreis Oppenheim; in Gundersheim und Bechtheim, KreiS Worms.

Die Seuche herrscht fort in Darmstadt, in Leusel, Kreis Als­feld, in Maar und Angersbach, Kreis Lauterbach, und in Eichloch, KretS Oppenheim.

Die Seuche wurde im Monat März festgestellt und war am Schlüsse desselben wieder erloschen in Staffel, Kreis Bensheim; in den Orten des Kreises Dieburg: Dieburg, Zeilhard und Spach­brücken ; in Neustadt, Kreis Erbach, in Mörlenbach und Krcidach, Kreis Heppenheim; in Weiskirchen, Kreis Offenbach; tn Geilshausen, Kreis Gießen; in Obernheim und Flonheim, Kreis Alzey; in den Orten des Kreises Bingen: Nieder-Jngelheim, Heidesheim, Ocken­heim, Büdesheim und Frei-Weinbeim; in Bechtolsheim und Unden­heim, Kreis Oppenheim; in den Orten des Kreises Worms: Heppen­heim a. d. W., Westhofen, Hangen-Weisheim und Osthofen.

Die Seuche wurde im Monat März festgestellt und herrschte am Schluffe desselben noch fort: in Eberstadt und Pfungstadt, Kreis Darmstadt; in Bickenbach, Kreis Bensheim; in den Orten des Kreises Erbach: Hainstadt, Beerfelden, Hinterbach und Unter-Sens-

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bach; in Rimbach und Unter-Schönmattenwag, Kreis Heppenheim: in den Orten des Kreises Gießen: Annerod, Trohe und Allendorf a. d. Lahn; in Arnshain, Kreis Alsfeld; in den Orten des Kreises Friedberg: Ockstadt, Büdesheim und Nauheim; auf dem Viehhofe in Mainz; in den Orten des Kreises Alzey: Flomborn, Hackenheim, Bornheim, Wöllstein, Tiefenthal, Pleitersheim, Zotzenheim und Für­feld; in den Orten des Kreises Bingen: Gau-Algesheim, Sauer- Schwabenheim und Gensingen; in den Orten des Kreises Oppen­heim: Wallertheim, Nikrstein, Hillesheim, Partenbeim, Ober-Saul- heim und Eimsheim, und in Gimbsheim und Hamm im Kreise Worms.

Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh ist erloschen in Groß-Bieberau, Kreis Dieburg, in Kelsterbach, Kreis Groß Gerau, und in Eichenrod, Kreis Lauterbach.

In Albach, Kreis Gießen, und in Hahnheim, Kreis Oppenheim, herrscht die Seuche fort.

Festgestellt wurde dieselbe am 2. in Wetterfeld, Kreis Schotten, am 16. in Offenheim, Kreis Friedberg, am 20. in Hüttenthal, Kreis Erbach, am 25. in Blofeld, Kreis Büdingen, und am 18. in Lieder­bach, Kreis Alsfeld.

Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Hof Albach,Kreis Gießen, in Rodheim, Kreis Friedberg, in MeicheS und Herchenhain, Kreis Schotten.

Verkehr, Land- nnd VolkswirLh^chaft.

Vermehrung der Stachel- und Johannisbeer­sträucher. Anfang Juni ist die Zeit, wo man die Vermehrung dieser Sträucher durch Absenker vornimmt. Man legt zu diesem Zweck kräftige jährige Triebe nieder und bedeckt sie in der Mitte stark mit Erde. Ein Feststecken mit gabeligen Zweigen ist zu

empfehlen. In kurzer Zeit haben diese sogen. Absenker Wurzeln geschlagen und können vom Mutterstrauch getrennt und auf ein kräftig gedüngtes Beet gepflanzt werden. Beabsichtigt man Sträucher zu ziehen, so werden die Absenker im kommenden Frühjahr gestutzt, will man Hochstämme ziehen, die eine Zierde jedes Gärtchens sind, so schneidet man die unteren Triebe ab und bindet den Haupttrieb an einen Blumenstock. Außer der Vermehrung durch Absenker ist eine solche durch Stecklinge möglich. Letztere wachsen verhältniß- mätzig schnell an. Man setzt sie zunächst an eine schattige Stelle, am besten mit sandigem Boden, nachdem zuvor die Blätter bis an die Spitze entfernt sind. Die Augen dürfen selbstredend beim Ent­fernen der Blätter nicht beschädigt werden. Sind Wurzeln in ge­nügender Weise gebildet, so verpflanze man die jungen Pflanzen auf einen nährstoffreichen Boden. Die Vermehrung durch ©amen ist nur dort zu empfehlen, wo es sich um Neuzüchtung hervor­ragender Sorten handelt.

Haupttreffer Arc. 400,000. Geringster Treffer Are. 400 bei der W» Ziehung am 1. Juni der 4498

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Submission.

Zwecks Umbaues einer Straßen- tzrecke sollen nachstehende Arbeiten mittelst Submission vergeben werden, grämlich:

Grundauffüüung, Maurer­arbeit, Steiuhauerarbeit, BasalLsteinlieserung.

Steinsuhrlobn, Chausfir- arbeit und Pflasterarbeit.

Voranschlag, Plan und Uebernahms- bedingungen hierfür liegen aus dem Stadtbauamt offen, woselbst die ein­schlägigen Angebote biszumLL.l.M., Vorm. 11 Uhr, einzureichen find.

Gießen, den 15. Mai 1891.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth. 4667

Versteigerung.

In Folge freiwilligen Anstehens bringt der unterzeichnete Gerichtsvollzieher

Mittwoch den 20. Mai,

von Vormittags 9 Uhr an, folgende Gegenstände auf der Mittelst« wühle bei Älten-Buseck gegen Baarzah­lung zur Versteigerung:

Aünf Pferde, darunter ein Paar junge Acker- unb Wagenpferde (Rap­pen), zwei Kühe, etwa 60 Hühner, mehrere Oeconomie« unb Müller« wagen, einen Kohlenwagen, brei Wogentücher, sechs Pferbegtschirre, größere Parthien Drell- unb Export­säcke, Pflüge, Eggen, barunter eine Wiesenegge, ein Pfuhlfaß, eine Obst­kelter, Fässer, eine Fegmühle, eine Dickwnrzmühle unb anbere Oeco- nomiegeräthschaften ber verschiebeusten Art.

Die Mittelstmühle ist von Gießen per Wagen auf guter Straße in einer knappen Stnnbe zu erreichen unb eine halbe Stunbe von ber Station Großen-Bnseck der Oberhessischen Eisenbahn entfernt.

Wiederholt sei hier bemerkt, daß diese, nach neuestem System eingerichtete, an der Wieseck gelegene Mühle nebst Oeco- nomiegebäuben und ca 80 Morgen besten, in unmittelbarer Nähe ber Mühle ge­legenen Landes, welches einen Viehstand von mehr als 50 Stück Rindvieh unb Pferben zulätzt, ebenfalls zum Verkaufe steht; nicht mtnber bie bei Beuern gelegene, erst vor etwa zehn Jahren erbaute, mit Wasser- und Dampskraft ausgestattete Nenmühle. Auch diese ist etwa eine halbe Stunde von ber Station Großen- Buseck entfernt.

Der Verkauf dieser Mühlen findet zwecks Auseinandersetzung statt.

Nähere Auskunft erthellt Herr I. Böck dn Gießen-

Gießen, 12. Mai 1891. 4558

Geißler,

Großh. Gerichtsvollzieher.

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